EM 2020 in 13 Ländern
Uefa will Platini-Vorschlag beraten
Eine grenzenlose Europameisterschaft könnte 2020 erstmals Wirklichkeit werden. Die Uefa prüft die Idee, zum 60-jährigen Jubiläum in 13 Ländern spielen zu lassen.


UEFA-Präsident Michel Platini hat die Idee ins Spiel gebracht.
(Quelle: dpa)
Die Pläne für eine Fußball-EM 2020 in mehreren Ländern Europas werden nach Informationen der "Bild"-Zeitung konkreter. Demnach sollen drei EM-Partien in Berlin stattfinden, insgesamt soll in 13 Ländern gespielt werden. Ob die EM bei ihrem 60-jährigen Jubiläum allerdings tatsächlich erstmals in diesem Format organisiert wird, ist noch nicht entschieden.

Am 7. Dezember berät das Exekutivkomitee der Europäischen Fußball-Union über die Idee von Präsident Michel Platini. Dieser habe DFB-Chef Wolfgang Niersbach "in einem persönlichen Gespräch seinen Plan erläutert", sagte der Präsident des Deutschen Fußball-Bundes der "Bild" und verwies auf die nötige Bestätigung durch die Exekutive. Von der UEFA gab es am Dienstag zunächst keine Reaktion.

Platini hatte seinen revolutionären Plan erstmals am Ende der EM in Polen und der Ukraine in diesem Sommer vorgestellt und damit die Öffentlichkeit überrascht. Nach ersten sehr verhaltenen Reaktionen scheinen sich nun immer mehr Fürsprecher zu finden. Zuletzt sagte DFB-Generalsekretär Helmut Sandrock: "Wir (im DFB) haben unseren Meinungsbildungsprozess noch nicht abgeschlossen, es hat aber einen gewissen Charme." Es gebe "unter den Nationalverbänden viele Befürworter einer Europa-EM".

Finalspiele in der Türkei
Laut "Bild" soll neben Berlin in London, Madrid, Lissabon, Paris, Amsterdam, Brüssel, Basel, Athen, Rom, Moskau und Zagreb gespielt werden. Istanbul soll Favorit für Halbfinals und Endspiel sein. Von der EM 2016 in Frankreich an nehmen erstmals 24 statt wie bisher 16 Mannschaften an dem Kontinentalturnier teil. Platinis Plan für 2020 sieht vor, die 24 Teams auf sechs Vierergruppen aufzuteilen. Die jeweils sechs Vorrundenpartien würden im Land des sogenannten Gruppenkopfes stattfinden.

Im Achtelfinale würden die sechs Gruppensieger weiter in dem Land spielen, in dem sie auch ihre Vorrundenpartien bestritten haben. Zwei weitere Länder kämen dazu, so dass die Achtelfinals in acht Städten ausgetragen werden. Die Viertelfinals würden an neutrale Standorte vergeben, beide Halbfinals und das Endspiel an ein Land. "Das könnte dann die Türkei sein. So kommt man auf 13 Länder. Das ist die theoretische Konstruktion", sagte Sandrock zuletzt der "Sport Bild".
Quelle

Zukunft der Fußball-Europameisterschaft - Platini baut sich seine EM
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