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    Neue EU-Elektroschrott-Richtlinie tritt in Kraft

    Ressourceneffizienz
    Elektroschrott-Richtlinie tritt in Kraft
    Heute treten verschärfte EU-Vorschriften für die Entsorgung alter Elektro- und Elektronikgeräte in Kraft. Die EU-Staaten haben bis Februar 2014 Zeit, um ihre Regeln an die neuen Standards anzupassen. Verbraucher können dann kleine Mengen Elektroschrott in großen Einzelhandelsläden abgeben.



    Die Entsorgung von Elektro-Kleinschrott soll künftig erleichtert werden. Foto: dpa

    Die Elektro- und Elektronikaltgeräte-Richtlinie tritt am Montag (13. August) in Kraft und ist gegenüber den Mitgliedsstaaten bindendes Recht. Allerdings haben die Mitgliedsstaaten nun 18 Monate Zeit, die Richtlinie in nationales Recht umzusetzen. Deutschland muss demnach bis zum Februar 2014 sein Elektrogesetz ändern. Erst ab diesem Zeitpunkt gelten die neuen Vorschriften dann auch für jeden Bürger.

    "Wir haben Umwelt- und Ressourceschutz verbunden und so die Wettbewerbsfähigkeit der EU, die Gesundheit der Bürger und die Umwelt gestärkt", erklärt der EU-Abgeordnete Karl-Heinz Florenz (CDU), der die Richtlinie für das EU-Parlament verhandelt hat.

    Die derzeit gesetzliche Sammelquote von 4 kg/Kopf/Mitgliedsstaat wird schrittweise erhöht und soll im Jahr 2019 auf 85 Prozent der anfallenden Altgeräte oder alternativ 65 Prozent der verkauften Neugeräte ansteigen.

    Mit der Richtlinie werden ab 2016 Rücknahmeziele für verkaufte Elektronikgeräte von 45 Prozent des Durchschnittsgewichts der Geräte eingeführt und ab 2019 Rücknahmeziele von 65 Prozent des Durchschnittsgewichts verkaufter Geräte bzw. 85 Prozent aller anfallenden Altgeräte. Florenz spricht von einer "realistischen, aber dennoch anspruchsvollen" Quote. "Auch Deutschland, mit einer Sammelquote von derzeit 38 Prozent der verkauften Neugeräte, hat noch Arbeit vor sich."

    Die Händler sind verpflichtet, Geräte unabhängig von einem Neukauf von den Verbrauchern zurückzunehmen. Dies gilt, wenn die Verkaufsfläche von Elektronik-Geräten größer als 400 m2 ist und die Geräte kleiner als 25 cm sind. Mitgliedsstaaten können Ausnahmen machen, wenn sie ein mindestens so effizientes, bereits existierendes Sammelsystem haben. Diese Beurteilung muss veröffentlicht werden. "In Deutschland wird gerade heiß diskutiert, ob es eine Ausnahme geben wird. Ich hoffe, es wird eine rohstofffreundliche Lösung gefunden", so Florenz.

    Umweltkommissar Janez Poto?nik rief die Mitgliedsstaaten zu ehrgeizigen Zielen auf: "Es müssen neue Rücknahmestellen eingerichtet und die bisherigen Möglichkeiten verbessert werden. Die Mitgliedsstaaten sollten versuchen, diese neuen Ziele schon vor dem offiziellen Termin zu erreichen."

    Auch die Bekämpfung der illegalen Ausfuhr von Abfällen soll wirksamer von den Mitgliedsstaaten bekämpft werden können. Illegale Elektro-Müll-Versendungen werden oft als legale Verbringungen von Gebrauchtware getarnt, um die Abfallbehandlungsvorschriften der EU zu umgehen. Nach der neuen Richtlinie müssen Ausführer künftig prüfen, ob Geräte noch funktionieren und Nachweisdokumente für die Sendungen vorlegen, bei denen gemutmaßt werden könnte, dass es sich um illegale Verbringungen handelt. "Künftig trägt der Exporteur die Beweislast, dass er keinen Elektro-Abfall verbringt. Das sichert uns Rohstoffe und verhindert die häufig katastrophale Behandlung in Entwicklungsländern", erklärt Florenz.
    Hintergrund

    Die bisherige Richtlinie über Elektro- und Elektronik-Altgeräte ist seit Februar 2003 in Kraft. Sie sah die Einrichtung von Sammelstellen vor, an denen Verbraucher ihre ausgedienten Altgeräte kostenfrei abgeben können. Damit sollte eine Gefährdung der menschlichen Gesundheit und der Umwelt durch in Elektro- und Elektronik-Altgeräten enthaltene Schadstoffe verhindert und das Recycling bzw. die Wiederverwendung von Geräten und Materialien gefördert werden. Im Dezember 2008 schlug die Kommission eine Neufassung der Richtlinie über Elektro- und Elektronik-Altgeräte vor, die daraufhin geändert wurde. Parlament und Rat haben die Neufassung angenommen.
    Quelle
    Geändert von delle59 (29.05.15 um 08:07 Uhr)
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    Reform des Elektrogerätegesetzes gebilligt - Rückgabe von Elektroschrott wird einfacher


    Foto: dpa

    Ausrangierte Elektrogeräte wie Mobiltelefone, Toaster und Fernseher sollen künftig in größeren Geschäften kostenlos zurückgenommen werden. Bisher landen sie oft in der Mülltonne.

    Das Kabinett hat eine entsprechende Reform des Elektrogerätegesetzes gebilligt. Der Entwurf von Umweltministerin Barbara Hendricks (SPD) verpflichtet Geschäfte mit einer Elektro-Verkaufsfläche von über 400 Quadratmetern, kleinere Geräte bis 25 Zentimeter Länge generell kostenlos zurückzunehmen und größere Geräte beim Kauf eines gleichwertigen neuen Geräts.

    Das gilt auch für Online-Händler - bisher nehmen große Händler wie das Unternehmen Amazon eine Gebühr, wenn zum Beispiel bei der Lieferung eines neuen Kühlschranks der alte mitgenommen werden soll.
    «Mit dem neuen Elektro- und Elektronikgerätegesetz sorgen wir dafür, dass in Zukunft noch weniger alte Geräte im Restmüll landen als bisher», betonte Hendricks.

    «Wir schaffen damit die Voraussetzung für ein hochwertiges Recycling und den Schutz wertvoller Ressourcen.»
    Mit der Maßnahme soll auch die umweltgerechte Entsorgung giftiger Schadstoffe gestärkt und der illegale Müllexport eingedämmt werden.

    Bisher basiert die Rücknahme auf Freiwilligkeit - aber es gibt bereits hunderte kommunale Sammelstellen, wo Bürger umsonst alte Geräte zur fachgerechten Entsorgung abgeben können. Allerdings wird bei der Reform etwa die 25-Zentimeter-Vorgabe bei kleineren Geräten als wenig verbraucherfreundlich kritisiert. Mit der Reform werden EU-Vorgaben umgesetzt, bis 2019 soll die Sammelquote bei Elektromüll auf 65 Prozent steigen. Ziel der Novelle ist es vor allem, mehr wertvolle Metalle wie seltene Erden aus alten Geräten zu recyceln. In Zeiten knapper werdender Rohstoffe ist das ein Milliardengeschäft.

    Das Gesetz soll wahrscheinlich bis Ende des Jahres in Kraft treten. Der Bundestag soll bis Juli entscheiden. Den Bundesrat könnte das neue Elektrogesetz dann im September passieren.



    Die Deutschen sind Weltmeister im Mülltrennen und sammeln. Hier werden weit mehr als die in Europa angestrebten 4 kg pro Einwohner wiederverwertet. Schon jetzt erspart das Müll- und Elektroschrottrecycling der Volkswirtschaft Rohstoffimporte von rund 7 Mrd. Euro im Jahr. Knapp 2 Mio. Tonnen Elektroschrott werden in Deutschland jedes Jahr von Entsorgungs-Giganten wie Alba abgeholt und recycelt.Vertriebsmanager Manfred Fahrner versucht, mit dem Kauf von Schrott und dem Verkauf der daraus wieder gewonnenen Rohstoffe Geld zu verdienen. Das ist nicht unkompliziert, weil Rohstoff- und Schrottpreise konjunktur- und auch spekulationsbedingt erheblich schwanken.

    Die großen deutschen Recycling-Unternehmen haben während der Krise gelitten. Es wurde überall weniger produziert, die Abfallmenge sank. Und auch die Preise für Rohstoffe wie Stahl und Papier gingen in den Keller. Die großen Konzerne wie Alba überlebten vergleichsweise gut, weil sie sehr breit aufgestellt sind. Die Preise für Rohstoffe wie Stahl sind nun wieder kräftig gestiegen aber auch die Preise für Elektroschrott.

    Bisher werden laut Umweltbundesamt 8,8 Kilogramm pro Einwohner im Jahr an Elektromüll gesammelt. Der Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung (bvse) betonte, der Entwurf sei ein wichtiger Schritt hin zu mehr Recycling.

    «Angesichts der zwingenden Notwendigkeit, vermehrt heimische Sekundärrohstoffe zu gewinnen, ist es geboten, Sammlung und Verwertung ausgedienter Altgeräte wieder besser zu verbinden»,
    sagte Hauptgeschäftsführer Eric Rehbock. Geschätzte 500 000 Tonnen ausrangierter Elektrogeräte würden bisher pro Jahr nicht fachgerecht entsorgt. Sie landeten nach wie vor in der Restmülltonne, würden illegal exportiert oder lagerten in privaten Kellern.
    welt.de

    Informationen zur geplanten Elektrogesetz-Reform
    Information des Umweltbundesamtes zu Elektroaltgeräten
    Fragen und Antworten des Ministeriums zu dem Elektrogesetz
    Geändert von delle59 (11.03.15 um 13:39 Uhr)
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    AW: Reform des Elektrogerätegesetzes gebilligt - Rückgabe von Elektroschrott wird einfacher

    Finde das gut und sinnvoll!

    Besonders gut finde ich das Kleingeräte auch ohne Neukauf in den Läden abgegeben werden können.

    Bin mir auch sicher das besonders Media Markt und Co damit auch noch gutes Geld verdienen werden. Zum einen an den Rohstoffen und zum anderen werden sie bestimmt Geräte die noch in guten Zustand sind nach Afrika verkaufen.

  6. Bedankos delle59, eddy-dien8, Struppi, märi bedankte(n) sich für diesen Post
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    AW: Neue EU-Elektroschrott-Richtlinie tritt in Kraft



    Deutschland droht Millionenstrafe

    Wegen der schleppenden Umsetzung europäischer Elektroschrott-Regeln droht Deutschland eine Millionenstrafe. Die EU-Kommission beantragte beim Europäischen Gerichtshof, solange ein tägliches Zwangsgeld in Höhe von 210.078 Euro zu verhängen, bis die neuen Vorschriften auch in der Bundesrepublik gelten.

    Fragen und Antworten: Wer soll Altgeräte gratis zurücknehmen?

    Diese sehen unter anderem vor, dass Verbraucher ausrangierte Elektrogeräte wie Handys, Toaster und Fernseher kostenlos in größeren Geschäften abgeben können. Dies soll dafür sorgen, dass wertvolle Stoffe wie Gold, Silber oder Kupfer aus den Geräten wiederverwertet werden können. Zudem besteht die Hoffnung, dass der illegale Müllexport etwa nach Afrika eingedämmt werden kann.

    Deutschland hätte Richtlinie längst umsetzen müssen

    Die Bundesregierung hat ein Gesetz zur Umsetzung der neuen Bestimmungen erst im März auf den Weg gebracht. Es wird erwartet, dass es frühestens in einigen Monaten in Kraft treten kann. Deutschland hätte die neue EU-Richtlinie eigentlich bereits bis zum 14. Februar 2014 in nationales Recht umsetzen müssen.

    Ziel der EU-Kommission ist es, dass spätestens im nächsten Jahr eine Menge von Altgeräten eingesammelt wird, die 45 Prozent der neuverkauften Geräte entspricht. Für das Jahr 2019 gilt ein Ziel von 65 Prozent der verkauften Geräte oder 85 Prozent der anfallenden Elektro- und Elektronik-Altgeräte.
    tagesschau.de

    UN gegen illegale Müllexporte: "Ein Tsunami aus Elektroschrott"

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    AW: Neue EU-Elektroschrott-Richtlinie tritt in Kraft

    Elektromüll-Rücknahmepflicht: Entsorger setzen auf mehr Recycling

    Ausrangierte Elektrogeräte landen trotz Verbots noch immer häufig im Hausmüll. Eine Gesetzesreform soll nun für mehr Recycling sorgen. Die Entsorger sehen darin einen vernünftigen Kompromiss.

    Die deutsche Entsorgungswirtschaft setzt auf deutliche Fortschritte bei der Wiederverwertung von Elektroschrott durch die anstehende Gesetzesreform. Derzeit landen nach Branchenschätzungen in Großstädten maximal 30 Prozent der Elektro-Kleingeräte ordnungsgemäß bei Recyclingstellen, wie der Präsident des Branchenverbandes BDE, Peter Kurth, der dpa sagte. Wenn sich diese Quote verdoppeln oder sogar verdreifachen ließe, sei viel gewonnen.

    Rücknahmepflicht

    Die Reform der Elektrogeräte-Verordnung, die an diesem Donnerstag im Bundestag beschlossen werden soll, sieht vor, dass Elektrogeschäfte mit einer Verkaufsfläche von mehr als 400 Quadratmetern ausrangierte Geräte beim Kauf eines gleichwertigen neuen Geräts kostenlos zurücknehmen sollen. Bis maximal 25 Zentimeter Kantenlänge können die Geräte auch ohne Neukauf und Kassenbon zurückgegeben werden. Das Bundesumweltministerium strebt ein Inkrafttreten spätestens zum 1. Oktober an.

    Grundsätzlich sei die Bereitschaft der deutschen Verbraucher zur Mülltrennung groß – wenn man es ihnen möglichst leicht mache, sagte Kurth. Mit dem kaputten Toaster den Weg zum Wertstoffhof anzutreten, sei vielen Bürgern aber zu weit oder zu umständlich. Deshalb sei es zu begrüßen, dass künftig deutlich mehr Sammelstellen zur Verfügung stehen. Elektrogeräte wie Haarfön, Toaster oder Rasierapparat eigneten sich grundsätzlich gut fürs Recycling. Sie enthielten wertvolle Materialien und könnten mit bekannter Technik behandelt werden.

    "Vernünftiger Kompromiss"

    Den Handel sieht Kurth gut auf die Reform vorbereitet. Dass Geschäfte erst ab einer Fläche von 400 Quadratmetern einbezogen werden, hält er für einen "vernünftigen Kompromiss". Grundsätzlich setze man auf eine Zusammenarbeit zwischen Handel und Entsorgern. So müssten Geräte mit Hochenergie-Batterien wie Lithium-Ionen-Akkus in besonderen Behältern gesammelt werden, um Brandrisiken zu minimieren. Die Entsorger könnten solche Behälter zur Verfügung stellen.

    Ob allerdings illegale Mülltransporte wie vor allem nach Afrika mit der Reform deutlich eingedämmt werden können, bleibt aus Kurths Sicht abzuwarten. Auch bisher sei der im Wertstoffhof eingesammelte Elektroschrott nicht immer auch ordnungsgemäß in einer entsprechenden Anlage gelandet. Hier sollten die behördlichen Kontrollen vor allem an großen Häfen deutlich verstärkt werden, die als Hauptumschlagplätze genutzt würden, sagte Kurth.
    heise.de
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    AW: Neue EU-Elektroschrott-Richtlinie tritt in Kraft


    Bildquelle: greengosolutions.com

    Elektroschrott-Gesetz in Kraft: Handel muss Altgeräte annehmen

    Die Entsorgung alter und kaputter Elektrogeräte wird ab diesem Samstag durch ein neues Elektroschrott-Gesetz geregelt. Der Handel ist ab dann dazu verpflichtet, Altgeräte zurückzunehmen und diese fachgerecht wiederzuverwerten oder zu entsorgen.

    Der Handel muss entsorgen

    "Elektro- und Elektroaltgerätegesetz" oder auch "ElektroG": Unter diesem Namen tritt an diesem Wochenende ein neues Gesetz in Kraft, das vom Bundestag schon im Juli beschlossen wurde und mit dem eine entsprechende EU-Richtlinie ihre Umsetzung in Deutschland findet. Wie heise berichtet, wird der Handel damit dazu verpflichtet, Altgeräte von Jedem entgegenzunehmen und anschließend für eine fachgerechte Wiederverwertung oder endgültige Entsorgung zu sorgen. Je nach Größe des Geschäfts und Geräts ergeben sich hier für die Händler aber verschiedene Verpflichtungen.

    Prinzipiell sind Händler dazu verpflichtet, Geräte mit einer Kantenlänge von maximal 25 Zentimetern ohne weitere Gebühren entgegenzunehmen und für die Weiterverwertung zu sorgen. Größere Geräte wie Waschmaschinen müssen dagegen nur beim Kauf eines Neugeräts kostenlos vom Kunden angenommen werden.

    Diese Vorgehensweise ist bei vielen großen Elektro-Händlern schon seit Jahren gängige Praxis. Um einen Übergangszeitraum zu ermöglichen, haben alle anderen Unternehmen jetzt 9 Monate Zeit, die Altgeräte-Annahme entsprechend den neuen Regeln zu ändern. Bei Ladengeschäften gibt es außerdem noch eine klare Ausnahme: Bei weniger als 400 Quadratmeter Lagerfläche ist man als Händler von der Rücknahmepflicht befreit.

    Manche Online-Händler vor Problemen

    Neben dem stationären Einzelhandel sind auch Online-Händler von dem Gesetz betroffen. Branchengrößen wie Amazon bieten die Altgeräteentsorgung dabei schon länger für ihre Kunden an. Laut dem Bundesverband Onlinehandel (BVOH) könnte es aber für viele kleinere Händler, die über Online-Shops oder auf Plattformen wie Ebay Produkte verkaufen, wegen der Neuregelung zu logistischen Problemen kommen.

    Der Verband kritisiert, dass der Gesetzgeber sich hier einfach über die Belange des Onlinehandels hinwegsetzen würde, ohne die Frage zu klären, "wie diese Rücknahme (...) unter Beachtung aller notwendigen Umwelt- und Transportmaßgaben in der Praxis stattfinden soll". Man darf auf jeden Fall gespannt sein, ob das neue Elektroschrott-Gesetz die gewünschten Ziele erreicht: Mehr Wiederverwertung und fachgerechte Entsorgung.
    winfuture.de


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    AW: Neue EU-Elektroschrott-Richtlinie tritt in Kraft

    Online-Händler müssen demnächst Elektroschrott annehmen

    Ein neues Gesetz nimmt ab nächster Woche beim Recycling auch Online-Versandhändler in die Pflicht.

    Für ausgediente Elektrogeräte gibt es von nächster Woche an eine weitere Rückgabemöglichkeit. Auch Online-Händler müssen dann dafür sorgen, dass über sie Altgeräte zurückgegeben werden können. Viele bieten dafür eine Kooperation mit Versand-Filialen an.



    Grundlage dafür ist das vor einem Jahr verabschiedete Elektroaltgerätegesetz, mit dem die Bundesregierung eine EU-Richtlinie umsetzt und das für mehr Recycling sorgen soll. Der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel sieht in der Reform alles andere als eine Revolution. "Wir halten das Gesetz für unsinnig, weil wir glauben, dass es einen Zusatznutzen nur in homöopathischen Dosen bringt", heißt es vom Verband.

    Wer etwa sein ausgedientes Radio einem Online-Händler zurückgeben will, braucht wie bei einer Retoure oder Reklamation zunächst ein Rücksende-Etikett, muss das Gerät selbst verpacken und es zu einer Paket-Annahmestelle bringen. Nach wie vor nehmen aber auch die Recyclinghöfe Elektroschrott an – und zwar auch Großgeräte, für die die neue Rücknahme-Vorgabe an Online-Händler nur bedingt gilt.
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    AW: Neue EU-Elektroschrott-Richtlinie tritt in Kraft


    (Bild: dpa, Stefan Sauer/Symbolbild)

    Bei der Elektroschrott-Rückgabe im Handel hakt es noch


    Elektroschrott hat weder im Restmüll noch in der Gelben Tonne etwas verloren. Seit einem Monat müssen ihn viele größere Geschäfte zurücknehmen – und das ohne Kassenzettel. Wie gut klappt das?

    Der Föhn streikt, der Toaster bleibt kalt, mit dem Uralt-Handy ist nichts mehr anzufangen. Seit einem Monat gilt: Die Deutschen dürfen seit dem 24. Juli ihre ausgedienten Elektrogeräte nach dem Inkrafttreten der neuen Rücknahmepflicht beim Händler abgeben – vorausgesetzt, das Geschäft hat 400 Quadratmeter Verkaufsfläche für Elektrogeräte. Verbraucherschützer ziehen eine erste Bilanz, die nicht gerade glänzend ausfällt.

    Zusätzliche Kosten, lange Wartezeiten


    Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat 45 Unternehmen getestet und erhebt schwere Vorwürfe gegen die Händler: "Die Mehrheit informiert die Verbraucher nicht oder fehlerhaft, erschwert die Rückgabe alter Geräte durch zusätzliche Kosten, lange Wartezeiten und einen hohen Packaufwand oder nimmt sie gar nicht zurück." Gegen Ikea und Amazon geht die DUH bereits vor, beide Unternehmen weisen die Vorwürfe zurück.

    Auch bei der Verbraucherzentale Nordrhein-Westfalen sind schon Beschwerden eingegangen. Zum Beispiel habe jemand eine Waschmaschine bestellt und der Lieferdienst habe das alte Gerät nicht mitnehmen wollen, sagt Umwelt-Experte Philip Heldt. Andere Beschwerden seien nicht berechtigt gewesen, etwa weil das Geschäft zu klein und damit nicht zur Rücknahme verpflichtet gewesen sei.

    Mehr Rückgabemöglichkeiten


    Und die andere Seite? Der Handel selbst sieht kein Problem. Etwa 9000 größere Geschäfte nähmen schon seit Jahren freiwillig Elektrogeräte zurück, als Service für die Kunden, sagt Kai Falk vom Handelsverband Deutschland (HDE). Daher sei eine Veränderung nach so kurzer Zeit auch schwer messbar. "Die Unternehmen werden aber die Rückgabemöglichkeiten ausbauen und noch stärker bei ihren Kunden bewerben."

    Zurücknehmen müssen Händler kleine Geräte bis 25 Zentimenter Kantenlänge auch ohne einen Neukauf. Für größere Waren gilt der sogenannte 1:1-Umtausch – der Kunde kauft eine Spülmaschine und gibt die alte zurück.

    Regalfläche oder Verkaufsfläche


    Vor allem Online-Händler hatten das neue Elektro-Gesetz kritisiert, da bei ihnen statt der Verkaufsfläche die Regalfläche entscheidet, ob sie Elektroschrott annehmen müssen. "Es herrscht weiter höchstes Unverständnis über das Gesetz, wer betroffen ist, wie man reagieren, was man anbieten muss", sagt der Präsident des Bundesverbands Onlinehandel, Oliver Prothmann. Problematisch seien die kleinen Geräte: "Hier soll sich plötzlich ein Händler mit Produkten beschäftigen, die er selber teilweise nicht verkauft."

    Schlechte Noten für den Handel gibt es auch von den Recycling-Unternehmen. Die neue Gesetzgebung werde vom Handel und Online-Handel "weitgehend ignoriert", kritisiert der Präsident des Branchenverbandes BDE, Peter Kurth. Anzeigen und Verfahren würden daher zunehmen. "Viele Händler wollen anscheinend erst einmal abwarten, ob die Verpflichtung überhaupt kontrolliert wird."

    Sammelquote erhöhen


    Ziel des Gesetzes ist es, die Sammelquote für Elektroschrott zu erhöhen. Die jüngsten Zahlen des Umweltministeriums sind von 2013, da lag die Quote bei 43 Prozent. Eine EU-Richtlinie sieht vor, dass es 2019 schon 65 Prozent sein sollen. Kommt denn schon mehr an bei den Recycling-Firmen? Das sei nach so kurzer Zeit noch nicht festzustellen, sagt Klaus Müller, Vizepräsident des Bundesverbands für Sekundärrohstoffe und Entsorgung (BVSE).

    Die Umwelthilfe fordert den Handel auf, besser zu informieren und sich ans Gesetz zu halten, kritisiert aber auch das Gesetz an sich – vor allem die Regelung mit den 400 Quadratmetern: "Der Kunde müsste nun mit einem Maßband das Ladengeschäft vermessen, um sein Rückgaberecht durchzusetzen."
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