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    Comeback der Raumpatrouille Orion

    Shuttle-Nachfolger
    Das Comeback der Raumpatrouille Orion
    Bei der Konstruktion des neuen Raumschiffes "Orion" setzen die USA auf Hightech made in Europe: Für die "Orion"-Kapsel liefert die Esa das Service-Modul – mit einem Shuttle-Triebwerk als Herzstück.



    Das Nachsehen hat bei diesem Deal nur einer: der US-Luft- und Raumfahrtkonzern Lockheed Martin. Denn der verliert so ungefähr die Hälfte des erhofften Auftrages. Der bestand bislang darin, für das neue Raumschiff "Orion" eine Mannschaftskapsel und ein Service-Modul zu entwickeln. Letzteres bauen nun die Europäer.

    "Die 'Orion'-Kapsel ist das Raumschiff, das Menschen über die Erdumlaufbahn hinaus, tiefer ins Sonnensystem wird tragen können", erklärt William Gerstenmaier, stellvertretender Nasa-Chef auf einer gemeinsamen Pressekonferenz der Nasa mit der europäischen Weltraumagentur Esa am Johnson Space Center in Houston. "Und hinter dieser Mannschaftskapsel wird sich das Service-Modul befinden, angefüllt mit Treibstoff, der Stromversorgung und Hitzeabstrahlern ", so Gerstenmaier.

    Weiterentwicklung des Raumtransporters ATV

    Und genau darum geht es in diesen Tagen: Die Nasa hat eine Vereinbarung mit den Europäern über den Bau des ersten und zweiten Service-Moduls getroffen. Denn für die Esa ist der Bau des Service-Moduls keine Neu-, sondern eine Weiterentwicklung ihres Raumtransporters ATV.

    Dieses Automatische Transfer-Vehikel hat bereits dreimal die Internationale Raumstation (ISS) mit Nachschub versorgt. Zwei weitere Flüge sind für dieses und das kommende Jahr vorgesehen – dann ist Schluss. Dann soll aus diesem unbemannten Frachter das Service-Modul für die amerikanischen "Orion"-Kapseln werden.

    Statt eines ATVs, das ausschließlich die Raumstation als Ziel hat, kann dann das europäische Service-Modul vielseitig genutzt werden: für Flüge zum Mond, zum Mars oder zu einem Asteroiden. Das sei für die Europäer wie die Amerikaner eine Win-Win-Situation", so Gerstenmaier.

    Tatsächlich ist aber offen, was nach der Lieferung der ersten zwei Service-Module "made in Europe" passiert. Johann-Dietrich Wörner, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), beschlich da eine ungute Vorahnung: "Ich fürchte, dass wir das ein- oder zweimal bauen, und dass dann für uns Schluss ist." Dann übernähmen die Amerikaner, und für die Europäer gebe es keine Fortentwicklung beim Projekt Service-Modul.

    Europas Gegenleistung für Beteiligung an ISS

    In der Tat behält die Nasa sich vor, nach den ersten beiden Testflügen die serienmäßige Produktion der Service-Module selbst zu übernehmen. Für die ersten beiden Ausfertigungen nämlich müssen die Amerikaner den Europäern nichts bezahlen. Die Esa liefert sie als Gegenleistung für Europas Beteiligung an der Internationalen Raumstation.

    Bislang wurde die Nutzungszeit an Bord – sowohl für Experimente wie für Astronauten – durch Versorgungsflüge durch des ATV abgegolten. Damit ist Europas achtprozentige Teilhabe an der ISS bis 2017 gesichert. Der Bau des Service-Moduls für die USA verlängert die europäischen Nutzungsrechte nun bis 2020.

    Die EADS-Raumfahrttochter Astrium in Bremen muss sich jetzt zügig an den Umbau der heurigen ATVs machen. Bereits 2017 soll die erste "Orion"-Kapsel samt Service-Modul ins All starten. Einmal zusammengesetzt, wird die Kombination aus Mannschaftskapsel und Service-Modul dem bisherigen ATV nicht unähnlich sein.

    Selbst die vier markanten, schmalen Sonnensegel des europäischen Raumtransporters sollen übernommen werden. Auffälligster sichtbarer Unterschied: Hinten am Service-Modul wird sich eines der drei Triebwerke befinden, die bislang am Heck der Space Shuttles angebracht waren. Die Nasa will sie weiterhin verwenden und händigt sie jetzt den Europäern zum Einbau in das Service-Modul der "Orion" aus.

    Erster unbemannter Testflug im September 2013

    Die erste "Orion"-Kapsel soll im September 2013 am Raumfahrtbahnhof Cape Canaveral ins All starten. Auf diesem unbemannten Testflug will die Nasa den Hitzeschild, die Fallschirme und das Rettungssystem testen. Derzeit baut sie am Kennedy Space Center in Florida bereits die entsprechenden Bauteile zusammen.

    Die Kapsel soll auf der Spitze einer "Delta"-4-Rakete ins All fliegen. Sie wird dabei auf rund 80 Prozent jener Geschwindigkeit beschleunigt, mit der sie auch bei einem Rückflug vom Mond in die oberen Schichten der Erdatmosphäre eintauchen würde. Sie wird sich also in gleichem Maße aufheizen. Bei späteren Flügen wird die Kapsel mit der geplanten Schwerlastrakete SLS (Space Launch System) gestartet. Mit dem SLS-Erstflug ist indes frühestens 2017 zu rechnen.

    Nasa nennt noch keine Ziele

    Insgesamt hält sich die Nasa noch bedeckt, was die endgültigen Reiseziele der SLS-Rakete und der Raumkapseln vom Typ "Orion" sein sollen. Man sei "bestens vorbereitet und für alles gerüstet", verkündet ein optimistischer Gerstenmaier.

    Er hält die Kapseln für so flexibel, dass sie missionstypisch ausgestattet werden können, was etwa die Zahl der Astronauten, den Treibstoff und den Proviant anginge. Die Missionsziele jedoch werden abhängig sein vom Nasa-Budget, das wiederum vom Weißen Haus und vom US-Kongress vorgeben wird.

    Auch wenn sich die Entwicklung des Service-Moduls für Europa langfristig als Sackgasse erweisen sollte, könnte es für die Esa zunächst einmal ein Sprungbrett für Reisen tiefer ins All sein. "Für uns könnte die erstmalige Beteiligung am Bau eines Mannschaftsraumschiffs die Eintrittskarte zu bemannten Flügen zum Mond sein", hofft der frühere deutsche Astronaut Thomas Reiter, der heute als Esa-Direktor die Abteilung für bemannten Raumflug betreut.

    Europäer wünschen sich gemischte Besatzung

    Denn die Erforschung des Alls entwickle sich mehr und mehr zu einer internationalen Gemeinschaftsaufgabe. "Eine gemischte amerikanisch-europäische Besatzung auf den 'Orion'-Flügen wäre eine konsequente Weiterentwicklung der heutigen Zusammenarbeit auf der ISS", findet Reiter.

    Konkret ist bereits davon die Rede, dass ein europäischer Astronaut im Jahr 2021 beim ersten bemannten Flug der "Orion"-Kapsel mit in Bord sein könnte. Bei dieser Mission soll das Raumschiff einmal den Mond umrunden. Dies wäre dann das weiteste Ziel, dass ein Europäer im Weltall je erreicht hätte.
    Quelle

    Raumfahrtpionier Jesco von Puttkamer ist tot
    Geändert von salviner01 (25.11.14 um 23:42 Uhr)
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    AW: Das Comeback der Raumpatrouille Orion

    "Orion" ist unterwegs ins All

    Endlich oben: Das Nasa-Raumschiff "Orion" ist von Cape Canaveral aus zu seinem Testflug in den Weltraum gestartet. In viereinhalb Stunden soll es in den Pazifik stürzen.

    Der für Mars-Missionen ausgelegte US-Raumtransporter Orion ist zu seinem ersten Testflug ins All gestartet. Damit haben die USA einen Tag später als geplant ein neues Kapitel in ihrer Geschichte der bemannten Raumfahrt geschrieben.

    Die Raumkapsel hob am Nachmittag mit Hilfe einer Rakete vom Typ Delta-IV-Heavy vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida ab, wie die Raumfahrtbehörde Nasa mitteilte.



    Auf seinem ersten Testflug soll das unbemannte Raumfahrzeug zwei Mal die Erde umrunden und dabei eine Höhe von 5.800 Kilometern erreichen. Viereinhalb Stunden später soll Orion südwestlich der kalifornischen Küste im Pazifik landen. Dies wird der spannendste Teil der Reise sein: Die Kapsel wird mit einer Geschwindigkeit von mehr als 30.000 Kilometern pro Stunde zur Erde zurückkehren – 85 Prozent des Tempos, das bei der Rückkehr von einer Mondmission erreicht würde. Beim Eintritt in die Atmosphäre werden etwa 2.200 Grad Celsius erreicht.

    Das Orion-Programm wird als offizieller Nachfolger der Space Shuttles gehandelt. Die waren 2011 unter anderem aus Kostengründen abgeschafft worden. Seitdem sind die amerikanischen Astronauten auf teure Mitfluggelegenheiten in russischen Sojus-Kapseln angewiesen, um zur Internationalen Raumstation ISS zu kommen. Mit Orion soll sich das ändern.

    Ein erster bemannter Flug ist allerdings nicht vor 2021 geplant. Mitte der 2030er Jahre will die Nasa mit der Raumkapsel dann Menschen zum Mars befördern.
    zeit.de


    Langsamer Sinkflug ins Meer: Fallschirme bremsten die Orion vor ihrer Landung im Pazifik ab (Foto: AP)

    Geändert von delle59 (05.12.14 um 19:49 Uhr)
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    AW: Das Comeback der Raumpatrouille Orion

    Raumkapsel lässt die Luft glühen

    Die Bordkamera des Raumschiffs "Orion" liefert spektakuläre Aufnahmen: Als die Nasa-Kapsel mit 30.000 Stundenkilometern Richtung Erde schoss, brachte sie die Luft farbenreich zum Glühen.



    Hamburg - "Das ist ein großer Tag für Menschen, die das Weltall lieben", jubelte Nasa-Chef Charles Bolden, als "Orion" landete. Die Raumkapsel soll den USA neue Wege ins All öffnen; "Orion" soll Astronauten zum Mond, auf einen Asteroiden oder noch weiter fliegen. Ein Video zeigt die dramatischen letzten Minuten des ersten Testflugs am 5. Dezember.

    Lange war "Orion" nicht unterwegs, sein unbemannter Erstflug dauerte viereinhalb Stunden. Eine Schwerlastrakete vom Typ Delta IV hatte das neue Nasa-Raumschiff in die Erdumlaufbahn geschossen.

    Das Raumschiff drehte zwei Runden um die Erde: Die erste in 200 bis 900 Kilometern Höhe. Dann feuerte die Oberstufe der Rakete noch einmal für fünf Minuten, um "Orion" bis in eine Höhe von 5800 Kilometern zu katapultieren - mehr als zehnmal höher als die Internationale Raumstation ISS schwebt, sie umkreist die Erde in etwa 400 Kilometern Höhe.

    Es folgte der Landeanflug, eine entscheidende Phase: Der Testflug sollte klären, ob der Hitzeschild von "Orion" Temperaturen von mehr als 2000 Grad Celsius beim Wiedereintritt in die Atmosphäre standhält. Mit Spannung erwarteten die Nasa-Ingenieure zudem Messungen der Strahlung in der Kapsel, schließlich sollen irgendwann Menschen mit "Orion" fliegen.

    Die Raumkapsel schlägt auf, Wasser spritzt

    Eine Kamera an Bord der Kapsel zeichnete auf, was Astronauten gesehen hätten. Zehn Minuten vor der Landung drang "Orion" mit mehr als 30.000 Stundenkilometern in die Atmosphäre, plötzlich bremste der Luftwiderstand. Die Reibung der Raumkapsel erhitzte die Luft auf 2200 Grad - sie begann zu glühen. Russische Sojus-Kapseln, die von der Raumstation ISS zurückfliegen, sind nicht mal halb so schnell - und entsprechend weniger unter Druck.

    Der Aufprall des Raumschiffs riss die Luftteilchen auseinander, Plasma entstand, es leuchtete in grellen Farben: Erst weiß, dann gelb, bald violett. "Orion" überstand den Härtetest. Schließlich wurde die Vollbremsung eingeleitet: Rot-Weiß gestreifte Fallschirme schossen hervor. Gemütlich gondelte das Raumschiff mit 30 Stundenkilometern seinem Ziel entgegen, dem Pazifik. Das Video dokumentiert die erfolgreiche Landung: Die Raumkapsel schlägt auf, Wasser spritzt.

    Beim nächsten Testflug sollen die Bedingungen weiter verschärft werden: "Orion" soll höher steigen, um dann noch schneller fallen, um die Rückkehr von weiter Reise zu simulieren.

    Mit "Orion" will die Nasa Aufbruchstimmung erzeugen. Ihre Spaceshuttles sind seit 2011 außer Betrieb, bemannte Routineflüge zur Raumstation ISS führen die Russen und ab 2017 zwei Privatunternehmen aus den USA durch. Die Nasa selbst konzentriert sich nun auf Ziele außerhalb des Erdorbits. Ein erster bemannter Flug in einer "Orion"-Kapsel ist nicht vor 2021 geplant. Mitte der 2030er Jahre könnte die Nasa mit der Raumkapsel Menschen zum Mars befördern.
    spiegel.de
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    AW: Das Comeback der Raumpatrouille Orion

    "Orion" testet neue Sonnensegel erfolgreich

    Es ist ein weiterer Schritt in Richtung Mars: Raumschiffbauer freuen sich über einen erfolgreichen Test an der Nasa-Kapsel "Orion". Erstmals kommt eines der wichtigsten Teile für ein US-Raumschiff aus Europa.


    Foto © NASA

    Die Nasa hat am Montagmorgen (Ortszeit) im US-Bundesstaat Ohio erstmals erfolgreich europäische Solarmodule für das neue "Orion"-Raumschiff getestet. Das Ausklappen der vier beweglichen Sonnensegel, die immensen Belastungen standhalten müssen, sei gelungen, meldeten Nasa und Airbus von der Nasa Plum Brook Station in Sandusky.


    "Um den starken Druck zu beschränken, muss ein Flügel im 60-Grad-Winkel vorwärts und rückwärts zu bewegen sein - wie der eines Vogels", erläuterte der Chef des Entwicklerteams von Airbus, Arnaud de Jong, in den Niederlanden.

    Die Sonnensegel gehören zum europäischen Service-Modul (ESM) der "Orion"-Kapsel, die irgendwann auch Richtung Mars starten soll. Das ESM wurde von Airbus Defence and Space im Auftrag der europäischen Weltraumorganisation Esa entwickelt. Damit liefert Europa erstmals eines der wichtigsten Teile für ein amerikanisches Raumschiff.

    Das Service-Modul ist für den Antrieb, die Energieversorgung, die Temperaturkontrolle und zentrale Elemente des Lebenserhaltungssystems der amerikanischen Orion-Kapsel verantwortlich, in der bis zu sechs Astronauten Platz haben werden.

    Die "Orion" soll in Zukunft Menschen zum Mond, zu Asteroiden und vielleicht Mitte 2030 sogar zum Mars bringen. Der erste unbemannte Testflug gen Mond ist für 2017/2018 geplant. Astronauten werden erst ab 2020 an Bord der "Orion" fliegen.

    Ihren unbemannten Jungfernflug hatte die "Orion" bereits im Dezember 2014 absolviert. Mit dem Programm will sich die Nasa auf Ziele außerhalb des Erdorbits konzentrieren, nachdem die Spaceshuttles seit 2011 endgültig nicht mehr genutzt werden.
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