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    Im Ausland gelagertes Gold kommt zurück nach Deutschland

    Zweifel nagen an der Gold-Reserve - Bundesbank holt Barren heim

    Wo liegt das Gold der Deutschen? Der Bundesrechnungshof und eine Initiative beunruhigter Bürger drängen auf eine Antwort. Nun knickt die Bundesbank ein und kündigt eine Prüfung ihrer ausländischen Bestände an. Eine "nennenswerte Menge" soll nach Deutschland gebracht und testweise eingeschmolzen werden. Schon tauchen neue Fragen auf: Wie kommt das Gold nach Hause?

    Die Bundesbank gibt dem politischen Druck nach und will sich selbst ein Bild von ihren ausländischen Goldbeständen machen. Die Notenbank betonte zwar, die in den USA, Frankreich und England gelagerten Reserven seien sicher. Zugleich erklärte sie: "Ungeachtet der bestehenden Rechtsauffassung wird die Bundesbank Anregungen des Bundesrechnungshofs, soweit es möglich ist, aufgreifen."

    Insgesamt verfügt die Bundesbank über eine Goldreserve im Umfang von 3396 Tonnen. Ein Großteil davon lagert seit Jahrzehnten im Ausland, vor allem bei der US-Notenbank Fed. Der tatsächliche Wert des deutschen Goldschatzes lässt sich kaum dauerhaft festlegen. Die Summe hängt von den Bewegungen am Weltmarkt ab. Auf Basis aktueller Preise liegt der Marktwert bei etwa 144 Mrd. Euro. Die Goldbestände sind Teil der Währungsreserven, die von der Bundesbank nach eigenen Angaben "mit größter Sorgfalt " gehalten und verwaltet werden. Verwahrt werden die Barren in Tresoren am Sitz der Bundesbank in Frankfurt am Main sowie an drei Lagerstellen im Ausland: Bei der Federal Reserve Bank in New York, der französischen Nationalbank Banque de France in Paris und der Bank of England n London.

    Der Rechnungshof fordert nun "angesichts des hohen Werts der bei ausländischen Notenbanken gelagerten Goldbestände und der Tatsache, dass diese noch nie aufgenommen wurden" regelmäßige Stichproben - so steht es jedenfalls in einem Bericht an den Haushaltsausschuss des Bundestages, der seit Beginn der Woche für erheblichen Wirbel sorgt.

    Unübliches Misstrauen

    Die Bundesbank ließ dabei auch auf Nachfrage zunächst offen, wann und in welchem Umfang Prüfungen der ausländischen Bestände stattfinden sollen. Die Notenbanker ließen jedoch wissen, der vom Rechnungshof gewünschte Prüfumfang entspreche "nicht den Usancen zwischen Notenbanken". Zugleich bekräftigte die Deutsche Bundesbank: "Mit den vorliegenden Unterlagen und den angewendeten Verfahren ist der Nachweis über die ausgelagerten Goldbestände vollständig und seit Jahrzehnten nachvollziehbar erbracht." Es gebe keinen Zweifel "an der Integrität, Reputation und Sicherheit" der ausländischen Lagerstellen. Das Eigentum an den Barren bleibe durch die Verwahrung bei den Partnernotenbanken unberührt.

    Wer kontrolliert das Edelmetall?

    Misstrauisch macht einige Bundestagsabgeordnete offenbar, dass bei ausländischen Zentralbanken neben den Bundesbank-Barren auch Goldbestände anderer Zentralbanken lagern. Kritiker glauben, die Frankfurter Währungshüter hätten die Kontrolle über das Edelmetall aus der Hand gegeben. In der aktuellen Krise dürfe es keinen Zweifel daran geben, dass die Bundesbank auch physisch über ihr Gold verfügen könne.

    Ein kleines Detail am Rande dürfte Gold-Fans aller Couleur elektrisieren: Nach Angaben der Rechnungsprüfer will die Notenbank in den kommenden drei Jahren jeweils 50 Tonnen des in den USA lagernden Goldes nach Deutschland bringen, um es zu prüfen. Auf welchem Wege die nicht unerheblichen Mengen an Edelmetall über den Atlantik reisen sollen, ließ die Bundesbank aus naheliegenden Gründen offen.

    Woher rührt die Sorge?


    Eine eigens gegründete Initiative namens "Holt unser Gold heim!" bringt die Frage nach dem Gold in einen Zusammenhang mit der Schuldenkrise in Europa und dem Vertrauen der Bürger in ihre Währung. In der Auflösung des Goldstandards sehen die Organisatoren "die Hauptursache dafür, dass die globale Finanzkrise seit 2007 überhaupt derart gravierende und hoch-gefährliche Ausmaße annehmen konnte".

    Unterstützt wird die Initiative unter anderem auch von einer Reihe prominenter Namen, darunter der frühere BDI-Chef und bekennende Euro-Skeptiker Hans-Olaf Henkel und der als "Euro-Rebell" bekannt gewordene FDP-Politiker Frank Schäffler. Daneben finden sich in der Liste der Erstunterzeichner auffallend viele Edelmetallhändler, Börsenbrief-Herausgeber und Finanzbuchautoren.

    Die nach eigenen Angaben unabhängige und überparteiliche Initiative fordert unter anderem eine "vollständige und unabhängig testierte" Überprüfung in Form eines "physischen Voll-Audits der deutschen Goldbestände an allen Lagerorten" und die "zeitnahe Rückführung des im Ausland gelagerten Goldes nach Deutschland".

    Warum liegt das Gold im Ausland?

    Die deutschen Goldbestände in den Tresoren von Fed, Banque de France und Bank of England sind in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg historisch gewachsen: Vor allem in den 50er und 1960er Jahren des vorigen Jahrhunderts ging das Edelmetall als Bezahlung hoher deutscher Außenhandelsüberschüsse in den Besitz der Bundesbank über. Die Bundesbank argumentierte, die Lagerung im Ausland sei "betriebswirtschaftlich sinnvoll, solange sie kostengünstiger ist als der Transport nach Deutschland und der Bau zusätzlicher Tresoranlagen". Zudem könnte man zum Beispiel das Gold in New York im Falle einer Währungskrise schnell in US-Dollar umtauschen.

    Die Franzosen sollen einen Teil ihrer Goldreserven im Jahr 1966 per U-Boot - so wird vermutet - in New York abgeholt haben. Doch aus der Sicht der Westdeutschlands sprachen damals noch durchaus gute Gründe für die dezentrale Lagerung: Schließlich war Westeuropa in der Ära des Kalten Krieges über Jahrzehnte von ernsten Überfallsszenarien bedroht. Im Ernstfall eines bewaffneten Konflikts zwischen der Sowjetunion und den USA wären Truppen des Warschauer Pakts nach Einschätzung von Militärs auf beiden Seiten wohl binnen weniger Tage bis an den Rhein vorgerückt.

    Für westliche Strategen besonders problematisch: Der Sitz der Deutschen Bundesbank in Frankfurt am Main liegt nur wenige Autostunden von der ehemaligen innerdeutschen Grenze entfernt mitten im sogenannten Fulda-Gap, im damaligen Nato-Jargon das wahrscheinlichste Einfallstor feindlich gesinnter Truppen. Rücklagen im befreundeten Ausland waren vor diesem Hintergrund wohl eine durchaus kluge Entscheidung - zumal sich damit die Überführungskosten sparen ließen.

    Wie kommt das Gold nach Deutschland?

    Egal, ob per Schiff oder Flugzeug: Jeder einzelne Transportweg birgt ganz eigene Risiken - vom Überfall bei der Verladung bis zur Flugzeugentführung, einem Absturz oder einer zufälligen Havarie auf hoher See.

    Ein Komplettversand ganzer Paletten voller Goldbarren scheint daher schon aus Sicherheitsgründen wenig wahrscheinlich. Zugleich müsste jede Kurierfahrt oder -flug selbstverständlich unter strengster Geheimhaltung geplant werden, schon allein um kriminelle Naturen nicht zu etwaigen unüberlegten Handlungen zu verleiten.

    Was kostet die Prüfung?

    Naheliegender wäre eine Verlegung per "Ameisenstraße", also einem über verschiedene Verkehrsträger verteilten Transport in geringen Mengen mit einer größeren Zahl vertrauenswürdiger Kuriere. So oder so: Die Kosten der Überführung dürften den Aufwand der gesamten Überprüfung nicht unwesentlich in die Höhe treiben.

    "Wir haben gerade eine Währungskrise und wir wollen Sicherheit. Und Sicherheit bietet Gold", fasste der Präsident des Bundes der Steuerzahler, Reiner Holznagel, die Überlegungen zusammen. "Insofern sollte man nachschauen, wie schnell die Bundesbank auf diese Währungsreserve zurückgreifen kann." Angaben zum finanziellen Rahmen der Aktion machte die Bundesbank zunächst nicht.

    Quelle


    Experten wollen Echtheit prüfen - Bundesbank holt tonnenweise Gold nach Hause
    Goldreserven der Bundesbank - Dagobert Duck und das deutsche Gold
    Fehlender Beweis für deutsche Goldreserven im Ausland - Deutsche Auslandsreserven wurden „noch nie geprüft“

    Da passen dann mehrere Sprichwörter oder Redewendungen dazu, wie, "Papier ist geduldig", oder "Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser", meine Meinung ist auch, das es wenigstens mal konrolliert werden sollte. :confused:
    Geändert von salviner01 (27.11.14 um 14:26 Uhr)
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    Bundesbank beugt sich dem Druck
    Im Ausland gelagertes Gold kommt zurück nach Deutschland
    Die Bundesbank hortet stapelweise Gold – das meiste im Ausland. Ist es dort sicher? Kann Deutschland im Krisenfall auf das Edelmetall zugreifen? Die Bedenken in der deutschen Öffentlichkeit halten sich hartnäckig. Nun reagiert die Bundesbank.


    Foto. dpa
    Die Bundesbank reagiert auf öffentlichen Druck und holt fast 700 Tonnen deutsches Gold aus dem Ausland nach Deutschland. „Wir werden in diesem Jahr beginnen und spätestens im Jahr 2020 enden“, sagte Bundesbank-Vorstand Carl-Ludwig Thiele am Mittwoch in Frankfurt. „Wir wollen weiter Vertrauen schaffen.“

    Ziel sei, ab 2020 die Hälfte der deutschen Goldreserven in eigenen Tresoren im Inland aufzubewahren. Die Barren, die aus dem Ausland geholt werden, sind zusammen ungefähr 27 Milliarden Euro Wert (Stand 31.12.2012).

    Hälfte der Reserven liegt in USA
    Derzeit lagert der Großteil des Milliardenschatzes im Ausland, vor allem bei der US-Notenbank Fed. Das Edelmetall ging vor allem in den 50er und 60er Jahren als Bezahlung hoher deutscher Außenhandelsüberschüsse in den Besitz der Deutschen Bundesbank über.

    In Deutschland gab es zuletzt im Herbst eine öffentliche Debatte über die Sicherheit des deutschen Goldes im Ausland. Der Bundesrechnungshof hatte „angesichts des hohen Werts der bei ausländischen Notenbanken gelagerten Goldbestände und der Tatsache, dass diese noch nie aufgenommen wurden“ regelmäßige Stichproben gefordert. Mancher Politiker meint, die Frankfurter Währungshüter hätten die Kontrolle über das Edelmetall aus der Hand gegeben.

    3391 Tonnen Gold im Wert von 137,51 Milliarden Euro
    Ende 2012 umfasste der Goldschatz der Bundesbank – der zweitgrößte unter den Notenbanken weltweit – 3391 Tonnen im Wert von 137,51 Milliarden Euro. Fast die Hälfte davon (1536 Tonnen) verwahrt die US-Notenbank Fed in New York. Bei der Bank of England in London liegen 445 Tonnen, bei der Banque de France in Paris 374 Tonnen.
    In eigenen Tresoren verwahrt die Bundesbank in Frankfurt derzeit knapp ein Drittel des Edelmetalls: 1036 Tonnen.

    Nun sollen die Bestände in New York schrittweise um 300 Tonnen verringert werden, den Lagerort Paris will die Bundesbank bis 2020 ganz aufgegeben. „Die gemeinsame Währung in Europa verringert die Notwendigkeit, Gold bei Partnerländern in Europa zu lagern“, erklärte Thiele. „Da im Inland zwischenzeitlich Tresorkapazitäten freigeworden sind, kann die Bundesbank das Gold von Paris nach Frankfurt verlagern.“

    Teile werden auch nach 2020 im Ausland bleiben
    Den kompletten deutschen Goldschatz nach Deutschland holen will die Bundesbank nach wie vor nicht. Die Notenbank will sich die Möglichkeit bewahren, das Gold im Fall einer Währungskrise schnell in Devisen wie US-Dollar umzutauschen.

    Zum genauen Zeitplan und der Art des Transports wollte sich Thiele aus Sicherheitsgründen nicht äußern. Die Kosten seien im Verhältnis zum Wert des Goldes „überschaubar, so dass wir sagen, das ist wirtschaftlich für die Bundesbank tragbar“. Eine konkrete Zahl zu den Kosten nannte Thiele nicht.
    Sparen wird die Bundesbank durch den Schritt nicht: Die Lagerung des deutschen Goldes in Paris und New York ist kostenlos, die Bank of England verlangt 500 000 bis 550 000 Euro Gebühr pro Jahr. Thiele betonte zudem, der Beschluss sei „in keinsterweise Ausdruck von Zweifeln an der Verlässlichkeit“ der Partnernotenbanken: „Unser Gold lagert nur bei Notenbanken mit höchster Reputation und zweifelsfreier Identität.“
    Quelle
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    Niemand weiß, wo die deutschen Goldreserven sind

    Goldexperten hegen starke Zweifel, dass das Gold der Deutschen Bundesbank wirklich dort lagert, wo es die Bundesbank vermutet. Offenbar wurde das Gold in den vergangenen Jahren zu massiven Spekulationen genutzt. Die Bundesbank beruhigt: Man habe alles unter Kontrolle. Es geht um 110 Milliarden Euro aus deutschem Volksvermögen.


    Mitte Juli sorgte der amerikanische Hedgefonds-Manager William Kaye für Aufregung. Kaye, der früher selbst bei Goldman Sachs gearbeitet hat, sagte unter anderem, Deutschland werde das Gold der Bundesbank nie wieder sehen. Zentralbanken wie die Fed, wo der größte Teil der deutschen Goldreserven lagert, hätten Gold an US-Banken wie Goldman Sachs und JP Morgen verliehen. So sei das Gold auf den Markt gekommen, um den Goldpreis zu drücken und die Fed habe dafür Verbriefungen erhalten.

    Die Deutsche Bundesbank will sich zu Kayes Behauptungen nicht äußern und verweist auf die „volle Transparenz“, die sie im Januar zu den Goldreserven geliefert habe. „Die Lage ist seitdem unverändert“, sagte ein Sprecher der Bundesbank den Deutschen Mittelstands Nachrichten.

    Ende 2012 war die Bundesbank unter anderem auch von Bundesrechnungshof in die Kritik geraten, weil sich herausstellte, dass die im Ausland gelagerten Goldreserven nie von einem Mitarbeiter der Bundesbank persönlich geprüft worden und in der Bilanz der Bundesbank nicht berücksichtigt seien.

    Auf die Frage, ob denn in der Zwischenzeit mal jemand von der Bundesbank in die USA oder nach Paris gefahren sei, um die Goldreserven persönlich zu prüfen, sagte der Bundesbank-Sprecher nach einer kurzen Pause: „Die Bundesbank hat hinsichtlich der Lagerung entsprechende Verwahr- und Lagerverträge“ mit den Zentralbanken, bei denen das Gold gelagert wird. Diese Verträge würden aber der Vertraulichkeit unterliegen. Zudem habe Carl-Ludwig Thiele, der Bundesbankvorstand für Bargeld, Zahlungsverkehr und Abwicklungssysteme, im Januar gesagt, er sei dagewesen, so der Bundesbank-Sprecher.

    Peter Boehringer, der Co-Initiator und Sprecher der Bürgerinitiative „Holt unser Gold heim“ sowie Vorstand der Deutschen Edelmetall-Gesellschaft, sieht dies anders. Den Umstand, dass die deutschen Goldbestände gar nicht mehr in den USA in Form von Barren existieren, hält Boehringer für „absolut möglich“. „Es ist sogar stark zu vermuten, auch wenn die Bundesbank selbst behauptet, seit 2007/8 keine Verleihgeschäfte mehr getätigt zu haben, und auch zuvor nur ‚in geringem Umfang‘“, so Boehringer zu den Deutschen Mittelstands Nachrichten. Die Bundesbank könne dies aber bezüglich ihrer Auslandsbestände selbst gar nicht sicher wissen, da es keine Überprüfungen der ausländischen Standorte gibt.

    „Wir glauben der Bundesbank in ihren Aussagen, aber wir glauben nicht, dass die Bundesbank ihren Vertragspartnern glauben kann“, sagte Boehringer. Die Bundesbank könne einfach nicht sicher sein, dass die Goldvorräte in Form von Goldbarren noch bei der Fed lagern:

    # „Sie behauptet dies noch nicht einmal offiziell bzw. kann ‚Sicherheit‘ bezüglisch physikalisch und buchhalterisch korrekter Lagerung nicht belegen. Uns wurde offiziell von der BuBa am 8.2.2012 mitgeteilt, dass die ausländischen Lagerstellen und Partner-Notenbanken eine ‚einwandfreie unzweifelhafte Integrität‘ genössen. Und dass unsere in Frageform geäußerten Zweifel ‚daher jeder Grundlage entbehren‘.“

    Dass aber beispielsweise die Fed selbst seit etwa den 50er Jahren selbst keinen „offiziellen Audit ihrer Goldbestände mehr durchgeführt hat, scheint die BuBa dabei nicht zu stören“, so Boehringer. „Man kann den Lagerstellen nicht vertrauen, die Amerikaner trauen diesen auch nicht.“ Deshalb fordert Boehringer die Veröffentlichung aller Barrenlisten der BuBa an allen Lagerstellen im In- und Ausland:

    # „Diese Listen existieren laut BuBa vollständig. Wir verlangen als notwendigen, nicht hinreichenden, Anscheinsbeweis und zwecks weiterer Prüfung die genaue Offenlegung der Barrennummern aller BuBa-Goldbarren, was die BuBa sehr leicht und ohne jedes Sicherheitsrisiko tun könnte und müsste – aber leider bislang nicht tut. Wir reden von nicht auditiertem, auditierbarem Volksvermögen in Höhe von mehr als 110 Milliarden Euro.“

    Und die Überprüfung sei auch notwendig. Denn sollte tatsächlich im Zuge der Krise ein neuer Euro geschaffen werden müssen, sei man auch auf jeden Fall auf einen Teil der Goldreserven angewiesen, so Boehringer. Denn ein Teil müsse mit Gold gedeckt werden. Boehringer zufolge ist auch die von der Bundesbank angekündigte teilweise Rückholung der Goldreserven aus den USA und Frankreich „komplett ungenügend“. Es gebe keinen „Fahrplan, alles wird man dann erst im September 2020 sehen“, so Boehriger. „Die BuBa scheint eindeutig auf Zeit zu spielen.“ Denn wenn tatsächlich deutsche Goldreserven verbrieft worden sind, müssen sie erst zurückgekauft werden.

    Ähnlich wie der Bundesgerichtshof beklagt in diesem Zusammenhang auch der Goldexperte und Berater der Stabilitas Fonds, Martin Siegel, dass es beispielsweise keine Veröffentlichungen über dies Verbriefungsgeschäfte gibt. „Es gibt keine Statistiken der Zentralbanken darüber, wie viel ausgeliehen ist“, sagte Siegel den Deutschen Mittelstands Nachrichten. Dies sei ein grundsätzliches Problem bei den Zentralbanken. Zu bedenken gibt er auch, dass die Bundesbank 2001/2002 viel mehr Goldreserven zurückgeholt hat, als sie nun plant. Und die Öffentlichkeit wisse nicht, ob die Bundesbank nicht bereits damals auch Goldforderungen zurückgeholt hat.

    Denn selbst bei der Bank of England und der Fed wisse man nicht, ob die Goldreserven in Form von physischen Goldbarren tatsächlich noch vollständig in den jeweiligen Lagerstätten sind. Aber das „kann, muss und wird auch nicht (von den Zentralbanken wie der Bundesbank) veröffentlicht, weil Hedge-Fonds, Investmentbanken und Zentralbanken zusammenarbeiten“, so Siegel.

    Quelle


    Hab ich irgendwo mit gerechnet.
    :facepalm:
    Geändert von salviner01 (27.11.14 um 14:28 Uhr)
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    Bundesbank holt in diesem Jahr 37 Tonnen Gold nach Hause

    Knapp 37 Tonnen Gold hat die Bundesbank 2013 aus ihren Beständen in New York und Paris an ihren Sitz in Frankfurt am Main verlagert. Das Gold habe einen Wert von 1,1 Milliarden Euro, sagte Bundesbank-Präsident Jens Weidmann der «Bild»-Zeitung (Dienstag).

    «Wir verlagern Gold nicht nach Deutschland, weil wir Zweifel haben, ob es wirklich vorhanden ist.» Er verwies auf das neue Lagerstättenkonzept, das eine Aufstockung der Bestände in Frankfurt vorsehe.

    Anfang 2013 hatte die Bundesbank angekündigt, bis 2020 fast 700 Tonnen deutsches Gold aus dem Ausland zu holen. Dann soll rund die Hälfte der knapp 3400 Tonnen Goldreserven in Deutschland lagern. Derzeit lagert der Großteil des Milliardenschatzes im Ausland, vor allem bei der US-Notenbank Fed. Das Edelmetall ging vor allem in den 1950er und 1960er Jahren als Bezahlung hoher deutscher Außenhandelsüberschüsse in den Besitz der Deutschen Bundesbank über.

    In Deutschland gab es zuletzt im Herbst 2012 eine öffentliche Debatte über die Sicherheit des deutschen Goldes im Ausland. Der Bundesrechnungshof hatte «angesichts des hohen Werts der bei ausländischen Notenbanken gelagerten Goldbestände und der Tatsache, dass diese noch nie aufgenommen wurden» regelmäßige Stichproben gefordert. Mancher Politiker meint, die Frankfurter Währungshüter hätten die Kontrolle über das Edelmetall aus der Hand gegeben.

    Quelle
    Geändert von salviner01 (27.11.14 um 14:30 Uhr)
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    37 tonnen sollen nur 1,1 milliarden euronen sein...staun...is net gerade viel wa

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    Zitat Zitat von talla2xlc
    37 tonnen sollen nur 1,1 milliarden euronen sein...staun...is net gerade viel wa
    Doch tatsächlich
    Der Kilopreis liegt bei rund 28.300 Euronen, multipliziert mit den 37 Tonnen macht das tatsächlich "nur" 1,05 Milliarden
    Geändert von salviner01 (27.11.14 um 14:33 Uhr)

  7. #7
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    Bundesbank löst Golddepot in Paris auf

    Die Bundesbank holt große Teile ihrer Goldreserven schrittweise zurück nach Deutschland. 32 Tonnen Gold stammen der "Welt am Sonntag" zufolge aus einem Lager in Paris. Demnach will die Bundesbank das Depot in der französischen Hauptstadt endgültig schließen.


    Im Zuge des Rücktransports großer Goldmengen nach Deutschland will die Bundesbank ihr Lager in Paris einem Zeitungsbericht zufolge vollständig auflösen. 32 der bisher 37 zurückgeholten Tonnen des Edelmetalls stammten aus dem Depot in der französischen Hauptstadt, schreibt die "Welt am Sonntag" ("WamS"). Dort solle das Lager nicht mehr weiterbestehen. Die übrigen fünf Tonnen kamen den Angaben zufolge aus den New Yorker Depots der US-Zentralbank Fed.

    Bundesbank-Präsident Jens Weidmann hatte den Wert der bis zum Jahresende 2013 aus dem Ausland verlagerten Goldbestände im Dezember auf 1,1 Milliarden Euro beziffert. Anfang des vergangenen Jahres hatte die Bundesbank angekündigt, bis 2020 insgesamt fast 700 Tonnen deutsches Gold zurückzuholen. Dann soll rund die Hälfte der knapp 3400 Tonnen an Goldreserven in Deutschland lagern. Das Edelmetall ging vor allem in den 1950er und 1960er Jahren als Bezahlung hoher deutscher Außenhandelsüberschüsse in den Besitz der Bundesbank über.

    Nach Informationen der "WamS" sollen die Barren aus dem Keller der Fed auf den Standard "London Good Delivery" umgeschmolzen werden. Mitarbeiter überwachten dies anhand von Listen, damit dasselbe Gold in den Barren enthalten bleibe. Im Fall der Transporte aus Paris sei ein Umschmelzen nicht nötig, weil die Barren bereits die gewünschte Form hätten. Deshalb sei der Großteil des inzwischen zurückgeholten Goldschatzes auch zügiger aus Frankreich gekommen. Im laufenden Jahr sollen die Transporte aus dem Lager in New York stark zunehmen.

    Das Schmelzen der Barren wäre dem Bericht zufolge nicht zwingend nötig, es ermögliche aber eine "ultimative Echtheitsprüfung" neben der üblichen Untersuchung mit Ultraschall und Röntgengerät. Das solle eine zusätzliche vertrauensbildende Maßnahme. Über die Kosten schweigt die Bundesbank.

    Bisher habe es keinerlei Grund für Beanstandungen gegeben, heißt es der Zeitung zufolge bei der Bundesbank, Gewicht und Reinheitsgrad der Goldbarren stimmten mit den Büchern überein. Nun sehe man sich für größere Transportmengen gerüstet: 2014 sollen 30 bis 50 Tonnen aus New York kommen.

    Quelle
    Geändert von salviner01 (27.11.14 um 14:33 Uhr)
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