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    Plastikmüll: Meere verdrecken - Tiere sterben

    Schiffsmüll: Meere verdrecken - Tiere sterben


    Der "Lummenfelsen" auf Helgoland ist ein Dorado für Beobachter von Hochseevögeln: Jedes Jahr brüten hier Lummen, Basstölpel, Tordalke, Dreizehenmöwen und Eissturmvögel. Was die Vogelfreunde durch ihre langen Teleobjektive zu sehen bekommen ist allerdings nicht immer erfreulich: Denn zwischen den dicht gedrängten Brutpaaren hängen immer mehr erdrosselte Basstölpel und Lummen, die dort teilweise seit Jahren verwesen.

    Das Drama am Vogelfelsen
    Zum Verhängnis werden ihnen meist Plastikschnüre. Die Tiere nutzen für den Nestbau eigentlich Tang und Algen, doch wählerisch sind sie nicht - sie nehmen, was auf dem Meer herumtreibt. Und das ist immer öfter Plastikmüll, und zwar vor allem Netzreste aus der Fischerei. Die feinen Schnüre sind tückisch: Hat sich ein Vogel darin verheddert, kann er sich nur selten wieder befreien. Ein Großteil der betroffenen Tiere verendet kläglich.

    Das Drama am Vogelfelsen ist eine der sichtbarsten Folgen der Plastikmüllschwemme in den Weltmeeren. Eissturmvögel sind ebenfalls betroffen, auch wenn sie keine Nester aus Plastikmüll bauen. Denn die Vögel sind echte Allesfresser: "Sie mussten bis vor wenigen Jahrzehnten überhaupt nicht selektiv sein", erläutert der Meeresbiologe Nils Guse vom Forschungs- und Technologiezentrum Westküste (FTZ) in Büsum. "Im Prinzip war ein Großteil der Dinge nahe der Meeresoberfläche für sie als Nahrung geeignet." Doch was die Vögel für Nahrung halten, sei immer öfter Plastikmüll: "Das heißt, sie können das nicht unterscheiden und fressen dann den Müll an der Meeresoberfläche."

    95 Prozent haben Plastik im Magen
    Anders als etwa Möwen würgen Eissturmvögel unverdauliche Teile nicht heraus. Das macht sie zu idealen Forschungsobjekten. Niederländische Forscher untersuchen die Vögel seit 1982; seit 2002 beteiligen sich alle Nordseeanrainer an dem Programm. Es sollte eigentlich zeigen, dass die im Jahr 2000 beschlossenen Maßnahmen zum Schutz der Nordsee greifen. Doch das tun sie nicht. Zwar schwanke der Anteil der Vögel, die Plastik im Magen haben - doch er sinke nie unter 90 Prozent, berichtet Guse. Derzeit finden die Forscher in 95 Prozent der Vogelmägen Plastik.

    Großteil des Mülls stammt von Schiffen
    [img=420,right]https://darklight.to/picshare/images/579vorpommern13627_v_cont.jpg[/img] Während in anderen Teilen der Welt ein Großteil des Plastikmülls von Land stammt, sind die Quellen im Bereich der Nordsee vor allem die Schifffahrt und die Fischerei, so das übereinstimmende Fazit zahlreicher Forscher. Ein Grund: Die Entsorgung des Mülls in den Häfen kostet die Schiffseigner und Reedereien Geld. Um diese Kosten zu sparen, werfen manche Seeleute die Abfälle offenbar einfach über Bord. Und das obwohl das Einbringen von Plastikmüll ins Meer nach dem Internationalen Umweltübereinkommen "Marpol“ streng verboten ist.

    Die "Marpol"-Anlage V regelt die Müllentsorgung an Bord und wurde zum 1. Januar 2013 nochmals verschärft. Doch die Seeleute wissen, dass sie kaum Gefahr laufen, auf frischer Tat ertappt zu werden. Dazu kommt: Selbst wenn sie bei einer Kontrolle erwischt werden - passiert ihnen nahezu nichts. Denn die dazugehörige "Marpol"-Zuwiderhandlungsverordnung wurde von der Bundesregierung "noch nicht redaktionell angepasst" - sprich: nicht umgesetzt.

    Polizei kann Verstöße nicht bestrafen
    In der Praxis sieht das dann so aus: Täglich ist etwa die Wasserschutzpolizei im Hamburger Hafen unterwegs. Die Beamten kommen unangemeldet und prüfen, ob die Entsorgung von Schweröl und Müll korrekt erfolgt. Dafür kontrollieren sie das Mülltagebuch, dessen Führung "Marpol“ vorschreibt. Darin muss die Schiffsbesatzung die Entsorgung der Abfälle lückenlos dokumentieren. Die Kontrolle umfasst auch einen Abgleich aller Eintragungen mit den vorgelegten Entsorgungsbelegen.

    [img=420,left]https://darklight.to/picshare/images/622dieplastikfischer105_v.jpg[/img] Die Umsetzung der Verordnung ist eigentlich nur eine Formalie. Zuständig dafür ist das Bundesministerium für Verkehr. Doch bisher ist nichts geschehen. Für ein Interview stand das Ministerium nicht zur Verfügung, teilte gegenüber "Panorama 3" lediglich mit, dass das Rechtsetzungsvorhaben bis Juni 2014 abgeschlossen sein soll. Und so gelangt wohl weiterhin Müll von Schiffen in die Nordsee.

    Über 600 Tierarten sind betroffen
    Dabei drängt die Zeit, die Situation verschärft sich von Tag zu Tag. Es ist bekannt, dass über 600 Arten von marinen Lebewesen vom Müll betroffen sind - "sei es, weil sie sich darin verheddern, weil sie darin leben oder weil sie den Müll fressen", sagt der Meeresbiologe Richard Thompson von der Universität Plymouth. Längst habe sich der Plastikmüll in allen Meeren des Planeten ausgebreitet. Im Laufe der Zeit fragmentieren die Müllteile immer stärker, bis sie mikroskopisch klein sind - mit fatalen Folgen: Schon heute gelangt dieses Mikroplastik in die Nahrungskette. Und kann damit über kurz oder lang auch zu einer Gefahr für den Menschen werden.
    Quelle

    Bild 1: Gefährdet: Trottellummen am Lummenfelsen auf Helgoland. © dpa Fotograf: Christian Hager
    Bild 2: Haben Glück, weil sie das Plastik wieder herauswürgen: Möwen. © NDR Fotograf: Dieter Lubosch aus Trassenheide
    Bild 3: Reste von Angelschnüren und Fischernetzen verursachen den Tod vieler Meerestiere und Seevögel. © Folker Wergin Fotograf: Folker Wergin

    Marpol-Verordnung: Regierung vertrödelt Müll-Verbot für Ozeane



    Ist ja nicht nur das Problem in der Nordsee, alle Ozeane sind ja mittlerweile am verdrecken, leider.
    Geändert von delle59 (28.10.14 um 13:50 Uhr)
    Ich bin fest davon überzeugt, daß es für den Tonfilm einen Markt gibt.
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    3,5 Millionen Tonnen Abfall täglich
    Der Müll wächst uns über den Kopf
    Eine tausende Kilometer lange Kolonne von Müllautos wäre nötig, um den weltweiten Abfallberg abzutransportieren. Und das an jedem einzelnen Tag! Nicht nur die gigantischen Müllstrudel im Meer zeigen: die Auswirkungen auf den Planeten sind gewaltig, ein Ausweg nicht in Sicht.

    Jeden Tag produziert die Weltbevölkerung nach Schätzungen rund 3,5 Millionen Tonnen Müll. Wenn sich am Verhalten der Menschen nichts ändert, werden es im Jahr 2100 täglich mehr als 11 Millionen Tonnen feste Abfälle sein, schreiben Forscher um Daniel Hoornweg im Fachjournal "Nature". Der Anstieg bei der Müllproduktion sei höher als der bei anderen umweltschädigenden Faktoren, Treibhausgase eingeschlossen, heißt es in dem Kommentar. Auf einigen Müllhalden etwa in China, Korea, Brasilien und Mexiko landeten mehr als 10.000 Tonnen Abfälle - täglich.

    Schon jetzt seien die Auswirkungen auf den Planeten immens, wie etwa die gewaltigen Müllstrudel in den Ozeanen zeigten, warnen die Forscher. "Und wir sind auf dem Weg, die Mengen mehr als zu verdreifachen." Mögliche Ansatzpunkte für eine Trendwende seien gebremstes Bevölkerungswachstum, verbessertes Ressourcenmanagement der Städte und technologische Fortschritte etwa für leichtere Verpackungen. "Der Gewinn für Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft wäre enorm."

    Meister Müll in Industrieländern
    Derzeit produzieren die Industrieländer in Europa und Nordamerika den meisten Müll. Hier erwarten die Experten den Höchststand der täglichen Müllmenge um das Jahr 2050. Aufgrund von geringem Bevölkerungswachstum und der technologischen Entwicklung werde sich die Menge anschließend langsam verringern. In einzelnen Städten könne dies schon früher geschehen: So habe sich die Stadt San Francisco in Kalifornien (USA) das Ziel gesetzt, bis 2020 den Abfall auf null zu reduzieren. Derzeit werden 55 Prozent aller Abfälle recycelt oder wiederverwendet, heißt es in "Nature".

    Generell sei Müll vor allem ein Problem urbaner Regionen. Ein Städter verursache doppelt bis viermal so viel Müll wie ein Landbewohner - und die Verstädterung nehme weltweit zu, schreibt das Team um Daniel Hoornweg. Er ist Professor für Energiesysteme an der Universität von Ontario (Kanada) und Mitverfasser eines Weltbank-Berichts von 2012 zum Thema Abfall. Für das Jahr 2025 seien täglich mehr als sechs Millionen Tonnen festen Mülls zu erwarten - genug, um eine 5000 Kilometer lange Reihe von Müllautos zu befüllen.


    Wirtschaftswachstum bringt Müllwachstum
    Besonders stark wachse das Müllaufkommen immer dort, wo das Wirtschaftswachstum hoch sei - derzeit etwa in Ostasien, vor allem in China. Prognosen zufolge werde die südasiatische Wirtschaft, besonders die indische, um das Jahr 2025 stärker wachsen. Für die afrikanischen Staaten südlich der Sahara werde das für 2050 erwartet. Die Entwicklung in Afrika sei entscheidend dafür, wie hoch der Gipfel der weltweiten Müllerzeugung ausfallen wird und wann er erreicht wird, schreiben die Wissenschaftler.

    Ein Positivbeispiel sei neben San Francisco die japanische Stadt Kawasaki, in der industrielle Prozesse so verbessert worden seien, dass 565 000 Tonnen Müll pro Jahr vermieden werden. Überhaupt könne Japan ein Vorbild beim Umgang mit Müll sein, schreiben die Autoren. Der durchschnittliche Japaner verursacht demnach ein Drittel weniger Müll als der durchschnittliche US-Amerikaner - bei ähnlich hohem Bruttoinlandsprodukt. Hoornweg und Kollegen führen das auf kulturelle Normen, aber auch eine dichtere Bevölkerung in den Städten und die hohen Preise für Importgüter zurück.
    Quelle

    Fische verhungern mit vollem Magen: Plastikmüll verseucht deutsche Flüsse

    "Müll gibt es seitdem es Menschen gibt, und je moderner der Mensch, desto problematischer sein Müll. Zwar wird dieser inzwischen professionell entsorgt, aber noch heute wird zu viel und gedankenlos weggeworfen, was nicht gebraucht wird.
    So gehen kostbare Ressourcen verloren, bisweilen sogar mit System: etwa bei Lebensmitteln, die nach Produktion nur zur Hälfte unsere Teller erreichen, während der Rest im Abfall landet; oder bei der Masse an unnötigem Verpackungsmüll, mit dem Hersteller den Inhalt ihrer Produkte größer erscheinen lassen als er ist. Das sind nur zwei Themen unseres Schwerpunktes, der sich nur mit unserem Abfall beschäftigt."
    Geändert von delle59 (28.10.14 um 13:48 Uhr)
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    Zu viel Plastik im Meer
    Umweltamt: Plastiktüten sollen überall Geld kosten
    In Supermärkten kosten Plastiktüten bereits Geld – das Umweltbundesamt hält jedoch eine Bezahlpflicht in allen Läden für sinnvoll. In Deutschland geht der Verbrauch ohnehin stetig zurück: seit dem Jahr 2000 um eine Milliarde Tüten.

    Plastiktüten sollten aus Sicht des Umweltbundesamts beim Einkauf nicht gratis zu haben sein. „Bei Einwegtragetaschen aus Kunststoff spricht viel für eine Bezahlpflicht“, sagte Vizepräsident Thomas Holzmann am Montag. „Selbst wenn man sie zwei- oder dreimal verwendet, so lassen sie sich dennoch schwer mit Abfallvermeidung und effizienter Ressourcennutzung in Einklang bringen.“ Die bereits im Lebensmittelhandel übliche Praxis, dass Kunden an der Kasse für eine Plastiktüte bezahlen, solle auch auf andere Läden ausgeweitet werden.

    Holzmann argumentierte auch mit den vielen Plastiktüten, die an den Küsten von Nord- und Ostsee angeschwemmt werden. Trotz des in Deutschland hoch entwickelten Abfallwirtschaftssystems gelangten Kunststofftüten regelmäßig in die Umwelt; in den sogenannten Spülsäumen der Meere dominierten Kunststoffreste. Dieser Müll werde von den Meereslebewesen mit Nahrung verwechselt, könne die Mägen der Tiere verstopfen und so zum Tod oder inneren Verletzungen führen. Zusätze wie schädliche Weichmacher könnten in die Meeresumwelt gelangen.

    Deutschland deutlich unter EU-Durchschnitt
    In Deutschland zeigte des schlechte Image der Plastiktüte indes Wirkung: Der Verbrauch von Kunststofftragetaschen ist von rund sieben Milliarden Stück im Jahr 2000 auf rund sechs Milliarden im Jahr 2012 zurückgegangen, wie eine am Montag veröffentlichte Studie der Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung (GVM) ergab. Knapp drei von vier Verbrauchern (72 Prozent) sagen demnach, sie nutzten Tragetaschen mehrfach - und die letzte Verwendung ist die als Müllbeutel.

    Der Pro-Kopf-Verbrauch von Plastiktragetaschen liegt bei 76 Stück pro Jahr; im EU-Durchschnitt sind es 198. Laut Studie ist von den 2012 ausgegebenen 6,1 Milliarden Kunststofftragetaschen fast die Hälfte wiederverwendbar, nämlich 2,9 Milliarden. Die anderen 3,2 Milliarden Tüten sind das nicht, etwa, weil sie zu klein oder zu dünn sind. Als Beispiel nennt die Studie Drogeriemarkttüten.

    Plastiktüten werden mehrfach benutzt
    Die GVM ließ im Dezember 2012 rund tausend Deutsche nach ihrem Plastiktüten-Gebrauch befragen. Fast ein Drittel (31 Prozent) sagten, sie nutzten die Tragetaschen mehr als fünfmal, weitere 30 Prozent demnach mehr als dreimal. Fazit der Studie ist, dass Verbraucher und Handel überwiegend verantwortlich mit Kunststofftragetaschen umgehen. Zudem sorgten das deutsche System der Erfassung und Verwertung von Verpackungen dafür, dass die Tragetaschen „geordnet“ verwertet werden. Der Anteil der Tragetaschen am Siedlungsabfall beträgt demnach 0,17 Prozent.
    Quelle

    Mal ehrlich? Auch wenn Deutschland deutlich unter EU-Durchschnitt liegt.
    Find ich gut wenn das gemacht wird. Ich weiß nicht wann ich die letzte Plastiktüte im Laden gekauft habe.
    Hab grundsätzlich meine Stofftasche dabei, immer. Wenn ich dann hinten bin und seh am Leergutautomat die ganzen leeren Plastik-Tüten die die Leute dann einfach liegen lassen, sag ich mir infach; zu viel Kohle noch die Gesellschaft.
    :flower: :flower:
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    Sehr Lobenswert Delle :yes: . Ich bin zwar auch ein Plastiktütenmehrfachnutzer, aber das auch nur, weil ich immer vergesse, eine mit zum einkaufen zu nehmen. Ich bin dafür die Preise dafür auf 5 Euro(!!!) anzuheben. Denn dann denkt der Verbraucher gleich dreimal nach, ob er sie wirklich braucht. Man kann uns Menschen nur erziehen, wenns richtig weh tut. Und die Mehreinnahmen werden für ein effektiveres Recycling genutzt. :flower:
    Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu lassen und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas ändert.
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  8. Bedankos delle59, märi bedankte(n) sich für diesen Post
  9. #5
    Avatar von master_of_disaster



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    So siehts aus Delle, ich geh übrigens wenn überhaupt auch nur mit meiner Stofftasche einkaufen. :yes:

    Wieso Plastiktütenpreise erhöhen wenn man sie komplett abschaffen könnte?
    Von mir aus können die bei Aldi und Lidl ab sofort nur noch Stofftaschen verkaufen.
    „Die Anzahl unserer Neider bestätigt unsere Fähigkeiten.“ - Oscar Wilde

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    EU-Parlament will Plastiktüten-Flut eindämmen
    Weniger Abfälle aus Kunststoff und Plastik: In etwa fünf Jahren soll die Menge der ganz leichten Plastiktüten, die am häufigsten genutzt werden, um 80 Prozent verringert werden.

    Das Europaparlament will den Verbrauch umweltschädlicher Plastikbeutel deutlich einschränken. Bis 2019 sollten die europäischen Länder die Zahl der schädlichsten Tüten um 80 Prozent verringern, forderten die Straßburger Abgeordneten. Konkret bezieht sich der Vorstoß auf Einwegtüten mit einer Wandstärke von weniger als 0,05 Millimeter - solche Beutel werden in Europa besonders häufig verwendet.

    Die Forderung wird allerdings nur Gesetz, wenn ihr auch die 28 europäischen Regierungen im EU-Ministerrat zustimmen.

    Laut den Vorstellungen der Parlamentarier können die Länder Gebühren auf Tüten einführen oder das Ziel auch mittels Verboten anpeilen. Ausnahmen soll es für sehr dünne Beutel geben, die dem hygienischen Transport von frischem Fleisch, Fisch und Käse dienen. Das Parlament schlägt auch vor, Obst, Gemüse und Süßigkeiten künftig grundsätzlich in Papiertüten oder biologisch abbaubaren Plastiktüten zu verkaufen.

    In der Europäischen Union landen jedes Jahr mehr als acht Millionen Plastiktüten auf dem Müll. Viele von ihnen gelangen in die Meere, wo sie Fische, Vögel, Schildkröten und andere Tiere gefährden.

    Der Verbrauch ist in den einzelnen EU-Ländern sehr unterschiedlich: Während Dänen und Finnen pro Kopf nur vier Einwegtüten jährlich verwenden, benutzen Bürger südlicher und östlicher Länder - etwa Portugiesen und Polen - rund 500 Tüten. Der Durchschnittsverbrauch in ganz Europa liegt bei 176 Einwegtüten.
    Quelle
    Geändert von delle59 (28.10.14 um 13:48 Uhr)
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    Müll weit über Meeresböden vor Europa verteilt


    Unser Müll eilt uns selbst in die Tiefseegräben voraus. Bei einer weiträumigen Studie zur Müllverteilung und -dichte auf dem Meeresboden rund um Europa fanden Forscher an allen untersuchten Stellen Abfall.

    Ihre Ergebnisse veröffentlicht die internationale Gruppe um Christopher Pham vom Meeresforschungsinstitut der Universität der Azoren (Horta/Portugal) im Fachjournal „PLOS ONE“. An der Studie waren auch das Alfred-Wegener-Institut (Awi) in Bremerhaven und die Jacobs Universität Bremen beteiligt.

    Pham und seine Kollegen nutzten für ihre Untersuchung fast 600 Bild- und Videoaufzeichnungen sowie Grundschleppnetzfänge von 32 verschiedenen Stellen des Meeresbodens im Atlantik und im Mittelmeer. An all diesen Stellen lag Müll: von den flachen Küstenregionen bis zu 4500 Meter tiefen Tiefseegräben, und selbst am 2000 Kilometer von der Küste entfernten Mittelatlantischen Rücken. Die höchste Mülldichte fanden die Wissenschaftler in unterseeischen Gräben wie beim Lisbon Canyon vor der Küste Portugals. Das liegt unter Umständen daran, dass diese Gräben oft die flachen Küstengewässer mit der Tiefsee verbinden. Durch sie treibt der Müll von den Küsten in tiefere und weiter abgelegene Regionen.

    Plastik, vor allem Flaschen und Tüten, stellt mit 41 Prozent den Großteil des gefundenen Abfalls. Ein weiteres Drittel besteht aus Fischereimüll wie Netzen und Leinen. Zudem fanden Pham und seine Kollegen Glas, Metall, Holz und Papier, aber auch Keramik und zahlreiche unidentifizierte Gegenstände. „Wir waren sehr überrascht zu sehen, wie weit sich unser Müll in den Meeren schon verbreitet hat“, sagte Melanie Bergmann nach einer Mitteilung des Awi.

    „Die große Menge an Müll, die den Tiefseeboden erreicht, ist ein ernstes weltweites Problem“, erklärte Pham in einer begleitenden Pressemitteilung des Fachjournals. „Unsere Ergebnisse unterstreichen das Ausmaß dieses Problems und zeigen die Notwendigkeit, Maßnahmen gegen eine weitere Anreicherung von Müll im Meer zu ergreifen.“ Mitautor Kerry Howell von der Universität Plymouth, Großbritannien, fügt hinzu: „Der größte Teil der Tiefsee ist vom Menschen noch unerforscht, und viele Stellen haben wir zum ersten Mal besucht. Wir waren schockiert zu sehen, dass unser Müll schon vor uns da war.“

    Nach einem Bericht des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (Unep) gelangen jedes Jahr rund 6,4 Millionen Tonnen Müll ins Meer. Dieser gefährdet die Umwelt in vielerlei Weise: Tiere, insbesondere Meeressäuger, Schildkröten und Vögel, können sterben, wenn sie den Müll fressen oder sich darin verfangen. Auch können beispielsweise giftige Substanzen freigesetzt oder die Ausbreitung gebietsfremder Arten gefördert werden.

    Plastikteile zerfallen innerhalb von Jahren in winzige Partikel. Diese könnten zusätzliche ökologischen Schaden anrichten, vermutet Bergmann. „Denn das Mikroplastik bietet nicht nur eine willkommene Oberfläche für verschiedene fettliebende Giftstoffe, es kann sich auch innerhalb der Nahrungskette anreichern.“ In einigen Nordsee-Fischen und Langusten sei bereits Mikroplastik nachgewiesen worden. Bergmann hatte in einer früheren Studie zudem 3000 Fotoaufnahmen einer ferngesteuerten Tiefseekamera ausgewertet und Plastik auch in der Arktis entdeckt.
    Quelle
    Geändert von delle59 (28.10.14 um 13:51 Uhr)
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    Suche nach Flug MH 370 offenbart Müllproblem in Weltmeeren
    Jedes Jahr landen Millionen Tonnen Müll im Meer – und treiben sogar in so entlegene Regionen wie die, in welcher Flug MH 370 abstürzte. Der Abfall bereitet nicht nur bei der Suche nach dem Flugzeugwrack Probleme.

    Die Abfälle stören nicht nur die Suche nach dem Flugzeug – sie stellen auch eine riesige Gefahr für die Tierwelt dar: Polizisten beobachten wie Trümmer und Schutt an den Mount Maunganui Beach gespült werden. (13. Oktober 2011)
    Bild: Mark Mitchell/Keystone
    Wenn die MH-370-Suchmannschaften von ihren Flugzeugen aus angestrengt ins Wasser schauen, sehen sie immer wieder etwas im Meer treiben: ein orangefarbenes Objekt, Bojen, ein rechteckiges blaues Teil, einen zackigen rostbraunen Gegenstand, Taue. Nichts davon liess sich bislang als Wrackteil des verschwundenen Flugzeuges der Malaysia Airlines identifizieren.

    Alles, was die Besatzungen der ebenfalls mitsuchenden Schiffe aus dem Indischen Ozean zogen, war schlicht und einfach Müll. Dabei stören die Abfälle, die auch in schwimmenden Inseln aus Fischernetzen, Plastikteilen und Holz herumtreiben, nicht nur die Suche nach dem Flugzeug. Sie stellen auch eine riesige Gefahr für die Tierwelt dar.

    «Viele Meeresschildkröten wie etwa die Lederschildkröte ernähren sich gezielt von Quallen. Wenn sie kleine Plastiktüten treiben sehen, wie diejenigen, die wir beim Obstkauf verwenden, dann verschlucken sie das vermeintliche Futter. Daran gehen sie zugrunde», erklärt Stephan Lutter, Meeresschutzexperte beim World Wide Fund For Nature (WWF).

    Tödliche Verwechslung: Viele Meeresschildkröten halten kleine Plastiktüten für Quallen, verschlucken das vermeintliche Futter und gehen daran zugrunde. (1. August 2007)
    Bild: Mike Nelson/Keystone
    Abbau dauert Jahrzehnte
    Acht Millionen Müll-Teile landen täglich in den Weltmeeren, schätzt der WWF: Kanister, PET-Flaschen, Zahnbürsten, Einmalrasierer – drei Viertel davon sind Plastik. Das braucht im Wasser Jahrzehnte oder sogar Jahrhunderte, bis es zersetzt ist.

    «Ich habe sogar schon einen ganzen Kühlschrank im Meer treiben sehen», sagt Britta Denise Hardesty, Ökologin der australischen Forschungsbehörde CSIRO. Viel Abfall jedoch werde etwa durch Wellen oder Strömungen schnell in immer kleinere Stücke zerlegt. «Vor der Westküste Australiens, wo das Flugzeug abgestürzt sein soll, treiben 5000 bis 30 000 winzige Müll-Teilchen in einem Kubikkilometer Wasser», sagt sie.

    Vögel wie Albatrosse hielten die Plastikteile für Futter und verschluckten sie. «In ihren Mägen haben wir schon ganze Leuchtstäbe gefunden, wie sie Angler verwenden, auch Ballone, Schleifen, Feueranzünder oder Flaschenverschlüsse», sagt Hardesty. «Die Vögel verhungern mit vollem Magen.»

    Auch Fischernetze, die über Bord geworfen wurden oder verloren gingen, stellten ein Problem für Delfine oder Robben dar. «Wir nennen sie Geisternetze.»

    Riesige Müllstrudel
    Mittlerweile ist kein Teil der Weltmeere mehr frei von Plastik, wie Thilo Maack betont, Biodiversitätsaktivist von Greenpeace. «Ich habe schon Bilder von einem weissen Gartenstuhl gesehen, der im Schlamm in 9000 Meter Tiefe stand.» Die grossen Strömungen sorgten dafür, dass eine Plastikflasche, die vielleicht an der Ostküste Afrikas ins Meer geschmissen wurde, in Indonesien an den Strand gespült werde.

    Das Schwemmgut bildet in allen Weltmeeren auch riesige Müllstrudel. Der bekannteste ist der «Great Pacific Garbage Patch» im Nordpazifik, der die Grösse von Zentraleuropa hat.

    «Dort war ich Tauchen und sah im Gegenlicht, wie sich die Sonne überall in den winzigen, einen halben Millimeter grossen Plastikteilchen bricht», erzählt Maack. Die Teile sind so klein wie Makroplankton – und werden etwa von Walen mitgefressen.

    Acht Millionen Partikel Müll landen täglich in den Weltmeeren: Kanister, PET-Flaschen, Zahnbürsten, Einmalrasierer – drei Viertel davon sind Plastik. (22. März 2014)
    Bild: Noel Celis/AFP
    Plastikenten auf Weltreise
    Es gibt auch Medienberichte von Geisterschiffen oder ganzen Häusern, die zum Beispiel durch den Tsunami in Japan auf den Weltmeeren herumschwimmen. Daneben verlieren ab und an Containerschiffe ihre Ladung. Der wohl berühmteste Verlust ist ein Container voller gelber Quietsche-Enten, die noch Jahre später an Küsten von Pazifik und Atlantik trieben.

    «Schiffcontainer sind eine grosse Sorge für uns. Aber die meisten sind entweder leicht zu sehen oder sinken», erklären Jon und Sue Hacking per E-Mail. Sie fahren mit ihrer Yacht «Ocelot» seit 2001 um die Welt und sind gerade in Malaysia.

    Eine grössere Sorge für ihren Katamaran seien aufgegebene Fischer-Stege in Südostasien oder treibende Baumstämme. Hinzu kämen Plastikflaschen, Styropor sowie Kunststoffseile und -netze. «Wenn wir segeln, sehen wir normalerweise jeden Tag irgendwelche Verschmutzung.»

    Der Hamburger Sönke Roever, der mit seiner Frau um die Welt segelte, hat zwar wegen des meist starken Wellengangs auf See nicht nach Müll Ausschau gehalten. «Trotzdem sahen wir Euro-Paletten, Styropor-Kisten von Fischkuttern und einmal sogar eine tote Kuh», sagt er.

    «Unwägbarkeit ist riesig»
    Wo die Wrackteile des verschwunden Flugzeugs sich dreieinhalb Wochen nach dem Absturz befinden könnten, ist laut dem Ozeanographen Jochen Kämpf von der Flinders University in Australien kaum mehr auszumachen. «Selbst wenn wir die genaue Absturzstelle kennen würden, hätte das Suchgebiet enorme Ausmasse», sagt er.

    Grund dafür seien grosse fast unberechenbare Wirbel im Wasser. «Sie sind wie Wettererscheinungen in der Atmosphäre, mit Hunderten Kilometern Durchmessern», sagt Kämpf.

    Schwimmende Teile trieben darin mit einer Geschwindigkeit von 43 Kilometern am Tag - und könnten ausserdem von einem Wirbel zum nächsten gereicht werden. «Die Unwägbarkeit ist riesig.»
    Quelle

    Daneben verlieren ab und an Containerschiffe ihre Ladung: Container des 47'300-Tonnen-Schiffs Rena fallen vom Deck, nachdem das Schiff ein Riff in Neuseeland gerammt hatte. (17. Oktober 2011)
    Bild: Svitzer/Reuters
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    AW: Abfallberge wachsen der Menschheit über den Kopf

    Plastiktüten sollen schrittweise verschwinden

    Die EU hat sich auf einen Kompromiss zur Verringerung von Plastikmüll geeinigt. Der Vorschlag muss noch vom Rat abgesegnet werden.


    Plastiktüten wie diese sollen in der EU womöglich bald kostenpflichtig zum Einkauf
    dazu zu bekommen sein. | © Daniel Reinhardt / dpa


    Die Europäische Union will den Verbrauch von umweltschädlichen Plastiktüten reduzieren. Unterhändler der 28 Mitgliedsländer, des Europaparlaments und der Brüsseler Kommission haben sich auf einen Kompromiss geeinigt. Wie eine Sprecherin im Europaparlament mitteilte, soll der durchschnittliche Verbrauch von Tüten pro Jahr und pro Kopf von derzeit rund 200 bis zum Jahr 2019 auf etwa 90 verringert werden. Bis zum Jahr 2025 sollen jährlich nur noch rund 45 Tüten pro Verbraucher anfallen. Von der Neuregelung sind Einwegtüten betroffen, die oft umsonst an der Supermarktkasse oder im Schuhgeschäft erhältlich sind.

    Ein Modell sieht vor, verbindliche Gebühren für Plastiktüten einzuführen, wie dies beispielsweise in Irland erfolgreich geschehen ist. Dort ging nach Angaben des Europaparlaments die Zahl der Einwegplastiktüten binnen wenigen Monate um etwa 90 Prozent zurück. Der Kompromiss muss allerdings noch vom Rat abgesegnet werden, in dem die 28 EU-Staaten vertreten sind. Weil die Brüsseler Kommission keine verbindlichen Zielvorgaben wollte, müssen die Staaten die Vorlage einstimmig billigen. Die Abstimmung darüber ist am Freitag geplant. Anschließend geht der Entwurf noch ins Europaparlament, wo er vom Plenum verabschiedet werden muss.

    Von der Regelung ausgenommen sollen dünne Tüten sein, in die Obst oder Fleisch verpackt werden . Die Ausnahme wird vor allem damit begründet, dass ein Verbot noch schädlichere Verpackungen wie etwa Schalen aus Schaumstoff verbreiten könnte.

    Nach Angaben des Europaparlaments werden in der EU jährlich rund hundert Milliarden Plastiktüten verwendet, etwa acht Milliarden davon gelangen durch achtloses Wegwerfen in die Weltmeere, wo sie Tiere töten oder über Fische in die Nahrungsmittelkette gelangen können.

    Im Jahr 2010 lagen die Deutschen mit einem Verbrauch von rund 70 Tüten pro Kopf im Mittelfeld aller EU-Bürger, das Schlusslicht bildeten Polen und Portugiesen mit 450 Stück.
    zeit.de

    EU setzt auf Jutebeutel
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    AW: Abfallberge wachsen der Menschheit über den Kopf

    Studie
    270.000 Tonnen Plastikmüll treiben auf den Weltmeeren


    Mit dem Plastikabfall, der auf den Ozeanen schwimmt, lassen sich mehrere Zehntausend Müllwagen füllen. Was unter der Oberfläche liegt, ist dabei noch nicht erfasst.


    Laut einer Studie der Umweltschutzorganisation 5 Gyres schwimmen auf den Weltmeeren mehr
    als fünf Billionen Stück Plastikmüll. | © Ralph Goldmann/dpa


    Auf den Weltmeeren treiben laut einer neuen Schätzung mehr als fünf Billionen Plastikteile mit einem Gesamtgewicht von fast 270.000 Tonnen. Das sei so viel Abfall, wie nicht einmal in 38.500 Müllwagen passe, schreiben die Autoren einer Studie, die das Fachjournal Plos One veröffentlichte.

    Für ihre Erhebung untersuchten die Wissenschaftler Daten, die bei insgesamt 24 Expeditionen zu den großen Meeresströmungen zwischen 2007 und 2013 gesammelt wurden, darunter vor der australischen Küste, im Mittelmeer und im Golf von Bengalen. So schätzten sie das Gesamtgewicht der Plastikabfälle. Mit Computermodellen wurde für nicht untersuchte Gebiete hochgerechnet, wie viel Müll auch dort schwimmt.

    Führender Autor der Studie ist Markus Eriksen von der Umweltorganisation 5 Gyres Institute, die sich für die Reduzierung von Plastikmüll auf den Weltmeeren einsetzt.



    Die Studie bezieht sich lediglich auf Plastikabfall an der Wasseroberfläche. Wie viel Material auf dem Meeresboden liegt, erforschten die Wissenschaftler nicht.

    Den Wissenschaftlern zufolge lagern große Mengen Plastikabfall an den Küsten der Ozeane, durch die Strömungen werden kleine Partikel aber davongetragen. Somit sei das gesamte Ökosystem der Meere betroffen, Plastikpartikel gelangten letztlich in die Nahrungskette der Meerestiere.
    zeit.de
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