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    Tankstellen müssen Benzinpreise ab 2013 online melden

    Mehr Transparenz an den Zapfsäulen
    Autofahrer können durch Benzinpreis-Meldepflicht sparen
    Ab 2013 können sich Autofahrer in Echtzeit Informationen über die günstigsten Benzinpreise via Internet oder Handy-App besorgen. Der Bundesrat beschloss eine Meldepflicht für die großen Tankstellenbetreiber, um Transparenz und Wettbewerb zu stärken.


    dpa
    Die Autofahrer in Deutschland können sich künftig rund um die Uhr über die günstigsten Tankstellen in ihrer Nähe informieren. Der Bundesrat machte am Freitag den Weg frei für die Einrichtung einer Markttransparenzstelle beim Bundeskartellamt, an die alle Preisveränderungen ab 2013 gemeldet werden müssen.

    Nachdem zunächst geplant war, dass Tankstellen nur wöchentlich ihre Preise melden sollen, müssen die Tankstellenbetreiber dies künftig in Echtzeit tun. Um kleinen und mittleren Unternehmen zusätzliche Bürokratiekosten zu ersparen, werden sie von den neuen Meldepflichten ausgenommen. Die Echtzeit-Informationen können genutzt werden, um Autofahrern via Internet oder Handy-App einen Überblick über aktuell günstige Tankstellen zu verschaffen.

    Durchblick stärken, Wettbewerb verbessern
    So soll der Durchblick bei den Benzinpreisen gestärkt werden, die oft sogar zwischen nahe beieinander liegenden Tankstellen erheblich schwanken. Ziel von Bundesregierung, Bundestag und Bundesländern ist es, so auch den Wettbewerb zu verbessern, da der deutsche Benzinmarkt von fünf großen Mineralölunternehmen dominiert wird. Die Meldepflicht soll bundesweit die Kostenkontrolle stärken – weitergehende Forderungen nach einer nur noch einmaligen Preiserhöhung pro Tag und andere Ideen für eine Kostenbremse fanden keine Mehrheit.

    Der Hauptgeschäftsführer des Mineralölwirtschaftsverbandes (MWV), Klaus Picard, wies Vorwürfe mangelnder Transparenz zurück. „Viele Mineralölgesellschaften stellen ihre Spritpreise bereits heute ins Internet.“ Jetzt schaffe der Gesetzgeber erstmals die Grundlage für eine umfassende Spritpreis-Übersicht. „Der Verbraucher profitiert davon durch zuverlässige und uneingeschränkte Preisinfos in Echtzeit.“ Er begrüßte, dass Pläne für umfassende Datenmeldungen, die aber nicht veröffentlicht werden sollten, fallengelassen wurden. „Die Politik hat sich gegen einen Datenfriedhof hinter verschlossenen Türen und für Transparenz zum Vorteil der Autofahrer entschieden.“
    Quelle

    Autofahrer dürfen auf sinkende Benzinpreise hoffen
    Ich bin fest davon überzeugt, daß es für den Tonfilm einen Markt gibt.
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    In Echtzeit über App informiert
    Benzin-Wächter wollen Transparenz
    Das Preiskarussell an der Tankstelle dreht sich an vielen Tagen in schwindelerregendem Tempo. Für mehr Klarheit an der Zapfsäule sollen Tankstellen Preisbewegungen künftig in Echtzeit melden. Die rechtliche Grundlage dafür liegt jetzt im Entwurf vor.
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    Viermal täglich ändert sich laut Statistischem Bundesamt an Tankstellen im Schnitt der Preis. In diesem hektischen Auf und Ab verlieren viele Autofahrer den Überblick und ärgern sich hinterher, zu teuer getankt zu haben. Die geplante Markttransparenzstelle für Kraftstoffe beim Bundeskartellamt will mit minutengenauen Preismeldungen dagegen steuern. Mit dem Start der Meldestelle rechne er "im Laufe dieses Jahres", sagte der Chef des Bundeskartellamtes Andreas Mundt.

    Ende dieser Woche sei der Verordnungsentwurf des Bundeswirtschaftsministeriums an die betroffenen Verbände und an Verbraucherinformationsdienste verschickt worden, die die Daten künftig verbreiten wollen.

    Der Entwurf, welcher der dpa vorliegt, sieht eine Meldepflicht für Preisbewegungen innerhalb von nur fünf Minuten vor. Ursprünglich stand einmal eine Ein-Wochen-Frist im Gesetzentwurf. Andererseits müssen nur die drei gängigsten Sorten Super E 5, E 10 und Diesel gemeldet werden, und die Bundesregierung verzichtet auf die ursprünglich geplanten Angaben der jeweiligen Produktmengen. Damit kommt sie der Kritik der Benzinbranche entgegen.

    Per Smartphone oder Navigationsgerät zum Verbraucher
    Die brandaktuellen Daten gehen an die Preisstelle im Kartellamt, die sie kostenlos an Verbraucherinformationsdienste weitergibt. Dafür hätten bereits zahlreiche Unternehmen ihr Interesse bekundet, sagte Mundt. Nennen wollte er noch keins. Nach Brancheninformationen ist der ADAC dabei. Per Smartphone oder Navigationsgerät sollen die Informationen die Verbraucher dann auch unterwegs erreichen, so dass sie die billigste Tankstelle ansteuern können. "Es geht darum, dass die Preise wirklich im Wettbewerb zustande kommen, denn Wettbewerb sorgt gemeinhin auch für niedrigere Preise", sagte Mundt.

    Bisher fehle es am Markt mit seinen knapp 15.000 Tankstellen an Transparenz für den Verbraucher. Mit der neuen Einrichtung könnten die Verbraucher in Zukunft selbst dem Wettbewerb unter den Anbietern auf die Sprünge helfen, sagte Mundt. Um wie viel der Preis sinken könnte, sei nicht seriös vorherzusagen, betonte der Kartellamtschef. Im Nachbarland Österreich, wo eine ähnliche Preisbeobachtungsstelle eingerichtet wurde, gab das Preisniveau im europäischen Vergleich deutlich nach.

    Mitte 2011 hatte das Kartellamt in einer Sektoruntersuchung festgestellt, dass die fünf großen Mineralölkonzerne in Deutschland gemeinsam einen marktbeherrschenden Einfluss ausüben. "Das Ziel ist es auch, das Oligopol ein wenig in Unruhe zu versetzen", sagte Mundt.

    Bundestag muss zustimmen
    Zu der Verordnung werden Ende Januar noch die betroffenen Verbände und die Verbraucherinformationsdienste angehört und der Bundestag muss zustimmen. Mit der Verabschiedung rechnet Mundt bis etwa Ende März. Danach könne die technische Umsetzung, etwa die Beschaffung von nötiger Hard- und Software, in Angriff genommen werden. Spätestens dann werden auch Dienstleister mit der Entwicklung der Software für Smartphones und Navigationsgeräte beginnen können.

    Die Benzinbranche hatte die Gesetzgebungspläne der Bundesregierung für eine Meldestelle im vergangenen Jahr zunächst abgelehnt und von einem "Bürokratiemonster" gesprochen. Nach der Überarbeitung des Entwurfs unterstützt nun auch der Mineralölwirtschaftsverband das Vorhaben. Der Verwaltungsaufwand halte sich sehr in Grenzen, sagte Mundt. Mehr als 13.000 der 15.000 Tankstellen in Deutschland seien internationalen oder mittelständischen Ketten angeschlossen, die ihre Preisdaten ohnehin zentral elektronisch steuerten. Diese Daten könnten ohne Probleme weitergegeben werden.

    Für Kleinunternehmer - im Extremfall mit nur einer Tankstelle - seien verschiedene Modelle mit automatischen Übermittlungsgeräten für 500 bis 1000 Euro oder einem Umbau der Kasse denkbar. Und beim Kartellamt entstehe keineswegs eine Mammutbehörde. Insbesondere im laufenden Betrieb werde der Aufwand überschaubar bleiben.
    Quelle

    2013 wird nicht besser: Rekordjahr der Spritpreise
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    Tankstellen müssen ab morgen Benzin-Preise liefern
    Nach monatelangen Vorbereitungen geht die Preismeldestelle für Benzin und Diesel bald an den Start. Für die Tankstellen wird es schon an diesem Wochenende ernst: Sie müssen ab Samstag verbindliche Preise übermitteln.


    Preisabsprachen, wie zuletzt bei den Mineralölkonzernen kritisiert, sollen durch das neue System verhindert werden. dpa
    Der Startschuss für die Benzin-Preismeldestelle ist noch nicht gefallen, aber für die Tankstellen geht es an diesem Wochenende los. Sie sind ab Sonnabend per Gesetz und Verordnung verpflichtet, ihre Preise für Benzin und Diesel unverzüglich an die Markt-Transparenzstelle zu melden. Damit erreichen die Vorbereitungen für quasi amtliche Benzinpreise ihre heiße Phase.

    Autofahrer müssen noch etwas warten
    Vor zwei Wochen hatten sich 13 000 der rund 14 500 Tankstellen in Deutschland mit ihren Geodaten und Öffnungszeiten bei der Markt-Transparenzstelle angemeldet und damit begann das Ticken der Uhr. Zwei Wochen später, so steht es in der Verordnung, beginnt die Lieferpflicht der Tankstellen für ihre Daten.

    Der Autofahrer hat davon erstmal noch nichts. Im Sommer, so ist die offizielle Sprachregelung des Bundeskartellamtes, soll die Stelle dann offiziell ihren Betrieb aufnehmen. Also innerhalb der nächsten drei Wochen, denn dann beginnt der Herbst. Entscheidend ist aber, dass alle Systeme rund laufen.

    „Wir sind nach wie vor auf einem guten Weg“
    Die Autofahrer können dann künftig die Benzin- und Dieselpreise der Tankstellen ohne Zeitverzug über Smartphone-Apps und Navigationsgeräte abrufen und vergleichen. „Zahlreiche Tankstellen melden ihre Preise schon jetzt in der vorgesehenen Form und in der notwendigen Taktung. Einige Verbraucherinformationsdienste speisen die Preisdaten bereits in ihre Programme ein, so dass das Gesamtsystem derzeit umfassend getestet werden kann“, sagte Kartellamts-Präsident Andreas Mundt in Bonn. „Wir sind nach wie vor auf einem guten Weg.“

    Der Bundestag hatte die Markt-Transparenzstelle für Kraftstoffe im vergangenen Jahr per Gesetz beschlossen, um den Informationsstand der Autofahrer zu verbessern und die Spritpreise zu stabilisieren. Benzin- und Dieselpreise konnten bislang schon im Internet oder per Smartphone-App abgerufen werden. Doch die Daten waren nicht immer zuverlässig.

    Apps müssen noch geprüft und zertifiziert werden
    Mit der Markt-Transparenzstelle erhalten die Autofahrer quasi amtliche Angaben, die von den Tankstellen auf einer gesetzlichen Grundlage geliefert werden müssen. Eine staatliche Preiskontrolle ist damit nicht verbunden. Die Daten werden privaten Anbietern von Apps und Navigationssystemen zur Verfügung gestellt, die sie in ihren Produkten weiterverbreiten.

    Möglicherweise werden die Daten zu Beginn nur auf Webseiten im Internet abrufbar sein, weil die Apps für mobile Telefone zunächst geprüft und zertifiziert werden müssen. Ob die Apps gratis oder gegen einen Geldbetrag abgegeben werden, entscheidet der Anbieter. Bislang sollen sich fünf Verbraucher-Informationsdienste an den Tests beteiligen, darunter der ADAC und clever-tanken.de.

    Preise könnten steigen – oder noch stärker schwanken
    Über die Auswirkungen der erhöhten Markttransparenz sind sich Experten nicht einig, da keine vergleichbaren Erfahrungen vorliegen. Es gibt verschiedene Szenarien. Das Auf und Ab der Preise, das sich seit Jahren immer mehr beschleunigt hat, könnte einerseits einem stabileren Preisgefüge auf etwas höherem Niveau Platz machen. Denn nicht nur die Autofahrer, auch die Anbieter verfügen nun über vollständige Markttransparenz. Es wäre aber auch denkbar, dass sich der Wettbewerb nochmals verschärft und die Preise noch stärker schwanken.
    Quelle

    So teuer ist der Sprit in Europas Reiseländern
    Spritpreise: Ostern wurde abgezockt: Wo Sie am billigsten tanken
    Geändert von delle59 (23.11.14 um 10:41 Uhr)
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  4. #4
    Avatar von eddy-dien8


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    Benzienpreise

    Das Ende des deutschen Spritpreis-Wunders

    Die Zeiten des billigen Benzins sind vorerst vorbei. Ein Grund dafür ist der schwache Euro. Autofahrer müssen jetzt wieder genau schauen, wo sie tanken. Doch mit einem Trick sparen Sie besonders viel.



    Sprit ist in Deutschland wieder deutlich teurer als noch vor einigen Monaten


    Für Autofahrer fand Weihnachten Letztens gleich zweimal statt: Einmal am 24. Dezember und dann nochmal im Januar, als die Spritpreise auf eine Vierjahrestief fielen. Verbraucher rieben sich erfreut die Hände: Der Liter Diesel kostete kaum mehr als einen Euro, Super war teils für 1,20 Euro zu haben.
    Doch das ist passé. Von einer zweiten Bescherung ist Automobilisten-Deutschland heute weit entfernt. Vor dem langen Pfingstwochenende ärgern sich viele Reisende: Wie, Sprit ist schon wieder so teuer geworden? Diesel kostet im Schnitt 18 Cent mehr als noch Anfang des Jahres, Super und E10 sogar 24 Cent, wie aus Daten hervorgeht, die das Vergleichsportal Benzinpreis.de zusammengetragen hat. Das entspricht einer Verteuerung um bis zu einem Fünftel.

    "Die schönen Zeiten an der Zapfsäule sind vorbei. Kraftstoff ist heute deutlich teurer als noch zu Beginn des Jahres", sagt Jürgen Albrecht, Ökonom beim ADAC in München. Der Hauptgrund für den teuren Sprit sind die gestiegenen Ölpreise, aber auch der schwache Euro macht Kraftfahrern einen Strich durch die Rechnung.

    Euro auf Talfahrt

    In den vergangenen Monaten hat die europäische Gemeinschaftswährung zum Dollar um rund zwölf Prozent abgewertet. Da Rohstoffe an den Weltmärkten traditionell in Dollar gehandelt werden, müssen Europäer mehr zahlen. Am Donnerstagnachmittag stand der Euro bei rund 1,11 Dollar. Vor einem Jahr wurde er bei 1,40 Dollar notiert.

    Bis vor wenigen Wochen wurde der Effekt des sinkenden Euro-Kurses durch noch schneller sinkende Energiepreise ausgeglichen. Doch der Trend zum Billigbrennstoff hat überraschend schnell gedreht. Seit dem Tief Mitte Januar hat sich Rohöl der Nordseesorte Brent in Dollar um 41 Prozent verteuert, in Euro gerechnet sind es sogar 50 Prozent. Zuletzt kostete Brent an den Rohstoffmärkten rund 66 Dollar je Fass (159 Liter). Das entsprach etwas über 59 Euro.



    Ölpreis steigt in Euro noch stärker als in Dollar


    Autofahrer dürfen sich wenig Hoffnung machen, dass die Benzin- und Diesel-Preise bald wieder netter zum Verbraucher sind. Die Schieferöl-Schwemme in den USA hat den Weltmarktpreis nicht so nachhaltig drücken können, wie Experten das erwarteten.

    Momentan schnellt in wichtigen Absatzmärkten die Nachfrage hoch, vor allem in Nordamerika – und das wirkt auf Deutschland zurück: "Am kommenden Wochenende startet in den USA die Sommerfahrsaison, das geht mit einem hohen Absatz einher", sagt Daniel Briesemann, Rohstoffanalyst bei der Commerzbank. Der US-Automobilverband AAA erwartet, dass die Fahraktivität an diesem "Memorial Day"-Wochenende so hoch ausfallen wird wie seit zehn Jahren nicht mehr.

    Auch der deutsche Tankstellen-Marktführer Aral spricht von einer deutlich anziehenden Nachfrage. "Die niedrigen Kraftstoffpreise haben zu einem deutlichen Absatzplus geführt", sagt Michael Schmidt, Chef der Aral-Mutterfirma BP Europe, in Düsseldorf.

    Nach Einschätzung von Schmidt haben viele die niedrigen Preise genutzt, um Reisen zu unternehmen, auf die sie sonst verzichtet hätten: Wegen Billigsprit sei mehr gefahren worden. Inzwischen sei aber eine Art Gewöhnungseffekt eingetreten: "Das hat sich nivelliert."

    Das Timing ist entscheidend, um beim Sprit zu sparen

    Pendlern und Reisenden bleibt vorerst nur, jede Spargelegenheit zu nutzen. Abgesehen von einer verbrauchsschonenden Fahrweise ist das vor allem ein gutes Timing: Beim Tanken sollten Autofahrer auf die Uhrzeit achten. "In der Nacht und morgens ist es deutlich teurer als am frühen Abend", sagt ADAC-Experte Albrecht.



    Zwischen 18.00 und 20.00 Uhr ist der Sprit am billigsten


    Wer seinen Kraftstoff preisbewusst kaufen wolle, fahre die Tankstelle am besten zwischen 17 und 20 Uhr an, sagt auch Martin Richter vom Vergleichsportal Benzinpreis.de. Teilweise liegen die Preise in dieser Zeit um zehn Cent niedriger als vormittags oder mittags. Doch dann heißt es aufgepasst. "Nach 20 Uhr ziehen die Preise schnell wieder an", sagt ADAC-Experte Albrecht.

    Die sprunghaft steigenden Preise am Abend haben mit der nachlassenden Konkurrenz zu tun. Viele Freie Tankstellen, also die mit den tendenziell niedrigeren Preisen, machen oft nur tagsüber auf. Die verbleibenden Stationen können also höhere Preise verlangen, ohne dass Fahrer auf günstigere Preise als Wettbewerber ausweichen können.

    Der frühere Wochenzyklus spielt keine Rolle mehr

    An Bedeutung verloren hat dagegen der frühere Wochenzyklus, demzufolge Tanken vor allem am Wochenende extrem teuer war, während der Montag als billigster Tag galt. Die großen Preisunterschiede zwischen den einzelnen Stationen bieten Autofahrern auch Sparchancen: Im Internet und auf Smartphone-Apps finden Pendler Informationen, wo in ihrer Umgebung die günstigsten Zapfsäulen liegen.

    Eine Umkreissuche mitsamt Karte bietet zum Beispiel die ADAC Spritpreise-App. Auch Clever-Tanken.de und Benzinpreis.de verschaffen einen guten Überblick. Auf der Internet-Seite von Benzinpreis.de können sich Reisende für eine bestimmte Route, zum Beispiel von Berlin nach München, die günstigsten Tankstellen anzeigen lassen. Dieser Langstreckenplaner prognostiziert sogar, wie viel Sprit einer bestimmten Sorten am nächsten Tag zu einer bestimmten Uhrzeit voraussichtlich kosten wird.

    Am Donnerstagnachmittag kostete Super im bundesweiten Schnitt 1,44 Euro, E10 wurde im Mittel für 1,42 Euro angeboten und Diesel für 1,21 Euro. Im Vergleich der Bundesländer haben die Großstädter übrigens die besten Karten: Stadtstaaten wie Berlin, Hamburg oder Bremen haben oft die günstigeren Tankstellen. "Der Wettbewerbsgrad ist in städtischen Verdichtungsgebieten höher als auf dem Land mit geringer Tankstellendichte", heißt es beim ADAC.

    Eines kann die beste Tankstellen-App nicht ändern: Das Gros des Benzinpreises machen nicht Rohstoff oder Verarbeitung aus, sondern Steuern. Pro Liter Kraftstoff zahlt jeder Verbraucher 65 Cent Mineralölsteuer, und darauf kommt noch zusätzlich die Umsatzsteuer.

    Quelle



  5. Bedankos Cirurgicus, Struppi, delle59, märi bedankte(n) sich für diesen Post
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    AW: Tankstellen müssen Benzinpreise ab 2013 online melden

    Ich machte zu Ostern folgende Erfahrung: Der Wochentag spielt neben der Uhrzeit schon noch eine Rolle. Schlimmer waren aber die regionalen Unterschiede. Während in München der Liter E10 so um die 1,35€ kosteten, zahlte ich am gleichen Tag im kölner Süden fast 15 Cent mehr. Diese Preisunterschiede begannen leicht südlich von Nürnberg. Da schluckte nicht nur ich, sondern auch mein Finanzminister....

    Gruß,

    Claus
    Errare humanum est, sed in errare perseverare diabolicum.
    &
    Nehmt mich nicht zu ernst, lacht lieber mit mir - es sei denn, ich höre mich verärgert an

  7. Bedankos delle59, märi bedankte(n) sich für diesen Post
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    AW: Tankstellen müssen Benzinpreise ab 2013 online melden

    Auch der Tankwart hängt am Handy

    Preiserhöhungen im Gleichschritt: So tricksen die Tankstellen beim Benzinpreis
    Die Markttransparenzstelle sollte dafür sorgen, dass Verbraucher nicht mehr mit überhöhten Benzinpreisen abgezockt. Drei Jahre später gibt es täglich viel mehr Preisänderungen als früher - nicht immer zum Vorteil der Kunden.

    Die Markttransparenzstelle für Kraftstoffe (MTS) wurde 2013 geschaffen, um den Verbraucher eine Möglichkeit an die Hand zu geben, überteuerte Tankstellen zu umfahren und bei der günstigsten zu tanken.



    Drei Jahre später hat sich einiges getan – doch nicht immer zum Vorteil des Kunden, wie die Westdeutsche Allgemeine Zeitung berichtet. Denn im Alltag zeigt sich, dass die Preise über den Tag hinweg stärker schwanken als früher - aber die Abstände der Tankstellen zueinander oft erstaunlich konstant bleiben und sich fast im Gleichklang bewegen.

    Geht es nach der Mineralölwirtschaft, ist die Markttransparenzstelle ein voller Erfolg. Schließlich seien die Benzinpreise seitdem gesunken, sagen Lobby-Vertreter. Und auch spontane Preiserhöhungen vor Wochenenden und Feiertagen beobachtete die Kartellbehörde im Jahr 2015 nicht mehr.

    Nach Ansicht des ADAC hat das allerdings wenig mit mehr Wettbewerb zwischen den Tankstellen zu tun. Schließlich sei auch der Ölpreis stark gefallen, sagte der Kraftstoffexperte des ADAC, Jürgen Albrecht, der „WAZ“. Das mache den Einkauf von Benzin für die Tankstellenbetreiber billiger.

    Das stumme Kartell der Tankstellenbetreiber

    Auch der Ökonom Ralf Dewenter von der Uni Hamburg bezweifelt, dass die MTS ein Erfolg ist. „Erste Ergebnisse weisen darauf hin, dass die Preise möglicherweise gestiegen sind“, sagte der Forscher der „WAZ“. Das sei in anderen Ländern nach Einführung solcher Datenbanken ähnlich gewesen. Denn nicht nur die Autofahrer nutzen die Smartphone-Apps mit den Daten der MTS nutzen, sondern auch die Tankstellenpächter. Sie gehen dann mit den Preisen ihrer Konkurrenten mit – nicht nur nach unten, sondern auch nach oben. Manche Tankstellen versprechen ihren Kunden bereits, immer mindestens den gleichen Preis wie der günstigste Konkurrent in der Umgebung zu gewähren.

    Wenn jede Preissenkung vom Konkurrenten mitgemacht werde, werde der Wettbewerb ausgehebelt, warnt Ökonom Dewenter. „Es könnte eine Situation wie im Kartell entstehen, ohne dass sich die Unternehmen absprechen.“ Die MTS erleichtere so ein Verhalten noch, da jede Tankstelle nun in Sekundenschnelle die Preise der Konkurrenz überprüfen und die eigenen Preise anpassen könne.

    Gegen 22 Uhr ist es am teuersten

    Das erklärt möglicherweise auch, dass die Liter-Preise am Abend zunächst häufig deutlich fallen, dann aber in den späteren Abendstunden im Gleichschritt in die Höhe gehen.

    Experten beobachten die größten Preissprünge übrigens regelmäßig gegen 22 Uhr. Sie haben auch eine Erklärung dafür: Viele kleinere Tankstellen schließen gegen 22 Uhr, die verbleibenden könnten dann höhere Preise abrufen. Denn um diese Uhrzeit kann kein Kunde zur Billigkonkurrenz ausweichen.
    focus.de

    'Flexi-Steuer' für Sprit stößt in Bundesregierung auf Widerstand
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