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    Neues aus dem Straßenverkehr

    Autofahrer sollen noch mehr blechen
    Verkehrsminister will Bußgelder drastisch erhöhen
    Hantieren mit dem Smartphone am Steuer kostet bald 70 Euro – wenn es nach Verkehrsminister Ramsauer geht. Er plant eine drastische Erhöhung von Bußgeldern im Verkehr. Automobilclubs sprechen von „Abzocke“ und unausgegorenen Plänen.

    Verkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) will die Bußgelder bei Verkehrsverstößen drastisch erhöhen. Dies sieht der Entwurf eines neuen Bußgeldkataloges vor, über den die „Bild“-Zeitung berichtete. Wer beispielsweise mit dem Handy am Steuer erwischt wird, soll danach künftig 70 statt bisher 40 Euro zahlen. Die Missachtung der Vorfahrt oder einer roten Ampel sollen 80 statt bisher 50 Euro kosten.

    „Wir sind in der Ressortabstimmung“, sagte eine Sprecherin des Ministeriums – ohne allerdings Details des Bußgeldkataloges zu nennen. Der Entwurf der neuen Bußgeldverordnung werde derzeit mit den anderen Bundesministerien, den Bundesländern und den Verkehrsverbänden abgestimmt.

    70 Euro für unkorrekte Beleuchtung
    Wer bei Regen, Nebel oder Schneefall sein Auto nicht korrekt beleuchtet, soll der Zeitung zufolge 70 Euro zahlen, wie auch derjenige, der die Winterreifenpflicht nicht beachtet. Beide Verstöße werden bisher mit 40 Euro Bußgeld geahndet. Von 40 auf 80 Euro verdoppelt werden soll das Bußgeld für diejenigen Autofahrer, die ohne Umweltplakette in den Umweltzonen der Großstädte unterwegs sind.

    Wer Fußgänger bei entsprechend markierten Überwegen gefährdet, soll künftig 70 statt bisher 40 Euro zahlen. Bei Behinderung eines Rettungsfahrzeuges soll das Bußgeld von 50 auf 65 Euro klettern und bei einem abgefahrenen Reifen sind künftig 70 statt 50 Euro fällig.

    Die Kontrolldichte müsse erhöht werden
    Eine ADAC-Sprecherin sagte dazu in München: „Eine reine Erhöhung des Bußgeldes bringt gar nichts. Viel eher müsste die Kontrolldichte erhöht werden, um ein wirkliches Umdenken bei den Autofahrern herbeizuführen.“
    Der Automobilclub von Deutschland (AvD) warf Ramsauer in der „Bild“-Zeitung „Abzocke“ vor. Für die Erhöhungen gebe es „keine erkennbare Rechtfertigung.
    Quelle

    Maut für PkwRamsauer will Deutsche mit Vignetten-Trick entlasten
    14,1 Millionen Euro in sechs WochenAusweitung der Lkw-Maut lohnt sich
    Neue Meldestelle soll Benzinpreise kontrollieren
    Ich bin fest davon überzeugt, daß es für den Tonfilm einen Markt gibt.
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  2. #2
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    Neue EU-Richtlinie
    Führerschein jetzt mit Verfallsdatum
    Nur noch 15 Jahre ist er gültig - der neue EU-Führerschein. Zudem gibt es einige Veränderungen in den Führerscheinklassen und auch andere Neuregelungen. Pkw-Fahrer dürfen mit dem Anhänger mehr Gewicht bewegen, für jugendliche Motorradfahrer gilt nicht mehr das Tempolimit von 80 Stundenkilometer.

    Der Führerschein auf Lebenszeit ist Geschichte. Ab heute wird in allen EU-Ländern eine neue, einheitliche Fahrerlaubnis ausgegeben. Neu ist auch, dass sie nicht mehr unbefristet gültig ist, sondern nur noch 15 Jahre. Eine neue Prüfung muss dann aber nicht abgelegt werden. Die alten Führerscheine müssen nicht, können aber umgetauscht werden. Alle alten Dokumenten aus DDR- und BRD-Zeiten, grauer "Lappen", rosa Pappe und zuletzt im Scheckkartenformat bleiben bis zum 19. Januar 2033 gültig. Lkw- und Bus-Führerscheine haben weiterhin eine Gültigkeit von fünf Jahren.

    Abschied vom "Lappen"
    In der EU gibt es 110 verschiedene Führerscheine. Um Fälschungen und Führerschein-Tourismus einzudämmen, kommt nun die europaweit einheitliche Fahrerlaubnis im Scheckkartenformat.


    Änderungen auch bei den Führerscheinklassen

    Nicht nur der Führerschein ist neu, auch bei den Führerscheinklassen ändert sich einiges. Dabei gilt für Altinhaber generell Bestandsschutz, das heißt einmal erworbene Berechtigungen gehen nicht verloren.

    Neu ist unter anderem die zusätzliche Motorradklasse A2. Sie gilt direkt für Führerscheinneulinge und erlaubt die Nutzung von Motorrädern mit maximal 48 PS. Die Maschine darf dann aber nicht mehr als 175 Kilogramm wiegen. Damit ersetzt diese Klasse die bisherige beschränkte Führerscheinklasse A und erhöht die erlaubte PS-Leistung von 34 auf 48. Für schnellere und schwerere Maschinen ist aber weiterhin die Klasse A erforderlich sowie ein Mindestalter von 24 Jahren.

    Aufstieg erst nach zwei Jahren
    Der Aufstieg von einer Motorradführerscheinklasse in die nächste ist nun erst nach zwei Jahren möglich. Zusätzlich muss eine praktische, aber keine theoretische Prüfung abgelegt werden. Außerdem ändert sich die Nutzung von Trikes. Sie werden nicht mehr den Autos zugerechnet, sondern Motorrädern gleichgestellt. Deshalb ist für Trikes ab sofort auch ein Motorrad-Führerschein nötig. Zudem sind Anhänger bei den Dreirädern nicht mehr erlaubt.

    Pkw-Fahrer der Klasse B - heißt mit Anhänger - dürfen in Zukunft alle Gespanne bis zu einem zugelassenen Gesamtgewicht von 3,5 Tonnen bewegen. Bislang war das Anhänger-Gewicht auf 750 Kilogramm begrenzt.

    Der neue Caravan-Führerschein B96 wiederum ist ein spezieller Führerschein für das Ziehen von schweren Caravans. Inhaber eines B-Führerscheins dürfen mit dieser Erweiterung einen Pkw mit Anhänger von bis zu 4.250 Kilogramm zulässigem Gesamtgewicht fahren. Sie müssen dafür aber vorher eine eintägige Schulung machen, wo sie lernen, mit einem solch schweren Gefährt umzugehen.

    Mehr Tempo für minderjährige Motorradfahrer
    ugendliche Motorradfahrer mit einem A1-Führerschein dürfen nun schneller fahren. Das Tempolimit von 80 Kilometern pro Stunde wird bei Maschinen bis 125 Kubikmeter Hubraum aufgehoben. Trotzdem gibt es ein neues Kriterium, dass leichte Zweiräder nicht zu schnell werden lassen soll - das sogenannte leistungsbezogene Leergewicht. Um die erlaubte Höchstleistung von 15 PS nutzen zu können, muss das Motorrad mindestens 110 Kilogramm wiegen.
    Quelle

    Neu ab 2013: Verkehr und Energie
    Führerscheinklasse A1: Teenies mit Tempo 100
    Geändert von delle59 (06.11.14 um 20:48 Uhr)
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    Neues aus dem Straßenverkehr

    So funktioniert die neue Langstrecken-Radarfalle

    Deutschland setzt eine neue Waffe gegen Temposünder ein: "Section Speed Control". Spontanes Abbremsen hilft nicht mehr. Sie misst die Geschwindigkeit über lange Abschnitte. Die Methode ist umstritten.


    Die sogenannte Section Control wird ab 2015 in einem Pilotprojekt in Niedersachsen getestet. Zunächst wird ein Foto von hinten gemacht, nach Messung des Tempos wird bei einem Verstoß das Foto von vorn geschossen

    Das aussagekräftigste Argument für Boris Pistorius ist die Statistik, es ist eine ziemlich alarmierende Statistik. Im ersten Halbjahr stieg die Zahl der Verkehrstoten in Deutschland stark an, um 10 Prozent.

    Jetzt will Niedersachsens Innenminister mit einer umstrittenen Übertragungstechnik eine Trendwende einleiten, zumindest auf den Straßen seines Bundeslandes. In einem Pilotprojekt wird ab 2015 ein Streckenradar eingeführt, bei dem die Geschwindigkeit von Autofahrern über einen längeren Abschnitt kontrolliert wird.

    Damit soll ein von der Polizei oft beobachtetes Phänomen ausgehebelt werden. Vor dem Blitzer wird gemeinhin auf die Bremse getreten, danach wird weitergerast.

    Der Pilotversuch sei dank neuer Computertechnik möglich, mit der die strengen Vorgaben des deutschen Datenschutzes eingehalten werden können, beteuerte SPD-Politiker Pistorius.

    Speicherung umfangreicher Datensätze

    Damit reagiert die Politik zum ersten Mal auf entsprechende Forderungen der Polizei. Rainer Wendt, Chef der Polizeigewerkschaft, sieht als Hauptursache für tödliche Verkehrsunfälle in einer überhöhten Geschwindigkeit. Um die Raser in den Griff zu bekommen, bedürfe es nicht nur höherer Bußgelder, sondern auch technischer Innovationen. "Wir begrüßen es, dass die Politik das Pilotprojekt zur "Section Speed Control" auf den Weg gebracht hat", sagte Wendt.

    Um das heikle Projekt wird sich kräftig gewunden. Denn bei der Section Control ("Abschnittskontrolle") werden, anders als bei herkömmlichen Radarfallen, nicht nur Fahrer geblitzt, die zu schnell unterwegs sind. Vielmehr werden die Autos am Anfang und Ende eines mehrere Kilometer langen Straßenabschnitts gefilmt.

    Eine Uhr misst die Durchfahrtszeit, woraus dann das Durchschnittstempo errechnet wird. Es entstehen also umfangreiche Datensätze über alle Bürger, die im fraglichen Bereich unterwegs sind.

    Der Deutsche Verkehrsgerichtstag hatte sich bereits 2009 für einen Modellversuch mit Abschnittskontrollen ausgesprochen, auch damals gab es schon Bedenken von ADAC und Datenschützern. Das Speichern von Fahrzeugbildern von Fahrern, die sich an das Tempolimit halten, wurde als ein unerlaubtes Speichern von personenbezogenen Daten angesehen.

    Zuverlässigkeit der Messtechnik

    Bei der von Niedersachsen vorgesehenen Technik besteht ein Zugriff auf die Daten allein bei einer Geschwindigkeitsüberschreitung. Ansonsten werden die Fotos automatisch sofort gelöscht, ohne dass zwischendurch eine Zugriffsmöglichkeit besteht. Dem Pilotversuch hat der Landesdatenschutzbeauftragte in Niedersachsen zugestimmt.

    Ausdrücklich verboten hat das Bundesverfassungsgericht "verdachtslose Ermittlungen ins Blaue hinein". Zuvor hatte die Polizei am Straßenrand Videoüberwachungsanlagen installiert, wahllos Verkehrsteilnehmer aufgezeichnet und etwaige Vergehen im Nachhinein anhand des Materials geahndet. "Die Überlegungen gehen in die richtige Richtung", sagt ADAC-Justiziar Jost Kärger der "Welt", "aber zuvor gilt es, rechtliche Fragen zu klären." Er führt neben Datenschutzerwägungen auch die Zuverlässigkeit der Messtechnik ein sowie die zweifelsfreie Identifizierung des Fahrers. "Es ist ja theoretisch möglich, dass der Fahrer auf der überwachten Strecke wechselt."

    Das Ministerium in Hannover kündigte an, das Projekt wissenschaftlich begleiten zu lassen, etwa durch das Bundesamt für Verkehrswesen (BaST). Die Technik wird voraussichtlich der niederländische Anbieter Gatso liefern.

    Auch wurde auf dem Verkehrsgerichtstag 2009 gefordert, dass die Autofahrer rechtzeitig auf das Superradar hingewiesen werden müssten. Angesichts der Fallstricke schob der damalige Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee die Entscheidung ab. "Die Entscheidung", so schrieb sein Ministerium damals, "liegt bei den Bundesländern".

    In den Niederlanden und Österreich wurden Superradarfallen bereits eingeführt, das System hat sich bewährt. Die Zahl der tödlichen Unfälle in der Alpenrepublik ging nach der Einführung der Streckenüberwachung im Jahr 2003 zurück. Die Polizei jubelt, die Tempoüberwachung würde Schnellfahrer nicht nur punktuell, sondern auch auf längeren, gefährlichen Straßenabschnitten disziplinieren und so Unfälle vermeiden.

    Hohe Kosten der Anlage

    Der Streckenradar sei besonders für gefährliche Abschnitte geeignet, auf dem sich Unfälle nicht an einer Stelle sondern über etliche Kilometer häuften, sagte Minister Pistorius. Dies seien oft Landstraßen, auf denen sich in Niedersachsen zwei Drittel aller tödlichen Unfälle ereignen.

    Die Akzeptanz bei den Autofahrern sei angeblich deutlich höher als bei punktuellen Blitzern, bei denen Raser sich einer Strafe durch kurzzeitiges Abbremsen entziehen könnten. Die Hightech-Überwachung hat ihren Preis. Das Ministerium kalkuliert mit rund 200.000 Euro für das Pilotprojekt (in einer früher Version stand irrtümlich 700.000 Euro, wir bitten den Fehler zu entschuldigen), in Österreich beliefen sich die Kosten auf etwa 700.000 Euro pro Anlage.

    Die Entscheidung, auf welchen Streckenabschnitten die neuen Anlagen installiert werden, wird in den nächsten Wochen getroffen. Es müssen gerade Streckenabschnitte sein, die nicht von Aus- oder Einfahrten gekreuzt werden.

    Niedersachsen wird an den herkömmlichen Überwachungsmethoden festhalten. Am 18. und 19. September wird an knapp 500 Messstellen das Tempo der Autofahrer kontrolliert. Da findet wieder der Blitzermarathon statt, auch bundesweit. Die Erfahrung zeige, dass die Autofahrer bereits an den Tagen zuvor disziplinierter fahren, sagt Pistorius.

    Quelle
    Geändert von salviner01 (22.10.14 um 19:02 Uhr)
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    Was deutsche Autofahrer von Briten lernen können

    Reisen bildet. Das gilt umso mehr für Urlauber, die mit dem Auto ins Ausland fahren. Denn dort gelten oft andere Gesetze. Einige davon muten kurios an, doch etliche sind auch durchaus nachahmenswert.


    Szene aus der französischen Komödie "Alles kein Problem": Was das Wildpinkeln angeht, trifft der Filmtitel allerdings nicht zu, denn das öffentliche Urinieren gilt in Frankreich ebenso wie in Deutschland als Ärgernis, das mit einem Ordnungsgeld geahndet werden kann. In Großbritannien hingegen gelten für männliche Autofahrer Ausnahmeregelungen

    Jeder deutsche Adria-Urlauber kennt das Hochgefühl, das einen befällt, wenn man auf der A 93 nördlich von Kufstein endlich das Gaspedal durchtreten kann. Kein striktes Tempolimit, wie noch zuvor auf österreichischen und italienischen Straßen, verzögert mehr die Heimreise.

    Allmählich steigt die Tachonadel auf 200. Und die Wehmut, statt auf dem Badetuch bald wieder auf dem Bürostuhl zu schmoren, verfliegt mit dem Fahrtwind. So schön der sonnige Süden auch ist, in Deutschland ist es doch noch am besten, denken wir und freuen uns der vielen wiedergewonnenen Freiheiten. Vor allem als Autofahrer.

    Warum muss man in Italien außerhalb von Ortschaften das Abblendlicht einschalten? Und warum besteht dort in den Sommermonaten ein Verbot, bestimmte Ganzjahresreifen zu fahren? Wir können uns keinen Reim darauf machen, außer, dass Italien eben Italien ist.

    Dänen müssen unter das Auto schauen

    So oder ähnlich fabulieren dieser Tage Zehntausende Rückreisende, und zwar ganz gleich, ob sie mit dem Auto von Österreich, der Schweiz, Frankreich, Luxemburg, den Niederlanden, Dänemark, Polen oder Tschechien aus die Grenze nach Deutschland überqueren. Gibt es doch bei all unseren europäischen Nachbarn Tempolimits auf Autobahnen und merkwürdige Bestimmungen.

    In Dänemark etwa gehört es zur ordnungsgemäßen Prüfung eines Autos vor Fahrtantritt, auch unter den Wagen zu schauen, um auszuschließen, dass dort jemand liegt. Und wer in der Schweiz die Autotüren laut zuknallt, riskiert ein Bußgeld wegen unnötiger Lärmverursachung.

    Sanktionen für Dauerparker

    Aber wir wollen nicht alles abschätzig unter kurios abtun und fragten deshalb im Kollegenkreis, wer im Urlaub auf Nachahmungswürdiges gestoßen ist. Und da kam einiges zusammen. So ist es in Griechenland verboten, im Auto zu rauchen, wenn unter den Insassen Kinder sind. Toll!

    In Schweden können Dauerparker nach dem siebten Tag abgeschleppt werden. Konsequent! In Kroatien muss jeder Autofahrer Ersatzlampen für Scheinwerfer mit sich führen. Vorbildlich!

    Spaniens Tankstellen schreiben vor, während des Tankens alle elektrischen und elektromagnetischen Geräte auszuschalten. Sicher ist sicher! In der Slowakei müssen nicht nur Autofahrer, sondern auch Fußgänger mit Sanktionen rechnen, wenn sie beim Überqueren einer Straße telefonieren oder Kopfhörer tragen. Gerecht!

    Nachtfahrverbot für Fahranfänger in Bosnien-Herzegowina

    In Bosnien-Herzegowina dürfen Autofahrer unter 23 Jahren, die erst seit weniger als einem Jahr den Führerschein haben, zwischen 23 Uhr und 5 Uhr grundsätzlich nicht ans Steuer. Vernünftig!

    Selbst die lässigen Franzosen machen uns in Sachen Verkehrssicherheit noch einiges vor. So müssen sich Führerscheinneulinge zwei Jahre an besondere Tempolimits halten: außerorts 80 km/h, Schnellstraße 100 km/h, Autobahn 110 km/h.

    Uneinigkeit ob der Frage der Nachahmungswürdigkeit herrscht in der Redaktion allerdings in Hinblick auf eine britische Regelung. Diese sieht vor, dass sich im Stau Männer mit Blasendruck am linken Hinterreifen ihres Auto erleichtern dürfen, sofern sie vorher und währenddessen die rechte Hand gut sichtbar auf die Karosserie legen, um nachfolgenden Fahrern ihr Tun zu signalisieren. Diese wiederum sollen dadurch in die Lage versetzt werden, den Blick noch rechtzeitig in eine andere Richtung lenken zu können.

    Quelle
    Geändert von salviner01 (22.10.14 um 18:55 Uhr)
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    AW: Neues aus dem Straßenverkehr

    Das ändert sich 2015 für Autofahrer

    Online-Abmeldung, Notrufsystem E-Call, neue Abgasnorm, Steuerregelungen: Das kommende Jahr hält für Autofahrer einige Neuerungen bereit. Die können auch Auswirken auf Versicherungen haben.


    Künftig wird auf den Kennzeichen ein QR-Code angebracht, mit dem man das Auto auch online abmelden kann

    Jeder Jahreswechsel bringt Neuregelungen, Gesetze treten in Kraft, Vorschriften werden geändert. Auch für Autofahrer ändern sich zum Jahreswechsel wieder einige Dinge.
    Zum 1.1. 2015 ist zum Beispiel die Abmeldung des eigenen Fahrzeugs über das Internet möglich. Dazu werden Fahrzeugschein und Kennzeichen mit einem Sicherheitscode versehen, der bei Abmeldung des Autos auf der Internetseite des Kraftfahrtbundesamtes eingetragen wird. Alternativ kann die Kennung als QR-Code eingescannt werden.

    Mit dem Verfahren wird nach Angaben des Bundesverkehrsministeriums ein persönliches Erscheinen bei der Zulassungsbehörde überflüssig. Die Gebühren werden elektronisch per E-Payment beglichen. In Zukunft soll man Autos dann auch online zulassen können.
    Die neue Abgasnorm Euro 6 gilt ab September 2015 für alle Neuwagen, sie soll den Ausstoß von Stickoxiden deutlich reduzieren. Betroffen davon sind vor allem Personenwagen mit Dieselmotor. Nach der neuen Norm dürfen Autos nicht mehr als 80 Milligramm Stickoxide pro Kilometer ausstoßen.

    Handlungsdruck bei E-Autos

    Ebenfalls im kommenden Jahr müssen neu typgenehmigte Fahrzeuge mit einem automatischen Notrufsystem, dem sogenannten E-Call, ausgerüstet werden. Geplanter Stichtag zur Einführung der Technik, die nach einem Unfall selbstständig Rettungskräfte alarmiert, ist der 1. Oktober 2015.

    Sobald ein Airbagsensor auslöst, wird über das Mobilfunknetz die örtlich zuständige Rettungsleitstelle informiert. Automatisch übermittelt werden Positionsangaben und die letzte Fahrtrichtung. Auch eine Sprachverbindung zu den Fahrzeuginsassen wird aufgebaut.
    In Handlungsdruck kommen Interessenten eines Elektroautos zum Ende 2015 – sofern ihnen Steuerbegünstigungen wichtig sind: Denn im Dezember des kommenden Jahres läuft die zehnjährige Steuerfreiheit aus. Ab 2016 sind E-Fahrzeuge dann nur noch fünf Jahre von der Steuer befreit.

    Darüber hinaus ändern sich zum neuen Jahr auch Regelungen wie die Typ- und Regionalklassen der Kfz-Versicherung oder die DIN-Vorschrift für Verbandskästen, wer seinen alten ersetzt, sollte darauf achten.

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    AW: Neues aus dem Straßenverkehr

    Kreisverkehr
    Das Ende vieler nerviger Ampelkreuzungen naht

    Städte und Gemeinden gehen vermehrt dazu über, Ampelkreuzungen durch Roundabouts zu ersetzen. Kreisel gelten als wesentlich sicherer. Einziger Schwachpunkt sind die Autofahrer.


    Vorbild Großbritannien: Der Roundabout ist bei den Engländer seit Jahrzehnten ein Erfolgsmodell. Das Bild zeigt eine spezielle Art des Verkehrskreisels, dessen Zufahrt auch durch Ampeln geregelt wird

    Wer bei Stade die Autobahn A 26 verlässt, um in die Altstadt zu gelangen, merkt schnell, dass die Verkehrsplaner der Hansestadt einen Narren an Kreisverkehren gefressen haben. Allein im vergangenen halben Jahr wurden im erweiterten Stadtgebiet drei neue Kreisel gebaut. "Kreisel sind sicherer und sorgen für einen besseren Verkehrsfluss, das ist an allen umgebauten Kreuzungen feststellbar", sagt der Erste Stadtrat Dirk Kraska. Auch im benachbarten Hamburg geht es zunehmend rund: Gab es im April 2011 noch 33 Kreisel im Stadtgebiet, waren es drei Jahre später 43.

    Hamburg und Stade stehen für einen Trend der Verkehrsplanung. Bundesweit werden immer mehr Kreuzungen durch Kreisel ersetzt. "Der Kreisel erlebt eine Renaissance", sagt Detlev Lipphard vom Deutschen Verkehrssicherheitsrat (DVR). Nach einem Kreisel-Hoch in den 60er-Jahren hätten Verkehrsplaner in den Folgejahren eher auf eine klare Ordnung mit Ampeln gesetzt.
    "In den vergangenen 10 bis 15 Jahren aber hat ein Umdenken eingesetzt", sagt Lipphard – teils seien europäische Nachbarn Vorbild gewesen: "Großbritannien ist sicherlich führend mit seinen Roundabouts, aber auch in den Niederlanden und Schweden werden sehr viele Kreisverkehre gebaut." Die niedrigen Unfallzahlen dort hätten auch die Verkehrsplaner in Deutschland registriert.

    Vor allem der kleine Kreisverkehr gilt als sehr sicher. Er wird einspurig befahren, hat einen Durchmesser von mindestens 26 Metern und eine fest eingefasste Kreisinsel, die meist mit Sträuchern bepflanzt ist. Dies hat nicht nur optische Gründe, sondern soll vor allem die Sichtachse der Autofahrer zur gegenüberliegenden Ausfahrt unterbrechen.
    Der Hügel in der Kreiselmitte unterstützt damit den Charakter der Kreisbahn und soll den Autofahrer zusätzlich einbremsen. Das Tempo in Kreiseln liegt selten über 25 Kilometer pro Stunde.

    Unfälle auf null reduziert


    Immer beliebter werden die sogenannten Minikreisverkehre mit Durchmessern zwischen 13 und 22 Metern, die bevorzugt in kleineren Ortschaften gebaut werden. Besonderheit ist die vollständig überfahrbare Kreisinsel, wozu Busse und Lastwagen berechtigt sind.
    Zahlen und Erhebungen unterstreichen die Vorteile des Runds. So ergab eine Untersuchung im Auftrag der Unfallforschung der Versicherer (UDV) an 100 Kreisverkehren in ganz Deutschland, dass Kreisel innerorts ein deutlich höheres Sicherheitsniveau erreichen als einfache Kreuzungen oder Ampelkreuzungen.

    Aber auch außerorts, wo schneller gefahren wird, lassen sich die Unfallzahlen senken. Im Landkreis Oberallgäu-Nord etwa konnte durch einen Kreisverkehr auf einer Bundesstraße innerhalb von drei Jahren die Zahl der Unfälle von 14 auf null reduziert werden.
    "Eine normale vierarmige Kreuzung hat 32 mögliche Konfliktpunkte, bei einem Kreisel hingegen sind es nur 8", sagt Verkehrsexperte Lipphard. Allein wenn ein Autofahrer an einer Kreuzung links abbiegen wolle, müsse er den Gegenverkehr, Fußgänger, Radfahrer und die Ampel gleichzeitig beachten. Anders im Kreisel: "Hier überschneiden sich nicht so viele Verkehrsströme gleichzeitig. Zudem muss der Fahrer nur vergleichsweise einfache Entscheidungen treffen, und diese hintereinander."

    Es bleibt dennoch ein Unfallrisiko, sagt Lipphard: "Die Schwachpunkte von Kreisverkehren sind ungeschützte Verkehrsteilnehmer wie Fußgänger und Radfahrer." Vor allem die Zweiräder könnten beim Abbiegen übersehen werden. UDV und DVR raten daher, in Kreiseln keine gesonderten Spuren für Fahrradfahrer auszuweisen, sondern empfehlen einen "Mischverkehr". Hierbei sei die gegenseitige Aufmerksamkeit immer noch am höchsten. "Alternativ empfiehlt es sich, das Rad über den Zebrastreifen zu schieben, der möglichst fünf Meter von der Kreiselzufahrt entfernt liegen sollte", so der DVR-Experte.

    Gesonderte Regeln für die Fahrt durchs Runde

    Für Verwirrung sorgen mitunter die Kreiselregeln an sich, obwohl sie recht einfach sind: Vorfahrt hat der Verkehr auf der Kreisfahrbahn, rechts vor links gilt hier nicht. In der Regel ist ein Kreisverkehr hierzu auch mit den Verkehrszeichen "Kreisverkehr" (drei weiße Pfeile auf blauem Grund) und "Vorfahrt beachten" beschildert. Bei der Einfahrt in den Kreisverkehr darf nicht geblinkt werden, beim Herausfahren hingegen muss der Blinker gesetzt werden.

    In der Praxis klappt das nicht immer. Viele Fahrer blinken bereits, wenn sie in den Kreisel hineinfahren – möglicherweise auch aus Gewohnheit, weil es ein Abbiegevorgang ist, wie Lipphard vermutet.

    Weitaus gefährlicher kann es werden, wenn beim Herausfahren der Blinker nicht gesetzt wird und ein Fußgänger oder Fahrradfahrer kreuzen will. Generell unfallträchtiger sind zweistreifige Kreisel, wo es beim Spurwechsel zu kritischen Situationen kommen kann.
    Ganz billig sind Kreisverkehre für die Städte und Gemeinden nicht. Wiebke Thormann vom ADAC jedoch glaubt nicht, dass eine Ampelkreuzung unterm Strich günstiger ist. "Bei einem Kreisel sind die einmaligen Baukosten zwar höher, jedoch fallen bei einer Ampel laufende Betriebskosten wie Strom und Wartung an." Daneben haben die Kommunen – je nach Bundesland – auch die Möglichkeit, den Bau eines Kreisels fördern zu lassen.

    Quelle
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  9. Bedankos black sheep, Argh, delle59 bedankte(n) sich für diesen Post
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    AW: Neues aus dem Straßenverkehr

    Find ich OK, bei mir in meinem kleinen Städtchen sind im laufe der letzten 4-5 Jahre auch 4 neue Kreisverkehre gemacht worden, werden gut angenommen und es läuft auch flüssiger, Problem sind tatsächlich die Autofahrer die sich zu dösig anstellen.
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    Gericht urteilt: Uhrzeit ablesen beim Autofahren ist verbotene Handynutzung


    (Bild: dpa, Arbeitsgruppe Sichere Intelligente Mobilität SIM/T-Systems)

    Beim Autofahren sollte man sich den Griff nach dem Handy gut überlegen: Schon für das Zeitablesen vom Mobilgerät wird Bußgeld fällig, entschied das Pfälzische Oberlandesgericht Zweibrücken.

    Ein Autofahrer darf während der Fahrt nicht einmal die Uhrzeit auf seinem Handy ablesen. Das entschied das Pfälzische Oberlandesgericht (OLG) Zweibrücken. Nach Auffassung der Richter liegt darin eine sogenannte bestimmungsgemäße Nutzung des Handys und damit ein Verstoß gegen die Straßenverkehrsordnung, der die Zahlung eines Bußgeldes rechtfertige (Az.: 1 Ss 1/14).

    Das Gericht hat mit seinem Beschluss die Beschwerde eines Autofahrers als unbegründet verworfen. Der Autofahrer hatte sich dagegen gewandt, dass ihn das Amtsgericht zu einem Bußgeld verurteilt hatte. Er hatte während der Fahrt sein Handy in die Hand genommen, um die Uhrzeit abzulesen. Damit habe er das Handy nicht benutzt, argumentierte der Verurteilte.

    Die Richter aus Zweibrücken sahen dies anders. Sie betonten, nur das bloße Aufheben oder Umlagern des Handys während der Autofahrt sei straffrei. Sobald ein Autofahrer eine der Funktionen seines Handys nutze, mache er sich strafbar. Eine Ausnahme gelte nur bei ausgeschaltetem Motor. (dpa) /
    heise.de

    Handy am Steuer: Gericht erlaubt Telefonieren bei automatisch abgeschaltetem Motor
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    AW: Neues aus dem Straßenverkehr


    Radfahrer im Straßenverkehr: Promillegrenze deutlich höher als für Autofahrer. DPA

    Bußgeldregel: Experten fordern strengere Promillegrenze für Radfahrer

    Bislang gilt für Radfahrer eine 1,6-Promillegrenze bei Alkohol. Sie dürfen folglich deutlich mehr trinken als Autofahrer - und müssen nur selten ein Bußgeld fürchten. Damit soll bald Schluss sein.

    Goslar - In Deutschland darf man sich bislang betrinken und trotzdem aufs Rad steigen. Der Bundesgerichtshof hat den Alkoholgrenzwert für Fahrradfahrer vor Jahrzehnten auf 1,6 Promille festgelegt. Ab diesem Blutalkoholwert verlieren sie auch ihren Autoführerschein. Doch wer weniger Alkohol im Blut hat und unauffällig fährt, muss nicht einmal ein Bußgeld fürchten. Für Radler gibt es nämlich keinen sogenannten Gefahrengrenzwert, also einen Wert, bei dem man sein Fahrzeug nicht mehr sicher führen kann. Doch nach dem Willen von Experten könnte damit bald Schluss sein.

    Vor Beginn des Deutschen Verkehrsgerichtstags im niedersächsischen Goslar am 28. Januar verlangen die Deutsche Verkehrswacht, der Verkehrssicherheitsrat und mehrere Verkehrsklubs jetzt dieEinführung einer 1,1-Promillegrenze. Ab diesem Wert müssten Fahrradfahrer dann zumindest mit einem Bußgeld rechnen.

    Oft Alkoholpegel von mehr als zwei Promille

    "1,6 Promille, das ist schon reichlich", findet der Präsident des Verkehrsgerichtstags, Kay Nehm. "Dieser Wert ist nicht mehr zeitgemäß", sagt auch Jürgen Koglin, Vizepräsident des Automobil-Clubs Verkehr (ACV). "Wer kein vierrädriges Fahrzeug mehr unter Kontrolle hat, hat auch kein zweirädriges mehr im Griff."

    "Man kann es nicht lassen, wie es jetzt ist", sagt Hannelore Herlan von der Deutschen Verkehrswacht. "Der derzeitige Wert von 1,6 Promille ist viel zu hoch. Da kann man sich ordentlich viel hinter die Binde kippen, bis man den erreicht." Dabei könne man schon ab 0,3 Promille Entfernung und Tempo eines Autos nicht mehr gut einschätzen. "Bei 0,5 Promille verschlechtert sich die Sehleistung", sagt Herlan. "Und bei 0,8 die Reaktionsfähigkeit."

    Die Zahl der alkoholisierten Fahrradfahrer, die an Unfällen mit Personenschaden beteiligt waren, ist seit einigen Jahren relativ konstant. Nach einer vom Auto Club Europa (ACE) zum Verkehrsgerichtstag veröffentlichten Studie lag sie 2010 bei knapp 3500. Im Jahr 2013 standen von gut 77.000 Radfahrern, die an einem Unfall mit Personenschaden beteiligt waren, 3432 unter Alkoholeinfluss. Fast jeder vierte betrunkene Fahrradfahrer wies demnach einen Alkoholwert von mehr als zwei Promille auf.

    Fahrrad-Lobby unterstützt den Vorschlag

    Neuere Untersuchungen zeigten, dass alkoholbedingte Ausfallerscheinungen bei Fahrradfahrern bereits ab 1,1 Promille stark zunähmen, sagt ADAC-Sprecher Andreas Hölzel. Nach einer Studie des Gesamtverbandes der deutschen Versicherer (GDV) lassen sich bei diesem Wert "deutliche Einschnitte in der Fahrfähigkeit" feststellen.

    Entgegen landläufiger Vorstellungen gefährdeten betrunkene Radfahrer dabei nicht nur sich selbst, sondern auch andere Radfahrer und Fußgänger, sagt eine Sprecherin des Automobilklubs von Deutschland (AvD). Die Grenze für die strafbare absolute Fahruntüchtigkeit sollte deshalb auf den für Autofahrer geltenden Wert von auf 1,1 Promille gesenkt werden.

    Der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC) möchte zwar, dass der Grenzwert für die absolute Fahruntüchtigkeit bei 1,6 Promille bestehen bleibt. "Wir fordern aber daneben einen Gefährdungsgrenzwert von 1,1 Promille", sagte Sprecher René Filippek. Der ADFC sei überzeugt, dass sich dadurch Hunderte von Unfällen mit zum Teil schweren Folgen verhindern lassen.

    "Wer alkoholisiert fährt, gefährdet in aller Regel nur sich selbst"

    Der Deutsche Anwaltverein (DAV) dagegen lehnt neue Promillegrenzen für Radfahrer ab. "Wer alkoholisiert Auto führt, gefährdet massiv Leib und Leben Dritter", sagt Jörg Elsner. Vorsitzender der DAV-Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht. "Wer alkoholisiert Fahrrad fährt, gefährdet in aller Regel nur sich selbst."

    Die Forderung nach strengeren Grenzwerten für Fahrradfahren unter Alkoholeinfluss ist nicht neu. Bereits 2013 hatten die Innenminister der Länder sich für niedrigere Promilliewerte für Fahrradfahrer ausgesprochen. Der Forderung sind bislang aber keine entsprechenden Gesetztesänderungen gefolgt.
    spiegel.de

    Mist ... jetzt muss ich noch mehr aufpassen.
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    AW: Neues aus dem Straßenverkehr


    Videokameras im Auto: Gericht erlaubt Dashcam-Aufnahmen als Beweismaterial

    Aufnahmen mit Dashcams sind als Beweismittel in Strafprozessen umstritten. Das Amtsgericht Nienburg hat die Bilder jetzt in einem Fall erstmals zugelassen - weil die Kamera zu einem ganz bestimmten Zeitpunkt angeschaltet worden war.

    Dashcam-Aufnahmen: Trotz Datenschutzbedenken vor Gericht verwendbar


    Aufnahmen von sogenannten Dashcams, also Mini-Kameras, die an der Frontscheibe des Autos haften und das Verkehrsgeschehen aufzeichnen, dürfen in Strafprozessen verwendet werden - wenn sie wie in einem jetzt bekannt gewordenen Fall entstanden sind.

    Vor dem Amtsgericht Nienburg war es bereits im Januar um eine mögliche Nötigung mit fahrlässiger Gefährdung des Straßenverkehrs gegangen: Der Beklagte hatte mit seinem VW-Bus den Fahrer eines Alfa Romeo Mito auf einer vierspurigen Bundesstraße demnach zuerst links überholt, und war dann kurz vor ihm wieder eingeschert. Anschließend verlangsamte der VW-Bus-Fahrer sein Tempo, sodass der Mann im Mito auf die linke Fahrspur auswich und den Bus überholen wollte. Daraufhin zog der Fahrer des Busses erneut nach links. Der Abstand zwischen den beiden Fahrzeugen betrug nur noch etwa fünf Zentimeter - bei Tempo 100.


    Der Fahrer des Mito hatte sowohl das Gerangel auf der Straße mit seiner Dashcam dokumentiert als auch wüste Beschimpfungen durch den VW-Bus-Fahrer, als beide anschließend auf einem Parkplatz zum Stehen kamen. Er hatte die Kamera allerdings erst eingeschaltet, nachdem der Fahrer des VW-Busses ihn das erste Mal bedrängt hatte. Genau aus diesem Grund, so das Gericht, dürfen die Aufnahmen im Prozess verwendet werden: Die Bilder seien mit dem geltenden Datenschutzrecht vereinbar, weil der Einsatz der Dashcam "anlassbezogen" gewesen sei.

    Ein Urteil vom Herbst 2014 zum Umgang mit Dashcam-Aufnahmen hatte den Einsatz noch für teilweise unzulässig erklärt. Damals argumentierte das Gericht mit Datenschutzbedenken - etwa wenn die mit der Dashcam gemachten Aufnahmen später im Internet veröffentlicht würden. (Ein umfangreiches Frage-Antwort-Stück zum damaligen Urteil finden Sie hier.)

    Richter: Der Kläger war kein "Hilfssheriff"

    Der Richter in Nienburg entgegnete, "die Gefahr des späteren Missbrauchs von ursprünglich zulässig gefertigten Beweismitteln besteht immer" - jedoch dürfe die "abstrakte Furcht vor allgegenwärtiger Datenerhebung (…) nicht dazu führen, dass den Bürgern sachgerechte technische Hilfsmittel zur effektiven Rechtsverfolgung kategorisch vorenthalten werden." Im vorliegenden Fall habe der Betreiber der Dashcam den "zulässigen Zweck der Beweissicherung für den konkreten Haftungsfall" verfolgt. Mit den "selbst ernannten Hilfssheriffs", die ständig mit aktivierter Dashcams unterwegs sind, ist er nach Ansicht des Gerichts nicht zu vergleichen.

    Das Gericht betonte, dass es bei der gerichtlichen Aufklärung von Verkehrsunfällen fast ausnahmslos an verlässlichen, objektiven Beweismitteln mangele. Die Beweissicherung durch die Dashcam bezeichneten sie in dem verhandelten Fall deshalb als "erforderlich und verhältnismäßig".

    (Aktenzeichen: 4 Ds 520 Js 39473/14 (155/14)


    Quelle: spiegel.de
    Geändert von Cirurgicus (23.04.15 um 19:18 Uhr)

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