Ergebnis 1 bis 9 von 9
  1. #1
    Awards:
    Posting Award
    Avatar von delle59





    Registriert seit
    Apr 2012
    Ort
    NRW
    Beiträge
    7.538
    Points
    7.193
    Level
    56
    Level completed: 22%, Points required for next Level: 157
    Overall activity: 43,0%
    Achievements:
    SocialRecommendation Second Class7 days registered5000 Experience PointsOverdrive

    Elektromobilität : Verbrennungsmotoren sollen verschwinden



    Ab 2025 sollen in Norwegen keine Autos mit Verbrennungsmotor mehr verkauft werden. Zur E-Mobility-Offensive kommt ein massiver Ausbau des Radwegenetzes.

    Norwegen zählt bereits heute zu den Vorreitern bei der Elektromobilität. Der vor wenigen Tagen veröffentlichte National Transit Plan der Regierung sieht nun bereits die völlige Abschaffung von Verbrennungsmotoren vor. Ab 2025 sollen keine PKW mit Verbrennungsmotor mehr verkauft werden dürfen, berichtet Auto, Motor und Sport. Stattdessen sollen Neufahrzeuge nur noch mit Elektromotor angeboten werden.

    Klimaneutraler Verkehr

    Im Schwerverkehr wird ein längerfristiger Umstieg angepeilt. 2025 sollen drei Viertel der Fernreisebusse und die Hälfte der LKW keine direkten Emissionen mehr verursachen. Die radikale Emissionsvermeidung dehnt sich auch auf den Schiffsverkehr aus. Bis 2029 sollen alle Schiffe im Kurzstreckenverkehr auf Biokraftstoff oder elektrische Antriebe umgestellt werden.

    Das Ziel der Regierung ist es, den gesamten Verkehr in Norwegen bis 2050 klimaneutral zu gestalten. Der National Transit Plan muss allerdings erst vom Parlament abgesegnet werden. In den vergangenen Jahren hat Norwegen Elektromobilität durch Steuervorteile massiv gefördert. 2015 waren bereits 17 Prozent aller neu zugelassenen Fahrzeuge mit Elektromotor ausgestattet, schreibt der Tagesspiegel.

    Super-Radwege

    Neben neuen Regelungen bei Kraftfahrzeugen sieht der Plan der Regierung auch einen massiven Ausbau des Radwegenetzes vor. Wie Citylab berichtet, sollen umgerechnet knapp eine Milliarde Euro investiert werden, um zehn zweispurige Radwege in und um Norwegens neun größte Städte zu errichten. Auf diesen "Super-Radwegen" sollen Radfahrer mit bis zu 40 km/h unterwegs sein.

    Das hügelige und gebirgige Land mit Radwegen zu durchziehen ist ein ambitioniertes Vorhaben. Derzeit beträgt der Radfahreranteil am Gesamtverkehrsaufkommen rund fünf Prozent. In den flacheren Nachbarländern Schweden (12 Prozent) und Dänemarkt (17 Prozent) liegt der Radleranteil wesentlich höher.
    futurezone.at
    Ich bin fest davon überzeugt, daß es für den Tonfilm einen Markt gibt.
    Thomas Alva Edison (1847 - 1931)
    [Regeln] News-Bereich


  2. Bedankos Struppi, märi bedankte(n) sich für diesen Post
  3. #2
    Awards:
    Posting Award
    Avatar von delle59





    Registriert seit
    Apr 2012
    Ort
    NRW
    Beiträge
    7.538
    Points
    7.193
    Level
    56
    Level completed: 22%, Points required for next Level: 157
    Overall activity: 43,0%
    Achievements:
    SocialRecommendation Second Class7 days registered5000 Experience PointsOverdrive

    AW: Elektromobilität : Verbrennungsmotoren sollen verschwinden

    Die Niederlande wollen Verbrennungsmotoren verbieten

    Alles auf Elektro: Ab Mitte der 2020er Jahre sollen Autos mit Verbrennungsmotoren von niederländischen Straßen verschwinden. Das Parlament will künftig nur noch Elektroautos zulassen.

    Keine Verbrennungsmotoren mehr: In den Niederlanden sollen künftig nur noch saubere Autos fahren. Ab Mitte der 2020er Jahre sollen dort nur noch Elektroautos zugelassen werden. Mit dieser Idee sind die Niederländer nicht allein.

    Der Vorschlag kam von der sozialdemokratischen Partij van de Arbeid (PvdA). Demnach dürfen ab 2025 keine Autos mehr zugelassen werden, die fossile Treibstoffe verbrennen. Das gilt auch für Autos mit Hybridantrieb. Die Zweite Kammer des Parlaments hat die Vorlage angenommen.

    Verbrennungsautos haben Bestandsschutz

    Für bereits zugelassene Verbrennungsfahrzeuge gilt Bestandsschutz. Sie müssen also nicht verschrottet werden. Neu zugelassen werden aber nur noch Elektroautos.

    Die nötige Infrastruktur ist im Aufbau: Seit 2013 errichtet das Unternehmen Fastned ein Netz aus Schnellladestationen, die mit sauberem Strom betrieben werden.

    Norwegen stellt um auf Elektroauto

    Die Niederländer sind nicht die ersten, die auf Elektromobilität umstellen wollen: Norwegen hat im vergangenen Monat beschlossen, dass dort ebenfalls ab 2025 nur noch Elektroautos zugelassen werden dürfen. Bis 2050 soll der ganze norwegische Straßenverkehr auf Elektromobilität umgestellt sein.

    Noch ambitionierter sind die Pläne der indischen Regierung: Dort sollen schon 2030 ausschließlich Elektroautos unterwegs sein.
    golem.de

    Ich bin fest davon überzeugt, daß es für den Tonfilm einen Markt gibt.
    Thomas Alva Edison (1847 - 1931)
    [Regeln] News-Bereich


  4. Bedankos Buster01, eddy-dien8, Struppi bedankte(n) sich für diesen Post
  5. #3
    Avatar von eddy-dien8



    Registriert seit
    Dec 2014
    Ort
    I am a Viking
    Beiträge
    10.552
    Points
    1.156
    Level
    18
    Level completed: 56%, Points required for next Level: 44
    Overall activity: 85,0%
    Achievements:
    Social1000 Experience PointsOverdrive

    AW: Elektromobilität : Verbrennungsmotoren sollen verschwinden

    Elektromobilität: VW erwägt Bau gigantischer Batteriefabrik



    Elektro-Golf an Stromtankstelle

    Volkswagen steht offenbar vor einer spektakulären Strategiewende. Der Autokonzern erwägt den Bau einer gigantischen eigenen Batteriefabrik im Raum Salzgitter.

    Wandelt sich Volkswagen doch noch zum E-Autokonzern?

    Möglicherweise setzt VW nach der Dieselaffäre im großen Stil auf die Elektromobilität: Der Konzern erwägt, Milliarden in den Bau einer eigenen Batteriefabrik zu stecken. Ein solches Werk könnte bis zu zehn Milliarden Euro kosten, berichtet die Nachrichtenagentur dpa unter Berufung auf Konzernkreise. Ein möglicher Standort sei Salzgitter.

    Auch das "Handelsblatt" berichtet, im VW-Management neige sich die Stimmung in Richtung eigener Fertigung, um von asiatischen Herstellern unabhängig zu sein.

    Ein VW-Sprecher sprach von "Spekulationen", die das Unternehmen nicht kommentiere. "Grundsätzlich gilt: Wir haben die Elektromobilität in die Mitte des Konzerns geholt und umfangreiche Kompetenzen aufgebaut." Volkswagen habe sich das Ziel gesetzt, bis 2018 Marktführer in der E-Mobilität zu werden.

    Die Betriebsratsvorsitzenden von Daimler, Volkswagen und BMW hatten sich wiederholt für eine Batteriefertigung in Deutschland stark gemacht. Dabei geht es vor allem um die Produktion von Batteriezellen. Die Zellen gelten als Schlüssel für den Durchbruch von Elektroautos, weil sie bislang die Reichweite begrenzen und die Fahrzeuge teuer machen. Deutschland droht aber hier abhängig vor allem von asiatischen Herstellern zu werden. Außerdem baut der E-Autopionier Tesla in den USA zusammen mit Panasonic die bislang größte Zellfertigung der Welt auf, die 2017 starten soll.

    Arbeitnehmervertreter befürchten außerdem Arbeitsplatzverluste in Fabriken, in denen Komponenten gebaut werden, die im E-Autozeitalter nicht mehr gebraucht werden.

    Bei Volkswagen geht es etwa um die Zukunft des Motorenwerks in Salzgitter, in dem herkömmliche Antriebe gebaut werden. Betriebsratschef Bernd Osterloh warnte im März laut Teilnehmerkreisen auf einer Betriebsversammlung, das Werk werde in den kommenden 10 bis 15 Jahren durch die Veränderung der Antriebstechnologie vor ein massives Beschäftigungsproblem gestellt.

    Die Autobranche zweifelte bislang an der Wirtschaftlichkeit einer solchen Batteriezellenproduktion. Daimler hatte Ende 2015 seine Zellfertigung im sächsischen Kamenz eingestellt. Nur die Batteriesysteme selbst bauen die deutschen Autobauer zusammen.

    VW-Markenchef Herbert Diess hatte bereits im vergangenen November ein Umdenken gefordert. "Ich bin der Meinung, wir brauchen eine Batteriefertigung in Deutschland. Das ist die Kerntechnologie der Elektromobilität", hatte Diess gesagt. "Ein großer Teil der Wertschöpfung wird in Zukunft die Batterie sein. Insofern fände ich eine konzertierte Aktion richtig."

    Volkswagen will auch als Folge der Abgasaffäre die Elektromobilität massiv ausbauen. Im Jahr 2025 will der Konzern mit seinen Marken VW, Audi, Porsche und Co. eine Million reine Elektroautos und Hybridfahrzeuge verkaufen. Jedes zehnte verkaufte Auto hätte damit nach heutigem Stand einen Batterieantrieb an Bord. Die Bundesregierung hatte vor Kurzem Kaufprämien für Elektroautos und Hybridfahrzeuge in Deutschland beschlossen.


    Quelle

  6. Bedankos delle59, Struppi bedankte(n) sich für diesen Post
  7. #4
    Awards:
    Posting Award
    Avatar von delle59





    Registriert seit
    Apr 2012
    Ort
    NRW
    Beiträge
    7.538
    Points
    7.193
    Level
    56
    Level completed: 22%, Points required for next Level: 157
    Overall activity: 43,0%
    Achievements:
    SocialRecommendation Second Class7 days registered5000 Experience PointsOverdrive

    AW: Elektromobilität : Verbrennungsmotoren sollen verschwinden

    Elektroauto beschleunigt in 1,5 Sekunden von 0 auf 100

    Ein Team von 30 Studenten aus der Schweiz haben das am schnellsten beschleunigende Auto der Welt gebaut. Besonders faszinierend: Es handelt sich um ein komplett elektrisch angetriebenes Auto. Der Prototyp namens Grimsel beschleunigte in nur 1,513 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Im Testlauf auf dem Luftwaffenstützpunkt Dübendorf in der Nähe von Zürich erreichte der Wagen die 100 km/h nach nur 30 Meter Rollstrecke.

    Der bisherige Rekord wurde von einem Team der Universität Stuttgart gehalten und betrug 1,779 Sekunden. Um diesen Wert zu knacken, bauten die Schweizer Studenten den Grimsel nahezu komplett aus Kohlestofffaser und Aluminium-Waben. Dazu nutzen sie einen Allradantrieb und einen Onboard-Computer, der für jedes einzelne Rad eine Traktionskontrolle berechnet. Mit nur 168 kg ist der Grimsel sehr leicht ausgefallen.

    Elektroauto aus individuell gefertigten Bauteilen

    Auch der Motor wurde von den Studenten extra für den Einsatz im Grimsel entwickelt, da diese nicht in der Lage waren, auf dem Markt einen entsprechenden Motor für ihren Zweck zu finden. Tatsächlich sind die einzigen Bestandteile des Grimsel, die von außen eingekauft wurden, die Reifen, die Batteriezellen, die Motorkontrolle und einige kleinere elektronische Bauteile. Bei allen anderen Teilen handelt es sich um Einzelanfertigungen von dem Team.



    Das Team hinter dem Grimsel ist der Academic Motorsports Club Zurich (AMZ), der aus Studenten der ETH Zurich und der Universität Luzern besteht. Trotz der Zugehörigkeit zu Universitäten ist das Team finanziell unabhängig und erhält Geld von einer Vielzahl von Sponsoren. Der Grimsel ist das fünfte Elektro-Auto, dass der AMZ seit 2010 gebaut hat. Bei seiner Gründung 2006 baute das Team vorerst noch Wagen mit Verbrennungsmotoren, der Umschwung 2010 fand in Absprache mit allen Teilnehmern statt.
    trendsderzukunft.de

    Ich bin fest davon überzeugt, daß es für den Tonfilm einen Markt gibt.
    Thomas Alva Edison (1847 - 1931)
    [Regeln] News-Bereich


  8. Bedankos Struppi bedankte(n) sich für diesen Post
  9. #5
    Avatar von Buster01


    Registriert seit
    Dec 2014
    Beiträge
    10.902
    Points
    268
    Level
    5
    Level completed: 36%, Points required for next Level: 32
    Overall activity: 86,0%
    Achievements:
    Social250 Experience Points

    AW: Elektromobilität : Verbrennungsmotoren sollen verschwinden

    Zitat Zitat von delle59 Beitrag anzeigen
    Dazu nutzen sie einen Allradantrieb und einen Onboard-Computer, der für jedes einzelne Rad eine Traktionskontrolle berechnet. ....

    Auch der Motor wurde von den Studenten extra für den Einsatz im Grimsel entwickelt, da diese nicht in der Lage waren,
    auf dem Markt einen entsprechenden Motor für ihren Zweck zu finden.
    Benutzt wurden hier 4 Nabenmotoren,
    klar konnte man so was auf dem Markt nicht finden
    (die Studenten waren schon in der Lage das gewünschte Produkt zu suchen, nur gab es dieses nicht)
    also wurde was eigenes entwickelt.
    (Elektrische Nabenmotoren findet man z.B. Liebherr T282 – Wikipedia)
    raus kam 147 Kilowatt (200 PS) Leistung und 1700 Newtonmeter Drehmoment bei 168 Kilogramm.
    (OK, die haben die Parameter optimiert um die es ging (das Teil soll leicht + schnell sein)

    Aber vielleicht überdenken die Automobilhersteller auch mal ihr Antriebskonzept,
    weg vom klassischen Verbrennungsmotor,
    der über Getriebe und Kardan die Kraft zu den Rädern bringt
    und evtl. von Elektro-Motoren unterstütz wird,
    zu Nabenmotoren die el. angetrieben werden und von einer Turbine (Benzin,Diesel,Gas,Wasserstoff) gepuffert werden
    (der Vorteil, ich kann die Turbine immer im optimalen Drehfeld laufen lassen)

  10. Bedankos Struppi bedankte(n) sich für diesen Post
  11. #6
    Awards:
    Posting Award
    Avatar von delle59





    Registriert seit
    Apr 2012
    Ort
    NRW
    Beiträge
    7.538
    Points
    7.193
    Level
    56
    Level completed: 22%, Points required for next Level: 157
    Overall activity: 43,0%
    Achievements:
    SocialRecommendation Second Class7 days registered5000 Experience PointsOverdrive

    AW: Elektromobilität : Verbrennungsmotoren sollen verschwinden

    Norwegen und das Benzin-Verbot: Warten auf das E-Auto-Wunder

    Norwegen sagt Tschüss - und zwar zu Benzin- und Dieselautos. Zumindest in Sachen Entschlossenheit könnte das Land ein Vorbild für Elektromobilität in Deutschland sein.

    Norwegen macht Ernst. Bis 2050 will das skandinavische Land den Anteil von Autos mit Benzin- oder Dieselmotor drastisch reduzieren. In einem „Nationalen Transportplan“ wagen die Norweger eine in Europa einmalige, radikale Verkehrswende. Weitaus konsequenter als in anderen Ländern soll der Verkehrssektor verpflichtet werden, besonders wenige Schadstoffe in die Umwelt zu blasen. Weg vom Öl, mit dem das Land reich geworden ist, sind die Norweger schon. Fast 100 Prozent des Stroms werden mit Wasser- oder Windkraft erzeugt. Der in Norwegen am häufigsten zugelassene Neuwagen ist ein Tesla, das Elektrotraumauto aus Kalifornien.

    Norwegen ist ein reiches, kleines, für die Automobilindustrie unbedeutendes Land, das sich klima- und verkehrspolitische Experimente leisten kann. Ein Vorbild für uns? Nein. Mit diesem Argument, vorzugsweise vorgetragen von deutschen Automanagern, wird auf die ungleich komplizierteren Verhältnisse hierzulande verwiesen. Es stimmt ja: Deutschland hat keinen Ölreichtum und gewinnt einen Großteil seiner Energie noch aus heimischer Kohle. Und hierzulande gibt es eine Schlüsselindustrie, die 700.000 Menschen bei Autoherstellern und deren Zulieferern Arbeit gibt, die das meiste Geld für Forschung und Entwicklung ausgibt und von deren Exporterfolg unser Wohlstand abhängt. Das Autoland Deutschland ist nicht Norwegen.

    Evolution statt Revolution, lautet stattdessen das Credo. Wir schaffen die Verkehrswende auch anders. Weil wir mehr im Gepäck und mehr zu verlieren haben als die Norweger.

    Dabei hat das Autoland Deutschland in jüngster Zeit an Glaubwürdigkeit eingebüßt. Mit dem Diesel-Skandal bei VW stürzte die Branche in eine Vertrauenskrise. Und mit ihr Aufsichtsbehörden und die Politik. Die Diesel-Technik, auf die deutsche Hersteller in Jahrzehnten Milliarden gesetzt haben, ist beschädigt. Gleichzeitig verrinnt die Zeit, in der marktfähige Alternativen zum Verbrennungsmotor gefunden werden müssen. Viel zu lange hat es gedauert, bis die ersten E-Autos auf die Straße kamen.

    Zeitalter der Elektromobilität


    Ab 2030 dürfte kein Benziner oder Diesel mehr verkauft werden, wenn der Verkehrssektor in Deutschland bis 2050 CO2-frei sein soll. 2030 – das ist in 14 Jahren. Sieben Jahre dauert es, um ein neues Auto zu entwickeln. Nur zwei Fahrzeuggenerationen trennen uns also von – ja, von was? Dem Zeitalter der Elektromobilität? Dem Ende des Individualverkehrs? Der Realität autonomen Fahrens?

    Die Zeit rast und die Zukunft hat begonnen. Deshalb ist „Dieselgate“ so gefährlich. Denn was Autoingenieure zuletzt brauchen, sind misstrauische Verbraucher. Verständlich, dass die sich nicht mit technischen Details beschäftigen möchten. Sie wollen sich darauf verlassen, nicht betrogen zu werden. Mehr Wissen um die Technik und die Endlichkeit des technischen Fortschritts sind aber gleichwohl notwendig. Das kann vor Illusionen schützen – und vor politischer Naivität.

    Kurzum: Es werden weitere Generationen von modernen Diesel-Fahrzeugen jenseits der aktuellen E6-Norm auf den Markt kommen. Ohne sie werden die CO2-Grenzwerte, die in der EU ab 2021 gelten, auch nicht einzuhalten sein. Es ist nun einmal so: Der wegen seiner Stickoxide problematische Diesel ist beim Kohlendioxid (CO2) sauberer als jeder Benziner. Viel mehr an Effizienz kann man dieser Technik allerdings nicht mehr entlocken. In ungefähr zehn Jahren ist der Diesel am Ende seiner Entwicklungsfähigkeit.

    Wenig Zeit für große Sprünge. Volkswagen hat deshalb jetzt aus der Not eine Tugend gemacht und hohe Investitionen in die Elektromobilität beschlossen. Würde bald auch die staatliche Kaufprämie für E-Autos zünden, die bislang ein Flop ist, könnte etwas in Gang kommen. Dabei ist das eine zu tun, ohne das andere zu lassen: VW und die deutsche Autoindustrie müssen den Diesel wieder salonfähig machen. Die Verkehrswende braucht mehr Entschlossenheit und Überzeugung. In dieser Hinsicht könnten die Norweger ein Vorbild für uns sein.
    tagesspiegel.de
    Ich bin fest davon überzeugt, daß es für den Tonfilm einen Markt gibt.
    Thomas Alva Edison (1847 - 1931)
    [Regeln] News-Bereich


  12. Bedankos reho, Struppi bedankte(n) sich für diesen Post
  13. #7
    Awards:
    Posting Award
    Avatar von delle59





    Registriert seit
    Apr 2012
    Ort
    NRW
    Beiträge
    7.538
    Points
    7.193
    Level
    56
    Level completed: 22%, Points required for next Level: 157
    Overall activity: 43,0%
    Achievements:
    SocialRecommendation Second Class7 days registered5000 Experience PointsOverdrive

    AW: Elektromobilität : Verbrennungsmotoren sollen verschwinden

    Praxistest von Oberleitungs-Lkw auf zwei Strecken ab Ende 2018

    Nach langer Planung wird es jetzt konkret: Die Oberleitungs-Lkw kommen – zumindest auf zwei deutschen Autobahnen. Ein Praxistest soll zeigen, ob sich der Aufwand lohnt, Straßen zu elektrifizieren.

    Auf zwei Autobahnabschnitten in Deutschland sollen spätestens von Ende 2018 an Elektro-Lastwagen mit Stromversorgung über eine Oberleitung getestet werden. Die beiden geplanten Versuchsstrecken liegen nach Informationen der dpa in Schleswig-Holstein und Hessen. Sie seien jeweils zwölf Kilometer lang, hieß es aus dem Umfeld der Projektvorbereitung.

    Inbetriebnahme bis 2018


    Das Bundesumweltministerium fördert das Projekt mit dem Ziel, Güter umweltfreundlich über die Straße zu transportieren. Ein Sprecher teilte auf Anfrage mit, das Ministerium habe die beiden Teststrecken für die elektrisch betriebenen Oberleitungs-Lkw inzwischen ausgewählt. Um welche Autobahnabschnitte es sich handelt, werde voraussichtlich Anfang Februar bekanntgegeben.



    In einer ersten Phase sollten sich die Bundesländer mit Angeboten für Teststrecken bewerben. "Nach der Bekanntgabe unserer Entscheidung werden die für die Pilotstrecken benötigten Infrastrukturen von den beiden ausgewählten Bundesländern ausgeschrieben, darauf können sich dann die Unternehmen bewerben", erläuterte der Ministeriumssprecher.

    Die konkrete Bauplanung und -ausführung hänge dann von den Zeitplänen der Bundesländer sowie den Unternehmen ab. "Die Inbetriebnahme der beiden Pilotstrecken muss aber bis Ende 2018 erfolgen." Ausgangspunkt des Projekts ist die Frage, wie der wachsende Güterverkehr ohne steigende Umweltbelastung bewältigt werden kann.

    Längere Strecken möglich

    Nach einer Prognose der Bundesregierung für die Zeit bis 2030 wird die Bahn nur ein Fünftel des Zuwachses übernehmen können. Dabei gehen Schätzungen, die das Verkehrsministerium im Sommer 2015 zitierte, davon aus, dass sich der Güterverkehr bis ins Jahr 2050 weltweit vervierfachen könnte – was auch eine deutliche Zunahme an umweltschädlichen Abgasen bedeute. Elektro-Lkw könnten demnach eine sauberere Alternative sein, sofern der Strom aus erneuerbaren Quellen stammt. Der Schadstoffausstoß könnte so um 95 Prozent gesenkt werden. Auch würden die Elektro-Lkw grundsätzlich weniger Energie verbrauchen als herkömmliche Lkw.



    Der Einsatz von Oberleitungen zur permanenten Stromversorgung soll die Schwächen der bisherigen Akkutechnik ausgleichen. Durch die Oberleitungen sind Fahrten über längere Strecken möglich. Wie bei der Bahn müssen für die speziellen Lkw entlang der Straße Strommasten aufgestellt werden. Die Oberleitungen können ein Sicherheitsrisiko für Verkehrsteilnehmer darstellen, da die Spannung 600 Volt beträgt. Auch deshalb werden die Teststrecken eingerichtet.

    Automatischer Wechsel


    Siemens erprobe Hybridfahrzeuge seit Jahren auf einem Gelände in der Uckermark in Brandenburg – unter anderem wissenschaftlich begleitet von der Fakultät Verkehrswissenschaften der Technischen Universität Dresden und den Automobilfirmen Volvo und Scania. Vom Ende der elektrifizierten Strecke bis zum Ziel fahren die Transporter mit einem Dieselmotor, für kurze Manöver sei außerdem ein Akku eingebaut, der während der Fahrt mit dem Strom der Oberleitung aufgeladen werden kann. Der Wechsel zwischen den Antrieben erfolge automatisch – sobald der Lkw über die Oberleitung mit Strom versorgt wird, schalte sich der Diesel ab.

    Gesucht waren "reale Lieferstrecken" von Speditionen, die sich an dem Vorhaben beteiligen sollen, hieß es beim Projektträger VDI/VDE Innovation + Technik, das sich im Auftrag des Umweltministeriums um das Vorhaben kümmert. In Schweden und Kalifornien gibt es schon ähnliche Demonstrationsobjekte auf Strecken von bis zu zwei Kilometern.
    heise.de

    Ich bin fest davon überzeugt, daß es für den Tonfilm einen Markt gibt.
    Thomas Alva Edison (1847 - 1931)
    [Regeln] News-Bereich


  14. Bedankos Struppi, märi bedankte(n) sich für diesen Post
  15. #8
    Awards:
    Posting Award
    Avatar von delle59





    Registriert seit
    Apr 2012
    Ort
    NRW
    Beiträge
    7.538
    Points
    7.193
    Level
    56
    Level completed: 22%, Points required for next Level: 157
    Overall activity: 43,0%
    Achievements:
    SocialRecommendation Second Class7 days registered5000 Experience PointsOverdrive

    AW: Elektromobilität : Verbrennungsmotoren sollen verschwinden

    Elektroautos werden langsam beliebter in Deutschland

    Kommen die Elektroautos jetzt auch auf unsere Straßen? 2017 wurden doppelt so viele Elektroautos in Deutschland verkauft wie im Vorjahr. Für den Leitmarkt in der Elektromobilität reicht das nicht. Das bleibt China.

    China und Norwegen bleiben Leitmärkte, aber auf niedrigem Niveau bekommt Elektromobilität auch in Deutschland Schwung. Das geht aus einer aktuellen Studie des Center of Automotive Management (CAM) an der Fachhochschule der Wirtschaft (FHDW) in Bergisch Gladbach hervor.

    Deutschland soll Leitmarkt in der Elektromobilität werden, bis 2020 sollen eine Million Elektrofahrzeuge auf unseren Straßen unterwegs sein, forderte die Bundesregierung 2009 im Nationalen Entwicklungsplan Elektromobilität. Das zu erreichen, erscheint - trotz der Beteuerungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel - mehr als unwahrscheinlich. Leitmarkt bei den Elektroautos ist weiterhin China.

    Deutsche kaufen mehr Elektroautos als Briten und Franzosen

    Hierzulande tut sich aber etwas: Im vergangenen Jahr wurden 54.492 Pluginhybrid- und Elektroautos verkauft, mehr als doppelt so viele wie 2016. Da waren es 25.154. Auch der Anteil hat sich verdoppelt: Er stieg von 0,8 auf 1,6 Prozent. 2017 wurden 29.436 mit Pluginhybridantrieb verkauft, ein Plus von 114 Prozent gegenüber dem Vorjahr, und 25.056 Elektrofahrzeuge, 120 Prozent mehr als 2016. Deutschland ist damit weltweit auf dem vierten Platz vor Großbritannien, Frankreich und den Niederlanden.

    Marktführer bleibt China - das Land hat die USA 2016 von Platz eins verdrängt. 2017 wurden in China 777.000 Autos mit alternativem Antrieb verkauft. Davon waren 652.000 Elektro- und 125.000 Hybridfahrzeuge. Der Anteil insgesamt ist aber trotzdem gering: Diese Fahrzeuge machen gerade mal 2,7 Prozent aus, 2016 waren es 1,8 Prozent. Wegen Zulassungsbeschränkungen und einer Quote für Elektroautos dürfte der Anteil in den kommenden Jahren weiter ansteigen.

    Fast jedes zweite Elektroauto in den USA ist ein Tesla

    Platz zwei belegen die USA, wo knapp 195.000 Elektroautos verkauft wurden. Am meisten profitiert Tesla: 46 Prozent, also fast jedes zweite im vergangenen Jahr in den USA verkaufte Elektroauto, waren Teslas. Auf Platz drei folgt Norwegen mit gut 62.000 Elektroautos, knapp 17.000 mehr als im Vorjahr.

    Norwegen bleibt allerdings das Land mit dem höchsten Anteil an Elektroautos überhaupt. 2017 wurden dort erstmals mehr Fahrzeuge mit Hybrid- und Elektroantrieb als solche mit Verbrennungsmotor verkauft - dank massiver staatlicher Förderung der Elektromobilität.

    Staatliche Förderungen scheinen ein wichtiges Element zu sein: In den Niederlanden wurde die Förderung für Pluginhybride Ende 2016 eingestellt, weshalb die Verkaufszahlen um über die Hälfte sanken: von mehr als 23.000 im Jahr 2016 auf knapp 9.200 im Jahr 2017. Gut möglich, dass die Zahlen in Deutschland auf die 2016 eingeführte Kaufprämie zurückzuführen sind.
    golem.de

    Ich bin fest davon überzeugt, daß es für den Tonfilm einen Markt gibt.
    Thomas Alva Edison (1847 - 1931)
    [Regeln] News-Bereich


  16. Bedankos märi, eddy-dien8 bedankte(n) sich für diesen Post
  17. #9
    Awards:
    Posting Award
    Avatar von delle59





    Registriert seit
    Apr 2012
    Ort
    NRW
    Beiträge
    7.538
    Points
    7.193
    Level
    56
    Level completed: 22%, Points required for next Level: 157
    Overall activity: 43,0%
    Achievements:
    SocialRecommendation Second Class7 days registered5000 Experience PointsOverdrive

    AW: Elektromobilität : Verbrennungsmotoren sollen verschwinden



    Elektroautos: Schweden eröffnet erste öffentliche Strecke mit Stromschiene


    Ähnlich wie auf einer Carrera-Spielzeugrennbahn können Elektrofahrzeuge auf der neu eröffneten Strecken den Strom am Boden abnehmen.

    Nahe der schwedischen Hauptstadt Stockholm ist nun eine öffentliche Straße mit Stromschiene in Betrieb. Ähnlich wie auf einer Spielzeug-Autorennbahn haben geeignete Elektroautos einen Stromabnehmer am Fahrzeugboden, der die Schiene kontaktiert und auch automatisch wieder entfernt wird, zum Beispiel bei Überholvorgängen. An der Technik wird seit mindestens 14 Jahren gearbeitet.

    Die nun eröffnete Strecke ist etwa 2 km lang und führt vom Logistikzentrum Rosersberg zum Flughafen Arlanda, geht aus einer Mitteilung hervor. Entsprechend heißt das Projekt eRoadArlanda. Als erstes befährt die Strecke das Logistik-Unternehmen Postnord mit einem umgerüsteten Lkw. Die 2 km sind unterteilt in Abschnitten von 50 Meter, die nur mit Strom versorgt werden, wenn sich über ihnen ein Fahrzeug befindet.




    "Barfuß drüberlaufen möglich"

    Innerhalb der Schiene befinden sich in sechs Zentimeter Tiefe zwei Leitungen, dort wird der Strom abgegriffen. Wenn die elektrifizierte Straße etwa mit Salzwasser überspült wird, steht sie mit etwa einem Volt unter Spannung. Projektleiter Hans Säll versichert, es sei möglich, dort barfuß zu gehen. Das Projekt geht davon aus, dass in Schweden rund 2000 km Straßen mit Stromschienen ausgestattet werden könnten, sodass im übrigen Straßennetz die Elektroautos 45 km mit Batteriestrom fahren müssten.

    Die elektrifizierte Straße stößt auch in Deutschland auf Interesse. Im Februar 2017 hatte Schwedens Premierminister Stefan Löfven Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin besucht. Dabei haben die beiden eine Kooperation vereinbart. In Deutschland soll eine Strecke von 12 km elektrifiziert werden, hieß es voriges Jahr.
    heise.de
    Ich bin fest davon überzeugt, daß es für den Tonfilm einen Markt gibt.
    Thomas Alva Edison (1847 - 1931)
    [Regeln] News-Bereich


  18. Bedankos eddy-dien8 bedankte(n) sich für diesen Post

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •