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    Die verstrahlte Republik - Wohin mit dem Atommüll

    Wo lagert der deutsche Atommüll?
    Die verstrahlte Republik
    Gorleben fällt für Castor-Transporte vorerst aus. Kein Problem, denn in Deutschland gibt es noch 14 weitere oberirdische Lager für hochradioaktiven Müll. Außerdem bietet sich Russland als Atom-Klo an – gegen Bezahlung.


    So stehen die Behälter mit hochradioaktivem Müll im Zwischenlager in Gorleben.
    Quelle: dapd

    Die Anti-Atom-Bewegung muss sich neue Schlachtpläne ausdenken: Durch das bekannte Revier – die Wälder im Wendland, die Zeltlager um Gorleben, die Gleise bei Dannenberg – rollt in den kommenden Jahren kein Castor mit Atommüll mehr. „Stoppt die Transporte“, lautete eine der Bedingungen der neuen rot-grünen Regierung Niedersachsens, die Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) nun akzeptiert hat. Dafür bekommt er von Niedersachsen das Okay für ein Standortsuchgesetz, das Gorleben nicht partout ausschließt. Eine Enquete-Kommission soll bis Ende 2015 Zeit bekommen, die Kriterien festzulegen, die ein Endlager erfüllen muss.

    Und bis dahin? Wird der hochradioaktive Müll in den Zwischenlagern abgestellt, die sich auf ganz Deutschland verteilen. Ein Platzproblem gibt es nicht. „Das Bundesamt für Strahlenschutz hat bundesweit in den dezentralen Zwischenlagern – auf Antrag und Sicherheitsnachweis der Anlagenbetreiber – rund 1.400 Stellplätze für Transport- und Lagerbehälter, wie beispielsweise Castorbehälter, genehmigt“, sagt Monika Hotopp vom Bundesamt für Strahlenschutz. „Bislang sind 316 Stellplätze belegt.“

    nsgesamt gibt es in Deutschland drei zentrale Lager – Gorleben (Niedersachsen), Ahaus (Nordrhein-Westfalen) und das Zwischenlager Nord in Rubenow (Mecklenburg-Vorpommern) – und zwölf dezentrale Lager, die auf dem Gelände von Kernkraftwerken errichtet wurden. Während die Castor-Transporte in das zentrale Lager in Gorleben stets mit großem Bohei von Politik, Atomkraftgegnern und Medien begleitet werden, füllen sich die dezentralen Lager still und leise nahezu unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

    Wie Handelsblatt Online erfuhr, wird das Bundesamt für Strahlenschutz in seinem nächsten Jahresbericht einen Anstieg der Castorenzahl um 27 Stück auf 316 vermelden. In den drei zentralen Zwischenlagern befinden sich insgesamt 243 Behälter. Gefüllt sind die Castoren mit hochradioaktivem Material – abgebrannten Brennelementen aus den Reaktoren. Bei Druckwasserreaktoren sind es 19, bei Siedewasserreaktoren 52 Brennelemente, die in einen Castor passen. Die Strahlkraft ist in etwa die gleiche: Die Castoren sind zugelassen auf einen Wert bis zu 10hoch 19 Becquerel. Laut der Umweltorganisation Greenpeace entspricht die Radioaktivität eines jeden Castors in etwa der Menge, die beim Tschernobyl-Unglück insgesamt freigesetzt worden ist.

    Die große Suche: Ein Endlager bei uns? Geht gar nicht!

    Die abgebrannten Brennstäbe kommen noch innerhalb des Reaktors für rund fünf Jahre in ein Abklingbecken. Erst dann können sie in einen Castorbehälter gepackt und in das Lager verschoben werden. Dass diese oberirdisch in der freien Natur stehen, überrascht die große Mehrheit der Deutschen, wie das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage zeigt. Danach sind 73,3 Prozent der Bundesbürger überzeugt, dass Atommüll in Deutschland größtenteils unterirdisch lagert. Das Online-Marktforschungsinstitut Mafo hat im Auftrag von Handelsblatt Online die Befragung durchgeführt.

    Auch in Gorleben – dem Inbegriff einer deutschen Atommüllsammelstelle – stehen die Behälter in Hallen und liegen nicht etwa tief unter der Erde. In dem Salzstock, der seit Jahren in rund 900 Metern Tiefe auf seine Endlagertauglichkeit erkundet wird, wurde noch kein Castorbehälter abgestellt.

    Deutsche wollen ihren Müll nicht exportieren
    Die Endlagersuche läuft vor dem Hintergrund stetig wachsender Atommüllmengen. Obwohl der Ausstieg aus der Kernenergie beschlossene Sache ist, müssen die Experten des Bundesamts für Strahlenschutz noch Jahrzehnte weiterdenken. Bis 2060 rechnen sie mit bis zu 300.000 Kubikmetern mittel- und schwachradioaktiven Abfällen und rund 29.000 Kubikmetern hochradioaktivem Müll. Dieser würde bei einem Vergleich der Strahlung jedoch 99,9 Prozent ausmachen – die mittel- und schwachradioaktiven Stoffe kämen auf einen Anteil von 0,1 Prozent.

    Umso bequemer wäre es, die Tonnen ins Ausland zu schaffen. Russland bietet sich offensiv als Atomklo Europas an – würde sich diese Rolle gut bezahlen lassen. Die Europäische Union denkt laut Greenpeace darüber nach, es Ländern zu erlauben, nach einer gemeinsamen Lagerstätte zu suchen. Damit würde allerdings, sagen Kritiker, die nationale Verantwortung aufgebrochen.

    Denn in Deutschland gilt nach wie vor das Verursacherprinzip – das auch von den Bundesbürgern mehrheitlich anerkannt wird. Es besagt, dass derjenige, der den Atommüll produziert, ihn gefälligst auch zu entsorgen hat. Und zwar im eigenen Land. 73,3 Prozent der vom Mafo-Institut Befragten sind dagegen, dass Deutschland seinen Atommüll ins Ausland exportiert – selbst wenn es rechtlich möglich sein sollte. Unter den 46- bis 65-Jährigen lehnen sogar 87,5 Prozent einen Müllexport ab.

    Allerdings würden nur 10,9 Prozent der Befragten ein Endlager für hochradioaktiven Atommüll in ihrer Umgebung akzeptieren, selbst wenn die Endlagersuche zu dem Ergebnis kommt, dass der Standort geeignet ist. Die Umfrageergebnisse zeigen, wie schwierig die Suche wird.

    Immerhin gibt es für die mittel- und schwachradioaktiven Abfälle wie kontaminierte Schutzanzüge, Werkzeuge, Hüllen mittlerweile eine Lösung. Zwar haben sich die Lager in Asse und Morsleben als nicht standfest erwiesen, jedoch wird der Schacht Konrad als Lagerstätte vorbereitet. Ab 2019 soll der Atommüll, der nicht als hochradioaktiv gilt, in das stillgelegte Erzbergwerk bei Salzgitter (Niedersachsen) kommen.

    Lex Asse: 126.000 Fässer müssen raus aus dem Salzbergwerk

    Im Ausland lagern deutsche AKW-Abfälle noch in den Wiederaufbereitungsanlagen von Sallafield (England) und Le Hague (Frankreich). Dort soll bis Ende 2015 der letzte Castor mit hochradioaktivem Müll aus Deutschland verladen werden. Hinzu kommen laut Greenpeace noch weitere 150 Behälter mit kontaminiertem Kleinstrukturmaterial. Anschließend wäre das Kapitel „Le Hague“ beendet.

    Ebenfalls in zwei Jahren verlässt ein Transport die Anlage Sellafield. Wie viele der 21 Castoren, die Deutschland noch aus England noch zurücknehmen muss, dabei verladen würden, ist aber noch unklar. Und seit heute auch, wohin sie gefahren werden. Denn Gorleben ist fürs erste raus.
    Quelle



    Geändert von delle59 (23.11.14 um 12:21 Uhr)
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    Bund und Länder sind sich einig: Endlager-Suche beginnt von vorn
    Alles auf Anfang: Der Bund und die Bundesländer einigen sich, die Suche nach einem Endlager für Atommüll neu zu starten. Im Juli soll dazu ein neues Gesetz beschlossen werden. Umweltminister Altmaier hofft endlich auf Frieden in der erbittert geführten Debatte.


    Sie wollen weiterkämpfen: Gorleben-Gegner demonstrieren am Rande des Gipfels.
    (Foto: dapd)
    Bund und Länder starten nach mehr als 30 Jahren bei der Suche nach einem Atommüll-Endlager neu durch. Ihre Vertreter einigten sich bei einem Gipfel in Berlin auf ein Verfahren, mit dem transparent und ohne Vorfestlegungen ein geeigneter Standort gefunden werden soll. Bundesumweltminister Peter Altmaier sagte: "Mit dem heutigen Tag besteht die Chance, dass wir zu einer Befriedung dieser Debatte beitragen."

    Das Endlagersuchgesetz soll bis zum 5. Juli von Bundestag und Bundesrat beschlossen werden. Damit könnten dann in den nächsten 15 Jahren bundesweit mehrere Alternativen zu Gorleben geprüft werden - der umstrittene Salzstock in Niedersachsen wird aber nicht von der Suche ausgeklammert. Ausgeschlossen ist lediglich, die Abfälle einfach weit wegzuschaffen. "Wir werden die Abfälle nicht in das Ausland exportieren", sagte der CDU-Politiker Altmaier.

    Spätestens bis zum Jahr 2031 soll das deutsche Endlager für hochradioaktive Abfälle gefunden sein. Weitere Jahre wird der Bau einer solchen Anlage in Anspruch nehmen. Altmaier rechnet mit Kosten von rund zwei Milliarden Euro, die die Atomkonzerne tragen sollen. Sie haben bereits 1,6 Milliarden Euro in die Erkundung Gorlebens investiert, für dessen Untauglichkeit sie keine klaren Belege sehen.

    Keine Transporte nach Gorleben
    Nun soll eine Kommission eingerichtet werden. Darin sollen 24 Vertreter aus Politik, den Kirchen und Verbänden sitzen. Sie sollen Grundlagen für ein neues Suchverfahren erarbeiten. Bis dahin soll es keine Atommüll-Transporte mehr nach Gorleben geben. Die noch ausstehenden Castor-Behälter mit Atommüll sollen an anderen Standorten nahe bestehender Atommeilern zwischengelagert werden.

    Schleswig-Holstein ist nach den Worten seines Umweltministers Robert Habeck bereit, am Kraftwerksstandort Brunsbüttel Castoren ersatzweise zwischenzulagern. "Wir sind bereit, einen Teil der Last zu tragen, wenn auch andere Länder dazu bereit sind", sagte er. Es müssten sich mindestens noch zwei weitere Zwischenlager-Standorte finden, ergänzte der Minister. Niedersachsen Ministerpräsident Stephan Weil versicherte indes, sein Bundesland werde den Konsens mitvertreten. Niedersachsen ist mit dem künftigen Endlager für schwach- und mittelradioaktive Abfälle, Schacht Konrad in Salzgitter, und den Erfahrungen mit dem maroden Atommüll-Lager Asse sowie mit dem Streit um Gorleben besonders von der betroffen.

    Alles von vorn - und viele Fragen offen
    Dabei ist neuer Streit schon vorprogrammiert: Werden Bundestag und Bundesrat die Empfehlungen der Endlager-Kommission durchwinken? Wer sollen überhaupt die 24 Mitglieder des Gremiums werden? Kommen vier, fünf oder mehr Standorte in die engere Wahl? Wie reagieren die Bürger, wenn vor ihrer Haustür Geologen mit der Erkundung beginnen? Und schließlich: Werden die Energiekonzerne Zusatzkosten von mehr als zwei Milliarden Euro schlucken?

    Schließlich schwebt noch immer der Name Gorleben über der gesamten Debatte: Schon SPD und Grüne waren sich uneins, was mit dem Salzstock passieren soll. Altmaier rang dem neuen niedersächsischen Ministerpräsidenten Stephan Weil von der SPD und dessen grünem Umweltminister Stefan Wenzel die Zusage ab, dass Gorleben beim Neustart der Suche einbezogen werden darf. Beide setzen nun darauf, dass die Endlager-Kommission Gorleben den Garaus macht.

    SPD-Chef Sigmar Gabriel sprach von einer historischen Entscheidung. Deutschland komme nun aus der "Sackgasse Gorleben" raus und auch der "fürchterliche Weg" des Atommülls ins Ausland werde verhindert.

    Atomkraftgegner fordern seit Jahren ein sofortiges Aus für Gorleben - und zeigten am Rande des Berliner Gipfels Flagge: Vor der niedersächsischen Landesvertretung demonstrierten etwa 100 Menschen.
    Quelle

    Kommentar: So macht Wahlkampf Spaß
    Milliardenkosten für Endlager-Suche
    Endlagersuche, die dritte



    Geändert von delle59 (23.11.14 um 12:21 Uhr)
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    AW: Die verstrahlte Republik



    Mehr Atommüll als bekannt

    Deutschland muss voraussichtlich deutlich mehr Atommüll entsorgen als bislang angenommen. Im Entwurf des "nationalen Entsorgungsplans", der dem ARD-Hauptstadtstudio vorliegt, ist allein für die Kategorie des schwach- und mittelradioaktiven Abfalls eine Verdopplung im Vergleich zu bisherigen Prognosen zu erwarten.

    Bisher existierte keine umfassende Zusammenfassung aller erwartbaren radioaktiven Abfälle in Deutschland, entsprechend wenig aussagekräftig waren die bisherigen Prognosen. In Fachkreisen war jedoch schon länger klar, dass die bisherigen Berechnungen von viel zu niedrigen Zahlen ausgegangen waren.



    In dem Entwurf des Plans, den die Bundesregierung derzeit mit den Bundesländern abstimmt, geht der Bund demnach "von einer Gesamtmenge der zu entsorgenden Abfälle mit vernachlässigbarer Wärmeentwicklung von rund 600.000 Kubikmetern" aus. Der "Schacht Konrad", der Nuklearabfälle mit geringer Wärmeentwicklung als Endlager aufnehmen soll, ist jedoch nur für 303.000 Kubikmeter genehmigt.

    Reste aus Gronau gelten nun als Atommüll

    Der Entsorgungsplan bezieht nach Informationen des ARD-Hauptstadtstudios auch Abfälle aus der Urananreicherungsanlage in Gronau zum ersten Mal in die Berechnung des Atommülls mit ein. Dessen Betreiber Urenco lagert dort derzeit 13.000 Tonnen sogenannte Urantails, die bei der Anreicherung übrig blieben. Bislang galten diese als Wertstoffe, aus denen sich noch Kernbrennstoffe fertigen lassen. Der Bund rechnet in dem Entsorgungsplan nun mit bis zu 100.000 Kubikmetern Atommüll allein aus der Urananreicherung. Weitere 200.000 Kubikmeter kämen hinzu, wenn das Salzbergwerk Asse II geräumt werden sollte. Dort lagern 126.000 Fässer Atommüll, die geborgen und neu verpackt werden sollen.

    Erste positive Reaktionen kamen aus der Opposition: "Die ehrliche Einbeziehung der Urenco-Abfälle, die wir schon länger fordern, ist sehr positiv", sagte Sylvia Kotting-Uhl, die atompolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion im Bundestag. Für die Endlagersuche stellten nach Ansicht der Grünen die Urenco-Abfälle ein besonderes Problem dar: "Dass sie in unbegrenztem Ausmaß anfallen, schadet der Akzeptanz für die Endlagerfindung. In deren Interesse muss ein Betriebsende der Urananreicherung in Gronau angestrebt werden."
    tagesschau.de

    In Karlsruhe gelagerter Atommüll: Fast 1700 Fässer sind defekt
    Knapp 40 Atommüll-Fässer in Hessen gesichert






    Zeit wird`s ja mal das die sich da was einfallen lassen mit dem ganzen Atommüll. Die anderen Länder lachen im Endeffekt schon über uns, Atomkraft "Nein Danke", aber mit dem Dreck nicht wissen wohin.
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    AW: Die verstrahlte Republik


    Ein Kläger hatte beim Zwischenlager in Brunsbüttel Gefahren durch mangelnden Schutz vor terroristischen Angriffen befürchtet.
    (Foto: DPA)


    Zwischenlager in Brunsbüttel ist rechtswidrig

    Das atomare Zwischenlager in Brunsbüttel hat definitiv keine Betriebserlaubnis für die Lagerung hoch radioaktiver Brennelemente. Das entschied das Bundesverwaltungsgericht in letzter Distanz.

    Die Genehmigung für das Zwischenlager mit hoch radioaktiven Brennelementen am Atomkraftwerk Brunsbüttel ist rechtswidrig. Das hat das Bundesverwaltungsgericht in letzter Instanz entschieden, wie Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) in Berlin mitteilte. Das Gericht in Leipzig bestätigte die Aufhebung der Genehmigung durch das Oberverwaltungsgericht Schleswig (OVG) vom Juni 2013.


    Die Atomaufsicht in Berlin und Kiel wurde von der klaren Gerichtsentscheidung überrascht. Schleswig-Holsteins Energieminister Robert Habeck (Grüne) sprach von einem "kleinen Erdbeben" für die Atomdebatte in Deutschland. Er entschied per Anordnung, dass die weitere Einlagerung der neun Castoren in Brunsbüttel für drei Jahre geduldet wird. Sie müssen also nicht an einen anderen Standort gebracht werden. In dieser Zeit müssen laut Habeck das Bundesamt für Strahlenschutz und Betreiber Vattenfall dafür sorgen, dass wieder eine genehmigungsfähige Situation hergestellt wird. Nach Ansicht der Kieler Atomaufsicht reicht die Zeit dafür aus. Betreiber Vattenfall begrüße, dass die Aufsicht in Kiel umgehend einen rechtskonformen Zustand hergestellt hat, sagte eine Sprecherin. Auch gegen die Lagerungsduldung kann geklagt werden. Zunächst müsse Vattenfall einen neuen Antrag stellen, sagte ein Sprecher des Bundesamtes.

    Mit dem Beschluss des Bundesgerichts dürfen auch die sich derzeit im Reaktordruckbehälter befindlichen Brennelemente - ihre Menge entspricht der Kapazität von 11 bis 12 Castoren - nicht in das Zwischenlager gebracht werden. Gleiches gilt für die 21 Castoren, die Deutschland in den nächsten Jahren aus Sellafield in Großbritannien aufnehmen muss.

    Einmalige Situation in der Atomgeschichte

    Das Schleswiger OVG hatte 2013 nach fast zehnjährigem Rechtsstreit der Klage eines Anwohners gegen die vom Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) erteilte Genehmigung stattgegeben. Der Kläger hatte Gefahren durch mangelnden Schutz vor terroristischen Angriffen befürchtet. Die Genehmigung aus dem Jahr 2003 enthalte Ermittlungs- und Bewertungsdefizite, urteilten die Schleswiger Richter damals. So habe es das Bundesamt versäumt, Folgen eines Absturzes eines Airbus A380 auf das Zwischenlager vor der Genehmigungserteilung zu ermitteln, obwohl die erforderlichen Daten vorgelegen hätten.

    Auch sei bei der Untersuchung der Folgen eines Angriffs mit panzerbrechenden Waffen nur ein älterer Waffentyp aus dem Jahr 1992 berücksichtigt worden. Dabei könnten modernere Waffen eine größere Zerstörungswirkung haben. Die Zwischenlager seien die einzigen kerntechnischen Anlagen, die auf die Folgen von Flugzeugabstürzen geprüft wurden, sagte ein Sprecher des Bundesamtes für Strahlenschutz. Auch der A380 sei später mit aufgenommen worden.

    Hendricks betonte, beide Gerichte hätten sich nicht zur Frage der tatsächlichen Sicherheit etwa gegen Terrorangriffe geäußert. Vielmehr seien Mängel im Genehmigungsverfahren beanstandet worden. Ein Problem sei gewesen, dass das Bundesamt für Strahlenschutz den Gerichten bestimmte Papiere nicht vorlegen konnte, vor allem geheime Unterlagen zum Schutz des Zwischenlagers gegen Terrorangriffe. Habeck sprach von einer einmaligen Situation in der Atomgeschichte: "Wir haben ein nicht genehmigtes Zwischenlager", sagte der Minister. "Eine genehmigte Lagerstätte, an welcher der Kernbrennstoff sicherer gelagert werden kann als im Zwischenlager Brunsbüttel, gibt es nicht. Deshalb dulde er die weitere Lagerung. Dies sei notwendig, damit es keinen rechtslosen Raum gibt. Die Atomaufsicht habe keine Erkenntnisse, dass das Lager in Brunsbüttel unsicher wäre.

    Gerichtsbeschluss müsste Konsequenzen für alle Standorte haben

    Auf die übrigen Kernbrennstoff-Zwischenlager, etwa in Krümmel und Brokdorf habe die Gerichtsentscheidung zunächst keinen Einfluss, sagte Habeck. Allerdings sei jetzt der Bund in der Pflicht, für jeden Standort in Deutschland aktuelle Untersuchungen zum Risiko von Flugzeugabstürzen oder Terrorangriffen in die Wege zu leiten. In Deutschland gibt es an zwölf AKW-Standorten bauähnliche Zwischenlager.

    Nach Einschätzung der Atomaufsicht in Kiel kann sich mit der Gerichtsentscheidung auch der Rückbau des seit mehreren Jahren stillgelegten AKW Brunsbüttel deutlich verzögern. Für einen Rückbau muss der momentan mit Brennelementen volle Reaktordruckbehälter weitgehend geräumt sein. Er könne nicht erkennen, dass Vattenfall im Blick auf einen Rückbau in Brunsbüttel auf Zeit spielt, sagte Habeck.

    Gegen die Genehmigung für das atomare Zwischenlager in Brunsbüttel hatte der Anwohner 2004 Klage eingereicht. Das OVG wies sie 2007 zunächst ab. Dieses Urteil hob das Bundesverwaltungsgericht 2008 auf und verwies die Sache zurück nach Schleswig. Nach Ansicht der Umweltorganisation Robin Wood muss der Gerichtsbeschluss zu Brunsbüttel Konsequenzen für alle Standorte von Zwischenlagern haben. "Die fehlerhafte Risikoermittlung betrifft sämtliche in Deutschland betriebenen Zwischenlager", sagte auch Ulrich Wollenteit, der den Kläger in den Gerichtsverfahren vertreten hat. "Damit ist das ganze Entsorgungskonzept für die deutschen AKW in sich zusammengebrochen", kommentierte Jochen Stay für die Anti-Atom-Organisation ausgestrahlt.
    n24.de
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    AW: Die verstrahlte Republik - Wohin mit dem Atommüll

    Letzte Tage gesehen, war sehr interessant.





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    AW: Die verstrahlte Republik - Wohin mit dem Atommüll


    Ein Schild warnt im atomaren Zwischenlager in Gorleben vor Strahlung.
    Foto: Jochen Lübke/dpa

    Protest gegen Atommüll-Endlager im Thüringer Becken

    Geologen bringen in einer Studie Thüringen als Atommüll-Endlagerstandort ins Gespräch. Das ruft Protest hervor.

    Ulrich Schreiber von der Universität Duisburg-Essen bescheinigt dem Thüringer Becken grundsätzlich „günstige Rahmen*bedingungen“, berichtete der MDR. Demnach empfiehlt der Geologe, die Gebiete „zwischen Nordhausen und Duderstadt“, „nördlich und westlich von Mühlhausen“ sowie den „Raum Arnstadt und Stadtilm“ genauer zu prüfen.

    Das Thüringer Becken weist laut Schreiber die notwendigen Bodenschichten für ein End*lager ab etwa 1000 Meter Tiefe auf. Außerdem gebe es Gebiete ohne sogenannte „tektonische Störungen“ im Boden und es habe in jüngerer Vergangenheit keine vulkanische Aktivität gegeben. Darüber hinaus verweist die Studie auf „eine geringe Besiedlungsdichte“ und „die dennoch gute Anbindungen ans Bahn- und Straßennetz“.

    Mit weiteren geologischen Daten will der Geologe sowohl Thüringen, aber auch andere Regionen, wie das Fränkische Becken und die Schwäbische Alb genauer untersuchen. Letztlich gehe es um die „sicherste und beste Lagermöglichkeit“. Eine Region werde immer betroffen sein, da müsse dann auch offen über finanzielle Entschädigungen gesprochen werden.

    Politiker in Thüringen lehnen die Überlegungen des Wissenschaftlers parteiübergreifend ab. Roberto Kobelt, energie- und umweltpolitischer Sprecher der Grünen im Landtag, sagte: „Thüringen als Standort für ein Atommüll-Endlager kommt für uns nicht Frage. In der bisherigen Standortfindung der Kommission für die Endlagersuche spielte der Freistaat keine Rolle.“ Ralph Lenkert, Bundestagsabgeordneter der Linken aus Jena, sagte, die Wissenschaftler hätten den vierten vor dem ersten Schritt getan. Zuerst gelte es Kriterien für die Atommülllagerung zu finden. „Die Linke und die rot-rot-grüne Landesregierung werden auf der Einhaltung des Atomgesetzes und einem sauberen Verfahren bestehen und lehnen jede Vorfestlegung auf Thüringen ab.“

    Für die CDU-Fraktion im Landtag verlangte Christina Tasch, „Hände weg vom Thüringer Becken“. Es gebe da eine Reihe von „tiefreichenden Störungszonen“. Außerdem widersprächen die Aussagen den Auswahl- und Ausschlusskriterien, die das Bundesumweltministerium 2002 für Endlagerstand*orte definiert habe.

    Auf Bundesebene erarbeitet derzeit eine Kommission Kriterien für die Suche nach einem möglichen Standort für ein Atommüllendlager. Das Gremium will Mitte kommenden Jahres seine Empfehlungen vorlegen. Experten gehen davon aus, dass ein deutsches Atommüllendlager frühestens im Jahr 2045 in Betrieb geht.
    otz.de


    Mehrheit will kein Endlager vor der eigenen Haustür
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  11. Bedankos Struppi, eddy-dien8 bedankte(n) sich für diesen Post
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    AW: Die verstrahlte Republik - Wohin mit dem Atommüll

    Sichere Lagerstätte?
    Vor ein paar Wochen sah ich eine Wissenschaftssendung, in der folgendes gesagt wurde: Hätten die Neandertaler ihren Atommüll endgelagert, würde er heute noch tödliche Strahlung abgeben! Wer kann über 20tausend Generationen lang sagen, was geschehen wird und ist erst mal das Grundwasser kontaminiert, gibt es kein zurück....

    Es werden zwar u.a. in Frankreich die ersten 'Kalten Brüter' entwickelt, die den Atommüll weiter verarbeiten können (also den Atommüll weiter als Brennstoff nutzen), aber löst dies das Problem? Es ist doch so, dass man das Süßwasser nicht nur in den oberen Erdschichten findet, sondern auch in einer Tiefe von mehreren Kilometern. Nur genutzt wird dieses Wasser eben (derzeit?) nur aus den oberen Schichten.
    Tja, ich kann nicht sagen, ob in 100 Jahren das tiefer liegend Wasser genutzt wird. Ich kann auch nichts darüber sagen, wie die Wasserströme da unten laufen. Auch kommt aus diesen Tiefen immer wieder mal Wasser nach oben (s. Geysire, Warme Quellen...).

    Sieht wirklich so aus, als würde der Mensch es mit Gewalt darauf anlegen, sich die Zukunft zu versauen...

    Gruß,

    Struppi
    Errare humanum est, sed in errare perseverare diabolicum.
    &
    Nehmt mich nicht zu ernst, lacht lieber mit mir - es sei denn, ich höre mich verärgert an

  13. Bedankos eddy-dien8, delle59 bedankte(n) sich für diesen Post
  14. #8
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    AW: Die verstrahlte Republik - Wohin mit dem Atommüll




    Konzerne sollen 23,3 Milliarden Euro überweisen

    Die Atomkonzerne sollen nach dem Willen der Atomkommission die Kosten für die Zwischen- und Endlagerung von Atommüll auf einen staatlichen Fonds übertragen. Dazu sollen sie 23,34 Milliarden Euro überweisen, wie mehrere Nachrichtenagenturen übereinstimmend berichten.

    Die Atomkommission des Bundes hat sich nach monatelangen Verhandlungen nach Angaben von Teilnehmern auf einen Vorschlag zur Finanzierung der Zwischen- und Endlagerung des radioaktiven Abfalls verständigt. Für 23,3 Milliarden Euro können sich demnach die vier AKW-Betreiber von den Kostenrisiken der Abfall-Lagerung "freikaufen", sagten Mitglieder des Gremiums nach übereinstimmenden Medienberichten. Der Beschluss der Kommission mit 19 Mitgliedern aus gesellschaftlichen Gruppen sei einstimmig gefallen.

    Die Empfehlung wird jetzt der Bundesregierung übermittelt. Es gilt als sicher, dass sie dem Votum folgen wird und das Konzept in Gesetzesform gießt.

    Zähes Ringen bis zuletzt

    Die vier Betreiber E.ON, RWE, Vattenfall und EnBW haben für Zwischen- und Endlagerung 17,2 Milliarden Euro an Rückstellungen gebildet. Dazu kommt jetzt noch ein Risikoaufschlag von 6,1 Milliarden, der zusammen mit den Rückstellungen in einen öffentlich-rechtlichen Fonds fließen soll.

    Dieser Risikosaufschlag war bis zuletzt heftig umstritten. Die Unternehmen pochten auf einen niedrigeren Aufschlag, Teile der Kommission dagegen auf einen höheren. Nach Darstellung aus der Kommission wäre mit dem Betrag die bisherige Lücke zwischen den Rückstellungen der Konzerne und den Kosten der Zwischen- und Endlagerung geschlossen - unter der Annahme, dass damit jetzt begonnen würde. Die Endlagerung wird aber erst ab 2050 ein Thema. Das in den staatlichen Fonds eingezahlte Geld der Konzerne kann über die Jahre zinsbringend angelegt werden.

    Ferner will die Kommission vorschlagen, dass die Unternehmen die Stilllegung und den Rückbau der Atommeiler übernehmen und dafür unbegrenzt haften. Das Ergebnis der Kommission soll am Mittag öffentlich gemacht werden.
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    Ich bin fest davon überzeugt, daß es für den Tonfilm einen Markt gibt.
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  15. Bedankos Buster01, master_of_disaster, Struppi bedankte(n) sich für diesen Post
  16. #9
    Avatar von Buster01


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    AW: Die verstrahlte Republik - Wohin mit dem Atommüll

    Zitat Zitat von delle59 Beitrag anzeigen
    Für 23,3 Milliarden Euro können sich demnach die vier AKW-Betreiber von den Kostenrisiken der Abfall-Lagerung "freikaufen", sagten Mitglieder des Gremiums nach übereinstimmenden Medienberichten.
    ...
    Die vier Betreiber E.ON, RWE, Vattenfall und EnBW haben für Zwischen- und Endlagerung 17,2 Milliarden Euro an Rückstellungen gebildet. Dazu kommt jetzt noch ein Risikoaufschlag von 6,1 Milliarden, der zusammen mit den Rückstellungen in einen öffentlich-rechtlichen Fonds fließen soll.

    Dieser Risikosaufschlag war bis zuletzt heftig umstritten. Die Unternehmen pochten auf einen niedrigeren Aufschlag, Teile der Kommission dagegen auf einen höheren. Nach Darstellung aus der Kommission wäre mit dem Betrag die bisherige Lücke zwischen den Rückstellungen der Konzerne und den Kosten der Zwischen- und Endlagerung geschlossen - unter der Annahme, dass damit jetzt begonnen würde. Die Endlagerung wird aber erst ab 2050 ein Thema. Das in den staatlichen Fonds eingezahlte Geld der Konzerne kann über die Jahre zinsbringend angelegt werden.
    Das sind doch mal Zahlen mit denen der Aktionär rechnen kann ;-)
    Die Rückstellung ist schon vorhanden, die Sonderzahlung, zusätzliche Abschreibung,
    wenn z.B. die E-ON nur 1/4 tragen muß, ist die Tilgung in 3-4J geschehen

    Zitat Zitat von delle59 Beitrag anzeigen
    Ferner will die Kommission vorschlagen, dass die Unternehmen die Stilllegung und den Rückbau der Atommeiler übernehmen und dafür unbegrenzt haften.
    tagesschau.de
    Nee, es wird rückgebaut,
    soll das EVU früher rückbauen oder wird schneller fertig, wird das Industriegebiet dem Staat, Gemeinde, Kommune, verkauft
    (es gibt ein Bodengutachten und der alte Eigner ist raus.)

    Meine Ansichten als Aktionär.

    --
    "Die Endlagerung wird aber erst ab 2050 ein Thema"

    Warum? Wir suchen schon seit ü30J ein Endlager
    (selbst die Container in den Zwischenlager sind nicht mehr dicht oder bergbar;
    die Stollen haben sich gesenkt und mechanisch die Behälter zerstört)
    und haben noch nix gefunden.

    Einfachstes Beispiel, die Glühbirne ;-)
    Die Glühbirne, bestehend aus Glas + Metall konnte im Hausmüll entsorgt werden.
    die Energiesparlampe ist Sondermüll (der User kann die def. im Handel abgeben, aber dort wandert die meistens auch in den Hausmüll,
    eine Sonderentsorgung für E-Schrott ist zu teuer)
    wird sie richtig entsorgt landet sie in einem Zwischenlager
    (es ist heute günstiger die Produktionsmaterialien neu zu erweben, als aus dem Schrott zu recyclen)

    Hier wird einfach auf Zeit gespielt,
    ein sicheres Endlager wird es bei der Halbwertszeit einfach nicht geben.

    Es müßen ja nicht nur die Brennstäbe entsorgt werden,
    auch das Wasser + Baumaterial ist Sondermüll.

    My2Pence, als Mensch.

  17. Bedankos delle59 bedankte(n) sich für diesen Post
  18. #10
    Avatar von Struppi




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    AW: Die verstrahlte Republik - Wohin mit dem Atommüll

    Für mich sind diese 23Milliarden eigentlich nur Augenwischerei! Bei der langen Halbwertszeit des Atommülls ist das doch gar nichts. Somit bleibt der Steuerzahler - also wir - wieder auf den Kosten sitzen....

    Die sollten für ALLE Kosten aufkommen müssen! Verdient haben sie ja auch jahrzehntelang damit und beim Bau der Anlagen etc wurde auch noch vom Staat gefördert. Da ist es nur gerecht, wenn sie auch für die Kosten aufkommen und nicht nur Nutznießer bleiben.

    LG,

    Struppi
    Errare humanum est, sed in errare perseverare diabolicum.
    &
    Nehmt mich nicht zu ernst, lacht lieber mit mir - es sei denn, ich höre mich verärgert an

  19. Bedankos master_of_disaster, delle59 bedankte(n) sich für diesen Post
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