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    Unsichere Zukunft: RTL will bei DVB-T aussteigen

    Unsichere Zukunft
    RTL will bei DVB-T aussteigen
    Die RTL-Mediengruppe will die Übertragung ihres Fernsehprogramms über DVB-T einstellen. Der Grund sind die hohen Kosten und die Unsicherheit, ob die Frequenzen für DVB-T langfristig erhalten bleiben. Betroffen wären auch die Sender RTL2, Super RTL, Vox und N-TV.


    RTL will raus aus DVB-T. (Bild: Hama/Golem.de)
    Die RTL-Mediengruppe will in München schon ab Juli 2013 und in anderen Gebieten ab 31. Dezember 2014 kein DVB-T mehr unterstützen. Das terrestrische Fernsehen sei dem Unternehmen nach einem Bericht des Berliner Tagesspiegels gemessen an den Zuschauerzahlen zu teuer und hinsichtlich der Investitionssicherheit zu risikoreich. Ob die Frequenzen für DVB-T auch noch nach 2020 zur Verfügung stehen würden, sei nicht erkennbar, begründet Marc Schröder, Geschäftsführer RTL interactive, gegenüber dem Tagesspiegel die Entscheidung.

    In Berlin ist die Situation besonders unangenehm, da dort DVB-T früh startete und 22 Prozent der Haushalte das terrestrische Fernsehen nutzen, so die Zeitung. Würden RTL, RTL2, Super RTL, Vox und N-TV abgeschaltet, wäre das für die Zuschauer vermutlich ein Grund, vom kostenlos empfangbaren DVB-T zu anderen Verbreitungswegen zu wechseln. In vielen Mietwohnungen ist Satellitenempfang weder möglich noch erlaubt, so dass kostenpflichtige Angebote wie Kabelfernsehen genutzt werden müssten, die die Fernsehnutzung verteuern.

    Laut dem Marketingmagazin Werben & Verkaufen wären in Berlin sogar 1,17 Millionen Haushalte betroffen. Das gehe aus den Reichweitendaten der Marktforschungsinstitute AGF/GfK hervor. Ein tragfähiges Geschäftsmodell für DVB-T oder die Nachfolgetechnik DVB-T2 für HD-Sendungen sei nicht zu erkennen, so Marc Schröder gegenüber W&V. DVB-T sei bezogen auf die Haushalte, die damit zu erreichen seien, gegenüber Satellit und Kabel 30 Mal teurer.

    In Nürnberg stellte die RTL-Gruppe die Verbreitung der Sender RTL, Vox, RTL II und Super RTL per DVB-T schon zum 31. Oktober 2010 ein. Die RTL-Gruppe hat die Frequenz zurückgegeben, da die Kanäle für den mobilen Internetzugang per LTE hätten gewechselt werden müssen. Damals verwies das Unternehmen schon auf mögliche Empfangsschwierigkeiten des terrestrischen Fernsehens bei parallelem LTE-Betrieb. RTL betonte bei der Nürnberg-Entscheidung, dass sie aus "medienpolitischen und medienrechtlichen Erwägungen" gefallen sei, die auch im gesamten Bundesgebiet gültig wären. Nur für Nürnberg sei bisher dabei jedoch ein Sonderkündigungsrecht entstanden.
    Quelle


    Das ist nun mal Mist, ich hab DVB-T, und ohne N-TV geht`s nicht, muß ich mir vielleicht doch noch mal ne Schüssel auf`s Dach installieren. :confused:
    Ich bin fest davon überzeugt, daß es für den Tonfilm einen Markt gibt.
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    Sender von ProSiebenSat.1 weiterhin über DVB-T
    Die Sender der ProSiebenSat.1-Gruppe werden auch weiterhin über das digitale Antennenfernsehen DVB-T verbreitet. Der Provider Media Broadcast und die ProSiebenSat.1-Gruppe hätten ihre Verträge bis 2018 verlängert, teilten die Unternehmen am Dienstag mit. Damit werden ProSieben, Sat.1, Kabel eins und Sixx auch künftig über DVB-T zu sehen sein. Die RTL-Gruppe hatte im Januar angekündigt, auf die Verbreitung über das digitale Antennenfernsehen aus Kostengründen ab 2015 zu verzichten.

    Laut Digitalisierungsbericht der Landesmedienanstalten nutzten rund fünf Millionen TV-Haushalte in Deutschland die digital-terrestrische Verbreitung, davon 3,7 Millionen Haushalte am Erstgerät, hieß es in der Mitteilung. Mit der Fortführung der DVB-T Verbreitung wolle ProSiebenSat.1 auch weiterhin zusätzliche Reichweiten für den Werbemarkt gewährleisten.

    Nach der Ausstiegsankündigung der RTL-Gruppe hatten die Landesmedienanstalten vor einem Ende dieser digitalen Übertragungstechnik gewarnt. Die RTL-Pläne könnten einen «Schneeballeffekt» auslösen, bei dem digitale Terrestrik als TV-Verbreitungsweg wegbreche. Benachteiligt wären dabei vor allem die Zuschauer, erklärte der Vorsitzende der Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten, Jürgen Brautmeier. Die Antennentechnik sei als Alternative zu Kabel und Satellit für die TV-Verbreitung wichtig und werde vor allem bei Zweit- und Drittgeräten sehr gut angenommen.
    Quelle
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  3. #3
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    Nach RTL-Ausstieg bei DVB-T folgen kleinere Sender
    Einige kleinere Sender wie Euronews und Channel 21 steigen zur gleichen Zeit wie RTL aus der terrestrischen Übertragung mit DVB-T aus.


    Media Broadcast zeigt Sendetürme.
    (Bild: Media Broadcast)
    Nach RTL verzichten auch einige kleinere Sender auf die Nutzung der terrestrischen Übertragung mit DVB-T. Das gab die Bayerische Landeszentrale für neue Medien (BLM) bekannt. Danach werden ab 1. Juni 2013 im Verbreitungsgebiet München/Südbayern die Programme Euronews, der Teleshopping-Sender Channel 21 und Regionalfernsehen Oberbayern, in Nürnberg die Programme Bibel TV, Euronews und Channel 21 nicht mehr zu empfangen sein.

    "Die genannten Programme verzichten auf eigenen Wunsch ab diesem Zeitpunkt auf eine Ausstrahlung über DVB-T", erklärte die Landeszentrale für neue Medien. Die Sender waren für keine Stellungnahme zu erreichen.

    Laut Digitalisierungsbericht 2012 nutzen 8,5 Prozent der bayerischen Bevölkerung das digitale terrestrische Fernsehen DVB-T. In den kommenden Jahren sei ein Umstieg von DVB-T auf den Nachfolgestandard DVB-T2 geplant.

    Die RTL-Mediengruppe will in München ab Juli 2013 und in anderen Gebieten ab dem 31. Dezember 2014 kein DVB-T mehr unterstützen. Das terrestrische Fernsehen sei bei geringen Zuschauerzahlen teuer und die Verfügbarkeit der Frequenzen nach 2020 nicht gesichert, sagte Marc Schröder, Geschäftsführer RTL Interactive zur Begründung. Allein für RTL Deutschland sei für DVB-T2 ein erforderliches Investitionsvolumen im mittleren zweistelligen Millionenbereich nötig.

    ProSiebenSat.1 und Media Broadcast haben dagegen eine Vereinbarung zur Verlängerung der Übertragung mit DVB-T getroffen. "Damit ist die Verfügbarkeit über DVB-T auch nach 2014 sichergestellt. DVB-T ist, nach Satelliten- und Kabelübertragung, der am meisten genutzte Empfangsweg in deutschen TV-Haushalten", erklärten die Unternehmen am 2. April 2013.

    Media-Broadcast-Chef Bernd Kraus sagte: "Wir haben uns auf eine Weiterführung der DVB-T-Verbreitung bis 2018 geeinigt."
    Quelle
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    Antennenfernsehen könnte ganz verschwinden
    Ein Mitglied der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten hält DVB-T mit dem Ausstieg von RTL bald nicht mehr für bezahlbar.

    Durch den erwarteten DVB-T-Ausstieg von RTL könnte Antennenfernsehen in Deutschland bald nicht mehr finanzierbar sein. Das hat Professor Ulrich Reimers vom Institut für Nachrichtentechnik der TU Braunschweig, der Mitglied der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) ist, auf den Medientagen München erklärt (PDF). D Die Bundesnetzagentur will die Frequenzen möglichst schon im kommenden Jahr für den Mobilfunk freigeben und versteigern. Reimers erklärte, er verstehe sich bei der Frequenzneuordnung als "Brückenbauer zwischen Mobilfunk - und Rundfunkanbietern".

    Reimers: "Im Bereich des terrestrischen Rundfunks müssen wir damit rechnen, dass nach dem Ausstieg von RTL die Nutzung zurückgeht". Er hält es "für nicht völlig aus der Welt ", dass "das terrestrische Fernsehen mit seinen Kosten" bald "nicht mehr darstellbar" sei.

    Über DVB-T wurden seit 2004 die öffentlich-rechtlichen Programme von ARD und ZDF nahezu flächendeckend, die Angebote von RTL, ProSiebenSat.1 sowie von weiteren Privatsendern vor allem in den Ballungsgebieten verbreitet. Nach dem angekündigten Ausstieg von RTL hatten ProSiebenSat.1 und Media Broadcast im April 2013 eine Vereinbarung zur Verlängerung der terrestrischen Übertragung mit DVB-T getroffen.

    Jürgen Brautmeier, Vorsitzender der Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten und Direktor der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen, erwartet dagegen, dass DVB-T wegen des Engagements von ProSiebenSat.1 eine Zukunft habe. "Solange wir solche Verbreitungswege haben, die so super angenommen werden wie DVB-T, würde ich das nicht freiwillig aufgeben wollen." Für den Fall des Endes des terrestrischen Fernsehens forderte Brautmeier "einen speziellen Schutz" für den Rundfunk.

    Bei der Digitale Dividende II geht es um das Spektrum im Bereich von 700 MHz, in dem auch DVB-T verbreitet wird. Die Vizepräsidentin der Bundesnetzagentur Iris Henseler-Unger erklärte zur Perspektive von DVB-T: "Ein deutsches Sondermodell wird sich letztlich nicht etablieren können." Die Frequenzneuordnung in Deutschland müsse sich daher zwingend "in eine europäische Position transportieren lassen". Noch liege daher viel Arbeit vor allen Beteiligten, so Henseler - Unger. Die Umstellung bei der ersten digitalen Dividende sei im Vergleich zur zweiten einfach gewesen.
    Quelle
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