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    Avatar von delle59




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    Frankreich will Prostitution verbieten

    Frankreich will Prostitution verbieten

    Foto: rtr
    In französischen Filmen wurde das Bild der Freudenmädchen verklärt, die Nationalversammlung macht jetzt aber ernst und will Prostitution verbieten. Als Vorbild dient Schweden, als abschreckendes Beispiel das deutsche Prostitutionsgesetz.

    Jahrelang haben die Franzosen darüber debattiert. Jetzt geht es zur Sache. Am Freitag wird der Gesetzentwurf "zur Abschaffung der Prostitution" in die Nationalversammlung eingebracht, kommenden Mittwoch soll er verabschiedet werden. Sozialistische Regierung und rechtsbürgerliche Opposition ziehen an einem Strang.

    Um dem Gewerbe den Garaus zu machen, bietet der Staat Prostituierten Ausstiegs- und Umschulungshilfen an sowie Wohnraum. Vor allem aber droht er Freiern mit der Keule des Strafrechts. Sie müssen künftig 1500 Euro Geldstrafe zahlen, im Wiederholungsfall ist das Doppelte fällig.

    In Filmen wie "Irma la Douce" mögen romantisch verklärte Bilder französischer Freudenmädchen um die Welt gegangen sein, die Wirklichkeit sieht nach Überzeugung der Befürworter der Gesetzesnovelle anders aus. "Mit dem Erwerb sexueller Dienstleistungen tut man Frauen, die in Frankreich 85 Prozent der Prostituierten stellen, Gewalt an", sagt die für den Gesetzentwurf federführende Sozialistin Maud Olivier.

    Ehemalige Prostituierte wie die heute 58-jährige Rosen Hilcher gaben zu Protokoll, wie trist der Alltag französischer Prostituierter aussieht, die Zuhälterbanden ausgeliefert sind. "Wir sterben auf kleiner Flamme", lautete Hilchers Fazit.

    Deutschland ist abschreckendes Beispiel
    Als Vorbild dient Frankreichs Abgeordneten Schweden, wo Freier bereits seit 1999 bestraft werden. Als abschreckendes Beispiel wurde in der Nationalversammlung Deutschlands Prostitutionsgesetz herumgereicht. Seit 2002 gilt Sexarbeit dort als regulärer Beruf, haben Prostituierte ein Recht auf Kranken-, Arbeitslosen- und Rentenversicherung. Das hat dazu geführt, dass die Zahl der Prostituierten in der Bundesrepublik auf 400.000 gestiegen ist.

    Nicht wenige sozialistische Politiker bezweifeln allerdings, dass das Gutgemeinte tatsächlich gut ist. Im Schutz der Anonymität beklagen sie, das Gesetz führe dazu, dass Prostituierte ihre Kunden künftig an noch abgelegeneren Orten treffen, und der Gewalt und Willkür von Menschenhändlern noch mehr ausgeliefert seien.

    Diese Zweifel zu artikulieren, gilt politisch freilich als nicht korrekt. Wer das geplante Gesetz kritisiert, setzt sich darüber hinaus dem Verdacht aus, die Prostitution zu fördern, gar selbst in Anspruch nehmen zu wollen. Anstatt ihre Bedenken in der Nationalversammlung vorzutragen, bleiben viele Kritiker der Abstimmung deshalb am Freitag wohl einfach fern.
    Quelle

    Manche Freier zahlen Elends-Prostituierten nur fünf Euro
    "Hände weg von meiner Hure!"

    Ich bin fest davon überzeugt, daß es für den Tonfilm einen Markt gibt.
    Thomas Alva Edison (1847 - 1931)
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  2. #2
    Avatar von Daver



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    Mon dieu... und wer sum Toiffel soll dan all dise fronsösischen Schneggen poppen? :giggle:
    "Bold darf misch gainer mehr f*en " Meinte die 58jährige Hilcher dazu :makeup:

  3. Bedankos salviner01 bedankte(n) sich für diesen Post
  4. #3
    Avatar von Struppi




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    Zitat Zitat von delle59','index.php?page=Thread&postID=101249#post 101249
    In französischen Filmen wurde das Bild der Freudenmädchen verklärt, die Nationalversammlung macht jetzt aber ernst und will Prostitution verbieten. Als Vorbild dient Schweden, als abschreckendes Beispiel das deutsche Prostitutionsgesetz.
    Nicht ohne Grund ist dieses Gewerbe eines der ältesten...
    Nun ja, jetzt wird es dort bald genauso gruselig und menschenverachtend abgehen, wie bei uns. Die Franzosen kommen eh schon extra für das eine nach Deutschland, weil es hier VIEL ZU SEHR zum Wohle der Freier ist. In Frankreich kommt das nur halt ohne Kontrolle usw. Das Problem: In Deutschland ist nämlich seit der Gesetzesänderung wirklich der reinste Horror für die betroffenen Frauen.
    Es ist also beides total mies. Ich würde sagen: Legalisieren ja (weil verbieten nichts bringt...), aber alle Frauen in dem Gewerbe müssen sich regelmäßig beim Gesundheitsamt eine Gesundheitsbescheinigung ausstellen lassen und sozial-versichert sein um in dem Gewerbe aktiv sein zu dürfen. Auch muss gewährleistet werden, dass die Frauen auch einen gewissen Schutz (gesetzlich) haben und nicht unter Druck durch Zuhälter gesetzt werden. Bei ausländischen Freudenmädchen sollte man da nochmals etwas genauer hinsehen.


    .
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    &
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