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    Dicke Deutsche auf Zwangsdiät?

    Kampf gegen Übergewicht
    Politiker fordern Strafsteuer auf fettes Essen



    Fastfood macht nicht nur dick, sondern fördert auch Asthma und andere Allergien. colourbox

    Ein Burger hier, eine Schokolade da, danach eine Limonade – ungesunde Ernährung kann zu Übergewicht und damit zu tödlichen Krankheiten führen. Nun fordern Politiker von SPD und CDU eine Strafsteuer auf Chips, Fastfood und bestimmte Süßigkeiten.

    Wenn es nach den Vorstellungen von Gesundheitspolitikern von SPD und CDU geht, sollen Übergewichtige in Deutschland auf eine Art Zwangsdiät gesetzt werden. Wie die „Bild“-Zeitung online berichtet, soll demnach auf besonders kalorienreiche Produkte eine Strafsteuer erhoben werden.

    SPD-Gesundheitsexperte Edgar Franke sprach sich für einen Aufschlag in Höhe des halben Mehrwertsteuersatzes für Nahrungsmittel mit mehr als umgerechnet 275 Kalorien je 100 Gramm aus, schreibt das Portal. Grundsätzliche Unterstützung erhielt der SPD-Politiker von CDU-Gesundheitsexperte Erwin Rüddel.

    „Gesundheitssteuer auf fetthaltige Nahrungsmittel“

    „Übergewicht und Fettleibigkeit sind Hauptrisikofaktoren für Bluthochdruck, Herz- und Kreislauferkrankungen, Diabetes und Krebs“, sagte Franke, der Mitglied des Bundestags-Gesundheitsausschusses ist, zu „bild.de“. „Eine Gesundheitssteuer auf besonders fetthaltige und zuckerreiche Nahrungsmittel wie Chips, Fastfood und extrem kalorienreiche Süßigkeiten würde das Ernährungsbewusstsein vieler Menschen mit Übergewicht schärfen und könnte so eine gesundheitspolitisch wünschenswerte Veränderung der Essgewohnheiten bewirken.“

    Franke verwies auf das Beispiel von Mexiko (ich berichtete ), wo eine Steuer in Höhe von acht Prozent auf kalorienreiches Essen eingeführt wird.

    „Dicken-Steuer“ für ein gesundes Volk

    Der SPD-Politiker betonte allerdings, ihm gehe es nicht in erster Linie um Mehreinnahmen für den Staat, sondern er sorge sich um die Volksgesundheit. Laut „bild.de“ schätzen Experten die jährlichen Kosten infolge der durch Übergewicht verursachten Krankheiten auf rund 17 Milliarden Euro.

    Franke will deshalb die Mehreinnahmen aus der „Dicken-Steuer“ vor allem für zusätzliche Präventionsmaßnahmen verwendet wissen.

    „Risikoaufschlag auf kalorienreiche Nahrungsmittel“

    Darin wird der SPD-Gesundheitspolitiker von seinem CDU-Kollegen Erwin Rüddel grundsätzlich unterstützt. Rüddel, der ebenfalls dem Bundestags-Gesundheitsausschuss angehört, sagte dem Portal: „Ein Risikoaufschlag auf extrem kalorienreiche Nahrungsmittel könnte helfen, das Ernährungsbewusstsein zu schärfen.“
    Laut Ernährungsbericht der Bundesregierung leiden in Deutschland 67,1 Prozent der Männer und 52,9 Prozent der Frauen an Übergewicht. Fettleibigkeit („Adipositas“) kann u.a. Diabetes, Herzinfarkt, Schlaganfall, Gelenkschäden sowie Darm-, Prostata- und Brustkrebs verursachen. Aber auch schon 15 Prozent der Kinder und Jugendlichen bringen zu viele Pfunde auf die Waage.

    Quelle


    Ein Viertel der Deutschen zu dick: Immer mehr junge Menschen sind fettleibig
    Geändert von salviner01 (25.11.14 um 23:47 Uhr)
    Ich bin fest davon überzeugt, daß es für den Tonfilm einen Markt gibt.
    Thomas Alva Edison (1847 - 1931)
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