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    Fußball: Frankfurter Allgemeine Zeitung hält Videospiel-Tor für echt

    Frankfurter Allgemeine Zeitung hält Videospiel-Tor für echt
    Der Schwedische Nationalspieler Zlatan Ibrahimovi? sorgte zuletzt mit seinem außergewöhnlichen Fallrückziehertor für offene Münder. Die Redaktion der Frankfurter Allgemeinen Zeitung ließ sich davon nicht beeindrucken. Immerhin gebe es zahlreiche schönere Tore. Dies versuchte man mit einem vermeintlich besseren Treffer zu belegen - ohne zu wissen, dass dieser von Pro Evolution Soccer 2011 stammt.

    Computer- und Videospiele werden technisch anspruchsvoller. Auch wirkt sich dieser Umstand auf die Grafik dieser Titel aus. Zu Zeiten hochauflösender Video- und Filmproduktion profitieren auch Veröffentlichungen aus der Gaming-Branche von einer zunehmend hübschen Optik. Wieder und wieder veröffentlicht die Industrie Computer- und Videospiele mit einer derartig scharf gestochenen Grafik, dass sie echten Videoaufnahmen zum Verwechseln ähnlich sind.

    Dies ist nicht nur die Meinung zahlreicher Branchenvertreter, Kritiker oder Gamer. Auch FAZ-Redakteur Uwe Marx dürfte diese Gegebenheit eigenhändig unterschreiben. Von vorne: Am vergangenen Mittwoch erzielte der Schwedische Nationalspieler im Spiel gegen England ein atemberaubendes Fallrückziehertor aus einer Entfernung von 25 Metern. Nicht nur Fußballbegeisterte, sondern auch die Fachpresse schrie auf. Nahezu im Chor hieß es, dass es sich bei diesem Treffer um das Tor des Jahres handeln müsse. Uwe Marx, Sportredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, war dabei anderer Meinung. In einem Artikel macht er deutlich, dass es bessere Tore dieser Art gebe.

    Er schreibt: "[…] dass es mal einen Spieler gab, der nicht nur aus fünfundzwanzig, sondern gleich aus vierzig Metern per Fallrückzieher traf. Es war auch ein Schwede, Rade Prica, der mal bei Hansa Rostock gespielt hat. Er hatte im Spiel für Rosenborg BK gegen den FC Basel tatsächlich mal die Unverfrorenheit, es aus noch größerer Entfernung als Ibrahimovic zu versuchen – und zu treffen."

    Natürlich ist diese Aussage dem Beweis zugänglich. Bei genauer Recherche auf der Video-Plattform YouTube wird deutlich, dass Uwe Marx auf einen Treffer verweist, der im Videospiel Pro Evolution Soccer 2011 erzielt wurde. Er hielt den Videoausschnitt aus dem Spiel offenkundig für echt.

    Mittlerweile ist auch der FAZ-Redaktion klar geworden, dass man ein Videospiel aus dem Jahre 2010 mit einem echten Fußballspiel verwechselt hat. Der ursprüngliche Artikel wurde aktualisiert und um folgenden Vermerk ergänzt: "Der Text wurde nachträglich korrigiert. In einer ersten Fassung wollten wir die Leistung Ibrahimovics schmälern mit dem Verweis auf ein Fallrückziehertor von Rade Prica. Der Schwede soll nach unserer Darstellung einmal aus 40 Metern mit dieser Art des Kunstschusses in einem Spiel von Rosenborg Trondheim gegen den FC Basel getroffen haben. Offenkundig sind wir dabei einer Täuschung erlegen. Prica traf so elegant lediglich in einem auf Youtube verbreiteten Video, das eine Szene aus einem Spielkonsolen-Duell wiedergab. Wir bitten deshalb um die Nominierung dieses Treffers für das Tor des Jahrhunderts im Bereich Spielekonsole und bitten zugleich um Nachsicht für den Fehler."

    Hier das entsprechende Pro Evolution Soccer-Video:
    Quelle
    Geändert von delle59 (13.11.14 um 12:36 Uhr)
    Ich bin fest davon überzeugt, daß es für den Tonfilm einen Markt gibt.
    Thomas Alva Edison (1847 - 1931)
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