Niemand öffnet gerne Rechnungen. Im Fall einer aktuellen Telekom-Abrechung sollten Nutzer das aus Sicherheitsgründen unbedingt bleiben lassen!

Immer mehr Unternehmen versenden Rechnungen umwelt- und kostenfreundlich per Mail. Dazu gehört auch die Deutsche Telekom. Doch Betrüger machen sich dieses Vorgehen zunutze und verteilen gefährliche Schad-Software über die Postfächer der Kunden. Aktuell macht laut
Mimikama wieder ein besonders hartnäckiges Exemplar die Runde. COMPUTER BILD zeigt, wie Sie die Nachricht erkennen.

Telekom: Gefährliche Rechnung im Umlauf

Schon vor gut zwei Jahren mahnte die Telekom auf ihrer Webseite zur Vorsicht vor gefälschten E-Mails: „Die Telekom warnt davor, Dateianhänge oder Links in verdächtigen elektronischen Nachrichten anzuklicken. Die gefälschte E-Mail sieht auf dem ersten Blick aus wie ein echtes Telekom-Schreiben samt Unterschrift von Ralf Hoßbach, Leiter Kundenservice. Dann fällt auf: Die Anrede enthält die E-Mail-Adresse des Kunden, und die Sätze kommen holperig daher.“ Im aktuellen Fall sind die Kriminellen zwar etwas textsicherer, die Warnung gilt aber noch immer uneingeschränkt. Als Absender der Mail taucht scheinbar „[email protected]“ auf, dahinter verbirgt sich aber eine andere Adresse. Weiter verlangt die Rechnung einen ungewöhnlich hohen Betrag zwischen 300 und 400 Euro. Das soll die betroffenen Nutzer wohl schocken und zum Öffnen der Rechnung auffordern. Geschieht dies, versucht sich ein Makro auszuführen. Das kann anschließend schwere Schäden am Rechner anrichten, etwa die Festplatte formatieren oder Daten aus dem Netz ziehen.



So erkennen Sie echte Rechnungen

Weil der Telekom dieses Problem bereits seit langer Zeit bewusst ist, hat der Anbieter einige Vorkehrungen getroffen. So finden sich in allen aktuellen Rechnungen die Buchungskontonummer, eine persönliche Anrede sowie die Adresse der Kunden. Die wichtigsten Merkmale sind direkt im Betreff der Mail zu finden. Ein weiterer Hinweis auf die Echtheit der Nachricht ist das E-Mail-Siegel, welches in den Postfächern einiger Anbieter zu sehen ist. Das steht in Form eines blauen „@“-Zeichens mit einem Haken darin vor dem Absender und ist auch während der Betrachtung der Nachricht dort zu sehen. Natürlich verfügen die Mails auch über eine versteckte Signatur, die dem Provider gegenüber die sichere Herkunft bestätigt. So lassen sich gefälschte Mails leichter aussortieren.
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