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    Luftschiff soll Frachttransporte revolutionieren

    Luftschiff soll Frachttransporte revolutionieren

    Das US-Militär investiert Milliarden in neue Rüstungsgüter. Davon profitierte das Luftschiff der Firma Worldwide Aeros: Der Prototyp Dragon Dream soll den Frachtmarkt umkrempeln.


    Ein revolutionäres Luftschiffprojekt unternimmt einen neuen Anlauf. Der Prototyp Dragon Dream der kalifornischen Firma Worldwide Aeros ist in ersten Tests außerhalb der Fertigungshalle bereits abgehoben und hat damit seine Flugfähigkeit unter Beweis gestellt. In Kürze soll der historische längere Erstflug erfolgen, heißt es bei der Firma. Die US-Flugsicherheitsbehörde FAA habe grünes Licht gegeben.

    Der 77 Meter lange Prototyp ist nicht nur der Vorläufer für ein dann doppelt so großes Luftschiff, das eines Tages 66 Tonnen Fracht transportieren soll. Es ist auch das Überbleibsel für ein 2010 gestopptes, noch ambitionierteres Luftschiffprojekt des US-Militärs. Dabei sollten unter dem Projektnamen Walrus 500 oder sogar 1000 Tonnen bis zu 22.000 Kilometer weit per Luftfracht transportiert werden.

    Bislang sieben Milliarden Dollar investiert

    Sie investierten in den vergangenen sechs Jahren etwa sieben Milliarden Dollar in diverse Projekte. Sie stoppten zuletzt aber mehrere ambitionierte Vorhaben, wie die Entwicklung des Riesen-Fracht-Luftschiffs oder hochfliegender Überwachungs-Luftschiffe über Afghanistan. Entweder liefen die Kosten aus dem Ruder, oder die Zeitpläne wurden nicht eingehalten. Zudem konnten technische Herausforderungen auf die Schnelle nicht gelöst werden.

    Die großen US-Rüstungsfirmen wie Lockheed Martin, Boeing oder Northorp Grumman haben mehr oder weniger gute Erfahrung mit dem Luftschiffbau. Bislang ist es für keinen Hersteller ein Seriengeschäft.

    Bei der kalifornischen Firma Worldwide Aeros wurde das jetzt vor dem Erstflug stehende Luftschiff mit Geldern der US-Militärs entwickelt. Von der Technologie ist es ein Starrluftschiff, hat also ein Gerippe im Inneren, wie die am Bodensee gebauten deutschen Zeppelin-Luftschiffe.

    Nach den Vorstellungen der Aeroscraft-Manager soll der künftige Laster der Lüfte bis zu 66 Tonnen in bis zu 5000 Kilometer entfernt gelegene Ecken des Globus transportieren. Worldwide Aeros spricht von einer Revolution im Frachttransport durch die sogenannte Leichter-als-Luft-Technologie mit Punkt-zu-Punkt-Verbindungen.


    Erinnerungen an Cargolifter werden wach


    Das erinnert an das deutsche Cargolifter-Projekt, bei dem ein 260 Meter langes Transportluftschiff 160 Tonnen transportieren sollte. Nach mehrmaligen Verzögerungen und Kostensteigerungen musste die börsennotierte Firma 2002 Insolvenz anmelden. Eine Nachfolgegesellschaft versucht derzeit einen Neustart mit einem kleinen Lastenballon, an dem das Technische Hilfswerk aktuell Interesse bekundet.

    Bei der Firma Worldwide Aeros, die 1987 vom Ukrainer Igor Pasternak gegründet wurde, wird offen eingeräumt, dass erst Gelder der Militärs und der Nasa das aktuelle Projekt ermöglichten. Angeblich stecken 36 Millionen Dollar Steuergelder in dem Vorhaben.

    Eine Besonderheit an dem Dragon-Dream-Prototyp ist, dass er ohne Hilfe einer Bodenmannschaft, wie in früheren Zeppelin-Zeiten, senkrecht starten und landen kann. Im Unterschied zur Technologie des Cargolifter-Luftschiffs soll der US-Transporter beim Ausladen der schweren Fracht kein Ausgleichsgewicht an Bord nehmen müssen.

    Beim Cargolifter war geplant, Tausende Liter Wasser an Bord zu pumpen. Beim Dragon Dream soll der Ausgleich für den Auftrieb durch ein technisch anspruchsvolles Zusammendrücken des Helium-Auftriebsgases in Druckbehältern bewerkstelligt werden. Noch handelt es sich um einen Prototypen. Die Bewährung in der Praxis kommt erst noch.

    Seit Jahren wird immer wieder eine Renaissance der Luftschiffe vorhergesagt. Viele Projekte bringen es aber nicht viel weiter als ambitioniert formulierte Vorhaben für Fracht- oder Personentransporte in Hochglanzprospekten. Im Unterschied zur weitgehend fehlenden staatlichen Unterstützung in Europa zeigen zumindest die US-Militärs Interesse an Luftschiffen.

    Quelle
    Geändert von salviner01 (27.11.14 um 15:19 Uhr)
    Ich bin fest davon überzeugt, daß es für den Tonfilm einen Markt gibt.
    Thomas Alva Edison (1847 - 1931)
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