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    Wetter / Weltklima / Wetterphänomene / Rekorde

    2014 ist das Jahr der Wärmerekorde

    Seit dem Jahr 1880 notiert eine Behörde in den USA das Weltklima. Nach Mai, Juni und August war nun auch dieser September der wärmste seit Beginn der Aufzeichnungen. 2015 könnte noch heißer werden.


    Barfuß im Herbst: Der September 2014 war der wärmste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen

    Seit 134 Jahren notiert eine Behörde in den USA die Wetterdaten der Erde. Wann war es besonders kalt, wann besonders warm? Von Zeit zu Zeit meldet sie Rekorde. Nun hat sie den vierten in einem Jahr verkündet.

    "Wärmster Monat seit Beginn der Aufzeichnungen": Das waren in diesem Jahr schon der Mai, der Juni, der August – jetzt kommt der September hinzu. Das Jahr 2014 könnte das wärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen werden. Auch der Oktober war, in Deutschland zumindest, lange angenehm mild.

    Rekordwärme von Deutschland bis Australien

    National Oceanic and Atmospheric Administration NOAA, heißt die Klimabehörde der USA, von der die Daten stammen. Für den September schreibt die NOAA: Die Durchschnittstemperatur der Erd- und Meeresoberflächen habe bei 15,72 Grad Celsius gelegen und damit 0,72 Grad höher als im langfristigen Mittel für den Monat. Wenn die Oberflächentemperatur für den Rest des Jahres weiterhin derart erhöht bleibe, werde das Jahr 2014 insgesamt einen Wärmerekord verzeichnen.


    Vor allem in vielen Ländern Europas, darunter auch Deutschland, sowie in Australien war dieser September außergewöhnlich warm. In Deutschland lag die Durchschnittstemperatur um 1,4 Grad höher als im Mittel der Jahre 1981 bis 2010. Der letzte September mit Wärmerekord liegt für die nördliche Hemisphäre neun Jahre zurück, in der südlichen sogar schon 17 Jahre.
    Betrachtet man die Oberflächentemperatur der Ozeane, die sich weniger stark ändert als die der Kontinente, war der September sogar der wärmste aller jemals gemessenen Monate. Er übertraf den August dieses Jahres, der diesen Rekord zuvor verzeichnet hatte. "Das ist das dritte Mal in diesem Jahr, dass dieser monatliche Allzeit-Temperaturrekord gebrochen wurde", schreibt die NOAA.

    El Niño kann das Jahresende noch wärmer machen

    In den ersten neun Monaten 2014 wurde eine Durchschnittstemperatur von 14,7 Grad Celsius erreicht. Damit knüpft 2014 an das bisherige Rekordjahr 1998 an, in dem dieselbe Temperatur in den ersten neun Monaten registriert wurde. Dass dieser Rekord fallen und 2014 insgesamt wärmer werden wird, davon geht die Klimawissenschaftlerin Jessica Blunden von der NOAA aus.
    Zu den Gründen zählt sie El Niño, eine Strömung, die den tropischen Pazifik erwärmt, was Einfluss auf das Wetter weltweit hat. 1998 begann das Jahr wegen El Niño sehr warm, dann verschwand die Strömung und die Temperaturen sanken bis Ende des Jahres leicht. In diesem Jahr gibt es derzeit keinen El Niño, aber die Wahrscheinlichkeit, dass noch einer auftauchen wird, ist den Vorhersagen zufolge hoch. Dann werde das Wetter wärmer als normal, sagte Blunden.
    Die Rekorde werden seit 1880 aufgezeichnet. Sie wurden 1995, 1997, 1998, 2005 und 2010 gebrochen. Klimaexperte Donald Wuebbles von der Universität von Illinois sagte, dies sei einer der Haupthinweise darauf, dass der Klimawandel nicht gestoppt sei und er eines der größten Probleme sei, denen sich die Menschheit gegenübersehe.

    In Russland und Zentralafrika blieb es eher kühl

    Während es in einigen Teilen der USA, in Russland und in Zentralafrika im September relativ kühl war, war es auch in Nordwestafrika und Teilen Asiens sowie in der Mitte Südamerikas wärmer als sonst. Der Direktor der privaten Firma Weather Underground, Jeff Masters, sagte, ein Rekord 2014 wäre wahrscheinlich nicht der letzte.
    Falls es 2015 eine El-Niño-Strömung gäbe, könnte das kommende Jahr noch wärmer als das derzeitige werden. Mit Hitzewellen und Dürreperioden, die alles andere als angenehm sein werden.
    AP/dpa/who
    Quelle
    Von mir aus kann der ganze Winter so warm sein wie es der September war
    Geändert von salviner01 (23.10.14 um 23:46 Uhr)
    Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu lassen und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas ändert.
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    AW: Wetter

    Ich finde das passt sehr gut in salviners Wetterbericht, hängt nun mal alles zusammen.

    Erst verschwindet das Wasser, dann der Mensch

    Der Aralsee war einmal das viertgrößte Binnengewässer der Welt. Doch seit Jahren ist er durch Überdüngung und Wassermangel von der Versteppung bedroht. Eine Gefahr für ganz Zentralasien.

    Auch wir spüren es, in Mitteleuropa. Die Winde, die uns im Sommer durch die Schneise südlich vom Ural die Luft aus Sibirien und Kasachstan nach Europa tragen, sind in den letzten Jahren ein wenig heißer geworden. Und im Winter kam das kalte Wetter aus dem Osten in letzter Zeit noch etwas eisiger an. Früher, da gab es noch einen Dämpfer, der die Schwankungen nach oben und unten wenigstens ein bisschen abmilderte, zwischendurch einen Hauch von Meeresklima verlieh. Minimal nur, denn er war dreieinhalbtausend Kilometer entfernt, in der Steppe. Jetzt aber ist der Dämpfer kaputt.

    Der Aralsee ist so gut wie ausgetrocknet, kann die Lufttemperaturen über ihm nicht mehr abmildern. In einem guten Jahrhundert schaffte man es, durch ökologische Freveltaten, schließlich größenwahnsinnige Projekte, den einstmals viertgrößten See der Welt fast komplett zu entwässern.

    Von knapp 70.000 Quadratkilometern, eine Ausdehnung wie Bayern, waren diesen Spätsommer vielleicht noch 5000 übrig. Jetzt hat der Präsident Usbekistans einen Hilferuf an die Welt abgesetzt. Alleine, so klagt Islam Karimov, könnten die Anrainerstaaten des früheren Sees den Schaden nicht reparieren. Aber ist er überhaupt reparabel? Und wollen Usbekistan und seine Nachbarn selbst das Nötige dafür tun?

    Mit Salz gesättigter Boden

    Dass sich bei uns die Temperaturen ab und zu um Bruchteile von Celsiusgraden ändern, ist bei all dem noch das geringste Problem. Erst verschwindet das Wasser, dann die Menschen. Die Bewohner der Aral-Region haben nichts mehr zu tun und wandern ab, sterben aus. Fischerdörfer, aus deren Häfen in den 60er- und 70er-Jahren die Fangflotten ablegten, oder mondäne Badeorte, in denen man damals am Seeufer flanierte – sie liegen heute zwischen 100 und 150 Kilometer von den Küsten entfernt, die kaum noch mehr als einen Tümpel umfrieden.

    Der frühere Seegrund ist gesättigt mit Salz, Pestiziden aus der Landwirtschaft und anderen chemischen Rückständen, für Ackerbau oder Viehzucht indiskutabel. Das Mondäne und Florierende von früher ist dem Verfall ausgeliefert. Das Elend der südlichen Nachfolgestaaten der Sowjetunion – kaum irgendwoanders ist es so greifbar wie rund um den See: Die Lebenserwartung ist halb so hoch wie in Russland, die Kindersterblichkeit liegt auf dem Niveau von Simbabwe und anderen Staaten am Ende der Skala.


    Ursprünglich hatte der Aralsee eine Größe von knapp 70.000 Quadratkilometern.
    Er war damit der viertgrößte Binnensee der Erde
    .. Foto: Infografik Die Welt

    Schon immer war der Aral einem Kommen und Gehen des Wassers ausgesetzt. Bei einem so flachen See – in den besten Zeiten war er 20 bis 25 Meter tief – können solche Schwankungen die Küstenlinie schnell um Dutzende Kilometer verschieben. In der Geschichte trägt der See deshalb Züge einer Fata Morgana.

    Keiner der frühen Wanderer aus Europa nach Fernost, die durch die Region zogen, weder Plano Carpini 1245, noch Wilhelm von Rubruck 1252 oder Marco Polo 1271 erwähnten den See. Auf den Landkarten des Abendlandes tauchte er erst im 17. Jahrhundert auf. Der arabische Geograf Al-Masudi dagegen hatte ihn schon im Jahr 954 vermessen: Von seiner Nord- zur Südspitze gehe man 30 Tage lang zu Fuß, notierte er.

    Arbeiter kamen im Zweiten Weltkrieg mit den Baggern

    Die Russen kamen im 19. Jahrhundert in die Region, bauten Festungswerke, um ihre Expansion nach Süden fortzusetzen, und begannen auch gleich, in großen Dimensionen zu denken. Durch Umleitung von Flüssen, etwa des Amudarja, dem südlichen Zufluss zum Aralsee, ins Kaspische Meer, wollte Zar Peter der Große einen Schifffahrtsweg von Zentralasien ins europäische Russland anzulegen.

    Élisée Reclus, französischer Geograf, Anarchist und früher Ökologe, berechnete 1881, dass eine solche Umleitung den Aralsee jährlich 50 Milliarden Kubikmeter kosten würde. "In zehn oder zwölf Jahren besäße er nur noch die Hälfte seines derzeitigen Volumens", schrieb Reclus, "und in 24 Jahren würde lediglich in fünf Vertiefungen noch Wasser bleiben". So sieht es heute dort aus.

    Der Plan blieb damals Makulatur, doch wenig später leitete man Unmengen von Wasser aus den Zuflüssen des Sees in die schnell expandierenden Baumwollkulturen. Die Plantagenkultur erweiterte sich damals explosionsartig. In den drei Jahrzehnten vor dem ersten Weltkrieg verzwanzigfachte sich ihre Fläche, auf bereits nahezu eine Million Hektar.

    Entsprechend hoch war der Bedarf an Frischwasser. Es war, wenn auch mit anderen Absichten, der Anfang der Umsetzung von Reclus' Szenario. Richtig realistisch wurde dieses nach dem zweiten Weltkrieg, als Sowjetchef Josef Stalin mit Zwangsarbeitern, Kriegsgefangenen und großen Baggern begann, den Ostteil seines Reiches umzuformen.




    Weil der Wasserstand des Aralsees immer weiter zurück geht, liegt dieses Schiff auf dem Trockenen.
    Foto: Getty Images/Flickr Open



    Größenwahnsinnige Pläne zur Begrünung

    Stalin war zwar schon tot, als er 1954 begonnen wurde, aber er hatte den Bau des Karakum-Kanals noch angeordnet. 1967, unter seinem zweiten Nachfolger Breschnew, wurde er eingeweiht, und seither entnimmt er dem Amudarja die Hälfte die Wassermenge, die der Fluss bis dahin durch sein Delta in den See strömen ließ. Der alte Zaren-Plan, leicht abgewandelt.

    Die ökologische Katastrophe nahm ihren Lauf. Die Fischer mussten nicht nur immer weiter zum See gehen, das Wasser wurde auch so flach, dass er irgendwann nicht mehr schiffbar war. Schließlich kamen ihnen auch noch die Fische abhanden, weil der einstige Süßwassersee weit über Ozeanniveau versalzte, so dass nicht einmal mehr Meeresfische ausgesetzt werden konnten. Ganz abgesehen davon, dass jetzt auch noch das Wasser fehlt.

    Immer wieder kam in der Sowjetunion damals die Idee auf, die großen Planungsfehler durch noch größere Fehler auszubügeln. Die gewaltigen Flüsse, die durch die sibirische Tudra und Taiga nach Norden in die Arktische See fließen, sollten nach Süden umgeleitet werden, um die Trockengebiete dort ergrünen zu lassen – mit unabsehbaren Folgen für die Ökologie und das Wetter. Die UdSSR war zu schwach, die Vorhaben anzupacken.

    Hilferufe verhallen

    Inzwischen hat sich der See geteilt, in den vergangenen Jahren waren es noch drei Becken, in diesem Sommer nur noch zwei. Das nördliche davon, heute "der kleine Aral" mit seinen Ufern auf kasachischem Gebiet, gibt derzeit sogar wieder ein wenig Hoffnung – allerdings vorerst nur für Kasachstan. Mit Hilfe der Weltbank errichtete das Land einen Damm, der nun die Teilung der beiden Becken zementiert, und das Wasser, das aus dem nördlichen Zufluss, dem Syrdarja, herein fließt, nun komplett dem südlichen Becken vorenthält. Der Tümpel auf usbekischem Gebiet geht leer aus.

    Hier und da öffnen die Kasachen die Schleusen im Damm – aber nur um das überschüssige Salz und auch giftige Chemikalien ins Nachbarland abzulassen.

    Im Norden steigt der Wasserspiegel seither deutlich an, der Salzgehalt normalisierte sich, so dass sich wieder Süßwasserfische halten. Da der Fluss jetzt nur einen kleinen Teil des ursprünglichen Sees speisen muss, kommen dort die Küsten schon fast wieder an die alte Linie heran. Ein Modell für den ganzen See? Womöglich, doch dann müssten die Staaten im Süden, Usbekistan und Turkmenistan, eben auch ihren Baumwollplantagen Wassermengen wieder wegnehmen und dem See zur Verfügung stellen. Hilferufe nach außen nutzen da allein wenig.

    Ein kleiner Trost immerhin für die Wetterfühligen: Nachdem der nördliche See sich wieder füllt, wurden dort auch schon wieder die ersten Wölkchen gesichtet. Es könnte sein, dass der Dämpfer wieder langsam in Gang kommt. Ob wir es fühlen werden?
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    AW: Wetter

    In der Antarktis schmilzt jährlich ein halber Everest

    Das gigantische Schelfeis in der Westantarktis schmilzt zusehends, weil das es umfließende Tiefenwasser immer wärmer wird. Auch die Gletscher verflüssigen sich im Rekordtempo.

    Warme Meeresströmungen lassen das Schelfeis in der Westantarktis zunehmend von unten abschmelzen. Daten eines internationalen Forscherteams zeigen, dass rund um die Antarktis in der Tiefe Wassermassen zirkulieren, die 0,5 bis 1,5 Grad Celsius warm sind und deren Temperatur zunimmt.

    Zudem steigt dieses Tiefenwasser inzwischen verstärkt auf, bis an das westantarktische Schelfeis, berichten die Wissenschaftler um Sunke Schmidtko vom Geomar-Forschungszentrum für Ozeanforschung in Kiel im Fachblatt "Science".

    Eine zweite Studie zeigt, dass nicht nur das auf dem Meer aufliegende Schelfeis schwindet, sondern dass auch die dahinterliegenden Gletscher im Rekordtempo abschmelzen.

    Größtes Süßwasserreservoir der Erde

    Der im Mittel mehr als 2000 Meter hohe antarktische Eisschild ist das größte Süßwasserreservoir der Erde. Studien belegen den Rückgang des westantarktischen Eisschildes. Das darin gespeicherte Wasser könnte den Meeresspiegel um knapp fünf Meter steigen lassen.

    Um die Prozesse besser zu verstehen, werteten die Forscher um Schmidtko ozeanographische Daten seit Mitte der 60er-Jahre aus. Die Untersuchungen zeigen, dass sich das zirkumpolare Tiefenwasser (CDW), das die Antarktis umfließt, sowie das antarktische Schelfbodenwasser (ASBW) erwärmen.


    Foto: Infografik Die Welt

    "Diese Wassermassen haben sich in der Westantarktis im Laufe der vergangenen 50 Jahre erwärmt", sagt Schmidtko. Den Daten zufolge nimmt in der Westantarktis die Temperatur in der Bellingshausen- und der Amundsen-See um 0,1 bis 0,3 Grad Celsius pro Jahrzehnt zu.

    Zudem steigt das Tiefenwasser in der westlichen Antarktis in höhere Wasserschichten auf. Innerhalb von 25 Jahren stieg die Schicht um etwa 100 Meter bis an die Schelfkante. "Wir haben zum ersten Mal gezeigt, dass der Ozean die Hauptursache für die beobachtete Gletscherschmelze ist", sagt Schmidtko. Als Ursache vermuten die Wissenschaftler Veränderungen der Windsysteme.

    Gletscher schrumpfen jährlich um 83 Gigatonnen

    In einer zweiten Studie berichten US-Forscher, dass die Gletscherschmelze an der Amundsen-See drastisch zugenommen hat. Messungen der US-Weltraumbehörde Nasa und von Forschern der University of California in Irvine zeigen, dass diese Gletscher während der letzten 21 Jahre jährlich im Mittel 83 Gigatonnen verloren – das entspricht etwa dem halben Gewicht des Mount Everests.
    Aus vier verschiedenen Verfahren – darunter satellitengestützte Messungen etwa zur Gravitation oder zur Eishöhe – leiten die Forscher ab, dass der Eisverlust seit 1992 pro Jahr im Mittel um 6,1 Gigatonnen anstieg.

    Von 2003 bis 2009 nahm die Gletscherschmelze jedoch jährlich um 16,3 Gigatonnen zu, schreiben sie im Fachblatt "Geophysical Research Letters".
    welt.de


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    AW: Wetter

    Zwei Extrem-Hitzewellen pro Jahrzehnt

    Im Sommer 2003 starben Zehntausende Menschen, weil es in Europa extrem heiß war. Künftig wird die Sonne den Kontinent öfter förmlich verbrennen. Hitze-Anomalien wie vor elf Jahren werden normal sein.


    Eine Karte der Nasa zeigt die Temperaturabweichung im Monat Juli 2003 im Vergleich zum Monat Juli 2001. In großen Teilen Frankreichs, aber auch in Teilen Deutschlands lag sie im Mittel um 10 Grad Celsius höher als zwei Jahre zuvor

    Die Wahrscheinlichkeit von Hitzewellen in Europa ist innerhalb des vergangenen Jahrzehnts erheblich größer geworden: Rechneten Experten Anfang des Jahrtausends noch mit zwei besonders heißen Sommern pro Jahrhundert, gehen sie heute von etwa zwei solchen Ereignissen pro Jahrzehnt aus.

    Auch extreme Hitzewellen wie im Sommer 2003, werden in Zukunft häufiger auftreten als bisher angenommen, berichten britische Wissenschaftler im Fachblatt "Nature Climate Change". Grund seien die menschlichen Einflüsse auf das Klimasystem.
    Die Forscher um Nikolaos Christidis vom Met Office Hadley Centre in Exeter (Großbritannien) hatten sich eine 2004 erschienene Studie erneut vorgenommen, in der Wissenschaftler den Einfluss menschlicher Aktivitäten auf die Hitzewelle im Jahr 2003 untersucht hatten.
    Zudem integrierten sie neue Temperaturdaten und Ergebnisse neuerer Klimamodellierungen. Sie verglichen dabei zwei Zeiträume: die Jahre zwischen 1990 und 1999 und die Jahre zwischen 2003 und 2012.

    Während im ersten Zeitraum statistisch gesehen noch alle 52 Jahre mit einem Sommer gerechnet werden musste, in denen die Durchschnittstemperatur 1,6 Grad Celsius über dem historischen Durchschnitt liegt, sind es im zweiten Zeitraum bereits alle fünf Jahre.
    Die Wahrscheinlichkeit extremer Hitzewellen mit 2,3 Grad Celsius höheren Durchschnittstemperaturen stieg von ein Mal in 1000 Jahren auf ein Mal in 127 Jahren. 2003 waren bei einer solchen Hitzewelle europaweit mehrere Zehntausend Menschen gestorben, vor allem in Deutschland, Frankreich und Italien.

    Hitze wie im Jahr 2003 wird 2040 normal sein

    Weitere Analysen legten nahe, dass um das Jahr 2040 herum Sommertemperaturen wie im Jahr 2003 gemessen Normalität sein werden, schreiben die Forscher. Gegen Ende des Jahrhunderts würden sie gar als kühle Sommer wahrgenommen.
    Die Einflüsse des Menschen auf das Klima haben die Häufigkeit extrem heißer Sommer in Europa in den vergangenen 10 bis 15 Jahren vermutlich erheblich mitreguliert, schreiben die Wissenschaftler. Da die Sommerdurchschnittstemperaturen sich auf einer Aufwärtsbahn bewegten, werde sich die Wahrnehmung extrem heißer Sommer in Europa in den kommenden Jahrzehnten merklich ändern.

    Wie sich die Widerstandsfähigkeit der Gesellschaft gegen Hitzewellen in den betroffenen Regionen erhöhen lässt, gehört zu den kritischen Herausforderungen, die Anpassungsplaner berücksichtigen müssten.

    Menschlicher Einfluss wird unterschiedlich bewertet

    Die aktuelle Studie bestätigt mit ihren Ergebnissen im Groben die Resultate anderer Forscher. So hatten auch Potsdamer Wissenschaftler 2013 berichtet, dass in Zukunft mit einer deutlichen Zunahme von Hitzewellen zu rechnen sei, vor allem in den tropischen Regionen um den Äquator herum, aber auch in Europa. Bis zum Jahr 2020 würden sich diese Ereignisse in den Sommermonaten verdoppeln.

    In einer weiteren Studie hatten Forscher im September dieses Jahres belegt, dass vor allem der vom Menschen verursachte Klimawandel die Hitzewellen verstärkt. Bei anderen extremen Wetterereignissen wie Trockenheiten, Starkregen oder Stürmen war der menschliche Einfluss weniger klar nachzuweisen.

    Im vergangenen Jahr hatte der UN-Klimarat IPCC in seinem fünften Klimabericht betont, dass sich der Klimawandel in anderen Teilen der Welt noch dramatischer als in Europa auswirken werde. Es sei sehr wahrscheinlich, dass sich Afrika im Laufe des 21. Jahrhunderts weiter erwärmen wird, heißt es in dem Bericht.

    In vielen Regionen Asiens und Afrikas könnten die Heftigkeit und Häufigkeit von Wetterextremen wie Hitzewellen, Überschwemmungen und Dürren zunehmen. Die Eisdecken würden in Zukunft überall auf der Welt spürbar dünner werden. Nordamerika muss sich demnach auf mehr verheerende Überschwemmungen bei Hurrikans gefasst machen.

    Quelle
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    AW: Wetter


    Entspannte Temperaturen: Das Wetter 2014 war niemals extrem heiß, dafür aber durchgängig mild2014 knackt den Wärmerekord
    DPA


    Jetzt ist es amtlich: 2014 war für Deutschland das wärmste Jahr seit Beginn der Messungen. Die Durchschnittstemperatur lag erstmals über zehn Grad. Dafür war nicht einmal Rekordhitze notwendig.

    Alle bisherigen Werte hatten bereits darauf hingewiesen, jetzt aber haben Meteorologen Gewissheit: 2014 war Deutschlands wärmstes Jahr seit 1881, dem Beginn regelmäßiger Messungen. Zudem habe die Durchschnittstemperatur erstmals über zehn Grad gelegen, teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach in seiner vorläufigen Jahresbilanz am Dienstag mit.

    "Wenn uns jetzt kein sibirischer Dezember mehr dazwischenfunkt, kann 2014 alle Rekorde brechen und das wärmste Jahr seit Beginn flächendeckender Messungen in Deutschland werden", hatte Gerhard Adrian, Präsident des Deutschen Wetterdienstes (DWD), noch Ende November verkündet. Der Dezember blieb vergleichsweise mild, somit wurde der historische Stand erreicht.

    Mit 10,3 Grad sei der Durchschnittswert von 9,9 Grad der bisherigen Rekordjahre 2000 und 2007 deutlich übertroffen worden. Bis auf den August seien alle Monate des Jahres wärmer ausgefallen als das vieljährige Mittel der Vergleichsperiode 1961 bis 1990. Allerdings gab es trotz mehrerer Hitzewellen seit Pfingsten keinen einzelnen Temperaturrekord. Der liegt bei 40,2 Grad, gemessen 1983 und 2003 in Süddeutschland. In diesem Jahr wurde die 40-Grad-Marke nirgends erreicht.

    Mehr Gewitter, Tornados und Starkregen

    Die überdurchschnittlich warmen Jahre häufen sich seit der Jahrtausendwende: Sechs der zehn wärmsten Jahre seit 1881 registrierte der DWD nach dem Jahr 2000. Das langjährige Mittel liegt bei 8,2 Grad.

    Auch extreme Wetterereignisse häuften sich 2014: Im Sommer gingen vor allem über dem Westen und der Mitte Deutschlands ungewöhnlich viele Unwetter mit Gewitterstürmen, Tornados und Regenfluten nieder. Trotzdem war das Jahr unter dem Strich etwas zu trocken.
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    AW: Wetter

    Diskrepanz zwischen Klimasimulationen und Erderwärmung

    Die Erdoberfläche hat sich in den 15 Jahren bis 2012 nicht so stark erwärmt wie in Klimamodellen vorhergesagt. Das liegt nach Ansicht von Forschern aber nicht an mangelhaften Modellen, sondern an den zufälligen Klimaschwankungen.

    Dies ist das Ergebnis einer statistischen Analyse des Hamburger Wissenschaftlers Jochem Marotzke vom Max-Planck-Institut für Meteorologie und seines Kollegen Piers Forster von der englischen Universität Leeds, die im britischen Fachblatt „Nature“ veröffentlicht wird. Die Behauptung, Klimamodelle würden die Erwärmung durch zunehmende Treibhausgase systematisch überschätzen, sei falsch, betont Marotzke.

    Simulierte Trends und Beabachtungen

    Im Großen und Ganzen stimmten simulierte Trends und Beobachtungen überein. „Die Erderwärmung wird am Ende dieses Jahrhunderts also höchstwahrscheinlich gravierende Ausmaße erreicht haben – wenn die Weltgemeinschaft nicht endlich beherzt dagegen vorgeht“, heißt es in einer Mitteilung zur Studie.

    Nachbesserungen bei den Modellen zur Klimaentwicklung gibt es durchaus immer wieder: Erst kürzlich hatten US-Forscher in „Nature“ berichtet, dass der Meeresspiegel im vergangenen Jahrhundert insgesamt womöglich weniger stark angestiegen ist als bisher angenommen. Dies hatte eine Neuauswertung der vorhandenen Messdaten ergeben. Seit etwa 1993 sei der Meeresspiegel dann erheblich stärker angestiegen als in den Jahrzehnten zuvor, erläuterten die Forscher.

    Meeresspiegel steigt jährlich um drei Millimeter

    Die zuvor angenommenen Werte von etwa 1,6 bis 1,9 Millimetern Anstieg pro Jahr waren vielen Experten bereits seit längerem zu hoch vorgekommen. Die Neuberechnung kommt für die Jahre zwischen 1901 und 1990 zu einem jährlichen Anstieg des Meeresspiegels von etwa 1,2 Millimetern, für die Jahre zwischen 1993 und 2010 von etwa 3 Millimetern.

    Auch bei den Temperaturen gab es auffällige Diskrepanzen zwischen Modell und Wirklichkeit: Über den Zeitraum 1998 bis 2012 ist die Temperatur der Erdoberfläche nur um etwa 0,06 Grad Celsius und somit viel schwächer gestiegen, als die im IPCC-Klimabericht berücksichtigten Modellsimulationen vorhergesagt hatten. Die Modelle gaben Werte zwischen 0,06 und 0,6 Grad aus, im Mittel wurde eine Erwärmung um 0,32 Grad errechnet, erläutert Marotzke. Dieser Diskrepanz wurde mit der statistischen Analyse nun nachgegangen.



    Vergleich von 114 Simulationen

    Die Forscher verglichen dazu in einem ersten Schritt die 114 Simulationen mit den tatsächlichen Beobachtungen. Die Frage war, ob die Simulationen zu empfindlich sind, gewisse Faktoren zu stark gewichten und darum zu starke Erwärmungen vorhersagen. Wäre dies der Fall, müssten die empfindlichsten Modelle die stärkste Erwärmung vorhersagen, erklärt Marotzke. Davon könne aber keine Rede sein. Vor allem reagierten sie nicht prinzipiell zu empfindlich auf eine Erhöhung des CO2-Gehalts in der Atmosphäre. Vielmehr seien es Chaos und Zufall im Wettergeschehen, die den Klimaforschern die Arbeit erschwerten.

    Doch warum kommen die Simulationen zu unterschiedlichen Ergebnissen? Neben dem Zufall kommen Marotzke und Forster zufolge drei physikalische Größen infrage: Da ist zunächst einmal die Menge an Strahlungsenergie, die auf der Erde zurückgehalten wird, zum Beispiel durch höhere CO2-Konzentrationen. Die Modelle gehen hier von unterschiedlichen Intensitäten aus. Die Modelle reagierten zudem unterschiedlich empfindlich auf solche Veränderungen der Strahlungsenergie.

    „Langfristig können wir uns auf die Klimamodelle verlassen“

    Und drittens haben die Modelle verschiedene Annahmen, wie viel Temperatur die Ozeane - zumindest vorübergehend - speichern. Fazit: Keiner der physikalischen Gründe erklärt die Streuung der Prognosen und die Abweichung von den Messungen, der Zufall dagegen sehr wohl. „Langfristig können wir uns auf die Klimamodelle verlassen“, sagt Marotzke. „Und diese sagen, dass die Erwärmung auf uns zukommt.“

    Die Phase langsamerer Erwärmung könnte ohnehin schon wieder zu Ende gehen: Das Jahr 2014 war weltweit das wärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen 1880. Das ergaben kürzlich vorgestellte Messungen der Weltraumbehörde Nasa und des US-Wetteramtes NOAA. 2014 sei zudem ein Rekordjahr gewesen, obwohl das Klima nicht wie sonst bei Ausreißern vom El-Niño-Phänomen geprägt war. Die weltweite Durchschnittstemperatur lag demnach bei 14,6 Grad Celsius, etwa 0,8 Grad über dem langjährigen Durchschnitt des 20. Jahrhunderts. Die bisherigen Rekordjahre waren 2005 und 2010.
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    AW: Wetter



    Weltweiter Hitzerekord

    Der Juni schlägt gleich zwei Rekorde

    Der Juni war weltweit der wärmste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Und es ist nicht der einzige Temperaturrekord, wie US-Meterologen der US-Regierung berichten. Auch wenn mittlerweile ein Rekord den nächsten jagt: Das Ausmaß des Anstiegs überrascht die Forscher.

    Diesen Juni wurden gleich zwei Hitzerekorde gebrochen. Der Monat war zum einen mit durchschnittlich 16,33 Grad Celsius (61,48 Grad Fahrenheit) der heißeste Juni seit Beginn der Wetteraufzeichnungen vor 136 Jahren, wie die amerikanische Ozean- und Atmosphärenbehörde NOAA mitteilte.

    Auch Halbjahr schließt mit Rekord ab

    Gleichzeitig schloss der Juni das erste Halbjahr so warm ab, dass auch dieses mit 14,35 Grad Celsius (57,83 Grad Fahrenheit) den Wärmerekord für diese Zeitspanne brach. Die Temperatur war laut NOAA-Berechnungen im vergangenen Monat um 0,12 Grad Celsius (0,22 Grad Fahrenheit) wärmer als im Juni 2014, dem bisherigen Rekord-Juni.

    Normalerweise werden Temperaturspitzenwerte um ein oder zwei Hundertstel gebrochen, wie die NOAA-Klimaforscherin Jessica Blunden sagte - und nicht gleich um fast ein Viertel Grad. Auch der Halbjahresrekord von 2010 wurde mit einem Sechstel Grad Fahrenheit deutlicher als gewöhnlich übertroffen.

    Rekorde würden mittlerweile fast monatlich eingestellt, sagte Blunden. Der Juni sei der vierte Monat des Jahres 2015 gewesen, der einen Bestwert übertroffen habe. "Es gibt beinahe keine Möglichkeit, dass 2015 nicht das wärmste Jahr in den Akten wird", so die Forscherin.

    Tödliche Hitzewellen

    Der Juni war beinahe überall auf der Welt warm, mit außergewöhnlicher Hitze in Spanien, Österreich, Teilen Asiens, Australiens und Südamerikas. Im südlichen Pakistan kam es zu einer Hitzewelle, die mehr als 1200 Menschen das Leben kostete - noch tödlicher waren laut einer internationalen Datenbank zuvor nur sieben Hitzewelle seit dem Jahr 1900.

    2015 könnte das wärmste Jahr aller Zeiten werden

    Im Mai wurde Indien von einer Hitzewelle getroffen, die mit mehr als 2000 Todesopfern als fünfttödlichste in die Aufzeichnungen einging. Zuvor war es bereits im Februar, März und Mai zu Hitzerekorden gekommen.
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    AW: Wetter / Weltklima / Wetterphänomene / Rekorde

    El Niño: Experten erwarten verheerende Folgen

    El Niño ist schon im Gange. Höhere Temperaturen im Pazifik sorgen in Südostasien für Dürren und Waldbrände. Experten warnen: Es könnte noch schlimmer werden als in der verheerenden Saison 97/98. Schon jetzt mehren sich die Anzeichen.

    Millionen tote Krabben bedecken Strände in Kalifornien. Ausgemergelte Seelöwenbabys stranden dort in großer Zahl. In Indonesien brennen Tropenwälder. Experten machen dafür das Klimaphänomen El Niño verantwortlich - die Erwärmung des Oberflächenwassers im tropischen Pazifik. Das passiert alle paar Jahre und bringt Wind und Wetter in weiten Teilen der Erde massiv durcheinander. Dieses Mal sind die Prognosen besonders alarmierend.



    "Wir rechnen mit 60-prozentiger Wahrscheinlichkeit damit, dass El Niño in diesem Jahr stärker wird als 1997/98", warnt Hilda Carr vom Europäischen Zentrum für mittelfristige Wettervorhersagen (EZMW).
    Schon die damaligen Ereignisse galten als folgenschwerster El Niño in 100 Jahren. Die Bilanz: Massive Ernteausfälle, 33 Milliarden Dollar Schaden weltweit und 23 000 Todesfälle durch Katastrophen. Zu allem Überfluss fiel die Dürre auch noch mit der Finanzkrise in Asien zusammen. Nahrungsmittelknappheit stürzte Millionen Menschen ins Elend.

    El Niño stellt die gewöhnlich vorherrschenden Wetterbedingungen im äquatornahen Pazifik auf den Kopf. Winde treiben die feuchte Luft nicht wie sonst nach Australien und Südostasien, sondern vermehrt nach Osten - an die amerikanische Westküste. Gleichzeitig bleibt dort das kalte und fischreiche Wasser aus der Südpolarregion aus.

    Die Krabbenflut an kalifornischen Stränden erklären Wissenschaftler damit, dass das ungewöhnlich warme Wasser die Tiere vermutlich in unbekannte Meeresregionen treibt. Die Seelöwenbabys hungern offenbar, weil Beutetiere wie Tintenfische und Sardinen fortziehen. Betroffen von El Niño sind vor allem die Westküste Südamerikas sowie Ostaustralien und Südostasien.

    Auch, wenn man das angesichts der jüngsten Überschwemmungen von Indien über Myanmar bis Vietnam nicht meinen sollte: Weil die aus dem Pazifik kommende Feuchtigkeit mehrheitlich über Südamerika abregnet, fehlt Regen. Schwere Dürren sind die Folge.

    Die Philippiner, erst 2013 von dem gewaltigen Taifun "Haiyan" mit mehr als 7000 Toten getroffen, müssten sich in diesem Jahr auf noch gewaltigere und unberechenbarere Taifune als sonst einstellen, warnt die nationale Wetterbehörde Pagasa. "Wir rechnen mit einem Einbruch der Reisernte um 43 Prozent", sagt der Vize-Chef des thailändischen Büros für Agrarökonomie, Kanit Likhitvidhayavuth. Indien erwartet mindestens 15 Prozent weniger Regen im September.


    Weil die Temperaturen verrückt spielen, geraten auch die Tiere in ihrer Orientierung durcheinander.
    Zum Teil endet das tödlich. FOTO: dpa, bsc

    Der riesige Inselstaat Indonesien, mehr als 5000 Kilometer in Ostwestausdehnung entlang des Äquators, rechnet mit dem Schlimmsten. "Die Regierung geht davon aus, dass 200 000 Hektar Felder ausdörren und ein bis zwei Millionen Tonnen weniger Reis geerntet werden", sagt Herry Purnomo vom Waldforschungszentrum (Cifor). "Das ist optimistisch, wir rechnen mit doppelt so hohen Schäden." 1997/98 lag der Ernteausfall bei 3,5 Millionen Tonnen Getreide.

    Eine Hiobsbotschaft ist El Niño aber vor allem für die Tropenwälder. "Die Gefahr ist groß, dass ab September, Oktober unkontrollierte Megabrände Millionen Hektar Naturwald auf Sumatra und Borneo vernichten, wie 1983 oder 1997/98", sagt der Cifor-Landschaftsökologe David Gaveau. Damals gingen schätzungsweise fünf Millionen Hektar Wald in Flammen auf - eine Fläche größer als die gesamte Schweiz.

    Obwohl es verboten ist, fackeln dort jedes Jahr Bauern und vor allem Agrarkonzerne riesige Flächen ab. Wenn die Torfmoorböden auf den Inseln Sumatra und Borneo aber wie jetzt besonders ausgetrocknet sind, droht es dort wochenlang und metertief zu brennen. Eine einzige Provinz auf Sumatra, Riau, verzeichnet nach Angaben von Purnomo in jedem normalen Jahr schon Schäden von 1,3 Milliarden Euro. "Durch El Niño könnte das dieses Jahr doppelt so hoch liegen."

    "Präsident Joko Widodo hat angeordnet, dass kleinste Brände sofort gelöscht werden", sagt Präsidentensprecher Teten Masduki. Die Katastrophenbehörde habe Geld für Löschflugzeuge und Chemikalien bereitgestellt, um Wolken künstlich zum Abregnen zu bringen, sagt der Sprecher der Behörde für Katastrophenschutz, Sutopo Nugroho.

    Das hält Waldbrand-Spezialist Robert Field vom amerikanischen Goddard-Institut für Weltraumstudien für fragwürdig. "Um es vorsichtig auszudrücken: Das ist nicht gerade eine Methode, die zur Brandbekämpfung anerkannt ist", meint er. "Vielmehr hätte man frühzeitig Aufklärungskampagnen gegen Brandrodung gebraucht, und man hätte alternativ Gerät zur Landräumung besorgen müssen."

    Die Chefin der Klimaabteilung in der indonesischen Wetterbehörde, Noer Nurhayati, sieht dagegen auch eine positive Seite an El Niño: Das wärmere Wasser treibe dort mehr Fische an die Oberfläche, Fischer machten größere Fänge.
    rp-online.de
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    AW: Wetter / Weltklima / Wetterphänomene / Rekorde

    Uno-Bericht: Treibhausgas-Ausstoß steigt ungebremst

    Kohlendioxid gilt als Ursache des Klimawandels. Einem Uno-Bericht zufolge hat die Menge an Treibhausgasen in der Luft einen neuen Höchststand erreicht.

    Die Menge an Treibhausgasen in der Luft hat auch 2014 weiter zugenommen. Das berichtet die Weltorganisation für Meteorologie (WMO), eine Uno-Organisation.

    Die Konzentration des Gases CO2 in der Luft sei im vergangenen Jahr auf 398 Teile pro Million gestiegen (ppm=parts per million). Bevor Autos, Fabriken und Kraftwerke begannen, das Gas auszustoßen, lag der Wert bei 280.

    Die Menge an Treibhausgasen in der Atmosphäre erreicht Jahr für Jahr einen neuen Höchststand, weil der Ausstoß ungebremst fortschreitet. Von Menschen freigesetzte Gase wie Kohlendioxid (CO2) und Methan (CH4) gelten als Hauptursache des Klimawandels, konstatiert der Uno-Klimarat in seinem Sachstandsbericht.

    Die Gase halten Sonnenstrahlung in der Luft zurück, sodass sie sich erwärmt - das Ausmaß ist allerdings umstritten. Eine fortschreitende Erwärmung dürfte in manchen Ländern schwere Folgen haben, warnen Klimaforscher. Es drohen etwa höhere Meeresfluten, Dürren oder der Schwund von Gletschern.

    Keine Wende in Sicht

    Seit 1990 habe sich der wärmende Treibhauseffekt um 36 Prozent erhöht, berichtet die WMO. Seit Beginn des Jahrtausends hatte sich die Luft im globalen Durchschnitt trotzdem zunächst nicht weiter erwärmt - der Klimawandel hatte sich Experten zufolge gleichwohl fortgesetzt: Zusätzliche Wärme wurde vermutlich in den Ozeanen gespeichert.

    Um den Ausstoß von Treibhausgasen einzuschränken, planen die Vereinten Nationen einen Welt-Klimavertrag, der im Dezember in Paris geschlossen werden soll. Jedes Land soll seine CO2-Emissionen beschränken; erste Fortschritte gibt es bereits.

    Einem Bericht der Internationalen Energieagentur IEA zufolge, stehen die Chancen auf eine Wende dennoch schlecht. Bis 2040 dürfte der globale Energiebedarf um 40 Prozent steigen, zitieren britische Medien aus dem Report, der diese Woche veröffentlicht werden soll.

    Ein Gutteil der Energie werde der IEA zufolge mit fossilen Energien gedeckt werden: CO2-intensive Kohleenergie etwa könnte um 15 Prozent, Erdgas gar um 50 Prozent zunehmen.

    Rekordmeldungen bei Treibhausgasen dürften folglich auf Jahre hinaus weitergehen.
    spiegel.de
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    AW: Wetter / Weltklima / Wetterphänomene / Rekorde

    2015 mit Abstand heißestes Jahr seit Aufzeichnungsbeginn

    Für zehn der zwölf Monate hat die US-Klimabehörde im vergangenen Jahr Rekordtemperaturen gemessen. Forscher sehen bestätigt, dass der Klimawandel "ernste Realität" ist.


    2015 war das heißeste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen – das spürt man auch am Nordpol.
    © Artyom Geodakyan/dpa

    Die Erde hat 2015 laut US-Wissenschaftlern das mit Abstand heißeste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1880 erlebt. Die US-Behörde für Wetter- und Meeresforschung (NOAA) teilte mit, dass die weltweite Durchschnittstemperatur 0,9 Grad Celsius über dem Mittel des 20. Jahrhunderts gelegen habe. Der bisherige Hitzerekord aus dem Jahr 2014 sei um 0,16 Grad übertroffen worden.

    Der globale Temperaturrekord sei noch nie so deutlich gebrochen worden, hieß es in einer Mitteilung der NOAA. Für zehn der zwölf Monate in 2015 verzeichnete die US-Behörde Rekordtemperaturen. Besonders herausragend ist dabei der vergangene Monat: Er war nach Messungen der US-Klimabehörde weltweit der heißeste Dezember seit Beginn der Aufzeichnungen. Die Durchschnittstemperatur über Land- und Ozeanflächen habe um 1,11 Grad Celsius (2 Grad Fahrenheit) über dem Durchschnittswert des 20. Jahrhunderts gelegen, teilte die Behörde mit. Damit sei auch erstmals die Marke von 2 Grad Fahrenheit erreicht worden.

    Ungewöhnlich warm war es den Angaben zufolge vor allem in Zentralamerika und dem nördlichen Südamerika. Auch in Europa, im östlichen und südlichen Afrika, im westlichen Asien und in weiten Gebieten Sibiriens seien Hitzerekorde aufgestellt worden.

    Seit 1997 wurde der globale Temperaturrekord laut NOAA in 16 der folgenden 18 Jahre gebrochen. Im vergangenen Jahr hätten die Oberflächentemperaturen der Ozeane das Mittel des 20. Jahrhunderts um 0,74 Grad übertroffen. Die Temperaturen an der Oberfläche der Erdmassen hätten sogar 1,33 Grad über dem Durchschnitt gelegen.

    Wolfgang Lucht vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) sagte: "Nachrichten wie jene vom neuen Rekordjahr 2015 bestätigen, dass der stetige Klimawandel längst ernste Realität ist." Natürlich gebe es immer wieder Schwankungen, der Trend zeige aber "eindeutig nach oben". Der Pariser Klimavertrag müsse nun "konsequent" umgesetzt werden.

    Die Weltgemeinschaft hatte sich im Dezember in der französischen Hauptstadt auf ein weitreichendes Klimaschutzabkommen geeinigt. Die Vereinbarung sieht vor, die Erderwärmung auf 1,5 bis 2,0 Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter zu begrenzen. Erstmals sagten alle 195 beteiligten Staaten auch eigene Beiträge im Kampf gegen den Klimawandel zu. Entwicklungsländer sollen finanzielle und technische Hilfen erhalten. Die Fortschritte bei der Umsetzung des Abkommens sollen alle fünf Jahre überprüft werden.

    Auch Frankreichs Außenminister Laurent Fabius rief die Teilnehmerstaaten auf, die Beschlüsse der Weltklimakonferenz nun zügig umzusetzen. Zunächst müsse der Ratifizierungsprozess rasch vorangebracht werden, sagte er vor dem Europaparlament in Straßburg. Damit das Abkommen in Kraft treten könne, müsse es von mindestens 55 Staaten ratifiziert werden, die zusammen 55 Prozent der globalen Treibhausgase ausstoßen.
    zeit.de
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