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    Erste erfolgreiche Mission für neuen indischen Raketenantrieb

    Indien fliegt unschlagbar günstig zum Mars
    Indien hat bereits eine Sonde zum Mond geschickt – an diesem Dienstag startet die Atommacht nun ihre erste Marsmission. Der Flug zum Roten Planeten soll weniger kosten als ein Passagierjet.

    Die aufstrebende Wirtschaftsmacht Indien greift zwar noch nicht nach den Sternen, aber immerhin zum Nachbarplaneten: Die Indische Weltraumforschungsorganisation (ISRO) will an diesem Dienstag erstmals eine unbemannte Sonde zum Mars schicken.

    Damit soll die Atommacht in den elitären Club der Länder mit Marsmissionen aufsteigen. Bislang schickten die USA, die damalige UdSSR und Europa Sonden zum Roten Planeten – Indiens asiatische Konkurrenten Japan und China scheiterten.

    Vor fünf Jahren machte der Subkontinent mit einer Budget-Mission zum Mond von sich reden, die trotz der geringen Kosten schon im ersten Versuch den Erdtrabanten erreichte. Auch der Flug zum Mars soll unschlagbar günstig werden: Mit umgerechnet 54 Millionen Euro kostet das komplette Projekt weniger als das günstigste Boeing-Passagierflugzeug.

    Wissenschaftliche Forschung ist sekundär

    "Das Hauptziel der Mission ist es, zu beweisen, dass wir die technologische Fähigkeit haben, den Mars zu erreichen", sagt ISRO-Sprecher D.P. Karnik. Die wissenschaftliche Forschung sei weniger zentral. Tatsächliche werde Indien wohl keine neuen Entdeckungen machen, meint Ajay Lele vom Institute for Defence Studies and Analysis in Neu Delhi.

    "Eine erfolgreiche Mission würde Indien aber einen immensen Statusgewinn verschaffen und Investitionen anziehen." Andere Länder würden dann vermehrt nach Indien blicken, wenn sie Satelliten und Instrumente in den Weltraum bringen wollen.

    Bislang läuft alles nach Plan. "Alle Systeme sind bereit", sagt Karnik. Nach dem Start um 14.36 Uhr (Ortszeit) vom Weltraumbahnhof Sriharikota im südindischen Andhra Pradesh soll "Mangalyaan" (Hindi für Mars-Reisender) nach etwa 300 Tagen die Marsumlaufbahn erreichen. Die Sonde trägt 25 Kilogramm an Instrumenten und Bildaufnahmegeräten, um die Atmosphäre und die Oberfläche des Himmelskörpers zu studieren. Eine Landung ist nicht geplant.



    Emily Lakdawall von der Planetarischen Gesellschaft in den USA rechnet mit guten Erfolgsaussichten – obwohl die meisten Marsmissionen in den vergangenen Jahrzehnten scheiterten, vor allem bei Erstversuchen der diversen Länder. Doch könne Indien zahlreiche erfolgreiche Satellitenstarts mit der Trägerrakete PSLV aufweisen, so Lakdawall. "Die PSVL ist unser Arbeitspferd", sagt ein ISRO-Sprecher.

    Das Trägersystem, der Orbiter und alle Instrumente an Bord wurden von Wissenschaftlern und Technikern der ISRO entwickelt – obwohl sie nur zwei Jahre dafür Zeit hatten. "Jeder Student und gemeine Mann sollte stolz sein, dass unser Land zu einer solch komplexen Mission fähig ist", sagte ISRO-Chef K. Radhakrishnan in einem Interview des "The Hindu".

    Einen Schönheitsfehler hat die Mission allerdings: Eigentlich sollte die neue PSLV-Rakete für schwere Nutzlasten den Marsorbiter in die Luft bringen. Doch alle Starts mit dem Kühltechnik-Antrieb schlugen bislang fehl.

    Geld gut angelegt

    Außerdem fragen Kritiker, ob ein Land, in dem ein Drittel der weltweit Armen leben, unbedingt eine Sonde zum Mars senden muss. Lakdawalla antwortet darauf, das Geld sei sehr gut angelegt. Studien zeigten, dass jeder Dollar, der für die frühen Apollo-Missionen ausgegeben wurde, Technologien im Wert von zehn Dollar schaffte.

    Und US-Analystin Lele verweist auf den Zyklon "Phailin", der im vergangenen Monat Indien traf: Nur anhand der genauen Daten der Wettersatelliten habe der Wirbelsturm erkannt, sein Zug berechnet und rechtzeitig alle Küstenbewohner evakuiert werden können.

    Außerdem seien 54 Millionen Euro im internationalen Vergleich nicht viel. "Einmal sagte mir ein Spezialist unserer Weltraumbehörde Nasa, dass die Miete für unsere Büros teurer sein dürften als Indiens ganzes Weltraumprogramm."
    Quelle





    Raumfahrt: China will noch 2013 Flagge auf dem Mond hissen
    Geändert von salviner01 (23.11.14 um 20:50 Uhr)
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    Erste erfolgreiche Mission für neuen indischen Raketenantrieb

    Eine Trägerrakete mit einem von Indien entwickelten neuen Antrieb hat nach zahlreichen Rückschlägen erstmals eine erfolgreiche Mission absolviert.

    Die Rakete für schwere Nutzlasten GSLV D5 (Geosynchronous Satellite Launch Vehicle) hob am Sonntag vom Weltraumbahnhof auf der südindischen Insel Sriharikota ab. Nach 17-minütigem Flug setzte sie einen Kommunikationssatelliten aus. Der Erfolg gilt als bedeutender Fortschritt für das Raumfahrtprogramm des Landes.

    Das Schwellenland arbeitet schon seit zwei Jahrzehnten an dem Antrieb mit Flüssiggas, das auf sehr tiefen Temperaturen gehalten werden muss. Die Kosten des Programms werden auf umgerechnet mehr als 40 Millionen Euro geschätzt. «Ich bin extrem glücklich und stolz, sagen zu können: Das ISRO-Team hat es geschafft», sagte K. Radhakrishnan, Chef der Indischen Raumforschungsorganisation ISRO, am Weltraumbahnhof unter Applaus. Premierminister Manmohan Singh gratulierte und sprach von «einem weiteren wichtigen Schritt» des Landes im Bereich Wissenschaft und Technik.

    Indien hat ein ambitioniertes Weltraumprogramm und erst im November erfolgreich eine Marssonde auf den Weg gebracht. Dafür sollte eigentlich der neue Raketentyp verwendet werden - von dem Plan nahmen die Forscher aber Abstand, nachdem diese Raketen alle abstürzten oder gar nicht erst abhoben.

    Die USA hatten 1992 Russland daran gehindert, die Kühltechnologie an Indien weiterzugeben. Sie befürchteten, Delhi würde sie zum Antrieb von Waffen verwenden. Daraufhin begannen indische Forscher, die Technik selbst zu entwickeln. Mit Hilfe der neuen Rakete soll laut Medienberichten im Jahr 2016 Indiens zweite Mondmission Chandrayaan-2 gelingen. Auch kann dieses Raketentyp schwerere Satelliten ins All bringen - ein lukrativer Markt. Mit anderen Raketen bringt Indien immer wieder kleinere Satelliten ins All.
    Quelle
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