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    AW: [ST] Asteroiden, Kometen und Sonnenstürme

    Geminiden - Höhepunkt für Sternschuppen


    Foto: Daniel Reinhardt

    Sternschnuppenfreunde aufgepasst: Die Geminiden erreichen in den kommenden Tagen ihr jährliches Maximum. Da in diesem Jahr kein heller Mond die Beobachtungen stören wird, könnte sich also ein Blick an den nächtlichen Himmel besonders lohnen. Zum Aktivitätsmaximum am Montag gegen 19 Uhr werden mehr als 100 Sternschnuppen pro Stunde erwartet.

    Die Geminiden, die jedes Jahr Mitte Dezember ihr Maximum erreichen, gehören mit zu den zuverlässigeren Sternschnuppenströmen im Jahresverlauf. Das Maximum wird in diesem Jahr am 14. Dezember gegen etwa 19 Uhr erwartet. Damit könnte man - abhängig vom Wetter natürlich - in Mitteleuropa in diesem Jahr optimale Beobachtungsbedingungen für das Geminiden-Maximum haben. Auch der Mond stört diesmal nicht - heute ist Neumond. Wer das Glück hat, die Geminiden genau während des Maximums sehen zu können, kann bei optimalen Beobachtungsbedingungen mit mehr als 100 Sternschnuppen pro Stunde belohnt werden.

    Die Geminiden leiten ihren Namen - wie alle Sternschnuppenströme - von dem Sternbild ab, aus dem sie zu kommen scheinen. In ihrem Fall sind es die Zwillinge (lateinischer Name Gemini). Der genaue Ausstrahlungspunkt, der sogenannte Radiant, liegt in der Nähe des Sterns Castor. Die Sternschnuppen scheinen also von hier auszugehen, lassen sich aber trotzdem überall am Himmel beobachten.

    Gewöhnliche Sternschnuppenströme entstehen durch einen eisigen Kometen, der auf seinem Weg durch das Innere des Sonnensystems quasi antaut und dabei eine Staubspur hinterlässt. Läuft nun die Erde auf ihrer Bahn um die Sonne durch diesen Staub, dringen die Partikel in die Erdatmosphäre ein und sorgen für die typischen Sternschnuppen. Ursprung der Geminiden aber ist offenbar kein Komet, sondern ein Objekt namens 3200 Phaethon, das als Asteroid klassifiziert ist. Es umrundet die Sonne alle 1,4 Jahre.

    Beobachtungen mit einer der beiden STEREO-Sonnensonden zeigten tatsächlich, dass es sich bei Phaethon um eine Art "Gesteins-Komet" handeln könnte, also um einen Asteroiden, der bei Annäherung an die Sonne so stark aufgeheizt wird, dass Staub und kleine Trümmerteile von seiner Oberfläche ins All gelangen. Tatsächlich wurde bei anderen Beobachtungen mit den STEREO-Sonden auch ein kleiner Schweif beobachtet, der von Phaethon ausgeht.

    Allerdings haben die Geminiden damit ihr Geheimnis noch nicht ganz preisgegeben: Mit der gegenwärtigen Staubproduktion würde sich nämlich ein so eindrucksvoller und beständiger Sternschnuppenschauer wie die Geminiden nicht erklären lassen. Die Wissenschaftler spekulieren daher, dass Phaethon hin und wieder Ausbrüche zeigt, durch die größere Mengen an Staub und Trümmerteilen ins All geraten.

    Der noch etwas rätselhafte Ursprung der Geminiden sollte aber niemanden davon abhalten, diesen Sternschnuppenschauer in den kommenden Nächten zu genießen. Auch in den Nächten vor und nach dem erwarteten Maximum könnte sich bereits ein Blick an den abendlichen Himmel lohnen.
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    AW: [ST] Asteroiden, Kometen und Sonnenstürme


    Im Doppelpack (Symbolbild): Zwei Kometen fliegen nah an der Erde vorbei.
    (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

    Zwillingskometen fliegen sehr nah an Erde vorbei

    Zwei Kometen rasen zum Wochenbeginn an der Erde vorbei. Bisher passierten nur zwei andere Kometen unseren Planeten ähnlich nah. Und das ist nicht die einzige Besonderheit.

    Zwei Kometen fliegen zum Wochenbeginn an der Erde vorbei - ein Schauspiel, das es nur sehr selten gibt. Die beiden Kometen passieren unseren Planeten kurz nach einander. Und es gibt noch eine Besonderheit: Bei den Kometen könnte es sich um eine Art Zwillinge handeln. Die Nasa nimmt an, dass sie einst Teil eines größeren Kometen waren. Das vermutet die amerikanische Raumfahrtbehörde, weil die beiden Kometen eine sehr ähnliche Umlaufbahn haben.

    Zwillingskometen passieren Erde am Montag und Dienstag

    Der als 252P/LINEAR bekannte Komet werde die Erde bereits am Montag in einem Abstand von 5,2 Millionen Kilometern passieren, teilte Paul Chodash vom Jet Propulsion Laboratorium der Nasa in Pasadena (Kalifornien) mit. Er hat einen Durchmesser von etwa 230 Metern.

    Am Dienstag folge der erst im Januar entdeckte und etwa halb so große P/2016 BA14 in ähnlicher Laufbahn, aber nur 3,5 Millionen Kilometer von der Erde entfernt. Vor ihm seien nur zwei andere bekannte Kometen der Erde so nahe gekommen, heißt es in einer Mitteilung aus Pasadena: einer davon, Komet D/1770 L1 (Lexell), im Jahr 1770 und der andere, Komet C/1983 H1 (IRAS-Araki-Alcock), 1983.

    Die zwei Kometen sind nicht mit bloßem Auge zu sehen

    Die bevorstehende «Tuchfühlung» bedeute keine Gefahr für die Erde, betonte Chodash. Der Abstand beider Kometen zur Erde sei sicher. Doch es gibt eine Enttäuschung für alle Sternengucker: Mit bloßem Auge sind die Kometen nicht zu sehen. Dies sei nur mit Hochleistungsteleskopen möglich, hieß es von der Nasa.
    augsburger-allgemeine.de
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    AW: [ST] Asteroiden, Kometen und Sonnenstürme


    Am 9. Mai wandert Merkur vor der Sonne vorbei. (Foto: dpa)


    Sternschnuppen und Mini-Sonnenfinsternis über Deutschland


    • In der Nacht zum 6. Mai erreichen die Aquariden ihren Höhepunkt - ein Strom von Sternschnuppen.
    • Am 9. Mai wandert der Planet Merkur an der Sonne vorbei.
    • Das seltene Ereignis ist nur mit einem Fernrohr zu sehen.



    Im den nächsten Tagen sind zwei besondere Ereignisse am Himmel zu sehen. Nachts leuchtet der jährliche Strom der Aquariden. Es handelt sich um schnelle Meteore, die mit einer Geschwindigkeit von etwa 65 Kilometern pro Sekunde in die Erdatmosphäre eindringen und als Sternschnuppen verglühen. Ihr Ausstrahlungspunkt - das Zentrum des Schauspiels - liegt im Sternbild Wassermann, daher der Name.

    Die Aquariden sind abgesplitterte Bruchstücke des Halleyschen Kometen. Seinen Höhepunkt erreicht der Meteorstrom in der Nacht zum 6. Mai. Bei wolkenlosem Himmel leuchten bis zu sechzig Sternschnuppen pro Stunde auf. Die beste Beobachtungszeit sind die Morgenstunden zwischen drei Uhr und Sonnenaufgang. Ausschau halten sollte man in Richtung Süden.

    Wer für die Astronomie nicht früh aufstehen will, hat aber Glück. Drei Tage später, am 9. Mai, zieht Merkur als dunkler Punkt an der Sonne vorbei. Experten nennen dieses Ereignis Merkurtransit, umgangssprachlich auch Mini-Sonnenfinsternis.

    Mit bloßem Auge ist der Planet nicht zu erkennen

    Ein solcher Merkurtransit ist seltener als eine Sonnen- oder Mondfinsternis. Im 21. Jahrhundert tritt der Planet nur 14 Mal vor die Sonne. Nicht alle Merkurtransite sind von Mitteleuropa aus zu sehen. Zuletzt konnte das Schauspiel von Deutschland aus 2003 beobachtet werden, das nächste Mal ist es erst wieder 2019 möglich.

    Um Merkur als dunklen Punkt vor der Sonne zu sehen, braucht es ein Fernrohr mit stabilem Stativ und mindestens fünfzigfacher Vergrößerung. Das Teleskop benötigt zudem einen Schutzfilter. Keinesfalls sollte man mit bloßem Auge in die Sonne schauen, ohnehin ist Merkur so nicht zu erkennen.

    BepiColombo schickt Bilder

    Der kleine Planet Merkur ist von einem dünnen Gasgemisch, der Exosphäre, umhüllt. Die Gashülle besteht vor allem aus Sauerstoff, Natrium und Wasserstoff. Forscher des Leibniz-Instituts für Astrophysik Potsdam wollen das Ereignis nutzen, um Natrium in der Exosphäre aufzuspüren und die Messgenauigkeit ihrer Instrumente zu testen. Die Europäische Weltraumagentur Esa kündigt an, während des Merkurtransits Bilder von ihrer Raumsonde BepiColombo zu senden.

    Wer keine Schutzausrüstung und Fernrohr besitzt, kann Merkurs Vorbeiflug in einer Sternwarte verfolgen. Der Transit beginnt um 13.12 Uhr, Merkur tritt dann am Ostrand der Sonne auf. Gegen halb neun am Abend ist Merkur dann an der Sonne vorbei gezogen.
    sueddeutsche.de
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    AW: [ST] Asteroiden, Kometen und Sonnenstürme

    Mini-Asteroid kreist seit hundert Jahren unbemerkt um die Erde

    Seit Jahrzehnten begleitet ein kleiner Asteroid die Erde auf ihrem Weg um die Sonne. Aufgefallen ist der 70 Meter große Brocken niemandem - bis jetzt.

    Astronomen haben einen kleinen Asteroiden entdeckt, der die Erde auf ihrem Weg um die Sonne begleitet. Der Himmelskörper von etwa 40 bis 100 Meter Durchmesser kreise dabei immer wieder um die Erdkugel. Die Forscher der US-Raumfahrtbehörde Nasa gehen davon aus, dass der Mini-Asteroid namens 2016 HO3 die Erde bereits seit hundert Jahren begleitet und auch noch in mehreren Jahrhunderten um sie kreisen wird.

    Entdeckt wurde der Asteroid Ende April mit dem Pan-Starrs 1 Teleskop der Universität Hawaii im Nationalpark Haleakala. "Da sich 2016 HO3 um unseren Planeten bewegt und sich auf dem Weg um die Sonne nie sehr weit entfernt, sprechen wir von einem Quasi-Satelliten", sagt Paul Chodas vom Nasa-Beobachtungsprogramm für erdnahe Objekte (Near Earth Objects, NEO).




    Tanz im All

    Der Orbit des Asteroiden verändert sich über mehrere Jahrzehnte immer wieder leicht. "Der Kreis um die Erde verschiebt sich von Jahr zu Jahr etwas nach vorn oder nach hinten", erklärt Chodas. Sobald sich der Asteroid jedoch zu weit von der Erde entfernt, holt sie ihn wieder zu sich ran. So wird der Gesteinsbrocken durch die Erdanziehungskraft in seiner Bahn gehalten.

    Dabei bewegt er sich von der Erdkugel maximal 100-mal so weit weg, wie der Mond von der Erde entfernt ist, und kommt ihr nie näher als dem 38-Fachen der Strecke Erde-Mond. "Man kann sagen, dass dieser kleine Asteroid und die Erde miteinander tanzen", so Chodas.

    Erdbegleiter vermisst

    Laut Nasa hat der Asteroid einen Vorgänger: 2003 YN107 kreiste in einer ähnlichen Bahn um die Erde. Vor etwa zehn Jahren aber verschwand der Brocken in den Tiefen des Alls.

    2016 HO3 scheint demgegenüber ein treuer Begleiter zu sein - und ungefährlich noch dazu, wie Lindley Johnson vom Nasa-Büro für planetare Verteidigung (Planetary Defense Coordination Office) sagt: "Für die nächsten 200 Jahre sehen wir keine Gefahr, dass 2016 HO3 auf die Erde prallen könnte." Weiter in die Zukunft reichende Prognosen könne er leider nicht geben.

    Auch in anderer Entfernung begleiten Asteroiden die Erde. 2011 entdeckten Astronomen beispielsweise das Objekt 2010 TK7. Der Asteroid ist dreihundert Meter groß und folgt der Erde vermutlich seit mehr als 10.000 Jahren.
    spiegel.de

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    AW: [ST] Asteroiden, Kometen und Sonnenstürme

    Sternschnuppenregen geht nieder - Drei Planeten leuchten besonders hell

    Drei auffällige Planeten und ein Sternschnuppenstrom präsentieren sich in den kommenden Wochen am Himmel. Die meisten Meteore erscheinen erst nach Mitternacht, die Planeten schon zu einer günstigeren Beobachtungszeit.

    Drei helle Planeten und ein Sternschnuppenstrom verlocken im Juli dazu, in lauen Sommernächten einen Blick zum Himmel zu werfen. Als eines der ersten Gestirne leuchtet abends der weißglänzende Jupiter am Westhimmel auf. Er wandert in diesen Monaten durch das Sternbild Löwe. Allerdings verkürzt der Riesenplanet seine Sichtbarkeitsdauer erheblich. Anfang Juli geht Jupiter eine knappe halbe Stunde nach Mitternacht unter, Ende des Monats versinkt er schon zwei Stunden früher unter dem Westhorizont.

    Am 5. Juli wird die im August 2011 gestartete Raumsonde "Juno" in eine Umlaufbahn des Riesenplaneten einschwenken. Der künstliche Jupitertrabant wird über ein Jahr lang Bilder und Daten zur Erde funken. Benannt wurde die Raumsonde nach der Göttin Juno, Gemahlin des Göttervaters Jupiter.


    Zeit für nächtliche Beobachtungen: Grünes leuchtendes Zelt unter der Milchstraße mit Lichtspuren einer Taschenlampe.
    (Foto: imago/imagebroker)

    Im Süden prangt der rötliche Mars am Himmel, ein wenig östlich von ihm sieht man den gelblichen Saturn. Der Rote Planet wandert durch das Sternbild Waage. Seine Helligkeit nimmt weiter ab, dennoch bleibt er auch Ende Juli noch ein auffälliges Gestirn.

    Kaum Sicht durch Lichtverschmutzung


    Saturn im Sternbild Schlangenträger ist der dritte helle Planet am Abendhimmel. Der Schlangenträger ist an unserem künstlich aufgehellten Nachthimmel kaum auszumachen. Viel leichter findet man den Skorpion, der knapp südlich vom Schlangenträger seinen Platz einnimmt. Der rote Überriesenstern Antares im Skorpion bildet mit Mars und Saturn eine auffällige Konstellation. Durch die Wanderung der Planeten Mars und Saturn ändert sich der Anblick im Laufe von wenigen Wochen. Der schnellere Mars verfolgt den Ringplaneten. Antares kann als feste Wegmarke genommen werden, an der man die Positionsveränderungen von Mars und Saturn leicht erkennen kann. Am 25. August wird der Rote Planet schließlich den Ringplaneten überholen.

    Am 7. kommt Pluto im Sternbild Schütze in Opposition zur Sonne. Vom irdischen Standpunkt aus stehen sich Pluto und Sonne am Firmament einander gegenüber. Als Pluto im Frühjahr 1930 auf der Lowell-Sternwarte in Flagstaff (Arizona) entdeckt wurde, galt er als neunter und sonnenfernster Planet. Doch er ist mit 2373 Kilometern Durchmesser nicht einmal halb so groß wie Merkur, und jenseits der Neptunbahn wurden später noch weitere Objekte gefunden, die ähnliche Dimensionen wie Pluto aufweisen. Daher wurde er 2006 von der Internationalen Astronomischen Union in die neu geschaffene Kategorie der Zwergplaneten eingeordnet.

    Zwergplanet Pluto erhielt die Planetoidennummer 134 340. Sein Mond Charon ist halb so groß wie Pluto selbst. In jüngster Zeit wurden noch vier Minimonde aufgespürt, die Pluto auf seiner langen Reise um die Sonne begleiten. Fast ein Vierteljahrtausend ist Pluto unterwegs, um einmal die Sonne zu umrunden. Höhepunkt der Erforschung des Planeten war die Passage der Raumsonde "New Horizons" am 14. Juli 2015.

    Neben vielen physikalischen Daten lieferte "New Horizons" fantastische Aufnahmen der eisigen Landschaften von Pluto und Charon. An Bord befand sich übrigens ein wenig Asche von Clyde Tombaugh, dem inzwischen gestorbenen Plutoentdecker. Es ist das erste Mal, dass ein Astronom posthum seinen von ihm entdeckten Planeten besucht hat.

    20 bis 25 Sternschnuppen pro Stunde


    In der zweiten Monatshälfte tauchen die Juli-Aquariden auf. Sie heißen auch Delta-Aquariden, da ihr Ausstrahlungsort ein wenig westlich vom Stern Delta im Wassermann liegt. Pro Stunde ist mit etwa 20 bis 25 Sternschnuppen zu rechnen. Die Aquariden sind mittelschnelle Meteore um 40 Kilometer pro Sekunde, das sind 144.000 Kilometer pro Stunde. Ihr Maximum liegt Ende Juli. Beste Beobachtungszeit sind die Stunden nach Mitternacht. In der ersten Nachthälfte sind kaum Aquariden zu erwarten.

    Der sommerliche Fixsternhimmel entfaltet nun seine volle Pracht. Zur Monatsmitte gegen 22 Uhr steht das Sommerdreieck hoch am Südosthimmel. Es setzt sich aus den hellsten Sternen dreier Bilder zusammen: Wega in der Leier, Deneb im Schwan und Atair im Adler. Hoch am Westhimmel strahlt Arktur im Sternbild Bootes. Arktur und Wega sind die hellsten Sterne der nördlichen Himmelshälfte. Während Arktur orange-rötlich erscheint, sendet Wega ein intensiv bläulich-weißes Licht aus.


    Hochgucken und staunen: So wird sich der Sternen-himmel am 15. Juli
    abends um 22 Uhr präsentieren. Foto: dpa

    Mit 25 Lichtjahren Entfernung ist die Wega eine Nachbarsonne unserer Sonne, also ein recht naher Stern. Mit 10.000 Grad Oberflächentemperatur ist die Wegasonne wesentlich heißer als unsere eigene Sonne. Wega ist fast dreimal so groß wie unsere Sonne. Sie rotiert sehr rasch. Eine Umdrehung dauert nur einen halben Tag, während die Sonne 25 Tage für eine Rotation braucht. Wega ist daher stark abgeplattet.

    Mond kommt Erde zweimal nahe


    Neumond tritt am 4. Juli um 13.01 Uhr ein. Die Vollmondphase wird am 20. um 0.57 Uhr erreicht. Zweimal kommt unser Nachbar im Weltall in diesem Monat in Erdnähe. Am 1. trennen ihn 365.980 Kilometer von uns und am 27. sind es dann 369.660 Kilometer. Am 13. passiert der Mond seinen erdfernsten Bahnpunkt, wobei er sich in 404.270 Kilometern Distanz befindet.

    Die Sonne wandert entlang des absteigenden Astes ihrer Jahresbahn. Am 20. tritt sie in das Sternbild Krebs und am 22. in das Tierkreiszeichen Löwe. Die Tageslänge schrumpft in Hamburg um eine Stunde und 14 Minuten, in Berlin um eine Stunde und 9 Minuten, in Köln um eine Stunde und 5 Minuten sowie in München um 56 Minuten.

    Am 4. Juli erreicht die Erde mit 152 Millionen Kilometer ihren maximalen Sonnenabstand. Das Sonnenlicht ist dann acht Minuten und 27 Sekunden zu uns unterwegs. Anfang Januar, wenn die Erde ihren geringsten Abstand von der Sonne einnimmt, erreicht uns das Sonnenlicht siebzehn Sekunden früher.
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    AW: [ST] Asteroiden, Meteoriten, Kometen und Sonnenstürme

    Perseiden 2016 – die Nacht der Sternschnuppen naht

    Zeit für Wünsche: Jedes Jahr entsteht im August ein Sternschnuppenregen – in diesem Jahr werden besonders viele erwartet. Meteorologen haben verraten, wo man das Phänomen am besten beobachten kann.

    In jedem August weint der Himmel: Wenn die Erde auf ihrem Weg um die Sonne die Bahn des Kometen Swift-Tuttle quert, fällt eine große Menge Trümmer des Kometen in die Erdatmosphäre und verglüht. Niemals sonst im Jahresverlauf lässt sich eine so große Menge Sternschnuppen beobachten. Sie scheinen aus dem Sternbild Perseus zu kommen, daher die Bezeichnung Perseiden. Im Volksmund werden sie auch als "Tränen des Laurentius" bezeichnet, weil sie um den Namenstag dieses populären Heiligen am 10. August zu sehen sind.

    Für dieses Jahr versprechen Astronomie-Experten eine "ganz hervorragende Perseiden-Show". Der Planet Jupiter beeinflusse mit seiner Schwerkraft die Bahnen der Meteoroide und verschiebe diese alle zwölf Jahre in Richtung auf die Erdbahn, heißt es auf der Internetseite www.leoniden.net. Deshalb sei mit einer hohen Sternschnuppenaktivität zu rechnen – vor allem in der Nacht vom 11. auf den 12. August. Schätzungsweise bis zu 170 Sternschnuppen pro Stunde werden dann aufleuchten.

    Doch auch in den Nächten davor und danach werden Hunderte der meist millimeterkleinen Gesteinsbrocken mit 60 Kilometern pro Sekunde, das sind 216.000 Kilometer pro Stunde, in die Erdatmosphäre eintreten und in 80 bis 300 Kilometer Höhe durch die Reibungshitze verglühen.

    Hier werden die wenigsten Wolken erwartet


    Am besten stehen die Chancen der Wettervorhersage zufolge in West- und Norddeutschland. In einem Streifen vom Saarland über Köln bis zur Nord- und Ostseeküste würden für zwei Uhr nachts die wenigsten Wolken erwartet, erklärte der Deutschen Wetterdienst (DWD) in Offenbach.

    Die Zahl der Sternschnuppen ist nicht in jedem Jahr gleich: Denn Swift-Tuttle kommt nach Angaben des Bonner Astronomen Michael Geffert nur rund alle 134 Jahre der Umlaufbahn der Erde besonders nahe – zuletzt 1992 und das nächste Mal 2126. In Sonnennähe verliert ein Komet bei jedem Umlauf einen Teil seiner Materie. Die Überreste verteilen sich entlang seiner Bahn, etwa so, als verlöre ein Lkw beim Fahren Sand von der Ladefläche.

    Viele Mythen ranken sich um Laurentius

    Der Begriff "Laurentius-Tränen" leitet sich vom Märtyrer Laurentius her, der am 10. August 258 in Rom auf einem glühenden Rost zu Tode gefoltert worden sein soll. Dabei soll der Heilige einerseits Tränen über die Sünden seiner Mitmenschen vergossen haben. Andererseits berichtet die Legende von einem unter Qualen lachenden Märtyrer: Er soll dem Henker befohlen haben, ihn auf dem Feuer zu wenden, der Braten sei auf der einen Seite schon gar. Seitdem gilt Laurentius als Nothelfer für Brandverletzte und Fieberleidende sowie als Patron der Feuerwehrleute, Köche, Bäcker, Glasbläser und Köhler. Außerdem soll er vor den Qualen des Fegefeuers bewahren.

    Realistischer sind Berichte, nach denen Laurentius als einer der sieben Diakone in Rom für die Finanzen und die Armenfürsorge zuständig war. Nachdem Kaiser Valerian von ihm vergeblich die Herausgabe von kirchlichen Gütern verlangt hatte, wurde er gefoltert und hingerichtet. Laurentius wurde zu einem der meistverehrten Heiligen. Über seinem Grab ließ 330 Kaiser Konstantin die Kirche S. Lorenzo fuori le mura errichten. In der Krypta ruhen seine Gebeine zusammen mit denen des Stephanus; die beiden gelten als die Erzmärtyrer.

    Nach dem Sieg Kaiser Ottos I. über die Ungarn am Laurentius-Tag 955 verbreitete sich der Kult in Europa noch stärker. Das Haupt von Laurentius gilt als eine der kostbarsten Reliquien; es lag bis zum Ausgang des Mittelalters in Mönchengladbach, nun ruht es im Vatikan. Eine weitere Kopfreliquie wird in der Kathedrale in Dubrovnik aufbewahrt.

    Der Laurentius-Tag erhielt darüber hinaus eine wichtige Bedeutung im Brauchtum. "Laurentiusbrot" wurde gesegnet und an Arme, oft auch an das Vieh, verteilt. "Laurenzilorbeer", die oft meterhohe, gelbblütige Goldrute, gilt als Heilmittel. Im Bauernkalender ist Laurentius als erster "Herbstbruder" angeführt, der den Beginn des Anbaus der Feldfrüchte des Herbstes ankündigt. Dem Laurentius-Tag wurde auch Bedeutung für die Wettervorhersage zugemessen. "Laurentius im Sonnenschein, / wird der Herbst gesegnet sein", heißt es. Und: "Kommt Sankt Lorenz mit heißem Hauch / füllt er dem Winzer Fass und Bauch."
    welt.de




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    AW: [ST] Asteroiden, Meteoriten, Kometen und Sonnenstürme



    20 Sternschnuppen pro Stunde: Wann Sie die Orioniden am besten sehen können!


    Es ist wieder Sternschnuppen-Zeit! Seit dem 2. Oktober ist der Meteorstrom der Orioniden aktiv. Bisher vermasselte der Mond allerdings einen guten Blick auf das Spektakel, doch ab Sonntag haben Himmelsgucker gute Chancen!

    Rund 20 Sternschnuppen pro Stunde sollen zu sehen sein, wenn der Orioniden-Schwarm im Oktober helle Leuchtspuren durch die Atmosphäre zieht. Die Orioniden gehören zu den fünf aktivsten Meteorströmen.

    Mond geht später auf


    Die beste Zeit, um die Sternschnuppen zu sehen, ist zwischen Mitternacht und 5 Uhr morgens. Doch bisher stand der Mond noch recht voll am Nachthimmel und erschwerte durch sein helles Leuchten die Sicht.

    Das ändert sich aber jetzt: Ab dem 23. Oktober, also der Nacht zu Sonntag, geht der Mond erst nach Mitternacht auf und erreicht gegen 8 Uhr seinen Höchststand. Wenn das Wetter mitspielt, stehen die Chancen also gut, dass wir doch noch ein paar Wünsche loswerden können.

    Die Orioniden sind noch bis zum 7. November am Himmel zu sehen.
    berliner-kurier.de
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    AW: [ST] Asteroiden, Meteoriten, Kometen und Sonnenstürme



    Der Asteroid 2012 TC4 wird am kommenden Donnerstag knapp an der Erde vorbeifliegen. Mit einer Kollision ist nicht zu rechnen...

    Der Asteroid 2012 TC4 wird am kommenden Donnerstag (12. Oktober 2017) knapp die Erde verfehlen und an ihr vorbeifliegen. Bevor Sie den Titel-Song zum Hollywood-Blockbuster Armageddon von Aerosmith, "I Don´t Want to Miss a Thing", in Dauerschleife anhören: Nach Berechnungen der NASA sollten wir uns keine Sorgen machen, dass der Haus-große Asteroid mit der Erde kollidieren und damit Schäden an unserem Planeten anrichten könnte. Die Wissenschaftler rechnen damit, dass der Asteroid 2012 TC4 auf keinen Fall näher als 4.200 Meilen (etwa 6.700 Kilometer) an der Erde vorbeifliegt.

    Am Wahrscheinlichsten galt noch vor einiger Zeit, dass der Asteroid mit einer Entfernung von etwa 270.000 Kilometern an uns vorbeifliegen wird. Über die vergangenen Monate hinweg wurde diese Angabe aber korrgiert. Jüngste Berechnungen haben nun ergeben, dass 2012 TC4 die Erde um etwa 44.000 Kilometer verfehlen wird. Aber auch das ist sehr, sehr nah, jedenfalls wenn man Entfernungen im Weltall zum Maßstab nimmt. Immerhin ist der Mond etwa 390.000 Kilometer von der Erde entfernt.

    Die schlechte Nachricht: Das bringt uns nicht viel. Ein anderer Asteroid kollidiert nächste Woche mit der Erde!

    Für die Wissenschaftler ist der nahe Vorbeiflug des Asteroiden ein wichtiges Ereignis, weil sich damit auch eine gute Gelegenheit ergibt, die Technologien und Methoden zu testen, die zur frühen Erkennung und Verfolgung solcher erdnaher Objekte eingesetzt werden, wie auch die europäische Weltraumagentur ESA (European Space Agency)mitteilt. Aufgrund der geringen Vorbeiflug-Entfernung können die Astronomen das zwischen 15 bis 30 Meter große Objekt besonders gut beobachten und auch Informationen über die Zusammensetzung des Asteroiden sammeln. Dann klärt sich auch die Frage, wie groß das Objekt tatsächlich ist.

    Der Asteroid 2012 TC4 war zum ersten Mal im Jahr 2012 gesichtet worden und damals wurde errechnet, dass er an der Erde vorbeifliegen wird. Dann geriet er aufgrund seiner Entfernung aus dem Blick und wurde dann erst Ende Juli wieder von ESA-Wissenschaftlern der Europäischen Südsternwarte und dem Very Large Telescope gesichtet.

    Die NASA weist darauf hin, dass der Asteroid 2012 TC4 etwas großer ist als der Meteor, der am 15. Februar 2013 über der russischen Stadt Tscheljabinsk herunterging, viele Schäden verursachte und mehrere hundert Menschen verletzte. Im Falles eines Falles wäre für die Menschheit ein Gegenmittel gegen eine Kollision, dessen Laufbahn abzulenken. Für die Planung einer solchen Mission stünden mehrere Jahre wenn nicht gar Jahrzehnte zur Verfügung, je nachdem wie früh das Objekt entdeckt werden konnte. Für die Weiterentwicklung der Frühwarnsysteme spielt Asteroid 2012 TC 4 damit eine wichtige Rolle.
    pcwelt.de



    Ich bin fest davon überzeugt, daß es für den Tonfilm einen Markt gibt.
    Thomas Alva Edison (1847 - 1931)
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