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    Die Tiefsee als Rohstoffquelle für Öl, Gas und Metalle (Nordpol, Arktis)

    Kampf um den Nordpol


    Kanadas Marine demonstriert im Polarmeer. Foto: afp/Michel Comte

    Unter der Eisschicht am Nordpol liegen gigantische Reichtümer. Danach gieren Russen, Dänen und Kanadier. Doch das ist nicht der einzige Konflikt in der Arktis. Auch die USA erheben Ansprüche.

    Fünf arktische Sommer lang pflügte sich die „Louis S. St.Laurent“ im Zickzack-Kurs durch das Eismeer. Der rot-weiß gestreifte Eisbrecher der kanadischen Küstenwache hatte seismische Messtechnik, Tauchboote und Spezialkarten an Bord. Seine Mission: die Vermessung des polaren Meeresbodens. Das Ziel: Kanada bei den Vereinten Nationen einen möglichst großen Teil der Arktis völkerrechtlich zu sichern.

    Die Erkundungen des Eisbrechers sind mittlerweile abgeschlossen und die kanadische Regierung übergab jetzt ihre Messergebnisse in New York der UN-Kommission zur Begrenzung der Festlandssockel. Deren Experten sind dafür zuständig, die umstrittenen Seegrenzen im Nordpolarmeer festzulegen.

    Konflikte programmiert
    Mit den Dokumenten erhebt Kanada Anspruch auf Zehntausende Quadratkilometer Meeresboden und hält sich ausdrücklich auch die Option offen, den Nordpol zu reklamieren. Damit sind Konflikte mit Russland und Dänemark programmiert. Beide Länder wollen ebenfalls Anspruch auf den symbolträchtigen Pol erheben. Dänemark verwaltet das Arktis-Territorium Grönland.

    „Die Anrainer der Arktis versuchen, ihre Seegrenzen mit Blick auf mögliche neue Rohstoffvorkommen vorsorglich so weit wie möglich auszudehnen“, erklärte Rob Huebert, der Arktis-Experte der Universität Calgary. Russland hatte 2007 zum Zeichen seines Anspruches sogar eine russische Flagge auf dem Meeresboden unter dem Nordpol hissen lassen.

    Seit das polare Meereis wegen des Klimawandels immer schneller schmilzt ist um die Arktis ein internationaler Wettlauf ausgebrochen. Forscher glauben, dass der Arktische Ozean in 25 bis 40 Jahren komplett eisfrei sein könnte und die Seewege und Rohstoffe der Region rücken immer stärker ins Blickfeld.

    Experten der United States Geological Survey schätzen, dass nördlich des Polarkreises etwa 30 Prozent der unentdeckten Erdgas- und 13 Prozent der unentdeckten Erdöl-Vorkommen der Welt liegen. Dazu kommen Mineralien wie Gold und Kupfer, Diamanten, seltene Erden und neue Fischgründe.

    Die meisten bekannten Reichtümer der Arktis lagern an Land, nahe den Küsten und innerhalb der 200-Seemeilen-Zone, die von den Anrainerstaaten kontrolliert werden. In diesen völkerrechtlich unumstrittenen Gebieten finden schon seit Jahren Schürfungen, Probebohrungen und kommerzielle Förderungen statt.

    Bei den neuen Ansprüchen geht es um die entlegeneren Gebiete jenseits der 200-Meilen-Zone. Über die Bodenschätze in diesen Regionen ist bislang nur wenig bekannt. Am Nordpol selbst gibt es nach bisherigen wissenschaftlichen Erkenntnissen zwar kaum Rohstoffe, der Ort gilt jedoch als politisch symbolträchtig.

    Die Anrainerstaaten versuchen ihre Gebietsansprüche mit Hilfe der Seerechtskonvention der Vereinten Nationen durchzusetzen. Danach können sie ihr Territorium auf einen bis zu 350 Seemeilen breiten Streifen vor ihren Küsten ausdehnen, wenn sie beweisen, dass sich ihre Landmasse unter der Wasseroberfläche entsprechend fortsetzt.

    Die „Louis S. St.Laurent“ hatte den Auftrag, dafür geologische Indizien zu erbringen. Auch Aufklärungsflüge Kanadas dienten diesem Zweck. Arktis-Experte Huebert hält die Ansprüche Kanadas für gut begründet: „Wissenschaftlich betrachtet reicht Kanadas Landmasse weit über den Nordpol hinaus.“



    Umstrittene Grenzen
    Konkret geht es um den sogenannten Lomonsow-Rücken, ein 1800 Kilometer langes Gebirge auf dem Meeresboden, das von den neu-sibirischen Inseln in Russland bis zur Ellsemere-Insel im kanadischen Territorium Nunavut reicht und als rohstoffreich gilt. Kanada vertritt den – international umstrittenen – Standpunkt, dass dieses Gebirge zur kanadischen Landmasse gehört.

    Es ist nicht der einzige Territorialkonflikt in der Arktis. Die Seegrenze zwischen den USA und Kanada nördlich von Alaska ist nicht geklärt, ebenso wenig der Status der Hans-Insel vor Grönland. Umstritten sind auch die Hoheitsrechte um die Inselgruppe Spitzbergen und in Seewegen wie der Nordwestpassage, die auf 6000 Kilometern durch den kanadischen Archipel verläuft.

    Experten rechnen damit, dass noch Jahre vergehen werden, bis die UN-Festlandssockelkommission eine Empfehlung über die zukünftigen Grenzen im Nordpolarmeer vorlegen wird.
    Quelle

    Arktisches Monopoly: Heimliche Herren des Eismeer-Schatzes


    Geändert von delle59 (06.04.15 um 17:57 Uhr)
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    Putin lässt Militär in der Arktis verstärken
    Russlands Präsident reagiert auf Kanadas Vorstoß, die Region bis zum Nordpol als Staatsgebiet zu beanspruchen. Er hat eine erhöhte Aufmerksamkeit der Armee angeordnet.

    Russlands Präsident Wladimir Putin begegnet Kanadas Gebietsansprüchen in der Arktis mit erhöhter Militärpräsenz. Er wolle, dass die russischen Streitkräfte "besondere Aufmerksamkeit" auf die Errichtung von Infrastruktur und die Stationierung militärischer Einheiten verwendeten, sagte Putin bei einem im Fernsehen übertragenen Treffen im Moskauer Verteidigungsministerium.

    Die kanadische Regierung hatte zuvor bei der UN einen Antrag eingereicht, die gesamte Kontinentalplatte bis zum Nordpol als kanadisches Gebiet anzuerkennen. Sie habe einen entsprechenden Antrag bei der UN-Kommission zur Begrenzung des Festlandsockels eingereicht.

    In dem Antrag begründe die Regierung in Ottawa, gestützt auf neue Vermessungsergebnisse des Meeresbodens im Osten und Norden der Küste, den Anspruch auf ein erweitertes Seegebiet. Der Antrag betrifft laut Regierung vor allem den Atlantischen Ozean, doch enthält er auch vorläufige Angaben zum Nordpolarmeer.

    Ausbeutung bislang unzugänglicher Ressourcen

    Die regierenden Tories von Kanadas Ministerpräsident Stephen Harper wollen seit langem die Souveränität über Teile der Arktis und die angrenzenden Gewässer ausweiten. Putin hatte im November den Plan verkündet, einen Militärstützpunkt in der Arktis wiederzueröffnen, von dem aus der Schiffsverkehr in der immer besser befahrbaren Nordostpassage überwacht werden soll.


    Das Interesse an dem Gebiet stieg stark, seit das Schmelzen des Eises wichtige Schifffahrtsrouten öffnete und die Ausbeutung bislang unzugänglicher Ressourcen ermöglicht. Das Gebiet um den Nordpol selbst enthält wohl nur wenige Ressourcen.

    Allerdings sind im weiteren Umfeld um den Nordpol Erdöl- und Erdgasvorkommen zu vermuten. Neben Russland, Kanada und den USA gehören die nordischen Staaten Dänemark, Norwegen, Schweden, Finnland und Island zu den Arktis-Anrainern.
    Quelle
    Geändert von delle59 (06.04.15 um 18:01 Uhr)
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    Die Tiefsee als Rohstoffquelle

    World Ocean Review
    Die Tiefsee als Rohstoffquelle
    Die technischen Herausforderungen sind immens, aber angesichts der hohen Rohstoffpreise interessieren sich immer mehr Staaten und Firmen für Tiefseebergbau. Der neue „World Ocean Review“ zeigt Chancen und Risiken auf.


    Manganknollen gehören zu den begehrten Schätzen der Tiefsee.
    Quelle: dpa

    Rohstofflager im Meer rücken zunehmend ins Visier von Staaten und Konzernen. Künftig könnten „Erze in Form von Manganknollen, Kobaltkrusten und Massivsulfiden in bis zu 4000 Meter Tiefe abgebaut werden“, heißt es im Bericht „World Ocean Review III - Rohstoffe aus dem Meer“, der am Donnerstag in Hamburg vorgestellt wurde.


    Darin haben Forscher des Kieler Exzellenzclusters „Ozean der Zukunft“ und internationale Experten Fakten zu Öl- und Gasvorkommen sowie mineralischen Ressourcen zusammengetragen. Gleichzeitig warnen sie vor Risiken für die Umwelt.

    Gold und Silber, Kupfer und Zink: Diese und weitere seltene Metalle sind heiß begehrt. Bisher werden sie an Land abgebaut, doch der weltweite Hunger nach Rohstoffen und die daraus resultierenden hohen Preise rücken auch Lagerstätten in der Tiefsee ins Visier von Staaten und Firmen.

    „Rohstoffe im Meer haben großes Potenzial“, sagte der Sprecher von „Ozean der Zukunft“, Martin Visbeck. „Aber man kann wohl sagen, trotz der steigenden Metallpreise ist derzeit noch niemand bereit, sehr viel Geld für den Tiefseebergbau in die Hand zu nehmen.“

    *** Schürfen im Extremen ***

    Dennoch, „die wirtschaftliche Nutzung mariner mineralischer Rohstoffe rückt angesichts des Anstiegs der Rohstoffpreise und globaler Verknappungsszenarien bei bestimmten Rohstoffen immer mehr in den Fokus und könnte mittelfristig eine größere Bedeutung erlangen“, heißt es etwa im „Nationalen Masterplan Maritime Technologien“ des Bundeswirtschaftsministeriums.

    Und auch Unternehmen zeigen Interesse an den mineralischen Schätzen der Ozeane. „Natürlich gucken sich Firmen da nach neuen Lagerstätten um“, sagte Visbeck.


    Ein russisches Mini-U-Boot bringt per Roboterarm die weiß-blau-rote
    Nationalflagge Russlands in der Tiefsee am Nordpol aus. Auch andere
    Staaten, darunter Deutschland, sind an der Ausbeutung der
    Rohstoffquellen in der Tiefsee interessiert. Quelle: dpa

    Weltweit gibt es bisher noch keinen kommerziellen Tiefseebergbau von Metallen. Allerdings stehen schon einige Staaten wie Deutschland und private Firmen in den Startlöchern und machen Erkundungsbohrungen oder haben Lizenzen dafür beantragt. Es sei sinnvoll, diese Pilotvorhaben wissenschaftlich zu begleiten und Umweltaspekte zu berücksichtigen. „Da sind Industrie und Forschung gemeinsam unterwegs“, sagte Visbeck.


    Ein Abbau sei immer mit Risiken und Umweltbelastungen verbunden, darüber müsse diskutiert werden, betonte der Kieler Ozeanograph. So sind sich Wissenschaftler dem Bericht zufolge darin einig, „dass der Abbau von Manganknollen einen erheblichen Eingriff in den Lebensraum Meer darstellt“.

    Der Lärm und die Vibrationen, die bei Abbau, Herauspumpen und Reinigen der Knollen entstehen, könnten Delfine und Wale stören. Und im durchpflügten Bereich würden alle Tiere sterben, die nicht schnell genug fliehen könnten, etwa Würmer, Schnecken und Seegurken.

    Auf der anderen Seite vermeide Meeresbergbau Landnutzungskonflikte, heißt es in dem Bericht. Und Staaten, die über keine eigenen Rohstoffreserven verfügen, könnten etwas mehr Unabhängigkeit von den Exportnationen erlangen.

    Eine Empfehlung oder einen Ratschlag für oder gegen den Tiefseebergbau gibt der Bericht nicht. „Wir wollten Hintergründe und Fakten bündeln und auf den Tisch legen“, sagte Visbeck. Auf dieser Grundlage könnten alle Beteiligten in Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft sachlich diskutieren, ob und in welcher Form der Tiefseebergbau gewünscht sei.
    Quelle
    Geändert von delle59 (12.02.16 um 19:37 Uhr)
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    Putin beginnt umstrittenes Öl-Projekt in der Arktis
    Umweltschützer protestieren dagegen seit Jahren: Inmitten der Ukraine-Krise startet sein milliardenschweres Öl-Förderprojekt in der Arktis - in Kooperation mit US-amerikanischen Unternehmen.


    Umweltschützer warnen vor einer wirtschaftlichen Ausbeutung der Arktis
    © Stefan Sauer/DPA

    Trotz wachsender Spannungen mit dem Westen hat Kremlchef Wladimir Putin einem russisch-amerikanischen Milliardenprojekt in der rohstoffreichen Arktis grünes Licht erteilt. Putin startete per Videokonferenz eine Ölplattform, die von den Energiegiganten Rosneft und ExxonMobil verwaltet wird. Mit Verweis auf die gegenseitigen Sanktionen Russlands und des Westens in der Ukrainekrise betonte er, die internationale Wirtschaft zeige mit dem Projekt in der Karasee "Pragmatismus und gesunden Menschenverstand".

    Dies sei angesichts "momentaner politischer Probleme" erfreulich, sagte Putin am Samstag einer Mitteilung zufolge im Schwarzmeerort Sotschi. Das Vorhaben sei ein Beispiel erfolgreicher Kooperation. Der Russland-Repräsentant des US-Konzerns Exxon, Glen Waller, kündigte an, das Unternehmen wolle seine Arbeit in Russland ungeachtet der US-Sanktionen gegen Moskau fortsetzen. "Unsere Zusammenarbeit ist langfristig. Wir sehen hier große Perspektiven", sagte Waller der Agentur Interfax zufolge. Rosneft und ExxonMobil kooperieren bereits auf Ölfeldern in Sibirien und vor der ostrussischen Insel Sachalin.

    Umweltschützer warnen vor Folgen
    Rosneft-Chef Igor Setschin zufolge sollen die Probebohrungen in der Karasee in zwei Monaten beendet sein. Der Chef von Russlands größtem Ölkonzern steht auf der US-Sanktionsliste. Washington will Moskau damit zwingen, mehr für eine Entspannung der Ukrainekrise zu tun. Die von Putin gestartete Ölplattform "West Alpha" steht inmitten Russlands nördlichster Bohrung Universitetskaja-1. Arbeiten dort sind in der eisfreien Zeit von August bis Ende Oktober vorgesehen.

    Rosneft vermutet in diesem Teil des Nordpolarmeers Reserven von mindestens 3,5 Milliarden Tonnen Erdöl und 11 Billionen Kubikmeter Gas. Umweltschützer warnen aber seit Jahren mit Nachdruck vor einer wirtschaftlichen Ausbeutung der Region. Sie fürchten, dass die Anrainerländer das Gebiet in ein "riesiges Bergwerk" verwandeln könnten - mit womöglich verheerenden Folgen für die Natur.
    Quelle

    Trotz Sanktionen: Exxon-Mobil beteiligt sich an neuer Ölbohrung in Russland
    Geändert von delle59 (06.04.15 um 17:59 Uhr)
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    AW: Kampf um den Nordpol


    Nicht nur schön, sondern auch wertvoll: Die Arktis hat zahlreiche Bodenschätze zu bieten.(Foto: dpa)


    Dänemark beansprucht Nordpol für sich

    Mit einem Antrag bei den Vereinten Nationen will die dänische Regierung ihre Staatsgrenze bis in die Arktis ausweiten. Doch auch andere Anrainerstaaten kämpfen um die reichhaltigen Bodenschätze am Nordpol.

    Dänemark erhebt Anspruch auf den Nordpol. Die Forderung, die den Vereinten Nationen in New York vorgelegt werden soll, betrifft ein Gebiet von knapp 900.000 Quadratkilometern. Dieses befinde sich 200 Seemeilen von Grönlands Küste entfernt, sagte der dänische Außenminister Martin Lidegaard.

    Auf Gebiete, die über diese 200 Meilen hinausgehen, darf ein Staat ohne Sondergenehmigung keinen Herrschaftsanspruch erheben. Dänemark beruft sich bei seinem Antrag auf wissenschaftliche Daten. "Das Ziel dieses großen Projekts ist es, die äußeren Grenzen unseres Kontinentalsockels - und damit letztlich des Königreichs - festzulegen", sagte Lidegaard.

    In einer Regierungsmitteilung wird der Antrag als "historischer und wichtiger Meilenstein für das Königreich Dänemark" bezeichnet. Problematisch bei dem Anspruch Dänemarks auf das Gebiet sind mögliche Überlappungen mit den Hoheitsgebieten Russlands, Kanadas und der Vereinigten Staaten.

    Diskussionen mit anderen Staaten will die dänische Regierung mit bilateralen Abkommen zuvorkommen. Mögliche Verhandlungen sollen im Falle des Falles im Einklang mit dem internationalen Seerecht geklärt werden, so die Regierung. Die teilautonome Polarinsel Grönland gehört zum dänischen Königreich. Die Anrainerstaaten Russland und Kanada beanspruchen die Arktis ebenfalls wegen der dort vermuteten Bodenschätze für sich.
    n-tv.de

    Das kleine Dänemark legt sich mit den Großen an




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  7. Bedankos Jean, eddy-dien8, Cirurgicus, black sheep bedankte(n) sich für diesen Post
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    AW: Kampf um Bodenschätze in der Arktis (Nordpol)


    Franz-Josef-Land: "Schutz der russischen Nordflanke". AFP

    Wettlauf um Bodenschätze: Russland stationiert Raketen in der Arktis

    Erst ein großes Manöver, jetzt Abwehrraketen: Russland untermauert mit zunehmender Militärpräsenz seine Ansprüche auf Bodenschätze im Nordpolarmeer. Hauptkonkurrenten in der Region sind Kanada und Dänemark.

    Das Gebiet ist karg und unwirtlich, doch unter dem Boden werden wahre Schätze vermutet. Um den Anspruch darauf zu verdeutlichen, baut Russland seine Militärpräsenz in der Arktis immer weiter aus. Die Armee habe in der Region Abwehrraketensysteme vom Typ Panzir stationiert, teilte Generalmajor Kirill Makarow Moskauer Medien zufolge mit.

    Es gehe um einen Schutz der "Nordflanke" des Landes, zitierten die Medien den Generalmajor. Geplant sei auch die Verlegung von Kampfjets des Typs MiG-31. Zudem soll auf der Insel Nowaja Semlja im Nordpolarmeer ein militärisches Frühwarnsystem entstehen.

    Auf der Inselgruppe Franz-Josef-Land traf bereits am Montag Baumaterial für eine Marine-Anlage ein. Die in Seweromorsk nahe der Grenze zu Norwegen stationierte russische Nordflotte plane in der Region östlich von Spitzbergen mehrere "Objekte", sagte Armeesprecher Wadim Serga der Agentur Tass.

    Russland behauptet, dass sein Festlandsockel am Meeresboden so weit in die Arktis reiche, dass Moskau den Nordpol beanspruchen dürfe. Um den Anspruch zu unterstreichen, hatte eine U-Boot-Besatzung 2007 die russische Trikolore aus rostfreiem Titan-Metall in den Meeresboden unter der Eiskappe gerammt.

    Vor einem Jahr hatte der Kreml außerdem ein großes Militärmanöver in der Arktis abgehalten. Transportflugzeuge vom Typ Il-76 setzten damals auf den Neusibirischen Inseln tonnenweise Militärtechnik ab.

    Nicht nur ein Streit um Bodenschätze

    Bisher zählt der Meeresboden der Arktis zum sogenannten Gemeinsamen Erbe der Menschheit. Die Aufteilung des Gebiets, das wegen der schmelzenden Eismassen leichter zugänglich wird, ist nicht hinreichend geklärt. Neben Russland erheben auch die Anrainerstaaten Dänemark, Kanada, Norwegen und die USA Ansprüche.

    Dänemark etwa versucht, sich die Rechte für ein Gebiet von fast 900.000 Quadratkilometern im Arktischen Ozean sichern. Einen entsprechenden Antrag hat die dänische Regierung Ende vergangenen Jahres am Uno-Hauptquartier in New York abgegeben. Daneben können jedoch auch die anderen Staaten rund um den Arktischen Ozean Anträge bei der Uno stellen.

    Grund der Anstrengungen sind unter anderem wirtschaftliche Interessen: Milliarden Kubikmeter Gas und Millionen Tonnen Erdöl unter dem arktischen Eis sollen das Rohstofflager der Zukunft bilden. Die meisten der für Öl- und Gasproduktion interessanten Gebiete liegen jedoch vergleichsweise nahe an den Küsten der Arktisstaaten und sind somit schon vergeben.

    Daneben handelt es sich bei den Forderungen aber auch um politische Signale. Niemand weiß, welche geopolitische Rolle die Gebiete in Zukunft spielen werden. Da wäre es schlecht, sie sich heute einfach entgehen zu lassen.
    spiegel.de





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  9. Bedankos Mr.Maguu, Cirurgicus, salviner01 bedankte(n) sich für diesen Post
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    AW: Kampf um Bodenschätze in der Arktis (Nordpol)

    Tja, dann ist es also schon jetzt eine Frage der Zeit, bis es dort oben Probleme gibt, dort eine Katastrophenlandschaft entsteht und der ganze Mist via Meeresströmungen (und Fischerei) bei uns (auf'm Teller) landet...
    Errare humanum est, sed in errare perseverare diabolicum.
    &
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    AW: Kampf um Bodenschätze in der Arktis (Nordpol)


    Ein Eisberg treibt vor Spitzbergen im Polarmeer: In der Arktis werden große unerschlossene
    Öl- und Gasvorkommen vermutet. Foto: Jens Büttner


    Arktis-Staaten wollen sich für Stabilität in der Region einsetzen

    Das alle zwei Jahre stattfindende Treffen des Arktischen Rates steht ganz im Schatten des Konflikts mit Russland. Der russische Außenminister Lawrow lässt sich vertreten. Eine unterzeichnete Erklärung klingt versöhnlich - bindend ist sie aber nicht.

    Die acht Mitgliedsstaaten des Arktischen Rates wollen sich gemeinsam für Frieden und Stabilität in der Arktis einsetzen. Vertreter Kanadas, der USA, Dänemarks, Finnlands, Islands, Norwegens, Russlands und Schwedens unterzeichneten ein entsprechendes Dokument.

    Darin sprechen sie sich für «konstruktive Zusammenarbeit» in dieser Hinsicht aus. Die Abkommen des Rates sind jedoch lediglich Empfehlungen und nicht bindend.

    Bei dem alle zwei Jahre stattfindenden Ministertreffen ging der Vorsitz des Rates turnusgemäß von Kanada auf die USA über. «Die Menschen in der Region sind unsere größte Priorität», sagte US-Außenminister John Kerry. «Sie sollen unseren Vorsitz prägen.» Es sei eine «entscheidende Zeit» für die Arktis und den Arktischen Rat, sagte Kerry weiter. Bei dem Treffen sprachen die Vertreter der Mitgliedsstaaten unter anderem auch über Wirtschafts-, Umwelt- und Infrastrukturthemen. Deutschland ist als Beobachter im Rat dabei.

    Beobachter hatten vermutet, dass die Krise mit Russland wegen der Ukraine das Treffen überschatten werde. Russlands Außenminister Sergej Lawrow ließ sich durch Umweltminister Sergej Donskoj vertreten. Russland erhebt territoriale Ansprüche auf den Nordpol und baut derzeit seine Militärpräsenz immer weiter aus. Westliche Vorwürfe einer Militarisierung der Arktis weist das Land allerdings zurück. In der an Bodenschätzen reichen Region, die mit fortschreitendem Klimawandel innerhalb der nächsten zwei bis drei Jahrzehnte im Sommer eisfrei sein könnte, werden große unerschlossene Öl- und Gasvorkommen vermutet.
    westfalen-blatt.de

    Russland schafft Fakten in der Arktis





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    AW: Kampf um Bodenschätze in der Arktis (Nordpol)



    Shell darf in der Arktis bohren

    Die USA machen den Weg frei für umstrittene Bohrungen nach Öl und Gas durch den Shell-Konzern in Alaska. Umweltschützer schlagen Alarm. Die Katastrophe von Deepwater Horizon lässt grüßen.

    Der Energieriese Royal Dutch Shell kommt seinem Ziel näher, im arktischen Ozean nach Öl und Gas zu bohren. Trotz heftiger Proteste von Umweltschützern stimmte die zuständige Behörde der US-Regierung dem mehrjährigen Förderprojekt jetzt zu - wenn auch unter Auflagen. Der niederländisch-britische Konzern hat damit eine wichtige Hürde genommen, braucht aber noch eine Reihe weiterer Zulassungen.

    Nach Schätzungen der US-Energieagentur EIA könnten in der Arktis etwa 22 Prozent der weltweiten noch unentdeckten Öl- und Gasreserven liegen. Shell bemüht sich schon seit Jahren um die Erlaubnis, an die kostbaren Bodenschätze zu kommen. Der Konzern will in der Tschuktschensee, knapp 113 Kilometer entfernt von dem Dorf Wainwright an der Nordwestküste Alaskas, an bis zu sechs Stellen in relativ flachem Wasser bohren. Der Plan ist höchst umstritten.

    "Diese Entscheidung stellt das große Ölgeschäft über die Menschen und setzt die Tier- und Pflanzenwelt der Arktis - und die Gesundheit unseres Planeten - aufs Spiel", kommentierte die Umweltschutzorganisation Earthjustice. sHellNO, eine lokale Kampagne aus Seattle, will ab Samstag unter dem Motto "You Shell not Pass!" (Du wirst nicht durchkommen) Tausende Mitstreiter für einen dreitätigen Protest mobilisieren. "Es gibt keine bewährte Methode, einer Ölpest im eisigen arktischen Wasser zu begegnen", sagte Susan Murray von der Organisation Oceana. Das Vorhaben sei riskant und unausgereift.

    Im April 2010 hatte eine Explosion der von Shells Wettbewerber BP betriebenen Bohrinsel Deepwater Horizon die bislang schlimmste Ölkatastrophe verursacht. Elf Menschen kamen ums Leben; Hunderte Millionen Liter Öl flossen in den Golf von Mexiko und richteten massive Schäden an. Shell-Sprecher Curtis Smith meinte, die Zustimmung durch die Behörden beweise das "Vertrauen, das die Aufseher in unseren Plan haben". Aber es sei zwingend, dass die ausstehenden Genehmigungen, an denen die endgültige Zulassung hänge, rechtzeitig geliefert würden.

    Shell will im Sommer mit dem Projekt beginnen. Die zuständige US-Behörde BOEM (Bureau of Ocean Energy Management) betonte, sich die Entscheidung nicht einfach gemacht und die Risiken gut abgewogen zu haben.
    dw.de

    Shell entschädigt Ölpest-Opfer in Nigeria
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    AW: Kampf um Bodenschätze in der Arktis (Nordpol)


    Die Plattform "Polar Pioneer" soll in die Arktis geschleppt werden, um dort die Arbeit aufzunehmen.
    FOTO: ap

    US-Regierung gibt Shell grünes Licht für Ölbohrung in Arktis

    Der Energiekonzern Royal Dutch Shell darf in der Arktis nach Öl bohren. Das US-Innenministerium erteilte dem britisch-niederländischen Ölmulti am Montag die Genehmigung für das umstrittene Vorhaben, um das jahrelang gerungen wurde.

    Die Genehmigung gestattet es Shell in der ölreichen Chukchi-See vor der Nordwest-Küste Alaskas zu bohren. Shell hatte sein Ölbohr-Programm dort 2012 nach einer Reihe von Pannen unterbrochen.

    So hatte das Unternehmen dort die Kontrolle über eine Ölplattform verloren. Die Küstenwache musste die 18 Arbeiter evakuieren. Umweltschützer wenden sich strikt gegen die Ölsuche im empfindlichen Ökosystem der Arktis.

    Im Falle eines Lecks sei es unmöglich, rasch ausreichend Technik in die Region zu schaffen, um eine Umweltkatastrophe zu verhindern, argumentieren sie. Die Genehmigung wurde nun erteilt, nachdem die Reparaturen an einem Eisbrecher beendet wurden, mit dem das Unternehmen im Katastrophenfall Notfallausrüstung an die Förderstelle bringen will.

    In der Arktis befinden sich nach Schätzungen der US-Regierung rund 20 Prozent der noch unentdeckten Öl- und Gasvorräte der Erde.
    rp-online.de


    Arktis-Projekt: USA genehmigen Shell umstrittene Bohrungen

    Ich bin fest davon überzeugt, daß es für den Tonfilm einen Markt gibt.
    Thomas Alva Edison (1847 - 1931)
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