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    o2 will Kundendaten an Industrie verkaufen

    o2 will Kundendaten an Industrie verkaufen
    Der spanische Konzern Telefónica hat eine Idee: Um die klammen Kassen aufzubessern möchte man nun Kundendaten an die Wirtschaft verscherbeln. Zunächst soll das Projekt in Großbritannien starten, ein Einsatz in Deutschland ist aber auch geplant. Zu den zu verkaufenden Daten zählen unter anderem Geschlecht und Standort.


    o2 (Logo)
    Vor drei Wochen wurde unbemerkt von der breiten Öffentlichkeit ein Projekt der spanischen Telefongesellschaft Telefónica gestartet. Das Ziel von Telefónica Dynamic Insights: Die Daten von o2 nach verwertbaren Spuren analysieren, die sich an die Wirtschaft vermarkten lassen.

    Für welche Daten sich die Wirtschaft interessieren könnte, wird schnell klar, wenn man sich ein Werbevideo anschaut: "Mit Telefónica Dynamic Insights können Sie ab jetzt sehen, wohin sich Kunden bewegen, während sie sich bewegen. Sie erfahren, wo Ihre potenziellen Kunden wirklich sind, wann sie da sind - und wie oft."

    Ein typisches Szenario: Ein Besucher schlendert durch die Innenstadt oder ein Einkaufszentrum und bleibt vor einem Geschäft stehen. O2 registriert dies und bietet nun zum Beispiel dem Geschäftsinhaber verschiedene Informationen an: Er erfährt das Alter der Person, das Geschlecht, woher die Person kam und wie lange sie vor dem Geschäft verweilte.

    Durch dieses Verfahren und das daraus resultierende Produkt "Smart Steps" werden Bestands- und Bewegungsdaten miteinander verbunden - aus Sicht des Datenschutzes ein mehr als heikler Umstand. Bei Bestandsdaten handelt es sich um Informationen wie Alter, Geschlecht, Name und Anschrift. Laut Telefónica sollen die Daten allerdings nur anonymisiert übermittelt werden.

    Auch in Deutschland soll das Verfahren eingesetzt werden, nachdem es in Großbritannien gestartet wurde: "Wann und in welcher Form ein solches Produkt in Deutschland eingeführt wird, steht noch nicht fest."

    Telefónica hingegen wiegelt ab. Man halte sich "grundsätzlich an die gesetzlich vorgegebenen datenschutzrechtlichen Bestimmungen." Datenschützer Thilo Weichert kritisiert: "Standortdaten sind hochsensibel, weil eben über sie eindeutig erkennbar ist, wo sich jemand aufhält. Insofern sehe ich es mit großen Bauchschmerzen, dass jetzt offensichtlich Telekommunikationsunternehmen beginnen, diese Daten in die Welt zu streuen."

    Kunden von o2 haben allerdings der Verwendung ihrer Daten bereits zugestimmt. Im Kleingedruckten wird gegenüber o2 das Recht eingeräumt, personenbezogene Daten und Standortinformationen zur "Vermarktung" und "Marktforschung" zu verwenden.
    Quelle
    Ich bin fest davon überzeugt, daß es für den Tonfilm einen Markt gibt.
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    Bundesregierung: o2 darf Kundendaten nicht verkaufen

    Laut dem Bundeswirtschaftministerium ist der geplante Verkauf von Kundendaten durch den o2-Mutterkonzern Telefónica rechtswidrig. Mit aufbereiteten Standortdaten wollte der Konzern seine klammen Kassen aufbessern (gulli:news berichtete). Die Pläne stießen auf starke Gegenwehr.

    Eigentlich hatte der Tochterkonzern der Telefónica o2 versucht, durch den Verkauf der Standortdaten seine Kunden die klammen Kassen aufzubessern. Mit Hilfe des Produktes Smart Steps sollten so beispielsweise Ladenbesitzer erfahren, aus welcher Richtung Kunden kommen und wie lang diese vor dem Geschäft verweilen. Außerdem sollten dazu Stammdaten wie Alter und Geschlecht verkauft werden, um präzisere Werbung schalten zu können.

    Nicht nur Datenschützer zeigen sich entsetzt über die von Telefónica anvisierten Geschäftspläne. Peter Schaar kritisiert: "Wenn ich telefonieren will, bleibt mir gar nichts anderes übrig! Wenn diese Daten dann verkauft werden, dann wäre das nach derzeitigem Recht so nicht zulässig."

    Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) empfahl den Nutzern, den Anbietern zu wechseln.

    Auch ein Sprecher des Bundeswirtschaftsministerium erklärte, man halte das Geschäftsmodell für nicht zulässig und gehe davon aus, "dass die Bundesnetzagentur entsprechende Schritte einleiten wird."
    Quelle

    Kein Verkauf von O2-Bewegungsdaten - Telefónica stoppt Big-Brother-Modell
    Ich bin fest davon überzeugt, daß es für den Tonfilm einen Markt gibt.
    Thomas Alva Edison (1847 - 1931)
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