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    Wettrüsten in Asien: Indien feiert ersten Flugzeugträger Marke Eigenbau

    Indien feiert ersten Flugzeugträger Marke Eigenbau

    Das Schiff ist der ganze Stolz der indischen Marine: Die "Vikrant" ist der erste Flugzeugträger, den das Land komplett in Eigenregie gebaut hat. Der formale Stapellauf ist ein Signal im Wettrüsten mit dem Nachbarn China - auch wenn Pannen den Bau überschatteten.

    Neu-Delhi - Der Bug war mit bunten Fähnchen geschmückt, die Ehefrau des Verteidigungsministers durfte im schicken Kostümchen den entscheidenden Schalter umlegen: Die indische Marine gab sich am Montag alle Mühe, den Stapellauf der INS "Vikrant" gebührend zu feiern. Tatsächlich bedeutet die Einweihung des Schiffs einen bedeutenden Schritt für die Streitkräfte des Landes. Indien besitzt nun den ersten selbstgebauten Flugzeugträger seiner Geschichte.

    Damit steigen die Inder in einen exklusiven Club auf: In der Nachkriegszeit ist es bisher nur den USA, Großbritannien, Frankreich und Russland gelungen, die eigene Marine mit einem solchen Schiff auszustatten. Vor kurzem stellte auch Japan ein gigantisches Kriegsschiff in Dienst. Ob auf der "Izumo" auch Jets landen können, ist noch unklar.

    Von einem "bemerkenswerten Meilenstein" sprach dann auch Verteidigungsminister Arackaparambil Anthony während der Zeremonie auf der Werft im westindischen Kochi. Es handele sich zwar nur um einen "ersten Schritt, aber um einen wichtigen Schritt". Vizeadmiral Robin Dhowan nannte den Stapellauf die "Krönung" des Marineprogramms.

    Die Eckdaten des grauen Giganten: 260 Meter lang, 60 Meter breit, bis zu 28 Knoten schnell und mindestens zwei Milliarden US-Dollar teuer. Die genauen Kosten sind noch nicht offiziell.

    Für die indische Marine soll die "Vikrant" vor allem Flaggschiff werden - und ein Signal an den Nachbarn im Nordosten senden. "Das Schiff wird im Indischen Ozean eingesetzt, wo sich die wirtschaftlichen Interessen der Welt ballen. Beim Ausbau seiner Schlagkraft hat Neu Delhi eindeutig auch China im Blick", sagte der indische Verteidigungsexperte Rahul Bedi der "Times of India".

    Schon lange läuft der Wettstreit der aufstrebenden Wirtschaftsmächte China und Indien auch auf dem Militärsektor. Pekings Streitkräfte gelten als weiterentwickelt, das Regime pumpt gewaltige Summen in seine Armee - einen Flugzeugträger aus Eigenproduktion hat China jedoch nicht in seinem Arsenal.

    Weg vom "Altmetall" - hin zum Eigenbau

    Bisher beschränkten sich beide Länder darauf, ältere Schiffe aus Sowjet-Herstellung "aufzufahren". Chinas "Liaoning", 300 Meter lang, wird bereits getestet - stammt aber aus ukrainischem Besitz. Für Indien kreuzt die INS "Viraat" durch die Weltmeere. Das 1953 von der britischen Marine gebaute Schiff, seit 1987 unter indischer Flagge, soll mittelfristig durch die "Vikrant" abgelöst werden. Noch in diesem Jahr soll die INS "Vikramaditya" hinzukommen, auch dieser Flugzeugträger stammt aus russischen Beständen.

    Mit der neuen "Vikrant" macht sich Indien weniger abhängig vom wichtigsten Waffenlieferanten Russland, auch wenn Teile der Ausrüstung, Bewaffnung und auch der Flugzeuge weiterhin importiert werden müssen. Unter anderem sollen MiG-Jets vom Deck der "Vikrant" starten.

    Bis das neue Schiff in See stechen kann, wird allerdings noch einige Zeit vergehen. Frühestens 2018, so der bisherige Plan, läuft das Schiff zu seiner ersten Mission aus. Allerdings scheint auch dieser Termin nicht unumstößlich. Immer wieder gab es zuletzt Verzögerungen beim Bau des schwimmenden Giganten.

    Unfälle, Pannen und Verzögerungen

    Auch wenn der Stapellauf am Montag mit allerlei Pomp gefeiert wurde: Eigentlich kommt er zwei Jahre später, als ursprünglich geplant. Massive Probleme hatten den Zeitplan durcheinander gewirbelt. Beim Spezialstahl aus Russland gab es Lieferverzögerungen. Dann wurden die beiden Getriebeeinheiten (jeweils 90 Tonnen schwer) nicht rechtzeitig fertig. Schließlich verunglückte auch noch einer der Lastwagen, die die Dieselgeneratoren des Schiffs transportierten. Ein Generator musste nach dem Crash aufwendig repariert werden.

    Nach dem formalen Stapellauf am Montag bleibt das Schiff im Dock, als Nächstes sollen die Deckaufbauten montiert werden. Erste Tests auf See stehen erst 2016 auf dem Programm.

    Quelle



    Geändert von salviner01 (27.11.14 um 14:00 Uhr)
    Ich bin fest davon überzeugt, daß es für den Tonfilm einen Markt gibt.
    Thomas Alva Edison (1847 - 1931)
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