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    Das ist einer der Bewerber.




    Ich mach mal vorsichtig ein großes zu der Aktion.
    Geändert von delle59 (28.10.14 um 18:01 Uhr)
    Ich bin fest davon überzeugt, daß es für den Tonfilm einen Markt gibt.
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  2. Bedankos märi bedankte(n) sich für diesen Post
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    Lebensbedrohlicher Planet
    Mars-Mission birgt bislang unbekannte Gesundheitsrisiken
    Die groß angekündigten bemannten Mars-Missionen von privaten Firmen und Raumfahrtorganisationen könnten sich als undurchführbar erweisen. Nicht, weil es technische Hindernisse gibt, sondern, weil die Bedingungen auf dem roten Planeten offenbar lebensbedrohlich sind.


    Auch die Nasa hat Zukunftsvisionen von einem Besuch auf dem Mars. NASA/Pat Rawlings, SAIC
    Bei Mars One im niederländischen Amersfoort herrscht Euphorie. Die Firma will im Jahr 2023 in einer privat finanzierten Mission Astronauten zum Mars schicken. Obwohl es eine Reise ohne Wiederkehr sein soll, weil noch keine Technologie für den Rückstart vom Roten Planeten existiert, bewarben sich bislang knapp 80 000 Menschen als Mars-Pioniere. „Dies entpuppt sich als der meistbegehrte Job der Menschheitsgeschichte“, frohlockt Mars-One-Mitgründer Bas Lansdorp. Auch die US-Raumfahrtbehörde Nasa will Menschen zum Mars entsenden, allerdings plant sie eine solche Mission erst in der Zeit nach 2030.

    Astronauten drohen auf dem Roten Planeten ungeahnte Gefahren
    Vielleicht sollten die Verantwortlichen ihre Pläne noch einmal überdenken. Denn neue Studien zeigen, dass den Astronauten auf dem Roten Planeten bislang unbekannte Gefahren drohen, die bemannte Missionen stark beeinträchtigen oder gar undurchführbar machen könnten. Bei der Konferenz „Humans 2 Mars summit“ (H2M) in der US-Hauptstadt Washington D.C. diskutierten Experten jetzt diese Risiken.

    Das wohl größte Problem für die Pioniere auf unserer Nachbarwelt ist der dort allgegenwärtige puderartige Staub. Er enthält sehr feinkörnige Silizium-Mineralien, die mit Feuchtigkeit reagieren. Gelangt der Staub in die Lungen, entstehen durch diese Reaktion chemische Verbindungen, die gesundheitsschädlich wirken. Das ergab ein Laborexperiment, das Forscher an der Stony Brook University in New York bereits vor einiger Zeit durchführten.

    Mars-Besucher riskieren eine Staublunge
    Sie mahlten die häufigsten auf dem Mars gefundenen Silizium-Mineralien – Feldspat, Pyroxen und Olivin – zu einem feinen Pulver und vermischten es mit einer geringen Menge Wasser. Wie sich zeigte, entstanden dabei das als Bleichmittel bekannte Wasserstoffperoxid sowie hoch reaktive so genannte Hydroxyl-Radikale, ebenso eine besondere Form von Sauerstoffmolekülen, die stark oxidierend wirken. Die gleichen Stoffe entstehen auch, wenn frisch gebrochener Quarz mit Wasser reagiert, wenngleich in geringerer Menge. Bei Bergleuten verursacht eingeatmeter Quarzstaub die gefürchtete Staublunge (Silikose), die mit Entzündungen und einer Vernarbung des Lungengewebes einhergeht und so die Sauerstoffaufnahme erschwert.

    Weil auf dem Roten Planeten Sauerstoff fehlt und auch der Luftdruck sehr gering ist, müssen Astronauten beim Aufenthalt im Freien Raumanzüge tragen. Deshalb atmen sie den Staub nicht direkt ein. Dennoch können sie ihm nicht entgehen. Denn die Partikel bleiben an den Raumanzügen haften und gelangen so in die Wohnmodule, auch wenn diese durch eine Luftschleuse gesichert sind. „Das haben wir bei den Apollo-Missionen auf dem Mond gelernt“, konstatiert der Ingenieur Grant Anderson von der Raumfahrtfirma Paragon Space Development (PSD) in Tucson (US-Staat Arizona).

    Im Gefolge der Mondlandungen durchgeführte Untersuchungen ergaben, dass das Gestein an der Oberfläche des Erdtrabanten durch das stete Bombardement mit Mikrometeoriten und Teilchen des Sonnenwinds in feine, scharfkantige Körnchen zerfällt, die überall kleben bleiben.

    [spoiler=Staub gefährdet Astronauten und technische Instrumente]Ähnliche Prozesse erzeugten auch den Staub auf dem Mars. Allerdings sind die feinen Teilchen dort etwas anders beschaffen. Vor etwa 3,5 Milliarden Jahren hatten sich große Teile der einst dichten Atmosphäre des Roten Planeten ins All verflüchtigt (er war mit dem gesamten Sonnensystem vor 3,56 Milliarden Jahren entstanden). Seither treiben Winde in der dünnen Rest-Lufthülle, die hauptsächlich aus Kohlendioxid (CO2) besteht, die Staubpartikel über die Oberfläche. Dabei wurden sie zu sehr kleinen runden Körnchen abgeschliffen. Diese sind nicht scharf, durch die dauernde Bewegung aber vermutlich stark mit statischer Elektrizität geladen, was sie besonders gut an Gegenständen haften lässt. Somit dürften die Raumanzüge von Mars-Astronauten auch nur schwer vom Staub zu reinigen sein. „In den Luftschleusen wird das CO2 hinaus gepumpt, dann strömt Atemluft ein“, erläutert Anderson. „Dabei entstehen Wirbel, die wiederum Luftströmungen erzeugen. Sie blasen den Staub umher, und die Besatzung wird ihn unvermeidlich einatmen.“

    Perchlorate stellen zusätzliche Gefahr für die Gesundheit dar
    Sind die Körnchen erst einmal in die Wohnmodule eingedrungen, können sie Luftfilter sowie Wasseraufbereitungsanlagen verstopfen und andere Instrumente beeinträchtigen. Davor warnte bei der H2M-Konferenz der US-Raumfahrtingenieur Greg Gentry, der als technischer Leiter die Lebenserhaltungssysteme der Internationalen Raumstation ISS betreut. In welchem Ausmaß die Partikel die Geräte in der Marsstation schädigen können, ist aber noch unklar.

    Auf eine weitere Gesundheitsgefahr für Marsflieger wies der medizinische Direktor der Nasa, Richard Williams, hin. Im Jahr 2008 hatte die amerikanische Landesonde „Phoenix“, die in der Nähe des Mars-Nordpols niedergegangen war, sogenannte Perchlorate entdeckt. Diese chemischen Verbindungen sind giftig und greifen die Schilddrüse an. Offenbar sind sie auf unserer Nachbarwelt weit verbreitet, denn jüngst spürte der Nasa-Rover „Curiosity“ mit Hilfe seines Bordlabors ebenfalls Perchlorate auf. Das Roboterfahrzeug rollt durch den Krater „Gale“, der südlich der Tiefebene Elysium Planitia in der Nähe des Mars-Äquators liegt.

    Curisosity nahm die fragliche Probe an einer Stelle namens „Rocknest“. „Wir glauben, dass im Staub von Rocknest Perchlorate enthalten sind“, bekräftigt der für die Analysegeräte zuständige Projektwissenschaftler Paul Mahaffy. „Da der Staub über den ganzen Planeten geblasen wird, stellt dies sicher eine Gesundheitsgefahr für Menschen dar.“

    Gipsteilchen reizen Haut, Augen und Atemwege
    Damit nicht genug: In den vergangenen Monaten spürte Curiosity überdies Adern eines Minerals auf, bei dem es sich vermutlich um Gips handelt. „Auch das ist besorgniserregend“, urteilt der Ingenieur Anderson aus Arizona. „Zwar ist Gips für sich genommen ungiftig, doch wenn man ihn einatmet, sammelt er sich in den Lungen ähnlich an wie Kohlenstaub und verursacht entsprechend eine Staublunge wie bei Bergleuten in Kohlebergwerken. Das legt die Lungenfunktion lahm.“ Laut der US-Behörde für Arbeitsmedizin können Gipsteilchen Haut, Augen und Atemwege reizen, deshalb empfahl die Behörde die Festlegung von Grenzwerten.[/spoiler]
    [spoiler=Häufige Meteoriteneinschläge bergen weiteres Risiko für künftige Mars-Siedler]Anhand von Daten der Nasa-Sonde „Mars Reconnaissance Orbiter“ (MRO) errechnete eine Arbeitsgruppe um die Planetologin Ingrid Daubar von der University of Arizona, dass pro Jahr über 200 kleine Asteroiden oder Bruchstücke von Kometen auf den Roten Planeten einprasseln, die mindestens vier Meter groß sind. Die Forscher konnten in den MRO-Fotos 248 kleine Einschlagkrater identifizieren, die in den vergangenen zehn Jahren entstanden sein müssen. Aus deren geographischer Verteilung ermittelten sie die jährliche Einschlagsrate für die gesamte Planetenoberfläche.

    Der mittlere Durchmesser der Geschosse aus dem All liegt zwischen einem und zwei Meter. Da sie von der dünnen Mars-Atmosphäre kaum gebremst werden, treffen sie mit hohem Tempo und auch weitgehend intakt auf die Planetenoberfläche. Ihre Einschlagsenergie reicht aus, um bei einem Volltreffer eine Marsstation komplett zu zerstören.

    Astronauten sind kosmischer Strahlung und Partikelstrom des Sonnenwindes ausgesetzt
    Doch nicht nur der Aufenthalt auf dem Roten Planeten, sondern bereits die Reise dorthin gefährdet die Gesundheit wackerer Astronauten. In ihrer Raumkapsel sind sie der kosmischen Strahlung sowie dem Partikelstrom des Sonnenwindes ausgesetzt. Das ist zwar schon lange bekannt, doch eine neue Studie, veröffentlicht im Wissenschaftsjournal „Science“, quantifiziert nun das Risiko für den menschlichen Körper.
    Berechnungsgrundlage sind Daten des auf dem Rover Curiosity montierten Strahlendetektors, der bereits beim 253-tägigen Anflug auf den Planeten Messungen vornahm. Die Besatzung eines Raumschiffs bekäme allein auf dem Hin- und Rückflug eine Strahlendosis von etwa 0,7 Sievert ab. Beim Aufenthalt auf der Mars-Oberfläche setzt sich die Belastung fort, weil der Rote Planet kein Magnetfeld besitzt, das die Strahlung abschirmen könnte. Um die Astronauten zu schützen, müssten sie in dick ummantelten Modulen oder in Höhlen leben.[/spoiler]
    Allein beim Flug mit Großteil der für ein Leben akzeptierten Dosis bestrahlt
    Laut der Studie würde ein Raumfahrer allein beim Hin- und Rückflug mit einem Großteil der heute für eine Lebensspanne akzeptierten Dosis bestrahlt (die Nasa setzt die Reisedauer mit jeweils 180 Tagen an, hinzu kommen 500 Tage Aufenthalt). Die Daten, hoffen die Autoren um Cary Zeitlin vom Southwest Research Institute in San Antonio (US-Staat Texas), werden zur Entwicklung einer besseren Abschirmung beitragen. Davon könnten möglicherweise bereits jene Astronauten profitieren, die den Ex-Weltraumtouristen Dennis Tito auf seiner geplanten Rundreise zum Mars begleiten. Er will allerdings nicht landen, sondern den Roten Planeten nur einmal umfliegen.

    In ähnlicher Weise könnten mit Robot-Missionen wie dem Marsmobil Curiosity gewonnene Erkenntnis dazu beitragen, die aus dem Marsstaub und den anderen Einflüssen resultierenden Gefahren zu entschärfen. „Beim Apollo-Programm wurden 17 Millionen Dollar ausgegeben, um die Probleme mit dem Mondstaub zu lösen, ich glaube aber nicht, dass dies großen Erfolg hatte, denn die Tests mussten auf der Erde durchgeführt werden“, resümiert Ingenieur Anderson. „Auf dem Mars dagegen können den bemannten Flügen vorausgehende Robot-Missionen testen, wie der Staub die Menschen angreift.“ Ob sich die Raumfahrt-Enthusiasten von Mars One von den am Zielort lauernden Risiken beeindrucken lassen, ist offen. Dazu geäußert haben Sie sich bislang nicht.
    Quelle

    Erfolgreichste Mission aller Zeiten
    Geändert von delle59 (28.10.14 um 18:01 Uhr)
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    Casting: 100.000 Bewerber für Reise zum Mars
    Seit Ende vergangenen Jahres können sich Interessierte für einen Platz in einer speziellen Raumfahrtmission bewerben: Das Projekt Mars One will 2023 am Roten Planeten landen und führt dafür im Internet ein Casting durch. Über 100.000 Menschen haben sich seitdem beworben – im Wissen, dass sie von der Reise nie zurückkommen werden.

    Das niederländische Unternehmen Mars One sorgte vergangenes Jahr für Aufsehen: Man wolle 2023 auf dem Mars landen und diesen mit Hilfe von Terraforming kolonialisieren. Eine ausgewählte Truppe an Menschen soll mit Technik im Gepäck eine Basis am Roten Planet errichten. Ob dies tatsächlich machbar ist, ist ob der menschenfeindlichen Bedingungen an der Oberfläche unklar. Dem Casting hat dies jedoch keinen Abbruch getan.


    Heiße Phase
    Über 100.000 Bewerber hat das Projekt bis dato angezogen und die Bewerbung läuft noch. In Videobotschaften wird argumentiert, warum gerade sie für die Mission geeignet sind. Vierzig Finalisten werden im Laufe dieses Jahres ausgesucht, aus ihnen rekrutieren sich dann die vier eigentlichen Astronauten. Danach beginnt das Training für die 6 Milliarden US-Dollar teure Reise.

    Keine Rückkehr
    Sollte sich der Plan tatsächlich als machbar entpuppen, sind weitere Missionen im Zwei-Jahres-Rhythmus angedacht. Allen Bewerbern ist dabei bewusst, dass sie, wenn sie ausgewählt werden, die Erde nie mehr betreten werden. Denn für die Reise zum Mars gibt es nur ein One-Way-Ticket.
    Quelle

    Terraforming: Wird der Mars bewohnbar werden?

    Finanzierungsmodell Reality-Show
    Laut dem Geschäftsführer des Unternehmens, Bas Lansdorp, belaufen sich die Kosten für die erste Mars-Mission auf 6 Milliarden US-Dollar. Der Niederländer hat auch schon eine Idee, wie er das Projekt finanziert: durch eine Reality-Show.

    Von der Auswahl der Kandidaten übers Training bis hin zum Flug und zur Landung auf dem Mars und dem Leben dort solle alles dokumentiert werden. "Das ist eine der aufregendsten Sachen, die je passiert sind, und wir wollen diese Geschichte mit der ganzen Welt teilen", erklärte Lansdorp gegenüber der Daily Mail. Natürlich gegen Bares - TV-Sender bezahlen dafür, die Reality-Sendung ausstrahlen zu dürfen, und sorgen so dafür, dass das Projekt überhaupt erst möglich wird. Soweit zumindest die Theorie. Ob das Projekt tatsächlich in die Praxis umgesetzt werden kann, wird sich wohl in den nächsten Monaten zeigen.
    ... Quelle
    Geändert von delle59 (28.10.14 um 18:02 Uhr)
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    Fall für den Psychiater?
    One-Way zum Mars wollen viele
    Der Rote Planet ist so weit von der Erde entfernt, dass die ersten bemannten Flüge dorthin womöglich zur Reise ohne Rückkehr werden. Russlands Kosmonauten-Lehrer hält solche Vorhaben für "schwachsinnig". Doch viele Menschen sehen das anders - unter ihnen eine prominente Vertreterin der russischen Raumfahrt.


    In der Wüste von Utah, USA, simuliert eine Crew der Europäischen Raumfahrtorganisation Esa
    das Leben auf dem Mars: abgeschnitten von jeder Versorgung, auf sich allein gestellt, isoliert.
    (Foto: picture alliance / dpa)
    Russlands oberster Kosmonauten-Ausbilder Sergej Krikaljow hat einen möglichen Flug zum Mars ohne Wiederkehr als schwachsinnige Idee kritisiert. Wenn jemand dies ernsthaft erwäge, sollte er sich in einer psychiatrischen Klinik behandeln lassen, sagte der Chef des Juri-Gagarin-Trainingszentrums. "Allein schon vom Gesichtspunkt der Sicherheit her wird kein Experte einen solchen Flug je erlauben", so Krikaljow.

    Ähnlich reagierte Russlands dienstältester Kosmonaut Pawel Winogradow. "Raumfahrt sollte nützlich sein, aber in sein eigenes Ende zu fliegen, scheint mir sinnlos", sagte der 60-Jährige.

    Eine Reise zum Roten Planeten und zurück gilt wegen der Flugzeit von insgesamt etwa 500 Tagen und der Protonenstrahlung der Sonne als extrem riskant. Experten schätzen, dass eine solche Mission frühestens 2025 als internationales Projekt starten könnte.

    Valentina Tereschkowa würde es tun
    Nach Angaben des privaten Projekts "Mars One" interessieren sich weltweit mehr als 200.000 Menschen für einen Flug zum Mars ohne Rückkehr, um den Planeten als Erste zu besiedeln. Die Registrierung sei nun abgeschlossen, das Auswahlverfahren werde zwei Jahre dauern. Abgesehen von technischen Schwierigkeiten steht jedoch die Finanzierung noch nicht.

    Auch die "kosmische First Lady", Valentina Tereschkowa, die am 16. Juni 1963 als erste Frau für drei Tage in den Weltraum flog, träumt heute von einer Reise zum Roten Planeten und wäre bereit, dafür ihr Leben zu opfern. "Ich würde unheimlich gerne zum Mars fliegen, um zu schauen, ob es dort Leben gab", sagte Tereschkowa jüngst in einem Interview. "Und falls dem so ist, würde ich gerne wissen, welche Katastrophe dieses Leben ausgelöscht hat." Die inzwischen 76-Jährige geht davon aus, dass der erste bemannte Flug zum Mars wegen der Entfernung eine Reise ohne Rückkehr sein wird. "Das erschreckt mich nicht", sagt Tereschkowa. "Ich würde es tun."
    Quelle
    Geändert von delle59 (28.10.14 um 18:02 Uhr)
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    Strahlung auf Mars nicht so schädlich wie Rauchen
    Die Strahlenbelastung ist für Astronauten auf dem Mars nicht so hoch wie befürchtet. Das geht aus Daten hervor, die "Curiosity" gesammelt hat. Ein längerer Aufenthalt erhöht das Krebsrisiko nur um drei Prozent.


    Foto: Nasa
    Astronauten müssen sich vor einer zu hohen Strahlenbelastung auf dem Mars nicht fürchten. Bei einem 500 Tage dauernden Aufenthalt auf dem roten Planeten würde das Krebsrisiko nur um drei Prozent wachsen.

    Damit wäre es "unvergleichlich kleiner" als das eines Rauchers. "Rauchen erhöht zum Beispiel das Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken, um etwa 1500 Prozent", teilte die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) mit.

    Anlass war die Vorstellung einer gemeinsamen Studie von Wissenschaftlern der CAU, der US-Raumfahrtbehörde Nasa und des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt.

    Forscher der Kieler Universität sammeln mit einem von ihnen entwickeltem Strahlenmonitor an Bord des Marsrovers "Curiosity" Daten auf dem Mars. Der Rover landete am 6. August 2012 auf dem Planeten. Die Informationen von den ersten 300 Tagen auf der Marsoberfläche wurden nun ausgewertet und im Fachmagazin "Science" veröffentlicht.

    Darin berechneten die Forscher die Strahlenbelastung für einen Menschen für 500 Tage. Inklusive Hin- und Rückflug liegt die Gesamtbelastung bei etwas über 0,8 Sievert für die Astronauten. Das Sievert ist die Maßeinheit für Strahlendosen und dient zur Analyse des Risikos. Die Nasa hat für Astronauten 1 Sievert als Maximum festgelegt – allerdings bezogen auf die gesamte berufliche Laufbahn.

    Bessere Abschirmung für Astronauten
    Nach Ansicht des Kieler Professors Robert Wimmer-Schweingruber sind die gewonnenen Daten "ein wichtiger Schritt für die Realisierung einer bemannten Marsmission". Sie könnten helfen, Astronauten auf zukünftigen Missionen beispielsweise durch eine bessere Abschirmung des Raumschiffs oder durch eine sichere Behausung auf dem Mars zu schützen. Die Daten erlaubten jetzt auch eine Abschätzung, wie lange und wie tief im Boden etwaiges Leben auf dem Mars überleben könnte.

    Die Gefahr für Raumfahrer durch kosmische Strahlung ist schon lange bekannt. Mars-Astronauten wären davon wegen des weiten Wegs zum Roten Planeten besonders betroffen.

    Ein wirksamer Schutz gegen die Strahlung galt bisher als nicht machbar. So hatten einige Experten mit dem Gedanken gespielt, Raumschiffe durch riesige Blei- oder Wassertanks zu schützen. Diese in den Orbit zu heben, hätte aber Unsummen verschlungen.

    Raumschiff mit Magnetfeld ausstatten
    Schon in den 60er Jahren schlugen Wissenschaftler vor, Raumschiffe ähnlich wie die Erde mit einem Magnetfeld auszustatten. Ihren Berechnungen zufolge hätte dieses aber mehrere hundert Kilometer groß sein müssen, was enorme Energiemengen erfordern würde.

    Forscher haben auf Basis dieser Idee mit heutigen Methoden der Nuklearphysik neue Berechnungen angestellt und sind zu dem Schluss gekommen, dass das Magnetfeld tatsächlich nur eine "Blase" von einigen hundert Metern erzeugen müsste.

    Sie bauten im Institut für höhere Technik in Lissabon einen stark verkleinerten Prototypen des Schildgenerators. Für ein Raumschiff müsste er laut Bingham mehrere hundert Kilogramm schwer sein, würde aber nur ein Drittel der Energie eines heutigen Kommunikationssatelliten verbrauchen.

    Der Schutzschild würde praktisch alle Partikel abfangen, die durch Sonnenstürme entstehen, sagte Bingham. Gegen hochenergetische interstellare Strahlung wäre er dagegen nicht wirksam. Laut Bingham könnte das Raumschiff gegen diese Art der Strahlung aber etwa durch schussfestes Kevlar gesichert werden.

    Die kosmische Strahlung besteht zum größten Teil aus energiereichen Protonen. Gut zehn Prozent sind sogenannte Alphateilchen, also Helium-Atomkerne. Ungefähr ein Prozent der kosmischen Strahlung sind schwerere Atomkerne. Der Ursprung dieser Teilchenstrahlung ist vielfältig.

    Ein Teil stammt von der Sonne. Man spricht hier vom sogenannten Sonnenwind. Partikel mit höheren Energien stammen aus kosmischen Schockwellen oder vom Rand schwarzer Löcher. Teilchen mit noch deutlich höheren Energien werden von fernen Quasaren ausgesandt.
    Quelle
    Geändert von delle59 (28.10.14 um 18:03 Uhr)
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    Noch 705 Kandidaten übrig
    Nach der zweiten Auswahlrunde wird der Kreis der potenziellen Mars-Kolonisten auf 705 Personen eingeengt. Nur noch zwei Österreicher sind im Rennen.

    Nach der zweiten Auswahlrunde des privat finanzierten Raumfahrt-Projekts Mars One sind nur noch 705 Kandidaten übrig. 353 Personen wurden damit gegenüber der ersten Auswahlrunde ausselektiert. Aus Österreich sind nur noch zwei Kandidaten übrig: Der Physiker Christopher Vasko (die futurezone hat mit ihm bereits ein Interview geführt) und der Musiker Günther Golob aus Graz. Sie werden nun wie die 703 restlichen Kandidaten zu Interviews eingeladen. Dabei sollen Wissen, Intelligenz, Anpassungsfähigkeit und Persönlichkeit der Mars-Aspiranten getestet werden.

    Wie Mars One in einer Presseaussendung beschreibt, befindet sich das Unternehmen in Gesprächen mit Medien, insbesondere TV-Stationen, um über die zweite Auswahlrunde zu berichten. Die erste Auswahlrunde war im Dezember 2013 gestartet worden. Damals blieben aus dem ursprünglichen Kandidatenpool von über 200.000 Personen 1.058 Kandidaten übrig. Sie mussten bis zum März ein medizinisches Gutachten einschicken und ihr Bewerbungs-Profil öffentlich zugänglich machen.

    Amerika-Übergewicht
    Diese Aufgaben wurden von 418 Männern und 287 Frauen erfolgreich bewältigt. 313 Kandidaten kommen aus Nord- und Südamerika, 187 aus Europa, 136 aus Asien, 41 aus Afrika und 28 aus Ozeanien. Die meisten Personen, die ihre Kandidatur aus persönlichen Gründen zurücklegten, entstammen der Altersgruppe 40 bis 50. Aus medizinischen Gründen mussten die meisten Kandidaten aus der Altersgruppe 20 bis 35 zurücktreten.

    "Was uns auffiel, ist der Umstand, dass die medizinischen Tests einen großen Einfluss auf das Leben der Kandidaten hatten. Einige von ihnen fanden heraus, dass sie eine Operation benötigen, dass sie krank waren und medizinische Behandlung benötigen, oder sogar eine bösartige Form von Krebs aufweisen, die sonst nicht in so einem frühen Stadium erkannt worden wäre", meint Mars One Chefmediziner Norbert Kraft.

    Teambuilding
    Nach den nun folgenden Interviews mit den verbliebenen Kandidaten sollen internationale Teams gebildet werden, die gemeinsam ein spezielles Trainingsprogramm durchlaufen sollen. Dieses soll den zeitlichen Aufwand eines Vollzeitjobs beanspruchen. Ganze Teams oder einzelne Individuen sollen aus dem Programm entfernt werden, wenn sie den Anforderungen nicht entsprechen.
    Quelle

    17 davon aus Spanien
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    MIT: Mars One zum Scheitern verurteilt, fatale Folgen gewiss

    Forscher des Massachusetts Institute of Technology gehen davon aus, dass alle Teilnehmer des privat finanzierten Kolonisierungsprojekts "Mars One" ums Leben kommen werden. Eine Studie kommt zu dem Schluss, dass die Mission, die für 2022 angesetzt ist, scheitern wird, sofern keine drastischen Änderungen an der Planung vorgenommen werden.



    Das niederländische Projekt "Mars One" klang schon bei der Ankündigung vor zwei Jahren äußerst ambitioniert. Bis zum Jahr 2025, so die erklärte Absicht der Stiftung, soll eine Gruppe Freiwilliger eine Kolonie auf dem roten Planeten beziehen. Rückflug ausgeschlossen. Die Finanzierung des Milliarden-Projekts soll über Reality-TV und somit Werbung und Sponsoring, aber auch Crowdfunding und Spenden erfolgen. Experten haben sich seitdem ob der Machbarkeit skeptisch gezeigt. "Ich halte sowohl den Kostenrahmen als auch den Zeitplan für völlig unrealistisch", kommentiert beispielsweise der ehemalige Wissenschaftsastronaut Ulrich Walter.

    Eine Forschungsgruppe des Massachusetts Institute of Technology (MIT) meldet nun weitere Bedenken an. Eine Simulation auf Grundlage der von Mars One bereitgestellten Informationen führte zu dem Ergebnis, dass die Kolonisationsbemühungen mit einer hohen Wahrscheinlichkeit fatal scheitern werden, es sei denn, es werden umfangreiche und kostenintensive Änderungen an der Planung vorgenommen.

    Den Plänen von Mars One zufolge sollen alle zwei Jahre je vier Astronauten zum Mars geschickt werden. Nach ihrer Ankunft wohnen die Kolonisten in zuvor in unbemannten Transportern abgesetzten Wohnmodulen. Wasser soll aus dem Boden, Nahrung durch Anbau gewonnen werden. Die größten Herausforderungen bestehen, wie The Atlantic zusammenfasst, darin, eine stabile Atmosphäre zu gewährleisten, Hunger und Dehydration sowie den Ausbruch von Feuer und unkontrollierter Dekompression zu verhindern. Die Studie der MIT-Studenten kommt allerdings zu dem Schluss, dass die ersten Besatzungsmitglieder nach 68 Tagen an Sauerstoffmangel sterben werden.

    MIT-Studenten: Mars-Pioniere werden ersticken

    Die Studenten der renommierten Forschungsanstalt begründen ihre Theorie damit, dass der Anbau von Pflanzen zu einem Übermaß an Sauerstoff in der Atemluft führen würde und daraufhin Luft abgelassen werden müsste, um einen Überdruck in den Wohnmodulen zu verhindern. Allerdings existiere bis dato keine Technologie, über die Sauerstoff separat von Stickstoff abgelassen werden kann. In der Folge würden die Mars-Kolonisten daher den zur Erhaltung des Innendrucks notwendigen Stickstoff schnell aufbrauchen. Es käme zu einer Situation, in der zu wenig Stickstoff vorhanden ist, um den Innendruck der Module hoch genug zu halten, als dass die Luft noch zum Atmen reicht, während gleichzeitig eine erhöhte Brandgefahr gegeben ist. Zusätzlich ergebe der Anbau von Pflanzen das Problem der freiwerdenden Feuchtigkeit. Ein Problem, das offenbar im Plan von Mars One nicht beachtet wird. Auch bei der Kostenkalkulation wollen die Studenten Fehler entdeckt haben.

    Die zum Aufbau der ersten Kolonie notwendigen 15 Starts mit einer Falcon-Heavy-Rakete von SpaceX alleine kosten demnach 4,5 Milliarden US-Dollar. In der Projektplanung von Mars One sind aber bislang nur rund sechs Milliarden US-Dollar insgesamt vorgesehen - Aufbau einer Bodenstation sowie Kommunikationswegen und einem Mars-Rover inklusive. In einer Stellungnahme nennt der Geschäftsführer von Mars One, Bas Lansdorp, die Ergebnisse der MIT-Studenten fehlerhaft. Ihre mangelnde Erfahrung, gepaart mit nicht korrekten Informationen, habe zu einem verfälschten Ergebnis geführt, so Landsdorp. Laut Mars One haben sich für die Mission 202.586 Menschen beworben. 40 Astronauten sollen laut Plan noch in diesem Jahr ausgewählt werden. Von den hunderttausenden Bewerbern sind mittlerweile nur noch 706 im Rennen, die den geforderten Gesundheitscheck bestanden haben. Das Training der Mars-Pioniere ist für das kommende Jahr geplant.
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    AW: Mars One - Big Brother auf dem Mars

    Der Mars als Utopie für die Menschheit

    Ryan MacDonald möchte 2024 zum Mars fliegen. Er ist einer von vielen Freiwilligen, die sich für die Mission Mars One gemeldet haben. MacDonald sieht in der Marsbesiedlung einen Schritt zu einer offeneren Gesellschaft.

    Zum Mars fliegen und dort den Rest des Lebens verbringen? Für viele Menschen offenbar eine attraktive Aussicht für die weitere Lebensplanung, denn dem Aufruf des Projekts Mars One, sich freiwillig für einen Marsflug ohne Rückflugoption zu melden, folgten 200.000 Personen. Ryan MacDonald ist einer von 660 Kandidaten, die beim bisherigen Auswahlprozess übrig blieben. Auf der Fosdem berichtete der Physikstudent von der Universität Oxford über das Projekt und seine Hoffnungen, dass die Marsmission zu einem Meilenstein der menschlichen Entwicklung werden könnte, in der der Austausch von Ideen zwischen Mars- und Erdenbewohnern eine wichtige Rolle spielt.

    Apollo-Effekt wiederholen

    MacDonald wünscht sich durch die Marsmission eine Neuauflage des Apollo-Effekts. Nach den Mondmissionen der Nasa hätten sich viele Menschen für die Wissenschaft interessiert und der Bedarf an integrierten Chips für die Raumfahrt hätte letztendlich zur Entwicklung von modernen Computern geführt. Ein Flug zum Mars könnte zu ähnlicher Begeisterung führen und die Entwicklung von Quantencomputern, Nanotechnologie oder Technologien, die sich heute noch niemand vorstellen kann, befördern.

    Der Mars sei das attraktivste Ziel im Weltraum, so MacDonald. Auf der Venus ist die Atmosphäre zu heiß, der Erdenmond sei vor allem nachts zu kalt und weiter von der Erde entfernte Monde um Jupiter oder Saturn hätten zu wenig Licht, um eine Kolonie mit Energie zu versorgen. Der Mars sei mit einem Tag, der etwas mehr als 24 Stunden hätte, für den menschlichen Organismus geradezu ideal, da die meisten Menschen eher einen 25-Stunden-Tagesrhythmus hätten. Eine Mission zum Mars mit Rückflug, wie sie etwa die Nasa langfristig plant, sei laut MacDonald viel schwieriger, da man ein Vielfaches des Equipments transportieren müsse.

    Mars One hat einen ambitionierten Zeitplan. Bereits 2018 soll ein erster Flug zum Mars ohne Menschen an Bord starten, der erste Technologie auf den Roten Planeten liefert. Dafür gibt es bereits Verträge mit dem Konzern Lockheed Martin. Nach mehreren weiteren unbemannten Flügen soll das erste vierköpfige Team 2025 auf dem Mars landen. Das Team soll idealerweise aus zwei Frauen und zwei Männern bestehen, die möglichst von vier verschiedenen Kontinenten stammen sollen.

    Insekten zur Proteinversorgung

    Das Essen auf der Marskolonie dürfte für Menschen aus westlichen Kulturkreisen gewöhnungsbedürftig werden. Da sich die Haltung von größeren Tieren als zu schwierig gestaltet, plant Mars One neben pflanzlicher Nahrung die Zucht von Insekten, um den Proteinbedarf der Teilnehmer zu decken.

    Mars One schätzt seine Kosten laut MacDonald auf circa sechs Milliarden Dollar. Vor allem Fernsehübertragungsrechte sollen zur Kostendeckung dienen. Dafür sind bereits im Vorfeld Dokumentarfilme über die Vorbereitungen der künftigen Marskolonisten geplant. Mit dabei ist der holländische TV-Produzent Endemol, der vor allem für die Big-Brother-Shows bekannt ist.

    Ryan MacDonald sieht Mars One in vielen Aspekten als Projekt, das Offenheit praktiziert, ähnlich wie dies in der freien Softwarecommunity der Fall ist. Die technischen Pläne für die erste unbemannte Mission sollen bald im Netz verfügbar sein und können öffentlich kritisiert und verbessert werden.

    Eine neue Gesellschaftsform auf dem Mars?

    Doch MacDonald sieht langfristig noch viel größere Perspektiven für das Mars-One-Projekt. Den Kolonisten sei freigestellt, wie sie ihre künftige Gesellschaft auf dem Mars organisieren. Welche Gesellschaftsform sich dabei herausbildet und wie Entscheidungen getroffen werden, sei die Entscheidung derer, die letztendlich zum Mars fliegen. Das könne eine bereits auf der Erde erprobte Gesellschaftsform sein, aber auch etwas völlig Neues. Eine solche neue Gesellschaftsform könnte dann - so MacDonalds Vision - auch ein Vorbild für zukünftige Gesellschaften auf der Erde sein.

    Das setzt natürlich voraus, dass das gesamte Vorhaben auch gelingt. In MacDonalds' Vortrag tauchten Zweifel praktisch nicht auf. Doch große Teile der Fachwelt haben enorme Vorbehalte gegenüber Mars One. Ein Forscherteam am MIT geht davon aus, dass alleine schon das Anpflanzen der eigenen Nahrung scheitern wird, denn dadurch würde das Sauerstofflevel in der Kolonie auf für Menschen schädliche Werte steigen. Eine Technologie, die den überschüssigen Sauerstoff aus der Raumatmosphäre entfernt, sei zurzeit nicht verfügbar.

    Fachwelt zweifelt an Umsetzbarkeit

    "So gut wie jeder, der auch nur ein klein wenig Ahnung von Raumfahrt hat, wird erklären, dass diese Mission so nicht funktionieren kann und schon gar nicht mit dem vorgeschlagenen Zeitplan", beschrieb der Astronom und Blogger Florian Freistetter kürzlich Mars One.

    Ryan MacDonald wird das wohl anders sehen. In zwei Wochen weiß er, ob er die nächste Runde der Mars-One-Vorauswahl überstanden hat. In einem Youtube-Kanal berichtet MacDonald über seine Vorbereitungen für die Mission.
    golem.de

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    AW: Mars One - Big Brother auf dem Mars


    Irgendwann will auch er in einer Rakete sitzen - und zum Mars fliegen: Denis Newiak aus Potsdam.
    (Foto: picture alliance / dpa)


    Unser Mann auf dem Mars

    Denis Newiak träumt von einer besseren Welt - und will dafür zum Mars fliegen. Das Pionierprojekt soll zum Brutkasten für gesellschaftliche Utopien werden, der Haken: Es wird eine Reise ohne Wiederkehr.

    Fünf Meter im Durchmesser und sechs in die Höhe. Denis Newiaks neue Welt wird klein, verdammt klein. Bis 2025 will der Potsdamer einer von vier Astronauten sein, die von der niederländischen "Mars One"-Stiftung auf den Roten Planeten geschossen werden. Die räumliche Enge in jeder der sechs geplanten Landekapseln ist allerdings bei weitem nicht das Einzige, was den durchschnittlichen Erdenbürger schlucken lässt. Was im vergangenen April weltweit für Aufregung sorgte, war die brutale Endgültigkeit, die mit der Ankündigung der bemannten Mission einherging: Die Reise zum Mars wird für die Auserwählten zu einer Reise ohne Wiederkehr.

    Dass sich trotzdem 202.586 Weltraum-Fans aus 140 Ländern per Video für "Mars One" beworben haben, spricht für die Faszination, die der Trip ins Unbekannte auslöst. "V ielen geht es nur darum, der erste Mensch auf dem Mars zu sein. Mir nicht", sagt Denis Newiak. Vielleicht ist das einer der Gründe, warum der 25-Jährige zu den 1058 Bewerbern gehört, die es in die zweite Runde geschafft haben. Newiak geht es um viel mehr als persönlichen Ruhm – es geht ihm um das große Ganze.

    Mehr als ein Brutkasten für gesellschaftliche Utopien

    "Alle Menschen sollten ein Leben führen dürfen, das diesen Namen auch verdient", sagt der Potsdamer. Was das mit der Marsmission zu tun hat? "Eine Reise zum Mars, das steht doch in den Köpfen der meisten Menschen gleichbedeutend für etwas Unmögliches. Wenn wir es schaffen, dieses Menschheitsprojekt zusammen zu stemmen, was bedeutet das dann erst für die ganzen Probleme hier unten auf der Erde, die momentan noch so unlösbar erscheinen?"

    Es sind schöne Gedanken, die der Student der Filmwissenschaften an diesem grauen Januarmorgen in der Filiale einer Kaffeehauskette im Potsdamer Hauptbahnhof formuliert. Draußen hetzen die Menschen wie Getriebene zu ihren Zügen, drinnen träumt Newiak von einer besseren Welt: "Auf dem Mars sind wir am Anfang zu viert. Da kann es nicht sein, dass sich einer zurücklehnt – wir werden viel Zeit zum Diskutieren haben und am Ende eine Form des gemeinschaftlichen Wirtschaftens entwickeln müssen, um zu überleben. Ich hoffe, dass wir dieses Modell auf die Erde übertragen können, wo es immer noch so ist, dass eine kleine herrschende Klasse im Vergleich zur geleisteten Arbeit unverhältnismäßig viel Entscheidungsgewalt innehat."



    Dass "Mars One" mehr wird als ein Brutkasten für gesellschaftliche Utopien, ist allerdings auch Denis Newiak klar – neben der philosophischen Komponente freut sich der Potsdamer vor allem auf die Herausforderungen, die die Pionierreise mit sich bringt. "Wir werden auf dem Mars fast keine Unterstützung von der Erde bekommen, sondern müssen für unser eigenes Leben sorgen." Die neuen Marsbewohner werden Pflanzen kultivieren, Energie aus Solaranlagen gewinnen und die tief im Boden versteckten Wasserreserven des Roten Planeten anzapfen. Dazu kommen Forschungsaufgaben und die medizinische Selbstversorgung,kurzum: "Sachen, die auf der Erde selbstverständlich sind, müssen wir uns auf dem Mars hart erarbeiten. Wir müssen füreinander da sein und uns gegenseitig helfen - darauf freue ich mich ganz besonders."

    An Selbstsicherheit mangelt es Newiak nicht

    Eine ganze Reihe von Experten wie der ehemalige Astronaut Ulrich Walter räumt den Pionieren zwar bereits auf ihrer 210-tägigen Reise zum Mars nur eine 30-prozentige Überlebenschance ein, Newiak stört das indes wenig. "Erstens ist es ja noch ein bisschen hin, die technologischen Möglichkeiten werden in zehn Jahren noch einmal ganz andere sein. Außerdem werden wir uns so gut wie möglich vorbereiten, um die Risiken zu minimieren." Sollte der Student auch noch die nächsten zwei Bewerbungsrunden überstehen, wartet auf die zukünftigen Marsianer ein jahrelanges, intensives Training - "deutlich härter, als es momentan in der Astronautik üblich ist."

    Auch die psychologische Komponente jagt Newiak keine Angst ein. Isolationsexperimente, bei denen Freiwillige bis zu 500 Tage eine simulierte Weltraummission bestritten, zeigen zwar, dass Depressionen und Aggressionen zu großen Problemen werden können - der 25-Jährige ist sich aber sicher: "Das ist kaum vergleichbar. Die Probanden hatten ja nichts zu tun, da würde ich auch wahnsinnig werden. Bei uns sieht die Sache ganz anders aus."

    Immerhin, an Selbstsicherheit mangelt es Newiak nicht. Ob das allerdings ausreicht, um den jungen Mann, der hier auf der Erde so wahnsinnig umtriebig ist - neben seinem Studium fährt er Straßenbahn, gibt Tanzstunden, ist Einsatzsanitäter und Rettungsschwimmer bei der DLRG sowie Chefredakteur der Potsdamer Studierendenzeitung "speakUP" (und das ist nur eine kleine Auswahl seiner Nebentätigkeiten) - zufriedenzustellen, wird sich wohl erst auf dem Mars herausstellen.

    Bis dahin kann man immerhin festhalten, dass Denis Newiaks Traum von einer besseren Welt ein verdammt schöner ist. Klar, der Student mag ein hoffnungsloser Idealist sein. Aber manchmal braucht es vielleicht genau solche Idealisten, um die Welt wieder ein kleines Stück voranzubringen. "Wieso wird nicht verboten, dass eine Milliarde Menschen auf der Erde mit weniger als einem Dollar pro Tag auskommen müssen?", kontert Newiak die Frage nach der ethischen Vertretbarkeit einer Reise ohne Wiederkehr. Recht hat er.
    n-tv.de

    Wohncontainer, Bergbau und Gemüsezucht: Wie der Mars bewohnbar wird


    Unterirdische Pflanzenzucht, oberirdische Forschung: Ein Leben auf dem Mars stellt
    höchste Anforderungen an die Technik.(Foto: NASA)


    Trotz allem ist`s schon faszinierend, hab früher die Perry Rhodan Romane gelesen, erinnert mich ja ein bischen da dran. Und man kann auch mal sehen was für Visionen die damals, 1960, schon gehabt haben.


    Geändert von delle59 (12.02.15 um 13:35 Uhr)
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    Flug zum Mars ohne Wiederkehr: Mars One ändert Zeitplan

    Den Roten Planeten besiedeln und nie zur Erde zurückkehren: Noch 100 Kandidaten sind im Rennen beim umstrittenen Projekt Mars One – auch ein deutscher Student. Doch die großen Zweifel an dem Vorhaben bleiben.

    Für einen angehenden Wissenschaftler mag es eine reizvolle Vorstellung sein: Als einer der ersten Menschen überhaupt den Mars erforschen und das Leben dort erproben. "Die Idee auf dem Mars etwas mit einer Crew zu erreichen, das Bestand hat für immer. Das wäre das Obergeilste." Der Student Robert Schröder brennt für das umstrittene niederländische Projekt Mars One. Er ist einer der letzten 100 Kandidaten im Rennen um die Teilnahme an dem Vorhaben und der letzte Deutsche von ihnen.

    Startplan der Mars One verschoben

    Mars One ist eine Stiftung und verfolgt den Plan, Menschen dauerhaft auf den Mars zu schicken. Die ersten in rund zehn Jahren. Zunächst war von einem Start 2022 die Rede, inzwischen hat sich der Zeitplan verschoben und die Crew soll 2026 starten. Auf der Webseite der Stiftung ( Mars One ) bemüht man sich dennoch um plastische Darstellung, mit Abbildungen von Männchen in weißen Raumfahrtanzügen, einer futuristischen Station und Rover-Fahrzeugen – ganz so wie man den Mars aus Filmen kennt.

    Manche sind fasziniert: Ziele wie die Besiedlung des Roten Planeten seien wichtig für die Innovationskraft der Menschen und den Fortschritt, betonen Unterstützer. "Wenn wir früher nicht aus der Höhle herausgegangen wären, was hätten wir dann erreicht?" Das fragt zum Beispiel Kandidat Schröder. Als Interviewpartner in Berlin hat ihn im Oktober eine Agentur vermittelt, pünktlich zum Start des Kinofilms "Der Marsianer". Schröder sagt zu seiner Vorstellung des Mars-Lebens Sätze, wie Journalisten sie gern hören: "Wir können nicht mal einfach zum Baumarkt fahren und Panzertape holen, um ein Loch zuzukleben."

    Raumfahrtexperten lassen sich so weniger überzeugen: Sie halten das Vorhaben für technisch unausgegoren. Aus wissenschaftlicher Perspektive waren die Pläne von Doktoranden am MIT für zu gefährlich erklärt worden. Beim derzeitigen Stand der Technik würde der erste Kolonist nach 68 Tagen sterben, bevor auch alle Kollegen erstickten, hatten sie berechnet. Auch hinter den Finanzen steht ein großes Fragezeichen: Veranschlagt wurden sechs Milliarden US-Dollar (5,6 Milliarden Euro) für die erste Mission. Laut DLR gehen seriöse Kostenschätzungen bisher von 100 Milliarden US-Dollar für eine solche Mission aus – allerdings inklusive Hin- und Rückflug.

    "Unethisch" ohne Rückflug

    "Eine One-Way-Mission ist unethisch", sagte Johann-Dietrich Wörner, der ehemalige Chef des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) und inzwischen Direktor der Europäischen Raumfahrtagentur ESA, im April. "Menschen auf Gedeih und Verderb den dortigen Bedingungen auszusetzen, für immer dort zu lassen, halte ich nicht für akzeptabel." An dieser Haltung hat sich beim DLR nichts geändert: Zu Mars One äußere man sich nicht, erklärt ein Sprecher.

    Nicht nur das DLR ist skeptisch. Außer der niederländischen Universität Twente listet Mars One auf seiner Webseite bisher keine Unterstützer aus den Feldern Wissenschaft und Bildung auf. Die TV-Produktionsfirma Endemol, die die Mission als Reality-Format auf die Bildschirme bringen – und die Finanzierung mit ermöglichen sollte –, ist ausgestiegen. Auch internationale Firmen als Missionspartner werden den Angaben im Netz zufolge noch gesucht.

    Potsdamer Student nicht bei Mars-Projekt dabei

    Woher will die Stiftung, gegründet von dem Unternehmer und Ingenieur Bas Lansdorp und dem Physiker Arno Wielders, das technische Wissen nehmen? "Mars One bezieht ganz klar die Technik von Unternehmen, die das schon seit Jahrzehnten machen", sagt Kandidat Schröder. Oft sind es die Kandidaten, die versuchen, Rede und Antwort zu stehen. Auf detailliertere Fragen teilt eine Sprecherin mit, man befinde sich in einer "frühen Konzeptionsphase" der Mission. Über die Frage, wie man Kritikern begegne, die Mars One für nicht mehr als eine Webseite halten, geht sie hinweg – sie sendet stattdessen viele Links, die auf genau jene Seite führen.

    Kritik an der Unternehmung

    Im September 2016 werde das harte Auswahlverfahren weitergehen, kündigt Schröder an. Wettkämpfe stünden bevor, bei denen die Teamfähigkeit getestet werde. Etwa zwei Dutzend Kandidaten sollen übrig bleiben, bevor 2026 der sieben Monate lange Flug zum Mars beginne.
    heise.de
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