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    Boston-Bomber bekommt Todesstrafe

    Die USA im Schockzustand

    US-Präsident Obama vermeidet in einer ersten Stellungnahme das Wort "Terrorismus". Doch nach den Sprengstoffexplosionen beim Boston-Marathon, bei denen mehr als 100 Menschen verletzt wurden und drei starben, schaltet das Land reflexartig in den Terrorabwehr-Modus. An vielen Orten in den Vereinigten Staaten werden die Sicherheitsvorkehrungen erhöht.




    Bei Bombenanschlägen auf den weltbekannten Boston-Marathon sind mindestens drei Menschen getötet worden, unter ihnen ein achtjähriger Junge. Mehr als 100 weitere Menschen wurden durch die beiden fast zeitgleichen Explosionen während des Großereignisses in der US-Ostküstenmetropole am Montag verletzt, wie die Behörden mitteilten. Der Nachrichtensender CNN meldet mindestens 144 Verletzte.

    Präsident Barack Obama erklärte noch am Abend in einer kurzen Live-Ansprache im Fernsehen, man wisse noch nichts über Täter oder Motiv, werde die Verantwortlichen aber zur Rechenschaft ziehen. Bei Obamas Auftritt schwang Entschlossenheit mit, er sprach von einer "Tragödie", das Wort "Terrorismus" vermied er.

    Obama wurde nach Angaben des Präsidialamts von FBI-Chef Robert Mueller und Heimatschutzministerin Janet Napolitano über die Ereignisse informiert. Die Regierung werde jede Hilfe zur Verfügung stellen, die bei den Ermittlungen benötigt werde. Obama sagte, er habe die Bundesbehörden angewiesen, die Sicherheitsmaßnahmen in den USA, wo es nötig sei, zu erhöhen. Auch die Behörden in den Städten New York und Washington kündigten solche Schritte an.




    Verschärfte Sicherheitsvorkehrungen

    Der Gouverneur des Bundesstaats Massachusetts, Deval Patrick, erklärte, dass sich die Einwohner von Boston in den kommenden Tagen auf eine "erhöhte Polizeipräsenz" und Routinekontrollen von Rucksäcken und Paketen einstellen müssten. Der Tatort rund um das Ziel des Marathons bleibe abgeriegelt. Patrick rief die Bevölkerung auf, verdächtiges Verhalten den Behörden zu melden.

    Auch in den New Yorker U-Bahnen und Bahnhöfen hat die Polizei ihre Präsenz deutlich erhöht. An nahezu jeder Haltestelle der Subway stand am Montagabend (Ortszeit) ein Polizist, an größeren Bahnhöfen auch mit Sturmgewehr, Schutzweste und Gefechtshelm. Zudem gab es Durchsagen, um die Reisenden zu beruhigen. "Die Polizei ist für Sie da, wir schützen Sie", aber auch: "Wenn Sie etwas Verdächtiges sehen, behalten Sie es nicht für sich, sondern verständigen Sie einen Polizisten."

    Vertreter des Weißen Hauses sprechen anonym von einem "Terrorakt"

    Unter dem Mantel der Anonymität scheuten sich Vertreter des Weißen Hauses nicht, von Terrorismus zu sprechen. Ein ranghoher Mitarbeiter Obamas sagte, dass "jedes Ereignis mit mehreren Sprengsätzen - wie offenbar dieses - ein klarer Terrorakt" sei. Auch im Kongress war schnell von einem Anschlag die Rede. Senatorin Susan Collins sagte etwa, die Explosionen "tragen alle Kennzeichen einer Terrorattacke".

    Kurz nachdem die Explosionen im Abstand von nicht einmal 15 Sekunden die Zuschauerzonen vor dem Zieleinlauf verwüstet hatten, schalteten die USA reflexartig in den Terrorabwehr-Modus. Am Bostoner Flughafen wurde der Verkehr vorübergehend eingestellt, in New York und anderen großen Städten des Landes erhöhten die Behörden umgehend die Sicherheitsvorkehrungen. Der Secret Service sperrte den Touristenbereich vor dem Weißen Haus in Washington ab. "Tödliche Terrorattacke beim Bostoner Marathon", blendete der Nachrichtenkanal CNN ein.

    Die Ermittler waren dagegen zurückhaltend. "Das sind strafrechtliche Ermittlungen und mögliche Terrorermittlungen" sagte der leitende Agent der Bundespolizei FBI, Rick DesLauriers, bei einer Pressekonferenz. Einzelheiten nannte er mit Verweis auf "laufende Ermittlungen" nicht.

    Die Bostoner Polizei berichtete, ihr seien vor den Explosionen keine konkreten Drohungen bekannt gewesen. Polizeichef Ed Davis wies Berichte zurück, nach denen ein Tatverdächtiger gefasst sei. Es würden mehrere Menschen vernommen, bestätigte Davis lediglich.

    Wachgerufenes Trauma des 11. September

    Das FBI will offenkundig Schnellschüsse vermeiden - denn spätestens seit dem 11. September 2001 ruft ein Anschlag auf dem Staatsgebiet der USA unweigerlich Spekulationen über eine mögliche Drahtzieherschaft des Terrornetzwerks Al-Qaida oder verbrüderter Gruppen hervor. Die Attacke mit fast 3000 Todesopfern, bei denen Al-Quaida-Anhänger das einst stolze World Trade Center in New York mit gekaperten Passagierflugzeugen zum Einsturz brachten, hat sich tief in die kollektive Psyche des Landes eingegraben.

    Die Vorsitzende des Geheimdienstausschusses im Senat, Dianne Feinstein, hält eine Terrorattacke in Boston für wahrscheinlich - es wäre der schwerste Anschlag auf US-Boden seit dem 11. September 2001. Allerdings sei unklar, ob es sich bei den Tätern um eine ausländische Terrorgruppe handele, sagte Feinstein. Denn die USA haben auch eine Tradition des Inlandsterrorismus: Im April 1995 sprengte der Armeeveteran Timothy McVeigh ein Gebäude von Bundesbehörden in Oklahoma City in die Luft, 168 Menschen kamen ums Leben. Angetrieben wurde er offenbar vom Hass auf die Regierung in Washington.

    Nach Angaben der Organisatoren gingen 23.326 Läufer an den Start, eine halbe Million Zuschauer säumten die Straßen. Die Explosionen ereigneten sich am Nachmittag gegen 14:50 Uhr (Ortszeit) rund 100 Meter voneinander entfernt, als Hobby-Läufer gerade die Ziellinie überquerten. Der Großteil aller Läufer, 17.584 Personen, hatte das Ziel bereits erreicht. "Es klang wie ein Überschallknall", sagte eine Teilnehmerin des traditionsreichen Marathons, der erstmals 1897 ausgetragen wurde. "Ich zittere immer noch."

    Ban: "Schrecklicher und sinnloser Akt der Gewalt"

    Weltweit mehren sich nun die Reaktionen auf den Vorfall. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon zeigte sich in einer ersten Reaktion erschüttert und verurteilte die Bombenanschläge scharf. "Diese sinnlose Gewalt ist umso schrecklicher, weil sie bei einem Ereignis stattgefunden hat, das dafür bekannt ist, Menschen aus aller Welt in Fairness und Harmonie zusammenzubringen", sagte Ban am Montag (Ortszeit) in New York. Seine Gedanken seien bei den Angehörigen der Opfer und bei allen Menschen in Boston.

    Auch Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen äußerte sich entsetzt über den Bombenanschlag in der US-Ostküstenmetropole Boston. "Ich bin tief schockiert von den Explosionen beim Boston-Marathon", erklärte Rasmussen in der Nacht zum Dienstag in Brüssel. Er sprach den Familien und Freunden der Todesopfer sein Mitgefühl aus und wünschte den Verletzten eine vollständige Genesung. "Meine Gedanken sind bei den Menschen in Boston und in den gesamten USA", erklärte der Nato-Generalsekretär weiter.

    Der britische Premierminister David Cameron äußerte sich via Twitter zu dem Anschlag "Die Bilder aus Boston sind schockierend und entsetzlich", schrieb Cameron in der Nacht zum Dienstag. Seine Gedanken seien bei allen Betroffenen, so der Premier weiter.

    Die US-Flaggen über dem Kongressgebäude in Washington wehten nach dem Anschlag auf halbmast, eine Anordnung des Parlamentspräsidenten John Boehner. "Das ist ein schrecklicher Tag für alle Amerikaner", schrieb er in einer Mitteilung.

    Auch Frankreich ruft zu erhöhter Wachsamkeit auf

    Der Vorfall in Boston wirkt mittlerweile auch in Europa nach. So hat der französische Innenminister Manuel Valls zu erhöhter Wachsamkeit aufgerufen. Valls habe angeordnet, dass die Sicherheitskräfte "ohne Verzögerung" die Zahl ihrer Patrouillen erhöhten, teilte das Ministerium in Paris am späten Montagabend mit. Der Schwerpunkt solle dabei weiterhin auf der Umgebung öffentlicher Gebäude liegen.

    Valls rief in der Mitteilung zudem die Bürger auf, wachsam zu sein und beispielsweise verdächtige Pakete oder Gepäckstücke zu melden. Panik solle jedoch vermieden werden. Sollte es zu einem "Vorfall" oder einem Alarm kommen, müssten die Anweisungen der Sicherheitskräfte unbedingt befolgt werden, mahnte der Minister. Die Franzosen sollten in einem solchen Fall "ihre Geduld und ihren Bürgersinn" unter Beweis stellen.

    Für Verwirrung sorgte eine Erklärung von Polizeichef Davis zu einer angeblichen dritten Detonation, welche die Präsidentenbibliothek von John F. Kennedy in Boston getroffen hätte. Später zog die Polizei dies zurück. Bei dem Vorfall habe es sich lediglich um ein Feuer gehandelt, das allem Anschein nach nicht im Zusammenhang mit den Explosionen beim Marathon gestanden habe.

    Gesellschaftliches Leben vorerst lahm gelegt

    Das Boston Symphony Orchester sagte ein für den Abend geplantes Konzert ebenso ab wie die Eishockeymannschaft der Boston Bruins ihr Heimspiel. Die nordamerikanische Basketball-Liga NBA hat nach dem Bombenanschlag das für Dienstag geplante Heimspiel der Boston Celtics gegen die Indiana Pacers ersatzlos gestrichen.

    Als Reaktion auf die Tat weiteteten die US-Börsen ihre Verluste aus und schlossen deutlich im Minus. Auch die Märkte in Fernost verbuchten zu Handelsbeginn kräftige Verluste.

    Quelle




    Marathon-Minute 04:09:43 in Boston verändert alles
    Polizei durchsucht Wohnung in Vorort von Boston
    Geändert von salviner01 (27.11.14 um 15:21 Uhr)
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    Bomben in Boston: Tödliche Ladung im Schnellkochtopf

    Schnellkochtöpfe, Metallkugeln und Nägel: Die Sprengsätze beim Anschlag in Boston waren darauf ausgerichtet, möglichst viele Personen zu verletzen. Ermittler werten nun Videoaufnahmen und Fotos vom Tatort aus - sie hoffen, die "Signatur der Bombe" zu entschlüsseln.

    Boston - Der Anschlag beim Boston-Marathon wurde mit aus Schnellkochtöpfen gebauten Sprengsätzen verübt. In den Behältern waren Metallteile, Nägel und Kugeln aus Kugellagern enthalten. Das berichten die Nachrichtenagentur Associated Press, die "New York Times" und CNN übereinstimmend. Demnach wurden die Bomben mit den 6-Liter-Töpfen offenbar in schwarzen Taschen auf dem Boden abgelegt.

    Bomben aus Schnellkochtöpfen werden immer wieder benutzt; Fälle sind laut einer Erhebung der US-Bundespolizei FBI und des Ministeriums für Heimatschutz aus Indien, Nepal und Pakistan bekannt. Der Kochtopf fungiert dabei als Druckbehälter, damit der Sprengstoff seine Wirkung entfaltet.

    In den Bomben in Boston war offenbar kein C4 oder anderer hochwertiger Sprengstoff enthalten - Experten vermuten eher eine vergleichsweise einfache Konstruktion mit Schießpulver. CNN berichtet unter Berufung auf einen Ermittler, vermutlich sei kein Handy benutzt worden, um die Bomben zu zünden. Es spreche mehr für einen Zeitzünder.

    Die "New York Times" zitiert den Vorsitzenden des Heimatschutzausschusses im Repräsentantenhaus, Michael McCaul, mit den Worten, die Behörden gingen davon aus, dass die Sprengsätze Ähnlichkeit mit Bomben haben, die in Afghanistan oder Irak gegen US-Truppen eingesetzt werden. Allerdings könne man nicht sagen, ob der Anschlag in Boston von Ausländern verübt worden sei. Auch einer von drei Sprengsätzen beim versuchten Bombenanschlag am Times Square im Mai 2010 war aus einem Schnellkochtopf gebaut.

    Die Sprengsätze in Boston waren nicht darauf ausgelegt, möglichst großen Schaden an Gebäuden anzurichten - sondern an Menschen. Davon gehen Ärzte an Krankenhäusern in Boston aus, an denen Verwundete versorgt werden. Ein Notarzt des Brigham and Woman's Hospital sagte, die aus den Körpern von Verletzten entfernten Metallteile "waren klar dafür vorgesehen, Projektile zu sein, und wurden in den Sprengsatz eingebaut". Manche Verletzten haben demnach Dutzende kleiner Metallteile im Körper; die Bomben sollten offenbar möglichst viele Personen verstümmeln.

    Die Ermittler hätten umfangreiche Tipps erhalten, sagte der führende FBI-Ermittler Richard DesLauriers. "Dies wird eine weltweite Ermittlung." Man werde bis ans Ende der Welt gehen, um den oder die Verantwortlichen zu finden.

    Derzeit werden Zeugen befragt und der Tatort untersucht. Bostons Polizeichef Ed Davis nannte das abgesperrte Gebiet um die Boylston Street "den komplexesten Tatort in der Geschichte unserer Polizei". Zunächst waren 15 Häuserblocks abgesperrt, später zwölf.

    Ermittler sichten derzeit Videoaufnahmen und Fotos vom Tatort - in der Hoffnung, darauf jemanden zu finden, der die Beutel mit den Bomben platzierte. Selbst das kleinste Stückchen Schutt könne dabei helfen, die "Signatur der Bombe" zu entschlüsseln, zitierte CNN einen Insider. Nach Angaben des FBI vom Abend habe man ein Stück schwarzen Nylons, möglicherweise von einem Rucksack, und Teile von Nägeln sichergestellt.

    Die Heimatschutzministerin Janet Napolitano erklärte, es gebe keine Anzeichen dafür, dass die Anschläge Teil einer größeren Verschwörung seien. Laut FBI hat sich bisher niemand zu der Tat bekannt, man habe auch keine konkreten Hinweis auf einen oder mehrere Verdächtige. Präsident Obama wird am Donnerstag nach Boston fliegen, um an einem Gedenkgottesdienst teilzunehmen.

    Quelle


    Opfer und Helden



    Eine elende Schweinerei ist das, die Täter schnappen und dann schön langsam an den Eiern aufhängen, vorsichtig aber, damit der Beutel nicht sofort abreißt.

    Tödliches Rizin in Brief an US-Senator gefunden
    Anschlagsopfer Martin Richard: "Dieser kleine Junge wird nie mehr nach Hause kommen"
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    Amerika jagt zwei Mützenträger

    Heiße Spur nach dem Attentat in Boston: Das FBI präsentiert Bilder zweier Verdächtiger mit Baseballmützen und Rucksäcken. Wer sind die beiden jungen Männer, was machten sie am Tatort?




    Richard DesLauriers, der Special Agent des FBI für Boston, macht es spannend. Eigentlich hat er für 17 Uhr eine Pressekonferenz im Sheraton Hotel angekündigt, will neueste Ermittlungsergebnisse präsentieren. Doch die Minuten verstreichen, DesLauriers zeigt sich nicht. Helfer tragen zwei Staffeleien herein, darauf schwarze Pappen. Die Rückseiten von Fotoaufnahmen.

    Damit ist klar: Nach drei Tagen hat das FBI eine heiße Spur, wird offensichtlich gleich Bilder zweier Verdächtiger präsentieren. DesLauriers lässt noch weitere gut zehn Minuten verrinnen, dann sein Auftritt.

    Schwarze Kappe, weiße Kappe

    Rund um die Uhr hätten die Behörden seit Montag gearbeitet, sagt er. Methodisch seien sie den Spuren nachgegangen. Und dann, endlich, lässt er die Pappen herumdrehen, zeigt Fahndungsbilder nach den Verdächtigen: Zwei Männer, von Videokameras kurz vor der Explosion jener beiden Bomben im Zielbereich des Marathonlaufs aufgenommen, die drei Menschen in den Tod rissen und mehr als 170 verletzten.

    Der eine Mann trägt Sonnenbrille und eine schwarze Baseballkappe; der andere eine weiße, nach hinten gedreht. Offensichtlich gehen sie hintereinander durch die Menge, der "Verdächtige 1" (DesLauriers) mit der schwarzen Mütze vor dem "Verdächtigen 2".

    Beide tragen Rucksäcke, in denen sich die Sprengsätze befunden haben sollen. Man habe die Verdächtigen bisher nicht identifizieren können, sagt der FBI-Agent.

    Der Mann mit der weißen Mütze ist auf dem Profilfoto gut zu erkennen: Er ist jung und hat dunkle Haare. Die Polizei hat den Angaben zufolge Filmaufnahmen, auf denen zu sehen ist, wie der Mann mit der weißen Kappe seinen Rucksack vor dem Restaurant abstellt, vor dem sich die zweite Explosion ereignete. Von dem anderen Verdächtigen gebe es keine derartigen Bilder, sagt DesLauriers. Der Rucksack sei "Minuten" vor der Detonation der Bombe abgelegt worden.

    "Irgendjemand da draußen kennt sie"

    Das FBI setzt nun auf die Hilfe der Öffentlichkeit. "Jede noch so kleine Information hilft uns weiter", sagt DesLauriers. Und: "Irgendjemand da draußen kennt diese Individuen." Die Bilder der Verdächtigen werden auf alle erdenklichen Wege verbreitet: Übers Fernsehen, über die sozialen Netzwerke, über Abertausende Retweets auf Twitter, auf Englisch, auf Spanisch. Und auch auf digitalen Anzeigetafeln rund um Boston sind die Mützenträger zu sehen. In wenigen Stunden wird so gut wie jeder Amerikaner die Bilder gesehen haben.

    Und dann ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis die Männer gestellt sind. Das zumindest ist die Hoffnung.

    FBI-Chefermittler DesLauriers warnt allerdings davor, dies in Eigenregie zu versuchen: Die Verdächtigen seien möglicherweise "bewaffnet und extrem gefährlich". Ob von den beiden in der Zwischenzeit weitere Anschläge drohten, wird er gefragt. "Nein", sagt DesLauriers, "es gibt keine unmittelbar bevorstehende Gefahr."

    Schießerei auf Bostoner Campus

    Seit der FBI-Pressekonferenz wird in Boston spekuliert: Was mag es bedeuten, dass es möglicherweise zwei Täter gibt statt eines verwirrten Einzeltäters? Deutet das auf einen ausgetüftelten Plan hin? Oder erhöht dies gar die Chancen, dass die Verdächtigen rasch gestellt werden, da zwei Personen logischerweise mehr Bekannte, Freunde, Nachbarn haben als eine?

    Die Lage in der Stadt jedenfalls ist angespannt. Einerseits naht das Wochenende, viele junge Leute sind am Abend unterwegs, Restaurants und Bars sind gut gefüllt. Andererseits reagieren die Menschen in den Tagen nach dem Marathon-Attentat besonders sensibel auf Zeichen der Gefahr.

    So löst am Mittwoch eine Bombendrohung gegen Bostons Bundesgericht neue Ängste aus - am Ende stellt sie sich glücklicherweise als gegenstandslos heraus. Am späten Donnerstagabend wiederum meldet das renommierte Massachusetts Institute of Technology (MIT) eine Schießerei auf dem Campus, ein Polizist wird offenbar schwer verletzt. Hinweise auf einen Zusammenhang mit dem Bombenanschlag gibt es bisher nicht.

    Was ist bloß los mit unserer Stadt?

    Die Leute fragen sich: Was ist bloß los in unserer Stadt? Sie suchen nach Halt und Orientierung. Am Donnerstagmittag versammeln sich 2000 Menschen zu einem Gedenkgottesdienst in der Heiligkreuz-Kathedrale in der Nähe des Tatorts, Tausende stehen draußen. Aus Washington ist der US-Präsident eingeflogen. Barack Obama spricht tröstende Worte: "Wir werden alle an eurer Seite stehen, wenn ihr lernt, wieder zu stehen, wieder zu arbeiten - und zu laufen", ruft er den Bostonern zu.

    Die Täter hätten Terror verbreiten wollen, "aber es sollte mittlerweile klar sein, dass sie sich dafür die falsche Stadt ausgesucht haben". Die Zuhörer stehen auf, applaudieren. Es mag sein, sagt Obama, dass "es uns gerade von den Füßen gerissen hat, aber wir werden aufstehen und das Rennen beenden". Dann versucht er ein Lächeln inmitten all dieser Trauer: "Wir sind nicht aufzuhalten." Und: "Eine Bombe kann uns nicht besiegen."

    Obama hat auch eine Botschaft an die Täter. "Wir werden euch finden", sagt er, "und wir werden euch zur Verantwortung ziehen."

    Quelle
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    Die Jagd ist zu Ende - Boston jubelt
    "Wir haben heute Nacht einen Sieg zu vermelden": Nach einer viertägigen, beispiellosen Suche mit Tausenden Polizisten wird der mutmaßliche Bombenleger Dschochar Zarnajew gestellt, festgenommen und verletzt in eine Klinik eingeliefert. Amerika atmet auf, viele offene Fragen bleiben.

    Sie haben ihn. Und sie haben ihn lebend. Um 20.58 Uhr an diesem Freitagabend twittert Bostons Polizei: "Gefangen!!! Die Jagd ist beendet. Der Terror ist vorbei. Und die Gerechtigkeit hat gesiegt." Es ist das Ende einer viertägigen, nervenaufreibenden Suche.

    Der 19-jährige Dschochar Zarnajew hatte sich in Bostons Nachbarstadt Watertown versteckt, unter der Plane eines in einem Garten geparkten Bootes. Ein paar hundert Meter weiter, an der Polizeiabsperrung Ecke Irving und Arsenal Street, da jubeln die Anwohner den Polizisten zu, applaudieren den vorbeirasenden Wagen mit Blaulicht. Es ist vorbei, sagen sie. Endlich vorbei. Fast 24 Stunden mussten sie sich in ihren Häusern verbarrikadieren; fast 24 Stunden durchsuchten mehrere tausend Polizisten das gesamte Viertel.

    Und lange Zeit sah es nicht gut aus. Noch gegen 18 Uhr am Freitag musste der Polizeichef von Massachusetts, Timothy Alben, eingestehen, dass die Suche bisher erfolglos gewesen sei. Oder war das nur ein Bluff? Denn unmittelbar danach überschlugen sich die Ereignisse. "Wir bekamen einen Anruf aus der Franklin Street in Watertown", wird sich der Polizeichef ein paar Stunden später erinnern. Ein Bewohner habe eine Blutspur an der Abdeckplane seines Boots im Garten bemerkt, den Schutz angehoben und einen blutigen Mann entdeckt. Daraufhin habe er sich sofort zurückgezogen und die Polizei alarmiert. Doch die Polizei bot auch eine andere, zumindest ergänzende Version: Demnach habe man den Mann über einen Wärmefühler aus einem Hubschrauber geortet.

    Jedenfalls lag im Boot tatsächlich der offenbar von der Schießerei am Vortag verletzte Zarnajew. Verletzt in jener Auseinandersetzung mit der Polizei, die sein 26-jähriger Bruder und mutmaßlicher Mittäter Tamerlan nicht überlebt hatte.

    Blendgranaten und ein Feuergefecht
    Die am Freitag herbeigeeilten Polizisten lieferten sich einen Schusswechsel mit ihm, später feuerten sie Blendgranaten. Weil sie eine Sprengweste an seinem Körper fürchteten, wurde ein Roboter eingesetzt, der die Plane wegzog. Schließlich konnte Zarnajew überwältigt werden. "Leute, wir sind erschöpft, aber wir haben heute Nacht einen Sieg zu vermelden", so Polizeichef Alben. Und US-Präsident Barack Obama gab aus dem Weißen Haus zu verstehen: "Amerikaner lassen sich nicht terrorisieren". Das sei die Lehre aus dieser Bostoner Woche.

    Es war eine furchtbare Woche für die USA. Am frühen Montagnachmittag explodierten im Zielbereich des traditionsreichen Boston-Marathons zwei Bomben; Der achtjährige Martin Richard, Lingzi Lu und Krystle Campbell sterben, etliche Menschen werden verstümmelt, insgesamt mehr als 170 verletzt. Nach Sichtung verfügbarer Video- und Fotoaufnahmen vom Marathon präsentiert das FBI am Donnerstag Bilder der Verdächtigen: zwei Männer, der eine mit schwarzer, der andere mit weißer Baseballkappe.

    Die Behörden stellen sich auf eine lange, mühsame Suche ein. Doch in der Nacht auf Freitag kommt es auf dem Gelände auf dem Campus der Eliteuniversität MIT zu einer Schießerei, in deren Verlauf mutmaßlich die Brüder Zarnajew den 26-jährigen Polizeibeamten Sean Collier töten. Kurz darauf zwingen die beiden einen Autofahrer, ihnen seinen Mercedes zu überlassen. Sie halten den Mann eine halbe Stunde lang in ihrer Gewalt, dann lassen sie ihn laufen.

    Die Brüder flüchten nach Watertown, liefern sich eine wilde Verfolgungsjagd mit der Polizei und werfen auch Sprengkörper aus dem Auto. Es kommt zu Schusswechseln, die Tamerlan Zarnajew nicht überlebt. Dschochar entkommt.

    Boston wandelte sich zur Geisterstadt
    Von diesem Moment an steht der Großraum Boston unter Belagerung. Der Gouverneur von Massachusetts, Deval Patrick, verhängt einen sogenannten Lockdown: Die Leute werden angewiesen, in ihren Häusern zu bleiben. Boston wandelt sich zur Geisterstadt. Die Straßen von Watertown sind gesäumt von Polizei- und Armeeeinheiten. Mit aus dem Irak-Krieg bekannten Humvee-Geländewagen fährt die Military Police Streife. In Cambridge untersucht die Polizei Haus und Umfeld, in dem die Brüder wohnten.

    Kaum einer ihrer Bekannten kann sich einen rechten Reim auf den Wandel der beiden machen, die tschetschenische Wurzeln haben. Da ist zum Beispiel Gilberto Junior, der Automechaniker um die Ecke, bei dem Dschochar regelmäßiger Kunde war. Am Dienstag, also am Tag nach dem Anschlag, sei der 19-Jährige noch bei ihm gewesen, erzählt Gilberto. Der Junge sei komisch drauf gewesen, "ich dachte, er sei auf Drogen". Zarnajew habe ständig auf den Fingernägeln gekaut, seine Beine hätten gezittert: "Der war total nervös." Drei Tage später endet Zarnajews Flucht unter der Plane eines Bootes.

    Warum haben die Brüder gemordet? Warum haben sie Boston terrorisieren wollen? Sie seien doch in Amerika aufgewachsen, sagt Obama auf seiner Pressekonferenz, hätten hier studiert. Warum? Und es sei ebenfalls noch nicht geklärt, ob die beiden Männer Hilfe von Mittätern erhalten hätten. Tatsächlich wurden nahezu zeitgleich zur Polizeiaktion in Watertown drei weitere Leute in Gewahrsam genommen - in New Bedford, einer Küstenstadt im Südosten von Massachusetts.

    Waren die Zarnajews Islamisten? Welche Rolle spielte die Religion für die Brüder? Da gibt es viele Unklarheiten. Tamerlan zum Beispiel soll bei YouTube einige radikalislamistische Videos als Favoriten verlinkt haben; über Dschochar hingegen sagte eine Kommilitonin dem "Boston Globe", er sei "nicht so religiös" gewesen, vielmehr ein normales Stadtkind: "Er sagte nie irgendwas über Russland versus die USA."

    "Heute werden wir alle ein bisschen besser schlafen"
    US-Staatsanwältin Carmen Ortiz kündigt am Freitagabend eine eingehende Untersuchung an: Die Festnahme des mutmaßlichen Täters sei nicht das Ende, sondern für sie setze sich die Reise jetzt fort. Es gelte, eine Vielzahl an Beweisen zu sichten und die Anklage zu erheben. Klar sei nur: "Heute werden wir alle ein bisschen besser schlafen."

    Genau so sehen das auch Bostons Bürger, die die Verhaftung Zarnajews am Freitagabend mit Autohupkonzerten feiern. Junge Leute ziehen mit US-Fahnen durch die Straßen, rufen "Boston! Boston!" und "USA! USA!" Draußen in Watertown sagt ein Anwohner, nachdem alles vorbei ist: "Boston wird jetzt wieder zur Normalität zurückkehren." Die Bruins, das Eishockeyteam, werde wieder spielen; genauso wie die Red Sox, das Baseball-Team. "Und ich hoffe", sagt der Mann, "dass uns dies hier alle ein Stück näher zusammengebracht hat."
    Quelle
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    Dzhokhar Tsarnaev ist wach und beantwortet Fragen
    Der verletzte mutmaßliche Bombenattentäter des Boston-Marathons, Dzhokhar Tsarnaev, ist im Krankenhaus aufgewacht und antwortet auf Fragen. Vermutlich hatten die Brüder noch weitere Anschläge geplant.

    Der schwer verletzte mutmaßliche Attentäter des Boston-Marathons ist Medienberichten zufolge bei Bewusstsein. Der auf der Intensivstation eines Krankenhauses liegende 19-jährige Dzhokhar Tsarnaev reagiere sporadisch, berichtete der Sender ABC am Sonntag auf Twitter.

    Dem Sender NBC und der Zeitung "USA Today" zufolge antwortet er in seinem Krankenbett schriftlich auf Fragen der Ermittler, wie am Abend in der Internetausgabe berichtet wurde. Sie bezog sich auf anonyme Aussagen eines der Fahnder.

    Durchschuss im Mund und Beinwunde

    Tsarnaev wird im Beth Israel Deaconess Medical Center von Boston wegen eines Durchschusses im Mund und einer schweren Schusswunde am Bein behandelt. Der 19-Jährige werde beatmet und stehe unter Beruhigungsmitteln.

    Fahnder der Bundespolizei FBI mutmaßten, dass er sich die Schusswunde selbst zugefügt haben könnte, um sich vor seiner Ergreifung durch die Polizei am Freitag das Leben zu nehmen.

    Zuvor hatte der Bürgermeister von Boston, Tom Menino, Zweifel daran geäußert, dass der Mann wegen seiner schweren Verletzungen jemals werde befragt werden können. Es war unklar, wann er wieder sprechen könne.

    Anklage wegen Terrorismus am Montag

    Medienberichten zufolge bereitet das US-Justizministerium eine Anklage wegen Terrorismus vor, er könnte demnach schon am Montag angeklagt werden.

    Mehrere republikanische Senatoren hatten gefordert, Dzhokhar Tsarnaev als "feindlichen Kämpfer" einzustufen. Damit hätte der Verdächtige den gleichen Status wie die Terrorverdächtigen, die im umstrittenen US-Gefangenenlager Guantánamo auf Kuba inhaftiert sind. Rechtsexperten halten das aber für nicht möglich, weil der Verdächtige die US-Staatsbürgerschaft hat.

    Senator Lindsey Graham stellte inzwischen klar, dass er nur für die Vernehmung als "feindlicher Kämpfer" eingestuft werden, sein Prozess dann aber vor einem Zivilgericht stattfinden sollte. Dies würde bedeuten, dass Tsarnaev in den ersten Tagen nicht über sein Recht zu schweigen und auf anwaltlichen Beistand aufgeklärt wird.

    Vermutlich weitere Anschläge geplant

    Tsarnaev war in der Nacht zu Samstag bei einer beispiellosen Polizeiaktion in einem Bostoner Vorort entdeckt und festgenommen worden. Sein Bruder Tamerlan wurde bei einem Schusswechsel während der Fahndung getötet.

    Die beiden Brüder hatten nach Einschätzung der Ermittler vermutlich noch weitere Anschläge geplant. Wie der Bostoner Polizeichef Ed Davis am Sonntag dem Fernsehsender CBS sagte, waren Dzhokhar und Tamerlan mit selbst gebastelten Handgranaten und Sprengsätzen bewaffnet, die sie während der Verfolgungsjagd in der Nacht zum Freitag auf die Polizisten geschleudert hätten. Die Ermittler versuchten nun herauszufinden, wie und wo sie an ihre Waffen und Sprengsätze gekommen seien.

    In einer Klinik mit den Opfern

    Die Brüder sollen am vergangenen Montag einen Doppelanschlag auf den Bostoner Marathon verübt haben. Dabei wurden drei Menschen getötet und etwa 180 weitere verletzt. Auf ihrer Flucht sollen sie einen Polizisten erschossen und einen weiteren Beamten schwer verletzt haben.

    Der 26-jährige Tamerlan Tsarnaev starb bei der Verfolgungsjagd in der Nacht zum Freitag, sein sieben Jahre jüngerer Bruder wurde einen Tag später schwer verletzt festgenommen.

    Dzhokhar Tsarnaev liegt unter schwerer Bewachung in der Klinik, in der auch elf der Opfer des Attentats vom vergangenen Montag liegen. Rund 40 weitere Verletzte werden noch immer in anderen Kliniken behandelt.

    Quelle


    "Das Boot war sein Baby. Es muss ihm das Herz brechen"
    US-Politiker wollen Zarnajew Rechte entziehen

    Geändert von salviner01 (27.11.14 um 15:28 Uhr)
    Ich bin fest davon überzeugt, daß es für den Tonfilm einen Markt gibt.
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    Da ich den Amis grundsätzlich nichts glaube was mit Terror zu tun hat hier ein Beitrag zu Boston

    Boston - die offizielle Story bricht zusammen

    Was uns über den Bombenanschlag in Boston erzählt wird ist mehr als fragwürdig. Das FBI ist mittlerweile bei einer Lüge nach der anderen erwischt worden. Ausserdem beruht die ganze Geschichte über den Ablauf in Boston nur auf Behauptungen die mit nichts bewiesen sind.

    Lüge 1: Es wird von den Behörden behauptet, Überwachungsvideos des Bombenanschlags zeigen wie ein Verdächtiger seinen Rucksack auf den Boden legt und ruhig sich entfernt, bevor die Bombe darin explodiert. Das Video soll Dzhokhar unmittelbar mit der Explosion in Verbindung bringen. Das Problem ist nur, solche Videos gibt es nicht und die Bilder können nicht gezeigt werden.

    Lüge 2: Das FBI zeigt Fotos der beiden Tsarnaev-Brüder und sagt, es seinen die Tatverdächtigen. Wie kommt das FBI ausgerechnet auf diese beiden? Sie bittet die Öffentlichkeit sie zu identifizieren, dabei war der Bundespolizei ihre Namen bekannt. Sie macht einen auf Ahnungslosen und täuschen.

    Lüge 3: Das FBI erzählte den Medien, die Verdächtigen wären ihnen noch nie aufgefallen. Erst als die Mutter auf "Russia Today" erzählte, das FBI würde ihre Söhne seit Jahren überwachen und Kontakt mit ihnen haben, gab die Behörde es zu.

    Lüge 4: Erst als bekannt wird, der russische Sicherheitsdienst FSB hat 2011 eine formelle Anfrage gestellt Tamerlan zu überprüfen, bestätigen sie, ja das wurde gemacht aber nichts was mit Terroraktivitäten zu tun hat dabei entdeckt.

    Lüge 5: Es wird ein Foto veröffentlich das alle Medien der Welt verbreiten, welches Dzhokhar zeigen soll wie er die Szene ohne Rucksack verlässt. Erstens macht er das gleiche wie alle anderen hunderten Zuschauer die sich entfernen, also ist das kein verdächtiges Verhalten. Zweitens stellt sich heraus, das Foto wurde gefälscht. Sein linker Arm wurde so verändert damit er den Rucksack abdeckt. Siehe Video:


    Lüge 6: Dann wird Jeffrey Bauman als Zeuge herangezogen, der Mann der beide Beine verloren hat. Nach der Amputation soll er noch völlig benommen vom Schmerz und den Medikamenten gegenüber den Medien gesagt haben: "Tasche. Hab den Typen gesehen, er schaute mich direkt an." Als das FBI das hörte war für sie klar, Tamerlan Tsarnaev hat die erste Bombe gezündet, einfach so.

    Lüge 7: Das FBI behauptet, der Rucksack in dem die zweite Bombe sich befand wurde auf der Zuschauerseite der Absperrgitter von Dzhokhar platziert und explodierte dort. Dabei zeigt folgendes Foto, was immer in die Luft flog lag vor den Gittern auf der Läuferseite.


    Lüge 8: Sie haben geleugnet es gab Polizeiübungen gegen einen Bombenanschlag während des Marathon, dabei gibt es Zeugen für die Lautsprecheransagen, welche diese ankündigten und man soll sich keine Sorge deswegen machen. Ausserdem hat die Zeitung Boston Globe diese Übungen auf Twitter angekündigt, ja sogar den Ort genannt wo dann die Explosion stattfand.


    Lüge 9: Das FBI leugnet es waren Blackwater-Typen oder Leute einer privaten Sicherheitsfirma die paramilitärisch angezogen waren anwesend. Dabei gibt es viele Fotos darüber und auch welche die zeigen wie FBI-Beamte mit ihnen gesprochen haben. Solche Typen standen auch am Ort wo eine Bombe detonierte, verschwanden aber kurz vorher. Sie trugen Rucksäcke.

    Lüge 10: Tamerlan hat am Mittwoch bevor er und sein Bruder offiziell und öffentlich gesucht wurden einen Anruf vom FBI erhalten. Das heisst sie wussten wo er war. Auch sein Bruder hielt sich bis Donnerstag an der Universität auf. Wieso hat das FBI dann ab Donnerstagabend eine riesige Show abgezogen und zur Jagd auf die beiden geblasen? Sie hätten sie doch ohne Aufwand verhaften können.

    Wir haben also die Lüge, es gibt Videos welche die beiden als Täter zeigen. Es gibt keine. Dann die Lüge, sie wären noch ruhig dagestanden und hätten das Blutbad beobachte, bevor sie langsam sich entfernten. Dabei sieht man in einem Foto wie Dzhokhar wie alle anderen Zuschauer davonlief.

    Es gibt demnach keinerlei Beweise die das FBI vorlegen kann, die beiden Brüder haben die Bomben platziert oder irgendwie mit dem Anschlag zu tun. Es ist nicht verständlich wie das FBI auf sie als Verdächtige aufmerksam wurde, denn es gab Dutzende andere Personen die auch am Tatort mit Rucksäcken und Taschen herumstanden.

    Es sieht an Hand von Fotos der beiden eher so aus, wie wenn sie "bestellt und nicht abgeholt" wurden. Waren sie mit "jemand" verabredet? Jedenfalls zeigen Fotos wie sie vor einem Kaffee warteten und auf die Uhr schauten.


    Das FBI wusste genau wer sie waren, stand seit Jahren mit ihnen in Kontakt und hat jeden Schritt von ihnen gekannt, ja sogar vorgeschrieben. Möglicherweise wurden sie in eine Falle gelockt und benutzt, um als "Täter" herzuhalten. Wer den Film "Shooter" kennt, genau so wird vorgegangen. Ein Sündenbock rekrutiert, am gewünschten Ort platziert, dann gejagt und erschossen. Fall erledigt, das war der Täter.

    Was sehr merkwürdig ist, bei der Pressekonferenz wo die Fotos der beiden "Verdächtigen" gezeigt wurden forderte der leitende FBI-Agent Richard DesLauriers die Öffentlichkeit auf, nur ihre Fahndungsfotos anzuschauen und keine anderen mehr von Verdächtigen. Wieso? Weil dadurch die Suche auf die zwei Sündenböcke eingeschränkt und alle anderen Möglichkeiten ausgeschlossen wurden. Die Blackwater-Typen die am Tatort waren haben nicht zu interessieren. Was haben sie dort überhaupt gemacht?

    So konnte die Jagd auf die Tsarnaev-Brüder eröffnet und die ganze Stadt Boston unter Kriegsrecht gestellt werden. Dabei hatten sich wie wir aus den Medien wissen die beiden nach dem Anschlag gar nicht versteckt oder die Flucht ergriffen. Das wird ihnen jetzt sogar als "Kaltblütigkeit" vorgeworfen. Das FBI wusste wer und wo sie waren, nämlich dort wo sie sich immer aufhielten. Es wurde aber eine ganze Armee an schwerbewaffneten 9'000 Mann aufgeboten um zwei Jugendliche zu suchen.

    Es wurde dann die wildesten Geschichten erzählt, es wäre zu Feuergefechten gekommen, Bomben und Granaten wären gegen die Polizeikräfte geworfen worden, die Brüder hätten sich durch Flucht in einem gestohlenen Auto der Verhaftung entzogen. Nebenbei haben sie einen MIT-Beamten getötet, einen Autofahrer entführt und einen 7/11 Laden ausgeraubt. Bis jetzt wurde aber kein einziger Beweis für diese Wildwest-Story geliefert. Alles nur falsche Behauptungen, denn der 7/11 Raub fand gar nie statt.

    Die absurdeste Behauptung ist, der eigene Bruder hat Tamerlan überfahren und getötet, als dieser bereits verhaftet und gefesselt am Boden lag. Jetzt liegt er als Leiche im Spital. Dabei gibt es glaubhafte Hinweise, Tamerlan wurde lebend und unverletzt gefangen und in Polizeigewahrsam genommen. Was ist danach passiert? Der Arzt der Tarmerlan untersuchte sagte, er hat keine Verletzung die typisch für ein Überfahren sind entdeckt.

    Noch unglaubwürdiger ist die Darstellung der Polizei, Dzhokhar hätte sich in einem Boot versteckt und als er aufgespürt wurde zuerst in den Mund geschossen, um sich aber danach zu ergeben. Trotz dieser schlimmen Verletzung konnte er aus dem Boot aussteigen und sich verhaften lassen, ist aber unmittelbar danach mit dem Tod kämpfend zu Boden gefallen und liegt im kritischen Zustand im Spital. Wer soll so eine Unmöglichkeit glauben?

    Es gibt ein Video wo man Schüsse hört und jemand ruft, 0:26 "wir haben nichts getan" und 0:36 "wir geben auf!"



    Die FBI hat keine Bombenwerkstatt gefunden, keine Zutaten um eine Bombe zu basteln und auch keine Waffen und Munition, die man den Brüdern zuschreiben kann. Die Wohnung der beiden Brüder ist völlig unverdächtig, sieht wie eine unordenliche Bude von Jugendlichen aus, vollgestopft mit Sportsachen und Sportgeräten.

    Keine der Verwandten, weder Eltern noch Tanten und Onkel, die wohl die Brüder am besten kennen müssten, haben irgendwas mit Exremismus oder Terrorismus bemerkt. Sie sagen einstimmig, Dzhokhar und Tamerlan wurden vom FBI reingelegt.

    Auch die Ehefrau von Tarmalan, Katherine Russell, hat nach Befragung der Polizei gesagt, sie hat erst aus dem TV erfahren, ihr Ehemann hätte mit dem Bombenanschlag angeblich was zu tun. Sie hat keinerlei Vorbereitungen oder Pläne mitbekommen den Marathon anzugreifen. Er wäre immer zu Hause gewesen und hat auf die 2-jährige Tochter aufgepasst, während sie im Pflegedienst arbeitete.

    Beide Brüder können nicht mehr reden, um ihre Version der Ereignisse zu erzählen und die Lügen des FBI zu widerlegen. Es sieht so aus wie wenn sie benutzt wurden. Tarmerlan ist tot und Dzhokhar hat keine Stimme mehr. Seine Rechte hat man ihm auch entzogen und er darf keinen Anwalt haben der ihn beim Verhör schützt. Ohne unabhängigen Zeugen werden wir das tollste "Geständnis" sicher noch von ihm bald hören. So wird "der Sieger" wieder die Geschichte schreiben die wir zu glauben haben, wie bei 9/11.

    Der traurige Witz ist jetzt, die Anklage gegen Dzhokhar lautet, Nutzung von Massenvernichtungswaffen. Damit kann man ihn nach Bundesgesetzen mit der Todesstrafe verurteilen. Ein Kochtopf mit Eisenteilen drin ist also eine Massenvernichtungswaffe, gleichzusetzen mit Bio- und Chemiewaffen und einer Atombombe. Alleine diese Anklage zeigt wie völlig bescheuert und hysterisch das amerikanische System ist.

    Übrigens, den Drahtziehern passieren Freudsche Fehler und die Wahrheit rutscht raus. So hat der Polizeipräsident von Boston in einem Interview die beiden Brüder "Schauspieler" genannt, auf Englisch "Actors", aber sich sofort korrigiert.


    Terroranschlag der iranischen Al-Kaida

    Um uns gleich von Boston abzulenken aber weiter in ständiger Angst zu halten, hat das FBI zusammen mit den kanadischen Kollegen die nächste Räubergeschichte heute in die Welt gesetzt. Ein gross angelegter Terroranschlag wurde durch kanadische Ermittler verhindert. Die Zugstrecke zwischen Toronto und New York war das Ziel für einen Anschlag. Zwei Männer mit Verbindungen zur Al-Kaida wurden verhaftet. Das ganze war aber nur im Planungsstadium und es bestand keine Gefahr.

    Wie wenn dieses Märchen noch nicht reicht, jetzt kommt der Hammer. Die beiden Männer hätten "Unterstützung von im Iran ansässigen Al-Kaida-Elementen" erhalten, sagte James Malizia von der kanadischen Polizei. Der Iran würde Al-Kaida-Elementen Unterschlupf gewähren.

    Ich lach mich schief, jetzt steckt der Iran hinter diesen Terrorversuch. Klar, in Boston sind es die Russen und in Toronto die Iraner. Ein Feindbild nach dem anderen wird aufgebaut. Wie dumm meinen sie sind wir?

    Der Iran und Al-Kaida zusammen? Jetzt reicht‘s aber mit dieser unverschämten Lügerrei. Hallo, Al-Kaida ist ein Kind der CIA, wurde von ihnen erschaffen, wird mit ihren Dollars finanziert und sie rekrutieren Terroristen für Gewaltakte. Sie werden als nützliche Idioten immer dort eingesetzt wo die USA intervenieren will, wie jetzt in Syrien.

    Der Iran hat sich deshalb sofort gegen diese glatten Lügen gewehrt und der Sprecher der iranischen UNO-Mission in New York, Aliresa Mirjussefi, erklärte, Al-Kaida sei nicht im Iran tätig. "Die iranische Position gegen diese Gruppe ist sehr klar und wohl bekannt", hiess es in einer E-Mail Mirjussefis an die Nachrichtenagentur AP.

    "Al-Kaida hat keine Möglichkeit, innerhalb des Irans irgendeine Aktivität auszuführen oder eine Operation im Ausland von iranischem Territorium aus zu führen. Wir weisen nachdrücklich und kategorisch jede Verbindung zu dieser Geschichte zurück."

    Die Panikmache reisst nicht ab. Neulich erst Nordkorea und die Atombomben- drohung, dann tschetschenische Terroristen aus Russland, jetzt die Al-Kaida aus dem Iran. Ein Sau nach der anderen wird durchs Dorf getrieben. Ganz klar, es braucht noch mehr Polizei, noch mehr Überwachung und noch mehr Freiheitseinschränkung, damit wir uns sicher fühlen. Ausserdem ist ein neuer Krieg längst überfällig.

    Quelle: ASR
    Geändert von salviner01 (27.11.14 um 15:33 Uhr)
    "Niemand ist hoffnungsloser versklavt als die, die fälschlich glauben frei zu sein."
    Johann Wolfgang von Geothe - 1749-1832

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    Anklage-Verlesung
    Terrorverdächtiger von Boston vor Gericht
    Der mutmaßliche Boston-Attentäter Zarnajew muss sich zum ersten Mal vor Gericht verantworten. Bei der Anklageverlesung kann er sich schuldig oder nicht schuldig bekennen.

    n den USA ist der mutmaßliche Bombenattentäter Dschochar Zarnajew erstmals vor Gericht geladen. Er soll vor drei Monaten zusammen mit seinem Bruder den Terroranschlag auf den Marathon in Boston verübt haben. Bei dem Termin soll die Anklage gegen Zarnajew verlesen werden. Er soll die Möglichkeit erhalten, sich für schuldig oder nicht schuldig zu erklären.

    Zarnajew wird in insgesamt 30 Punkten unter anderem der Einsatz von Massenvernichtungswaffen vorgeworfen, der am 15. April zum Tod von drei Menschen geführt und Dutzende verletzt habe. Außerdem muss er sich wegen Tötung eines Polizeibeamten verantworten. Weitere Punkte sind Verschwörung, die Nutzung von Feuerwaffen, Fahrzeugentführung, Sachbeschädigung und vielfache Körperverletzung.

    Bei der Explosion starben ein achtjähriger Junge, eine 29 Jahre alte Frau und eine chinesische Studentin. Zarnajews Bruder Tamerlan – der zweite Tatverdächtige – kam bei einem Schusswechsel mit der Polizei ums Leben.

    Zarnajew droht die Todesstrafe
    Mehr als 260 Menschen wurden verletzt, als während des traditionsreichen Marathons in der US-Ostküstenstadt zwei Sprengsätze zündeten. Hunderttausende waren in die Metropole gekommen, um den Wettlauf zu beobachten. Auf den Anschlag folgte eine spektakuläre Verfolgungsjagd mit mehr als 1.000 Fahndern. Selbst Auszubildende der Polizeischule waren Teil des Aufgebots.

    Weil Zarnajew im US-Bundesstaat Massachusetts nach Bundesrecht angeklagt wurde, könnte ihm die Todesstrafe drohen, obwohl Massachusetts sie nicht erlaubt. Rechtsexperten vermuten aber, dass sich Ankläger und Verteidiger vorab auf lebenslange Haft einigen – im Gegenzug zu einer umfassenden Aussage des Angeklagten über die genauen Hintergründe der Tat.
    Quelle
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    USA fordern Todesstrafe für Zarnajew

    USA fordern Todesstrafe für Zarnajew

    Dschochar Zarnajew, der mutmaßliche Bomber von Boston
    (Foto: Via Bloomberg)
    Ihm werden Mord, Körperverletzung und der Einsatz von Massenvernichtungswaffen vorgeworfen. Dschochar Zarnajew soll für die Bombenanschläge auf den Boston Marathon verantwortlich sein. Nun fordern die USA offiziell die Todesstrafe.

    Die US-Staatsanwaltschaft fordert die Todesstrafe für den mutmaßlichen Bombenleger beim Marathon in Boston, Dschochar Zarnajew. "Nach Abwägung der relevanten Tatsachen, der anzuwendenden Gesetze und der Eingaben der Verteidigung habe ich entschieden, dass die USA in diesem Fall die Todesstrafe beantragen werden", teilte Justizminister Eric Holder mit. Der 20-Jährige ist wegen mutmaßlicher Beteiligung an dem Terroranschlag bei dem Sportereignis 15. April 2013 in 30 Punkten angeklagt.

    Zarnajew werden unter anderem vierfacher Mord, der Einsatz von Massenvernichtungswaffen und Verschwörung vorgeworfen. Der Angeklagte soll gemeinsam mit seinem älteren Bruder Tamerlan im Zielbereich der Marathonstrecke zwei Sprengsätze gelegt haben. Dabei waren drei Menschen ums Leben gekommen und 260 teilweise schwer verletzt worden Tamerlan war einige Tage später bei einem Schusswechsel mit der Polizei ums Leben gekommen. Bei ihrem Fluchtversuch sollen die mutmaßlichen Täter einen Sicherheitsmann erschossen haben.

    Zarnajew plädiert auf "nicht schuldig"
    Die meisten Anklagepunkte bedeuten im Falle einer Verurteilung die Todesstrafe oder lebenslange Haft. Zwar ist die Todesstrafe im US-Bundesstaat Massachusetts verboten, aber Zarnajew wurde dort nach Bundesrecht angeklagt. Hinrichtungen auf Bundesebene sind selten, denn zumeist werden sie von einzelnen Staaten verfügt. Seit den 70er Jahren gab es sie nur in drei Fällen, zuletzt 2003. Davor war 2001 der Attentäter von Oklahoma City, Timothy McVeigh, auf Geheiß des Bundes exekutiert worden.

    Einen Termin für den Prozess gegen Zarnajew gibt es noch nicht. Die Staatsanwaltschaft kündigte an, 80 bis 100 Zeugen aufrufen zu wollen. Der Prozess wird ihrer Schätzung nach drei bis vier Monate dauern. Eine nächste Vor-Anhörung ist für den 12. Februar geplant. Zarnajew plädiert auf "nicht schuldig".

    Hunderttausende Menschen waren am 15. April in die Ostküstenmetropole gekommen, um die Läufer während des Marathons anzufeuern. An den Folgen der Explosionen starben ein achtjähriger Junge, eine 29 Jahre alte Frau und eine chinesische Studentin. Die Polizei hatte Zarnajew nach tagelanger Fahndung in Boston aufgespürt. Er verbrachte wegen seiner schweren Verletzungen lange Zeit im Krankenhaus. Über seinen heutigen Gesundheitszustand ist öffentlich nichts bekannt.
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    Ach was fassel ich da, Auge um Auge, Hängt die Sau... oder noch besser sprengt ihn ebenfalls weg......meine Güte, wo leben wir eigentlich. Sind ja Zustände wie im Mittelalter hier.

    Glaube die USA im Ernst mit der Einstellung irgendwen ändern zu können ? Wobei, da fällt mir doch das Zitat von der Britney Spears ein:

    “Ich bin für die Todesstrafe. Wer schreckliche Dinge getan hat, muss eine passende Strafe bekommen. So lernt man seine Lektion fürs nächste Mal.”
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  10. Bedankos salviner01 bedankte(n) sich für diesen Post
  11. #10
    Ritter des Abendlandes
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    AHA Massenvernichtungswaffen Laut Wiki"Der Begriff Massenvernichtungswaffe (englisch weapon of mass destruction, WMD) bezeichnet eine Kategorie bestimmter Waffen, die als besonders zerstörerisch angesehen werden und gravierende Auswirkungen auf Leben, Gegenstände und Umwelt haben. Dazu zählen heute chemische, biologische, radiologische und nukleare Waffen, mit denen der Gegner militärisch behindert oder ausgeschaltet werden soll."
    Sowat war Propanbuddel mit Mechanischen Flugteilen bestückt,
    Wo isdadie Massenvernichtung definiert
    OK Todestrafe ,wennet eindeutig und hundertprozentig bewiesen is .
    Kopf Ab

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