Bedanken Bedanken:  0
Ergebnis 1 bis 3 von 3
  1. #1
    Avatar von Buchwurm




    Registriert seit
    Apr 2013
    Beiträge
    9.194
    Points
    316
    Level
    6
    Level completed: 32%, Points required for next Level: 34
    Overall activity: 60,0%
    Achievements:
    Social250 Experience PointsOverdrive

    Nach Entlassung von van Marwijk: Mirko Slomka soll HSV-Trainer werden

    Nach der Entlassung von Bert van Marwijk als HSV-Trainer soll nun Mirko Slomka den Traditionsklub vor dem Abstieg bewahren. Der Verein wollte die Verpflichtung am Sonntag aber zunächst nicht bestätigen.


    In der M1, der Straßenbahn, die in Braunschweig vom Eintracht-Stadion zum Hauptbahnhof fährt, ist am Samstagabend mit großem Respekt von Carl-Edgar Jarchow gesprochen worden. So viel Volksnähe hätten die Braunschweiger Fans dem Vorstandschef des Hamburger SV gar nicht zugetraut. Jarchow war nach der 2:4-Niederlage gegen Eintracht Braunschweig noch im Stadion dabei erwischt worden, wie er vor der Rückfahrt nach Hamburg in aller Ruhe eine Bratwurst verdrückt hat. Wenn die Beobachtung der Eintracht-Fans stimmt, wird man der HSV-Führung zumindest nicht vorwerfen können, dass sie die wichtige Entscheidung für die Zukunft ihres Klubs mit knurrendem Magen getroffen hat.

    Einige Stunden später beendete der HSV die Zusammenarbeit mit Cheftrainer Bert van Marwijk.

    Von einer Kurzschlusshandlung kann ebenfalls keine Rede sein, auch wenn der frühere holländische Nationaltrainer als Nachfolger von Thorsten Fink gerade mal 144 Tage im Amt war. Van Marwijk hat nicht mal fünf Monate gebraucht, um mit dem HSV ein paar Negativrekorde aufzustellen. Das 2:4 in Braunschweig war die siebte Bundesliga-Niederlage hintereinander. Mit vier Niederlagen sind die Hamburger noch nie in eine Rückrunde gestartet. Dazu hat die Mannschaft – das 0:5 im Pokal gegen die Bayern eingeschlossen – nun zum siebten Mal hintereinander drei oder mehr Gegentore kassiert.

    Der zweite Trainerwechsel der Saison ist so etwas wie der letzte und verzweifelte Versuch des HSV, eine tote Mannschaft mit einem Impuls von außen noch einmal zum Leben zu erwecken. Am Sonntag soll der Klub mit Mirko Slomka einen Nachfolger gefunden haben, auch wenn Mediendirektor Jörn Wolf das zunächst nicht bestätigen wollte: "Wenn etwas perfekt ist, werden wir das vermelden", sagte er.

    Der HSV weist sichere Symptome eines Absteigers auf

    Nach dem Auftritt in Braunschweig scheint der HSV mehr denn je ein hoffnungsloser Fall zu sein. Gegen einen so biederen und hilflosen Gegner wie die Eintracht zu verlieren, zumal nach eigener Führung – das schafft nur eine Mannschaft, die sich bereits in einem fortgeschrittenen Verfallsstadium befindet.

    "Es ist ein tragischer Moment heute", sagte Hamburgs Sportdirektor Oliver Kreuzer. Durch die Niederlage beim Aufsteiger und Tabellenletzten scheint die Situation des Klubs noch einmal eine neue Qualität bekommen zu haben. "Wir hätten einen großen Sprung machen können", sagte Kreuzer. "Jetzt sind wir noch dicker drin." Die Aussicht auf einen fetten Sieg gegen einen Konkurrenten im Abstiegskampf schien die Hamburger nicht zu beflügeln, sondern eher zu belasten. Wieder liefen die HSV-Spieler (110,3 Kilometer) deutlich weniger als ihr Gegner (116,9). Es war bis zu den Sonntagsspielen der schlechteste Wert des Spieltags.

    Die Begegnung in Braunschweig war ein weiterer Beleg dafür, dass die Hamburger alle Symptome eines sicheren Absteigers aufweisen. Der Kader ist nicht ausgewuchtet, die Defensive wackelig, das Offensivspiel harmlos, und dann torpedieren die Spieler ihre verzweifelten Bemühungen auch noch jede Woche aufs Neue durch unerklärliche individuelle Fehler. Elf Tore hatten die Braunschweiger in den bisherigen 20 Bundesligaspielen erzielt, in ihrem 21. glückten ihnen gleich vier – in einer Halbzeit. Und bei jedem fungierten die Hamburger als freundliches Unterstützerkommando. René Adler, der Nationaltorhüter, patzte gleich zwei Mal. Beim zweiten Tor des eingewechselten Kongolesen Domi Kumbela wurde der HSV regelrecht der Lächerlichkeit preisgegeben. Mirko Boland trat einen Freistoß fast von der Torauslinie flach und scharf an den Fünfmeterraum, wo Kumbela seinem Bewacher im entscheidenden Moment entwischte und den Ball ins kurze Eck trat. So einfach ist Toreschießen nur gegen den HSV.

    Oliver Kreuzer sprach am Samstagabend die Hoffnung aus, "dass das Glückspendel irgendwann auch mal wieder auf unsere Seite ausschlägt". Im Kampf gegen den Abstieg ist das eine ziemlich wacklige Geschäftsgrundlage.

    Quelle:tagesspiegel.de
    Geändert von salviner01 (14.11.14 um 21:53 Uhr) Grund: BB-Codes entfernt

  2. #2



    Registriert seit
    Apr 2012
    Beiträge
    353
    Points
    346
    Level
    6
    Level completed: 92%, Points required for next Level: 4
    Overall activity: 1,0%
    Achievements:
    Social31 days registered250 Experience Points


    Ob der HSV noch zu retten ist, glaube ich ja nicht.


    Â*


    Wundert mich das sie einen Trainer gefunden haben, bin der Meinung er kann nur verlieren.
    Ihr wollt DarkLight unterstützen? Dann kauft euch über einen dieser Links euren nächsten Account:
    Share-Online.biz - Uploaded.net


  3. #3
    Avatar von Buchwurm




    Registriert seit
    Apr 2013
    Beiträge
    9.194
    Points
    316
    Level
    6
    Level completed: 32%, Points required for next Level: 34
    Overall activity: 60,0%
    Achievements:
    Social250 Experience PointsOverdrive

    Retter Slomka übernimmt HSV-Himmelfahrtskommando



    Mirko Slomka trat das Himmelfahrtskommando beim Hamburger SV voller Tatendrang im roten HSV-Trikot mit kurzen Ãrmeln an.

    "Es ist eine irre spannende Herausforderung, zunächst die zwei Plätze gutzumachen, die man für den Klassenverbleib braucht", sagte der 46-Jährige bei seiner Vorstellung in der HSV-Arena. Nur 13 Spiele bleiben Slomka, um den Traditionsverein vor dem ersten Absturz aus der Fußball-Bundesliga und dem absoluten Tiefpunkt der ohnehin schon schwersten Krise seiner Historie zu bewahren. "Wir alle werden ziehen und zerren, um aus der schwierigen Lage rauszukommen", sagte Slomka, dessen wortreiche Ausführungen stets ein Lächeln begleitete.

    Eine Stunde nach der von einem großen Medienaufkommen begleiteten Präsentation stand schon das erste Training an. Der Nachfolger von Bert van Marwijk erhält beim HSV, der laut Slomka in Deutschland eigentlich unter die Top 5 gehöre, einen Vertrag bis 2016. Dieser gilt auch für die 2. Liga. "Es wäre natürlich blauäugig, wenn man den Blick auf die Tabelle richtet, als Verein nicht daran zu denken. Ich gehe aber vom Klassenverbleib aus", betonte Slomka, der seinen langjährigen Co-Trainer Nestor El Maestro mitbringt.

    Mit der Verpflichtung des dritten Coaches in dieser Saison hat der nach sieben Punktspiel-Pleiten in Serie auf Rang 17 abgestürzte HSV seinen letzten Trumpf im sportlichen Ãœberlebenskampf gezogen. Der den ohnehin klammen Club teuer zu stehen kommt. Das Gesamtpaket mit Abfindungen für die beurlaubten Trainer Thorsten Fink (800 000) und van Marwijk (3 Millionen) sowie Slomkas Gehalt (1 Million pro Jahr plus Nichtabstiegsprämie) liegt bei mehr als sieben Millionen Euro. "Wir müssen uns wirtschaftlich an die Decke strecken", räumte Clubchef Carl-Edgar Jarchow ein. Nachdem der Aufsichtsrat den Deal Montagfrüh einstimmig abgesegnet hatte, traten fünf der elf Räte aus dem zerstrittenen, aber weiter handlungsfähigen Gremium zurück.

    Der neue HSV-Hoffnungsträger weiß, was ihn erwartet. Am 19. Januar 2010 übernahm Slomka Hannover 96 in ähnlich prekärer Lage. Die damals auch durch den Suizid von Nationaltorhüter Robert Enke geschockten Niedersachsen belegten nach 18 Runden Platz 16. Slomka startete mit sechs Niederlagen, sein neues Team fing sich danach aber und schaffte am letzten Spieltag die Rettung. "Er hat das Team damals mit einem Kraftakt vor dem Abstieg gerettet. Ich traue ihm zu, dass er die nötigen Impulse setzen kann", sagte HSV-Sportdirektor Oliver Kreuzer.

    Dies soll er nun auch beim HSV bewerkstelligen, der mit mageren 16 Zählern sogar auf dem direkten Abstiegsrang 17 und damit so dicht wie nie vor dem erstmaligen Absturz in die 2. Liga steht. Eine Startserie wie damals bei "96" kann sich Slomka in Hamburg nicht leisten. Bei seinem Debüt am Samstag muss sich sein neues Team ausgerechnet gegen Champions-League-Finalist Borussia Dortmund behaupten. Gut so, sagt Slomka: "Ein fantastischer Gegner, um zu zeigen: Dieser Verein lebt!"

    Dann folgen die Wochen der Wahrheit mit Werder Bremen, Eintracht Frankfurt, 1. FC Nürnberg, VfB Stuttgart und SC Freiburg - alles direkte Konkurrenten im Abstiegskampf. Vorerst nicht dabei ist dann Rafael van der Vaart, denn der Niederländer fällt mit einem Bänder- und Kapselriss im rechten Sprunggelenk drei Wochen aus. Zuletzt war aber auch der mitschwächelnde Kapitän seinem Team keine große Hilfe.

    Slomka will beim HSV nicht alles auf den Kopf stellen, aber mehr trainieren als van Marwijk. Ansonsten gelte es, "das vorhandene Potenzial" besser auszuschöpfen: "Manchmal reicht es, an ein paar Stellschrauben zu drehen", verriet der als Motivator bekannte Coach. "Wir müssen der Mannschaft wieder das Erfolgs-Gen einhauchen."

    Auch wenn er in Hannover am 27. Dezember nach knapp vier Jahren entlassen wurde, ist Slomka mit 135 Punktspielen als Rekordcoach in die 96-Geschichte eingegangen. Mit 1,39 Zählern weist er den zweitbesten Schnitt aller Trainer der 96er auf, die er zweimal in die Europa League führte. Schon als Schalke-Coach hatte er Erfolg. Er wurde mit den Knappen Vizemeister (2006/2007) und erreichte damit die Champions League. Davon kann beim HSV, der seit Jahren vom Comeback auf Europas Fußballbühne träumt, derzeit überhaupt keine Rede sein...

    Quelle:sz.de
    Geändert von salviner01 (14.11.14 um 21:45 Uhr) Grund: BB-Codes entfernt

Ähnliche Themen

  1. Datenhehlerei soll strafbar werden
    Von delle59 im Forum Netzwelt
    Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 14.03.14, 21:59
  2. Deutsches Bier soll Weltkulturerbe werden
    Von delle59 im Forum Off Topic
    Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 02.12.13, 22:10

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •