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    New York bereitet sich auf "Monstersturm" vor

    New York bereitet sich auf "Monstersturm" vor
    Es könnte ein Jahrhundertsturm werden, warnen Experten: Hurrikan „Sandy“ steuert auf die US-Ostküste zu. New Yorks Bürgermeister verhängt den Ausnahmezustand, die New Yorker Börse bleibt zu, der öffentliche Verkehr ist eingeschränkt, zahlreiche Flüge aus den und in die USA werden gestrichen.

    Nach seinem zerstörerischen Weg über die Karibik steuert Hurrikan „ Sandy“ die Ostküste der USA an. Dort bereitet man sich bereits auf das Schlimmste vor: In den Supermärkten werden unter anderem Wasser, Kerzen, Batterien und Taschenlampen knapp, weil sich die Bewohner auf einen tagelangen Stromausfall einstellen. Vielerorts sicherten Menschen ihre Häuser mit Brettern und Sandsäcken. Von North Carolina im Süden bis Connecticut im Norden wurde der Ausnahmezustand verhängt, auch die Hauptstadt Washington ist betroffen. Der New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg hat die Evakuierung niedrig liegender Stadtteile angeordnet, 375.000 Einwohner sollen demnach in Sicherheit gebracht werden. Zahlreiche Fluggesellschaften strichen tausende Flüge an die Ostküste, viele Verbindungen aus und nach Deutschland sind betroffen.

    Wetterexperten warnten vor einem möglichen Jahrhundertsturm: Dem zufolge könnte der befürchtete Megasturm in einem 1.300 Kilometer breiten Streifen von der Ostküste bis zu den Großen Seen Chaos anrichten. Bedroht sind 50 Millionen Menschen in dem dicht besiedelten Gebiet. New York könnte von einer 3,3 Meter hohen massiven Welle getroffen werden, die Teile Manhattans unter Wasser setzen würde. Bürgermeister Michael Bloomberg ordnete am Sonntag die Evakuierung niedrig liegender Stadtteile an. Wer sich nicht in Sicherheit bringe, gefährde nicht nur sein eigenes Leben, sondern auch das der Menschen, die dann zu Hilfe eilten, sagte Bloomberg. Der Gouverneur von New Jersey, Chris Christie, sagte: „Seid nicht dumm. Haut ab.“

    Die Folge: Am Montag ist das öffentliche Leben an der US-Ostküste weitgehend gelähmt. In New York, Philadelphia, Washington, Baltimore und Boston bleiben die Schulen geschlossen, Notunterkünfte wurden geöffnet. Die New Yorker U-Bahn stellte am Sonntag den Verkehr ein, normalerweise betriebsame Bahnhöfe wie die Central Station waren verwaist - normalerweise nutzen 8,5 Millionen Fahrgäste die öffentlichen Verkehrsmittel am Tag. Auch in Washington und Philadelphia war der U-Bahn-Verkehr stillgelegt. Die Eisenbahngesellschaft Amtrak stoppte den Passagierbetrieb im Nordosten der USA.

    Die New Yorker Börse Nasdaq bleibe am Montag geschlossen, berichtete die Nachrichtenagentur Reuters am Morgen. An allen Handelsplätzen des Unternehmens in den USA fielen die Geschäfte aus, teilte der transatlantische Börsenbetreiber Nasdaq OMX in der Nacht mit. Die Entscheidung sei in Absprache mit anderen Börsenbetreibern, der US-Regierung und den Aufsichtsbehörden gefallen. Möglicherweise bleibe der Handel auch am Dienstag geschlossen. Die Börsen des Unternehmens außerhalb der USA sollen wie geplant am Montag öffnen. Zuvor hatte bereits die New York Stock Exchange (Nyse) erklärt, wegen des Sturms nicht zu öffnen.
    In Atlantic City wurden die Casinos geschlossen, die Diplomaten bei der UN bekommen eine Zwangspause. Das Hauptquartier der Vereinten Nationen in New York hat alle Termine für Montag abgesagt.

    Flüge fallen aus

    Wegen „Sandy“ strichen die Airlines bis Montagmorgen über 7.000 Flüge, berichtet der Internetdienst Flightaware, viele böten ihren Kunden gebührenfreie Umbuchungen an. Ab Frankfurt fallen am Montag zehn Flüge nach New York, Boston und Washington aus, bundesweit annulliert die Lufthansa am Montag und Dienstag 15 Flüge, die von Frankfurt, München und Düsseldorf aus an die US-Ostküste gehen sollten. Am Montag will die Lufthansa außerdem über weitere Streichungen entscheiden. Air Berlin streicht Montag und Dienstag insgesamt zehn Flüge von Düsseldorf und Berlin nach New York und zurück.

    Die Schiffe der Navy, die im wichtigen Hafen Norfolk im Bundesstaat Virginia liegen, müssen verlegt werden. 61.000 Mitglieder der Nationalgarde waren in Katastrophen-Bereitschaft.

    Sturm beeinträchtigt Wahlkampf

    US-Präsident Barack Obama besuchte am Sonntag die Katastrophenschutzbehörde in Washington und informierte sich über den Stand der Vorbereitungen. Wahlkampfauftritte im Prince William County im US-Bundesstaat Virginia am Montag und einen Tag später in Colorado Springs (Colorado) sagte Obama ab. Dieser Schritt sei nötig, um den lokalen Behörden und Polizeikräften keine Kapazitäten zu nehmen. Obama muss damit zwar auf Kundgebungen in zwei Bundesstaaten verzichten, die wegen ihrer hohen Anzahl an Wechselwählern als besonders wichtig für die Wahl gelten. Allerdings vermeidet er damit auch Kritik, dass er seiner Wiederwahl eine höhere Bedeutung zukommen lässt als dem Schutz der Bevölkerung vor dem Sturm. Auch sein Herausforderer Mitt Romney sagte einen Auftritt in Virginia ab.

    Bisher fast 60 Tote

    „Wenn man Bäume hat, die noch Blätter tragen und dieser Wind und Regen darauf kommen, kippen diese Bäume um, und die Stromversorgung fällt aus“, warnte CNN-Meteorologe Rob Marciano. „Zudem gibt es eine verheerende Überschwemmung.“ Experten fürchten, dass sich der Schaden allein durch den Wind auf über drei Milliarden Dollar belaufen könnte, wenn passiert, was die Meteorologen prognostizieren: Demnach wird „Sandy“ am Montag irgendwo zwischen Washington und Boston auf Land treffen. Der Sturm könnte dann bis Dienstag mit Starkregen, Hochwasser, Schnee und heftigem Wind große Schäden zwischen Washington und Boston anrichten.

    Befürchtet wird, dass der Hurrikan im Nordosten der USA auf einen Wintersturm stößt, laut Wetterexperten „eine explosive Mischung“, die Überschwemmungen und in höheren Lagen Schneefall bringen könnte. Die Kombination könne zum schwersten Unwetter seit August 1991 führen. Damals führte Hurrikan „Bob“ an der Ostküste der USA von South Carolina im Süden bis Maine im Norden zu vier Todesopfern und hohen Sachschäden. Das Unwetter dürfte demnach bis hin nach Ohio - also weit ins US-Landesinnere hinein - zu spüren sein.

    In Delaware ordnete Gouverneur Jack Markell am Wochenende bereits die Evakuierung von Orten entlang der Küste und in überschwemmungsgefährdeten Gebieten an. „Bitte nehmen Sie diese Anweisung ernst. Sie wird helfen, Leben sowohl von Anwohnern als auch von Rettungskräften zu retten“, schrieb er auf dem Internet-Kurznachrichtendienst Twitter. In New Jersey wurde die Evakuierung der südlichen Küste angeordnet.

    Prognosen zufolge soll „Sandy“ am Montagabend an der Ostküste der USA auf Land treffen. Beim Zug des Hurrikans durch die Karibik waren mehr als 60 Menschen ums Leben gekommen.

    Quelle
    Geändert von salviner01 (27.11.14 um 13:23 Uhr)
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    Sandy wütet auf US-Festland

    Mit großer Wucht hat der Tropensturm die US-Ostküste erreicht. Er tötete mehrere Menschen und kappte für Millionen den Strom. Wegen Hochwassers löste ein AKW Alarm aus.


    Mit Windstärken von 130 Kilometern pro Stunde und starkem Regen hat der Wirbelsturm Sandy die US-Ostküste erreicht. Sein Zentrum traf am Montagabend (Ortszeit, gegen 01.00 Uhr MEZ) im Süden des Bundesstaats New Jersey in der Nähe von Atlantic City auf das Festland.

    Zwölf Menschen kamen in den Bundesstaaten New York, New Jersey, Maryland, Pennsylvania, West Virginia und North Carolina ums Leben. In der kanadischen Metropole Toronto starb nach Polizeiangaben eine Frau durch herumfliegende Gegenstände.

    Das Atomkraftwerk Oyster Creek im Bundesstaat New Jersey wurde wegen des bedrohlich ansteigenden Wasserspiegels in einen mittleren Alarmzustand versetzt. Eine Gefahr für die Sicherheit habe nicht bestanden, hieß es. Das Kraftwerk ist das älteste der USA. Es war wegen des herannahenden Unwetters zuvor abgeschaltet worden.
    Über sechs Millionen Menschen sind derzeit ohne Strom. Allein im New Yorker Stadtteil Manhattan fiel in 250.000 Haushalten die Elektrizität aus. Nach Angaben des Stromversorgers Consolidated Edison könnte es bis zu einer Woche dauern, bis alle Verbraucher wieder am Netz sind. Im New Yorker Universitätskrankenhaus Tisch mussten mehr als 200 Patienten in andere Kliniken verlegt werden, nachdem dort auch das Notstromaggregat ausgefallen war.

    In der Metropole überflutete das Wasser U-Bahn-Schächte und den Battery-Tunnel, Nordamerikas längsten Straßentunnel, der den Stadtteil Manhatten mit Brooklyn verbindet. Die Behörden evakuierten zudem die Umgebung der Baustelle eines 90-stöckigen Wolkenkratzers in der Nähe des Central Parks: Nachdem die Spitze eines riesigen Krans in dem starken Wind zusammenbrach, bestand die Gefahr, dass sein ganzer Ausleger abstürzen könnte.
    Das Nationale Hurrikan-Zentrum stufte Sandy zwar nunmehr als post-tropischen Wirbelsturm ein. Nach der Vereinigung mit einer Kaltfront verlor der Sturm seine tropischen Merkmale.

    Das machte ihn aber nicht weniger gefährlich: Seine Böen hatten immer noch Hurrikan-Stärke. Die Behörden wiesen mehr als eine Million Menschen an, küstennahe Gebiete zu verlassen.

    Vor der Küste von North Carolina sank infolge des Sturms der Dreimaster HMS Bounty. Während 14 der 16 Besatzungsmitglieder per Helikopter aus ihren Rettungsbooten geborgen werden konnten, kam für eine 42-jährige Frau, die am Abend von der Küstenwache leblos aus dem Atlantik gezogen wurde, jede Hilfe zu spät.
    Der 63-jährige Kapitän der 1962 für einen Filmdreh gebauten Bounty wurde weiter vermisst. Bei seinem Zug durch die Karibik hatte der Hurrikan in den vergangenen Tagen bereits 67 Menschen getötet.
    Die Regierungsbehörden in Washington werden wegen des Unwetters den zweiten Tag in Folge geschlossen bleiben. Auch der Handel an der Wall Street in New York wurde erneut abgesagt. Der öffentliche Nahverkehr kam im Nordosten der USA praktisch zum Erliegen, außerdem wurden fast 15.000 Flüge gestrichen.

    Obama schwört Bevölkerung auf "schwierigen Sturm" ein

    Präsident Barack Obama hatte wegen des Sturmes Wahlkampf-Termine in Florida und Wisconsin abgesagt, um sich dem Krisenmanagement zu widmen. In einer Ansprache stellte er die Bewohner des Katastrophengebietes auf tagelangen Stromausfall ein. Zwar stünden Lebensmittel, Wasser und Notstromaggregate bereit, sagte er. Doch er warnte: "Das wird ein schwieriger Sturm werden." Obamas Herausforderer Mitt Romney sagte ebenfalls Auftritte ab. Es sei nun Zeit, "für die Nation und ihre Anführer zusammenzurücken", sagte er.

    Der durch den Sturm betroffene Küstenstreifen von Maine bis nach South Carolina ist mehr als 1.100 Kilometer lang. Hunderttausende Menschen waren seit dem Wochenende angewiesen, sich in Sicherheit zu bringen.
    Quelle

    Entstehung

    Hurrikans, Taifune und Zyklone sind tropische Wirbelstürme, deren herausragendes Merkmal ist, dass sie ihre Energie aus dem tropisch warmen Meer beziehen. Bei Wassertemperaturen der oberen 50 Meter von mehr als 26,5 Grad Celsius verdunstet langsam viel Feuchtigkeit, die beim Aufstieg in der Atmosphäre wieder kondensiert und ihre Wärmeenergie schnell an die Luftmassen abgibt – und den Sturm antreibt.

    Taifune

    Im Atlantik, Nord- und Südpazifik werden tropische Wirbelstürme als Hurrikane bezeichnet, im asiatischen Raum heißen sie Taifune.

    Hurrikans und Taifune sind großräumige Gebilde, deren imposante Wolkenwirbel vielfach einen Durchmesser von 200 Kilometern erreichen und von der Erddrehung in Rotation versetzt werden.

    Verliert ein Hurrikan oder Taifun den Kontakt zum Meer – "geht also an Land" – verliert er seinen Energienachschub und schwächt sich ab.

    Ein tropischer Sturm wird definitionsgemäß erst dann zum Hurrikan oder Taifun, wenn er Windstärke 12 oder mehr (118 km/h) erreicht.


    Zyklone

    Zyklon ist die Bezeichnung für tropische Wirbelstürme im Golf von Bengalen und im indischen Ozean. Derartige Stürme können mehrere Meter hohe Wellen aufwirbeln, die schließlich im Bereich von Bangladesch, Myanmar oder Indien auf Land treffen. Damit führen die Zyklone zu großen Verwüstungen, weil sie meist in besonders flachen Regionen aufs Land treffen. Das kann zu Überschwemmungen bis im Landesinneren führen, da die flachen Übergänge vom Flussdelta ins Meer kaum Schutz für die Menschen und die Gebäude bieten.


    Tornados

    Tornados sind dagegen viel kleiner und zeichnen sich durch ihre Spiralform aus. Sie entstehen über dem Festland – vor allem in den USA – wenn unter einer Gewitterwolke Warmluft aufsteigt und sich der Wind dann zu einem Strudel formt. Unterhalb der Wolke wird das als Schlauch sichtbar.

    Tornados können Geschwindigkeiten von bis zu 500 Kilometer pro Stunde erreichen. Der Sog des Tornados fegt alles in die Luft, was der Windspirale in die Quere kommt.


    Geändert von salviner01 (27.11.14 um 13:29 Uhr)
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    Hurrikan «Sandy» hinterlässt Tod und Chaos

    Einen Tag nach seinem Eintreffen an der Ostküste der USA hat Hurrikan «Sandy» ein Chaos von historischem Ausmass hinterlassen. Der Schaden könnte sich auf bis zu 50 Milliarden Dollar belaufen.

    Mindestens 50 Personen kamen nach Behördenangaben ums Leben, mehr als 8,2 Millionen Menschen waren ohne Strom, Fluggesellschaften mussten über 18 000 Flüge streichen. Vielerorts war das tatsächliche Ausmass der Zerstörung noch immer ungewiss, Experten schätzen den wirtschaftlichen Gesamtschaden auf bis zu 50 Milliarden Dollar.

    Besonders hart hat es die Millionen-Metropole New York getroffen. Vor allem der Süden Manhattans bot ein Bild der Verwüstungen. Bis zu vier Meter hohe Wellen schlugen auf die Küste, tiefer liegende Strassen und U-Bahn-Tunnel wurden unter Wasser gesetzt. Ein Grossbrand zerstörte in einem überschwemmten Bezirk des Stadtteils Queen bis zu hundert Häuser.

    Es könnte bis zu drei Tage dauern, bis die Stromversorgung wieder hergestellt sei. Präsident Barack Obama rief für New York und Long Island den Notstand aus. Die Wall Street blieb den zweiten Tag in Folge geschlossen, wollte aber am Mittwoch wieder den Handel aufnehmen.

    Bürgermeister Michael Bloomberg setzte die Zahl der Todesfälle in seiner Stadt auf 18 herauf. Zwei der Opfer ertranken in ihrem Zuhause, ein Mensch wurde in seinem Bett erschlagen, als einem Baum auf seine Wohnung fiel. Eine 23-Jährige erlag einem Stromschlag, als sie in eine Pfütze nahe einem herabgestürzten Starkstromkabel trat. «Dieses war ein verheerender Sturm, vielleicht der schlimmste den wir je erlebt haben», sagte Bloomberg. «Die Natur ist verdammt viel Mächtiger als wir es sind», sagte er.

    Flughäfen in New York öffnen wieder

    Entwarnung kam derweil vom grössten New Yorker Flughafen. Der Flugbetrieb auf dem John F. Kennedy Airport soll am Mittwoch eingeschränkt wieder aufgenommen werden. Auch am Newark International Airport in New Jersey sollen um 7 Uhr (Ortszeit) wieder Maschinen starten, wie die beiden Flughafenbehörden in der Nacht mitteilten. Der zweite New Yorker Flughafen LaGuardia bleibt weiterhin geschlossen.

    Präsident Obama warnte angesichts des Abflauens von «Sandy» vor Sorglosigkeit: «Der Sturm ist noch nicht vorbei», sagte er bei einem Besuch in der Zentrale des Roten Kreuzes in Washington. Eine Woche vor der Wahl sagte Obama vorerst alle weiteren Wahlkampfauftritte ab.

    In New Jersey, wo der Sturm am Montagabend (Ortszeit) auf Land getroffen war, versuchten Einsatzkräfte Hunderte Menschen zu retten, nachdem dort eine Sturmflut zwei Städte unter Wasser gesetzt hatte. «Das Ausmass der Zerstörung an der Küste von New Jersey gehört zum schlimmsten, was wir jemals gesehen haben», sagte der Gouverneur Chris Christie. Obama will am Mittwoch nach New Jersey reisen, um sich gemeinsam mit Christie ein Bild vom Ausmass der Zerstörung zu machen.

    Auf seinem Weg über Pennsylvania und den Westen des Staates New York, den er am Mittwochmorgen erreichen sollte, schwächte sich «Sandy» ab, dürfte aber nach Ansicht von Meteorologen weitere Überschwemmungen und heftigen Regen verursachen.

    Schäden von bis zu 50 Milliarden

    Der Informationsdienst IHS Global Insight rechnet im Nordosten der USA mit einem wirtschaftlichen Gesamtschaden von bis zu 50 Milliarden Dollar durch «Sandy». Die direkten Schäden könnten sich auf rund 20 Milliarden Dollar belaufen, sowie Gewinneinbussen auf bis zu 30 Milliarden Dollar. Nach Auffassung von Ökonomen dürfte der Sturm der Volkswirtschaft der USA langfristig allerdings keinen weiteren Schaden zufügen.

    Quelle


    "New York ist morgen wieder im Geschäft"
    Wahlkampfpause wegen "Sandy" geht zu Ende


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    Nach "Sandy" und Kritik
    New-York-Marathon abgesagt
    Nach Hurrikan "Sandy" und tagelangen Diskussionen wird der New-York-Marathon abgesagt. "Wir wollen nicht, dass das Rennen und seine Teilnehmer von irgendetwas überschattet werden", sagte Bürgermeister Michael Bloomberg.


    Hier läuft nichts mehr: Der New-York-Marathon 2012 fällt aus. Foto: dpa
    Am Ende waren die Sturmschäden und der öffentliche Druck doch zu groß. In den Tagen nach dem Hurrikan „Sandy“ hatten die Organisatoren des New York Marathons und Bürgermeister Michael R. Bloomberg an dem Rennen festhalten wollen, am Freitag mussten sie sich doch beugen. Bloomberg gab bekannt, dass der traditionelle Massenlauf am kommenden Sonntag abgesagt wird. Angesichts des enormen logistischen Aufwands und der immer noch schwer beeinträchtigten Infrastruktur der Millionenmetropole kommt die Absage nicht überraschend. „Die Austragung des Rennens würde keine Ressourcen vom Wiederaufbau abziehen“, teilte Bloomberg mit. „Es ist aber deutlich geworden, dass der Marathon zu Kontroversen und Spaltungen geführt hat.

    Wir wollen nicht, dass das Rennen und seine Teilnehmer von irgendetwas überschattet werden, deswegen haben wir uns für die Absage entschieden.“ Bloomberg sagte weiterhin, der Streit über eine Sportveranstaltung dürfe nicht von den wichtigen Aufräumarbeiten in der Stadt ablenken.

    Bloomberg hatte auch deshalb mit der Absage so lange gezögert, weil der Marathon für New York seit seiner ersten Austragung 1970 ein wichtiger wirtschaftlicher Faktor ist. Schätzungsweise 340 Millionen Dollar Umsatz beschert er der Stadt. „Es ist eine großartige Veranstaltung für New York“, hatte Bloomberg immer wieder betont. „Und für diejenigen, die wir verloren haben, müssen wir glauben, dass sie ebenfalls wollten, dass die Wirtschaft und die Stadt weitermachen.“ Mary Wittenberg, Vorsitzende des offiziellen Marathonveranstalters New York Road Runners (NYRR), hatte ähnlich argumentiert. „Es geht hier nicht ums Laufen, es geht darum, der Stadt zu helfen“, sagte sie. „Wir widmen das Rennen denjenigen, die wir verloren haben. Und wir helfen der Stadt, sich zu erholen.“ Die Veranstalter hatten versprochen, eine Million Dollar für den Wiederaufbau zu spenden. Zudem wurden bereits 1,5 Millionen Dollar von Sponsoren des Marathons zu diesem Zweck zur Verfügung gestellt.

    Trotzdem war die Kritik in den vergangenen Tagen gewachsen. Der Veranstalter nutze Ressourcen, die eigentlich für den Wiederaufbau nötig seien, hieß es. Besonders Einsatzkräfte der Polizei und Feuerwehr sollten sich auf die vom Sturm betroffenen Gebiete konzentrieren. Viele New Yorker erinnerten sich an den Marathon im Herbst 2001, nur wenige Wochen nach den Anschlägen vom 11. September. Auch damals war die Veranstaltung auf Kritik gestoßen. Die „New York Post“ hatte die Kritik am Freitag weiter angestachelt. Die Zeitung veröffentlichte Bilder von Stromgeneratoren, die im Central Park wegen des Marathons eingesetzt wurden. Daraufhin wurden eigens Wachleute vor den drei Dieselgeneratoren postiert.

    Die Generatoren sollen genug Energie erzeugen, um 400 Häuser in den betroffenen Gebieten wie Staten Island, den Rockaways oder Downtown Manhattan zu versorgen. Überraschend stellt sich auch das Magazin „Businessweek“, das New Yorks Bürgermeister Bloomberg gehört, gegen den Marathon. Wie nach 9/11 würde auch dieses Jahr die Stadt zu früh versuchen, wieder zur Normalität zurückzukehren. Die logistischen Herausforderungen wären ohnehin kaum zu bewältigen gewesen. Besonders der Transport stellt in New York immer noch ein gigantisches Problem dar. Viele U-Bahnen fahren noch nicht, Busse können nicht alle Stadtteile erreichen. Der Veranstalter NYRR hatte sich seit Tagen bemüht, die Situation in den Griff zu bekommen und auf den Einsatz von Shuttlebussen gebaut. Auch Hotels hatten große Schwierigkeiten gehabt, unvorhergesehene Absagen und Anfragen zur Verlängerung des Aufenthaltes zu berücksichtigen. Zudem sind auch viele vom Sturm betroffene New Yorker auf Hotelunterkünfte angewiesen. Einige Hotels sind selbst von den Folgen des Hurrikans betroffen und haben keine Strom- oder Telefonverbindung. Mit ungefähr 45.000 Läufern wäre das Teilnehmerfeld in diesem Jahr ohnehin deutlich kleiner ausgefallen als in der Vergangenheit. Die offizielle Eröffnungsfeier am Freitag sowie eine für Samstag geplante Veranstaltung waren schon vor der gestrigen Entscheidung abgesagt worden.

    Auf die Veranstalter könnten nun Klagen zukommen: Viele Marathonläufer sind aus der ganzen Welt angereist und könnten auf eine finanzielle Kompensation für ihre Ausgaben pochen.
    Quelle

    New Yorks Ratten freuen sich über Folgen der Überschwemmungen
    Kältewelle bedroht Menschen an US-Ostküste
    Nach „Sandy“ werden Benzin und Heizöl knapp
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    Hilfspaket bewilligt
    "Sandy"-Opfer erhalten über 50 Milliarden Dollar

    US-Präsident Barack Obama hatte den Opfern des Wirbelsturms "Sandy" schnelle Hilfe versprochen - nun ist der Weg für Gelder in Höhe von über 50 Milliarden Dollar so gut wie frei. Das Repräsentenhaus hat dem Hilfspaket gegen den Widerstand einiger Republikaner zugestimmt.


    Washington - Das US-Repräsentantenhaus hat am Dienstagabend 50,7 Milliarden Dollar (38 Milliarden Euro) Hilfsgelder für die Opfer von Hurrikan "Sandy" bewilligt. 241 Abgeordnete stimmten für, 180 gegen das Hilfspaket.

    "Sandy" hatte Ende Oktober die Ostküste kurz vor der Präsidentschaftswahl getroffen, mehr als 100 Menschen getötet und Tausende Häuser zerstört. Besonders betroffen waren die Bundesstaaten New York und New Jersey. Im vergangenen Monat waren bereits rund 9,7 Milliarden Dollar (7,3 Milliarden Euro) Hilfsgelder bewilligt worden.

    Zu dem neuen Paket zählen 17 Milliarden Dollar Soforthilfen, beispielsweise für Notunterkünfte, und 33,7 Milliarden Dollar für langfristige Maßnahmen wie den Straßenbau.

    Einige Republikaner hatten besonders diesen zweiten Teil kritisiert, weil damit Projekte unterstützt würden, die kaum etwas mit den Sturmschäden zu tun hätten. Nun soll voraussichtlich in der kommenden Woche der Senat dem Gesetz zustimmen. Dort haben die Demokraten eine Mehrheit.

    Quelle


    Industrielle Erholung nach Hurricane "Sandy"
    Kleine- und mittelständische Unternehmen warten noch auf finanzielle Unterstützung aus Washington.
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    Hurrikan «Sandy» gibt Rätsel auf

    Das vergangene Jahr war durch eine leicht überdurchschnittliche Häufung von Naturkatastrophen geprägt. Schwacher Trost ist, dass Hurrikan «Sandy» noch viel schlimmer hätte ausarten können.


    Auf den ersten Blick geht 2012 für die Erst- und Rückversicherer als Zeitabschnitt in die Annalen ein, der hinsichtlich Naturkatastrophen die Rückkehr zur Normalität mit sich brachte. Nach Schätzungen der Swiss Re, die in einer Sigma-Studie aufbereitet worden sind, reduzierte sich der versicherte Schaden auf 77 Mrd. $. Im Jahr zuvor, als Neuseeland und Japan durch schlimme Erdbeben und dann einen Tsunami getroffen wurden, hatten Versicherer – bei Gesamtschäden von total rund 400 Mrd. $ – den Betrag von 126 Mrd. $ schultern müssen. Ins Auge sticht diesmal die hohe Schaden-Konzentration in den Vereinigten Staaten, doch ist dort die Versicherungsdichte auch gross.

    Steigender Meeresspiegel

    Der mit Abstand grösste Einzelschaden wurde im vergangenen Oktober durch Hurrikan «Sandy» verursacht. Wird die staatliche Versicherungsdeckung in Form des «National Flood Insurance Program» (gegen 10 Mrd. $) eingerechnet, war der Schaden von total ungefähr 70 Mrd. $ ziemlich genau zur Hälfte durch Versicherer gedeckt. «Sandy», nach Hurrikan «Katrina» (2005) der teuerste Sturm aller Zeiten, gibt auch im Nachhinein einige Rätsel auf. Nicht nur die von den Swiss-Re-Experten als «kolossal» bezeichnete räumliche Ausdehnung des Sturms zwingt zur Überprüfung von Risikomodellen, sondern auch die an einigen Teilen der US-Küste durch «Sandy» ausgelöste Sturmflut. Glück im Unglück war weiter, dass dieser Sturm nicht sonderlich hohe Geschwindigkeiten erreichte, nachdem er an Land auf dichtbesiedelte Gebiete getroffen war. Aber was wäre passiert, wenn «Sandy» mit Böen in der Spitze von über 200 km/h über die US-Ostküste gebraust wäre?

    Gerade im Zusammenhang mit Hurrikanschäden schenken die Rückversicherer der Tatsache, dass der Meeresspiegel steigt, ein besonderes Augenmerk. Die Swiss Re leitet aus dem in ihrem Haus entwickelten Sturmflut-Modell her, dass sich extreme Flutschäden bis 2050 unter der Annahme eines um 25 cm gestiegenen Meeresspiegels glatt verdoppeln könnten; da sich dieser an der New Yorker Küste innerhalb von hundert Jahren im Schnitt um 3 mm per annum erhöhte, ist die Zahl 25 cm alles andere aus der Luft gegriffen. Einkalkuliert werden müssen im Weiteren Folgeschäden aus Sturmfluten, wie etwa Stromausfälle; «Sandy» bot dazu unfreiwillig teuren Anschauungsunterricht. Für die Swiss Re ist klar: Sturmfluten werden in Zukunft vermehrt auftreten.

    Den Rahmen nicht gesprengt

    Wird das Jahr 2012 in einen historischen Kontext gesetzt, war die Schadenfrequenz trotz «Sandy» und einer Häufung von Tornados in Amerika nicht alarmierend hoch, dürfte aber doch da oder dort Sorgenfalten hinterlassen. Preisbereinigt betrugen die Schäden 71 Mrd. $; im Zehn-Jahre-Durchschnitt wurden 48 Mrd. $ ermittelt. Dadurch wurden 4,3% der vereinnahmten Prämien durch Naturkatastrophen-Schäden absorbiert, gegenüber 3,2% im zehnjährigen Mittel.

    Abgesehen von der Dürre im «Corn Belt» der USA ist vor allem an einen Versicherungsschaden von 1,6 Mrd. $ in Italien zu erinnern, den höchsten, der in der Apenninenrepublik je ermittelt wurde. Swiss Re weist darauf hin, dass in Italien gewerblich genutzte Immobilien recht gut versichert sind (rund 40%), wogegen die privaten Haushalte (0,4%) entweder diese Art von Naturgefahr vernachlässigen oder dann auf die gütige Hilfe des Staats hoffen. Der grösste, von Menschenhand verursachte Schaden traf 2012 im Übrigen auch Italien. Der Untergang des Kreuzfahrtschiffs «Costa Concordia» in der Nähe der toskanischen Insel Giglio forderte nach letzten Erkenntnissen 32 Menschenleben und bescherte den Versicherern einen Schaden von 515 Mio. $.

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