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    Geplante Obsoleszenz und weltweiter Elekromüll

    Ich war mir jetzt nicht sicher wohin mit dem Thema, Politik & Umwelt, allgemeine News oder Film. Die Sache ist aus dem Grund interessant weil sie auch mit dem Thema der seltenen Erden zusammenhängt und zu tun hat. Umweltschutz und Recycling sollte größer geschrieben werden in einer Zeit in der die Rohstoffe immer knapper werden.




    Behind The Screen

    Fünfjährige Kinder zerlegen Elektronikschrott in Ghana

    Schätzungsweise 75 Prozent des Elektronikschrotts der Europäischen Union landen in den Ländern des Südens. Das Team des Dokumentarfilms Behind The Screen ist zu den Menschen nach Ghana gereist, um dort das Ende des Lebenszyklus von PCs und Notebooks zu filmen.

    Nach Schätzungen der umweltpolitischen Sprecherin der Grünen, Dorothea Steiner, werden 25 Prozent des Elektronikschrotts in der Europäischen Union gesondert eingesammelt. Der Weg der restlichen 75 Prozent ist unklar und endet vermutlich in den Ländern des Südens. Mit katastrophalen Folgen für die dort lebenden Menschen.


    Das Siegerfoto "Unicef-Foto des Jahres 2011" von Kai Löffelbein
    (Bild: Kai Löffelbein)

    "Jeden Monat werden über 500 Containerladungen Elektronikschrott aus den Industrieländern nach Ghana gebracht", erklärte der Umweltaktivist Mike Anane dem Filmteam von Behind the Screen, das zwei Wochen in dem westafrikanischen Land war. "Etwa 90 Prozent dieser Elektronikgeräte enden hier in Agbogbloshie." Anane hat die Filmemacher auch zu illegalen Goldschürfern in Ghana geführt.

    Erd- sowie Sedimentproben von Greenpeace auf Schrottplätzen in Accra und in Koforidua, im Osten des Landes, ergaben, dass dort Bleikonzentrationen zum Teil 100-mal höher als in nicht kontaminierter Erde sowie Belastungen durch Kadmium oder Phtalate gefunden wurden. Phthalate, oder Phthalsäureester, setzt die Industrie als Weichmacher für Kunststoffe ein. Ausgesetzt sind den Giften vor allem Kinder, die an offenen Feuern Computer und Handys auseinandernehmen, meist ohne Arbeitshandschuhe oder Atemschutz.

    "Eine Menge der Kinder, die hier arbeiten, werden ihren 20. Geburtstag wohl nicht erleben. Viele davon sind zwischen fünf und zehn Jahre alt. Sie sind den Schwermetallen fast rund um die Uhr ausgesetzt. Diese Stoffe verursachen Krebs. Auch das Erdreich ist mit großen Mengen Blei verseucht, ebenso die Luft. Vielen von ihnen haben Wachstumsstörungen, Atemprobleme, Kopfschmerzen oder Ausschläge."

    Wie die Umweltschutzorganisation Greenpeace erklärte, verbietet die EU-Gesetzgebung zwar den Müllexport, erlaubt aber die Ausfuhr vermeintlich wiederverwertbarer Secondhandwaren, auch wenn diese fast immer unbrauchbar sind.

    In Accra erklärt ein Besitzer eines Ladens für gebrauchte Computer:"Wir bekommen die meisten Computer von Dell, HP und Toshiba. Die meisten Laptops funktionieren gar nicht. Die Bildschirme und die Festplatten sind immer kaputt. Die Teile sind teuer und schwer zu bekommen. Deshalb verkaufen wir die Geräte als 'ungetestete' Ware. Fast 90 Prozent der Waren sind kaputt. Für die bekomme ich gar nichts."Die Lieferungen kommen aus London.

    Ein anderer Händler in Accra bekommt die Container aus den USA geliefert. Er hat Techniker, die einige defekte Desktop-PCs reparieren können und verkauft sie für 80 Euro. Das Geschäft läuft gut, doch er wünscht sich, neue Rechner in sein Land importieren zu können.
    Quelle


    Seltene Erden - Steigende Preise und Lieferengpässe für IT-Produkte erwartet
    Öl, Gas, Seltene Erden : Deutschland geht auf Rohstoffjagd
    China will Förderung der Seltenen Erden stärker kontrollieren

  2. Bedankos Struppi, märi bedankte(n) sich für diesen Post
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    leider ist das ganze nichts neues...kenn das auch aus indien mit den schiffsfriedhöfen...
    die leute versuchen irgendwie an geld zu kommen, egal wie...

  4. Bedankos Struppi, märi bedankte(n) sich für diesen Post
  5. #3

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    Böse Welt in der WIR leben!

    Und das schlimme ist, wir können nichts dagegen machen!
    Eine Hand vol macht sich die Taschen voll un der Rest kann gucken wie sie klar kommen!

  6. Bedankos Struppi, märi bedankte(n) sich für diesen Post
  7. #4
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    Elektromüll in Afrika: "Es ist apokalyptisch"
    Europäischer Elektromüll gelangt weiterhin illegal in afrikanische Länder wie Ghana, verseucht dort weite Landstriche und bringt das Leben von Kindern in Gefahr. Jährlich vergrößern sich die Müllberge um vier Prozent. Experten der österreichischen Organisation Südwind haben sich ein Bild vor Ort gemacht und fordern mehr Verantwortung seitens Hersteller und Konsumenten.

    Während sich Konsumenten in Europa den Kopf darüber zerbrechen, welches Smartphone oder Tablet man sich als nächstes zulegen sollte, verschärft sich in afrikanischen Ländern das Problem illegaler Elektroschrott-Halden. Obwohl eigentlich verboten, gelangen weiterhin Unmengen an europäischem Elektromüll in Länder wie Ghana und gefährden dort die Gesundheit der Bevölkerung, insbesondere von Kindern und Jugendlichen.

    Schätzungen zufolge fielen 2012 mehr als 41 Millionen Tonnen an Elektroschrott an. Laut der Internationalen Arbeitsorganisation ILO wachse der Elektroschrott-Müllberg jedes Jahr um vier Prozent an. Nach einer Studie von MarketsandMarkets soll sich die globale Menge an Elektroschrott bis 2016 auf 93,5 Millionen Tonnen verdoppelt haben. Große Mengen davon landen illgeal auf Müllhalden in afrikanischen Ländern wie Ghana. 85 Prozent des Elektromülls, der in Ghana landet, stammen aus Europa.

    Mitarbeiter der österreichischen, entwicklungspolitischen Organisation Südwind haben sich zum bereits dritten Mal innerhalb der vergangenen drei Jahre ein Bild vor Ort in Ghanas Hauptstadt Accra gemacht und berichten von untragbaren Zuständen. Es sei weiterhin so, dass ein Großteil der in Industrieländern zum Recycling anfallenden Elektrogeräte - als funktionierende Second-Hand-Ware deklariert - in Entwicklungsländer gelange und dort massiven Schaden verursache. Das Problem sei in Westafrika besonders groß, weil sich in Accra sowie in Lagos (Nigera) die zwei größten und wichtigsten Häfen in der Region befinden und diese insbesondere von Europa aus gut und relativ schnell zu erreichen sind.

    77.800 Tonnen Elektroschrott in Österreich
    Allein hierzulande fallen nach jüngste Zahlen der Elektroaltgeräte Koordinierungsstelle 77.800 Tonnen Elektromüll im Jahr an. Pro Kopf seien im Vorjahr rund neun Kilogramm gesammelt worden. 15 Tonnen werden jedes Jahr illegal ins Ausland verschifft. Die ausrangierten Elektrogeräte sind aufgrund gestiegener Rohstoffpreise zu einem wichtigen Rohstofflieferanten geworden, was auch die dunklen Geschäfte im Hintergrund wieder stärker in den Fokus rückt.

    Laut Südwind kommen täglich an die 7000 Kinder und Jugendliche auf die Elektromüllhalde in Accra und verbrennen dort Altgeräte, um die begehrten Kupferkabel zu kommen. Für eine Tagesausbeute von einem halben Kilogramm Kabel erhalten sie schließlich nicht mehr als einen Euro. "Es ist apokalyptisch", berichtet Christina Schröder von Südwind im Gespräch mit der futurezone von ihren Eindrücken vor Ort. Die Luft sei verpestet und mache das Atmen schwer, der Boden sei voller scharfer Splitter und Gift. "Von meiner ersten Reise nach Accra 2009 bis zur letzten im Herbst 2012 war keine Verbesserung der Situation zu bemerken", sagt Schröder. Weiterhin kämen täglich riesige Mengen an Eletroschrott mit Schiffen an. Dazu zählen Kühlschränke ebenso wie Fernseher und Computer. Die Geräte seien teils sogar mit Inventarschildern bestückt, die beweisen, dass der Müll aus Europa stammt.

    "Die gesetzlichen Richtlinen in Europa haben bisher keine Wirkung gezeigt", so Schröder weiter. Einzig die Art des Elektromülls verändere sich zeitversetzt zum Konsumverhalten in Europa. "Nachdem Röhrenfernseher bei uns kaum mehr zu sehen sind, findet man diese jetzt eben verstärkt in Ghana auf den Mülldeponien", erzählt die Expertin.


    Krankheiten sind die Folge
    Die Kinder, die auf die Müllhalden kommen, erkranken oft an Haut- oder Lungenkrankenheiten, die meist unbehandelt bleiben. Die Jugendlichen leben häufig ganz ohne ihre Eltern und sind in der Regel nicht versichert. Die meisten Kinder hausen gleich neben den vergifteten Müllhalden in Slums, die "Sodom and Gomorrah" genannt werden. "Ich habe ständig Kopfweh, brennende Augen, Husten und Brennen in den Atemwegen", berichtet ein zwölfjähriger Junge den Südwind-Mitarbeitern. "Es ist skandalös, was unser Wohlstandsmüll in Afrika anrichtet", sagt auch Ines Zanella von Südwind. Das sei nicht nur moralisch verwerflich, sondern auch kriminell.

    In Ghana ist man mit der Situation überfordert. "Die Politiker dort wissen auch nicht, wie sie damit umgehen sollen", sagt Schröder. Es sei schon die Kontrolle der ablegenden Schiffe in Europa ein Ding der Unmöglichkeit, entsprechend schwieriger gestalte sich dann die Kontrolle von ankommenden Schiffen, die mit dem Schrott beladen sind. "Selbst wenn man die illegale Fracht rechtzeitig bei ihrer Ankunft entdeckt, hat man in Ghana eigentlich keine andere Möglichkeit mehr als diese anzunehmen, weil das Rücksenden schlichtweg zu hohe Kosten verursachen würde", erklärt Schröder.


    Gesetzliche Regelungen werden ignoriert
    In der Theorie kontrolliert auf internationaler Ebene das Basler Übereinkommen grenzüberschreitende Elektromüll-Transporte. In Europa ist seit 2006 darüber hinaus die WEEE-Richtlinie in Kraft, die den Export von Elektroschrott in Länder außerhalb der OECD verbietet und Sammel- und Verwertungssysteme für Recycling vorsieht. Diese sollen laut der Richtlinie von den Herstellern finanziert werden. Nur funktionstüchtige Altgeräte dürfen als Second-Hand-Geräte weitergegeben und aus Europa ausgeführt werden. Allerdings sieht die Praxis oft anders aus. Es wird immer wieder Müll als noch funktionsfähige Ware deklariert und illegal verschifft.

    Elektrohändler geben laut Südwind, sofern sie keine gebührenfreie, öffentliche Sammelstelle nutzen können, gebrauchte und kaputte Geräte an Zwischenhändler weiter, um so die Entsorgung zu organisieren. "Es kann angenommen werden, dass die Händler bald die Spur der Geräte verlieren", sagt Zanella. "Der Handel mit Gebrauchtgeräten und Elektroschrott ist offenbar finanziell lukrativer als Recycling, und wegen lückenhatfer Kontrollsysteme in großem Ausmaß möglich."

    Das hätten auch Nachfragen bei heimischen Händlern bestätigt. Nur ein Unternehmen arbeite mit einem zertifizierten Recyclingunternehmen zusammen. Kleinere Firmen organisieren die Entsorgung selbst. Ein Computerhändler habe Südwind zufolge angegeben, die Altware durch ein weltweit agierendes Speditionsunternehmen entsorgen zu lassen. Viele Elektrohändler hätten auf Anfragen der Organisation erst gar nicht reagiert.

    Forderungen an Hersteller und Behörden
    Südwind kritisiert, dass die Wege des Elektromülls nach Afrika völlig intransparent seien. Daher formuliert die Organisation auch ganz klare Forderungen, insbesondrere an die Hersteller. Diese sollten bereits bei der Produktion auf gefährliche Inhaltsstoffe wie Quecksilber oder giftige Flammschutzmittel verzichten. Schon bei der Herstellung müsse zudem für eine längere Haltbarkeit der Produkte gesorgt werden - dem gegenüber steht allerdings die gängige Praxis, die Geräte bewusst mit einem Ablaufdatum zu versehen, um mehr neue Geräte zu verkaufen.

    Ganz dringend notwendig sei es auch, die Entsorgungsketten transparent zu gestalten und ausschließlich gesetzeskonforme Recyclingsysteme zu nutzen. Von Behörden und Regierungen wünscht sich Südwind, dass rasch für die Umsetzung der verschärften WEEE-Richtlinie gesorgt werde, sodass es zu einer lückenlosen Durchsetzung des Exportverbots komme. Generell seien verstärkte Kontrollen notwendig.

    Konsumenten in der Pflicht
    Auf Konsumentenseite gibt es nach wie vor nur wenig Bewusstsein für bzw. Interesse an der Elektromüll-Problematik. Jenen, die zu einer Verbesserung der Situation beitragen wollen, rät Südwind jedenfalls, alte Geräte unbedingt zu entsprechenden Sammelstellen der Gemeinden oder zu einem "ReUse"-Zentrum zu bringen, das für Reparatur und Wiederverwendung in Österreich sorgt.

    Schon vor dem Kauf können sich Konsumenten informieren, welche Firmen gefährliche Inhaltsstoffe vermeiden und für verantwortungsvolles Recycling sorgen. Greenpeace etwa veröffentlicht regelmäßig den "Guide to Greener Electronics", der Aufschluss darüber gibt, wie die großen Hersteller produzieren. Im Vorjahr wurde Blackberry-Hersteller RIM zum wiederholten Male als größter Umweltsünder ausgewiesen.

    Keinesfalls sollte man seine Altgeräte an private Schrotthändler oder Charity-Initiativen weitergeben, warnt Südwind, da die Entsorgungswege in den meisten Fällen nicht nachvollziehbar seien. Außerdem sei zu bedenken, dass auch bei den meisten Onlineportalen die Entsorgungswege sehr intransparent seien.
    Quelle

    FairPhone: Fair-Trade-Handy ohne Ausbeutung
    Seltene Erden landen großteils im Restmüll


    Geändert von delle59 (04.11.14 um 19:41 Uhr)
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    Elektromüll-Sorge laut neuer Studie übertrieben
    Die US International Trade Commission stellt in einer Studie fest, dass gebrauchte Elektrogeräte zu einem wesentlich geringeren Anteil als bisher angenommen exportiert werden. Ausfuhren wiederum landen nur zu einem geringen Prozentsatz auf Deponien. Die meisten Geräte werden wiederverwertet.

    [img=350,right]https://darklight.to/picshare/images/46724384_fe6.jpg[/img] Behauptungen von Umweltorganisationen, wonach 80 Prozent des US-Elektromülls auf Deponien im Ausland - meist in Entwicklungsländern - verendet, werden durch eine neue Studie der US International Trade Commission entkräftet. Neue Ergebnisse zeigen, dass nur 0,13 Prozent der 4,4 Millionen Tonnen Elektroschrott, die alleine 2011 generiert wurden, zur Endlagerung ins Ausland geschafft werden. Weitere drei Prozent werden aus unbekannten Gründen ins Ausland verschifft, fasst Bloomberg zusammen.

    Mehr Geräte, als bisher angenommen, werden in Entwicklungsländern wiederverwertet und als günstige Alternative zu Neugeräten verwendet. Bestandteile gebrauchter Geräte werden zudem recycelt und als Bauteile für neue Geräte oder als Ersatzteile gebraucht. Laut Bloomberg dient Elektroschrott beispielsweise in Afrika sogar dazu, den "Digital Gap" zu überbrücken.

    Laut der neuen Studie werden nur 9 Prozent aller Elektronikartikel, die nach Nigeria geschafft werden, dort endgelagert. Nigeria gilt als einer der größten Deponiebetreiber für Elektromüll aus Industrieländern. 91 Prozent aller Elektromüll-Ausfuhren nach Nigeria werden angeblich wiederverwertet. Dreimal so viel Müll wie nach Afrika südlich der Sahara wurde 2011 nach Begien verschifft, wo etwa die Materialen von Leiterplatten mit wesentlich effektiveren Mitteln als in Afrika extrahiert werden können.

    Abgesehen von Ausfuhren wird Recycling auch innerhalb der USA zu einem immer größeren Geschäftszweig. Wie die Studie feststellt, machte der Recyclingsektor des Landes 2011 einen Gesamtumsatz von 20,6 Milliarden Dollar. Neun Jahre zuvor, 2002, lag der Wert noch bei rund einer Milliarde Dollar.
    Quelle


    Geändert von delle59 (04.11.14 um 19:40 Uhr)
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    Traue keiner Statistik die du nicht selbst gefälscht hast... :thinking:

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    Uno-Bericht
    Elektronikschrott-Berge wachsen weltweit in den Himmel
    Innerhalb von nur fünf Jahren sei die Elektronikschrottmenge weltweit um ein Drittel gestiegen, schreibt die Uno. Vieles davon landet auf Müllhalden der Dritten Welt, doch dort und in Schwellenländern wird mittlerweile mehr E-Müll erzeugt als in den Industrienationen.



    Alte Kühlschränke, Fernseher, Handys, Computer, Displays, Spielzeug und viele andere Produkte mit Akkus und Elektronikbauteilen landen im Müll. 2017 könnte allein damit eine LKW-Flotte beladen werden, die drei Viertel des Äquators umrundet. Das geht aus einem Uno-Bericht hervor. Die "Solving the E-waste Problem"-Initiative (Step) berechnete, dass innerhalb von fünf Jahren die Menge des E-Mülls weltweit um 33 Prozent zunehmen wird. Weil schwer vorstellbar ist, wie viel der Müll wiegt, haben die Studienautoren einen Vergleich bemüht. 2017 werde ein E-Müllberg mit einem Gewicht von 200 Empire State Buildings oder elf großen Pyramiden von Gizeh anfallen.

    Dabei entstehen pro Land höchst unterschiedliche Mengen Elektromüll, wie eine Karte der Step-Initiative zeigt. Auf die Weltbevölkerung bezogen hat 2012 jeder Mensch 7 kg Elektromüll produziert. Betrachtet man einzelne Nationen, fällt das Ergebnis differenzierter aus. US-Amerikaner produzierten pro Person im Jahr 2012 29,8 kg Elektroschrott, während es bei den Chinesen nur 5,4 kg waren. Deutschland lag mit 23,2 kg im Mittelfeld.

    Doch was heute neu gekauft wird, kommt morgen auf den Müll, und deshalb ist es auch interessant zu sehen, welche Elektronikmengen in den einzelnen Ländern jetzt angeschafft wurden. Die US-Amerikaner kauften pro Person 31,71 kg Elektro- und Elektronikgeräte, während in China 8,17 kg angeschafft wurden.

    Mittlerweile wird jedoch mit 25,5 Millionen Tonnen mehr Elektronikschrott in Entwicklungs- und Schwellenländern produziert als in den USA, Japan und der EU zusammen (23,5 Millionen Tonnen), so der Uno-Bericht.

    Die Forscher fordern nun eine genauere Kennzeichnung von Exporten des Elektromülls. So ließe sich besser erkennen, wohin welche Mengen verschoben würden.

    Nach Schätzungen der umweltpolitischen Sprecherin der Grünen, Dorothea Steiner, aus dem Jahr 2012, werden 25 Prozent des Elektronikschrotts in der Europäischen Union gesondert eingesammelt. Der Weg der restlichen 75 Prozent ist unklar. Teile davon werden in die Länder des Südens exportiert und dort unter unvorstellbaren Bedingungen recycelt, um an wertvolle Metalle wie Kupfer zu kommen. An offenen Feuern werden auch von Kindern Computer und Handys ohne Atemschutz und Handschuhe auseinandergenommen.

    Doch es gibt auch Hoffnung: Gemeinsam mit Partnern aus der Industrie will das Öko-Institut neue Recyclingstrukturen in Ghana und Ägypten aufbauen und in Pilotprojekten erproben, wobei wertvolle Materialien wie Platin und Indium aus lokal anfallendem Schrott gesundheits-, umwelt- und sozialverträglich gewonnen werden sollen. Was lokal nicht verwertet werden kann, soll nach Europa zum Recycling gebracht werden.
    Quelle
    (Bild: Jung Yeon-Je/AFP/Getty Images) Verschrottete Handys in Südkorea

    Start für nachhaltiges Elektronikschrott-Recycling in Afrika


    Geändert von delle59 (04.11.14 um 19:42 Uhr)
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  14. #8
    Ritter des Abendlandes
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    Wenn icke sowat lese könnte ick geistig kotzen,scheiss Konsumgesellschaft.Lieber neu kaufen als reparieren.Wir wissen ja alle,dasdasextra so gemacht wird damit die scheiss Industriefirmen ihren Umsatz steigern können.Anstatt den Schrott umweltgerecht zu recyclen um die Rohstoffe z.B.seltene Erde wiederzugewinnen ,schicken die den Müll in Drittländer,weils billiger is .
    Kapitalismus "Ausbeutung des Menschen durch den Menschen" :middlefinger: :middlefinger:

  15. Bedankos salviner01, Struppi bedankte(n) sich für diesen Post
  16. #9
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    AW: Elektronikschrott-Berge wachsen weltweit in den Himmel


    Ausgemusterte Handys - ihr Materialwert dürfte mit dem zunehmenden Ausrangieren von Smartphones der ersten
    Generationen weiter ansteigen.(Foto: picture alliance / dpa)


    Zahl alter Handys in Deutschland steigt auf 100 Millionen

    Mobiltelefone lassen sich oft nur schwer reparieren und werden bewusst so hergestellt, dass sie nach wenigen Jahren nicht mehr funktionieren. Aktuell haben 84 Prozent der Bundesbürger mindestens ein unbenutztes Handy oder Smartphone zu Hause.

    Die Zahl der alten Mobiltelefone in Haushalten in Deutschland ist von 72 Millionen im Jahr 2010 auf rund 100 Millionen gestiegen. Das hat der IT-Branchenverband Bitkom auf Grundlage einer repräsentativen Befragung des Meinungsforschungsinstituts Aris errechnet. Befragt wurden 1.006 Personen ab 14 Jahren. Handys würden im Durchschnitt nach spätestens drei bis vier Jahren aussortiert.

    Aktuell haben 84 Prozent der Bundesbürger mindestens ein unbenutztes Handy oder Smartphone zu Hause (2014: 75 Prozent), das sind 59 Millionen Menschen, hat der Bitkom hochgerechnet. 29 Prozent der Befragten haben sogar zwei ungenutzte Mobiltelefone (2014: 24 Prozent). Sieben Prozent haben drei Altgeräte zu Hause (2014: 7 Prozent) und fünf Prozent vier oder mehr Geräte (2014: 9 Prozent).

    Fast die Hälfte der Befragten (47 Prozent) hat schon einmal ein Mobiltelefon entsorgt. Davon haben 46 Prozent das Gerät weiterverkauft, 30 Prozent haben es verschenkt und 23 Prozent haben es zu einer Sammelstelle für Elektronikmüll gebracht.

    Handys nur wenige Jahre nutzbar

    Die Deutsche Umwelthilfe hatte Smartphone-Hersteller kritisiert, weil sie die Geräte bewusst so herstellten, dass sie nach wenigen Jahren nicht mehr funktionierten. Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch sagte im Dezember 2013: "Handys werden etwa durch die kurze Lebensdauer des Akkus so konzipiert, dass sie nur wenige Jahre nutzbar sind." Dadurch nähmen Verbraucher Smartphones verstärkt als Wegwerfprodukt wahr. Bauteile in mobilen Geräten wie Tablet-PCs oder Smartphones werden verklebt, wodurch sich Akkus nicht austauschen lassen.

    Die Vorsitzende des deutschen Rates für nachhaltige Entwicklung, Marlehn Thieme, trat für eine Pfandpflicht für Mobiltelefone ein. Thieme sagte, es müsse dafür gesorgt werden, dass kleine Elektro- und Elektronikgeräte nicht wie bisher meist im normalen Müll landen - zum Beispiel, indem beim Kauf der Geräte ein Pfand erhoben werde, das beim Abgeben in Sammelzentren erstattet werde. Die Grünen hatten vorgeschlagen, durch ein Pfandsystem für Handys und Smartphones das Recycling zu verbessern.
    golem.de



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  17. Bedankos XXL, Cirurgicus, salviner01, Struppi bedankte(n) sich für diesen Post
  18. #10
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    Der meiste Elektroschrott kommt aus den USA und China


    UN-Studie: Der meiste Elektroschrott kommt aus den USA und China

    Im Jahr 2014 sind fast 42 Millionen Tonnen Elektroschrott angefallen, davon der größte Teil aus den USA und China. Auf Schrottmenge pro Einwohner umgerechnet liegen aber Länder wie Norwegen und die Schweiz an der Spitze.

    Fast ein Drittel des 2014 weltweit angefallenen Elektroschrotts stammen aus den USA und China. Insgesamt waren es laut einer aktuellen Studie der United Nations University 41,8 Millionen Tonnen Altelektronik. Davon stammten rund 7,9 Millionen Tonnen aus den USA und 6 Millionen Tonnen aus China. Nur rund 16 Prozent der Gesamtmenge wurden laut Studie den Recyclingprogrammen der jeweiligen Länder zugeführt.

    Die USA und China sind allerdings nur in absoluten Zahlen die Spitzenreiter in Sachen Elektroschrott. In der Schrottmenge pro Einwohner liegen offenbar europäische Länder vorn: Top Fünf sind hier Norwegen (28,3 Kilogramm/Einwohner), die Schweiz (26,3 kg/Einwohner), Island (26 kg/Einwohner), Dänemark und Großbritannien. Deutschland liegt auf Einwohner gesehen betrachtet dahinter – im Bereich zwischen 20 und 25 Kilogramm. Zum Vergleich: Für den afrikanischen Kontinent liegt die Menge pro Einwohner durchschnittlich bei 1,7 Kilogramm.

    In absoluten Zahlen ist Deutschland Nummer eins in Europa – mit 1,8 Millionen Tonnen Elektroschrott. Darauf folgen Großbritannien (1,5 Millionen Tonnen) und Frankreich (1,2 Millionen Tonnen). Insgesamt belief sich die Schrottmenge für Europa für 2014 (Russland mitgerechnet) auf 11,8 Millionen Tonnen.

    Rohstoffmine und Giftstoffhalde

    Den Löwenanteil des Schrottbergs machen kleinere Haushaltsgeräte wie Toaster, Mikrowellen und Staubsauger (12,8 Millionen Tonnen) aus sowie die größeren Kaliber wie Waschmaschinen und Geschirrspüler (11,8 Millionen Tonnen). Kühl- und Gefriergeräte kommen auf rund 7 Millionen Tonnen, Bildschirme und Fernseher auf 6 Millionen. Kleinere IT-Geräte wie PCs und Smartphones machen 3 Millionen Tonnen aus – rund 7 Prozent der Schrottmenge

    Dabei betonen die Autoren der Studie, dass es sich nicht nur um Müll, sondern auch um wertvolle Rohstoffe handelt: So seien es geschätzte 16,5 Millionen Tonnen an Eisen, 1,9 Millionen Tonnen Kupfer und rund 300 Tonnen Gold, ferner größere Mengen Silber, Aluminium und Palladium, die in den Altgeräten stecken. Den Wert veranschlagt die Studie auf rund 48 Milliarden Euro.

    Zugleich türmen sich natürlich auch Umweltgifte mit dem E-Schrott auf – etwa Bleiglas, Quecksilber, Cadmium und Chlorfluorkohlenwasserstoffe. Insgesamt gehen die Autoren der Studie von einer Zunahme des E-Schrotts aus. Der steigende Absatz von Elektrogeräten bei gleichzeitig verkürzter Lebenszeit der Produkte trage dazu wesentlich bei. Für das Jahr 2018 wird ein Anstieg der E-Schrottmenge um 21 Prozent auf 50 Millionen Tonnen prognostiziert.

    Quelle: heise.de

  19. Bedankos delle59, eddy-dien8, Struppi bedankte(n) sich für diesen Post
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