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    30-Meter-Teleskop darf gebaut werden

    30-Meter-Teleskop darf gebaut werden
    Die Behörden des US-Bundesstaates Hawaii haben die Erlaubnis zum Bau des größten optischen Teleskops der Welt erteilt: Es bekommt einen 30 Meter großen Spiegel und wird auf dem Gipfel des Vulkans Mauna Kea errichtet.


    Auf Hawaii wird das größte optische Teleskop der Welt gebaut: Die zuständige Behörde, das Board of Land and Natural Resources (BLNR), hat die Erlaubnis erteilt, auf der Insel Mauna Kea das Thirty Meter Telescope (30-Meter-Teleskop, TMT) zu bauen.



    Das Teleskop wird einen Hauptspiegel mit einem Durchmesser von 30 Metern haben, der aus 492 Segmenten zusammengesetzt wird. Das Teleskop wird Licht im nahen Ultraviolett- und im mittleren Infrarotbereich auffangen. Das entspricht Wellenlängen im Bereich von 0,31 bis 28 Mikrometern. Es wird über eine adaptive Optik verfügen, die Unschärfen, die durch die Erdatmosphäre verursacht werden, ausgleichen soll.

    Alte Galaxien und dunkle Materie

    Mit dem TMT wollen Astronomen unter anderem nach Exoplaneten, also Planeten außerhalb unsres Sonnensystems, suchen - und damit auch nach möglichem Leben im All. Zudem wollen sie Galaxien und Sterne aus der Frühzeit des Universums beobachten, die rund 13 Milliarden Lichtjahre entfernt sind. Zu den Aufgaben wird auch die Suche nach dunkler Energie und dunkler Materie gehören.



    Das E-ELT, das die europäische Südsternwarte in Chile bauen will, wird einen
    noch größeren Spiegel als das TMT haben. (Bild: Eso)


    Hawaiianer und Naturschützer hatten gegen den Bau des Teleskops protestiert: Den Einheimischen gilt der rund 4.200 Meter hohe Vulkan Mauna Kea als heiliger Berg. Tierschützer befürchten, der Bau des Teleskops schränke den Lebensraum des Wekiu ein. Das ist eine am Boden lebende Wanze, die nur am Mauna Kea vorkommt. Das BLNR hat die Baugenehmigung an Auflagen, sowohl was das kulturelle hawaiianische Erde als auch den Naturschutz angeht, geknüpft.

    TMT, Webb, Alma

    Der Baubeginn ist für April 2014 geplant. 2021 soll der wissenschaftliche Betrieb aufgenommen werden. Bei seiner Inbetriebnahme wird das TMT das größte optische Teleskop sein. Sein Spiegel wird neunmal so groß sein wie der des aktuell größten optischen Teleskops. Das TMT soll das James-Webb-Weltraumteleskop, das Ende des Jahrzehnts und das kürzlich in Betrieb genommene Atacama Large Millimeter Array (Alma) ergänzen.


    Auf dem Mauna Kea stehen bereits mehrere Teleskope. Der Gipfel liegt meist über den Wolken und ermöglicht an etwa 300 Tagen im Jahr einen klaren Blick in den Himmel. Da Hawaii mitten im Pazifik liegt, gibt es dort nur wenig Luftverschmutzung. Auf Hawaii gibt es zudem nur wenige Städte und damit auch nur eine geringe Lichtverschmutzung.

    Den Titel des größten optischen Teleskops wird das TMT nicht lange tragen: 2022 soll das European Extremely Large Telescope (E-ELT) fertiggestellt werden. Dessen Spiegel wird einen Durchmesser von knapp 40 Metern haben.
    Quelle
    Geändert von delle59 (03.12.15 um 19:33 Uhr) Grund: Video eingefügt
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    AW: 30-Meter-Teleskop darf gebaut werden

    Thirty Meter Telescope: Gericht erklärt Baugenehmigung für ungültig

    In ihrem Kampf gegen den Bau des riesigen Thirty Meter Telescopes auf dem Mauna Kea auf Hawaii haben dessen Gegner nun einen wichtigen Sieg errungen: Der Bau hätte so nicht genehmigt werden dürfen, hat das höchste Gericht des US-Bundesstaats entschieden.

    Der oberste Gerichtshof des US-Bundesstaats Hawaii hat die Baugenehmigung für das Thirty Meter Telescope auf dem Vulkan Mauna Kea für ungültig erklärt. Das für die Nationalparks zuständige Ministerium habe die Genehmigung erteilt, bevor eine Anhörung dagegen abgeschlossen gewesen sei, fasst der Hawaii Tribune-Herald die Entscheidung zusammen. Deswegen müsse der ganze Genehmigungsprozess wieder von vorne beginnen, was Monate oder sogar Jahre dauern könne. Wie die Auftraggeber des Riesenteleskops nun verfahren wollen, haben sie nach eigener Aussage noch nicht entschieden, sie hielten aber an dem Vorhaben fest, schreibt die Zeitung.

    Ureinwohner gegen Riesenteleskop

    Eigentlich sollte seit Oktober 2014 an dem Thirty Meter Telescope auf dem höchsten Berg Hawaiis gebaut werden. Doch in den Monaten nach dem ersten Spatenstich wurde der Protest gegen den Bau immer intensiver und schwappte weit über die Grenzen der Insel hinaus. Blockaden verzögerten den Bau immer wieder. Vertreter der polynesischen Ureinwohner Hawaiis und Umweltschützer hatten sich zusammengeschlossen um das Riesenteleskop zu verhindern. In der Mythologie der Ureinwohner ist der Berg heilig. Das geplante Teleskop stellt für sie einen zu großen Eingriff dar, der weit über die der bisherigen Anlagen hinausgehe. Umweltschützer sorgen sich um seltene Spezies auf dem Areal.



    Mit einem Spiegeldurchmesser von 30 Metern soll das Teleskop eines der größten Observatorien der Welt werden – übertroffen nur noch von dem im Bau befindlichen European Extremely Large Telescope (E-ELT) in Chile. Der Hauptspiegel soll aus 492 Segmenten bestehen und in seiner Leistungsfähigkeit nicht nur alle bereits auf dem Mauna Kea installierten Teleskope mehrfach schlagen, sondern auch das Weltraumteleskop Hubble. Astronomen wollen damit nicht nur unser Sonnensystem neu erforschen, sondern auch Objekte in unserer Galaxie und an den äußeren Bereichen des uns bekannten Universums.

    Glückliche Gegner

    Die Gegner des Projekts zeigten sich nun glücklich über das Urteil des Supreme Courts, schreibt die Zeitung. Die Kritikerin Kealoha Pisciotta habe aber auch beklagt, dass der Prozess überhaupt nötig gewesen sei. Das Ministerium habe immer wieder Fehler gemacht und die Angelegenheit trotzdem durch alle juristischen Instanzen getrieben. Lanakila Mangauil, ein Vertreter der Gruppe, die den Bau des Teleskops lange blockiert hatte, bezeichnete das Urteil als "wunderbar". Die Verantwortlichen sollten nun auf den Berg kommen und "ihre Maschinen einsammeln". Die Forschungsinstitute, die das Teleskop errichten wollen, erklärten auf Twitter, dass sich das Urteil nur gegen den Genehmigungsprozess gerichtet habe, nicht aber gegen den Bau an sich.
    heise.de
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