Regierung und Unternehmen haben Rekordinvestitionen von 33 Milliarden Dollar vereinbart. Nach China entdecken auch die USA den Wirtschaftsmarkt Afrika.


US-Präsident Barack Obama auf dem Weg zu einer Afrika-Reise
©dpa, Radek Piestruszka
Mit einer Rekordsumme von rund 33 Milliarden Dollar (rund 24,6 Milliarden Euro) wollen sich die Vereinigten Staaten in Afrika engagieren. US-Präsident Barack Obama kündigt am zweiten Tag des Afrika-Gipfels in Washington die Investitionen von US-Unternehmen und Regierung an. "Wir wollen Partnerschaften für Jobs und Chancen für alle Menschen schaffen", sagte Obama. Er forderte die afrikanischen Staaten auf, mit Rechtsstaatlichkeit und dem Kampf gegen Korruption den Rahmen für mehr Investitionen zu gestalten.

An dem Gipfeltreffen nehmen fast 50 afrikanische Staats- und Regierungschefs teil. Dem Weißen Haus zufolge planen US-Unternehmen in Afrika Geschäfte im Umfang von 14 Milliarden Dollar in Branchen wie dem Baugewerbe, dem Hotelsektor und der IT-Industrie.

Die US-Regierung stellt außerdem sieben Milliarden Dollar bereit, um US-Exporte nach Afrika sowie Geschäfte amerikanischer Firmen auf dem Kontinent zu fördern. Weitere zwölf Milliarden Dollar sollen in ein Programm zum Ausbau der Stromversorgung in Afrika fließen. Insgesamt konnten für die Initiative Power Africa gemeinsam mit der Weltbank und Schweden bislang 26 Milliarden Dollar mobilisiert werden, wie Obama mitteilte.

Die afrikanische Wirtschaft verzeichnet seit Jahren ein kräftiges Wachstum, für 2014 sagt der Internationale Währungsfonds (IWF) einen Anstieg in Afrika südlich der Sahara um 5,4 Prozent voraus. Während die Europäische Union und China die afrikanischen Boomstaaten mit ihrer wachsenden Mittelschicht längst umgarnen, hinken die USA bei den Handelsbeziehungen mit dem Kontinent hinterher. Nun will Washington eine Aufholjagd starten. "Die Zeit, in Afrika Geschäfte zu machen, ist nicht in fünf Jahren. Die Zeit für Geschäfte ist jetzt", sagte Obamas Wirtschaftsministerin Penny Pritzker.

Kritiker werfen der US-Regierung vor, bei dem Gipfel Menschenrechtsfragen hinter die Wirtschaftsinteressen zurückzustellen. Außenminister John Kerry brachte das Thema am Montag vor Vertretern der Zivilgesellschaft immerhin kurz zur Sprache. "Eine starke Zivilgesellschaft, Respekt für die Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechte – das sind nicht nur amerikanische Werte, das sind universelle Werte", sagte er. Dabei versprach er den Einsatz der USA für die Pressefreiheit und die Rechte von Homosexuellen in Afrika.
Quelle

Lockere Investorenparty
Kommentar: Verpasste Chance - Der USA-Afrika-Gipfel ... wie wahr
Das sind die Kernthemen
China bietet USA Kooperation an
Obama will die Vereinigten Staaten in Afrika stärken. China ist dort viel besser im Geschäft und signalisiert jetzt: An uns kommt ihr auch künftig nicht vorbei.

Die wissen schon alle warum die dahin wollen, ob Ami, China oder auch wir ---> anschauen http://www.youtube.com/watch?v=g3snwpi9EUs