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    Solarenergie: Erste Staaten verhandeln über Wüstenstromprojekt Desertec

    Solarenergie
    Erste Staaten forcieren Wüstenstromprojekt Desertec

    Deutschland und vier weitere Staaten verhandeln über die Sahara-Solarparks, schon 2013 könnte ein Vertrag stehen. Das erste Kraftwerk ist für Marokko geplant.


    In das Wüstenstromprojekt Desertec kommt neue Bewegung. Deutschland, Frankreich, Spanien, Italien und Marokko haben laut einem Bericht der Süddeutschen Zeitung Gespräche über ein gemeinsames Abkommen begonnen. Es solle den Bau eines 600 Millionen Euro teuren Solarkraftwerks ermöglichen sowie den Import von Strom aus Sonnenenergie nach Europa regeln.

    Schon im November solle eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnet werden, berichtete die Zeitung unter Berufung auf Regierungskreise in Deutschland und Marokko. In der ersten Jahreshälfte 2013 solle dann ein Regierungsabkommen dieser fünf Länder folgen, dem sich noch andere anschließen könnten. "Es gibt Gespräche mit mehreren Staaten und verschiedenen Ministerien", sagte eine Sprecherin des Wirtschaftsministeriums. Desertec-Chef Paul van Son sagte, das erste Referenzprojekt mit Wind- und Solarenergie werde zwischen 2014 und 2016 entstehen.

    Die in Deutschland gegründete Planungsgesellschaft Dii, ein Zusammenschluss von mehr als 50 Unternehmen und Organisationen, plant dem Bericht zufolge in Marokko ein erstes Kraftwerk mit einer Kapazität von 150 Megawatt. Finanziert werden solle das Projekt gemeinsam von der Industrie, nationalen Regierungen und internationalen Organisationen.

    Wüstenprojekt wiederentdeckt

    Das Projekt galt 2009 bei seiner Vorstellung als zukunftsweisend für die gesamte Branche: Unter Führung der Münchener Rück wollten zwölf Konzerne – darunter RWE, E.on und Siemens – den Solarstrom aus der Sahara marktfähig machen und nach Deutschland bringen.

    Vor einem halben Jahr jedoch war das Projekt vor allem wegen der hohen Kosten in die Kritik geraten. Erst kürzlich hatte zudem Siemens seinen Ausstieg aus dem Solargeschäft und folglich auch aus dem Dii-Konsortium angekündigt. Das galt als schlechtes Vorzeichen für die Zukunft der Wüstenstromvision. Andere Stromkonzerne hingegen entdecken das Solargeschäft gerade neu: Der neue RWE-Chef Peter Terium sagte kürzlich, anders als sein Vorgänger setze er künftig auch auf Solarenergie.

    Quelle


    Die Kabel nach Europa liegen bereits
    Desertec-Studie zu Ökostrom für Europa
    Desertec bekommt durch Deutschland neuen Schub
    Geändert von salviner01 (27.11.14 um 15:09 Uhr)
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  2. Bedankos Pádraic, märi bedankte(n) sich für diesen Post
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    Solarthermie
    Erste konkrete Projekte geben Desertec neuen Schub
    Das Desertec-Vorhaben zur Erzeugung von Ökostrom in den Wüsten Nordafrikas nimmt immer mehr Gestalt an. Insbesondere in Marokko kommt die Desertec-Industrie-Initiative gut voran. Auch die Bundesrepublik Deutschland hat über die KfW-Bank mit einem Kredit über 100 Mio. Euro geholfen.

    Die Desertec-Vorhaben in Nordafrika sollen zunächst den Eigenbedarf decken und dann auch einen Teil des Energiebedarfs in Europa. Das Industriekonsortium Desertec-Industrie-Initiative (DII) will vor allem in den drei Ländern Marokko, Algerien und Tunesien Vorhaben für Strom aus Wind- und Solarenergie mit insgesamt 2,5 GW Kapazität umsetzen. Dabei geht es gerade in Marokko um konkrete Pilotprojekte in der Größenordnung von 500 MW.

    „Marokko ist ein auch ökonomisch schnell wachsendes Land mit relativ stabilen politischen Bedingungen“, meint dazu Dr. Thorsten Marquardt von der DII: Da nach Europa bereits eine Stromverbindung besteht, existiert hier in Marokko und Spanien eine Win-win-Situation zwischen den Kontinenten.

    Nordafrikas Wirtschaftswachstum erhöht auch den Energiehunger

    Während Europa mit der Eurokrise kämpft, wird den nordafrikanischen Märkten ein erhebliches Wachstum prognostiziert. So wird beispielsweise in Marokko bis 2050 mit einer Verfünffachung des Strombedarfes im Vergleich zu 2010 gerechnet. Wird dieser Energiehunger mit fossilen Kraftwerken gedeckt, hat das die bekannten verheerenden Folgen für das Weltklima. Durch den Bau neuer Kraftwerke, die erneuerbare Ressourcen nutzen, und der Netzinfrastruktur kann Europas Wirtschaft innovative Impulse erhalten.

    Bei der jüngsten Desertec-Konferenz der Industrieinitiative DII im Auswärtigen Amt in Berlin trafen sich Vertreter aus Industrie und Staatsverwaltung der Mittelmeerregion. Insbesondere die arabischen Mittelmeeranrainer waren mit Ministern unter den 400 Teilnehmern vertreten. Ein Tenor der Repräsentanten von den Staaten rund ums Mittelmeer war der Wunsch, eine Win-win-Situation zu schaffen. Marokko ist ein Schwellenland mit einem Wachstum über 5 %. In dem nordafrikanischen Land gibt es keine fossilen Rohstoffe.

    Unterschrift Spaniens lässt noch auf sich warten

    Regierungsvertreter Marokkos, Frankreichs, Italiens, Maltas und Luxemburgs waren nach Berlin gekommen, um gemeinsam mit Deutschland eine Absichtserklärung für ein erstes Desertec-Kooperationsprojekt zwischen EU-Mitgliedsstaaten und Marokko zu unterzeichnen. Diese wurde auf einen späteren Zeitpunkt verschoben, weil die Unterschrift Spaniens noch auf sich warten lässt.

    Quelle


    Regierung hält an Wüstenstrom-Projekt fest
    Deutsche Konzerne steigen bei Desertec aus
    Kapitalbeschaffung für Gemeinschaftsprojekt bleibt Knackpunkt
    Geändert von salviner01 (27.11.14 um 15:09 Uhr)
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    Endlich sind mal die saublöden Wüsten zu etwas nütze

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    Schatten über Sawian

    Die Vision war kühn: Sonnen- und Windkraftwerke in Afrikas Wüste sollten Europa mit sauberem Strom versorgen. Doch daraus wird erst mal nichts. In der Planungsgesellschaft von Desertec gibt es heftigen Streit. Es gehe längst um die Zukunft des gesamten Projekts, heißt es vielsagend aus dem Gesellschafterkreis.

    "Sawian" steht auf Arabisch für Zusammenarbeit. Ein wohlklingender Name, den die Planer passend fanden für jenes Desertec-Kraftwerk in Marokko, das als erstes Wüstenstrom nach Europa bringen soll. Die bis zu 600 Millionen Euro teure Sonnen-Anlage am Rande der Sahara soll zum ersten Pilotvorhaben der größten internationalen Industrieinitiative aller Zeiten werden. Doch ob die Realisierung von Sawian 1 wie geplant vorangetrieben wird, darüber gibt es heftigen Streit in der Dii-Spitze - es ist nicht der einzige.

    Denn in der Münchner Zentrale der internationalen Planungsgesellschaft Desertec Industrial Initiative (Dii) herrscht nach Informationen der Süddeutschen Zeitung gewaltige Unruhe. Es gehe längst um die Zukunft des gesamten Projekts, heißt es vielsagend aus dem Gesellschafterkreis. Von einer revolutionären Stimmung ist die Rede. Denn Dii-Chef Paul van Son will das Wüstenstromprojekt kleiner anlegen als ursprünglich geplant: Stromlieferungen nach Europa könnte es demnach erstmal nicht geben. Das Pilotprojekt in der bisher geplanten Form wäre damit obsolet. Und auch das ursprüngliche Ziel, Europa in Zukunft in großem Stil mit Wüstenstrom zu versorgen, würde bis auf weiteres zu den Akten gelegt.

    Öffentlich hält sich der Desertec-Chef zurück. Doch intern sollen bereits deutliche Worte gefallen sein. Das Projekt Sawian sei "tot", ließ Paul van Son demnach im April wissen. Es gebe viele Gründe, warum es nie ein Erfolg werden könne. So gebe es Gegenwind aus dem wirtschaftlich geschwächten Transit-Land Spanien, auch benötige Europa den physischen Wüstenstrom derzeit gar nicht. Das Vorhaben in Marokko sei, urteilte van Son, vollkommen leblos.

    Diese Aussage sorgt seither für heftigen Wirbel. Man sei völlig überrascht und enttäuscht, dass ein eigener Geschäftsführer jene Ziele, die von der gesamten Dii-Mannschaft verfolgt und im Gesellschafterkreis vereinbart wurden, plötzlich einfach nicht mehr mittrage, verlautet aus Kreisen der Dii und Teilen des Gesellschafterkreises, einem einflussreichen Gremium, dem internationale Konzerne wie Munich Re, ABB, RWE, Eon und die Deutsche Bank angehören. Es entstehe der fatale Eindruck, das Pilotprojekt und damit der ursprüngliche Plan, Strom aus Afrika schnell nach Europa zu bringen, solle aus rätselhaften Gründen beerdigt werden. "Dabei ist das Projekt alles andere als tot. Es ist ziemlich lebendig", heißt es weiter.

    Sollte die Dii ihre Pläne ändern, hätte dies in jedem Fall weit reichende Folgen. Zwar gelten die Verhandlungen mit den beteiligten Ländern wie Spanien über den Transport des Sonnenstroms nach Europa tatsächlich als schwierig. Ein erster Anlauf für ein Abkommen über den Transfer von Strom nach Europa war im November gescheitert. Doch auf internationaler Ebene laufen die Gespräche der EU mit Deutschland, Spanien, Frankreich und Marokko weiter.

    "Tage der Entscheidung"

    Dii-Manager rätseln indes über die Motive ihres Chefs. Für Misstrauen sorgt die Vergangenheit Paul van Sons im Lager der europäischen Energieversorger und der späteren RWE-Tochter Essent aus den Niederlanden. Dort habe man schlicht kein großes Interesse am raschen Import von Strom aus Nordafrika, schließlich käme damit neue Konkurrenz auf den Markt, wenn auch in zunächst kleinen Dosen. Die Sorge um Folgen für die Dii auf internationalem Parkett wachsen. Es sei problematisch, dass strategische Änderungen einer solchen Tragweite ohne klaren Auftrag der Geldgeber erfolgten, heißt es in Kreisen der Dii. Die Reputation des Projekts in der gesamten Mittelmeerregion hänge auch vom geplanten Export des Stroms ab. Dies sei schließlich der grundlegende Gedanke der Desertec-Vision. Denn hinter der steht das große Ziel, von jenen Solarkraftwerken, die Nordafrika baut, auch Teile des europäischen Energiebedarfs zu decken. Schon 2016 sollte eigentlich der erste Strom fließen.

    In der heftigen Strategie-Debatte weist Dii-Co-Geschäftsführer van Son die Kritik zurück. Die Dii setze sich mit der marokkanischen Solaragentur weiter dafür ein, dass sich Europa für Strom aus Nordafrika öffne. Es gehe um den Austausch von Strom in beide Richtungen. "Wenn eine Projektidee wie Sawian I bisher noch nicht den Durchbruch erlebt hat, ist doch nicht das Ganze in Frage gestellt", sagte van Son am Mittwoch. In vielen Ländern der Region ist Strom Mangelware, an Export nach Europa dort nicht zu denken.

    Doch der Streit ist mitnichten beigelegt. Anfang Juni erreichte er auf einer Gesellschafterversammlung in Sevilla auch Vertreter der knapp 20 beteiligten Unternehmen. Man habe kontrovers über die Ende des Monats anstehende Vertragsverlängerung mit van Son gesprochen hieß es. Sein Vertrag verlängert sich automatisch, es sei denn er würde gekündigt. Eine Entscheidung, sei jedoch bislang nicht gefallen. Schon in den nächsten Tagen könnten personelle Konsequenzen ganz anderer Art folgen, heißt es weiter. Denn es sei unklar, ob die zweite Geschäftsführerin der Dii, Aglaia Wieland, unter diesen Umständen weitermachen wolle. Sie gilt als Verfechterin der ursprünglichen Dii-Linie. Wieland wollte sich gegenüber der SZ zu den Vorgängen nicht äußern. Aus der Dii heißt es: "Wir erwarten Tage der Entscheidung."

    Quelle
    Geändert von salviner01 (27.11.14 um 15:10 Uhr)
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    Desertec-Stiftung steigt aus Wüstenstrom-Projekt aus

    Eskalation im Streit um ambitioniertes Wüstenstrom-Projekt: Die Desertec-Stiftung verlässt die von 20 Konzernen und Institutionen betriebene Initiative zur Realisierung der Vision. Die Folgen sind weitreichend.

    Der Streit um die Realisierung des Wüstenstromprojekts Desertec eskaliert. Die Desertec-Stiftung - Mitbegründerin der internationalen Planungsgesellschaft Desertec Industrial Initiative (Dii) - steigt mit sofortiger Wirkung aus der von 20 Konzernen und Institutionen betriebenen Initiative zur Realisierung der Vision aus. Aufsichtsrat und Vorstand der Desertec-Foundation hätten auf einer außerordentlichen Sitzung bereits am 27. Juni einstimmig beschlossen, die Mitgliedschaft bei der Dii zu kündigen.

    Die Folgen sind weitreichend. Denn die Stiftung hält die Namensrechte am Wüstenstromkonzept. Nach Angaben aus Kreisen der Dii in München wolle die internationale Desertec Foundation verhindern, dass die Planungsgesellschaft weiter den Namen Desertec trägt - ein herber Rückschlag für die Dii. Den Angaben zufolge ist die Stiftung unzufrieden mit der Leistung der Industrieinitiative. Die habe ihr Hauptziel bislang verfehlt, den politischen und regulatorischen Rahmen für den Markt für Strom aus der Wüste zu schaffen.

    Führungsstreit innerhalb der Dii

    Als Hintergrund der Spaltung der beiden Einrichtungen gilt zudem ein in der vergangenen Woche bekannt gewordener Führungsstreit innerhalb der Dii. Die Geschäftsführer der Initiative Paul van Son und Aglaia Wieland liefern sich eine heftige Auseinandersetzung um die künftige Strategie. Während der 60-jährige Niederländer Pläne für den raschen physischen Transport des Stroms nach Europa erstmal zu den Akten legen will, verfolgt eine zweite Fraktion um Co-Geschäftsführerin Wieland, 38, dieses Ziel weiter.

    Mit dem Ausstieg ziehe die gemeinnützige Stiftung die Konsequenzen aus den unüberbrückbaren Meinungsverschiedenheiten bei der Strategie, den Aufgaben und nicht zuletzt dem Führungsstil der Dii-Spitze, heißt es dazu aus Kreisen der Stiftung.

    Die Stiftung wolle vermeiden, in den Sog der negativen Berichterstattung über die Führungskrise und Orientierungslosigkeit des Industriekonsortiums gezogen zu werden, sagte Thiemo Gropp, Chef der Desertec-Foundation der Süddeutschen Zeitung. Der Führungsstreit führe bereits zu Irritationen bei den Partnern und zerstöre das Vertrauen in das Konzept .

    Auseinandersetzung zur Unzeit

    Die Auseinandersetzung kommt für die Realisierung der Vision zur Unzeit. Denn der Bau der ersten großen Solar- und Windkraftwerke in Nordafrika und dem Nahen Osten ist beschlossene Sache. Die Wüstenstromidee wird damit eigentlich zum Erfolgsprojekt. Umstritten ist jedoch, ob sich die Planer dafür stark machen sollen, Teile des Wüstenstroms auch nach Europa zu exportieren - die ursprüngliche Idee des Konzepts. Wegen der schwachen wirtschaftlichen Entwicklung Europas und Meinungsverschiedenheiten der beteiligten Länder und Unternehmen gilt das zwar als schwierig - aber nicht als unmöglich.

    Für die Dii, der Konzerne wie die Deutsche Bank, MunichRe, RWE und Eon angehören, ist der Streit mit der Namensgeberin ein neuer Rückschlag. Zuletzt hatten Siemens und Bosch der Gesellschaft den Rücken gekehrt. Die Dii war 2009 mit der Desertec Foundation gegründet worden, um Rahmenbedingungen in Europa, Nordafrika und dem Nahen Osten zu schaffen.

    "Es war uns immer klar, dass die Umsetzung der Idee, in den Wüsten dieser Erde Strom zu produzieren, kein leichtes Unterfangen wird und mit extremen Herausforderungen verbunden ist", sagt Gropp. Die Unabhängigkeit der Stiftung dürfe jedoch nicht gefährdet werden. Deshalb werden Dii und die Stiftung getrennte Wege gehen. Eine zukünftige Zusammenarbeit schließe das nicht aus.

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    Ich hab schon vor ein paar Jahren Gerüchte über Desertec mitbekommen und fand die Idee echt Spitze. Als es dann zu konkreten Verhandlungen kam war ich echt gespannt, wie es sich enwickelt. Und jetzt, das ist einfach nur traurig, schafft es die Menschheit nicht, wegen der mangelnder Kompromissbereitschaft von manchen Personen, das Energieproblem zu lösen.

    Sollte der Streit wirklich nur um den Transport des Stroms gehen, hab ich mir was einfallen lassen: Warum spaltet man mit dem Strom das Meerwasser nicht einfach in Sauerstoff und Wasserstoff auf? Dann pumpt man es durch Piplines nach Europa und durch Brennstoffzellen (die jedoch erst optimiert werden müssen) wird es wieder zu Strom umgewandelt.
    Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu lassen und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas ändert.
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    Weitere Firma steigt bei Wüstenstrom-Initiative aus
    Die Wüstenstrom-Initiative DII verliert schon wieder einen Finanzier. Auch der Baukonzern Bilfinger wird seinen Vertrag Ende 2014 nicht verlängern. Erst kürzlich hatte der Stromriese E.on seinen Rückzug aus dem Gesellschafterkreis angekündigt.

    Erneuter Rückschlag für die Wüstenstrom-Initiative Desertec Industrial Initiative (DII). Mit dem Baukonzern Bilfinger zieht sich ein weiteres Unternehmen aus dem Konsortium zum Bau großer Solarkraftwerke zurück. "Der Vertrag läuft Ende 2014 aus und wird nicht verlängert", sagte ein Bilfinger-Sprecher am Sonntag.

    Grund sei unter anderem, dass die Industrieinitiative DII zwar vor vielen Jahren als unternehmerische Initiative gegründet worden sei, um konktrete Projekte anzugehen. Inzwischen habe sie sich aber zu einer verbandsähnlichen Organisation verändert.

    Die DII war für eine Stellungnahme zunächst nicht erreichbar. Gegenüber dem "Handelsblatt" zeigte sich DII-Chef Paul van Son jedoch optimistisch. "Die Mehrzahl unserer verbleibenden 18 Gesellschafter hat uns gesagt, dass sie bleiben werden", sagte er der Zeitung.

    Erst am Freitag war bekannt geworden, dass sich Deutschlands größter Energiekonzern E.on aus dem Gesellschafterkreis der DII zurückziehen will. Die HSH Nordbank hatte sich bereits zum Jahreswechsel verabschiedet.

    Die Initiative will Sonnen- und Windkraft in Nordafrika und im Nahen Osten produzieren und zum Teil nach Europa exportieren. Investitionen in dreistelliger Milliardenhöhe sind dafür nötig. Doch inzwischen sind die Kosten einer dezentralen Produktion von erneuerbarer Energie in Europa deutlich gesunken - was das Großprojekt in der Wüste uninteressanter macht.

    Dazu hat das Image des Projekts gelitten. Denn die DII hat sich ausgerechnet mit dem Initiator, Ideen- und Namengeber des Projekts - der sogenannten Desertec-Stiftung - zerstritten. Den Namen Desertec darf die DII seitdem eigentlich gar nicht mehr benutzen.
    Quelle
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    AW: Solarenergie: Erste Staaten verhandeln über Wüstenstromprojekt Desertec

    Karawane am Abgrund


    (Foto: dpa)


    • Der Wüstenstromgesellschaft Desertec Industrial Initiative (Dii) droht Ende 2014 die Abwicklung.
    • Die beteiligten Firmen aus der Energie-, Technologie- oder Finanzbranche können sich nicht auf ein Zukunftskonzept einigen.
    • Das Projekt sollte unter anderem Strom aus Nordafrika nach Europa liefern.


    Für Sonnenuntergänge gilt die Villa Miani als einer der schönsten Orte Roms. Auf dem Monte Mario hoch über der Stadt thront der weiße klassizistische Prachtbau umgeben von grünem Park. Weitblick, Sonne, ein historischer Ort wie geschaffen für die Jahreskonferenz der Wüstenstromgesellschaft, dachten sich wohl deren Planer. Schließlich sollte das Desertec-Vorhaben mit der Konferenz in eine neue Phase eintreten - und zur Dauereinrichtung werden. Jetzt zeichnet sich ab: Die Villa könnte zum Schauplatz eines Sonnenuntergangs der anderen Art werden.

    Denn nach Informationen der Süddeutschen Zeitung droht der vor fünf Jahren mit großen Hoffnungen gestarteten Desertec Industrial Initiative (Dii) Ende 2014 die Abwicklung. Wenn am Montag Konzerne wie die Deutsche Bank, MunichRe, der schweizerische ABB-Konzern, die italienische Energiefirma Enel, Spaniens Abengoa oder der saudische Energieversorger Acwa Power Emissäre auf den Hügel in Vatikannähe schicken, geht es um alles oder nichts für den Zusammenschluss von 35 internationalen Konzernen.

    Vergleich mit der Mondlandung

    Seit Monaten könnten sich die beteiligten Firmen aus der Energie-, Technologie- oder Finanzbranche nicht über ein Zukunftskonzept einigen. Dabei läuft ihnen die Zeit davon. Ende des Jahres laufen die Verträge mit Gesellschaftern und assoziierten Partnern aus. Das Überleben sichern könnte nur eine rasche verbindliche Zusage für einen neuen Etat von rund zwei Millionen Euro. Doch die ist nicht in Sicht. "Die Wahrscheinlichkeit wächst mit jedem Tag, dass wir die Gesellschaft zum Jahresende in ihrer heutigen Form abwickeln müssen", sagt ein Insider. "Es gibt bislang keine finanzielle Basis für ihre Fortführung."

    Gemessen an den gewaltigen Hoffnungen zu Beginn des Projekts 2009, wäre das Aus ein herber Schlag für die Wüstenstromvision. Die Initiative galt als eines der ehrgeizigsten Erneuerbare-Energien-Projekte überhaupt. Bis 2050 sollte die Gesellschaft den Weg für den Bau Hunderter Öko-Kraftwerke in Nordafrika und dem Nahen Osten ebnen, die zusammen den Strombedarf der Region zu großen Teilen decken könnten - und dazu noch rund 15 Prozent des europäischen Verbrauchs. Im Raum standen Investitionen von bis zu 400 Milliarden Euro. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) lobte das Projekt, der Siemens-Chef sah die Mission in einer Reihe mit der Mondlandung.

    Nicht einmal Plan B gilt als sicher

    Nun droht der Absturz. Finanziert wurde die Dii bislang über Jahresbeiträge ihrer Gesellschafter. Die Dii-Spitze um den Niederländer Paul van Son hatte von denen noch vor einigen Monaten den Auftrag bekommen, ein Konzept für die Umwandlung der befristeten Gesellschaft in eine Dauereinrichtung auszuarbeiten. Nun wird klar: Daraus wird nichts. Nur eine gute Hand voll Unternehmen wäre bereit, sich in größerem Umfang weiter finanziell zu engagieren. Den gesamten Finanzbedarf wollen auch Befürworter einer Dauerlösung wie der Rückversicherer MunichRe, RWE oder der chinesische Milliardenkonzern State Grid allein nicht stemmen. Der Fortbestand der Dii in heutiger Form rückt in weite Ferne. "Das dürfte in der entscheidenden Verhandlung keine Rolle mehr spielen", sagt ein Insider.

    Wird die Dii tatsächlich abgewickelt, könnte ein Plan B greifen. Die Zentrale in München mit 20 festen Jobs müsste schließen. Die Dii könnte in kleinerer Form als Beratungsunternehmen überleben, heißt es. Die Geschäfte sollen dann eine Hand voll Mitarbeiter direkt aus Nordafrika oder dem Nahen Osten führen. Die Hoffnung: So würde wenigstens die aufgebaute Expertise zu den besten Standorten für Wind- und Solarkraftwerke und den technischen wie politischen Voraussetzungen für die Realisierung der Vision erhalten. Doch nicht einmal das gilt als sicher. Ein komplettes Aus des Projekts sei möglich, heißt es. Die Gesellschaft selbst äußerte sich am Dienstag nicht zu ihrer Zukunft. "Eine Entscheidung ist noch nicht gefallen", sagt ein Dii-Sprecher. Sie werde am Montag von den Gesellschaftern getroffen. "Dem werden wir nicht vorgreifen."

    Interne Auseinandersetzungen

    Die Dii-Bilanz gilt als durchwachsen. Aus dem erhofften eigenen Pilotprojekt in den Wüsten Nordafrikas wurde nichts. Auch das zu Beginn erklärte Ziel, Strom nach Europa zu exportieren, hat sich nie erfüllt. Wegen des rasanten Booms bei Wind- und Solaranlagen verfügt Europa heute über zu viel und nicht zu wenig Strom. Die Dii konzentrierte sich zuletzt darauf, Anlagen für den schnell wachsenden Strombedarf in Afrika zu fördern. Das Interesse in Ländern wie Marokko, Tunesien, Algerien und Ägypten an grünem Strom wächst, was als größtes Verdienst der Initiative gilt.

    Vorreiter wie Marokko bauen an gigantischen Ökostromprojekten - allerdings auf eigene Faust und ohne die Dii. Dass die anfangs auch von der Bundesregierung unterstützte Initiative zuletzt beständig an Bedeutung verlor, liegt auch an internen Auseinandersetzungen. Vor einem Jahr lähmte ein Machtkampf um die Dii-Spitze die Zentrale. Die Desertec Foundation, deren Wüstenstrom-Idee der Industrieinitiative zugrunde lag, distanzierte sich von dem Projekt. Mitglieder wie Bosch, Siemens, Eon und Bilfinger kehrten der Initiative den Rücken. Zuletzt hatte auch noch Dii-Chef Paul van Son seinen ganz eigenen Austritt erklärt. Er wechselt am Jahresende zum Gesellschafter RWE.
    sueddeutsche.de

    Das Wüstenstrom-Projekt Desertec ist fünf Jahre nach seiner Gründung am Ende
    Drei Gründe, warum Desertec scheitern musste


    Schade drum, Sonne ohne Ende vorhanden.
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  15. Bedankos Rungor, black sheep bedankte(n) sich für diesen Post
  16. #9
    Avatar von black sheep


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    AW: Solarenergie: Erste Staaten verhandeln über Wüstenstromprojekt Desertec

    Zitat Zitat von delle59 Beitrag anzeigen
    • Das Projekt sollte unter anderem Strom aus Nordafrika nach Europa liefern.
    Zitat Zitat von delle59 Beitrag anzeigen
    [FONT=comic sans ms]Schade drum, Sonne ohne Ende vorhanden.[/FONT]
    Ich hab ja nicht viel Ahnung davon, aber ich könnte mir vorstellen, das die Übertragungsverluste über diese Entfernungen riesig wären.


  17. #10
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    AW: Solarenergie: Erste Staaten verhandeln über Wüstenstromprojekt Desertec

    Naja, relativ:
    Die Planer von Desertec haben große Visionen: 2050 könnten 90 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Energien stammen. Der Solarstrom aus Nordafrika und Nahost braucht Hunderte Milliarden Euro an Investitionen.Quelle
    hier die Machbarkeitsstudie davon: klick

    also gelohnt hätte sich das nach ner Zeit.
    Ich bin fest davon überzeugt, daß es für den Tonfilm einen Markt gibt.
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