Genickbruch nach Tor-Salto

Er wollte nur seinem großen Vorbild nacheifern...

Peter Biaksangzuala (23) vom indischen Verein FC Bethlehem Vengthlang ist nach einem verunglückten Jubel-Salto im Spiel am letzten Dienstag gegen Chanmari West FC (2:3) am Sonntag gestorben. Das berichten mehrere indische Medien.


Peter Biaksangzuala im Trikot des AC Mailand

Jetzt kommt raus: Er wollte wie Miroslav Klose (36) jubeln!

Laut Lalnghinglova Hmar, dem Sekretär des Fußball-Verbandes im Bundesstaat Mizoram, wollte Biaksangzuala mit seinem Salto-Versuch den deutschen Ex-Nationalspieler imitieren. Hmar: „Bei der Weltmeisterschaft fieberte er auch für Deutschland und Spanien mit.“


Klose ist mit 71 Länderspiel-Treffern der beste Torschütze im DFB-Dress, schoss bei vier WM-Teilnahmen 16 Tore – Rekord. Der Stürmer von Lazio Rom (früher Bayern, Bremen, Kaiserslautern) feiert seine Tore meistens mit dem „Klose-Salto“, der zu einem Markenzeichen des Angreifers wurde.

Wie genau passierte das Unglück?

Im Internet kursieren mehrere Videos von dem tragischen Vorfall. Nach einem Freistoß von Bethlehem knallt der Ball an den linken Pfosten und landet vor den Füßen von Biaksangzuala, der den Ball mit dem rechten Fuß ins Tor stochert.
Es ist der zwischenzeitliche 1:1-Ausgleich in der Partie der halb-professionellen Mizoram Premier League. Drei Mitspieler machen sich sofort auf den Weg, um mit Biaksangzuala zu jubeln. Der Mittelfeldspieler will mit einem Salto feiern.


Dann passiert das tragische Unglück. Beim Jubel stürzt er unglücklich auf den Hinterkopf, erleidet schwere Verletzungen am Rückenmark. Seine Mitspieler eilen sofort zu ihm, rufen Hilfe herbei, während Biaksangzuala leblos auf dem Boden liegt.
Der verletzte Spieler soll auf dem Feld zunächst noch gesprochen haben, sei dann aber nach dem Transport ins Krankenhaus immer wieder bewusstlos geworden. Es folgen fünf Tage zwischen Hoffen und Bangen. Am Sonntag dann die schreckliche Todesnachricht.


Hmar: „Peter war ein sehr talentierter Spieler, der von der ersten Liga geträumt hat. Sein Tod ist ein großer Schock für jeden von uns. Wir dachten alle, er würde sich wieder erholen.“


Der Verein hat entschieden, Biaksangzualas Rückennummer 21 nie wieder zu vergeben.

Quelle