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    [ST] Gema vs. Google vs. Musikindustrie: YouTube/Urheberrechtstreit

    Gema will echte Namen oder Geld


    Anhang 235


    Der Verein Musikpiraten hat ein Album mit Liedern unter Creative-Commons-Lizenz herausgebracht. Weil zwei Künstler nur unter Pseudonym auftreten, klagt nun die Gema. Sie fordert echte Namen.

    Hamburg - Es geht auch ohne Gema: Der Verein Musikpiraten hat im vergangenen Jahr einen Sampler mit 19 Liedern veröffentlicht, deren Künstler sich nicht von der Verwertungsgesellschaft vertreten lassen - sondern ihre Songs unter eine Creative-Commons-Lizenz gestellt haben. Das heißt, man kann die Lieder verwenden, zum Teil sogar für kommerzielle Zwecke, ohne dass man dafür an die Gema zahlen muss.

    Nun hat die Gema die Musikpiraten verklagt, die erste Verhandlung vor dem Amtsgericht Frankfurt soll am 9. Juli stattfinden. Es geht um das Lied "Dragonfly" von der Band Texasradiofish, das laut Musikpiraten im Dezember 2010 auf Ccmixter veröffentlicht wurde, einer Plattform für Musik unter Creative-Commons-Lizenz.

    Doch weil die beiden Musiker der Band nur unter den Pseudonymen Electronico und ElRon XChile auftreten, kann die Gema nach eigenen Angaben nicht prüfen, ob sie die beiden Künstler nicht womöglich doch vertritt - oder eine der weltweit angeschlossenen Verwertungsgesellschaften. Den Nachweis, dass keine Gema-Lizenzpflicht auf der CD ist, muss der Hersteller erbringen.

    Doch die Gema besteht auf bürgerlichen Namen, weswegen man sich nun vor dem Amtsgericht sieht. "Ich gehe davon aus, dass das Gericht diese Forderung der Gema um die Ohren hauen wird", wird Musikpiraten-Chef Christian Hufgard in einer Mitteilung zitiert. Das deutsche Urheberrechtsgesetz sehe explizit die Möglichkeit der pseudonymen und anonymen Veröffentlichung vor.

    Tatsächlich können sich Künstler bei der Gema mit einem Pseudonym registrieren. "Trotzdem brauchen wir immer auch den bürgerlichen Namen", sagt Gema-Sprecher Peter Hempel. "Die Gefahr einer Verwechslung ist sonst einfach zu hoch." Das sehen die Musikpiraten allerdings anders. "Wenn ein Pseudonym nicht in der Datenbank der Gema gefunden werden kann, dann darf sie dafür auch kein Geld verlangen", so Hufgard.


    Quelle:http://www.spiegel.de/netzwelt/netzp...-a-841099.html

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    ja so war auch meine denkweise.ich versuche mich gerade(seid 2 tagen) durch den geschäftsbericht von den eingetragenen verein zu wurschteln...nur leider bin ich kein kaufmann...ich will wissen wie die feststellen welcher musiker was an kohle ab bekommt...da steht immer nur was von "prozenten hast du nicht gesehen" und ordentlichen mitgliedern und außerordentlichen mitgliedern...sollen die doch aufschlüsseln künstler bei label a bekommt das und künstler bei label b bekommt das...hmmpf

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    Gema gegen Google: Urheberrechtstreit vorerst gescheitert

    Das ist bisher passiert:
    Warum Deutschland schwarz sieht
    Gema gegen Youtube Beide sehen sich als Gewinner
    Gema vs. YouTube geht in die nächste Runde


    GEMA erklärt Verhandlungen mit YouTube für gescheitert
    Die GEMA hat die Verhandlungen mit Youtube für gescheitert erklärt. Das Deutsche Patent- und Markenamt soll nun als Schiedsstelle den Fall neutral prüfen. Außerdem reichte die GEMA gegen Youtube wegen der auf Youtube geschalteten Sperrtafeln eine Abmahnung ein.

    Die deutsche Rechteverwertungsgesellschaft GEMA hat die jahrelangen Verhandlungen mit dem Internetportal YouTube über die Vergütung von im Netz abgerufenen Musikvideos endgültig für gescheitert erklärt und ein offizielles Schlichtungsverfahren beantragt. Wie die GEMA mitteilte, schaltete sie die Schiedsstelle des Deutschen Patent- und Markenamts in München ein, um das von ihr geforderte Vergütungsmodell prüfen zu lassen. Das Amt ist bei Auseinandersetzungen über Urheberrechtsangelegenheiten in Deutschland laut Gesetz für eine neutrale Klärung und Prüfung zuständig.

    Trotz jahrelanger Gespräche einigten sich die GEMA und die Google-Tochter YouTube bislang nicht über die Bezahlung der Rechteinhaber beim Abruf von Musikvideos über das Internet und andere rechtliche Modalitäten. Der entsprechende Nutzungsvertrag war 2009 ausgelaufen, seither gibt es keine neue Lizenzvereinbarung. In dem offiziellen Schiedsverfahren soll der GEMA zufolge nun auch geklärt werden, ob ihr für die jahrelange unlizensierte Nutzung von 1000 unheberrechtlich geschützten Werken durch YouTube Schadenersatz zusteht.

    YouTube verweigert wegen der unklaren Rechtsverhältnisse seit längerem den Zugriff auf bestimmte Videos und blendet einen Warntafel ein, die auf die GEMA verweist. Gegen diese Tafeln geht die GEMA nach eigenen Angaben jetzt parallel zu dem Schiedsverfahren juristisch mit einer Abmahnung vor. Der Text der Tafeln erwecke bei den Nutzern den "falschen Eindruck", dass die GEMA die Lizenzierung kategorisch verweigere und führe so die öffentliche Meinung in die Irre, teilte der Verwerter am Donnerstag mit. YouTube könne die Lizenzen jederzeit erwerben.
    Quellen:
    PC-Welt
    Die Welt

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    Gegen die Verteilung der Gema-Tantiemen
    Musiker wollen klagen
    Die Verlage sollen an den Gema-Gebühren nicht mehr beteiligt werden: Mit einer Klage will das ehemalige Gothic-Duo "Das Ich" erreichen, dass Musiker mehr Geld bekommen. Einer der Ex-Sänger ist heute Funktionär in der Piratenpartei. Spezialgebiet: Urheberrecht.
    ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------
    Die umstrittene Verteilung der Tantiemen aus den Urheberrechten von Musikern und Musikverlagen kommt vor Gericht. Mit einer Klage gehen nach Informationen der Süddeutschen Zeitung zwei Musiker gegen den Schlüssel vor, nach dem die Verwertungsgesellschaft Gema das Geld, das sie im Auftrag der Urheber eintreibt, unter Komponisten, Textdichtern und Musikverlagen aufteilt.

    Bruno Kramm und Stefan Ackermann, als Duo "Das Ich" in den neunziger Jahren in der Szene der Gothic-Musik bekannt geworden, wollen gerichtlich durchsetzen, dass die Gema die Musikverlage nicht mehr an dem Geld für die Nutzung ihrer Werke beteiligt. Bislang stehen den Verlagen 33 bis 40 Prozent der Urheberrechtstantiemen zu, wenn Werke bei ihnen unter Vertrag stehender Künstler aufgeführt, gesendet oder vervielfältigt werden.

    Kramm, heute als bayerischer Landesgeschäftsführer und Bundesbeauftragter für Urheberrecht in der Piratenpartei aktiv, will die Klage, die der SZ vorliegt, am Montag beim Landgericht Berlin einreichen. Bereits im vergangenen Mai hatte das Landgericht München einer ähnlichen Klage eines Urhebers gegen die Verwertungsgesellschaft Wort, die Rechte von Autoren, Journalisten und Verlagen wahrt, stattgegeben - der Rechtsstreit geht jedoch in die Berufung.

    Das nun anstehende Verfahren, in dem die Kläger vom Medienanwalt und ehemaligen Gema-Justiziar Günter Poll vertreten werden, könnte weitreichende Folgen für die Musikbranche haben. 2011 schüttete die Gema rund 700 Millionen Euro an die Rechteinhaber aus.
    Quelle

    Jetzt geht`s Retour gegen die Gema
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    Deutschland ist Nummer eins beim YouTube-Sperren
    Von den 1000 weltweit beliebtesten YouTube-Videos sind für deutsche Nutzer 60 Prozent gesperrt: wegen Rechteproblemen. Selbst der Südsudan oder der Vatikan kommen nicht auf solche Quoten.


    Foto: dpa
    In Ländern mit einem strengen religiösen Sittenkodex sind Internetinhalte oft nicht frei verfügbar. Doch bei der Blockade von YouTube-Videos hat Deutschland jetzt sogar dem Vatikan, dem Südsudan und Birma den Rang abgelaufen. Das geht aus einer Statistik der Datenagentur OpenDataCity hervor.

    Nach der auf dem Portal veröffentlichten Analyse der Agentur sind in Deutschland bereits mehr als 60 Prozent der 1000 beliebtesten YouTube-Videos gesperrt. Selbst im streng muslimischen Südsudan sind es nur 15 Prozent, in Vatikanstadt lediglich fünf Prozent. In vielen Ländern wird der Zugang zu Internetvideos eingeschränkt, weil es dort nach dem Geschmack der Zensoren zu viel nackte Haut zu sehen gibt.

    Die YouTube-Blockade in Deutschland hat einen völlig anderen Hintergrund: Die zum Google-Konzern gehörende Filmeplattform sperrt wegen ihres Streits mit der Gema um Urheberrechte immer mehr Zuschauer aus. Die Verwertungsgesellschaft Gema vertritt die Interessen deutscher Musiker: Sie wehrt sich dagegen, dass YouTube deren Aufführungen massenhaft und kostenlos im Internet verbreitet.

    Gema klagt gegen Hinweis auf YouTube
    In einem Musterprozess um zunächst 1000 Lieder verlangt die Gema je Musikvideoabruf 0,375 Cent. Dazu kommt ein sogenannter Verletzerzuschlag in gleicher Höhe, so ergibt sich eine Gesamtsumme von 1,6 Millionen Euro. YouTube wehrt sich allerdings gegen die Forderung einer Mindestvergütung pro Klick. "Wir wollen eine prozentuale Summe, sonst müssten wir alle unwirtschaftlichen Videos von der Plattform verbannen", sagte die Sprecherin.

    Inzwischen sehen deutsche YouTube-Besucher immer häufiger nach dem Klicken einen schwarzen Balken mit Sperrhinweis: "Leider ist dieses Video in Deutschland nicht verfügbar, da es Musik enthalten könnte, für die die Gema die erforderlichen Musikrechte nicht eingeräumt hat." Gegen diesen Hinweis hat die Gema mittlerweile beim Landgericht München eine Unterlassungsklage eingereicht, wie die "Wirtschaftswoche" berichtet.

    Die Verwertungsgesellschaft beklagt, dass der falsche Eindruck entstehe, die Gema würde die Lizenzierung von Musiknutzung kategorisch verweigern. Würde YouTube jedoch die Lizenzen, so, wie es das Gesetz vorsieht, erwerben, gebe es keinerlei Probleme. YouTube sei jedoch in der Vergangenheit dazu nicht bereit gewesen.

    Technische Plattform oder Inhalteanbieter?
    Rechtlich ist die Lage kompliziert. Die Gema argumentiert, dass YouTube als Inhalteanbieter die Werke öffentlich zugänglich mache und somit für die Nutzung der urheberrechtlich geschützten Werke zahlen müsse. YouTube-Betreiber Google sieht in dem Angebot jedoch eine rein technische Plattform.

    Trotzdem sperrt YouTube nach eigenen Aussagen Musikinhalte für Deutschland in einem automatisierten Verfahren. "Das Prozessrisiko ist für uns ansonsten zu hoch", sagte eine Sprecherin gegenüber OpenDataCity. Es sei nicht möglich zu überprüfen, für welche Clips die Gema Rechte vertrete und welche rechtefrei seien. Zum Teil sperren auch die Musikfirmen selbst Lieder, die sie veröffentlicht haben.

    YouTube und Google geben keine Statistiken darüber bekannt, wie viele Videos gesperrt werden. Die Macher von datenjournalist.de setzen daher eine spezielle Software, einen sogenannten Scraper, ein, der einige Dutzend Suchanfragen in verschiedenen Sprachen über alle Kategorien hinweg in zehn verschiedenen Ländern stellt.

    Dabei durchsucht das Programm Videos mit mehr als 40 Millionen Aufrufen. 200.000 Anfragen hat das Programm bereits gestellt, daraus die Top 1000 der meistgefragten Videos ermittelt und die Länderrangliste erstellt. Alle 24 Stunden werden die Listen aktualisiert. An der Spitzenposition Deutschlands wird sich aber wohl so schnell nichts ändern.
    Quelle
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    Musikindustrie antwortet mit eigenen Youtube-Sperrtafeln
    Ein Vertreter der Musikindustrie schlägt Youtube vor, den Text auf seinen Sperrtafeln zu ändern. "Wir beide sind der Meinung, dass die Youtube-Tafeln, über die sich viele aufregen, nicht ganz die Wahrheit sagen", so die Macher des Anti-Youtube-Videos bei Youtube.

    Mit einem Video bei Youtube will die Musikindustrie ihre Argumente in dem Rechtsstreit zwischen Google und der Verwertungsgesellschaft Gema verdeutlichen. Der Lobbyist der Musikindustrie und Labelinhaber Stefan Herwig und der Musikkomponist Hans Hafner haben das Video gemeinsam produziert, um Position gegen die berühmten "Es-tut-uns-leid"-Tafeln bei Youtube zu beziehen.

    "Wir beide sind der Meinung, dass die Youtube-Tafeln, über die sich viele aufregen, nicht ganz die Wahrheit sagen. Die Tafeln führen viele der Youtube-Nutzer auf die falsche Fährte und beeinflussen die Meinung gegen die Gema, aber auch gegen Label und Musiker, die nicht ihre gesamten Inhalte zum Quasi-Nulltarif auf Youtube sehen wollen." Youtube drehe mit diesen Tafeln geschickt die Erwartungshaltung um: Alle Inhalte müssten auf der Plattform zur Verfügung stehen, und wenn das nicht so sei, sei die Gema schuld.

    Edgar Berger, Chef von Sony Music International, gab dagegen der Gema die Schuld, die "die Urheberrechte sehr restriktiv lizenziert. Uns gehen dadurch Millionenumsätze verloren", erklärte Berger im Februar 2012. "Ich bin mir aber auch relativ sicher, dass es bei der Gema irgendwann Einsicht zwecks ökonomischer Notwendigkeit geben wird."
    Quelle
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    Klage kann in Deutschland nicht zugestellt werden
    Die deutschen YouTube-Nutzer müssen wegen des Gebührenstreits zwischen der Gema und der Google-Tochter weiterhin auf viele populäre Videos verzichten. Bei einer Klage gegen die Sperrtafeln, die stattdessen zu sehen sind, stößt die Gema jetzt auf neue Hürden.
    --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
    Im Streit mit der Internet-Videoplattform YouTube muss die Verwertungsgesellschaft Gema nun den internationalen Rechtsweg beschreiten. Eine Unterlassungsklage gegen die Google-Tochter, die von der Gema beim Landgericht München eingereicht wurde, konnte in Deutschland nicht zugestellt werden, sagte Gema-Sprecherin Ursula Goebel der Nachrichtenagentur dpa am Donnerstag.

    "Wir gehen nun davon aus, dass es mehrere Wochen dauert, bis das Dokument in den USA zugestellt werden kann." Bei der Klage der Gema geht es um die Sperrhinweise von YouTube, die erscheinen, wenn die Videos in Deutschland nicht angeschaut werden dürfen. YouTube-Nutzer in Deutschland sehen dann in der Regel den Hinweis, dass der Clip nicht verfügbar sei, weil die Gema nicht die erforderlichen Rechte eingeräumt habe.

    Diese Formulierung will sich die Gema nicht länger gefallen lassen, weil sie in der Regel die Sperrung nicht veranlasst habe. Im Streit um eine Vergütung von Musikvideos auf YouTube habe die Gema nur exemplarisch zwölf Titel sperren lassen. In dieser Sache standen sich die Google-Tochter und die Gema in einem Gerichtsverfahren in Hamburg gegenüber.
    Quelle
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    "Wir verdienen mit Musik in Deutschland kein Geld"
    Youtube-Sprecherin Mounira Latrache erklärt, dass Google bereit sei, seine Werbeeinnahmen zu teilen. Die Frage sei nur, wie viel der Internetkonzern abgebe und nach welchem Abrechnungsmodell.
    ================================================== ===================
    Mounira Latrache, Youtube-Deutschland-Sprecherin, hat im Gespräch mit Golem.de die Bereitschaft betont, sich mit der Gema in dem seit Jahren andauernden Streit zu einigen. Latrache: "Es ist nicht so, dass wir nicht zahlen wollen, im Gegenteil, wir haben schon Angebote gemacht. Wir haben auch die Verhandlungen nicht abgebrochen. Wir sind jederzeit offen für neue Gespräche mit der Gema und wir wollen eine Lösung finden."

    Die Musikindustrie hatte Google vorgeworfen, sie nicht an ihren Werbeeinnahmen beteiligen zu wollen. "Wir bereichern uns auch nicht an Musik, ohne einen Anteil abzugeben, weil wir gegenwärtig mit Musik in Deutschland überhaupt kein Geld verdienen. Musik ist ja geblockt und es gibt auch keine Werbung", sagte sie. Doch Google macht keine Angaben zu Gewinnen, Verlusten oder zum Umsatz mit Youtube. Latrache erklärte weiter: "Nein, das wird nicht einzeln ausgewiesen. Wir sehen aber, dass die Umsätze unserer Partner steigen, die mit Youtube zusammenarbeiten." Youtube habe im vergangenen Jahr mehrere Hundert Millionen US-Dollar an das Musikbusiness ausgeschüttet.

    "Wir wollen der Gema einen Umsatzanteil zahlen. Was wir aber nicht machen können, ist pro View eines Videos zahlen, weil das nicht unserem Geschäftsmodell entspricht und wir nicht pro View eines Videos Geld verdienen", betonte Latrache.

    Die Vorstellung der Gema über einen Pro-View-Tarif sei wohl durch Vereinbarungen mit Downloaddiensten wie zum Beispiel iTunes entstanden. Latrache: "Die haben als Downloadplattform aber feste Sätze. Wir sind aber kein Downloaddienst und wir bestimmen auch nicht die Summen, zu der wir Werbung verkaufen. Werbebasierte Dienste verdienen einmal mehr und einmal weniger, je nach Angebot und Nachfrage."

    Doch der Internetkonzern sei bereit zu teilen: "Von den Werbeeinnahmen können und wollen wir aber etwas abgeben: Wir diskutieren im Moment auch gar nicht über die Regelvergütung von acht Prozent. Der Knackpunkt ist die Mindestvergütung." Die Forderung der Gema in dem Bereich sei problematisch, "aber eine Einigung ist trotzdem keine unlösbare Aufgabe: Wir haben in über 40 Ländern Vereinbarungen getroffen, wir wissen, dass das möglich ist. Wir sind zuversichtlich. Wir haben mehrfach schon Angebote an die Gema gemacht, die absolut marktüblich waren. Wir müssen aber allen über 40 Ländern gerecht werden und sie gleich behandeln."

    Die Gema hatte wegen der Einblendung der Es-tut-uns-leid-Sperrtafeln vor dem Landgericht München Unterlassungsklage gegen Youtube eingereicht. Seit fast vier Jahren streiten sich die Gema und Youtube um die Vergütung für Abrufe von Musikvideos bei dem Videoportal.

    Sicherlich werde nicht mit einem Gerichtsverfahren eine Lösung erzielt, vielmehr müssten die Beteiligten am Verhandlungstisch zusammensitzen und sprechen, "damit die Nutzer endlich wieder Musik auf Youtube finden und die Rechteinhaber davon profitieren. Dafür sind wir offen und jederzeit bereit", sagte Latrache.
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    Meteoritenvideo bei Youtube gesperrt wegen Autoradiomusik
    Der Deutsche Journalisten-Verband nennt die Sperrung einer Aufnahme des Meteoritenschauers in Tscheljabinsk bei Youtube eine Einschränkung der Pressefreiheit. Zudem soll es eine neue Klage der Gema gegen Youtube geben.


    Schweif des Meteoriten über Tscheljabinsk
    (Bild: Stringer/Reuters)
    Die Aufnahme des Meteoritenschauers in der russischen Region Tscheljabinsk durch eine Dashboard-Kamera eines Autos ist bei Youtube Deutschland gesperrt worden, weil im Hintergrund Musik aus dem Autoradio lief. Das berichtet der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) Berlin-Brandenburg und bezeichnete dies als "Einschränkung der Presse- und Meinungsfreiheit". Das Video sei in Deutschland bereits nach wenigen Minuten nicht mehr zu sehen gewesen.

    "Als Journalisten-Verband fordern wir die beiden Parteien auf, eine schnelle Einigung herbeizuführen, da es nicht hinnehmbar ist, dass Nachrichten von öffentlichem Interesse wegen dieser Auseinandersetzung in Deutschland nicht abrufbar sind", erklärte Klaus D. Minhardt vom DJV. Andere Videos von russischen Armaturenbrettkameras sind bei Youtube weiter verfügbar.

    "Nach Aussage von Youtube/Google Deutschland sorgt ein Algorithmus für die Sperrung aller Videos, die Musik enthalten", so der DJV. Nur Musik, die vom Rechteinhaber ausdrücklich als frei von Gema-Rechten gemeldet wird, sei davon ausgenommen. Die Einstellungen dafür müssten umständlich manuell vorgenommen werden.

    Youtube teilte dem Journalisten-Verband mit, dass Youtube keinen Einblick habe, welches Repertoire die Gema repräsentiert und darum nun Musik komplett sperre. "Aufgrund der rechtlichen und finanziellen Risiken, die sich aus diesen Verfahren im Zusammenhang mit dem veröffentlichten Gema-Tarif ergeben, sind Musikvideos in Deutschland gesperrt."

    Laut Aussagen Googles im Gespräch mit dem DJV gibt es eine neue Klage der Gema gegen Youtube, bei der es um 14.000 Musikstücke geht. Youtube hat das bislang nicht offiziell bestätigt.

    Über eine Klage der Verwertungsgesellschaft gegen Youtube am Beispiel von zwölf Musikstücken hatte das Landgericht Hamburg am 20. April 2012 geurteilt. Das Gericht sollte klären, inwiefern Youtube für die Inhalte verantwortlich ist, die Nutzer dort veröffentlichen. Google sei verpflichtet, so die Richter, geeignete Software anzuwenden, um zu verhindern, dass diese Videos wieder hochgeladen werden.
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    Die unendliche Geschichte:

    Gema lässt direkt Tausende Youtube-Videos sperren
    Die Gema sagt, sie habe kein Interesse daran, dass weitere Youtube-Videos gesperrt werden. Doch bei der Schiedsstelle beim Deutschen Patent- und Markenamt wurden jetzt neue Verstöße bei Tausenden Videos gemeldet.
    ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------
    Während die Gema betont, nicht für die Sperrtafeln bei Youtube verantwortlich zu sein, hat die Verwertungsgesellschaft bei der Schiedsstelle beim Deutschen Patent- und Markenamt neue Verstöße bei Tausenden Videos geltend gemacht, die Youtube deshalb geblockt hat. Das hat Golem.de aus informierten Kreisen erfahren.

    Ein Google-Sprecher erklärte: "Wir haben zahlreiche Videos in Deutschland geblockt, für welche die Gema Verstöße gegen die von ihr vertretenen Urheberrechte geltend gemacht hat."

    Das Gema-Dialog-Team betonte dagegen: "Die Gema ist mit Ausnahme der in den Gerichtsverfahren involvierten Musikwerke nicht für die Sperrung von weiteren Videos mit sonstigen Musikwerken auf Youtube verantwortlich und hat auch keinerlei Interesse daran, dass weitere Videos gesperrt werden." Das Gegenteil sei der Fall: Die Gema möchte, dass Musikstücke aus ihrem Repertoire auf Youtube verfügbar sind; allerdings nur, wenn Mitglieder der Gema wie Komponisten, Textdichter und Verleger eine angemessene Vergütung für die Nutzung ihrer Werke erhielten. "Die Sperrtafeln werden seitens Youtube scheinbar mit Bezug auf uns eingeblendet, um den öffentlichen Druck während der Verhandlungen auf uns zu erhöhen. Wir sind weiterhin um eine Lösung bemüht", so die Gema.
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