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    Russen haben Raketentechnologie nicht mehr im Griff

    Russen haben Raketentechnologie nicht mehr im Griff
    Der Absturz der russischen Lastenrakete ist der vierte Fehlschlag seit 2010. Er zeigt, dass Russlands Raumfahrt ein Qualitätsproblem hat. Auftraggeber aus Europa sorgen sich um ihre teuren Satelliten.


    Eine Proton-Rakete explodiert kurz nach dem Start. Sie ist der Hauptkonkurrent für
    Europas Lastenrakete Ariane . Foto: AFP
    Der Flug dauerte noch nicht einmal eine Minute. In einem riesigen Feuerball und explodierenden Trümmerteilen endete jetzt der Start einer unbemannten russischen Proton-Rakete von Weltraumbahnhof in Baikonur in Kasachstan. An der Spitze von Russlands Schwerlastrakete befanden sich drei Satelliten für das russische Navigationsnetz Glonass, dem Gegenstück zum amerikanischen Navigationsnetz GPS.

    Nach ersten Angaben von russischen Nachrichtenagenturen gab es bei dem spektakulären Fehlstart und dem Aufschlag der Trümmerteile relativ dicht neben dem Startplatz trotzdem keine Verletzten am Boden. Wegen giftiger Treibstoffgase kam es aber zu Evakuierungen.

    Verheerende Pannenserie
    Es ist der vierte Fehlschlag einer Proton-Mission seit Dezember 2010. Damals kam es zu einer falschen Betankung der Oberstufe und es gingen ebenso wie beim jüngsten Rückschlag drei Glonass-Navigations-Satelliten verloren. Danach gab es zwei Fehlschläge, weil die Oberstufe der Rakete im All versagte oder der Kontakt abriss.

    Bei der neuesten Panne traten schon unmittelbar nach dem Abheben der gut 50 Meter hohen Rakete erste Probleme auf. Offensichtlich versagten Triebwerke oder die Steuerung. Branchenkenner schätzen den finanziellen Schaden auf rund 200 Millionen Dollar. Die militärischen Glonass-Satelliten sind nicht versichert.


    Ariane-Rakete seit 55 Starts unfallfrei
    Gravierender als der finanzielle Schaden ist die wachsende Unzuverlässigkeit der russischen Raumfahrt. Neben der Proton-Rakete versagte in jüngster Zeit auch die sonst sehr verlässige Sojus-Rakete. Experten sprechen von mangelndem Qualitätsmanagement.

    Die Proton ist noch immer der eigentliche Hauptkonkurrent für Europas Lastenrakete Ariane. So sind die großen Betreiber von Telekommunikationssatelliten, wie Intelsat, Eutelsat oder SES froh, dass es Konkurrenz bei den Transportanbietern in den Weltraum gibt. Konkurrenz belebt das Geschäft und drückt die Preise.

    Der Proton-Absturz ist eine Verkaufshilfe für Europas Lastenrakete Ariane, die jüngst ihren 55. reibungslosen Start in Folge feierte. Auch der neue und stark wachsende private US-Raketenbetreiber SpaceX könnte von dem Russen-Malheur profitieren.

    Astra-Satellit muss nun warten
    Der Absturz hat voraussichtlich unmittelbare Folgen für den Aufbau des Astra-Satellitennetzes des Betreiber SES. Am 21. Juli sollte der kommerzielle Telekommunikationssatellit Astra 2E mit einer Proton starten. "Nach aller Erfahrung wird es nach den Proton-Fehlstart jetzt zu einer Verzögerung kommen", sagte ein SES-Sprecher der "Welt".

    Ein SES-Technikerteam sei bereits in Baikonur zur Startvorbereitung und habe den Proton-Fehlstart von einer Beobachterplattform mitverfolgt. Wegen giftiger Gase nach dem Absturz sei das Team evakuiert worden. Der Astra-Satellit sei unbeschädigt geblieben. Ein SES-Sprecher sagte: "Rückschläge wird es in der Raumfahrt immer wieder geben, aber die Pannenserie der Russen bereitet Sorgen."
    Quelle

    Russische Trägerrakete explodiert kurz nach Start
    Wie China die neue Supermacht im All wird
    Geändert von delle59 (23.12.14 um 15:16 Uhr)
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    Proton-M-Rakete von Baikonur gestartet
    Knapp drei Monate nach einer schweren Panne hat Russland den Betrieb von Proton- M- Trägerraketen wieder aufgenommen. Am Montag hob eine Rakete mit einem sechs Tonnen schweren Kommunikationssatelliten vom Weltraumbahnhof Baikonur Richtung All ab.

    Der Satellit "Astra 2E" soll im Orbit 15 Jahre lang helfen, die Fernseh- und Internetverbindungen in Europa und Afrika zu verbessern, teilte die russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos mit.

    Es war der erste Start einer Proton- M seit einem Unfall Anfang Juli dieses Jahres. Damals war kurz nach dem Abheben eine Rakete samt drei Satelliten explodiert. Roskosmos hatte daraufhin alle Starts dieses Typs ausgesetzt.
    Quelle
    Geändert von delle59 (23.12.14 um 15:17 Uhr)
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    Schwere Raumfahrt-Panne für Russland

    Eine Proton-Rakete wie diese sollte Express AM4P ins All bringen. Doch
    über China war die Reise in den Weltraum vorbei. (Foto: DPA)
    Das russische Raumfahrtprogramm hat einen weiteren Rückschlag erlitten. Kurz nach dem Start in Baikonur ist eine Rakete samt Satellit verglüht. Der finanzielle Schaden ist riesig.

    Wenige Tage vor dem Flug des Deutschen Alexander Gerst ins All hat sich am kasachischen Weltraumbahnhof Baikonur ein verlustreicher Fehlstart ereignet. Eine russische Proton-Rakete mit einem Satelliten an Bord sei kurz nach dem Start über China verglüht, wie der Chef der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos, Oleg Ostapenko, der Agentur Itar-Tass mitteilte. Am 28. Mai startet Gerst von Baikonur aus zur Internationalen Raumstation ISS, allerdings mit einer Sojus-Rakete und nicht mit einer Proton.

    Die Proton sollte den sechs Tonnen schweren Satelliten "Express-AM4P" aus der Produktion der Airbus-Tochter Astrium ins All bringen. Ein Triebwerk der Trägerrakete habe in 161 Kilometer Höhe aus noch ungeklärten Gründen ausgesetzt, sagte Ostapenko. Daraufhin habe die Rakete an Höhe verloren und sei verglüht. Die Mission hatte nach russischen Angaben insgesamt 150 Millionen Euro gekostet.

    Russland hatte zuletzt angekündigt, die Zusammenarbeit mit westlichen Staaten an der ISS 2020 zu beenden. Experten betonen aber, dass die Raumfahrtnation technisch auf Kooperation angewiesen sei. So forscht Roskosmos seit Jahren an einem Ersatz für die pannenanfällige Proton, die seit 1965 betrieben wird. Sie gilt als leistungsfähige und preiswerte Alternative zur europäischen Lastenrakete Ariane.
    Quelle


    Geändert von delle59 (23.12.14 um 15:18 Uhr)
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    AW: Russen haben Raketentechnologie nicht mehr im Griff



    Russland schickt neue Trägerrakete auf Testflug

    Mit einer Attrappe an Bord hat Russland seine neue Trägerrakete Angara-A5 zum Testflug ins All geschickt. Eines Tages sollen damit Satelliten in beliebige Weiten des Alls gejagt werden können.

    Zehn Jahre lang wurde daran getüftelt – nun hat Russland seine schwere Trägerrakete Angara-A5 zum Test aufsteigen lassen. Die Rakete startete um 6.57 Uhr (MEZ) vom Weltraumbahnhof Plessezk in Nordrussland. Sie ist für besonders schwere Lasten ausgelegt und kann Forschungs- und Militärsatelliten in beliebige Weiten des Weltalls transportieren. Bei seinem Jungfernflug hatte das Geschoss eine Satellitenattrappe an Bord.

    Kreml-Chef Wladimir Putin sprach von einem "großen, sehr wichtigen Ereignis" für Russland. "Damit stärken wir die Sicherheit unseres Landes", sagte Putin bei einer Videoübertragung des Starts. Ursprünglich war der Erststart für 2011 vorgesehen.

    Die nach einem Fluss in Sibirien benannte Rakete soll künftig andere Typen wie Proton und Rokot ablösen. Angara ist die erste Rakete, die nach dem Ende der Sowjetunion 1991 vollständig in Russland gebaut wird. Die Entwicklung kostete offiziellen Angaben zufolge mindestens 3,5 Milliarden Euro.

    Angara gilt auch als Hoffnungsträger und als Herzstück der ehrgeizigen Pläne der Raumfahrtnation, noch unabhängiger von anderen Staaten zu werden. Sie soll die veraltete russische Proton-Rakete ersetzen, die zuletzt zahlreiche Pannen hatte. Derzeit schießt die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos Satelliten meist mit Sojus-Trägerraketen vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan ins All.

    Die Angara soll die Atmosphäre nicht so stark belasten wie ihre Vorgänger. Sie könnte den Raumfahrtunternehmen Arianespace in Frankreich und SpaceX in den USA Konkurrenz machen. Allerdings dürfte das Branchenkennern zufolge weitere Jahre dauern. Für einen kommerziellen Erfolg müsse die Angara künftig vom neuen Raumfahrtzentrum im Osten aus starten, an dem Russland derzeit baut. Langfristig soll der neue Raketentyp auch in der bemannten Raumfahrt eingesetzt werden.

    Am 9. Juli war bereits eine leichtere Variante der Angara getestet worden. Deren erster Startversuch musste im Juni wegen technischer Schwierigkeiten abgebrochen werden.
    www.welt.de
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    AW: Russen haben Raketentechnologie nicht mehr im Griff

    Passend dazu:

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    Russischer Weltraumbahnhof droht zum Debakel zu werden



    Russlands neuer Weltraumbahnhof Wostotschny soll für technischen Aufbruch stehen. Doch Streiks und Schlamperei behindern die Bauarbeiten. Ein Raketenstart im Dezember wankt.

    Hungerlöhne oder gar kein Geld: Die Arbeiter auf der Großbaustelle von Russlands neuem Weltraumbahnhof Wostotschny haben Grund zum Klagen. „Das Gehalt ist gering und kommt selten pünktlich, außerdem sind die Bedingungen hart“, sagt einer der Männer in dem Ort rund 8000 Kilometer östlich von Moskau. Die Stimmung auf der wichtigsten Baustelle des Riesenreichs gelte seit langem als angespannt, aber so schlecht wie derzeit sei sie noch nie gewesen, meint die Zeitung „Moskowski Komsomolez“.

    Mit Hungerstreik zum Lohn

    Erst mit einem Hungerstreik konnten Arbeiter jetzt erzwingen, dass ihr seit Jahresbeginn ausstehendes Gehalt ausgezahlt wird - eine Nachricht, die nicht passt zu Russlands ehrgeizigen Plänen. Gut ein halbes Jahrhundert nach dem historischen Flug von Raumfahrtpionier Juri Gagarin 1961 soll das Kosmodrom am Amur-Fluss für einen technischen Aufbruch stehen - und auch die oft gehörten Zweifel an Russlands Fähigkeit zur Modernisierung zerstreuen. Von hier aus will die Raumfahrtgroßmacht erstmals einen Kosmonauten zum Mond schicken, Jahrzehnte später soll eine Marsmission folgen.

    Vorgesehen ist, dass Präsident Wladimir Putin im Dezember feierlich das Signal für den ersten Raketenstart in Wostotschny gibt. Danach will sich die stolze Raumfahrtnation Schritt für Schritt unabhängig machen vom berühmten Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan. Russland hat das dortige Areal nur gepachtet und zahlt der zentralasiatischen Ex-Sowjetrepublik jährlich 115 Millionen US-Dollar (rund 106 Millionen Euro). Mehr als ein Drittel aller Raumflüge weltweit hoben 2014 von Baikonur ab. Russland verdient seit Jahren viel Geld mit Satellitenstarts und Reisen zur Internationalen Raumstation ISS.

    Verschwundene Millionengelder

    In Wostotschny ist der Fortschritt knapp fünf Jahre nach Baubeginn unübersehbar. Stahlgerippe zahlreicher Rampen ragen in die Höhe, Straßen sind gebaut und Leitungen verlegt, wie Fotos zeigen. Die gesamte Infrastruktur muss erst geschaffen werden, viel Material wird von weit hertransportiert, und das Klima ist ungünstig. Es ist ein Jahrhundertprojekt. Aber auch Negativschlagzeilen reißen nicht ab.

    Der Rechnungshof beklagt, dass Staatsgelder in Millionenhöhe unauffindbar seien. Ein früherer Bauleiter sitzt wegen des Verdachts der Unterschlagung in Haft. Und um das Kosmodrom pünktlich fertigzustellen, würden Tausende Fachkräfte fehlen, meinen Experten. Direktor Igor Komarow von der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos räumte vor wenigen Tagen ein, dass ein Teil der Bauarbeiten wegen Schlamperei und Fehlplanung bis zu vier Monate im Verzug ist.

    Staatsspitze will Bau durchdrücken

    Vizeregierungschef Dmitri Rogosin reagierte prompt und ordnete eine Erhöhung der Arbeiterzahl von 5700 auf mehr als 7000 an. Zudem sollen Hunderte Studenten auf der Baustelle an der chinesischen Grenze Dienst tun - in der sowjetischen Tradition von Brigaden. Es gehe um „wertvolle Fachpraxis“, meint Leonid Stawizki vom Bauministerium. Die Wirtschaftskrise ist nicht unschuldig an den Problemen. Russlands Konjunktur ächzt unter dem niedrigen Ölpreis und den westlichen Sanktionen im Ukraine-Konflikt.
    Trotzdem versprüht die Staatsspitze Euphorie. Wostotschny erlaube die „völlige Unabhängigkeit der russischen Raumfahrt“, betont Putin. Er erinnert an die neue moderne Trägerrakete Angara, die Russland zum Marktführer machen soll.

    Und doch ist auch Nervosität spürbar. Regierungschef Dmitri Medwedew forderte seinen Stellvertreter Dmitri Rogosin jetzt auf, sich persönlich um die Probleme im Fernen Osten zu kümmern. Es gehe um ein Prestigeprojekt, das das Ansehen des Landes international aufwerte. Wostotschny sei schließlich nicht nur „das Tor zum Kosmos“, meint Medwedew - sondern auch „das Schaufenster für ein modernes Russland“.
    futurezone.at
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  7. Bedankos Mr.Maguu, Struppi, salviner01 bedankte(n) sich für diesen Post
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    AW: Russen haben Raketentechnologie nicht mehr im Griff


    Fehlgeleiteter russischer Raumfrachter reagiert nicht auf Funksignale

    Ein Frachter mit frischem Essen sollte eigentlich zur Raumstation ISS fliegen. Nun aber hat er Probleme: Auf Funksignale aus der Flugleitzentrale in Moskau reagierte er bislang nicht. Der Defekt könnte auch Folgen für den nächsten Astronauten-Flug haben.



    Ein außer Kontrolle geratener russischer Raumfrachter hat auf zahlreiche Funksignale der Flugleitzentrale bei Moskau nicht reagiert. Der Transporter mit rund 2,4 Tonnen Nachschub für die Internationale Raumstation ISS bewege sich weiterhin auf einer falschen Umlaufbahn, sagte ein Mitarbeiter der Raumfahrtbehörde Roskosmos am Mittwoch der Agentur Tass. Das Bodenpersonal werde erneut versuchen, Kontakt mit der Progress M-27M aufzunehmen. "Falls keine Kurskorrektur gelingt, droht Anfang Mai ein Absturz und das Verglühen des Raumschiffs in der Atmosphäre", sagte er.

    Ein namentlich nicht genannter Experte der Flugleitzentrale nannte die Panne "beunruhigend", da sie bei einer Sojus-Rakete aufgetreten sei, die auch für bemannte Flüge genutzt werde. Möglicherweise werde der für den 26. Mai geplante Start von drei Raumfahrern zur ISS verschoben, um den Fehlschlag erst genau zu analysieren, hieß es.

    Die Sojus hatte am Dienstag nach dem Start vom Weltraumbahnhof Baikonur die vorgesehene Umlaufbahn deutlich verfehlt. Hauptgrund war vermutlich ein Defekt an der dritten Stufe. Roskosmos zufolge hat die Raumstation vorerst noch genug Lebensmittel und technisches Material an Bord. Auf dem Außenposten der Menschheit rund 400 Kilometer über der Erde arbeiten derzeit sechs Besatzungsmitglieder.

    Quelle: heise.de

  9. Bedankos Struppi, eddy-dien8, Mr.Maguu bedankte(n) sich für diesen Post
  10. #7
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    AW: Russen haben Raketentechnologie nicht mehr im Griff

    ok....
    Wenn jetzt der Nachschub auch nicht mehr hoch kommt und die Ablöse wackelt, dann heißts für diejenigen, da oben: Gürtel enger schnallen - Fastenzeit. Auf der Erde kein Problem, aber dort oben, wo der Appetit eh schon reduziert ist....

    LG,

    Struppi
    Errare humanum est, sed in errare perseverare diabolicum.
    &
    Nehmt mich nicht zu ernst, lacht lieber mit mir - es sei denn, ich höre mich verärgert an

  11. Bedankos Cirurgicus, eddy-dien8, Mr.Maguu bedankte(n) sich für diesen Post
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    AW: Russen haben Raketentechnologie nicht mehr im Griff


    Progress aufgegeben: Raumfahrtpanne trifft Russland ins Mark

    In Moskau herrscht Aufregung nach dem Verlust eines Raumfrachters. Die Mission sollte auch ein emotionaler Höhepunkt der russischen Siegesfeiern zum 9. Mai werden. Gerät der neue Raumfahrtchef schon nach wenigen Wochen im Amt unter Druck?


    Was als Routinemission geplant war, ist für Russland zu einer peinlichen Millionenpanne geworden. Der unbemannte Frachter Progress M-27M kreist seit seinem Start auf einer falschen Umlaufbahn um die Erde, statt Nachschub zur Internationalen Raumstation ISS zu bringen. Alle Rettungsversuche der Flugleitzentrale bei Moskau bleiben vergeblich. Nun räumt die Raumfahrtbehörde Roskosmos ein: Der Absturz des tonnenschweren Transporters ist unausweichlich.
    Gefahr für Menschen wird ausgeschlossen

    "Ein Andocken der Progress an der ISS ist nicht mehr möglich, jetzt betrachten wir nur noch verschiedene Varianten des Absturzes", meint Roskosmos-Chef Igor Komarow. Volker Schmid vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Bonn schließt aber eine Gefahr für Menschen auf der Erde aus. "Beim Wiedereintritt wird das Raumschiff nach bisherigen Erfahrungen verglühen. Im Gegensatz zu bemannten Sojus-Kapseln ist die Progress nicht für die Rückkehr zur Erde vorgesehen und somit nicht mit einem Hitzeschutz ausgestattet", sagt Schmid der dpa.




    Aufzeichnung der trudelnden Progress


    Insgesamt mehr als 140 solcher Versorgungsschiffe hat die stolze Raumfahrtnation Russland in den vergangenen Jahren ins All geschickt. Fehlschläge sind selten. Diesmal sorgt die Panne aber für besonderes Stirnrunzeln in Moskau. Denn sie betrifft eine Sojus-Trägerrakete, die auch für bemannte Flüge genutzt wird. Der für den 26. Mai geplante Start von drei Raumfahrern zur ISS ist nun erst einmal unklar – Roskosmos will zunächst den Fehlschlag analysieren, um ein zusätzliches Risiko auszuschließen.

    Gescheiterter Triumphflug

    Der Unfall ist aus einem weiteren Grund doppelt schmerzhaft. Er kommt kurz vor dem 9. Mai, dem 70. Jahrestag des Triumphs über Hitlerdeutschland, dem wichtigsten Festtag des Jahres. Bunt beklebt mit Symbolen des historischen Sieges hatte die Sojus am Dienstag vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan abgehoben, an Bord auch Festtagsessen für die drei Kosmonauten. Und nun eine solche Panne.

    Eine Expertenkommission soll die Unfallursache klären. Die als verlässlich geltende Sojus-Technik ist nach dem Aus für die US-Space-Shuttles die einzige Möglichkeit, um Menschen zur ISS zu transportieren. Russland müsse schnell moderne Alternativen entwickeln, betont Komarow. Die Sojus ist seit 50 Jahren zuverlässig in Gebrauch und gilt als "VW-Käfer des Weltalls". "Der Unfall ist ein Hinweis für uns, auf neue Projekte zu setzen", sagt Komarow.


    Keine Grundsatzdebatte

    Eine Grundsatzdiskussion über sein Raumfahrtprogramm will Russland aber nicht aufkommen lassen. Zu Sowjetzeiten habe es zehnmal so viele Pannen gegeben, versichert Boris Tschertok von der Akademie der Wissenschaften. Und auch Ex-Roskosmos-Vizechef Witali Dawydow betont, von einer "Systemkrise" könne keine Rede sein. Kein Wunder: Für Russland geht es um viel Geld. Dutzende Satelliten will Roskosmos in diesem Jahr ins All schicken und so auf diesem umkämpften Markt Millionen einnehmen. Bei seinem Amtsantritt vor wenigen Wochen hat Komarow angekündigt, mit Flügen ins All wieder mehr Geld verdienen zu wollen. Bilder eines abstürzenden Frachters sind da nicht förderlich.

    Mit 36 Milliarden Euro an Staatsmitteln will Komarow die russische Raumfahrt in den nächsten zehn Jahren für die Zukunft fit machen. Noch in diesem Jahr soll die erste Trägerrakete testweise vom neuen Weltraumbahnhof Wostotschny abheben. Und im nächsten Jahr will Roskosmos das international mit Spannung erwartete Nachfolgemodell für die Sojus-Raumkapseln vorstellen, mit sechs statt drei Plätzen.

    Zunächst muss die Raumfahrtbehörde aber den Verlust der außer Kontrolle geratenen Progress verschmerzen. Sie soll zwischen dem 7. und 11. Mai abstürzen. Sollten einige Teile nicht verglühen, könnten sie in die Südsee fallen.


    Quelle: heise.de

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  14. #9
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    AW: Russen haben Raketentechnologie nicht mehr im Griff


    Raumfrachter wird nicht vollständig in der Atmosphäre verglühen

    Vor einigen Tagen war ein russischer Raumfrachter auf seinem Weg zur Internationalen Raumstation außer Kontrolle geraten und stürzt seitdem der Erde entgegen. Experten gehen nun davon aus, dass der Frachter zwar nicht vollständig in der Atmosphäre verglühen werde, allerdings sei das Risiko für die Bevölkerung gering.

    Ein russischer Raumfrachter der "Progress"-Klasse war vergangenen Dienstag mit 2,4 Tonnen Versorgungsgütern zur Internationalen Raumstation ISS aufgebrochen. Kurz nach dem Start war allerdings der Kontakt zu dem unbemannten Raumfahrzeug abgebrochen. Versuche die Verbindung wieder herzustellen scheiterten (wir berichteten).

    Der "Progress"-Frachter taumelt derzeit noch durch den Weltraum, allerdings nähert er sich stetig der Erde. Dem russischen Vizeregierungschef Dmitri Rogosin zufolge wird der Eintritt des Frachters in die Erdatmosphäre nach neuen Berechnungen zwischen dem 5. und 7. Mai erwartet. Der 7,2 Tonnen schwere Transporter werde in der Atmosphäre vermutlich nächste Woche fast vollständig verglühen, sagte Holger Krag von der Europäischen Raumfahrtbehörde ESA.

    Geringes Restrisiko für die Bevölkerung

    "Bauteile aus Titan oder Edelstahl werden aber nicht schmelzen und werden auf die Erde fallen", so Krag. "Das Risiko für die Bevölkerung ist nicht gleich null, aber doch sehr gering". Trümmer mit einer Größe von mehr als einem Meter sieht er als "unwahrscheinlich" an. Weltraumschrott stürze jedes Jahr unkontrolliert zur Erde, es sei aber kein Fall bekannt, bei dem Menschen von herabfallenden Teilen verletzt worden seien.

    "Die Teile werden aus etwa 50 Kilometer Höhe mit rund 300 Stundenkilometern auf die Erde fallen. Man darf sich das aber nicht wie einen Meteoriten vorstellen", betonte der ESA-Experte. Die Teile würden keinen Krater hinterlassen und sehr weit verstreut landen. Wo genau die Teile auf die Erde fallen werden, ist bisher unklar. "Je näher der Eintritt rückt, umso genauer werden die Voraussagen, welche Region infrage kommt", so Krag.

    Eine Analyse habe derweil bestätigt, dass die Panne der "Progress"-Mission durch eine defekte Sojus-Trägerrakete ausgelöst worden war, sagte der für Raumfahrt zuständige Politiker in Moskau. Vizeregierungschef Rogosin schloss personelle Konsequenzen bei der Raumfahrtbehörde Roskosmos nicht aus. "Wir werden die Fehler analysieren und dann entscheiden", betonte er.

    Quelle: gulli.com

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  16. #10
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    AW: Russen haben Raketentechnologie nicht mehr im Griff


    Russischer Progress-Raumfrachter verglüht

    Nach zehntägiger Odyssee im Weltall ist ein defekter russischer Raumfrachter verglüht. Die Untersuchungen zu den Ursachen der Fehlfunktion laufen nun auf Hochtouren.


    Der Raumfrachter beim Start vom Baikonur Kosmodrom in Kasachstan Ende April



    Der außer Kontrolle geratene russische Raumfrachter Progress M-27M ist nach mehrtägigem Irrflug in die Erdatmosphäre gestürzt und verglüht. Der Eintritt sei um 04.04 Uhr MESZ über dem Pazifischen Ozean erfolgt, wie ein Sprecher der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos der Nachrichtenagentur Tass am frühen Freitagmorgen in Moskau sagte.

    Wissenschaftler hatten bereits vorausgesagt, dass der sieben Tonnen schwere Apparat fast vollständig verglüht. Bauteile aus Titan oder Edelstahl sollten aber nicht schmelzen.

    Odyssee nach Fehlstart

    Der Frachter flog nach seinem Fehlstart vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan Ende April nicht wie geplant zur Internationalen Raumstation ISS, sondern kreiste in immer engeren Bahnen um die Erde. Die Ursache für den Defekt soll bis spätestens 13. Mai geklärt werden.


    An Bord waren rund 2,4 Tonnen Nachschub für die sechsköpfige Mannschaft der ISS. Allerdings soll der Außenposten der Menschheit rund 400 Kilometer über der Erde derzeit noch über ausreichend Lebensmittel und technisches Gerät verfügen.

    Rückschlag für Russland

    Die Panne hat vermutlich auch Auswirkungen auf weitere Flüge ins All. Russland werde den für den 26. Mai geplanten Start einer bemannten Mission zur ISS wohl um mehrere Wochen verschieben, sagte ein Mitarbeiter der Raumfahrtbehörde Roskosmos.

    Den Wissenschaftlern bereitet besonders Sorge, dass die dritte Stufe der Sojus-Trägerrakete wahrscheinlich explodiert war. Mit einer solchen Rakete starten auch bemannte Raumschiffe ins All. Roskosmos zufolge könnte wegen der Panne auch die für nächste Woche vorgesehene Rückkehr von drei Raumfahrern von der ISS verschoben werden. Geplant sei zunächst der Teststart einer Rakete zur Raumstation, hieß es.

    Quelle
    Geändert von Cirurgicus (08.05.15 um 08:08 Uhr)

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