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    Gehalt deutscher

    Parteien wollen Gehalt deutscher Manager begrenzen
    Nach der Schweizer Volksabtimmung gegen "Abzockerei" fordern auch deutsche Politiker eine Diskussion über Gehaltsgrenzen für Manager. Strittig ist jedoch, wie das umgesetzt werden kann. Wirtschaftsexperten warnen vor gesetzlichen Regelungen.

    Deutsche Politiker haben das Schweizer Votum zur Regulierung von Managergehältern begrüßt. Am Sonntag stimmten mehr als zwei Drittel der Schweizer für die "Volksinitiative gegen die Abzockerei". Sie will erreichen, dass künftig die Aktionäre von Unternehmen über Spitzengehälter bestimmen. Die Entscheidung hat auch die Debatte in Deutschland neu entfacht.

    Das Klima wandelt sich
    Der stellvertretende SPD-Fraktionschef Joachim Poß sieht die Schweizer Entscheidung als richtungsweisend: "Dass sogar ein Land mit liberaler Wirtschaftstradition so abstimmt, macht deutlich, dass das Klima sich wandelt", sagte er der "Berliner Zeitung". Die SPD sei weiter dafür, die Vergütung von Vorständen und die steuerliche Absetzbarkeit von deren Gehältern gesetzlich zu begrenzen.

    Zwar könne die Entwicklung in der Schweiz nicht eins zu eins auf Deutschland übertragen werden, sagte Poß. Aber es gehe um den Grundsatz: "Die Menschen akzeptieren dieses perverse Boni-System nicht nur bei Banken, sondern auch in der Realwirtschaft nicht mehr. "

    Stärkere Regeln gegen Gier
    Auch die Union spricht sich für eine Mitbestimmung bei Managergehältern aus. "Es ist besser, wenn die Aktionäre entscheiden als wenn sich der Staat einmischt", sagte Vize-Fraktionschef Michael Fuchs (CDU) der "Berliner Zeitung". Aktionäre hätten als Miteigentümer kein Interesse, ihrem Unterehmen zu schaden.

    Der finanzpolitische Sprecher der Grünen-Fraktion, Gerhard Schick, sagte den Zeitungen der WAZ-Gruppe, die schwarz-gelbe Koalition in Berlin solle dieses Signal ernst nehmen. "Wir brauchen auch in Deutschland stärkere Regeln gegen Gehaltsexzesse." Auch Linken-Parteichefin Katja Kipping fand deutliche Worte: "Dass ein DAX-Vorstand 54 mal so viel verdient wie ein Angestellter, ist sachlich durch nichts als Gier zu begründen".

    Wirtschaft will keine Eingriffe
    Der Wirtschaftsexperte Michael Hüther vom Institut der deutschen Wirtschaft in Köln begrüßte in der "Bild"-Zeitung die öffentliche Debatte, warnte allerdigns vor einer gesetzlichen Regelung: "Statt mehr Gesetzen brauchen wir mehr Aufsichtsräte und Vorstände, die selbst Verantwortung übernehmen», sagte Hüther der "Bild"-Zeitung.

    Der Direktor des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts (HWWI), Thomas Straubhaar, sagte der "Neuen Osnabrücker Zeitung", er halte Eingriffe von außen bei den Managergehältern für falsch. "Aus meiner Sicht müssen sich sowohl der Gesetzgeber wie auch die Öffentlichkeit aus der Lohnfindung in einzelnen privaten Betrieben völlig raushalten", sagte der Ökonom, der selbst Schweizer ist.

    Initiative kommt nach ein bis zwei Jahren
    Die Schweizer Initiative sieht für Verstöße gegen die Neuregelungen Freiheitsstrafen von bis zu drei Jahren sowie hohe Geldstrafen vor. Es dürfte aber noch mehr als ein Jahr dauern, bis die Regelungen in Kraft treten. Die Regierung muss zunächst einen entsprechenden Gesetzentwurf formulieren und dem Parlament zur Abstimmung vorlegen. Es ist nicht ausgeschlossen, dass es den Gegnern der Initiative im Parlament gelingt, die Regeln noch abzuschwächen und mit Ausnahmen zu versehen.
    Quelle

    Schweizer gegen üppige Manager-Bezahlung
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    Gehälter für Dax-Manager steigen auf Rekordniveau
    Eine aktuelle Studie zeigt: Die Spitzenkräfte der Dax-Konzerne konnten 2012 Gehälter in Millionenhöhe verbuchen. Dabei variieren die Bezüge je nach Konzern stark – und einer übertrifft sie alle.

    Die Topmanager der Dax-Konzerne haben 2012 millionenschwere Gehälter kassiert. Das berichtet der "Bundesanzeiger Verlag" in einer aktuellen Studie. Demnach ist – nach einem Rückgang der Bezüge in den Krisenjahren 2008 und 2009 – das Vergütungsniveau stetig gestiegen und hat die Werte der Zeit vor der Finanzkrise übertroffen.

    Für reguläre Vorstandsmitglieder ermittelte die Studie Gehälter von 1,1 Millionen bis 5,7 Millionen Euro, für Vorstandschefs von 1,4 Millionen bis 14,5 Millionen Euro. Der größte Teil der Gehälter (68 Prozent) wird erfolgsabhängig ausgezahlt.

    Allerdings variieren die Bezüge beträchtlich. Bei der Commerzbank, Beiersdorf, Continental, Infineon und ThyssenKrupp lagen sie zwischen 1,1 Millionen und 1,8 Millionen Euro. Bei Volkswagen, SAP und Merck wurde zum Teil das Fünffache gezahlt. Unter den Vorstandsvorsitzenden war VW-Chef Martin Winterkorn 2012 mit 14,5 Millionen Euro einsamer Spitzenreiter, gefolgt von Daimler-Chef Dieter Zetsche mit 8,3 Millionen Euro.

    Boni werden wieder wichtiger

    Zunehmende Bedeutung gewännen die erfolgsbasierten Gehaltsbestandteile, hieß es in dem von Ökonomen der Universitäten Köln und Göttingen verfassten Bericht weiter. Darüber hinaus zeige das vergangene Jahr, dass kurzfristige Bonuszahlungen wieder eine größere Bedeutung erhielten.

    Vordergründig betrachtet widerspreche diese Entwicklung den Vorgaben des Aktienrechts, wonach die Vergütungsstrukturen börsennotierter Gesellschaften auf die "nachhaltige Unternehmensentwicklung" auszurichten seien.

    Erst am Montag hatte die Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) eine Studie vorgestellt, wonach die Zuwächse der Managergehälter 2012 mit einem Plus von 2,5 Prozent moderater ausgefallen seien als ein Jahr zuvor.

    Im Schnitt lagen sie bei den Dax-Konzernen bei 3,2 Millionen Euro pro Vorstand. Zugleich warnten die Aktionärsschützer aber vor versteckten Zuschüssen und höheren Pensionszahlungen.

    Quelle
    Geändert von salviner01 (25.11.14 um 23:51 Uhr)
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    EU will Managergehälter begrenzen lassen
    Die Europäische Kommission macht sich laut einem Zeitungsbericht für eine Begrenzung von Managergehältern durch die Eigentümer stark. Aktionäre sollen demnach künftig auf der Hauptversammlung über die Vergütung der Vorstandsmitglieder abstimmen. Dabei sollen sie auch festlegen, um welchen Faktor die Entlohnung des Vorstands über dem Durchschnittslohn der Mitarbeiter liegen darf. Dies geht aus einem internen Entwurf für die geplante Neufassung der Aktionärsrechterichtlinie hervor, der der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" vorliegt.

    EU-Binnenmarktkommissar Michel Barnier wolle die Maßnahmen voraussichtlich im März offiziell vorschlagen. Eine pauschale Deckelung der Gehälter des Vorstands sehe das Papier nicht vor. Die EU hat bisher nur eine Begrenzung der Boni von Bankern beschlossen.

    Die Vorschläge der Kommission gehen damit über das hinaus, was Union und SPD in ihren Koalitionsverhandlungen zum Thema Managergehälter vereinbart hatten. Die Forderung der Sozialdemokraten, dass der Aufsichtsrat "ein Maximalverhältnis zwischen der Gesamtvergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder und dem durchschnittlichen Arbeitnehmereinkommen des jeweiligen Unternehmens" festlegen soll, war aus dem Koalitionsvertrag wieder gestrichen worden.

    Die EU-Kommission begründet ihren Vorstoß mit dem Argument, dass die Entlohnung des Vorstands in den vergangenen Jahren nicht ausreichend auf die Interessen der Aktionäre ausgerichtet gewesen sei. Da im Mai Europawahlen anstehen, dürften die Beratungen über den Vorschlag allerdings erst in der zweiten Hälfte dieses Jahres beginnen, schreibt die "Frankfurter Allgemeine".
    Quelle
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