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Drastische Strafe
FIFA belegt FC Barcelona mit Transferverbot
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Die FIFA-Disziplinarkommission hat den spanischen Fussball-Verband (RFEF) und den FC Barcelona für Verstöße im Zusammenhang mit internationalen Transfers und der Registrierung von Spielern unter 18 Jahren bestraft. Demnach ist FC Barcelona wegen des Transfers von minderjährigen Spielern vom Weltverband mit einem Transferverbot belegt worden. Die Strafe gelte für zwei volle Wechselperioden, teilte die FIFA am Mittwoch mit.

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Kader wird eingefroren: Barcelonas Präsident Josep Maria Bartomeu muss auf Transfers verzichten.
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In der Pressemitteilung auf der Website des Verbandes heißt es: "Der RFEF und der FC Barcelona wurden des Verstoßes gegen mehrere Bestimmungen betreffend den internationalen Transfer und die Erstregistrierung nicht spanischer Minderjähriger beim Verein sowie gegen andere maßgebende Vorschriften zur Registrierung und Teilnahme bestimmter Spieler an nationalen Wettbewerben für schuldig befunden. Die Ermittlungen betrafen mehrere minderjährige Spieler, die über verschiedene Zeiträume zwischen 2009 und 2013 beim Verein registriert waren und mit diesem an Wettbewerben teilnahmen." Dem Verein wird dabei zur Last gelegt,Â*gegen Artikel 19 verstoßen zu haben.

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Erst in jüngster Vergangenheit hatte Barça einen neunjährigen Schweden (Zico Marecaldi) undÂ*einen 17 Jahre alten Kroaten (Alen Halilovic) verpflichtet.

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Barcelona muss zudem eine Geldstrafe in Höhe von 450.000 Schweizer Franken bezahlen und wurde zudem angewiesen, "die Situation aller fraglichen minderjährigen Spieler binnen 90 Tagen zu legalisieren". Die Katalanen können nach FIFA-Angaben gegen die Entscheidung Einspruch einlegen.

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Entsprechend unaufgeregt reagierte der Traditionsklub auf das Urteil. "Wir sehen die Sache gelassen", zitierte die "AS" Vereinskreise des FC Barcelona. "Wir haben 90 Tage Zeit, unsere Position darzulegen und zu erläutern, weshalb wir diese Spieler verpflichtet haben." Das Reglement, auf das der Weltverband FIFA sich berufe, stelle das Modell der Ausbildung von Talenten infrage. "Unsere Schule zur Ausbildung von Nachwuchsfußballern ist weltweit ein Vorbild", unterstrich zudem ein Vereinssprecher des spanischen Meisters gegenüber der Nachrichtenagentur Efe.

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Was wird aus ter Stegen?

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Noch ist völlig offen, welche Konsequenzen die Strafe für Barça genau haben wird. Marc-André ter Stegen ist beispielsweise ein heißer Wechselkandidat im Sommer. Seinen bis 2015 laufenden Vertrag wollte der Keeper bei Borussia Mönchengladbach nicht mehr verlängern, ein Transfer nach Barcelona ein offenes Geheimnis. Die "Fohlen" haben mit Yann Sommer bereits einen Nachfolger für den Torhüter präsentiert. Noch fraglich ist, ob ter Stegens Vertrag in Barcelona gültig wäre, sollte er diesen schon unterschrieben haben.Â*Sein Berater äußerte sich dazu zurückhaltend.

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Dass der Verein trotzdem Spieler verkaufen dürfe, teilte eine FIFA-Sprecherin mit und korrigierte damit vorherige Angaben des Weltverbandes, wonach Barcelona weder Spieler kaufen noch verkaufen dürfe.

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Chelsea kam letztlich ohne Strafe davon

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Eine derart drastische Strafe ist im Weltfußball durchaus kein Novum. Bereits 2009 wurde der FC Chelsea mit einem Transferverbot durch die FIFA belegt. Den Londonern wurde für ebenfalls zwei Perioden (Winter 2009/10, Sommer 2010) Transfers untersagt. Grund war der Wechsel von Gael Kakuta. Die Blues sollen den Youngster, der 2007 vom französischen Klub RC Lens gewechselt war, zum Vertragsbruch angehalten haben. Die Franzosen hatten dagegen Beschwerde eingelegt und schließlich durch die FIFA-Schlichtungskammer recht bekommen. Dagegen hatte Chelsea Einspruch vor dem CAS eingelegt und einigte sich letztlich mit Lens, sodass es nie zum Vollzug der Strafe kam.

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Quelle: Kicker.de


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