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    Mitteleuropa versinkt in Wassermassen

    Deutschland unter Wasser - Zehntausende Helfer im Einsatz
    Die Bundesrepublik erlebt den größten Einsatz von Hilfskräften seit 2002: In den Katastrophengebieten von Bayern, Sachsen und Thüringen müssen Anwohner aus ihren Häusern geholt werden. In Passau steigen die Fluten so hoch wie seit 500 Jahren nicht mehr. Das Schlimmste steht dort noch bevor.

    [img=600]https://darklight.to/picshare/images/331image_503802_breitwand.jpg[/img]
    Foto: DPA
    Sandsäcke sind jetzt die letzte Hoffnung, also wuchten Willi Schötz und seine Leute ihre schwere Last vor Passauer Hauseingänge. Vor den Gebäuden in der Regensburger Straße, die Richtung Altstadt führt, steigt das Wasser beständig an, die Keller sind längst überflutet. Schötz, Gruppenführer der Feuerwehr Arnbruck, schaut auf die Wassermassen: "Das ist der Wahnsinn", sagt er.

    Im Donau- und Inngebiet herrsche weiter eine "extreme Hochwassersituation", heißt es beim bayerischen Hochwasser-Nachrichtendienst. Im wirklichen Leben bedeuten solche Kategorien dann etwa dies: Da ist zum Beispiel die Frau in der Regensburger Straße, die seit Sonntagabend stundenlang keinen Fuß mehr vor die eigene Haustür setzen kann. Das Wasser bahnte sich seinen Weg, und der führte Zentimeter für Zentimeter auch die Treppe hinauf. Um das Gebäude herum steht das braune Wasser, von einem Auto ist nur noch das Dach zu sehen.

    Strom gibt es in weiten Teilen Passaus nicht mehr, aber immerhin: Im ersten Stock ihres Gebäudes ist die Frau noch sicher. "Ich habe zum Glück noch Lebensmittel", sagt sie. Wirklich glücklich sieht sie dabei nicht aus. Dann kommen Schötz und seine Leute, über den Balkon eines Nachbarhauses verschaffen sie sich Zugang zu der durch das Wasser abgeschlossenen Wohnung und bringen die Frau in Sicherheit.

    Hochwasser-Rekord in Passau - Trinkwasserversorgung unterbrochen
    [img=350,left]https://darklight.to/picshare/images/3643c0g2217.jpg[/img] In der Stadt wurde am Montag ein neuer Hochwasser-Rekord gemessen. Der Pegelstand der Donau erreichte 12,50 Meter - der zweithöchste jemals gemessene Wert. Seit mehr als 500 Jahren stand das Wasser nicht mehr so hoch. Zum Teil haben sich die Fluten der Donau mit dem Inn verbunden. Von oben gleichen einige Gebiete der niederbayerischen Stadt einer Seenplatte. Und es droht noch Schlimmeres, aus dem Oberlauf der Donau und den Zuläufen strömt weiteres Wasser nach Passau. Zudem regnet es unaufhörlich. Der Höchststand wird am Dienstag erwartet.

    Die Stadtwerke mussten die Trinkwasserversorgung einstellen. Es drohe eine Verunreinigung der Trinkwasserbrunnen, teilte der Krisenstab mit. Das noch vorhandene Wasser in den Hochbehältern sei begrenzt und in einzelnen Bereichen bereits erschöpft. Es wird erwartet, dass die Restmengen noch im Laufe des Tages verbraucht sind. Der Krisenstab arbeite mit Hochdruck an Lösungen, um der Bevölkerung Trinkwasser anbieten zu können, hieß es.

    Weite Teile Süd- und Ostdeutschlands sind aufgrund der dramatischen Hochwasserlage zu Katastrophenregionen geworden. Die aktuelle Entwicklung können Sie im Liveticker von SPIEGEL ONLINE verfolgen. In etlichen Städten und Landkreisen in Bayern, Thüringen und Sachsen galt Katastrophenalarm. Zehntausende Menschen mussten ihre Häuser verlassen. Nach Angaben des Bundesinnenministeriums waren in den Überflutungsgebieten insgesamt 1800 Helfer des Technischen Hilfswerks (THW) im Einsatz, zudem wurden 500 Bundespolizisten und 1760 Soldaten mobilisiert.

    Die Fluten bedeuten für die Feuerwehren den größten Einsatz seit dem Hochwasser 2002. Fast 28.000 Feuerwehrmänner und -frauen seien seit dem vergangenen Wochenende in den ost- und süddeutschen Hochwassergebieten im Einsatz, teilte der Deutsche Feuerwehrverband (DFV) mit. Seit dem frühen Morgen seien auch Kräfte aus nicht betroffenen Regionen unterwegs, um ihre Kollegen zu unterstützen. Beispielsweise habe die Berliner Feuerwehr etwa 200 Helfer zum Schutz der Deiche nach Sachsen geschickt. DFV-Präsident Hans-Peter Kröger appellierte an die Arbeitgeber, Helfer der Freiwilligen Feuerwehren unkompliziert freizustellen. Bundesweit gebe es mehr als eine Million ehrenamtlich tätige Feuerwehrleute.

    Die Hochwassergebiete im Überblick:

    [img=350,right]https://darklight.to/picshare/images/962RTX109ZN.jpg[/img] Neben Passau ist in Bayern vor allem die Lage in Rosenheim dramatisch: Nach einem Dammbruch des Auerbaches mussten rund 170 Menschen in Sicherheit gebracht werden. Außerdem drohte ein weiterer Damm in Kolbermoor bei Rosenheim zu brechen. Am Main in Unterfranken zeichnete sich dagegen eine Entspannung ab.

    In sieben Landkreisen Sachsens und den drei Städten Dresden, Chemnitz und Zwickau gilt Katastrophenalarm. Tausende Menschen mussten ihre Häuser und Wohnungen verlassen. Einige Hausbesitzer verweigerten die Evakuierung - zum Ärger von Landesinnenminister Markus Ulbig: "Das, was wir hier machen, ist kein Spaß." In Dresden wurde ein Pegelstand von bis zu 9 Metern erwartet - fast so viel wie bei der sogenannten Jahrhundertflut im August 2002, als das Wasser 9,40 Meter erreichte.

    In Grimma stand das Wasser der Mulde meterhoch in der Altstadt, die nur noch mit Schlauchbooten befahrbar war. Auch an der Weißen Elster und den Mulden im Landkreis Leipzig hatte sich die Lage verschärft. "Die Evakuierungen werden ausgeweitet", sagte eine Sprecherin des Krisenstabs in Grimma. Rund 6000 Menschen sollen im Landkreis betroffen sein. Einen Lichtblick gibt es: Der Deutsche Wetterdienst hob am Nachmittag seine Unwetterwarnung für weite Teile Sachsens auf. Bis zum Abend könne es aber noch leichten Regen geben.

    Thüringen: In Gera sowie den Kreisen Greiz und Altenburger Land, wo Katastrophenalarm herrschte, mussten sich bisher mehr als 2000 Menschen in Sicherheit bringen. Der bereits am Wochenende evakuierte Ort Serbitz stand komplett unter Wasser. In Gera befürchtete die Stadtverwaltung das Bersten einer Hochwasserschutzmauer, die nur noch 30 Zentimeter aus dem Wasser ragte. Massive Probleme meldete der Kreis Weimarer Land rund um den Zusammenfluss von Saale und Ilm bei Großheringen und flussaufwärts an der Ilm. In Jena hat sich die Situation an der Saale dagegen leicht entspannt.

    Der Burgenlandkreis und der Landkreis Anhalt-Bitterfeld in Sachsen-Anhalt riefen Katastrophenalarm aus. An den Grenzen zu Thüringen und Sachsen trat die Weiße Elster über die Deiche. Im Süden des Landes mussten Hunderte Menschen ihre Wohnungen verlassen. Es werde mit weiteren Evakuierungen gerechnet, sagte der Leiter des Krisenstabs. In Halle wurde ein Pflegeheim geräumt. Straßen und Häuser wurden überflutet, teils musste der Strom abgeschaltet werden.

    In anderen Bundesländern waren die Folgen weniger dramatisch: Nordrhein-Westfalen etwa blieb vom Hochwasser weitgehend verschont. In Hessen stiegen die Pegelstände am Main nach Angaben des Landesamts für Umwelt und Geologie jedoch weiter. In Mainz wurde am Montagmorgen ein Rhein-Pegelstand von 6,64 Metern gemessen, bis Dienstag rechnet das rheinland-pfälzische Umweltministerium mit einem Anstieg auf etwa 7,20 Meter. Das wäre dort der höchste gemessene Wert seit 1988. In Baden-Württemberg entspannte sich inzwischen die Lage an den Flüssen.
    Quelle

    Katastrophenalarm in Magdeburg, Meißen überflutet

    Tote durch Hochwasser- Höchster Wasserstand in Passau seit 500 Jahren
    Tschechien ruft Notstand aus
    Rekord-Flut: Bangen in NÖ

    Bin ja mal froh das ich hier in NRW davon verschont bin, ganz schön mies für die Menschen da überall. :rain:
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    Die Flut weicht nicht
    Evakuierungen, gefürchtete Dammbrüche, immer noch steigende Pegel: Es regnet zwar nicht mehr, aber das Hochwasser hat Teile Deutschlands weiter im Griff.

    [img=500]https://darklight.to/picshare/images/8522551589332.jpg[/img]
    Deggendorf (Bayern) steht nach Dammbrüchen noch immer unter Wasser. © dpa
    Das Hochwasser auf Elbe, Donau und Saale hat Teile Deutschlands weiter fest im Griff. Tausende Menschen mussten am Mittwoch ihre Häuser verlassen. In Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Bayern drohten in der Nacht noch Überflutungen, auch wenn das Wasser der Flüsse teilweise schon wieder sank. Auch in Sachsen blieb die Lage in den Elbkommunen kritisch. In Niedersachsen steht in den Regionen rund um die Elbe das Schlimmste noch bevor: Zum Wochenende wird mit einem kräftigen Anstieg des Wassers gerechnet. Weil die Pegelstände der Elbe nicht genau vorhergesagt werden können, ist die Lage oft nur schwer berechenbar.

    Evakuierung in Brandenburg
    In Brandenburg: Hier zittert besonders der 4000-Einwohner-Ort Mühlberg im Elbe-Elster-Kreis. Ein Pflegeheim in der Altstadt wurde bereits am Mittwoch evakuiert, rund 2100 Anwohner wurden von den Behörden aufgefordert, freiwillig ihre Wohnungen zu verlassen. Auch der Landkreis Prignitz bereitet sich auf den Ernstfall vor. „Wir wissen auch dort nicht, wie hoch das Wasser stehen wird“, sagte ein Sprecher des Krisenstabs in Potsdam. In Nordbrandenburg wird der Höhepunkt der Flutwelle am Wochenende erwartet.

    In Niedersachsen steigt die Elbe weiter
    Vom heutigen Donnerstag an bis zum Wochenende wird mit einem Anstieg der Elbe gerechnet. Tausende Einsatzkräfte und Anlieger entlang des Flusses bereiten sich bereits auf die kritische Phase vor. Im Landkreis Lüchow-Dannenberg werden ab heute Deichwachen Tag und Nacht eingesetzt. Niedersachsens Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne) will sich zudem zusammen mit seinem Amtskollegen aus Mecklenburg-Vorpommern, Till Backhaus (SPD), ein Bild von der Lage in den Hochwassergebieten machen.

    Keine Entwarnung in Halle
    Die Wassermassen hielten in Sachsen-Anhalt auch am Donnerstagmorgen besonders den Raum Bitterfeld und die Stadt Halle im Griff. „Wir hoffen, dass die Deiche halten“, sagte eine Sprecherin des Krisenstabs in Magdeburg. In Bitterfeld drohte der angrenzende Goitzschesee über die Ufer zu treten und die Stadt zu überfluten. Ein Deich wurde daher gesprengt, um die Dämme zu entlasten. Entwarnung konnte noch nicht gegeben werden.

    [img=500]https://darklight.to/picshare/images/6333719936850.jpg[/img]
    Hochwasser in Sachsen-Anhalt: Eine Wohnsiedlung in Halle an der Saale. @dpa
    Auch in Halle wurde wegen der steigenden Gefahr von Dammbrüchen an der Saale eine mögliche Evakuierung geplant, von der im schlimmsten Fall 30 000 Einwohner betroffen sein könnten. Teile der Altstadt wurden bereits überschwemmt und Häuser geräumt, darunter nach Angaben der Stadt Halle zwölf Altenheime. Insgesamt mussten in Sachsen-Anhalt bislang 2511 Menschen ihre Häuser wegen des Hochwassers verlassen.

    An der Donau langsam sinkende Pegel
    Aufgeweichte Deiche, die zu brechen drohen, stehen auch im Süden im Mittelpunkt: In Straubing und Deggendorf kämpften Einsatzkräfte die ganze Nacht, um die Dämme zu stabilisieren. „Es ist alles im Einsatz“, sagte ein Sprecher der Stadt Straubing, wo das Hochwasser auf der Donau bereits langsam zurückgeht. Entwarnung gebe es aber trotzdem noch keine - ebenso wenig wie in Deggendorf, wo erst im Laufe des Tages mit sinkenden Wasserständen gerechnet wird. Am Morgen wird dort auch der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) erwartet. Er will sich an mehreren Orten über dasDonau-Hochwasser informieren.

    In Erwartung der Elbe-Scheitelwelle
    Die Menschen in Sachsen blicken gebannt nach Tschechien, von woher die Elbe-Scheitelwelle anrollt. Brennpunkte blieben in der Nacht zum Donnerstag Dresden und die Elbkommunen in der Sächsischen Schweiz, so ein Sprecher des Landeshochwasserzentrums. Der Scheitel der Elbe wurde für Dresden bereits für den Mittag erwartet. Dabei werde aber der Pegelstand der Jahrhundertflut von 2002 wohl nicht übertroffen. In der Sächsischen Schweiz sind viele Touristenorte überflutet, darunter Pirna, Meißen und Riesa. Dort werde das Wasser erst am Wochenende den Höchststand erreichen.
    Quelle

    +++ Dresden zittert +++ Hochwasser-Scheitel gegen Mittag: Heute entscheiden Zentimeter!
    Partystimmung beim Sandsackschleppen :clapping:
    Hochwasser in Tschechien- Zehntausende Häuser evakuiert
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    Elbeflut: Hoffen und Bangen im Norden
    Nach dem Bruch eines Elb-Deiches in Fischbeck (Sachsen-Anhalt) hat sich die Hochwasserlage für Norddeutschland am Montagmorgen verschärft. Besonders betroffen ist der Fernbahnverkehr der Bahn. Gegen 03.00 Uhr sperrten die Behörden die Eisenbahn-Elbebrücke in Hämerten nahe Stendal.

    [img=500]https://darklight.to/picshare/images/3541370847790_20090101_13.jpg[/img]
    dpa / Marcus Brand
    Damit sind die ICE-Hauptverbindungen von Frankfurt (Main) nach Berlin und von Hannover nach Berlin unterbrochen. Die Züge fallen aus oder werden umgeleitet. Die Bahn spricht von stundenlangen Verspätungen. Die Dauer der Brückensperrung sei noch nicht absehbar und hänge von der Hochwasser-Lage ab.

    Der Deich in Fischbeck war gegen Mitternacht auf einer Länge von rund 50 Metern gebrochen. Mehr als 1000 Menschen in nahen Ortschaften wurden aufgerufen, ihre Häuser zu verlassen. Helfer haben in den frühen Morgenstunden mit dem Bau eines Notdeichs auf 3,5 Kilometer Länge begonnen. Er soll am Montagmittag fertiggestellt sein, sagte Wolfgang Brandt, Sprecher des Koordinierungszentrums Krisenmanagement. Rund 300 Feuerwehrleute unterstützten die Bautrupps. Großflächige Überflutungen sind aber weiter möglich.

    Auch im nördlicher gelegenen Hohengöhren (Landkreis Stendal) ist die Lage an der Elbe kritisch. Nach einer Deichabrutschung auf 30 Metern Länge wird derzeit versucht, einen Deichbruch abzuwenden.

    In Magdeburg hat sich die Lage bei leicht sinkendem Pegel dagegen etwas entspannt. Das bedrohte Umspannwerk ist durch die Fluten nicht mehr in Gefahr. Dort hatte die Bundeswehr einen zusätzlichen Damm errichtet. Bei einem Ausfall wären Tausende Haushalte in Magdeburg ohne Strom gewesen.

    An der Landesgrenze zwischen Sachsen-Anhalt und Brandenburg laufen seit Sonntag planmäßig Polder voll, um die Hochwassersituation zu mildern. Nach Angaben des Krisenstabs der Landesregierung von Sachsen-Anhalt werde dies voraussichtlich noch bis zum Montagmittag dauern. Dann seien die Polder voll.

    Die Flutwelle der Elbe bewegte sich weiter Richtung Norden. Die Pegel in Brandenburg stiegen unaufhörlich. In Wittenberge erreichte der Fluss am Sonntagnachmittag einen historischen Höchststand von 7,85 Metern. Am Montag wird ein Wasserstand von 8 Metern erwartet, bis Dienstag sollen es 8,20 Meter sein – so hoch wie nie zuvor. 2002 bei der Jahrhundertflut wurde am Pegel in Wittenberge ein Wert von 7,34 erreicht.

    Niedersachsen erwartet den Hochwasser-Scheitel der Elbe ebenfalls noch. In Schnackenburg und Hitzacker wurden schon am Sonntag neue Rekordwerte erreicht. Die von Elbe und Jeetzel umflossene Altstadtinsel von Hitzacker wurde bis Sonntagabend evakuiert.

    Von der Eisenbahnbrücken-Sperrung betroffen sind die ICE-Strecke Berlin-Hannover-Köln, die ICE-Strecke Berlin-Kassel-Frankfurt/Main und die IC-Strecke Berlin-Amsterdam. Die Züge der Strecke Berlin-Hannover-Köln werden über Wittenberge, Stendal und Wolfsburg umgeleitet. Die Züge der Strecke Berlin-Kassel-Frankfurt/Main fahren über Dessau, Halle (Saale) und Gerstungen. Im Regionalverkehr entfallen alle Verbindungen zwischen Rathenow und Stendal. Aufgrund des Hochwassers gibt es keinen Busnotverkehr. Im Bereich um Fischbeck sind Abschnitte der Bundesstraßen 107 und 188 gesperrt.
    Quelle

    "Magdeburg läuft voll wie eine Badewanne" -- [img=350]https://darklight.to/picshare/images/335Hochwasser_in_Sachsen_.jpg[/img]

    [img=450]https://darklight.to/picshare/images/575Hochwasser_an_der_Elbe.jpg[/img]

    Hochwasser in Bayern: "Eine stinkende Brühe"
    Tschechien hofft, Ungarn zittert
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    Bis zu acht Milliarden Euro sollen den Flutopfern helfen
    Während sich die Lage in den norddeutschen Hochwassergebieten langsam entspannt, haben sich Bund und Länder auf einen Hilfsfonds für die Flutopfer verständigt und wollen den Opfern der Flutkatastrophe mit bis zu acht Milliarden Euro helfen.

    [img=550]https://darklight.to/picshare/images/3942607048357.jpg[/img]
    Eine durch das Hochwasser zerstörte Straße an der Schleuse in Niegripp (Sachsen-Anhalt).
    Thüringens Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht teilte am Donnerstag mit, dass der
    von Bund und Ländern getragene Fluthilfe-Fonds ein Volumen von voraussichtlich acht
    Milliarden Euro haben wird. Foto: Jens Wolf/dpa
    Dafür wird wie bei der Jahrhundertflut 2002 ein nationaler Fonds eingerichtet, den beide Seiten zu gleichen Teilen finanzieren. «Damit ist uns heute wirklich ein großer Schritt gelungen», sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nach einem Treffen mit den Ministerpräsidenten am Donnerstag in Berlin. Wie die Summe von bis zu acht Milliarden Euro aufgebracht wird, ist allerdings offen.

    Der Bund müsse dafür neue Schulden machen. Ausgelotet wird, dass sich Bund und Länder mit einer Anleihe gemeinsam Geld zur Bewältigung der Flutschäden beschaffen. Die Gesetzgebung für den Fonds müsse bis zum 5. Juli - mit der letzten Bundesratssitzung - abgeschlossen sein.

    Höhere Steuern oder Abgaben wie einen «Flut-Soli» schloss Merkel aus. Der Bund werde nun rasch einen Nachtragshaushalt vorlegen. Die genaue Höhe des Fonds sei noch offen, «weil wir das konkrete Ausmaß der Schäden heute noch nicht kennen». Merkel sprach wie Thüringens Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht (CDU) von einem «großzügigen und angemessenen» Volumen. Damit würde die Unterstützung weitaus höher ausfallen als 2002. Bei der damals als "Jahrhundertflut" eingestuften Katastrophe wurden etwa 6,5 Milliarden Euro abgerufen.

    Die Kanzlerin betonte, die Deutschen dürften stolz auf die Solidarität nach der Flut sein. «Ich darf sagen, dass unser Land einmal mehr seine große Stärke in dieser Stunde zeigt. Nämlich immer dann, wenn es darauf ankommt, auch wirklich zusammen zu stehen.» Bundesregierung und Länder würden nun prüfen, wie Maßnahmen zum Hochwasserschutz vereinfacht und beschleunigt werden könnten.

    Details werden in den nächsten Tagen verhandelt
    Merkel und Lieberknecht nannten als eine Finanzierungsmöglichkeit Bundesanleihen, die je zu Hälfte von Bund und Ländern bedient werden könnten. Denkbar sei auch die Änderung der Modalitäten bei der Abwicklung des früheren Fonds Deutsche Einheit. Über Details wollten die Finanzminister in den nächsten Tagen verhandeln.

    Der Präsident des Deutschen Städtetags, Ulrich Maly, forderte eine rasche Lösung. "Wir halten einen Flutopfersolidaritäts- und Aufbauhilfefonds, wie er erfolgreich im Jahre 2002 nach dem katastrophalen Hochwasser aufgelegt worden ist, für dringend notwendig", sagte er der "Rheinischen Post".
    Quelle

    Wassermassen fließen nur langsam ab
    Hochwasserscheitel der Elbe hat Hamburg erreicht.
    Feilschen um Milliarden für Flutopfer
    Bayern will Mittel für Hochwasserschutz verdoppeln
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    Acht Milliarden für Hochwasseropfer
    Die Flut in Deutschland hat immense Schäden verursacht. Um den Opfern des Hochwassers wieder auf die Beine zu helfen, hat der Bundestag nun einstimmig für die Einrichtung des Fluthilfefonds gestimmt. Zur endgültigen Verabschiedung fehlt noch die Zustimmung des Bundesrats.

    [img=550]https://darklight.to/picshare/images/6212_format14.jpg[/img]
    Foto: dpa
    Der Bundestag hat den Weg für Milliarden-Hilfen zur Behebung der Schäden der jüngsten Hochwasserkatastrophe geebnet. In seiner letzten Sitzung dieser Legislaturperiode billigte das Parlament am Freitag einstimmig die Einrichtung des mit acht Milliarden Euro ausgestatteten Fluthilfefonds. Alle Redner betonten, den Zehntausenden Betroffenen müsse rasch geholfen werden. Auf den Fonds hatten sich Union, SPD, FDP und Grüne sowie Bund und Länder geeinigt. Der Bundesrat muss den Hilfen bei seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause am 5. Juli noch zustimmen.

    Bereits starten können Soforthilfen für Unternehmer und Bauern, für die die Bundesministerien für Wirtschaft und Landwirtschaft sowie die beteiligten Länder grünes Licht gaben.

    Mit dem Fonds sollen die massiven Schäden an Infrastruktur wie Straßen und Brücken, aber auch in Betrieben und bei Privatpersonen zum Teil bezahlt werden. “Der Wiederaufbau nach der Zerstörung ist eine gewaltige Herausforderung und ganz sicher keine Angelegenheit von Wochen oder Monaten, sondern von Jahren“, sagte der Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, Reiner Haselhoff (CDU).

    Beim Hochwasser 2002 habe sein Land Hilfen in Höhen von 750 Millionen Euro bekommen. “Heute rechnen wir nach vorläufigen Schadenserhebungen mit einem deutlich höheren Bedarf.“ Alle Redner betonten, es gehe nicht nur um Hilfen für die Geschädigten. Man müsse auch Maßnahmen gegen künftige Hochwasser ergreifen. “Das nächste Jahrhunderthochwasser kommt nicht erst in hundert Jahren“, sagte die stellvertretende Vorsitzende der Grünen-Fraktion, Bärbel Höhn. Einigkeit bestand darin, dass neben höheren Deichen auch mehr Überflutungsfläche nötig sind, die die Wassermassen aufnehmen könnten. “Wir müssen dem Fluss mehr Raum geben“, sagte Höhn.

    Das Bundeswirtschaftsministerium und das Bundeslandwirtschaftsministerium schlossen Vereinbarungen mit den Ländern für Soforthilfen ab. Demnach sind 418 Millionen Euro für Unternehmer und 120 Millionen Euro für Landwirte vorgesehen. Die Mittel werden je zur Hälfte von Bund und Ländern aufgebracht. Nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums beläuft sich der Schaden im Agrarsektor auf rund 400 Millionen Euro. Durch Hochwasser oder Starkregen wurden demnach bundesweit 498.708 Hektar unbrauchbar.
    Quelle
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    Hochwasser kostet Versicherer fast zwei Milliarden Euro
    Das Hochwasser ist in Deutschland wieder zurückgegangen. Jetzt werden die Schäden in ihrem ganzen Ausmaß sichtbar: Es wird teuer – auch für die Versicherungen. Die Schadensfälle überschreiten die der Elbeflut 2002.

    [img=400,left]https://darklight.to/picshare/images/3934_format3.jpg[/img] Das extreme Hochwasser im Juni wird die Versicherungen in Deutschland fast zwei Milliarden Euro kosten. Die Branche zählte rund 180.000 versicherte Schäden, wie der Branchenverband GDV am Dienstag in Berlin mitteilte. Davon unabhängig können deutsche Bauern in diesem und im nächsten Jahr mit insgesamt bis zu 600 Millionen Euro an Nothilfen rechnen. Die EU-Kommission genehmigte die geplante staatliche Unterstützung, die je zur Hälfte vom Bund und den Länder kommt.

    In der Versicherungssumme enthalten sind alle Schäden an Gebäuden, Hausrat, in Gewerbebetrieben und an Fahrzeugen. Die nicht versicherten Schäden etwa durch zerstörten Straßen dürften weitaus höher liegen. Der Bundestag hatte in der vergangenen Woche einen Hilfsfonds im Höhe von acht Milliarden Euro beschlossen.

    Die Elementarversicherung für die Landwirtschaft habe bei den Assekuranzen kaum zu Buche geschlagen, weil sie erst Anfang dieses Jahres eingeführt worden sei, sagte eine GDV-Sprecherin. Die Schadenshöhe der Versicherungen liegt etwa auf dem Niveau der Elbeflut des Jahres 2002. Damals zählten die Versicherungen 150 000 Schadensfälle in Höhe von zusammen 1,8 Milliarden Euro.

    „Nach aktuellem Stand gibt es dieses Mal mehr versicherte Schäden, auch weil die Menschen nach der Elbeflut 2002 verstärkt ihre Häuser gegen Überschwemmung versichert haben“, erklärte GDV-Präsident Alexander Erdland. Inzwischen seien 32 Prozent der Gebäude in Deutschland gegen Naturgefahren versichert, 2002 seien es lediglich 19 Prozent gewesen.

    Das Schadenvolumen sei aber nicht in gleichem Maße wie die Schadenzahl gestiegen. Dazu hätten staatliche, aber auch individuelle Schutzmaßnahmen beigetragen. „Viele Betroffene waren besser auf die Katastrophe vorbereitet als 2002“, sagte Erdland. Durch Starkregen seien beim diesjährigen Hochwasser viele Schäden weitab großer Flüsse entstanden.

    Nach der Genehmigung durch die EU könnten die Bundesländer „unverzüglich mit der Auszahlung der Mittel beginnen“, erklärte Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU). Dass die ganze Summe ausgeschöpft wird, ist nach Angaben des Ministeriums unwahrscheinlich. Bisher sind den Angaben zufolge 120 Millionen Euro an Soforthilfen eingeplant.
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