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    Avatar von eddy-dien8


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    Tote bei Angriff auf Konzert in Las Vegas

    Mindestens 58 Tote bei Angriff auf Konzert in Las Vegas

    Las Vegas (Reuters) - Beim größten Schusswaffen-Massaker in der US-Geschichte sind in Las Vegas mindestens 58 Menschen getötet und 515 verletzt worden.

    Den Ermittlungen zufolge nahm der 64-jährige Attentäter von einem Hotel aus minutenlang ein Freiluftgelände unter Feuer, auf dem sich am Sonntagabend etwa 22.000 Menschen zum Abschluss eines Country-Festivals aufhielten. Unter ihnen brach Panik aus: Mehrere Menschen wurden niedergetrampelt. Der Polizei zufolge erschoss sich der Täter, noch bevor die Beamten zu ihm vordringen konnten. Sein Motiv ist unklar. “Wir haben keine Erkenntnisse zu seiner Weltanschauung”, sagte Sheriff Joseph Lombardo.

    Den Ermittlungen zufolge hatte der mutmaßliche Schütze Stephan Paddock mindestens zehn Gewehre in seinem Zimmer in der 32. Etage des Hotels Mandalay Bay. Er war nicht polizeibekannt, hatte keine Vorstrafen und den Ermittlern zufolge keine Verbindungen zu extremistischen Gruppen. Seine Familie äußerte sich schockiert. “Wir wissen nichts. Wir sind entsetzt”, sagte sein Bruder Eric. Die Extremistenmiliz Islamischer Staat reklamierte die Tat für sich. Der Schütze sei ein “Soldat des Kalifats”, erklärte das IS-Sprachrohr Amak. Er sei vor mehreren Monaten zum Islam übergetreten. Nach Angaben des FBI gibt es aber keine Hinweise auf Verbindungen zu internationalen Terrorgruppen. In Sicherheitskreisen hieß es, Paddock habe möglicherweise psychische Probleme gehabt.

    Ziel des Attentäters war ein Country-Festival auf dem Veranstaltungsgelände Las Vegas Village. Den Ermittlern zufolge wohnte Paddock seit Donnerstag im Mandalay Bay in unmittelbarer Nähe. Einige Musikfans glaubten zunächst an Feuerwerk. “Die Leute fielen einfach zu Boden. Es ging immer weiter”, berichtete der 45-jährige Steve Smith aus Phoenix. Schockierte Konzertbesucher irrten nach dem Anschlag mit blutverschmierter Kleidung durch Las Vegas. Den Behörden zufolge könnte die Zahl der Opfer noch steigen.

    US-Präsident Donald Trump sprach den Familien der Opfer sein Beileid aus. Dies sei ein “Akt des absolut Bösen”, sagte er in einer kurzen Erklärung in Washington. Trump kündigte Trauerbeflaggung und eine Reise nach Las Vegas am Mittwoch an. Papst Franziskus zeigte sich erschüttert und sprach von einer “sinnlosen Tragödie”. Auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Bundeskanzlerin Angela Merkel äußerten sich in Kondolenzschreiben an Trump entsetzt und drückten ihr Mitgefühl aus. Nach Angaben des Auswärtigen Amtes in Berlin steht die Botschaft in Washington mit den US-Behörden in Kontakt und arbeitet mit Hochdruck daran zu klären, ob Deutsche unter den Opfern sind.
    LAS VEGAS ZIEHT MILLIONEN BESUCHER AN

    Las Vegas zieht jährlich etwa 3,5 Millionen Besucher aus aller Welt an. In der Metropole im Wüstenstaat Nevada gibt es unzählige Hotels, Casinos und Einkaufszentren. Im Morgenhandel an der Wall Street gaben Aktien von Casinobetreibern nach: So verlor der Besitzer des Hotels Mandalay Bay, MGM Resorts, 4,2 Prozent. Beim Konzern Wynn Resorts betrug das Minus 0,5 Prozent.

    Wie bei früheren Massakern in den USA zeigten sich Befürworter strengerer Waffengesetze verärgert. “Es ist Zeit, dass der Kongress seinen Hintern hochbekommt und etwas unternimmt”, sagte der demokratische Senator Chris Murphy. US-Bürger haben per Verfassung das Recht, Waffen zu tragen. Das Grundrecht wird von der Waffenlobby erbittert verteidigt.


    Aktien von Waffenherstellern legten an der Wall Street zu: So stiegen die Papiere von American Outdoor Brands um 6,4 Prozent und die von Sturm Ruger um 5,6 Prozent. Hintergrund sind die nach solchen Vorfällen immer aufkommenden Spekulationen, dass die Waffengesetze verschärft werden könnten. Anleger rechnen damit, dass der Absatz kurzfristig steigt, weil sich die Bürger mit Waffen eindecken.

    Das Massaker von Las Vegas ist das folgenschwerste der US-Geschichte. Im vergangenen Jahr wurden bei einem Anschlag auf einen Nachtclub in Orlando im Bundesstaat Florida 49 Menschen getötet.

    Der Angriff auf das Countrykonzert hat Parallelen zu einem islamistisch motivierten Anschlag auf ein Rockkonzert in Paris. Dabei wurden vor knapp zwei Jahren 89 Menschen getötet.


    Mindestens 58 Tote bei Angriff auf Konzert in Las Vegas | Reuters




  2. Bedankos delle59, dewa, reho, Struppi bedankte(n) sich für diesen Post
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    AW: Tote bei Angriff auf Konzert in Las Vegas

    Schon vor Jahren sagte ich, dass ich es mit Hinblick auf die amerikanischen Waffengesetze schade finde, dass so ähnliche Sachen dort nicht öfters passieren. Es heißt zwar "Nicht die Waffen töten Menschen, sondern Menschen töten Menschen", aber es ist doch so, dass man mit einem Messer bei weitem nicht so vielen in so kurzer Zeit schaden kann als mit einem (Schnellfeuer-)Gewehr. Wenn man an jeder Ecke ein Geschäft findet, das quasi jedem fast ohne Kontrolle eine Waffe verkauft, dann ist es doch klar, dass es dann für einen Verrückten (und solche Leute haben einen gewaltig an der Klatsche) leichter ist, an eine Waffe zu kommen als wenn man zuerst eine Waffenbesitzkarte haben muss, für die man bestimmte Voraussetzungen braucht.

    Versteht mich nicht falsch! Ich finde es schlimm, wenn so etwas passiert und bedaure die Opfer und vor allem deren Angehörigen. Jedes Opfer ist einfach eines zu viel! Nur die Ami's lernen's einfach nicht.
    Mir ist klar, dass man auch in Deutschland an eine Waffe kommen kann. Ich denke aber, dass dies zumindest in Deutschland etwas schwieriger ist, da es hier ja nicht in jedem 'Discounter' eine Waffe für jeden gibt.
    Weil ich jetzt das deutsche Waffengesetz so in den Vordergrund gestellt habe: Perfekt finde ich es nicht.
    Für mich fehlen bei diesem nämlich immer noch
    • ein (regelmäßiges?) psychologisches Gutachten.
    • Kontrollen im Nachhinein, ob die Waffen auch sicher gelagert sind (Waffenschrank und darin Waffen und Munition getrennt gelagert)
    • kann ein unbefugter an die Waffen kommen?

    Trotzdem ist es für mich schon mal eine viel sauberere Sache als im Ami-Land

    LG,

    Struppi
    Errare humanum est, sed in errare perseverare diabolicum.
    &
    Nehmt mich nicht zu ernst, lacht lieber mit mir - es sei denn, ich höre mich verärgert an

  4. Bedankos delle59, eddy-dien8 bedankte(n) sich für diesen Post

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