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    [ST] Fußball-Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien

    Hier kann mal alles rein was dazu gehört. :yes:
    ================================================== ===========================

    Deutschland gegen Portugal, Ghana und Vereinigte Staaten
    Portugal, Ghana und die USA mögen bekannte Spieler und Trainer in ihren Reihen haben. Eine Hammergruppe bilden sie aber beileibe nicht. Die Nationalelf muss diese Teams bei der WM hinter sich lassen.

    Uns Deutschen wird ja hin und wieder nachgesagt, dass wir einen kleinen Hang zur Überheblichkeit hätten. Mag sein. Aber es ist alles andere als überheblich, nach der Gruppenauslosung für die WM 2014 in Brasilien zu behaupten, dass die in Portugal, Ghana und den USA zugelosten Gegner für die deutsche Fußball-Nationalmannschaft auf dem Weg zum Titel keine große Hürde sind. Möge Jürgen Klinsmann, der Trainer der USA, von einer "Hammergruppe" sprechen. Aber aus deutscher Sicht ist sie das beileibe nicht.

    Bei allem Respekt und bei aller Achtung vor den drei Gegnern: Deutschland ist in dieser Gruppe G der klare Favorit und kann auf dem Weg zum großen Ziel, dem Titelgewinn, eigentlich nicht stolpern – höchstens über sich selbst.

    Nach den teils hervorragenden Leistungen bei den vergangenen zwei EM- und WM-Turnieren und nicht zuletzt auch der beeindruckenden Qualifikation für die WM 2014 sollte es das Selbstverständnis der deutschen Spieler sein, diese Vorrundengruppe als Zwischenstopp auf dem Weg in die K.o.-Phase zu betrachten.

    Klinsmann, der Motivator
    Natürlich wird es auch bei diesem Turnier auf die Tagesform ankommen, auf das Glück. Aber am Ende entscheidet die Qualität. Und die spricht für Deutschland. Bei den Portugiesen steht Cristiano Ronaldo über allem. Doch auch mit ihm mussten sie erst in die Relegation, um in Brasilien dabei zu sein. Ronaldo erledigte die Schweden im Alleingang. Ob ihm derlei fantastische Auftritte in Serie auch bei der WM gelingen, wird sich erst zeigen.

    Die USA werden von Jürgen Klinsmann trainiert. Dem ehemaligen Teamchef, der vor allem eines ganz besonders kann: seine Spieler motivieren. Die deutsche Elf trieb er 2006 bei der WM bis ins Halbfinale. Aber da hatte er auch gute Spieler im Team. Die USA aber sind keine große Fußball-Nation, da täuscht auch nicht das 4:3 im Testspiel gegen die zweite Garde von Joachim Löw im Juni hinweg. Ghana ist derzeit die beste afrikanische Mannschaft und war bei der WM 2010 ein schwerer Gegner zum Abschluss der Vorrunde. Aber davon sollte man sich nicht beeindrucken lassen.

    Seit Freitagabend weiß die deutsche Mannschaft nun, auf wen sie sich einstellen muss und auf welches Wetter. Sie wird ihre drei Vorrundenspiele an Orten bestreitet, in denen es um diese Jahreszeit heiß und schwül ist. Aber die Bedingungen sind für alle gleich. Und Bundestrainer Löw hat wegen der äußeren Bedingungen ohnehin vor, frühzeitig nach Südamerika zu reisen.
    Quelle

    [img=600]https://darklight.to/picshare/upload/big/2013/12/07/52a2f5a56c42f.jpg [/img]
    © F.A.Z.

    Deutschlands WM-Gegner lassen Löw grinsen


    Knapp sieben Monate vor dem Anpfiff der WM wächst der Ärger über die Pannen bei der Vorbereitung des Mega-Events, sowohl bei der FIFA als auch in Brasilien selbst.

    Weiter: Getrübte Vorfreude in Brasilien

    Es ist ein Revolution im Welt-Fußball. Ist der Ball im Tor oder nicht, das sollen nicht mehr allein die Schiedsrichter auf dem Platz entscheiden. Technik soll helfen. Ob Chip im Ball oder ein Kameraauge, das ist noch nicht entschieden. Die Grundsatzentscheidung der Fifa ist allerdings gefalllen. Bei der Fußball-WM 2014 in Brasilien soll es keine strittigen Tor-Entscheidungen mehr geben.
    Ich bin fest davon überzeugt, daß es für den Tonfilm einen Markt gibt.
    Thomas Alva Edison (1847 - 1931)
    [Regeln] News-Bereich


  2. #2

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    Mit 'nem Sombrero auf und die Pulle in der Hand,
    So geht die Reise los
    Nach Brasilia, auch ohne Geld
    Wenn's sein muss mit 'nem Floß
    Und wenn wir drüben sind, drüben sind
    Dann wird's erst richtig schön
    Wir werden unsere Mannschaft wieder siegen seh'n!!!

    Señoritas im Arm Cachaça lauwarm
    Vom Durchfall geplagt
    Und von Fliegen gejagt
    Im Land des Samba's
    Werden wir, Du wirst seh'n
    Wieder Weltmeister, Weltmeister sein!!!

    Siegesgewiss fah'n wir nach Brasila
    Um uns're Elf zu seh'n
    Im Siegesrausch, voller Alkohol
    Lassen wir die Fahnen weh'n
    Durst und Schweiß
    Heißt der Preis
    Um Triumphe zu erleben
    Kann es etwas Schöneres geben
    Als Weltmeister zu sein!!!


    Und ja diesmal werden wir es schaffen!!!

  3. #3
    Avatar von Buchwurm




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  4. #4
    Avatar von Rungor


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    WM 2014: Fifa tritt in Brasilien als Besatzungsmacht auf

    Rigide Wirtschaftsvorschriften, überdimensionierte Bauprojekte und eigens auf Fifa-Interessen zugeschnittene Gesetze: Der Fußballverband tritt auch bei der WM nicht als Gast, sondern eher als Besatzer auf. Die wichtigsten Auflagen im Überblick.
    Von Andreas Göbel für GMX

    Noch bevor am 12. Juni König Fußball das Regiment in Brasilien übernimmt, steht ein Gewinner der diesjährigen WM bereits jetzt fest: Wie jedes Jahr werden vor allem die Kassen der Fifa und einiger mit ihr verbundener Konzerne klingeln. Spätestens seit Brasilien 2007 den Zuschlag für die WM 2014 erhielt, arbeitet der Verband mit Hochdruck an der Perfektionierung der "Gelddruckmaschine" Weltmeisterschaft und daran, dass das Gastgeberland alle Regeln erfüllt.

    Dass ein Fußballverband einem souveränen Staat Regeln und Gesetze diktieren kann, erscheint bei näherem Hinsehen als absurd. Dennoch scheint das vor allem bei Weltmeisterschaften in Schwellenländern mittlerweile die Regel zu sein.

    Bild- und Tonrechte gehören der Fifa
    Prominentestes Beispiel: Das "WM-Rahmengesetz", dass bereits 2012 verabschiedet wurde. Oberstes Ziel ist der Schutz der finanziellen Interessen der Fifa und ihrer Sponsoren. Alle Rechte für Bild- und Tonübertragungen sowie die Festlegung der Eintrittspreise wird darin einzig an den Fußballverband übertragen. Außerdem werden ihm umfangreiche Steuerbefreiungen zugebilligt.

    Auch für Sponsoren und Merchandise-Partner wurden einige lukrative Ausnahmen ausgehandelt. So wurde für die traditionellen Straßenhändler, die normalerweise das Bild der brasilianischen Städte mit prägen, eine weitläufige Bannmeile um die Stadien eingerichtet, in denen nun einzig die Lizenznehmer ihre Waren anbieten können.

    Absurde Verhältnisse - Alkohol ja oder nein?
    Besonders viel Kritik erntete die Entscheidung, dass in den Stadien während der WM Alkohol verkauft werden darf. In Brasilien gehört das Bier während des Stadionbesuchs eigentlich schon längst nicht mehr zum Fußballerlebnis. Wegen der vielen gewaltsamen Auseinandersetzungen durch alkoholisierte Fans gilt dort ein striktes Alkoholverbot. Eigens für die WM wurde diese Regelung aufgehoben, zumindest direkt in den Stadien.

    Das führt teilweise zu absurden Verhältnissen: Der Bürgermeister von Rio de Janeiro, Eduardo Paes, hat angekündigt, dass rund um das Macaranã- Stadion je zwei Stunden vor und nach einem Spiel kein Tropfen Alkohol ausgeschenkt werden darf. Sowohl Händler als auch private Feiern sollen streng kontrolliert werden. Im Stadion hingegen - das außerhalb von Paes Zuständigkeit liegt - ist der Verkauf legal.

    Doch damit ist die Liste der Auflagen längst nicht zu Ende. So konnten große Bauvorhaben für die WM aufgrund der Fifa-Vorgaben auch ohne öffentliche Ausschreibungen vergeben werden - ein Umstand, der mit rechtsstaatlichen Prinzipien nur noch wenig zu tun hat. Auch der spätere Nutzen steht im Hintergrund. In einigen Städten gibt es nur Drittliga-Mannschaften, eine adäquate Nutzung nach dem Ende der Spiele ist nicht abzusehen. Ähnlich wie in Südafrika werden die sündhaft teuren Bauten also vermutlich als "weiße Elefanten" ohne Verwendung enden.

    Ausschreitungen in der Bevölkerung
    Wie schlecht die Bevölkerung die von der Fifa angefeuerten Verschwendungs- und Neubauorgien in den brasilianischen Städten aufnimmt, haben die Ausschreitungen der vergangenen Monate gezeigt. Die von der Fifa immer wieder angepriesene gesellschaftliche Verbindungskraft durch den Fußball scheint eher Wunschdenken oder Augenwischerei zu sein.

    Denn allein die gesalzenen Ticketpreise, die von "normalsterblichen" Brasilianern nicht bezahlt werden können, schließen ärmere Schichten von der Teilnahme am Fußballerlebnis aus. Ein Effekt, der von der Fifa zumindest billigend in Kauf genommen wird. Denn ähnlich wie bei der Vertreibung der oft bitterarmen Straßenhändler, dem Abriss ganzer Stadtteile und anderen Faktoren hat die Fifa auch in Sachen Ticketpreise auf stur gestellt.

    Steuerzahler begleichen Fifa-Rechnung
    Bereits während der WM in Südafrika waren es die Steuerzahler, die die Fifa-Rechnung am Ende bezahlen mussten. Auch in Brasilien wird der Kommerz-Zirkus große Löcher in den Staatshaushalt reißen und Gelder beanspruchen, die normalerweise in Bildung, Gesundheitswesen oder andere wichtige Projekte geflossen wären. Die forcierte Modernisierung der Städte treibt die Mietpreise nach oben - auch hier sind die Ärmsten am heftigsten betroffen.

    Ein Umdenken der Fifa ist jedoch nicht in Sicht. Ganz im Gegenteil: Die Effektivität und die Gewinnspanne des Verbands wird mit jeder WM größer. Allerdings gilt das Gleiche für die kritischen Stimmen, die ein Ende des Missbrauchs von Sport zur Bereicherung einiger weniger Funktionäre fordern.
    Quelle

    Schade das ein sportliches Messen der Fähigkeiten so ausgebeutet wird! :headbang:

    Gruß, Rungor!

  5. #5
    Avatar von salviner01




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    Dank Müller gelingt ein Traumstart in die WM
    Beim 4:0 über Portugal zeigte die deutsche Nationalelf eine überragende Vorstellung. Müller traf dreimal. Getrübt wurde die Freude über den Auftaktsieg durch die Verletzung von Hummels.

    Ein Thomas Müller in weltmeisterlicher Verfassung, ein Triumph zum "Hundertsten": Die deutsche Nationalmannschaft ist mit einem eindrucksvollen Sieg in die WM in Brasilien gestartet. Im 100. WM-Spiel einer DFB-Auswahl gelang der Mannschaft von Bundestrainer Joachim Löw vor den Augen von Bundeskanzlerin Angela Merkel ein ungefährdetes und über weite Strecken glanzvolles 4:0 (0:0) gegen einen enttäuschenden Weltfußballer Cristiano Ronaldo und dessen erschreckend schwache Portugiesen. Mann des Spiels: der dreifache Torschütze Müller.

    Es war der siebte WM-Auftaktsieg nacheinander für eine deutsche Mannschaft, und er war vor 51.081 Zuschauern in Salvador de Bahia überzeugend und souverän herausgespielt. Erleichtert wurde der Einstand durch den Platzverweis für Pepe (37.), der Müller mit der Hand im Gesicht traf und mit dem folgenden Kopfkontakt seinen Rauswurf durch den serbischen Schiedsrichter Milorad Mazic provozierte. Allerdings lag die DFB-Auswahl durch Müller (12./Foulelfmeter) und Mats Hummels (32.) zu diesem Zeitpunkt schon in Führung.

    "Sonne war brutal"

    Müller blieb in seinem 50. Länderspiel auch nach dem Abgang von Pepe im Mittelpunkt des Geschehens: In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit (45.+1) erzielte er in seinem siebten WM-Spiel in Gerd-Müller-Manier seinen siebten WM-Treffer.

    Dies hatte den Vorteil, dass die deutsche Mannschaft bei schwül-warmem Wetter in der Arena Fonte Nova nicht mehr alles aus sich herausholen musste. "Die erste Halbzeit, als die Sonne noch da war, war wirklich brutal", sagte Kapitän Philipp Lahm. "Aber heute haben wir im richtigen Moment die Tore gemacht und die ganze Mannschaft hat unglaublich gut gearbeitet."

    Chancen gab es für die Deutschen auch in der zweiten Halbzeit und eine davon nutzte, wenig erstaunlich, erneut Müller (78.) – es war ein klassischer Abstauber. Von seiner Leistung war der Bayern-Stürmer selber begeistert: "Drei Tore in einem Spiel, ist natürlich was Herrliches. Ein Tor war schöner als das andere."

    Özil stark verbessert

    Götze war überraschend einer von zwei Assistenten von Müller in der Offensive. Nach tagelanger Geheimniskrämerei hatte Löw eine Aufstellung präsentiert, die zuvor wohl nur er auf dem Zettel gehabt hatte: Mesut Özil und vor allem Götze tummelten sich zusammen mit dem Münchner in vorderster Reihe. Toni Kroos und Sami Khedira standen ein wenig dahinter. Özil zeigte sich stark verbessert im Vergleich zu den vergangenen Spielen, wurde aber in der 61. Minute dennoch durch André Schürrle ersetzt.

    Vor allem die Aufstellung von Götze erwies sich als guter Schachzug. Der Münchner, einer von sechs Spielern des FC Bayern in der Anfangsformation, war überall zu finden und extrem wuselig. Er holte den Elfmeter heraus, den Müller nutzte, er hätte vor dem Eckball zum 2:0 beinahe selbst getroffen: Joao Patricio brachte ein Knie dazwischen, er verzögerte den zweiten Gegentreffer dadurch aber nur um Sekunden.

    Vor der erwarteten Vierer-Reihe in der Abwehr mit gleich vier gelernten Innenverteidigern hatte Löw Sami Khedira und Philipp Lahm postiert. Lahm geriet überraschend sofort in Schwierigkeiten – er lag noch am Boden und reklamierte ein Foulspiel, da schoss Cristiano Ronaldo zum ersten Mal auf das deutsche Tor. Manuel Neuer stand richtig (8.). Es folgten ein paar weitere ungewohnte Schnitzer von Lahm.

    Nach dem ersten Warnschuss von Ronaldo hätte die deutsche Mannschaft nur eine halbe Minute später bereits in Führung gehen müssen. Der missglückte Versuch eines öffnenden Passes von Portugals Torhüter Rui Patricio landete vor den Füßen von Khedira, der aber schoss unbedrängt aus 30 Metern um ein paar Zentimeter am leeren Tor vorbei. Es dauerte nicht mehr lange, und von Ronaldo war nichts mehr zu sehen – außer einem beleidigten, genervten Gesichtsausdruck.

    Hummels verdreht sich das Knie

    Die Portugiesen, der DFB-Auswahl dreimal in Folge und zuletzt im ersten Gruppenspiel bei der EM 2012 unterlegen, leisteten ein weiteres Mal unfreiwillig Hilfestellung: Joao Pareira, Abwehrspieler vom FC Valencia, zupfte Götze im Strafraum zu Boden, Müller verwandelte den Elfmeter. Und nachdem Nani (25.) knapp über Neuers Tor geschossen hatte, war der ausgezeichnete Hummels nach einem Eckball von Kroos per Kopf zur Stelle.

    In dieser 32. Minute wurde offensichtlich, dass auch die deutsche Mannschaft intensiv Standards trainiert hat. Das Gespann Kroos-Hummels hatte mit "Ecke-Kopfball-Tor" bereits im vergangenen November Erfolg gehabt. Bei einem Turnier aber war Deutschland zuletzt bei der EM 2008 nach einem ruhenden Ball erfolgreich gewesen, als Michael Ballack einen Freistoß gegen Österreich (1:0) ins Tor schoss.

    Für Hummels war der Treffer der Lohn seiner vielleicht besten Leistung im Nationaltrikot, allerdings musste er in der 73. Minute vom Feld – er schien sich bei einem Zweikampf das Knie verdreht zu haben. Eine unglückliche Situation vor allem auch deshalb, weil sich auch die Aufstellung von vier Innenverteidigern in der Abwehr als gelungene Variante entpuppte. Wie schwer die Verletzung des Innenverteidigers ist, müssen die ärztlichen Untersuchungen zeigen. Bundestrainer gab aber schon leichte Entwarnung: "Es ist wohl nichts Schlimmes."

    Portugal schimpft auf Schiedsrichter

    Portugals Trainer Paulo Bento war nach der Partie ziemlich konsterniert: "Deutschland hat sehr gut gespielt. Für uns war das Spiel schon nach der ersten Halbzeit gelaufen. Danach war nichts mehr zu machen. Wir haben nur noch versucht, nicht noch mehr einzubrechen. Über den Schiedsrichter sage ich heute lieber nichts."

    Alles überragender Mann auf dem Platz war aber Müller. Nur die große Hitze setzte dem Matchwinner zwischendurch etwas zu. "Nach 20 Minuten haben wir schon mal hochgeguckt und gedacht, das Spiel geht aber lang heute", gestand er mit dem ihm eigenen Humor.

    "Auch wenn er ein Spaßvogel ist, er will immer gewinnen", lobte Teammanager Oliver Bierhoff. "Thomas hat überragend trainiert und gespielt", schwärmte Löw schon während der WM-Vorbereitung. Längst ist der Bayern-Profi eine internationale Größe. Das bewies er in Salvador wieder einmal vor den Augen der Welt.

    Quelle

    Auch unsre Chefin war vor Ort. Und überzeugte sich davon, dass auch jeder unserer Spieler alles gab.


    Angela fühlt sich sichtlich wohl in der Männerkabine

    Poldi kriegt ne Sonderbehandlung
    Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu lassen und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas ändert.
    Albert Einstein (1879-1955)

  6. #6
    Avatar von salviner01




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    Die größte Fußball-Ära der Neuzeit endet im Desaster
    Drei Titel in Serie hatten Spaniens Fußballer gewonnen, bei der WM 2014 schieden sie nun in der Vorrunde aus. Ein unerwartetes Debakel, das dennoch erklärbar ist. Nun beginnt eine neue Zeitrechnung.

    Um 22.56 Uhr mitteleuropäischer Zeit begann am Mittwochabend im Weltfußball eine neue Zeitrechnung. In dieser Minute trat ein, was niemand vor dieser Weltmeisterschaft für möglich gehalten hatte.

    Nach nur zwei Vorrundenspielen war der Dominator des Spiels gescheitert. Mehr noch: Die spanische Nationalmannschaft wurde in Brasilien regelrecht zertrümmert. Zum vierten Mal in der Geschichte schied der Weltmeister in der Vorrunde aus. Erstmals aber mit zwei Niederlagen zum Auftakt.

    1:5 hatten die Iberer bereits ihr erstes Spiel gegen die Niederländer verloren. Wer dieses Debakel für einen Ausrutscher hielt, wurde in der Partie gegen Chile eines Besseren belehrt. Spanien verlor gegen die Südamerikaner 0:2 (0:2) und präsentierte sich dabei derart planlos und überfordert, wie es diese Mannschaft noch nie getan hatte.

    "Das ist unheimlich hart. Wir sind keine schlechte Mannschaft, aber die Gegner waren sehr gut", sagte Trainer Vincente del Bosque: "Wenn so etwas passiert bei einer WM, hat das immer Konsequenzen. Wir müssen uns jetzt Gedanken machen und dann die besten Entscheidungen für den spanischen Fußball treffen. Das trifft auch auf meine Position zu."

    Acht Jahre lang hatten die Spanier den Fußball dominiert und den Planeten mit ihrem Tiki-Taka überzogen. Sie vergötterten den Ballbesitz, ließen den Gegner Meter machen, schlugen in der Offensive eiskalt zu und kamen defensiv selten in Verlegenheit. Wie auch? Den Ball hatten ja stets sie.

    Im EM-Finale Italien vernichtetet

    Drei Titel in Serie gewannen sie mit dem prägenden Fußballstil des neuen Jahrtausends. 2008 wurden sie durch ein 1:0 im Finale gegen Deutschland Europameister, 2010 besiegten sie die Niederländer im WM-Endspiel in der Verlängerung, und den größten Beweis ihrer Dominanz lieferten sie dann bei der Europameisterschaft 2012 ab. Im Finale vernichteten sie Italien mit 4:0.

    Dass Zeus irgendwann vom Olymp hinabsteigen würde, war zu erwarten. Es gab ja durchaus Anzeichen, dass sich Tiki-Taka totgelaufen haben könnte. Beispielsweise die hohe Niederlage von Trainer und Ballbesitz-Prediger Pep Guardiola mit dem FC Bayern im Champions-League-Halbfinale gegen Real Madrid. Aber dass die Fußballgötter derart brutal aus dem Himmel getreten würden, damit war nicht zu rechnen.

    Wie konnte es zu dieser Götterdämmerung im Zeitraffer kommen?
    "Es ist schwierig zu erklären", sagte Torwart Iker Casillas: "Ich möchte mich bei den Fans entschuldigen. Es tut uns am meisten weh, wir sind sehr unglücklich. Wir müssen jetzt analysieren, woran es lag."

    Manchmal ist die einfachste Erklärung die beste: Die Zeit war reif. Die goldene Generation dieser Mannschaft ist über ihren Zenit. Torhüter Iker Casillas leistete sich in Brasilien ungewohnte Patzer, der einstige Taktgeber Xavi stand derart neben der Kappe, dass er gegen Chile gar nicht mehr in der Startelf aufgeboten wurde.

    Die Gegner hatten gemerkt, dass sie es nicht mehr mit den Spaniern der vergangenen Jahr zu tun hatten. Niederländer und Chilenen griffen ihre Gegner früh an, setzten den Ballführenden unter Druck und hatten Erfolg damit. Weder mit dieser Aggressivität, noch mit den ungewohnten Rückständen konnten die Spanier umgehen.

    Ein allerletzter Weltmeister-Bonus

    Sie leisteten sich vielmehr erstaunliche Unsicherheiten im Passspiel und gaben den Ball viel zu schnell her. Beispielhaft war die abermals schwache Vorstellung von Andres Iniesta. Da halfen auch sechs Minuten Nachspielzeit gegen Chile - der wahrscheinlich letzte Weltmeister-Bonus - nichts mehr. Das Unvermeidliche wurde nur noch einmal hinausgezögert.

    Und so analysierte ARD-Experte Mehmet Scholl das Desaster sehr treffend: "Mit dieser Situation konnte die Mannschaft nicht umgehen. Sie geht jetzt in Ruhestand. Das ist eine großartige Generation, die uns sehr viel Freude bereitet hat und die wir immer im Gedächtnis behalten werden. Mitleid ist daher nicht angebracht."

    Häme auch nicht. Am Mittwoch ist im Maracana-Stadion von Rio de Janeiro eine der größten Mannschaften der Fußballgeschichte abgetreten. Es war ein unwürdiger Abgang, den sich das Team selbst zuzuschreiben hat. Dennoch sollte er von Applaus begleitet werden.

    Und der Konkurrenz, derzeit angeführt von der deutschen Nationalmannschaft, sollte dieser Abend Auftrieb geben. Denn seit 22:56 Uhr steht fest: Der Fußball bekommt einen neuen Weltmeister.

    Quelle
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    Deutschland gegen Argentinien - WM-Finale

    DFB-Team ist "heiß" - Plan gegen Messi steht
    Die deutschen WM-Titelstürmer sind schon jetzt "richtig heiß" auf das Endspiel gegen Argentinien. Einen "Plan" gegen Lionel Messi hat das Trainerteam bereits im Kopf. Von der zugewiesenen Favoritenrolle will sich keiner treiben lassen.

    Santo André - Die Jubelparty am Brandenburger Tor in Berlin ist schon geplant. Und für WM-Torrekordler Miroslav Klose und die anderen deutschen Titeljäger zählt für das große Finale am Sonntag gegen Lionel Messis Argentinier nur eines: "Dass wir das Ding in die Höhe stemmen", erklärte der erfolgreichste Torjäger der WM-Historie vor der Abreise der Nationalmannschaft an diesem Freitag nach Rio de Janeiro. Klose betonte nach dem triumphalen 7:1 im Halbfinale gegen Gastgeber Brasilien aber auch: "Das ist wieder ein ganz anderes Fußballspiel. Wir müssen alles abrufen. Ich weiß, wie beschissen sich das anfühlt, wenn man ein Finale verliert." 2002 im WM-Endspiel gegen Brasilien (0:2) und 2008 im EM-Finale gegen Spanien (0:1).

    Das Team von Bundestrainer Joachim Löw musste lange auf den Finalgegner warten - der Kraftakt der Argentinier löste dann aber im deutschen Quartier insgeheim Freude aus. Erst nach einer kräftezehrenden Verlängerung und einem aufreibenden Elfmeterschießen konnten Messi und Co. gegen die Niederlande erleichtert den Endspiel-Einzug bejubeln. Der Energieverlust könnte sich für das weltweit favorisierte DFB-Team beim großen Finale als Vorteil erweisen. "Das tut uns gut", sagte Löws Assistent Hansi Flick zu dem Tag mehr Zeit zur Regeneration.

    Auch am Donnerstag gab es für die Spieler in Santo André nochmals ein individuelles und gedrosseltes Training. "Das Finale wird verdammt hart. Es sollte sich niemand darauf einstellen, dass es noch einmal in ähnlicher Weise leicht wird wie gegen Brasilien", betonte Mats Hummels vor dem dritten WM-Endspiel Deutschland kontra Argentinien. 1990 in Rom hatte sich die deutsche Mannschaft unter Teamchef Franz Beckenbauer durch das 1:0 den dritten WM-Titel gesichert. Vier Jahre zuvor war das Endspiel gegen die Gauchos in Mexiko-Stadt 2:3 verloren gegangen.

    "Die zwei Finals kann man nicht vergleichen", meinte Klose mit Hinweis auf die anderen Spieler und anderen Systeme in beiden Teams. Nur die Gegenwart zählt. Alle seien voller Zuversicht, "dass wir jetzt dran sind", erklärte der Stürmer-Oldie, der nach dem Finale "spontan" über ein mögliches Ende seiner Karriere im DFB-Team entscheiden will. "Die Vorfreude bei uns allen ist riesig groß. Bis auf Miro ist es für alle das erste WM-Finale", sagte Benedikt Höwedes.

    Der Linksverteidiger-Neuling steht am Sonntag (21.00 Uhr/ARD) im ausverkauften Estádio do Maracanã vor seiner wohl härtesten WM-Prüfung. Superstar Messi wird im Finale wie im bisherigen Turnierverlauf auch häufiger über die Seite von Höwedes angreifen. "Natürlich ist er ein fantastischer, außergewöhnlicher Spieler, der zu den besten der Welt zählt. Wie bei Cristiano Ronaldo müssen wir im Kollektiv gegen ihn spielen, nicht im Eins-gegen-Eins", unterstrich Höwedes.

    "Wir haben natürlich auch alle verfolgt, wie die Holländer Messi in Schach gehalten haben. Wir haben mit Sicherheit auch einen Plan, den werde ich nicht verraten", sagte Flick. Vor vier Jahren in Südafrika hatten die Deutschen die Schwächen im damals von Diego Maradona betreuten argentinischen Team um Messi beim 4:0-Triumph im WM-Viertelfinale schonungslos aufgedeckt - Wiederholung geplant.

    "Argentinien ist defensiv stark, kompakt, gut organisiert. In der Offensive haben sie überragende Spieler wie Messi und Higuain", äußerte Löw über den Finalgegner. Zugleich schickte der 54-Jährige ein Versprechen in der Heimat: "Wir werden uns gut vorbereiten." Co-Trainer Flick ergänzte: "Alle haben wochenlang darauf hingearbeitet. Die Stimmung ist gut, wir sind eh fokussiert und konzentriert, wollen uns von nichts ablenken lassen."

    "Argentinien ist defensiv stark, kompakt, gut organisiert. In der Offensive haben sie überragende Spieler wie Messi und Higuain", äußerte Löw über den Finalgegner. Zugleich schickte der 54-Jährige ein Versprechen in der Heimat: "Wir werden uns gut vorbereiten." Co-Trainer Flick ergänzte: "Alle haben wochenlang darauf hingearbeitet. Die Stimmung ist gut, wir sind eh fokussiert und konzentriert, wollen uns von nichts ablenken lassen."

    Das Jahrhundertspiel gegen Brasilien nimmt die gereifte DFB-Auswahl als klares Zeichen der Stärke mit auf den Sonderflug nach Rio. Beim Feintuning für die Neuauflage der Endspiele von 1986 und 1990 wurde das 7:1-Torefestival gegen den noch immer fassungslosen Weltmeisterschafts-Gastgeber allerdings nur noch am Rande behandelt.

    Löw will für sein zweites Turnier-Endspiel nach der EM 2008 so wenig wie möglich umbauen. "Wir wissen, wie es ist. So ein Finale kann in beide Richtungen gehen. Trotzdem: Wir sind überzeugt von uns und gehen mit Selbstvertrauen nach Rio", sagte Lahm, der die Niederlage vor sechs Jahren in Wien miterlebt hatte. "Es geht wieder von 0:0 los", mahnte der in 112 Länderspielen gestählte Münchner.

    "Europa gegen Südamerika - eine reizvolle Konstellation", bemerkte der Bundestrainer. "Wir werden mit Respekt in diese Partie gehen, der Gegner aber auch, gerade nach unserem Ergebnis gegen Brasilien", äußerte Toni Kroos, Deutschlands neuer Impulsgeber in Mittelfeld. Für Deutschland ist es das achte WM-Finale, vier wurden verloren. Bundeskanzlerin Angela Merkel will in Rio auf der Tribüne den vierten Sieg bejubeln. Ihr Tipp: "Es ist machbar."

    Wie immer wird Löw von der Scouting-Abteilung neben vielen Fakten auch eine Taktik vorgeschlagen bekommen, mit der man Messi und Co. beikommen könnte. "Die Entscheidungen treffen dann wir Trainer", erklärte der auch auf seine persönliche Krönung hoffende Löw. Einmal Zweiter (EM 2008), zweimal Dritter (WM 2010, EM 2012) - jetzt will der Freiburger endlich in den Kreis der WM-Titeltrainer Sepp Herberger (1954), Helmut Schön (1974) und Beckenbauer (1990) aufrücken. "Titel sind immer wunderbar, natürlich, logisch", hat der Bundestrainer zugegeben.

    Nach dem bisherigen Turnierverlauf folgen die Spieler nun "mit breiter Brust" (Jérome Boateng) Löws finalem Konzept. "So ein Spiel wie das Halbfinale kann und wird es nicht werden. Der Gegner wird sich im Finale gegen uns ganz anders präsentieren", sagte der Bundestrainer. "In letzter Zeit haben wir es so gehalten, dass die Argentinier die Freundschaftsspiele gewonnen haben und wir die Wettbewerbsspiele für uns entschieden haben. Da setze ich drauf, dass das so bleibt", sagte DFB-Präsident Wolfgang Niersbach.

    Dass die Erwartungen in Deutschland jetzt riesengroß sind und das DFB-Team als größerer Titelkandidat gilt, interessiert die Protagonisten nur am Rande. "Es ist mir egal, ob wir Favorit sind oder nicht. Wir brauchen eine Topleistung, um Weltmeister zu werden", erklärte Kroos. "Jeder kann sich auf ein extrem intensives Spiel einstellen", meinte Hummels, der nach einer Sehnenreizung in der rechten Kniekehle wieder im Training steht.

    DFB-Team ist "heiß" - Plan gegen Messi steht
    Acht Gründe, warum Deutschland Weltmeister wird
    WM-Aus für Neymar – Brasiliens Held erleidet Wirbelbruch
    Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu lassen und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas ändert.
    Albert Einstein (1879-1955)

  8. #8
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    Habt ihr auch keine Fingernägel mehr? Ich glaube das geht jeden Deutschen heute so.

    Deutschland ist Weltmeister 2014
    Weltmeister! Deutschland ist dank "Joker" Mario Götze Weltmeister! 24 Jahre nach dem Triumph in der Nacht von Rom darf sich die deutsche Nationalmannschaft endlich den vierten Stern auf das Trikot nähen lassen.

    Mit einem mehr als verdienten 1:0 (0:0) nach Verlängerung, in der Götze in der 113. Minute traf, bestätigte die Mannschaft von Bundestrainer Joachim Löw im Endspiel der WM 2014 in Brasilien ihre Ausnahmestellung im Weltfußball. Die Goldene Generation des deutschen Fußballs tritt nach einem heroischen Kampf in eine Reihe mit den Legenden von 1954, 1974 und 1990 - Löw steht nun auf einer Stufe mit Sepp Herberger, Helmut Schön und Franz Beckenbauer.


    Götze, in der 88. Minute eingewechselt, schoss ganz Deutschland mit einem großartigen Treffer vor 74.738 Zuschauern im Maracana von Rio de Janeiro ins Glück. Der Münchner nahm den Ball nach einer Flanke von Andre Schürrle mit der Brust an und verwandelte abgebrüht wie ein Torjäger.

    In der enorm kräftezehrenden Neuauflage der Endspiele von 1986 (2:3) und 1990 (1:0) hatte die DFB-Auswahl bis dahin eine Leistung voller Leidenschaft, bisweilen spielerischer Klasse und unbändigem Willen gezeigt. Vor allem der Münchner Block mit dem starken und sich aufopfernden Bastian Schweinsteiger, dem umsichtigen Kapitän Philipp Lahm, dem überragenden Jerome Boateng und Teufelskerl Manuel Neuer gab der Mannschaft gegen den starken zweimaligen Weltmeister um Lionel Messi Struktur und Halt.


    Bastian Schweinsteiger hielt trotz Platzwunde durch

    Die deutsche Mannschaft hatte mehr vom Spiel, aber auch Glück bei zahlreichen hochkarätigen Chancen der Argentinier um den diesmal phasenweise starken Messi. Sie blieb stets mutig, versuchte mit Geduld und schnellem Spiel, die Gouchos zu knacken. Sie steckte die Ausfälle von Sami Khedira und Christoph Kramer weg. Sie war auch nach einem Pfostentreffer von Benedikt Höwedes (45.+1) immer drauf und dran, einen Treffer zu erzielen - was gegen tief stehende und gefährlich konternde Argentinier, in der K.o.-Runde bis dahin ohne Gegentor, alles andere als einfach war. Und sie biss nach den Großchancen von Andre Schürrle (92.) und Rodrigo Palacio (97.) auf die Zähne, als in der Verlängerung beide Mannschaften fast stehend k.o. waren.

    Der vierte Triumph im achten WM-Finale einer deutschen Mannschaft war verdient - und überfällig. Nach dem dritten Rang bei der WM 2006 in Deutschland waren Löw und seine Auswahl bei drei Turnieren nacheinander knapp gescheitert: 2008 im Endspiel der EM gegen Spanien, 2010 im Halbfinale der WM in Südafrika ebenfalls an Spanien, 2012 im Halbfinale der EM dann an Italien. Mit dem vierten WM-Titel steht Deutschland nun auf einer Stufe mit Italien, nur Brasilien (5), im Halbfinale mit von der DFB-Auswahl an einem historischen Abend gedemütigt (7:1), hat den Pokal einmal häufiger gewonnen.


    Da ist das Ding

    Am Dienstag nach der Rückkehr der deutschen Mannschaft kommt es damit zur großen Sause mit den Anhängern vor dem Brandenburger Tor. Nach der Landung fahren die Weltmeister zur Fanmaile, ehe sie sich in den Urlaub verabschieden. Kurios: Am 3. September trifft die DFB-Auswahl in Düsseldorf schon wieder auf Argentinien, vier Tage später beginnt in Dortmund gegen Schottland die Qualifikation für die EM-Endrunde 2016 in Frankreich.

    Das Endspiel hatte Rasse, wenn auch nicht immer Klasse, dabei musste die deutsche Mannschaft früh mit Rückschlägen fertig werden. Zunächst hatte Khedira nach dem Aufwärmen Wadenprobleme beklagt, für ihn kam Kramer. Der Gladbacher wurde in der 16. Minute rücksichtslos von Ezequiel Garay rücksichtlos über den Haufen gerannt: Schiedsrichter Nicola Rizzoli (Italien) reagierte nicht, Kramer blieb ausgeknockt im Strafraum liegen, spielte aber zunächst weiter.

    Mit Verdacht auf Gehirnerschütterung wurde Kramer eine Viertelstunde später benommen vom Platz geführt, für ihn kam Schürrle, Toni Kroos zog sich auf die Doppelsechs zurück, Mesut Özil rückte weiter in die Spielfeldmitte, enttäuschte nach gutem beginn aber erneut. Das Spiel der deutschen Mannschaft wurde danach sogar etwas gefährlicher. Kroos war bei einem Schuss von der Strafraumgrenze aber zu unentschlossen (40.), in der 45. Minute verfehlte Miroslav Klose eine Flanke von Müller nur knapp. Sekunden später köpfte Höwedes an den Pfosten.

    Die deutsche Mannschaft hatte aber auch Glück, nicht schon zur Halbzeit zurückzuliegen. Argentinien war bei Vorstößen über die rechte Seite durch Messi anfällig, der bislang so souveräne Mats Hummels sah dabei zwischenzeitlich nicht gut aus - so in der 40. Minute, als der aufmerksame Boateng auf der Linie klären musste. Zuvor hatte Higuain nach einer verunglückten Kopfballrückgabe von Kroos völlig frei vor Manuel Neuer am Tor vorbeigeschossen (21.) - außerdem wurde ein Treffer des Angreifers wegen Abseits nicht anerkannt (30.).

    Der Blutdruck von Löw und den deutschen Anhängern schnellte auch gleich nach der Pause hoch - Messi schoss aber knapp am langen Pfosten vorbei (47.). Zehn Minuten später riskierte Neuer gegen Higuain Kopf und Kragen, faustete den Ball weg, rammte dabei Higuain um. Danach entwickelte sich zunehmend ein Geduldsspiel - in dem dem ausgeruhten Götze der entscheidende Geniestreich gelang.


    Auch unsre Politische Führung war vor Ort: Gauck und Merkel in der Manschaftskabiene

    Deutschland ist Weltmeister 2014
    Zensur durch die FIFA

    Damit ist die WM vorbei. Mit einem glücklichen und verdienten für Sieg Deutschland. Ich hoffe ihr hattet auch so viel Spaß wie ich. Hier noch ein tolles Viedeo zur Erinnerung

    Bilder für die Ewigkeit
    Geändert von salviner01 (22.10.14 um 21:39 Uhr)
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    Geschenkte Luxusuhren – Ermittlungen gegen Fifa-Bosse
    Dutzenden hochrangigen Funktionären der Fifa sollen bei der WM in Brasilien Luxus-Uhren im fünfstelligen Euro-Wert geschenkt worden sein. Die Ethikkommission des Weltverbandes ermittelt.


    Fifa-Präsident Sepp Blatter. Seinem Verband droht ein Skandal, weil Dutzende
    Funktionäre wertvolle Luxusuhren als Geschenk erhalten haben sollen
    Foto: picture alliance / dpa
    Dem Welt-Fußball-Verband Fifa droht ein weiterer Skandal: Nach Informationen der "Welt am Sonntag" hat der brasilianische Verband CBF während der Weltmeisterschaft 2014 mehreren Dutzend Fifa-Funktionären Uhren im fünfstelligen Euro-Wert geschenkt. Deswegen leitete der Chefermittler der Fifa-Ethikkommission, Michael Garcia, in dieser Woche ein Ermittlungsverfahren wegen Verstößen gegen den Ethikkodex ein.

    Wie die "Welt am Sonntag" erfuhr, handelt es sich bei den Uhren um Produkte der Schweizer Firma Parmigiani Fleurier, einem offiziellen Partner des CBF. Die Uhren wurden den 25 Mitgliedern des Fifa-Vorstands, dem sogenannten Exekutivkomitee (ExCo), den Verbandspräsidenten der 32 WM-Teilnehmer sowie den Präsidenten der Mitgliedsländer des südamerikanischen Kontinentalverbandes Conmebol angeboten. Ermittler Garcia versucht nun herauszufinden, welche Funktionäre die Luxusgüter annahmen und wer die Annahme verweigerte.

    Annahme wertvoller Geschenke verboten
    Der Ethikkodex der Fifa, der für alle Fußball-Funktionäre weltweit gilt, verbietet die Annahme solcher Geschenke ausdrücklich. In Paragraf 20 heißt es: "Diesem Reglement unterstellte Personen dürfen … nur Geschenke und sonstige Vorteile gewähren oder von diesen solche annehmen, … die einen symbolischen oder geringen Wert haben." Andere Geschenke und Vorteile "sind verboten". Jegliches Verhalten, "das den Anschein unredlichen Verhaltens oder versuchten unredlichen Verhaltens … erweckt oder vermuten lässt", ist laut Ethikkodex zu unterlassen. Und weiter: "Im Zweifelsfall sind Geschenke weder zu gewähren noch anzunehmen."

    Fifa-Kommission ermittelt bereits
    In einem internen Dokument wurden hochrangige Fifa-Mitarbeiter am Donnerstag über die Ermittlungen der Ethikkommission informiert. "… Der brasilianische Fußballverband (CBF) hat bei der Fifa-Weltmeisterschaft in Brasilien Erinnerungsuhren von seinem eigenen Sponsor … an verschiedene Leute, darunter die Mitglieder des Fifa-Exekutivkomitees, verteilt", heißt es in dem Schreiben, das der "Welt am Sonntag" vorliegt. Und weiter: "Die Ethikkommission wurde darüber in Kenntnis gesetzt und beschäftigt sich mit der Thematik."

    Wie die "Welt am Sonntag" aus dem Exekutivkomitee der Fifa erfuhr, hatte es während der WM schon vor der Schenkung durch den CBF hitzige Diskussionen über Luxusuhren gegeben. Die Fifa-Spitze wollte den Mitgliedern des Exekutivkomitees Uhren der Marke Hublot, ebenfalls im fünfstelligen Euro-Wert, schenken. Hublot war Sponsor der WM in Brasilien und stellte die sogenannte "offizielle Uhr der Fifa-Fußball-Weltmeisterschaft" zur Verfügung. Mehrere ExCo-Mitglieder waren bereits über den bevorstehenden Erhalt dieses Geschenks informiert, aber Fifa-Präsident Sepp Blatter und dessen Generalsekretär Jérôme Valcke wollten sich die Schenkung von den im Jahr 2012 neu formierten Aufsichtsgremien genehmigen lassen – ohne Erfolg. Chefermittler Garcia und Domenico Scala, der Vorsitzende der Audit- und Compliance-Kommission, durchkreuzten den Plan.

    Sie drohten, im Falle einer Schenkung ein Ermittlungsverfahren einzuleiten. Das ExCo erhielt die Uhren daher nicht. Was stattdessen mit ihnen passierte, ist unklar. Eine Uhren-Schenkung erfolgte dann durch den brasilianischen Verband.
    Quelle

    Schmieriges Pack, alle wie`se da sind. :Puke:
    Ich bin fest davon überzeugt, daß es für den Tonfilm einen Markt gibt.
    Thomas Alva Edison (1847 - 1931)
    [Regeln] News-Bereich


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