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    Leck im AKW Fukushima: Radioaktive Belastung des Grundwassers steigt dramatisch

    Fukushima-Reaktor 2: Cäsiumwerte 200-mal höher als erlaubt.DPA
    Erneute Panne in Fukushima: Am zerstörten Atomkraftwerk hat sich die Konzentration radioaktiver Stoffe im Grundwasser stark erhöht. Die Betreiberfirma Tepco fahndet noch nach der undichten Stelle am Reaktor.

    Betreiberfirma Tepco fahndet noch nach der undichten Stelle am Reaktor.

    Fukushima - Aus einem noch unentdeckten Leck im japanischen Katastrophenreaktor Fukushima sind offenbar radioaktive Stoffe ins Grundwasser geraten. Die Cäsium-Belastung lag am Dienstag 90-mal höher als noch drei Tage zuvor. Díe Konzentration des mutmaßlich krebserregenden Cäsium-134 sei auf 9000 Becquerel pro Liter gestiegen, gab die Betreiberfirma Tepco am Dienstag bekannt. Der zulässige Grenzwert liegt bei 60 Becquerel.

    "Wir wissen noch nicht, warum die Belastung in die Höhe geschossen ist", sagte ein Tepco-Sprecher. "Wir versuchen, eine weitere Verunreinigung zu verhindern."

    Auch die Grundwasserbelastung mit Cäsium-137 schoss auf 18.000 Becquerel hoch, was 200-mal höher ist als erlaubt. Die Stoffe gelten als krebserregend, wenn sie sich in Muskeln und Knochen ansammeln. Auch die Belastung durch andere gefährliche Substanzen ist in den vergangenen Tagen angestiegen.

    Im Juni hatte Tepco noch beteuert, das Grundwasser um das Kraftwerk sei durch Stahlböden und das Betonfundament geschützt. Lecks waren jedoch trotzdem immer wieder aufgetreten. Die Katastrophe von Fukushima infolge eines schweren Erdbebens und Tsunamis am 11. März 2011 war das folgenschwerste Atomunglück seit Tschernobyl.

    Die Vereinten Nationen hatten im Juni die gesundheitlichen Folgen des Reaktorunglücks untersucht und Entwarnung gegeben. Die Havarie wird demnach weder direkt zu Todesfällen noch zu einer erhöhten Zahl von Krebserkrankungen führen. Der Unfall habe damit keine direkten Gesundheitsfolgen für die Bevölkerung, heißt es in der Studie. Grund dafür sei vor allem die schnelle Evakuierung der Region durch die japanischen Behörden.

    Rund 160.000 Menschen waren in kurzer Zeit aus der Gefahrenzone gebracht worden. Die Strahlendosis für die Bewohner der Region sei dadurch auf ein Zehntel der Dosis gesunken, die sie abbekommen hätten, wenn sie geblieben wären, berichtete das Uno-Komitee für die Folgen von Strahlung (Unscear).
    Quelle

    Ex-Kraftwerksdirektor stirbt an Krebs
    Die Chronik des Versagens
    Geändert von delle59 (01.12.14 um 11:28 Uhr)
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  2. Bedankos Struppi bedankte(n) sich für diesen Post
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    Radioaktives Wasser strömt ins Meer

    Nach alarmierenden Berichten über das Austreten riesiger Mengen verseuchten Wassers aus der Atomruine Fukushima hat die japanische Regierung das Krisenmangement übernommen.

    Das Bewusstsein für die Krise sei beim Betreiber des Unglücks-Kernkraftwerkes Fukushima, dem Energiekonzern Tepco, nur gering ausgeprägt, erklärte ein Regierungsvertreter in Tokio. Deshalb könne man die Firma mit dem Kampf gegen die Katastrophe nicht alleine lassen. Ministerpräsident Shinzo Abe kündigte Sofortmaßnahmen an. Nach dem schweren Erdbeben und dem zerstörerischen Tsunami vom 11. März 2011 war es in Fukushima zu Kernschmelzen gekommen, weil die Kühlsysteme der Anlage versagten.

    Nach Angaben des Industrieministeriums fließen derzeit täglich schätzungsweise 300 Tonnen radioaktiv verstrahltes Wasser aus der zerstörten Atomanlage in den Ozean. Bereits seit zwei Jahren sickere verseuchtes Wasser aus der Kraftwerksruine ins Meer. Die Kontaminierung des Meeres sei jedoch auf Bereiche nahe dem Kernkraftwerk beschränkt, hieß es in einem Bericht der Agentur Kyodo.

    Die gewaltigen Massen radioaktiv verseuchtes Wasser stellen für die Reparaturtrupps in Fukushima eines der größten Probleme dar. Dabei geht es nicht nur um die riesigen Wassermengen, die zur nötigen ständigen Kühlung in die Reaktoren gepumpt werden. Erschwerend hinzu kommt, dass jeden Tag rund 400 Tonnen Grundwasser in die Reaktorgebäude eindringen und sich dort mit dem kontaminierten Kühlwasser vermischen. Die auf dem Areal gebauten Speicher, die 380.000 Tonnen Wasser aufnehmen können, sind bereits zu 85 Prozent gefüllt.

    Um ein weiteres Eindringen von Wasser in den Komplex zu verhindern, soll jetzt ein unterirdischer Wall aus gefrorenem Boden um die Reaktorgebäude errichtet werden, wie Kyodo weiter berichtete. Dazu sollen Rohre mit chemischen Kühlmitteln im Erdreich verlegt werden. Da Tepco ohnehin schon finanziell schwer belastet sei, müsse der Staat diese Maßnahme finanzieren, erklärte ein Regierungssprecher. Der Bau eines Schutzwalls mit gefrorenem Boden von solchen Ausmaßen sei in der Welt beispiellos.

    An der Nutzung der Kernenergie hält Japan aber trotz der Katastrophe von Fukushima fest. Das Institut für Energiewirtschaft hatte erst am Dienstag mitgeteilt, nach Überprüfung und Aufrüstung gemäß der neuen Sicherheitsstandards sei mit einem Wiederanfahren der "nach Fukushima" abgeschalteten Kraftwerke im Juli 2014 zu rechnen. Allerdings würden bis zum Frühjahr 2015 wohl nur vier der insgesamt 50 AKW-Blöcke wieder Strom produzieren. Derzeit laufen zwei Reaktoren, die aber im September zur Modernisierung abgeschaltet werden, so dass Japan dann bis Juli 2014 ohne Atomstrom auskommen muss. Vor der Fukushima-Katastrophe im März 2011 erzeugte das Land ein Drittel seiner Elektrizität aus Kernenergie.
    Quelle



    Geändert von delle59 (01.12.14 um 11:28 Uhr)
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  4. Bedankos märi bedankte(n) sich für diesen Post
  5. #3
    Avatar von Rungor


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    Nach solchen Katastrophen noch an dieser Technik festhalten grenzt doch wirklich an Wahnsinn... :fubar:

    Normalerweise würde die Frage lauten: "Habt ihr aus der Vergangenheit nichts gelernt?" doch in dem Fall trifft wohl eher die Aussage: "Ein paar Bonzen kriegen den Hals nicht voll genug!"

    Die Gewinnung der Energie ist mit einem großen Risiko verbunden und keiner weiß was er mit dem Abfall, welcher eine Halbwährzeit von einigen tausend Jahren hat, machen soll...

    Dabei hab ich mir gedacht das auch die Gewinnung von "grüner Energie" ausgebeutet werden kann? Bietet das Arbeitsamt keine Umschulung von "Reaktorlobbyisten" auf "Grüneergielobbyisten"? :giggle:

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  7. #4
    Avatar von salviner01




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    Zitat Zitat von Rungor
    Bietet das Arbeitsamt keine Umschulung von "Reaktorlobbyisten" auf "Grüneergielobbyisten"?

    Das wäre klasse

    Aber das Problem ist, dass die Welt so Energiegierig wie noch nie ist. Wir kommen ja gar nicht hinterher, unseren Strombedarf zu decken. Und dann schalten wir alle Atomkraftwerke ab und bauen dafür Kohlekraftwerke. Die ebenso unseren tot bedeuten.

    Das einzige was wir tun können, ist es eine Alternative zu finden und diese auch endlich mal umzusetzen. Ich denke dabei an die Behörden die wegen jeden Furz das Verfahren in die länge ziehen und diejenigen, die sich wegen nen blöden Windrad oder ner Stromtrasse immer querstellen :lipssealed: . Sicher soll es nicht direkt durch den Vorgarten gehen. Aber eine schnellere Lösung sollte doch möglich sein.
    Geändert von salviner01 (23.10.14 um 21:10 Uhr)
    Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu lassen und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas ändert.
    Albert Einstein (1879-1955)

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  9. #5
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    Erneut radioaktives Wasser ausgetreten

    AFP
    Neue Panne im zerstörten Atomkraftwerk Fukushima: Aus einem Kühlwassertank sind Hunderte Tonnen radioaktiv verseuchtes Wasser gesickert. Betreiberkonzern Tepco konnte das Leck bislang nicht schließen.
    Am japanischen Katastrophenreaktor Fukushima ist erneut Wasser mit extrem hoher Radioaktivität ausgetreten. Direkt über den Pfützen in der Nähe mehrerer Wassertanks seien Strahlungswerte von 100 Millisievert pro Stunde gemessen worden, teilte der Kraftwerksbetreiber Tepco mit. Wissenschaftlern zufolge ist dieses Niveau für Menschen gesundheitsgefährdend. Die Dosis ist fünfmal so groß wie die Jahresdosis für Arbeiter in der Atomruine.

    Der Betreiberkonzern Tepco schätzte die Menge des ausgetretenen Wassers auf 300 Tonnen. Das Leck sei noch nicht geschlossen worden. Ins nahe gelegene Meer sei das Wasser zwar nicht gesickert, wahrscheinlich aber ins Erdreich. Wo der Tank, der ursprünglich rund 1000 Tonnen kontaminierten Wassers enthalten habe, Leck geschlagen sei, werde noch untersucht.

    Infolge des Erdbebens und Tsunamis vom 11. März 2011 war das AKW verwüstet worden. Es kam zu Kernschmelzen. Seither pumpen die Reparaturtrupps unentwegt Wasser zur Kühlung in die Reaktoren. Die dabei anfallenden riesigen Mengen verseuchten Wassers werden in Tanks gefüllt, die kaum noch ausreichen.

    Das ausgetretene Wasser enthält laut Tepco unter anderem Strontium, das Wissenschaftler auch als "Knochenkiller" bezeichnen. Es schädige das Knochenmark und könne Leukämie (Blutkrebs) auslösen.

    Die japanische Regierung geht davon aus, dass radioaktiv verseuchtes Wasser aus dem Unglückskraftwerk Fukushima bereits seit zwei Jahren in den Pazifik fließt. Es sickerten schätzungsweise 300 Tonnen verstrahltes Wasser pro Tag aus der zerstörten Atomanlage in den Ozean, hatte ein Vertreter des Industrieministeriums erklärt. Dabei handelt es sich nicht nur um Kühlwasser. Erschwerend hinzu kommt, dass jeden Tag Hunderte Tonnen Grundwasser in die Reaktorgebäude eindringen und sich dort mit dem kontaminierten Kühlwasser vermischen. Die Kontaminierung sei jedoch auf Bereiche nahe dem AKW beschränkt, versicherte Tepco.
    Quelle
    Geändert von delle59 (01.12.14 um 11:29 Uhr)
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    Bis Wegschauen nicht mehr funktioniert

    Mitarbeiter der Atomkraftregulierungs-behörde NRA begutachten Wassertanks, die zur Aufnahme von
    radioaktiv kontaminiertem Wasser aus dem havarierten Atomkraftwerk Fukushima Daiichi dienen.
    (Foto: dpa)

    In Japan ist es ein Akt der Höflichkeit. Doch das Ignorieren der Zustände im AKW Fukushima 1 ist erschreckend. Oberflächliche Dekontamination soll Dörfer der Gegend wieder bewohnbar machen und Premier Abe will einige Atomkraftwerke im Land bald wieder hochfahren.
    Wegschauen ist in Japan eine Tugend. Nicht nur als Gebot der Höflichkeit, weil man andere Menschen nicht in Verlegenheit bringen soll. Sondern auch, weil man sich so selber Unangenehmes erspart. Daran halten sich die Japaner im Alltag, und auch in der Politik. Bis das Wegsehen nicht mehr funktioniert - und alle erschrecken.

    Vorige Woche wurde an der Kraftwerks-Ruine Fukushima 1 ein Leck an einem Wassertank entdeckt. Die Aufsichtsbehörde schätzt, 300 Tonnen hochradioaktives Wasser seien in den Pazifik geflossen. Japan meldete nun das Leck als Störfall der Stufe drei. Das Fischereiverbot vor der Küste von Fukushima ist ausgeweitet und auf unbestimmte Zeit verlängert worden.

    Die wenigen, die hingesehen haben, wie Shunichi Tanaka, der Chef der neuen Nuklearaufsicht, waren nicht überrascht: "Es ist genau das eingetreten, was wir befürchteten", sagte er. Die Medien, die Regierung und vor allem das für die Atomkraft zuständige Handels- und Industrieministerium (Meti) dagegen, das sich stets vor Tepco gestellt hat, der Stromfirma schon vor zwölf Jahren beisprang und nach der Katastrophe half, Schlampereien und Schäden zu vertuschen - sie alle schreckten auf. Hatte nicht schon der vorige Premier Yoshihiko Noda die Ruine für "kalt abgeschaltet" erklärt, also unter Kontrolle. Wenn in Japan eine Autorität etwas behauptet, dann glaubt man das, ohne genauer hinzusehen.

    Journalist arbeitete verdeckt als Aufräumer
    Jetzt verlangt das Meti in Alarmstimmung, Tepco müsse andere, teurere Tanks verwenden. Die Kosten soll der Steuerzahler übernehmen. Und Premier Shinzo Abe will plötzlich die Regierung in die Aufräumarbeiten einschalten. Seit der Katastrophe sind immer wieder Warnungen laut geworden, Tepco pfusche bei den Bergungsarbeiten.

    Der Journalist Tomohiro Suzuki, der im Sommer 2011 verdeckt als Aufräumarbeiter in der Ruine schuftete, sagte schon damals, der Konzern verwende minderwertiges Material, um Geld zu sparen. Die Wasserleitungen zur Kühlung der Ruine und die Tanks genügten den Anforderungen nicht. Aber die Regierung und die japanischen Medien hörten weg.

    Um die drei geschmolzenen Reaktoren einigermaßen unter Kontrolle zu behalten, muss Tepco sie ständig mit Wasser kühlen. Da sich die Kreisläufe im Inneren der Wracks nicht mehr voneinander trennen lassen, wird dieses Wasser radioaktiv verseucht. Zudem dringt ständig Grundwasser in die Ruine, es wird verstrahlt und muss abgepumpt werden.

    So fallen täglich 400 Tonnen neu kontaminiertes Wasser an, das Tepco auf dem Kraftwerksgelände lagert. Inzwischen sind das 300.000 Tonnen. Bis 2016 muss die Kapazität auf 800.000 Tonnen erhöht werden. Bisher gibt es keine Methode, dieses Wasser zu dekontaminieren. Kleine Mengen kann man eindampfen, aber eine industrielle Methode gibt es dafür nicht. Zumal Einkochen viel zu viel Energie verbrauchen würde.

    Fünf größere Lecks in Fukushima seit 2011
    Seit 2011 meldete Tepco fünf größere Lecks an Wassertanks und Leitungen. Die Regierung ignorierte diese Meldungen oder spielte sie herunter.

    Premier Shinzo Abe, der eng mit der Atomwirtschaft verbandelt ist, will möglichst bald einige der 48 stillgelegten, aber noch funktionsfähigen Reaktoren Japans wieder anfahren lassen. Er hält dies für einen Wirtschaftsaufschwung für unerlässlich. Einer innenpolitischen Diskussion darüber weicht er aus. Obwohl mehr als die Hälfte der Japaner eigentlich für den Ausstieg aus der Kernkraft plädieren, war das im Wahlkampf kein Thema.

    Um den Anschein von Normalität herzustellen, lässt Tokio die evakuierten Dörfer um die Kraftwerksruine großflächig dekontaminieren. Gebäude und asphaltierte Straßen und Plätze werden mit Druckwasser abgespritzt, anderswo, zum Beispiel auf Sandplatz-Schulhöfen, wird die oberste Erdschicht abgetragen. Danach erklären die Behörden den Ort für saniert, die vertriebenen Bewohner sollen zurückkehren. Tun sie das nicht, erhalten sie gleichwohl keine Entschädigungen mehr. Derweil melden die Medien Vollzug, die Dörfer seien wieder bewohnbar.

    Dass aber die Dekontaminierung die Strahlung oft nur geringfügig reduziert und schon der nächste Regen strahlende Partikel aus den Wäldern heranschwemmt (die Strahlung also wieder zunimmt), wollen die Regierung und das übrige Japan ungern hören. Und ebenso wenig, dass bereits 44 Kinder von Fukushima an Schilddrüsenkrebs leiden. Diese Zahl ist selbst für Wissenschaftler, die davor gewarnt hatten, überraschend hoch. Doch die Behörden tun diese Zahlen als statistisch "nicht signifikant" ab. Ein Beamter behauptete in der Presse sogar, die Kinder seien vermutlich schon vor der Reaktorkatastrophe erkrankt.

    Regierungschef Abe braucht den Schein von Normalität nicht nur, um die Wiederinbetriebnahme der stillgelegten Kraftwerke durchzusetzen. Er will außerdem japanische Meiler ins Ausland verkaufen. Vietnam und die Türkei hat er als Kunden bereits gewonnen, Indien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Tschechien, die Slowakei und Ungarn zeigen Interesse. Als Handelsreisender für Nukleartechnik besucht er dieser Tage vier Golfstaaten.

    Nach dem Leck von voriger Woche - am Donnerstag wurden zwei weitere Tanks mit Schäden entdeckt - dürfte Abe nun Mühe haben, das Wiederanfahren von AKWs durchzusetzen. Dabei verblasst dieser Störfall angesichts der drohenden Probleme. Ein schweres Erdbeben könnte viele der Wassertanks leckschlagen.

    Vor allem aber sammelt sich im Boden unter den durchgeschmolzenen Reaktoren hochverseuchtes Grundwasser. Wie viele zehntausend Tonnen das und wie stark sie verstrahlt sind, weiß man nicht. Die Reaktoren stehen 150 Meter vom Strand entfernt, das verseuchte Grundwasser dringt mit einer Geschwindigkeit von vier Metern pro Monat Richtung Meer. Um es zu stoppen, werde man die Erde um die Ruine einfrieren, behauptet Tepco. Damit ließ Tokio sich bisher beruhigen - und sieht lieber nicht genauer hin. Denn geschehen ist dazu noch nichts.
    Quelle

    Sehr interessant
    Geändert von delle59 (01.12.14 um 11:29 Uhr)
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    Tank steht schief, verseuchtes Wasser läuft aus
    Die Pannenserie in der Atomruine Fukushima reißt nicht ab. Erneut ist aus einem Auffangtank hochgradig verseuchtes Wasser ausgelaufen. Doch die Regierung bleibt dabei: Die Lage sei unter Kontrolle.

    In der Atomruine Fukushima ist aus einem weiteren Tank hochgradig verstrahltes Wasser ausgelaufen. Ersten Schätzungen zufolge seien 430 Liter aus dem überfüllten Behälter ausgelaufen. Der Vorfall reiht sich ein in eine seit Monaten anhaltende Pannenserie.

    "Wir müssen leider ein erneutes Entweichen vermelden", sagte der Sprecher des Betreibers Tepco, Masayuki Ono, auf einer Pressekonferenz. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass das kontaminierte Wasser in den 200 Meter entfernten Pazifik geflossen sei.

    Der 450 Tonnen fassende Tank steht auf einer Art Rampe. Beim Befüllen sei die Schieflage des Behälters jedoch nicht beachtet worden, weswegen der Tank mit seiner undichten Abdeckplatte übergelaufen sei. Da die Tanks auf dem AKW-Gelände langsam nicht mehr ausreichen, um die täglich weiter steigenden Massen an verseuchtem Kühlwasser aus den Reaktoren zu lagern, wollte Tepco den Behälter so voll wie möglich füllen.

    In dem Tank befindet sich Wasser mit einer Belastung von 580.000 Becquerel pro Liter an Beta-Strahlen, darunter Strontium 90. Der gesetzliche Grenzwert für Strontium 90 liegt bei 30 Becquerel. Beta-Strahlen dringen jedoch nicht durch die Schutzkleidung der Reparaturtrupps.

    350 Tanks können leckschlagen
    Der Tank besteht aus Stahlplatten, die in Eile mit Schrauben zusammengenietet worden waren – genau wie der Behälter, aus dem im August an anderer Stelle 300 Tonnen verstrahlten Wassers ausgelaufen und zum Teil wohl ebenfalls ins Meer gesickert waren.

    Im Atomkraftwerk Fukushima war infolge eines Erdbebens und eines Tsunamis Mitte März 2011 das Kühlsystem ausgefallen, woraufhin es in mehreren Reaktoren zur Kernschmelze kam. Seither reiht sich in der Anlage im Nordosten Japans Panne an Panne. Tepco kämpft mit riesigen Mengen radioaktiv verseuchten Wassers, das zu Kühlzwecken an den beschädigten Reaktoren eingesetzt worden war.

    Von den insgesamt rund 1000 Tanks, die Tepco auf dem Gelände des havarierten AKWs aufstellte, haben rund 350 Tanks die gleiche Konstruktion wie die Behälter, die nun anfangen leckzuschlagen. Insgesamt lagert Tepco mehr als 300.000 Tonnen an radioaktiv verseuchtem Wasser auf dem AKW-Gelände.

    Das Wasser stammt aus der Kühlung der beschädigten Reaktoren, in deren Gebäude zusätzlich täglich Grundwasser eindringt und sich dort mit dem Kühlwasser vermischt. Die Tankkapazitäten reichen langsam nicht mehr aus.


    So sehen die Behälter mit dem kontaminierten Wasser aus. Foto: AFP

    "Die Kernkraft wird neu bewertet"
    Der Austritt verseuchten Wassers in Fukushima sei eine "Angelegenheit von höchster Priorität, die dringend gelöst werden muss", erklärte dazu kürzlich IAEA-Chef Yukiya Amano. Ungeachtet der erneuten Panne und der ungeklärten Frage, wieviel verseuchtes Wasser diesmal ins Meer gelangte, erklärte Regierungssprecher Yoshihide Suga laut japanischen Medien, die Lage sei "insgesamt unter Kontrolle".

    Mit dieser Feststellung hatte Japans Ministerpräsident Shinzo Abe kürzlich das Internationale Olympische Komitee (IOC) überzeugen können, die Olympischen Spiele im Jahr 2020 nach Tokio zu vergeben. Der japanische Industriekonzern Toshiba sieht sogar eine Rückbesinnung auf die Atomkraft. "Die Kernkraft wird Schritt für Schritt neu bewertet", sagte Konzern-Chef Hisao Tanaka am Donnerstag.

    Am vergangenen Freitag musste eine Anlage zur Reinigung von radioaktiv verseuchtem Wasser wenige Stunden nach ihrer Inbetriebnahme wieder heruntergefahren werden, weil ein Stück Gummi eine Pumpe blockierte. Erst zwei Tage später wurde das System wieder eingeschaltet. Ein wirksameres Filtersystem ist frühestens Mitte 2014 einsatzbereit.
    Quelle
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  13. #8
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    Fukushima-Strahlung führt zu Mutationen


    Strahlen-Mutationen bei Schmetterlingen: Radioaktivität ruft bei Bläulingen schwere Missbildungen hervor (Quelle: dpa)

    Die Strahlenkatastrophe von Fukushima zeigt erste verheerende Spätfolgen: In der Umgebung des japanischen Atomkraftwerks entdeckten Wissenschaftler stark mutierte Schmetterlinge. Die Radioaktivität habe noch bei den Nachkommen der Insekten in dritter Generation zu Gen-Mutationen geführt, berichteten Experten der Ryukyu-Universität in Okinawa.

    Rund zwölf Prozent der untersuchten Schmetterlinge aus der Familie der Bläulinge, die im Larven-Stadium der in Fukushima ausgetretenen Radioaktivität ausgesetzt waren, hatten Missbildungen wie kleinere Flügel oder Deformationen an den Augen.

    Die Forscher züchteten die Insekten in einem Labor weiter. Dabei zeigten 18 Prozent der Nachkommen ebenfalls Mutationen. In der dritten Generation stieg der Anteil der Tiere mit Missbildungen sogar auf 34 Prozent - obwohl eines der Elternteile jeweils aus einer anderen Population stammte.

    Bis zu 52 Prozent zeigten Missbildungen

    Sechs Monate nach dem Fukushima-Unglück fingen die Forscher erneut 240 Bläulinge in der Region um das Kernkraftwerk. 52 Prozent von deren Nachkommen wiesen Missbildungen auf.

    Die Untersuchungen belegten klar, dass die in Fukushima freigesetzte Radioaktivität das Erbgut der Schmetterlinge geschädigt habe, sagte Joji Otaki von der Ryukyu-Universität. Der Wissenschaftler warnte gleichzeitig vor voreiligen Schlüssen: Die Erkenntnisse könnten nicht einfach auf andere Tierarten oder auf den Menschen übertragen werden. Die Forscher planen nun Studien mit anderen Tierarten.

    Quelle: Fukushima-Strahlung f

    Der Wissenschaftler warnte gleichzeitig vor voreiligen Schlüssen: Die Erkenntnisse könnten nicht einfach auf andere Tierarten oder auf den Menschen übertragen werden.
    Sehr lustig, wers glaub wird selig
    Gibt auch schon Pflanzen wo in der Gegend mutiert sind und wer weiß was noch alles aus dem Wasser krabbelt bei der Menge an verseuchten Wasser wo tag täglich ins Meer läuft :thinking:
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  14. #9
    Avatar von Dolf92


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    Taifun „Danas“ nähert sich der Atom-Ruine von Fukushima

    Taifun „Danas“ nähert sich der Atom-Ruine von Fukushima

    Japanische Meteorologen haben die Ankunft des tropischen Wirbelsturms Danas für das Gelände des Atomkraftwerks von Fukushima für den 10. Oktober vorhergesagt. Die Sicherungsmaßnahmen auf dem Gelände sind dilettantisch. Als Arbeiter sind in Fukushima Billig-Löhner eingesetzt. Die Betreiber-Firma Tepco ist nicht in der Lage, den Reaktor unter Kontrolle zu bringen. Im beschädigten Gebäude lagern 1.300 hochgefährliche Brennstäbe.


    Der Taifun Danas hat am 7. Oktober den Süden Japans erreicht und zieht in Richtung Fukushima. Das zerstörte Atomkraftwerk von Fukushima wird von Leiharbeitern gesichert. (Foto: NASA)

    Auf dem Blog Fukushima Diary findet sich am Dienstag eine lapidare Nachricht:

    „Wie der meteorologische Dienst Japans mitteilt, wird Taifun Nummer 24 „Danas“ die Ablage von Fukushima am 10. Oktober 2013 erreichen. Gegenwärtig befindet sich der Taifun in der Nähe von Okinawa. Er zieht mit 30 km/h in Richtung des Nord-Ostens von Japan. Der Druck beträgt 935hPa. Der Meteorologische Dienst klassifiziert den Sturm als „sehr stark“. Seit Mitte September konnte Tepco nicht verhindern, dass die Wassertanks überlaufen, wenn ein Taifun an der Anlage vorbeizog.“

    Auf dem „Tagebuch von Fukushima“ betätigt sich der 27jährige Zivil-Ingenieur Iori Mochizuki als Chronist der Ereignisse in Fukushima.

    Die Sturmwarnung bereitet Mochizuki Sorgen. Denn erst vor wenigen Tagen hat er Fotos gepostet, wie dilettantisch die Betreiberfirma Tepco die havarierte Anlage von Fukushima Daiichi sichert: Mit Plastik-Planen und Sandsäcken.


    So sichern die japanische High-Tech-Experten den zerstörten Reaktor von Fukushima: Mit Plastik-Planen (links) und Sandsäcken. (Fotos: Fukushima Diary)

    In dem schwerbeschädigten Unit 4 lagern 1.300 zum Teil schwer beschädigte Brennstäbe. Wenn das Gebäude weiter beschädigt wird und die Brennstäbe einander berühren, kann es zu einer nuklearen Katastrophe kommen, die 15.000mal stärker ist als der Atombombenabwurf von Hiroshima (hier).

    Wissenschaftler sagen: Die Brennstäbe müssen raus, sofort (hier).

    Japans Premier Shinzu Abe hat die Welt-Gemeinschaft um Hilfe gebeten (hier).

    Yale-Professor Charles Perrow, der eine Studie über die Vertuschungen von Hiroshima bis Fukushima geschrieben hat, analysiert in der Huffington Post:

    „Die Zustände im Unit 4 sind verheerend. Die Brennstäbe müssen kontinuierlich gekühlt werden und dürfen einander nicht berühren. Wenn es zu einem Unglück kommt, müssten alle umliegenden Gebiete einschließlich Tokios evakuiert werden. Wenn die insgesamt 6.357 Brennstäbe auf der ganzen Anlage nicht dauerhaft gekühlt werden, würde es zu einer Kernspaltung kommen. Dies würde die gesamte Menschheit bedrohen, für tausende Jahre.

    Am Montag gab Tepco bekannt, dass ein Arbeiter versehentlich die Kühlung im Reaktor 1 ausgeschaltet hatte. Er hatte irrtümlich auf den Ausschalt-Knopf gedrückt. Die Sicherungssysteme hätten sich eingeschaltet. Drei Stunden später war die Kühlung wieder in Gang gekommen. Doch die Wasser- und Gaspumpen liefen immer noch über das Back-Up-System. Tepco teilte mit, dass es kein eigenes Handbuch für die Steuerung der Kühlung gäbe. Die Inspektoren seien nicht ausreichend ausgebildet, um jene Anlage ordnungsgemäß zu bedienen, welche normalerweise nicht in einem Kernkraftwerk verwendet wird.


    Der Taifun Danas hat am Montag den Süden Japans erreicht – hier vom Sturm ausgelöste Wellen an der Küste bei Okinawa. (Foto: dpa)

    Über die Arbeiter, die zur Rettung von Fukushima eingesetzt werden, schrieb der deutsche Physiker Sebastian Pflugbeil in den Blättern für deutsche und internationale Politik:

    „Ein spezielles und sehr tragisches Kapitel ist der Einsatz billiger Arbeitskräfte für die Drecksarbeiten in Fukushima. Die Rekrutierung solcher Arbeiter und deren Vermittlung an das Kernkraftwerk Fukushima (und andere KKW) erfolgt als einträgliches Geschäft auch durch die Yakuza, die japanische Mafia. Sie werben unter anderem Obdachlose von Parkbänken an oder verpflichten zahlungsunfähige Schuldner zur Erbringung dieser Arbeiten. Der japanische Journalist Suzuki Tomohiko war im Sommer 2011 mehrere Wochen bis zu seiner Enttarnung als Arbeiter in Fukushima tätig und hat seine Beobachtungen in einem erschütternden Buch beschrieben. Tomohiko befasst sich seit Jahren mit den Yakuza und zeigt ihre engen Verflechtungen mit der japanischen Nuklearindustrie auf. In Fukushima wird mittlerweile auf Plakaten davor gewarnt, sich für solch gefährliche Einsätze anwerben zu lassen. Bereits 1979 hat Kunio Horie nach Einsätzen in drei japanischen KKW die Arbeit der ,genpatsu gipsys‘ oder „tsukai sute genpatsu rôdôsha“, der ,AKW-Wegwerfarbeiter‘, in beeindruckender Weise beschrieben. Diese bislang viel zu wenig diskutierte Schattenseite der Kernenergienutzung betrifft im Übrigen nicht nur Fukushima und Japan. Auch in der Bundesrepublik werden Leiharbeiter in Kernkraftwerken eingesetzt. Sobald ihr Strahlenpass voll ist, nimmt man die nächsten Leiharbeiter – oder einen neuen Strahlenpass. Es wäre nämlich schlichtweg zu teuer, die qualifizierte Stammbelegschaft bei Arbeiten mit hoher Strahlenbelastung zu ,verbrennen‘.“

    Aus Kostengründen sollen also Einweg-Sklaven die größte Katastrophe der Menschheit verhindern.

    Das ist an Zynismus nicht zu überbieten.


    Der Weg, den der Taifun Danas nehmen wird. (Grafik: wunderground.com)

    Über den Taifun Danas schreibt das Wetterportal accuweather.com:

    „Der Sturm ist im Vergleich zu anderen Stürmen im West-Pazifik in diesem Jahr kleiner. Trotzdem müssen sich die Regionen, die von dem Taifun betroffen sein werden, auf möglicherweise lebensgefährliche Fluten und Stürme einstellen.

    Bewohner, über deren Regionen Danas hinwegziehen wird, sollten Vorbereitungen für Stromausfälle und strukturelle Schäden durch den Sturm einstellen.

    Mineralwasser, Batterien und nicht verderbliche Lebensmittel sind einige Dinge, die die Bewohner an sicheren Orten lagern sollten, wenn sie sich auf den Sturm vorbereiten.“


    In Fukushima werden ungeschulte Leiharbeiter den zerstörten Reaktor sichern, während Danas über die Ruine hinwegzieht.

    Ein Handbuch für den Betrieb der Energie-Versorgung wird ihnen vom Betreiber Tepco nicht zur Verfügung gestellt.

    Zur Live Webcam von TBS hier.


    Das zerstörte Atomkraftwerk von Fukushima in einer Aufnahme einer Live Web Cam des japanischen Fernsehens. (Foto: TBS News)


    Der Taifun Danas wird über den zerstörten Reaktor von Fukushima ziehen. (Grafik: Google)

    Quelle: Deutsche Wirschafts Nachrichten.de

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    Fukushima "für immer unbewohnbar"

    Bild: (c) EPA (ISSEI KATO)

    Rückkehr der Flüchtlinge in ihre Heimat "nicht möglich".
    Nun ist es offiziell: Das Land rund um den havarierten Nuklearreaktor in Fukushima wird unbewohnbar bleiben. Eine Rückkehr aller Flüchtlinge der Atomkatastrophe in ihre Heimat ist nach Ansicht eines führenden Vertreters der japanischen Regierungspartei „kaum möglich“. Es werde die Zeit kommen zu sagen, „ihr könnt dort nicht mehr leben, aber ihr erhaltet Entschädigung“, sagte der Generalsekretär der Liberaldemokraten, Shigeru Ishiba, der Zeitung „Asahi Shimbun“. Die Regierung müsse die Gebiete benennen, die wegen der radioaktiven Verseuchung niemals mehr bewohnbar sein würden. Die Frage der Rückkehr ist in Japan politisch brisant. Bisher hat die Regierung allen Vertriebenen Hoffnung auf eine Rückkehr in ihre Heimatorte gemacht.

    Immer wieder Pannen
    150.000 Menschen flohen 2011 nach der Katastrophe aus dem Gebiet um das nördlich von Tokio gelegenen AKW Fukushima. Ein Erdbeben und ein Tsunami hatten zu einer Kernschmelze und Explosionen in den Reaktoren geführt und große Mengen Radioaktivität freigesetzt.

    Der Betreiber Tepco versucht seither, Herr der Lage zu werden, doch die Pannenserie am havarierten Atomkraftwerk reißt nicht ab. Anfang Oktober wurden fast täglich Probleme bekannt. Auch heute noch tritt immer wieder verstrahltes Wasser aus Auffangbecken rund um die beschädigten Reaktoren aus und versickert im Erdreich.

    Derzeit sind alle 50Atomkraftwerke im Land abgeschaltet. Die Regierung will die ersten Reaktoren aber so schnell wie möglich wieder hochfahren, sobald diese die verschärften Sicherheitsbestimmungen erfüllt haben. In den betroffenen Regionen herrscht jedoch starker Widerstand.
    Quelle


    Geändert von delle59 (01.12.14 um 11:26 Uhr)
    Ich bin fest davon überzeugt, daß es für den Tonfilm einen Markt gibt.
    Thomas Alva Edison (1847 - 1931)
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