Ergebnis 1 bis 5 von 5
  1. #1
    Awards:
    Posting Award
    Avatar von delle59




    Registriert seit
    Apr 2012
    Ort
    NRW
    Beiträge
    6.127
    Points
    6.818
    Level
    54
    Level completed: 34%, Points required for next Level: 132
    Overall activity: 45,0%
    Achievements:
    SocialRecommendation Second Class7 days registered5000 Experience PointsOverdrive

    Recht auf Basiskonto für alle

    EU-Vorstoß
    Jeder Europäer soll Recht auf Bankkonto bekommen

    Laut EU-Angaben können rund 25 Millionen Europäer kein Konto eröffnen, obwohl sie es möchten
    © Friso Gentsch/DPA
    Jeder Bürger in der EU soll das Recht auf ein Girokonto bekommen. Das Europaparlament stimmte am Donnerstag in Straßburg für ein entsprechendes Gesetz. Damit wollen die Abgeordneten sozial Schwächere stärken. Rund 25 Millionen Europäer über 15 Jahren können nach EU-Angaben kein Konto eröffnen, obwohl sie es möchten. Grund ist etwa, dass sie obdachlos sind oder finanzielle Schwierigkeiten haben. Nach Ansicht der Parlamentarier ist ein Konto für das tägliche Leben aber unerlässlich. Die Pläne benötigen noch die Zustimmung der EU-Staaten und könnten frühestens 2016 in Kraft treten.

    Damit bekämen auch deutsche Kunden einen Rechtsanspruch auf ein "Girokonto für Jedermann", den es hierzulande bislang nicht gibt. Die Banken haben sich nur freiwillige Selbstverpflichtungen gegeben. In Deutschland sind nach Schätzungen etwa 670.000 Bürger ohne Konto, also knapp ein Prozent der Verbraucher. "Das Recht auf ein Basiskonto beendet endlich den Ausschluss dieser Menschen vom wirtschaftlichen Leben", sagte die SPD-Europaabgeordnete Evelyne Gebhardt.

    Basikonto für Lastschrift, Überweisung, Online-Zugang
    Das neue Gesetz soll aber allen Bankkunden mehr Rechte geben. So will die EU es Verbrauchern erleichtern, die Konditionen von Girokonten zu vergleichen und die Bank zu wechseln.

    Das Basiskonto soll grundlegende Zahlungsfunktionen umfassen, also Lastschriften, Überweisungen oder auch Online-Zahlungen. Der Inhaber kann sein Konto aber nicht überziehen. Die Linkspartei konnte sich mit der Forderung nach einem kostenlosen Girokonto nicht im EU-Parlament nicht. Es heißt nun lediglich, dass die Gebühren niedrig sein sollen.

    Der Rechtsanspruch auf ein Girokonto soll bei jeder Geschäftsbank im Heimatland gelten. Das Parlament ging damit über die EU-Kommission hinaus, die diese Pflicht auf eine Bank pro EU-Staat beschränken wollte.

    Deutsche Banken sehen Pläne kritisch
    In punkto Vergleichbarkeit sollen Banken verpflichtet werden, Gebührenlisten zu erstellen und etwa im Internet zu veröffentlichen. Unabhängige Vergleichswebsites sollen den Überblick erleichtern. Will ein Kunde die Bank wechseln, soll sein Girokonto einfach und innerhalb von zwei Wochen übertragen werden. Die Kosten dafür müssen "angemessen" sein.

    Die deutschen Banken und Sparkassen sehen die Pläne kritisch. Ihrer Ansicht nach sind Preise und Leistungen hierzulande übersichtlich und der Bankenwechsel unproblematisch. Der Rheinisch-Westfälische Genossenschaftsverband (RWGV) nannte das geplante EU-Gesetz mangelhaft. Der vorrangige Vergleich der Konditionen setze falsche Anreize. "Wer als Kunde dazu angehalten wird, nur auf die Gebühren zu schauen, der fällt leichter auf Lockvogel-Angebote unseriöser Marktteilnehmer herein", sagte der RWGV-Vorstandsvorsitzende Ralf W. Barkey.

    Der CDU-Europaabgeordnete Werner Langen sprach mit Blick auf die Bedenken der Banken von einem "vernünftigen und vertretbaren Kompromiss", der gefunden worden sei.
    Quelle

    Find ich absolut wichtig und auch richtig, bin selbst nach meiner Scheidung in den Genuß gekommen kein Girokonto zu haben, echt Dreck sowas, von daher .. :yes:
    Ich bin fest davon überzeugt, daß es für den Tonfilm einen Markt gibt.
    Thomas Alva Edison (1847 - 1931)
    [Regeln] News-Bereich


  2. #2

    Registriert seit
    Jun 2012
    Beiträge
    133
    Points
    91
    Level
    1
    Level completed: 82%, Points required for next Level: 9
    Overall activity: 0%
    Achievements:
    7 days registered
    Hää?

    Ich dachte in deutschland muss zumindest die spaßkasse jeden ein konto geben...und wenn es nen p-konto ist auf guthabenbasis...kann mich da mal wer aufklären bitte!!!
    Da gab es doch vor paar jahren nen gesetzesentwurf drüber...ist das nicht durch?hatte das dann nicht mehr verfolgt...leider

  3. #3
    Awards:
    Posting Award
    Avatar von delle59




    Registriert seit
    Apr 2012
    Ort
    NRW
    Beiträge
    6.127
    Points
    6.818
    Level
    54
    Level completed: 34%, Points required for next Level: 132
    Overall activity: 45,0%
    Achievements:
    SocialRecommendation Second Class7 days registered5000 Experience PointsOverdrive
    Zitat Zitat von talla2xlc','index.php?page=Thread&postID=106008#po st106008
    Hää?

    Ich dachte in deutschland muss zumindest die spaßkasse jeden ein konto geben...und wenn es nen p-konto ist auf guthabenbasis...kann mich da mal wer aufklären bitte!!!
    Da gab es doch vor paar jahren nen gesetzesentwurf drüber...ist das nicht durch?hatte das dann nicht mehr verfolgt...leider

    Ne, das ist richtig. Aber meine Scheidung ist schon ein paar Jahre her, da hatten wir noch nicht das P-Konto (Pfändungsfrei), dementsprechend kacke war das damals, jede Überweisung musste von Hand ausgefüllt werden, ich denk mal diese Aktion jetzt soll eben Europaweit angewendet werden was auch gut ist. So zumindest verstehe ich das jetzt. :bear:
    Ich bin fest davon überzeugt, daß es für den Tonfilm einen Markt gibt.
    Thomas Alva Edison (1847 - 1931)
    [Regeln] News-Bereich


  4. #4
    Awards:
    Posting Award
    Avatar von delle59




    Registriert seit
    Apr 2012
    Ort
    NRW
    Beiträge
    6.127
    Points
    6.818
    Level
    54
    Level completed: 34%, Points required for next Level: 132
    Overall activity: 45,0%
    Achievements:
    SocialRecommendation Second Class7 days registered5000 Experience PointsOverdrive
    Auch ohne festen Wohnsitz
    Jeder bekommt Recht auf Bankkonto
    Ohne Bankkonto kann man in der modernen Gesellschaft kaum existieren. Die EU hat die Rechte von Verbrauchern gestärkt und gibt allen Europäern die Möglichkeit, ein Girokonto zu besitzen.

    Alle Bürger in der EU können künftig ein Girokonto einrichten, auch wenn sie keinen festen Wohnsitz haben. Mit dem Konto können sie grundlegende Funktionen nutzen, etwa Geld überweisen oder Bargeld am Automaten abheben. Das EU-Parlament stimmte in Straßburg für das Gesetz, das ab 2016 gelten soll.

    Die EU-Regierungen müssen noch zustimmen, doch dies gilt als Formalie. Damit bekämen auch deutsche Kunden erstmals einen Rechtsanspruch auf ein "Girokonto für Jedermann". Bisher gab es dazu nur freiwillige Selbstverpflichtungen der Banken.

    In Deutschland sind nach Schätzungen etwa 670.000 Bürger ohne Konto, also knapp ein Prozent der Verbraucher. EU-weit können 25 bis 30 Millionen Bürger über 15 Jahren nach Kommissions-Angaben bisher kein Konto eröffnen, obwohl sie es möchten. Gründe dafür sind etwa, dass sie obdachlos sind oder finanzielle Schwierigkeiten haben.

    Ob der Inhaber sein Konto grundsätzlich oder nur um einen bestimmten Betrag überziehen kann, können die EU-Staaten selbst festlegen. Das Girokonto muss nicht kostenlos sein, soll aber höchstens "vernünftige Gebühren" haben. Das neue Gesetz soll zudem die Rechte aller Bankkunden stärken. So sollen Verbraucher leichter die Konditionen von Girokonten vergleichen und die Bank wechseln können - auch über Grenzen hinweg.

    Wer in Geldnöten steckt, muss in Deutschland auch heute schon nicht auf ein Konto verzichten. Im Falle einer Pfändung können Bankkunden ihr Girokonto in ein Pfändungsschutzkonto (P-Konto) umwandeln lassen, erklärt die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Darauf haben sie einen Rechtsanspruch. Wichtig zu beachten: Es gibt nur ein Recht auf Umwandlung eines bestehenden Kontos.

    Auf einem P-Konto ist ein Teil des Guthabens vor dem Zugriff der Gläubiger geschützt. Der Grundfreibetrag liegt bei 1045,04 Euro im Monat. Wer unterhaltspflichtig ist, kann den Freibetrag erhöhen. Dafür muss der Bank eine Bescheinigung etwa vom Schuldnerberater, Arbeitgeber, Sozialleistungsträger oder der Familienkasse vorgelegt werden. Kosten für die Umwandlung dürfen nicht anfallen.
    Quelle

    Ich bin fest davon überzeugt, daß es für den Tonfilm einen Markt gibt.
    Thomas Alva Edison (1847 - 1931)
    [Regeln] News-Bereich


  5. #5
    Awards:
    Posting Award
    Avatar von delle59




    Registriert seit
    Apr 2012
    Ort
    NRW
    Beiträge
    6.127
    Points
    6.818
    Level
    54
    Level completed: 34%, Points required for next Level: 132
    Overall activity: 45,0%
    Achievements:
    SocialRecommendation Second Class7 days registered5000 Experience PointsOverdrive

    AW: Jeder Europäer soll Recht auf Bankkonto bekommen


    Ein Konto ist auch ein Teil gesellschaftlicher Integration, etwa, weil viele Arbeitgeber das Gehalt nur überweisen und nicht bar auszahlen.
    (Foto: Ole Spata / dpa)


    Bald hat jeder Verbraucher das Recht auf ein Bankkonto. Umsonst ist es aber nicht. Die wichtigsten Fragen und Antworten.

    Vor dem Gesetz sind alle Menschen gleich - am Bankschalter eher weniger. Hunderttausende in Deutschland haben bislang kein Konto, weil die Banken ihnen den Zugang aus verschiedenen Gründen verwehren. Das Problem ist seit Jahrzehnten bekannt. Neue Brisanz erhielt es im vergangenen Herbst, als die neu angekommenen Flüchtlinge bei vielen Geldinstituten kein Konto eröffnen konnten. Ab 19. Juni dürfte sich die Lage für sie und viele andere Betroffene verbessern. Dann tritt das neue Zahlungskontengesetz in Kraft. Fragen und Antworten zu den neuen Regelungen.

    Was ist die wichtigste Neuerung?

    Ab Sonntag haben alle Menschen in Deutschland, die 18 Jahre oder älter sind, das Recht, ein sogenanntes Basiskonto zu eröffnen. Zwar hatten sich die Banken bereits 1995 auf eine Selbstverpflichtung geeinigt, jedem Menschen ein Girokonto zu ermöglichen. In der Praxis hielten sich viele Institute aber nicht daran. Gerade sozial schwächer gestellte Menschen scheiterten oft beim Versuch, ein Konto zu eröffnen. Das neue Gesetz verbietet nun die Diskriminierung am Bankschalter und folgt damit einer EU-Richtlinie aus dem vergangenen Jahr.

    Wer profitiert von dem Gesetz?

    Das Gesetz nützt allen Menschen in Deutschland, die bislang keinen Zugang zu einem Bankkonto hatten. Die Bundesregierung beziffert die Zahl der Betroffenen auf etwa 600 000, der Bundesverband der Verbraucherzentrale geht sogar von 700 000 bis drei Millionen Menschen aus. Dazu zählen viele Asylbewerber und Obdachlose, aber auch Menschen, deren Konto in der Vergangenheit gepfändet und gekündigt worden war oder die Einträge bei der Schufa vorweisen. In dieser Auskunftei sind Daten gespeichert, um die Kreditwürdigkeit von Verbrauchern einschätzen zu können.

    Gibt es Ausnahmen?

    Ja. Eine Bank darf die potenziellen Kunden dann ablehnen, wenn sie bereits bei einem anderen Institut in Deutschland ein Konto besitzen oder sich gegenüber der Bank strafbar gemacht haben. Auch ein Zahlungsverzug aus einem früheren Vertrag kann ein Verweigerungsgrund sein. Ein negativer Schufa-Eintrag hingegen nicht.

    Welche Funktionen bietet ein Basiskonto - und welche nicht?

    Geld einzahlen, Überweisungen und Lastschriften tätigen oder mit der Girokarte bezahlen: All diese typischen Funktionen eines Girokontos können Inhaber eines Basiskontos bald nutzen. Alle großen Banken bieten das Konto für alle auf Guthabenbasis an. Das bedeutet, dass sie den Nutzern weder einen Dispositionskredit noch eine Kreditkarte gewähren. Manche Banken, beispielsweise die Postbank, haben allerdings eine Kreditkarte mit Prepaid-Funktion im Angebot.

    Ist das Basiskonto kostenlos?

    Nein. Die Gebühren für die Kontoführung müssen aber "angemessen und marktüblich" sein, wie es im Gesetz heißt. Vergleicht man die Angebote der großen, privaten Banken, findet man das günstigste Basiskonto bei der HypoVereinsbank. Es kostet 2,90 Euro im Monat, richtet sich aber nur an Kunden, die Online-Banking betreiben. All jene, die ihre Geschäfte noch in der Filiale erledigen wollen, zahlen 7,90 Euro im Monat.

    Das Basiskonto bei der Postbank kostet monatlich 5,90 Euro und beinhaltet Telefon-, Online- und Mobile-Banking. Für beleghafte Aufträge, also zum Beispiel für Überweisungen, die per Schein getätigt werden, berechnet die Postbank 99 Cent. Bei der Commerzbank werden für das Basiskonto monatlich 6,90 Euro fällig. Die Überweisung per Papier kostet 1,50 Euro. Die Deutsche Bank gibt erst am Samstag bekannt, zu welchen Konditionen sie ihr Basiskonto anbietet. Alle Sparkassen und fast alle VR-Banken haben bereits seit Längerem Konten für alle im Angebot. Die Gebühren schwanken hier von Stadt zu Stadt. Bei der Sparkasse Berlin etwa kosten die Konten, auch das sogenannte Bürgerkonto, für Online-Kunden zwei, für Filialnutzer vier Euro im Monat.

    "Bei vielen Kreditinstituten war das Jedermannkonto bislang aber teurer als andere Konten", sagt Christina Buchmüller vom Bundesverband Verbraucherzentrale. Das werde sich jetzt ändern. Das neue Gesetz sieht nämlich vor, dass die Banken die Inhaber eines Basiskontos gegenüber anderen Kunden nicht benachteiligen dürfen.

    Was droht den Banken, wenn sie sich nicht an das Gesetz halten?

    Wer bei einer Bank kein Konto erhalten oder nach zehn Geschäftstagen noch keine Rückmeldung auf seinen Antrag bekommen hat, kann bei der Finanzaufsichtsbehörde Bafin ein Verwaltungsverfahren anfordern. Die Bafin muss diesen Antrag dann wiederum innerhalb eines Monats prüfen. Wenn dabei herauskommt, dass das Konto zu Unrecht abgelehnt worden ist, ordnet die Aufsicht an, ein Basiskonto für den Betroffenen zu eröffnen.

    Können die Banken ihren Kunden das Basiskonto kündigen?

    Nicht so einfach. Die Bank kann das Konto dann auflösen, wenn der Kontoinhaber eine Straftat begangen hat, die sich negativ auf die Bank auswirkt, er das Konto für illegale Zwecke nutzt oder er bei der Kontoeröffnung falsche Angaben gemacht hat. Ein weiterer Kündigungsgrund: Der Verbraucher hat seine Gebühren für die Kontoführung über einen Zeitraum von mindestens drei Monaten nicht gezahlt und dabei ist ein Betrag von mindestens 100 Euro entstanden.
    sueddeutsche.de
    Ich bin fest davon überzeugt, daß es für den Tonfilm einen Markt gibt.
    Thomas Alva Edison (1847 - 1931)
    [Regeln] News-Bereich


  6. Bedankos eddy-dien8, reho, Struppi bedankte(n) sich für diesen Post

Ähnliche Themen

  1. Antworten: 7
    Letzter Beitrag: 30.11.16, 08:44
  2. Uli Hoeneß will früher raus aus der Haft
    Von salviner01 im Forum Fußball
    Antworten: 16
    Letzter Beitrag: 18.01.16, 16:56
  3. Datenhehlerei soll strafbar werden
    Von delle59 im Forum Netzwelt
    Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 14.03.14, 21:59
  4. Jeder kann die Welt besser machen
    Von salviner01 im Forum Off Topic
    Antworten: 2
    Letzter Beitrag: 23.02.14, 00:01

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •