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    Wie die Nordsee eine neue Insel gebiert

    Naturphänomen in Schleswig-Holstein
    Wie die Nordsee eine neue Insel gebiert
    In der Nordsee spielt sich eine Inselgeburt wie aus dem Lehrbuch ab. Den Sandstreifen vor Schleswig Holsteins Küste gibt es zwar schon lange, aber in den letzten Jahren hat sich dort Erstaunliches ereignet.


    Norderoogsand – eine 14 Hektar große Düneninsel in der Nordsee.
    dpa / Christel Grave
    Vor fünf Jahren brüteten auf der Sandbank Norderoogsand nur einzelne Silbermöwen und Austernfischer. Der Streifen Sand, 25 Kilometer vor Schleswig-Holsteins Nordseeküste im Wattenmeer gelegen, ragte kaum aus dem Meer, bei Flut höchstens einen Meter.

    „Inzwischen sind dort Dünen von bis zu vier Metern Höhe entstanden. Neue Pflanzen haben sich angesiedelt, und im vergangenen Frühsommer brüteten dort 149 Paare Silbermöwen, 74 Heringsmöwen, je 4 Paare Austernfischer und Graugänse, je vier Mantelmöwen, Eiderenten und Sandregenpfeifer sowie ein Wanderfalken-Paar“, zählt Martin Stock vom Nationalpark Wattenmeer auf. Der promovierte Biologe hat das gesamte Gebiet kartiert. „Da ist eine richtige Düneninsel entstanden.“

    Wie die Insel entstanden ist
    Die Außensände sind große ebene Sandbänke vor der Küste. Norderoogsand kommt nicht aus dem Nichts: Bereits auf uralten Karten, die vor Jahrhunderten gezeichnet wurden, ist es eingetragen.

    Außensände wandern kontinuierlich landwärts. Selten wachsen sie in die Höhe, wie nun Norderoogsand. „Auf allen drei Außensänden unseres Nationalparks hat immer wieder das Gras Dünenquecke Fuß gefasst“, berichtet Stock. „Aber im Winter wurden die Pflanzen regelmäßig wieder weggespült. Auf Norderoogsand überdauerten die Gräser in den vergangenen Jahren aber den Winter – wodurch sich mehr Sand ablagerte und Lebensraum für Strandhafer schuf. Der Strandhafer durchwuchert den Sand kräftiger, stabilisiert so die Düne und lässt sie weiter wachsen.“ Bei seinem Besuch auf Norderoogsand vor fünf Jahren hat der Biologe nur fünf Pflanzenarten gezählt, im vergangenen Jahr waren es bereits 49 Arten.

    „Wir erleben auf Norderoogsand eine bilderbuchmäßige Inselgenese“, schwärmt Stock. „Diese Entwicklung ist noch nicht abgeschlossen. In den nächsten zehn bis 15 Jahren werden wir dort vermutlich ein größeres Dünenareal als jetzt vorfinden.“ Sterben die grünen Teile der nun vorhandenen Pflanzen im Herbst ab, bilden sich Humusstoffe, durch diese – und die Nährstoffe, die die Brutvögel eintragen – werden sich noch weitere Pflanzenarten ansiedeln können. So entsteht das nächste Stadium, die Graudünen.
    Die neue Insel liegt in der Kernzone des Nationalparks und darf nicht betreten werden. Nur wenige geführte und streng reglementierte Exkursionen werden an das Südende des Norderoogsandes angeboten.
    Quelle
    Geändert von delle59 (29.10.14 um 12:31 Uhr)
    Ich bin fest davon überzeugt, daß es für den Tonfilm einen Markt gibt.
    Thomas Alva Edison (1847 - 1931)
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