Ergebnis 1 bis 5 von 5
  1. #1
    Awards:
    Posting Award
    Avatar von delle59




    Registriert seit
    Apr 2012
    Ort
    NRW
    Beiträge
    6.112
    Points
    6.789
    Level
    54
    Level completed: 20%, Points required for next Level: 161
    Overall activity: 52,0%
    Achievements:
    SocialRecommendation Second Class7 days registered5000 Experience PointsOverdrive

    Japan und seine Raumfahrtmission

    Die heimliche Weltraum-Macht
    Japan schickt seine erste „Robokete“ ins All

    Dank künstlicher Intelligenz kann die erste Roboterrakete per Laptop gelauncht werden und fliegt auf Sparkurs. Mit dem Start der „Epsilon“ unterstreicht Japan seine Ambitionen in der kommerziellen Raumfahrt.


    Japans Weltraumbehörde Jaxa ist am Sonnabend ein technisches Husarenstück geglückt: Vom südjapanischen Raumfahrtzentrum Uchinoura hob die „Epsilon“ ab, die erste Rakete, die sich dank eingebauter künstlicher Intelligenz vor dem Start selbst durchcheckt. „Ich nenne sie Robokete“, sagte Jaxas Projektleiter Yasuhiro Morita Handelsblatt Online vor dem Start. Nun transportierte sie erfolgreich einen kleinen Satelliten ins All.

    Der Jaxa ist damit etwas geglückt, dass Morita unbescheiden als „Revolution der Starttechnik“ bezeichnet. Der Mensch am Boden wird wegrationalisiert. Statt wie seit Mondflugs Zeiten müssen nicht mehr Heerscharen wochenlang ihre anfälligen Flugkörper überprüfen. Algorithmen machen das allein.

    Das Resultat: Statt in sechs Wochen kann nun eine handvoll Ingenieure die Rakete in sieben Tagen startklar machen. Und statt eines teuren Lagezentrums reichen zwei Notebooks für den Abschuss der Festbrennstoffrakete. „Einer würde im Prinzip reichen“, meint Morita, „aber sicherheitshalber haben wir zwei als Back-up dabei."

    Mit dem gelungenen Start unterstreicht Japan seine Ambitionen in der kommerziellen Satellitenindustrie. Die Epsilon soll die Kosten für Raketenstarts soweit drücken, dass auch ärmere Kunden ihre eigenen Trabanten ins All schicken können.

    Das Ziel ist ambitioniert. Falls Jaxas Entwicklungspartner, der Schiffs- und Anlagenbauer IHI, wie geplant 2017 mit der Serienfertigung beginnen kann, soll die Rakete kleine Satelliten mit bis zu 1,2 Tonnen Gewicht für unter drei Milliarden Yen (22 Millionen Euro) in eine niedrige Erdumlaufbahn befördern.



    Zum Vergleich: Der Start ihrer Vorgängerin M-5 kostete fast das doppelte, der einer mit 53 Meter mehr als doppelt so langen Flüssigbrennstoffrakete H2A der Jaxa noch das 30-fache. Aber deren Nachfolger soll auch mit künstlicher Intelligenz auf Sparkurs gebracht werden, kündigt Morita an.

    Kritiker warnen allerdings, dass der Wunsch Science-Fiction bleiben könnte. Nicht nur hat die Epsilon eine der niedrigsten Zuladungen auf dem Weltmarkt. Zudem gibt es die Nische, auf die sie zielt, bisher nicht. Kleine Satelliten reisen Huckepack mit großen mit. Und wenn die Epsilon einen Markt schaffen sollte, muss sie sich gegen starke Konkurrenz aus Russland, den USA, Europa und neuerdings auch Indien und China behaupten.

    Eines ist allerdings klar: Die Jaxa beweist mal wieder, dass sie zu Unrecht im Schatten von Chinas Weltraumprojekten steht. „Das japanische Weltraumprogramm ist ein herausragender Erfolg, wenn man auf die Technologie und die Kosten schaut“, meint der Weltraumfachmann Paul Kallendar-Umezo in Tokio.

    Die Japaner sind bei der internationalen Raumfahrtstation dabei. Aber sie haben darauf verzichtet, medienwirksam allein Menschen ins All zu schießen. Stattdessen hat die Jaxa mit ihrem kleinen Budget die großen technischen Durchbrüche der vergangenen Jahre finanziert.

    Hayabusa, der längste Flug eines Raumschiffes mit Zwischenlandung auf einem Asteroiden und Wiederkehr, testete erfolgreich Ionen-Raketenantriebe. Im Jahr 2007 folgte Kaguya, die größte Mondmission seit den Apollo-Flügen der Nasa. Und die solare Segelyacht Ikaros kreuzte mit Sonnensegeln angetrieben vom Sonnenlicht zur Venus - und wurde für den ersten interplanetaren Segeltörn 2012 ins Guiness-Buch aufgenommen.

    Quelle
    Geändert von salviner01 (25.11.14 um 23:58 Uhr)
    Ich bin fest davon überzeugt, daß es für den Tonfilm einen Markt gibt.
    Thomas Alva Edison (1847 - 1931)
    [Regeln] News-Bereich


  2. #2
    Awards:
    Posting Award
    Avatar von delle59




    Registriert seit
    Apr 2012
    Ort
    NRW
    Beiträge
    6.112
    Points
    6.789
    Level
    54
    Level completed: 20%, Points required for next Level: 161
    Overall activity: 52,0%
    Achievements:
    SocialRecommendation Second Class7 days registered5000 Experience PointsOverdrive

    AW: Japan und seine Raumfahrtmission

    Hayabusa 2 startet in wenigen Tagen

    Asteroid (162173) 1999 JU3 aufgepasst: Hayabusa 2 und der deutsche Roboter Mascot sind bereit für die Reise. Allerdings könnte das Wetter einen Start dieser Tage verhindern.

    Der Countdown läuft für die japanische Sonde Hayabusa 2: Sie soll voraussichtlich Anfang kommender Woche ihre Reise zum Asteroiden (162173) 1999 JU3 antreten.



    Die Sonde soll vom Startplatz Tanegashima Space Center auf der gleichnamigen Insel im Süden des Landes aus starten. Wegen des Wetters ist der Starttermin allerdings ungewiss: Über Tanegashima liegt eine Wolkendecke mit einer Kälteschicht. Darin können Blitze auftreten. Sollte ein Blitz die H-2A-Trägerrakete treffen, könnte das die Bordelektronik beschädigen.

    Wolkendecke verzögert Start

    Am 28. November hat die japanische Raumfahrtagentur Japan Aerospace Exploration Agency (Jaxa) den Starttermin deshalb verschoben. Geplant war, dass Hayabusa 2 bereits am 30. November losfliegt. Frühester neuer Termin ist der 1. Dezember 2014. Derzeit stehen Erde und Asteroid in einer günstigen Konstellation zueinander. Sollte das Wetter einen Start dieser Tage verhindern, gibt es Startfenster im Juni und im Dezember kommenden Jahres.

    Ziel von Hayabusa 2 ist (162173) 1999 JU3. Die Sonde soll den Asteroiden 2018 erreichen. Sie wird darauf landen und Proben sammeln. Dafür wird sie ein Geschoss, einen sogenannten Impaktor, abfeuern, der die Oberfläche aufreißt und darunterliegendes Material freilegt. Die Sonde wird die Proben einsammeln und anschließend zur Erde zurückbringen. Sie soll im Dezember 2020 wieder zurück sein.

    Deutscher Roboter fliegt mit...

    An der Mission ist auch das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) beteiligt: Das DLR hat den Mobile Asteroid Surface Scout, kurz: Mascot, entwickelt. Das ist ein 30 x 28 x 20 cm großer und rund 9 kg schwerer Roboter, den Hayabusa 2 auf dem Asteroiden absetzen soll.

    Mascot ist mit vier wissenschaftlichen Instrumenten ausgestattet: Er hat eine Weitwinkelkamera, um von der Oberflächenstruktur aufzunehmen. Mit einem Radiometer wird er die Temperatur messen, mit einem Magnetometer die Magnetisierung des Gesteins. Mit einem Spektrometer wird er das Gestein, aus dem der Asteroid besteht, bestimmen.

    ... und hoppelt über den Asteroiden

    Mascot soll an mehreren Stellen Proben nehmen. Er muss deshalb zwei Mal den Standort auf dem etwa einen Kilometer großen Asteroiden wechseln. Das wird er in einer Art Hoppelbewegung machen, die ein Exzenter erzeugt.

    Der Asteroid (162173) 1999 JU3 umkreist die Sonne zwischen Erde und Mars. Das bedeutet, er kommt auch der Erde nahe. Er ist einer der Apollo-Asteroiden, zu denen auch der Meteorit gehörte, der Anfang 2013 über der russischen Stadt Tscheljabinsk niederging.

    Forscher hoffen auf organisches Material

    Der Asteroid ist mutmaßlich so alt wie das Sonnensystem, also etwa 4,5 Milliarden Jahre, und hat sich seither wahrscheinlich kaum verändert. Die Forscher hoffen, darauf organisches Material zu finden.
    Hayabusa-2 ist bereits die zweite Sonde, die die Jaxa zu einem Asteroiden schickt: Die erste Hayabusa flog 2003 zum Asteroiden (25143) Itokawa. Sie sammelte dort Proben und brachte sie 2010 zur Erde zurück.
    golem.de
    Ich bin fest davon überzeugt, daß es für den Tonfilm einen Markt gibt.
    Thomas Alva Edison (1847 - 1931)
    [Regeln] News-Bereich


  3. Bedankos salviner01 bedankte(n) sich für diesen Post
  4. #3
    Avatar von eyes

    Registriert seit
    Jan 2014
    Beiträge
    7

    AW: Japan und seine Raumfahrtmission

    ...hoffentlich ham se dieses mal ne volle Batterie dabei.
    Nicht wie bei der Pleite auf dem Kometen.

  5. #4
    Awards:
    Posting Award
    Avatar von delle59




    Registriert seit
    Apr 2012
    Ort
    NRW
    Beiträge
    6.112
    Points
    6.789
    Level
    54
    Level completed: 20%, Points required for next Level: 161
    Overall activity: 52,0%
    Achievements:
    SocialRecommendation Second Class7 days registered5000 Experience PointsOverdrive

    AW: Japan und seine Raumfahrtmission

    Des war keine Pleite eyes, du hast wieder nicht aufgepasst. Die Batterie war für 2 Tage ausgelegt die sie ja auch gehalten hat, nur ... der Lander stand schräg und hat somit zu wenig Sonne bekommen um sie wieder mit Strom zu füllen, mehr war nicht.


    Sonde mit deutschem Landegerät nimmt Kurs auf Asteroiden

    Tanegashima - Drei Wochen nach der spektakulären Landung des Mini-Labors «Philae» auf einem Kometen nimmt erneut ein deutsches Gerät Kurs auf einen fernen Himmelskörper.

    Der Asteroidenlander «Mascot» des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) hob am Morgen an Bord der japanischen Sonde «Hayabusa2» von der südjapanischen Insel Tanegashima ab. Ziel ist der rund 300 Millionen Kilometer von der Erde entfernte Asteroid «1999 JU3», den die Sonde in rund vier Jahren erreichen soll. Die Forscher wollen mit der Mission den Ursprüngen unseres Sonnensystems auf die Spur kommen.

    Asteroiden sind Gesteinsbrocken, die um die Sonne kreisen. Sie gelten als Überreste aus der Frühzeit unseres Sonnensystems. Nach der für Sommer 2018 geplanten Ankunft der japanischen Sonde wird sie den Asteroiden zunächst kartieren. Danach nähert sie sich ihm, um im dichten Überflug Materialproben von seiner Oberfläche einzusaugen und im Jahr 2020 zur Erde zu bringen. Der deutsche Lander «Mascot» (Mobile Asteroid Surface Scout) wird dagegen aus einer Höhe von 100 Metern im freien Fall auf den Asteroiden herabsinken und dort bleiben. Überwacht und betrieben wird das nur schuhkartongroße und zehn Kilogramm schwere Gerät mit seinen vier Instrumenten vom «Mascot Control Center» des DLR in Köln.



    «Die größten Herausforderungen werden die Trennung von der Muttersonde und die anschließende Landung sein», erklärte DLR-Projektleiterin Tra-Mi Ho. Der Asteroid hat einen Durchmesser von lediglich einem Kilometer. Welche genaue Anziehungskraft er habe, wisse man nicht. Er ist besonders kohlenstoffhaltig und gehört damit zu einer häufig vorkommenden Klasse von erdnahen Asteroiden. Teleskopmessungen von der Erde aus ließen vermuten, dass er eventuell Wasser enthalte, so die Wissenschaftler. Es bestehe die Möglichkeit, dass Asteroiden einst mit Einschlägen auf der Erde auch Wasser zu unserem Planeten gebracht haben könnten.

    Dank seiner Sensoren wird sich «Mascot» auf dem Asteroiden orientieren. Mit Hilfe eines eingebauten Schwungarms kann er bis zu 70 Meter weit hüpfen und so erstmals an verschiedenen Orten auf einem Asteroiden Messungen vornehmen. Die eingebauten vier Instrumente sollen unter anderem die mineralogische und geologische Zusammensetzung der Asteroidenoberfläche samt ihrer Temperatur untersuchen sowie das Magnetfeld ermitteln. Wenn alles glatt verläuft, werden die Forscher insgesamt bis zu 16 Stunden lang Daten erhalten, die sie so bisher noch nie ermitteln konnten. Zugleich wird «Mascot» als Späher auskundschaften, wo die japanische Sonde Material einsammeln soll.

    «Sonde und Lander werden unser Wissen über Asteroiden auf jeden Fall vervielfachen», sagte Projektleiterin Ho. Ist die von der französischen Raumfahrtagentur CNES beigesteuerte Batterie des Landers dann erschöpft, dann ist die Mission des deutschen Geräts beendet. Die japanische Muttersonde dagegen wird zurück zur Erde fliegen und soll dort Ende 2020 über einer Wüste in Australien eine Kapsel mit den eingesammelten Proben des Asteroiden abwerfen. Bereits 2010 hatte die japanische Raumsonde «Hayabusa», Vorgänger der «Hayabusa2», erstmals Bodenproben eines Asteroiden zur Erde gebracht.
    welt.de
    Ich bin fest davon überzeugt, daß es für den Tonfilm einen Markt gibt.
    Thomas Alva Edison (1847 - 1931)
    [Regeln] News-Bereich


  6. Bedankos salviner01, black sheep bedankte(n) sich für diesen Post
  7. #5
    Awards:
    Posting Award
    Avatar von delle59




    Registriert seit
    Apr 2012
    Ort
    NRW
    Beiträge
    6.112
    Points
    6.789
    Level
    54
    Level completed: 20%, Points required for next Level: 161
    Overall activity: 52,0%
    Achievements:
    SocialRecommendation Second Class7 days registered5000 Experience PointsOverdrive

    AW: Japan und seine Raumfahrtmission

    Japan schickt erstmals kommerziellen Satelliten ins All

    Tanegashima - Japan bringt erstmal einen kommerziellen Satelliten ins All. Eine Trägerrakete vom Typ H-2A hob vom Weltraumbahnhof Tanegashima im Südwesten des Landes ab, wie japanische Medien berichteten.

    Japan bringt erstmal einen kommerziellen Satelliten ins All. Eine Trägerrakete vom Typ H-2A hob vom Weltraumbahnhof Tanegashima im Südwesten des Landes ab, wie japanische Medien berichteten.



    Bei dem Satelliten handelt es sich um einen kanadischen Kommunikationssatelliten namens «Telstar 12 Vantage», der für Übertragungen nach Europa, Afrika und Südamerika sorgen soll.

    Durch Verbesserungen an der Trägerrakete wurde die Distanz, die ein Satellit aus eigenem Antrieb bis zur vorgesehenen Umlaufbahn benötigt, verkürzt. Dadurch werde die Betriebsdauer verlängert, wie die Nachrichtenagentur Kyodo berichtete. Der japanische Konzern Mitsubishi Heavy Industries, der die H-2A-Raketen baut und betreibt, hofft, dadurch mehr Aufträge für Satellitenstarts zu erhalten.

    Seit dem ersten Start dieses Raketentyps im Jahr 2001 wurden bislang nur Satelliten im Regierungsauftrag ins Weltall befördert. So hatte die Regierung in Tokio den Bau von Spionagesatelliten beschlossen, nachdem das kommunistische Nordkorea im Jahr 1998 eine ballistische Rakete abgefeuert hatte, von der Teile über Japan geflogen waren.
    stern.de
    Ich bin fest davon überzeugt, daß es für den Tonfilm einen Markt gibt.
    Thomas Alva Edison (1847 - 1931)
    [Regeln] News-Bereich


  8. Bedankos Struppi bedankte(n) sich für diesen Post

Ähnliche Themen

  1. Antworten: 41
    Letzter Beitrag: 30.08.16, 09:14
  2. Antworten: 36
    Letzter Beitrag: 12.07.16, 12:03
  3. Japan - Walfang für die Wissenschaft
    Von delle59 im Forum Umwelt und Gesellschaft
    Antworten: 3
    Letzter Beitrag: 30.11.15, 13:23
  4. Gratis Xbox für erste Nutzer
    Von Kalle1909 im Forum Konsolen
    Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 14.11.12, 14:21
  5. Daemon Tools: Tool spioniert seine User aus
    Von Los_Fastidios im Forum Software
    Antworten: 1
    Letzter Beitrag: 15.08.12, 13:51

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •