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    Informatik als Pflicht-Schulfach?

    Pflichtfach Informatik: Forderung hat breiten Support in Bevölkerung

    (Foto: DPA)
    Die Bedeutung der Informatik ist inzwischen allgemein in der Gesellschaft akzeptiert, so dass die Forderung nach einem entsprechenden Pflichtfach in der Schule längst nicht nur von der IT-Branche getragen wird. Auch ein Großteil der Bevölkerung steht dahinter.
    Die Forderung, nach der Informatik ein verpflichtendes Unterrichtsfach an allen weiterführenden Schulen werden sollte, unterstützen immerhin mehr als drei Viertel (78 Prozent) der Bundesbürger. Dabei befürwortet dies fast jeder Fünfte (19 Prozent) auch dann, wenn die Maßnahme zu Lasten bereits bestehender Fächer erfolgen würde. 59 Prozent würden hingegen lieber zusätzliche Stunden für das Fach einführen.

    Schulkind-Eltern noch stärker dafür
    Noch stärker ist der Wunsch nach einem Informatik-Pflichtfach bei den Eltern mit schulpflichtigen Kindern. Hier stehen immerhin 85 Prozent hinter der Forderung nach der Einführung eines entsprechenden Pfllichtfaches, in dem viele Kenntnisse vermittelt werden könnten, die Schüler für eine Zukunft in einer digitalen Gesellschaft fit machen. Lediglich 14 Prozent halten freiwillige Angebote für ausreichend, so das Ergebnis einer repräsentativen Untersuchung im Auftrag des IT-Branchenverbandes BITKOM.

    "Das sind deutliche Forderungen der Eltern. Kultus- und Bildungspolitiker dürfen sich davor nicht verschließen. Informatik sollte endlich bundesweit standardmäßig ab Sekundarstufe I unterrichtet werden", so BITKOM-Vizepräsident Achim Berg. "Ein weiterer wichtiger Schritt ist bereits ab der Grundschule die Vermittlung von Medienkompetenz fächerübergreifend im Lehrplan zu verankern." Aktuell ist Informatik nur in Bayern, Sachsen und mit Einschränkungen in Mecklenburg-Vorpommern Pflichtfach.

    Eine verschwindend geringe Minderheit von 3 Prozent ist der Meinung, auf Informatik-Unterricht könne in der Schule ganz verzichtet werden. Die größte Zustimmung zu einem Pflichtfach Informatik gibt es bei den 30- bis 49-Jährigen. Hier wünschen sich 82 Prozent der Befragten das Pflichtfach. Doch auch bei den über 65-Jährigen, die am skeptischsten sind, stimmen mehr als zwei Drittel (69 Prozent) der Einführung zu.
    Quelle

    Denk mir mal das der Weg auf jeden Fall nicht verkehrt sein kann. :yes:
    Ich bin fest davon überzeugt, daß es für den Tonfilm einen Markt gibt.
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  2. Bedankos märi bedankte(n) sich für diesen Post
  3. #2
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    AW: Informatik als Pflicht-Schulfach?

    IT-Branche wünscht sich Informatik als Pflichtfach

    Seit einigen Jahren entscheiden sich deutlich mehr Schüler für ein technisches Studium. Informatik soll künftig einen festen Platz im Stundenplan erhalten, so die Forderung der Wirtschaft.

    Eigentlich lesen sich die Statistiken vielversprechend. Seit einigen Jahren wirken die technisch-naturwissenschaftlichen Studiengänge anziehender auf Abiturienten. Auch die oft als zurückhaltend beschriebenen Schülerinnen trauen sich häufiger ein solches Studium zu. Im Jahr 2013 verließen mehr als 21.000 Informatiker die Hochschulen mit einem akademischen Abschluss in der Tasche, im gleichen Jahr begannen etwa 13.000 Abiturienten ein Informatikstudium.

    Selbst der Branchenverband Bitkom, der sonst im Namen seiner Mitglieder über Fachkräftemangel in der IT-Branche klagt, klingt zufrieden. "Wir sind zuversichtlich, dass die Unternehmen ihren Bedarf von 25.000 bis 28.000 Informatikabsolventen pro Jahr nahezu decken können", sagt Stephan Pfisterer, Bereichsleiter Bildung und Personal beim Bitkom, und ergänzt: "Wenn es noch gelingt, die Zahl der Studienabbrecher zu reduzieren und mehr Frauen für das Fach zu begeistern, wäre das prima." Pfisterer sieht Deutschland mit dem breit gefächerten Studienangeboten in Informatik, den Bachelor- und Master-Abschlüssen sowie dem dualen Studium und den IT-Ausbildungswegen gut aufgestellt: "Wir profitieren von einem differenzierten Ausbildungsangebot."


    Verbände fordern ein Pflichtfach Informatik in den Schulen. Noch ist man
    davon weit entfernt. Foto: Monkey Business - Fotolia.com


    Um diese komfortable Position wurde lange gerungen, denn gegen die Bologna-Reform wehrten sich vor allem viele Technische Hochschulen, die am Diplom festhalten wollten. Doch in den sogenannten MINT-Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik sind die neuen Abschlüsse längst Alltag. Was die ungewohnte Begeisterung für technisch-naturwissenschaftliche Studiengänge auslöste, lässt sich empirisch nicht belegen. Aber in den vergangenen Jahren warben Unternehmen und Verbände lautstark für MINT-Studiengänge und IT-Ausbildungswege. Unternehmen, Verbände und Forschungsinstitute tragen gemeinsame Initiativen wie die 2008 gegründete "MINT - Zukunft schaffen". Die Initiative (www.mintzukunftschaffen.de) listet rund 14.000 Projekte aus ganz Deutschland. Außerdem engagieren sich mehr als 15.000 Ehrenamtliche als Botschafter. Manche unterstützen Studenten, die im Studium zu kämpfen haben und ans Aufhören denken, andere informieren in Schulen über die späteren Berufschancen.

    Extra Frauenprojekte

    Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Netzwerk "Komm, mach MINT" wendet sich explizit an Frauen. Ziel ist es, mehr Abiturientinnen für ein technisches oder naturwissenschaftliches Studium zu begeistern. Auch diese Initiative hat eine Sammlung erfolgreicher Ideen zusammengestellt.

    Erst rudimentäre Ansätze

    Trotz aller Erfolge ähnelt das Informatikangebot an Schulen einer großen Leerstelle. "Digitale Bildung" und "Medienkompetenz" geistern zwar als Schlagworte durch politische Zirkel und Ministerien, in den Lehrplänen finden sich aber nur rudimentäre Ansätze. Der Branchenverband Bitkom fordert, das Fach Informatik im naturwissenschaftlichen Fächerkanon zu etablieren.

    "Zwar können Schüler an wenigen Gymnasien bereits Informatik als Abiturfach wählen, allerdings müssen sie ein weiteres technisch-naturwissenschaftliches Pflichtfach belegen. Ähnlich wie schon heute Chemie und Biologie alternierend angeboten werden, ließe sich ein neues Gespann aus Physik und Informatik schmieden", schlägt Bildungsexperte Pfisterer vor.

    Doch Bildung liegt in der föderal organisierten Bundesrepublik in den Händen der Länder, und Informatikunterricht ist nicht die einzige Forderung der Industrie.

    Andere Verbände wünschen sich, das Fach Wirtschaft stärker im Lehrplan zu verankern, doch auch für Informatik spricht vieles. "Informatik ist mittlerweile ein Teil unserer Lebenswirklichkeit und zählt zur Allgemeinbildung. Nahezu niemand kommt im Alltag oder im Berufsleben ohne Medienkompetenz zurecht", argumentiert Pfisterer. Weist aber gleichzeitig darauf hin, dass Informatik zugunsten der gerade vieldiskutierten Medienkompetenz auf der Strecke bleiben könnte. Ein differenziertes Unterrichtsfach müsse beides leisten, so seine Argumentation, zumal viele Jugendliche das Thema Sicherheit vernachlässigten.


    Frauen in der IT

    Frauen in der IT sind selten und um so mehr gefragt. Die Mischung bringt den Erfolg. Wir haben sieben Managerinnen bei Avanade zu ihren Erfahrungen befragt.
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    Vorbilder Schweiz und Sachsen

    "In der Schweiz gibt es seit eineinhalb Jahren eine Curriculums-Empfehlung, Informatik, Medienkompetenz und IT als zusätzliches Fach zu konstituieren", weiß Pfisterer. Hierzulande wird das noch ein weiter Weg sein. Lediglich in Sachsen ist Informatik landesweit Pflichtfach, in Bayern nur an manchen Schulen. Auch Ellen Walther-Klaus, Geschäftsführerin von "MINT schafft Zukunft", plädiert für Informatikunterricht an den Schulen: "Wir sollten die Stundenpläne umkrempeln." Von Schnellschüssen rät sie aber ab: "Wir sollten uns zwei Jahre Zeit nehmen, um mit Eltern, Lehrern und Schülern zu sprechen." Walther-Klaus bringt gleich einen Vorschlag in die Diskussion ein: "Wieso nicht Medienkompetenz und Informatik in die etablierten Fächer integrieren und sie interdisziplinär organisieren?"

    Zwar wissen Lehrer und Ministerien um die Bedeutung von Informatik, doch nur die wenigsten Schulen können das Fach anbieten, es fehlt an ausgebildeten Lehrkräften. Der andere Knackpunkt bleibt die oft karge Ausstattung. Manche Informatiklehrer müssen das Schulnetz in ihrer Freizeit warten und betreuen.
    computerwoche.de

    Internet an Schulen: Bundesregierung fordert Computer für den Unterricht
    Koalition will digitale Bildung stärken: Informatik schon für Grundschüler




    Ich bin fest davon überzeugt, daß es für den Tonfilm einen Markt gibt.
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  4. Bedankos märi bedankte(n) sich für diesen Post
  5. #3
    Avatar von XXL



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    AW: Informatik als Pflicht-Schulfach?

    Bin nicht dafür das Infomatik Pflichtfach wird.

    Bei bestimmten Schulzweigen wäre es aber sinnvoll.

    Man sollte besser bereits ab der Grundschule ein Fach "Medien und Technik" als Pflichtfach einführen. In so einen Fach könnte man den richtigen Umgang mit den Medien/Internet vermitteln und auch Kenntnisse von Software und Technik.

    Man sollte im gleichen Zug das Wahlfach Infomatik ab der 3 oder 4 Klasse anbieten ohne eine Begrenzung der Anzahl der Schüler die das Fach wählen können.

  6. Bedankos eddy-dien8, salviner01, märi bedankte(n) sich für diesen Post
  7. #4
    Avatar von Simulac

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    AW: Informatik als Pflicht-Schulfach?

    Ist ein Vorschlag über den man nachdenken und ausschweifend diskutieren kann. Ich hatte Informatik von der 7. bis zur 10. Klasse als Wahlpflichtfach belegt, hatten an der Schule grad mal 2 Lehrer, wovon einer in Elternzeit ging. Der andere kam grad erst frisch von der Uni und der konnte uns was Feines beibringen. Hat auch sehr Spaß gemacht.
    Allerdings fand ich es auch langweilig, wenn irgenwelche Vertretungslehrer kamen, die sich nicht mal trauten sich den Lehrer Pc hochzufahren
    Der größte Witz war während einer Grippewelle (anstatt einfach ausfallen zu lassen) uns 3 Wochen den Hausmeister als Aufsicht eingeteilt zu haben

    Um Informatik in der Oberstufe als Hauptfach wählen zu können, musste ich sogar die Schule wechseln. Mein Fazit: Als Pflichtfach nur bei geeigentem Personal, sonst ist es sinnlos

  8. Bedankos XXL, Buster01, Cirurgicus, eddy-dien8, salviner01 und 1 weitere bedankte(n) sich für diesen Post
  9. #5
    Avatar von Buster01


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    AW: Informatik als Pflicht-Schulfach?

    Das Hauptproblem wird sein geeignete Lehrkörper zu finden.
    Ich hatte ab der 8en Klasse Informatik als Wahlpflichtfach belegt (Realschule)
    immerhin war das Interesse so groß das 2 Klassen mit ca. 25 Schüler gebildet werden konnten
    (bei der Zuteilung der Klassen hatte ich ein bischen Pech;
    es gab 2 Mathelehrer die unterrichteten (1 Realschullehrer und 1 Mathelehrer gymnasiale Oberstufe)
    ich bekam den Realschullehrer (anscheind war der mit der Thematik ein bischen überfordert;
    alle Fragen die über das Lehrbuch (BASIC für C-64) gingen konnten nicht sofort beantwortet werden
    (er hat sich aber bemüht und die Antworten in der nächsten Stunde nachgeliefert)
    anders lief das in der anderen Klasse, der Mann war fit.
    (da es nur einen Computerraum gab, liefen die Kurse an unterschiedlichen Tagen
    und da ich meistens Nachmittags eh in der Schule war (wollte nicht für 2h heim fahren) weil ich freiwillig noch andere Arbeitsgruppen belegt hatte,
    konnte ich als Gastschüler auch dort teil nehmen;
    es war schon interessant wie der gleiche Lehrplan von unterschiedlichen Lehrer ausgelegt wurde,
    hier wurde ein Problem gestellt, ein Algorithmus entworfen (ahh, dafür hatte ich in der 1ten + 2ten Klasse Mengenlehre) und das dann in Basic umgesetzt,
    wer das kapiert hatte durfte sich auch noch an nem Z80 probieren ;-) )
    Die Gastbesuche haben mir eigentlich mehr gebracht als der Unterricht in der eigenen Klasse.)

    Anscheind haben unwillige Lehrkörper ein erhöhtes Potential zu erkranken ;-)
    (Vorgeschichte: im 1HJ war der Lehrer öfters krank, ich konnte öfters am Unterricht nicht teilnehmen,
    weil ich für die Schule auf Schwimmwettkämpfen unterwegs war (wenn man gut ist kommt man auch weiter als nur Regionalentscheid),
    also haben wir uns im 1HJ nicht so oft gesehen.
    Meine Prüfungen hab ich mit 1,2 geschrieben, da wollte der mir doch ne 4 ins Zeugniss schreiben ;-(
    da bin ich noch wärend des Unterrichts zur Rektorin und hab mich beschwert.
    Folge, Nachprüfung 5 Tage später ;-)
    (Auf die Frage was ich zu Hilfe nehmen darf, wurde mir alle eigenen Aufzeichnungen, erstellte Programme + Lehrbücher erlaubt ;-) )
    Prüfungszeit 2 Schulstunden; Einfaches Börsenkalkulationsprogramm, Algorithmus erstellen, Programm erstellen, Funktionsprüfung.
    Für den Algorithmus brauchte ich etwa 5Min, beim Progie nutze ich einfach viele vorher selbst erstellte Programmteile
    (glaub der wußte jetzt schon nicht mehr was ich mit der Maschine anstellte)
    und bei der Funktionsprüfung wurde er überrascht ;-)
    zu der Musik von "Krieg der Sterne" entstand ein Sternenhintergrund, in den von der Seite die Buchstaben BÖRSE
    einzeln einscrollten ;-)
    Das danach folgende Kalkulationsprogramm war einfaches Basic.

    OK, Nachprüfung 1, Gesamtnote 2 (konnte ich mit leben)
    im 2ten HJ hab ich dann überwiegend den Unterricht gemacht (der Lehrer hat sich lieber meine Spiele kopiert)
    Gesamtnote 1 ;-)

    Also die Idee ist gut,
    das Problem wird aber die Umsetzung sein.

    Bei einem guten Informatikunterricht würde ich folgendes erwarten:
    die Basics, Algorithmus, einfache Lösungen mit Macros (wenige Office-Anwender wissen das man mit ExCel auch ganz einfach Macros erstellen kann;
    ich hatte früher auf der Arbeit noch einen DOS-Rechner mit IBM-Tastatur, dort konnte man die Macros einfach auf den Funktionstasten speichern)
    Windows, MacOS, Linux, Android, Office, Datentransfer + Sicherung unter den verschieden Systemen
    (Denke schon hier kommen die meisten Lehrkörper an ihre Grenzen,
    Die Community ist einfach besser vernetzt, die Schüler finden die Lösungen bestimmt schneller
    als der Lehrer.)

    Grundlegend ist die Idee gut, nur hat sich noch keiner Gedanken um die Umsetzung gemacht.
    Warum gibt es eigentlich das Informatikstudium auf Lehramt
    Lehramt Informatik an der Universität Erlangen-Nürnberg: Lehramtsstudium Informatik
    nur als 2t oder 3t Fach?
    eigentlich sollte das mittlerweile als Erstfach mit Mathe als 2tfach angeboten werden.

    --
    My2Pence!
    Geändert von Buster01 (02.04.15 um 10:47 Uhr)

  10. Bedankos XXL, delle59, eddy-dien8, märi bedankte(n) sich für diesen Post
  11. #6
    Avatar von XXL



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    AW: Informatik als Pflicht-Schulfach?

    Buster kann dir da nur zustimmen!

    Dafür braucht man Lehrer die sich auskennen und gute Ausstattung (und in Mengen)

    Was mich aber an den Pflichtfach stört wäre das es alle dann hätten! Sind wir doch ehrlich nicht jeder will und kann mit Infomatik was anfangen. Denn da muss Interesse da sein. Deshalb ja auch mein Vorschlag ein Pflichtfach neue Medien und Technik ab der 1 oder 2 Klasse. Da kann man vom richtigen Umgang mit Facebook über das anlegen eines Email Acc, erstellen einer Exel Tabelle, einrichten und sichern eines Wlans bis hin zu wie versehe ich ein Handy mit einen Virenschutz alles den Kids beibringen. Das nützt denen auch im Leben. Wer wirklich mehr will und lernen will was zu coden, der sollte Infomatik wählen können.

  12. Bedankos eddy-dien8, salviner01, märi bedankte(n) sich für diesen Post
  13. #7
    Avatar von Buster01


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    AW: Informatik als Pflicht-Schulfach?

    Zitat Zitat von XXL Beitrag anzeigen
    Buster kann dir da nur zustimmen!

    Dafür braucht man Lehrer die sich auskennen und gute Ausstattung (und in Mengen)

    Was mich aber an den Pflichtfach stört wäre das es alle dann hätten! Sind wir doch ehrlich nicht jeder will und kann mit Infomatik was anfangen. Denn da muss Interesse da sein. Deshalb ja auch mein Vorschlag ein Pflichtfach neue Medien und Technik ab der 1 oder 2 Klasse.
    Stimmt da kann man viel mehr reinpacken.

    Ich hab noch alte "analog" Geräte (Microwelle, Waschmaschine, Geschirrspühler, Herd, Kühlschrank, Küchengeräte...)
    einfach nur Drehschalter, einfach zu erkennen und zu bedienen,
    bei der "neuen" Generation geht alles über Display + Programme.

    Meine Kaffemaschine hat nen Einschalter und Wassertank (wenn die zu langsam läuft wird die mal wieder entkalkt)
    bei den neuen Geräten muß man sich erst mal mit dem Gerät streiten ;-)
    ich will Kaffee also Kapsel rein, START!
    Nöö, Wassertank auffüllen, START! Nöö, Maschine muß gereingt werden "Bitte automatische Reinigung starten!"
    (wie geht das denn jetzt wieder, wo ist mein Handbuch?)

    Selbst einfache Geräte wie Microwelle oder Waschmaschine erfordern jetzt schon
    das Erkennen von Anglizismen und Abkürzungen.

    Auch könnte man den Lehrplan weiter fassen und auf die Probleme der Schüler eingehen.

    einfaches Beispiel:
    Ich sende eine E-Mail mit einem Verteiler an Bekannte,
    mit der Bitte "Antwort an alle"
    jetzt sind ja alle mit dem SmartPhone online und lesen dort die E-Mail,
    aber das es dort ein DropDown gibt "allen Antworten" mußte ich 80% erst beibringen.

    die können zwar alle FaceBook, Twitter,....
    aber so einfache Sachen wie ein Backup vom SP auf dem PC ablegen (Kontakte,Termine, Lesezeichen...)
    ist fast 90% fremd.

    Schwierig wird es halt der "älteren" Generation beizubringen,
    was die "jüngeren" Generation noch nicht weiß.

    Einfaches Beispiel:
    WhatsApp (hab ich nicht, kann mein PDA auch nicht) Datenschutz!
    (keiner will gerne seine Daten veröffentlichen, aber jeder macht es.)
    Ich wollte mal wissen woher Whatsapp erkennt das ein anderer User auch in der Community ist.
    Ganz einfach, die Telefonnummer wird übermittelt (aus dem Adressbuch der Person die sich anmeldet)
    (also obwohl ich nicht bei Whatsapp bin weiß der Betreiber schon dort gibt es eine aktive Telefonnummer
    (evtl. sogar mit Namen + Outlook Angaben (Anschrift, Festnetz, E-Mail...) )

    In DE ist der Datenschutz hoch,
    wird aber untergraben weil fast alle Anwender Programme anderer Mitbewerber benutzten die nicht dem
    DE-Datenschutzrecht unterliegen.

    Erinnert mich an ne Aktion von vor 2 Jahren.
    Eine Userin in einem Forum wollte wissen was über Sie im Netz zu finden ist.
    nach 30Min hatte ich den Realnamen, Wohnort, Telefonnummer, Anschrift, Beruf....
    und das alles nur mit legalen Mitteln.
    Sie war erstaunt was ales im Netz stand.

    Also eine Fach Informatik Anwenden + Verstehen ist so langsam überfällig.


    Würde mich mal interessieren ob die Schulverantwortlichen
    in der Lage sind ne Waschmaschine einzuschalten,
    und ob das Ergebniss noch Farbecht und in der gleichen Größe vorhanden ist.

  14. Bedankos XXL, Cirurgicus, eddy-dien8, salviner01, märi bedankte(n) sich für diesen Post
  15. #8
    Avatar von XXL



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    AW: Informatik als Pflicht-Schulfach?

    Buster glaube die wenigsten von denen die Verantwortlich sind, können moderne Geräte richtig und vollständig bedienen. Von deren Seite ist nicht zuerwarten das sie einen Lehrplan erstellen können der auf die digitale Welt richtig eingeht.

  16. Bedankos eddy-dien8, märi bedankte(n) sich für diesen Post
  17. #9
    Avatar von eddy-dien8


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    AW: Informatik als Pflicht-Schulfach?

    Die meisten kids sind doch zufrieden damit wenn sie bilder oder vids auf FB posten können, doch die sich wirklich für informatik interessieren, sollten auch gefördert werden.

  18. Bedankos XXL bedankte(n) sich für diesen Post
  19. #10
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    Avatar von delle59




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    AW: Informatik als Pflicht-Schulfach?

    Gehört Informatik in Deutschland nicht zur Bildung?

    Die BBC will in Großbritannien mit dem Kleinstcomputer Micro Bit im Herbst eine Million Schüler versorgen. Sie sieht das als Teil ihrer Aufgabe, die Bevölkerung zu bilden. ZDNet hat bei öffentlich-rechtlichen Sendern in Deutschland nachgefragt, ob sie sich daran ein Beispiel nehmen wollen.

    Diese Woche hat in Großbritannien die dortige öffentlich-rechtliche Sendeanstalt BBC die finale Version des Kleinstcomputers Micro Bit vorgestellt und zugleich angekündigt, im Oktober eine Million Stück davon an Kinder der siebten Klasse zu verteilen. Der Micro Bit ist eine Ergänzung zu Rechnern wie Raspberry Pi, Arduino oder Galileo, nicht eine Konkurrenz. Er lässt sich mit zwei externen AA-Batterien unabhängig betreiben oder über ein USB-Kabel mit einem Rechner verbinden.

    Flankierend zur Verteilung der Minirechner an die Schüler wird die BBC eine Website anbieten, über der Code getestet werden kann, bevor ihn die Nachwuchsprogrammierer auf ihre Rechner aufspielen. Die BBC hat sich bei dem Projekt vom Chip-Designer ARM beraten lassen und wird von der Barclays Bank, Samsung, Microsoft und der Lancaster University ideell und finanziell unterstützt. Bereits im Bildungsumfeld etablierte Organisationen und Freiwilligenorganisationen aus der Programmiererszene werden bei der Einführung beraten, unterstützen und den Lehrkräften unter die Arme greifen.



    Die BBC hat eine längere Tradition in Bezug auf solche Aktionen. Schon in den 1980-er Jahren wurde mit dem damals schlicht BBC Micro genannten Computer ein – damals allerdings für die Teilnehmer nicht ganz billiger – Versuch gestartet, die Bevölkerung mit neuer Technologie vertraut zu machen. Der Sender sah diese und sieht die aktuelle Aktion als Teil seines Bildungsauftrags.

    Bildungsauftrag? Das ist doch genau das Argument, wenn es in Deutschland darum geht, Spartenangebote im öffentlich-rechtlichen Fernsehen neu einzuführen, zu verteidigen oder diverse Aktionen und Angebote – auch im Web – zu rechtfertigen. Andererseits ziehen den Begriff die Gegner der gebührenfinanzierten Sender gerne heran, um diese wegen etwas zu kritisieren, was sie nicht für Bildung halten – seien es nun Kochshows oder ihnen unliebsame Musiksendungen, der Kauf teurer Sportrechte oder seichte Unterhaltungsserien.

    Deutlich oberhalb des Stammtischniveaus (und auch des so manchen Fernsehsenders) haben das Thema Jens Jessen bereits 2010 in der Zeit sowie Joachim Huber und seine Kollegen 2012 im Tagesspiegel behandelt. Ausgangspunkt war beide Male die Höhe der Gebühren – pardon, des Rundfunkbeitrags – und ob man, platt gesagt, für sein Geld die Qualität bekommt, die man erwarten darf.

    Wichtig bei der Aktion der BBC ist jedoch, dass man zuvor auf andere Angebote, etwa einen Infokanal, verzichtet hat, da man die nicht mehr für zeitgemäß und zweckdienlich hielt. Wäre das nicht auch bei den 22 gebührenfinanzierten Angeboten in Deutschland eine Option? Würde man sie zum Beispiel wirklich vermissen, wenn zwei davon fehlten?

    Die Frage ließ uns keine Ruhe. Daher haben wir sie ARD, ZDF und einigen großen Landesrundfunkanstalten gestellt – allerdings in leicht abgeschwächter Form. ZDNet wollte schlicht wissen, ob eine ähnliche Aktion wie die der BBC auch in Deutschland denkbar wäre und ob sich der jeweilige Sender daran beteiligen würde.

    ARD und ZDF: Weder in der ersten Reihe noch besseres Sehen

    Am schnellsten geantwortet hat die ARD. Die hatte es aber auch am einfachsten – allerdings auch die Frage nicht ganz verstanden. Im Gespräch ging es zunächst um ein Musikprojekt für Schüler, das im vergangenen Jahr stattfand und auch dieses Jahr wieder durchgeführt wird. Computer? Nein, mit Computern wird nichts gemacht, da müssten Sie die Landesrundfunkanstalten fragen, Sie wissen ja, die Inhalte werden zugespielt, etc, etc…. Danke für das Gespräch. Eigentlich dachten wir uns da schon und hatten daher auch dort nachgehakt.

    Zunächst aber zum ZDF. Das ist schließlich die große, bundesweite Sendeanstalt. Sie hat uns mit ihrem Bildungsauftrag schon die Champions League erklärt, da müsste es doch möglich sein, einen kleinen Computer zu erklären?

    Die Professionalität des ZDF zeigt sich daran, dass „da schon was vorbereitet“ hat: nämlich den Corporate Social Responsability Report (PDF). So etwas ist immer praktisch, dann braucht man auch nicht konkret auf die gestellte Frage einzugehen, sondern kann die mit einem Verweis auf die Onlineseiten abtun, auf denen Lehrermaterialien zu ZDF-Reihen wie „Die Deutschen“ oder „Frauen, die Geschichte machten“, einem Zweiteiler zu Germanen, einer Sendereihe zum Thema „Heiliger Krieg“ und ein „augenzwinkernder Gang mit Hape Kerkeling durch die Weltgeschichte“ angeboten werden. Wenigstens Hape Kerkeling, wir fürchteten uns schon vor Guido Knopp.

    In seinem CSR-Report hat das ZDF ungefähr so alles zusammengefasst, was es überhaupt macht. Zum Beispiel, dass es seit Generationen „Michel aus Lönneberga“ sowie „Wickie und die starken Männer“ abnudelt. Das freut sicher manche Nostalgiker und auch einige Kinder, der Bezug zur Social Responsability ist auf Anhieb aber doch schwer herzustellen. Und was Michel oder Halvar mit einem Mini-Computer gemacht hätten, wollen wir uns jetzt lieber gar nicht vorstellen.



    Immerhin, ein Lichtblick in Bezug auf Jugend und IT findet sich in dem 65-seitigen Bericht dann doch: Der Kindersoftwarepreis TOMMI. In dessen Rahmen dürfen Kinder seit 2003 von Pädagogen und Journalisten vorausgewählte Spiele und neuerdings auch Spiele-Apps testen. Dabei soll ihnen spielerisch Medienkomptenz vermittelt werden. Klingt gut. Daher haben zuletzt auch 3500 Mädchen und Jungen daran teilgenommen. Allerdings ist auch hier das ZDF „nur“ Medienpartner. Getragen und durchgeführt wird die Aktion im Wesentlichen von anderen Organisationen.

    Nochmal kurz zur Erinnerung: Die BBC wird mit ihrer Aktion eine Million Schüler erreichen.

    Bei WDR und SWR wird zunächst einmal auf die Sendung Planet Schule verwiesen. Sie biete im Bereich „Medienkompetenz“ ein umfangreiches Angebot an Filmen, Informationen und Unterrichtsmaterialien. „Kurse oder ähnliches zur Informatik gibt es darin nicht und sind derzeit nicht geplant“, räumt der WDR jedoch ein. Die in der Übersicht mit Informationstechnik gekennzeichneten Sendungen von Planet Schule beschäftigen sich mit Datenschutz und Privatsphäre. Beides ist wichtig, vermittelt aber keine „Macher“-, sondern nur „Nutzer“-Kompetenzen.

    Auch beim SWR herrscht eine gewisse Betriebsblindheit: Neben dem Verweis auf den „Planet Schule“ wird das rheinland-pfälzische Modell des Medienkom@sses, einer Zusatzqualifikation zum schulischen Zeugnis, und auf das Grundschulen-Netzwerk „medientriXX“ verwiesen. Bei beiden geht es allerdings ebenfalls meist um den Umgang mit Medien – nicht um das Programmieren und die Infektion mit dem IT-Virus.

    Interesse geäußert oder nur Interesse geheuchelt?

    Immerhin bekamen wir Signale aus den beiden Funkhäusern, dass die BBC-Idee Interesse geweckt hat. „Eine deutsche Kampagne zur Verbesserung der Informatikkenntnisse von SchülerInnen ist sicherlich auch für den WDR denkbar, vorab wäre zu prüfen, ob und in welchem Maße dafür hierzulande ein Bedarf besteht. Wir werden die BBC-Kampagne beobachten und darüber diskutieren“, teilt eine WDR-Sprecherin ZDNet gegenüber mit. Und eine SWR-Sprecherin erklärt: „Eine Kampagne zur Verbesserung der Informatikkenntnisse in den Schulen wäre ganz in unserem Sinne und würde auch von uns unterstützt werden.“

    Ähnlich positive Signale sendet der NDR: „Grundsätzlich wäre ein solches Engagement sicherlich auch hier zu Lande vorstellbar“, teilt ein Sprecher mit. Er fügt aber gleich an: „Es gibt dazu im NDR aber keinerlei konkrete Planung.“ Wenn überhaupt, dann müssten die passenden Partner vorhanden sein.

    Dass ein Bedarf an mehr IT- und Technik-Know-how bei Jugendlichen in Deutschland besteht, hat der NDR aber schon gemerkt: Er informiert auf diversen Veranstaltungen gezielt über sogenannte „MINT“-Berufe und versucht, sie für eine entsprechende Ausbildung zu gewinnen. Offenbar ist es schwer, diese Nachwuchskräfte zu bekommen. Woran das wohl liegen mag?

    Beim Hessischen Rundfunk konnte man unsere Anfrage flugs mit einem Verweis auf eine tagesaktuelle Sendung von HR Info beantworten: Darin ging es um die Medienkompetenz von Lehrern in Hessen. Ergebnis: Viele Lehrer sind nicht nicht fit im Bereich digitaler Medien. Das überraschte uns ehrlich gesagt nicht. Eher dann schon, das auch hier unsere Frage nach Computerkenntnissen mit Infos zur Medienkompetenz beantwortet wurde.

    Ziel der BBC-Aktion ist ganz klar, dass Schulabgänger Computer nicht nur benutzen, sondern verstanden haben, wie sie Computer programmieren können. Ansonsten sieht man ein Projekt zur Verbesserung der Informatikkenntnisse an Schulen eher im Bereich der Hochschulen, der Industrie oder der IHKs. „Wir werden aber das Projekt aufmerksam verfolgen und die ein oder andere Anregung daraus durchaus gewinnen können“, teilt eine HR-Sprecherin mit. Die Spannung auf die Ergebnisse hält sich bei uns ehrlich gesagt in Grenzen.

    Hat jemand nach Medienkompetenz gefragt?

    Etwas konkreter wird immerhin der Bayerische Rundfunk– auch wenn da zunächst ebenfalls reflexartig mit Hinweisen auf Angebote zu Medienkompetenz geantwortet wird. Dann verspricht man jedoch:“ARD-alpha wird auf seiner Lernplattform GRIPS verstärkt auch Technik- und Informatikkenntnisse vermitteln. Die Entwicklung eines Programmierkurses ist ebenfalls angedacht, aber noch nicht im konkreten Planungsstadium.“ Aktuell stehen dort Informationen zu den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik im Mittelpunkt.

    Außerdem teilt der BR mit, habe man bereits über den hauseigenen Bildungskanal den Fernsehpart des virtuellen Bachelorstudiengangs „IT-Kompaktkurs“ übernommen. Das ist prima. Allerdings handelt es sich dabei um ein berufsbegleitendes Bachelor-Studium – also auch keine Massenkampagne zur IT-Alphabetisierung. Und das Ganze ist auch schon wieder sechs Jahre her.

    Fazit

    Der erste Eindruck ist katastrophal: Ein Projekt, wie es jetzt die BBC gestartet hat, ist in Deutschland wohl erst dann zu erwarten, wenn in Großbritannien der Rechtsverkehr eingeführt oder von der Bevölkerung in England mehrheitlich anerkannt wird, dass der Ball beim Wembley-Tor doch nicht drin war. Interessant ist, dass keiner der Sender rundweg erklärte, dass er für derartige Aktionen nicht zuständig sei. Interessant ist auch, dass viele auf Projekte mit Musik, Medienkompetenz oder Geschichte verweisen, bei denen sie Schüler einbeziehen.

    Das sind auch wirklich interessante Projekte – angesichts der Fragestellung, die zugespitzt ja lautete „würden Sie auch ein Million Kleinstomputer an Schüler verteilen und deren Benutzung mit einer extra dafür konzipierten Website unterstützen“, sind dies aber nicht mehr als Feigenblätter. Außerdem belegen die vorgewiesenen Feigenblätter einen erschreckenden Mangel an im Rahmen des Bildungsauftrags der öffentlich-rechtlichen Sender durchgeführten Aktionen im Bereich Informatik. Gäbe es welche, wären die ja gennannt worden.

    Die Sendeanstalten stehen aber ebenso wie die Lehrkräfte noch staunend – und ein bisschen ehrfürchtig – vor dem PC. Hineingeschaut wird nicht. Diverse Sendungen in der Vergangenheit, bei denen es aber eher um ein männliches Publikum in den besten Jahren ging, seien hier einmal ausgenommen.

    Alles, was über die Berichterstattung hinausgeht und Schüler einbezieht, geht in die Bereiche Musik, Geschichte und die vielzitierte Medienkompetenz. Dass es Programmangebote für Schüler und Kinder gibt, etwa Kika oder ZDFtivi, ist unbestritten. Ein umfassendes und systematisches Engagement für die Förderung von Informatikkenntnissen ist in „Neuland“ dagegen noch in weiter Ferne.

    Die gute Nachricht: Die BBC hat bereits angekündigt, dass der Micro Bit Ende des Jahres frei verkäuflich sein soll. Auch in Übersee. Also aus Sicht der Briten auch bei uns.
    zdnet.de




    Interessant, die Vorgänger-Technologie unserer heutigen digitalen Kommunikationswelt kennenzulernen. Staunen Sie und lächeln Sie über den damaligen Stand der Technik.

    Traurig, trauriges Deutschland, aber bei uns werden die Gelder ja lieber woanders/sinnlos verblasen.
    Ich bin fest davon überzeugt, daß es für den Tonfilm einen Markt gibt.
    Thomas Alva Edison (1847 - 1931)
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