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Thema: Eurokrise

  1. #1
    Avatar von salviner01




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    Eurokrise

    25 Banken fallen durch Europas Stresstest

    Die Europäische Zentralbank hat die Ergebnisse ihres europaweiten Banken-Stresstests veröffentlicht. Demnach haben ihn 25 der 130 wichtigsten Geldhäuser nicht bestanden. Eine deutsche Bank fiel durch.


    Der Neubau der Europäischen Zentralbank (EZB) ragt in den Abendhimmel. Im Hintergrund zu sehen sind die Bankentürme von Frankfurt am Main

    Beim europaweiten Bankencheck der Europäischen Zentralbank (EZB) sind 25 der 130 untersuchten wichtigsten Geldhäuser durchgefallen. Insgesamt beträgt die Kapitallücke 25 Milliarden Euro, wie die EZB am Sonntag mitteilte. 13 Geldhäuser müssten die Lücke noch füllen, zwölf hätten dies bereits getan und ihre Bilanzen um 15 Milliarden Euro gestärkt. Die übrigen 13 Institute haben nun zwei Wochen Zeit der EZB einen Plan vorzulegen, wie sie das Kapitalloch schließen wollen.

    EZB-Vizepräsident Vitor Constancio zeigte sich zufrieden mit dem Test der Branche. "Diese bislang nicht dagewesene tiefgehende Prüfung der Bilanzen der Großbanken wird das Vertrauen der Öffentlichkeit in den Bankensektor stärken", betonte Constancio. "Dies sollte auch dazu beitragen, dass die Banken wieder mehr Kredite vergeben und so der Konjunktur helfen." Die Aufseher hatten die Institute in den vergangenen Monaten auf Herz und Nieren geprüft. Die EZB will damit sicherstellen, dass die Banken keine versteckten Altlasten mehr in ihren Büchern haben, wenn sie am 4. November deren Oberaufseher wird.

    Mehr faule Kredite als gedacht

    Spitzenreiter unter den Ländern ist Italien mit neun Geldhäusern, die auf Grundlage der Zahlen von 2013 nicht die erforderlichen Kapitalanforderungen der EZB schafften. Mehrere Durchfaller gibt es auch in Zypern und Griechenland (jeweils drei) und Slowenien sowie Belgien (jeweils zwei). Außerdem bestand jeweils ein Geldhaus in Deutschland, Österreich, Spanien, Frankreich, Irland sowie Portugal den Stresstest nicht.

    Laut Bundesbank und Bafin ist allerdings als einzige deutsche Bank die Münchener Hypothekenbank bei den Bankentests auf Grundlage der Zahlen von 2013 durchgefallen. Sie habe jedoch ihr Kapital bereits im laufenden Jahr deutlich gestärkt, so dass diese Lücke geschlossen sei.

    Aus Deutschland mussten sich neben den beiden größten Geldhäusern, der Deutschen Bank und der Commerzbank, auch die Landesbanken der Belastungsprobe stellen. Diese bestand aus einer intensiven Prüfung riskanter Posten in den Bilanzen und einem Stresstest. Bei diesem mussten die Institute beweisen, dass sie auch einen schweren Einbruch der Konjunktur überstehen könnten, ohne mit Steuergeld aufgefangen zu werden.

    Beim Stresstest zeigte sich nach Angaben der EZB, dass das Eigenkapital aller geprüften Banken zusammen im schlimmsten durchgespielten Fall – einem massiven Einbruch der Konjunktur – um 263 Milliarden Euro zurückgehen würde. Dies entspricht einem Rückgang der Eigenkapitalquote von 12,4 Prozent auf 8,3 Prozent. Beim Bilanzcheck (Asset Quality Reviews) zeigte sich, dass in den Bilanzen der Banken deutlich mehr faule Kredite schlummern als bislang angenommen – insgesamt 879 Milliarden Euro. Das sind 136 Milliarden Euro mehr als bislang angenommen.

    40 Millionen Daten überprüft

    An der größten Bankenprüfung in Europa aller Zeiten waren tausende Bankaufseher, Wirtschaftsprüfer und Juristen in ganz Europa beteiligt. Laut EZB analysierten sie alleine beim Stresstest etwa 40 Millionen Daten, die ihnen von den Banken geliefert wurden. Die Prüfung der Bilanzen erstreckte sich auf 82 Prozent der Posten in den Bilanzen aller Banken in der Euro-Zone sowie dem ab Januar zur Währungsunion gehörenden Litauen.

    Sämtliche Banken außerhalb der Eurozone haben den Stresstest der Bankenaufsicht EBA bestanden. Die geprüften Banken in Großbritannien, Dänemark, Schweden, Norwegen, Ungarn und Polen haben aus Sicht der Behörde auch im Fall einer Finanzkrise genug Eigenkapital. Während die EZB nur Banken in Euro-Ländern prüfte, nahm die EBA auch Geldhäuser in Ländern unter die Lupe, in denen mit anderen Währungen gezahlt wird.

    Bei der Bilanzprüfung war der Stichtag der 31. Dezember 2013. Zahlreiche Banken haben allerdings bereits durch die Aufnahme von Kapital oder die Einbehaltung von Gewinnen ihre Bilanzen zusätzlich gestärkt – nach Angaben der EZB seit Mitte 2013 um etwa 200 Milliarden Euro. Banken, die beim Stresstest Probleme bekamen, haben bis zu neun Monate Zeit, die Löcher in ihrer Kapitaldecke zu stopfen.

    25 Banken fallen durch Europas Stresstest
    Darum ist der Stresstest für Deutschland wichtig
    Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu lassen und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas ändert.
    Albert Einstein (1879-1955)

  2. Bedankos -, ugurano33, Rungor bedankte(n) sich für diesen Post
  3. #2
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    AW: Eurokrise

    "Grexit"-Debatte
    Gabriel: Griechenland muss Sparzusagen einhalten

    Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) hat sich für einen Verbleib des Schuldenlands Griechenland in der Eurozone ausgesprochen. Die künftige Regierung müsse aber mit der EU getroffene Sparzusagen einhalten, sagte Gabriel.


    Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) fordert von der künftigen griechischen Regierung, Sparzusagen einzuhalten.

    Die Bundesregierung pocht gegenüber der künftigen griechischen Regierung auf Einhaltung der eingegangenen Sparzusagen. Die Eurozone sei heute wesentlich stabiler und widerstandsfähiger als noch vor einigen Jahren, sagte Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“ (Montag). „Deshalb sind wir übrigens auch nicht erpressbar, sondern erwarten von der griechischen Regierung - egal wer sie stellt - dass die mit der EU getroffenen Vereinbarungen eingehalten werden.“

    Nach der Debatte vom Wochenende über den Verbleib des Schuldenlandes in der Eurozone betonte Gabriel: „Ziel der gesamten Bundesregierung, der EU und der Regierung in Athen selbst ist es, Griechenland in der Eurozone zu halten.“ Der SPD-Vorsitzende versicherte: „Es gab und gibt keine gegenteiligen Pläne.“

    Kursänderung in Sachen Grexit?


    Der SPD-Finanzpolitiker und Fraktionsvize Carsten Schneider warnt in der Debatte über einen möglichen Euro-Austritt Griechenlands vor den Folgen. Seiner Einschätzung nach würde ein solcher Schritt Deutschland 30 Milliarden Euro oder mehr kosten. "Wir haben fast 240 Milliarden an Krediten an Griechenland gegeben, um sie zu stabilisieren und im Euro zu halten." Bei einem Umstieg auf die Drachme und einer Abwertung könnte Athen das nicht zurückzahlen.

    Zuvor hatte der "Spiegel" berichtet, dass ein möglicher Euro-Austritt Griechenlands für die Bundesregierung hinnehmbar wäre. Das Magazin berichtet in seiner neuen Ausgabe unter Berufung auf Regierungskreise, Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (beide CDU) hielten einen Austritt inzwischen für verkraftbar. Ein Regierungssprecher sagte allerdings dazu: "Es gibt keine Kursänderung."

    Die Debatte ist noch nicht abgeschlossen


    Unterdessen befeuerte CDU-Generalsekretär Peter Tauber die Debatte weiter: Er glaube, dass Folgen eines Austritts Griechenlands aus der Eurozone "anders kalkulierbar wären als das noch vor Jahren der Fall gewesen wäre", sagte Tauber im Deutschlandfunk. Ob ein Euro-Austritt Griechenlands verkraftbar wäre, könne er zwar nicht abschließend beurteilen. „Aber ich würde für uns reklamieren, dass wir in der Politik viel getan haben, um solche Szenarien beherrschbarer zu machen“, sagte Tauber.

    Kritik kam von den Grünen: Parteivorsitzende Simone Peter nannte die Diskussion am Montag im ZDF-Morgenmagazin "unverantwortlich". Man müsse sich vor Augen führen, welche Folgen ein Austritt des hoch verschuldeten Landes aus der Währungsgemeinschaft haben könnte - unter anderem auf andere Euro-Länder wie Italien oder Portugal. Aber natürlich sei es wichtig, dass die Griechen die Reformprozesse in ihrem Land weiterführten.

    In Griechenland stehen Ende Januar vorgezogene Parlamentswahlen an. Dabei könnte Umfragen zufolge die linke Syriza-Partei stärkste Kraft werden. Ihr Vorsitzender Alexis Tsipras fordert eine Abkehr vom strikten Sparkurs und Verhandlungen über einen Schuldenschnitt mit den internationalen Gläubigern.

    Quelle

    Griechenland-Debatte: Österreich mahnt Berlin zur Zurückhaltung
    Euro rutscht schlagartig unter 1,20-Marke
    Top-Ökonom warnt vor Griechenlands Euro-Exit
    Deutsche packen ihr Geld wieder unters Kopfkissen

    Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu lassen und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas ändert.
    Albert Einstein (1879-1955)

  4. Bedankos Rungor bedankte(n) sich für diesen Post
  5. #3
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    AW: Deutschland knackt Export-Rekord

    Wir sind gedopt mit einem schwachen Euro

    Deutschland müsse als Führungsmacht in Europa mehr für den Kontinent tun, fordern die USA – am besten mit viel Geld. Dabei geht es Deutschland gar nicht so gut, wie die Amerikaner glauben.


    Deutschland ist so etwas wie der Zuchtmeister der Euro-Zone. Wo immer er auftritt, ruft der Bundesfinanzminister seine europäischen Kollegen zu Sparsamkeit auf. Wirtschaftswachstum entstehe vor allem durch Strukturreformen, nicht durch höhere Staatsausgaben, so sein Mantra.

    Übersetzt heißt das: Wer mit den USA und Asien konkurrieren will, muss fit sein. Austrainiert und hungrig also. Und nicht fett und satt. Wolfgang Schäuble hatte in den vergangenen Jahren auch schon versucht, den übergroßen Rest der Welt, vor allem die Amerikaner von dieser Sichtweise zu überzeugen. Erfolglos, wie wir wissen.

    Die USA wiederum verweisen seit Jahren darauf, dass Deutschland zu wenig für die Nachfrage im Inland und in Europa tun. Die Löhne zu niedrig, die Abgaben zu hoch, die Investitionen im Keller. So fassen die Amerikaner die Lage in Deutschland zusammen. Die Folge: Die deutsche Wirtschaft wächst weniger stark, als sie könnte.

    Dahinter steht die Ansicht, dass Deutschland für eine Führungsmacht zu wenig tut, um Europa wirtschaftlich voran zu bringen. Die Bundesrepublik ist aus amerikanischer Sicht nicht die Konjunkturlokomotive, die es für Europa sein müsste. Und damit ist die deutsche Sparpolitik eine Bremse für die gesamte Weltkonjunktur.



    Jeder malt sich eben die Welt, so wie sie ihm gefällt. Es sind schwarz-weiß Gemälde, die einerseits für verschiedene wirtschafts- und finanzpolitische Philosophien stehen. Die andererseits den Abwehrkampf der Deutschen gegen die Forderung nach höheren Staatsausgaben zeigen, die gerade aus den USA immer wieder vorgebracht werden.

    Denn ginge es nach US-Finanzminister Jack Lew, würde Berlin endlich einmal richtig Geld in die Hand nehmen, investieren und damit die gesamte Konjunktur in der Euro-Zone anschieben. Die Hoffnung dahinter: Mit deutlich mehr Geld könnte Europa der Schuldenkrise entwachsen. Die Amerikaner machen gerade vor, wie das geht.

    Nur ist Europa nicht Amerika. Und die Euro-Zonenländer sind nicht die Vereinigten Staaten. Europa – in all seiner Heterogenität – hat andere Probleme, jedes Land andere Hausaufgaben. Frankreich und Italien müssen mehr für ihre Wettbewerbsfähigkeit tun. Italien etwa, indem es seine Märkte öffnet. Restriktionen abbaut. Beim Nachbarn Frankreich sollte die Politik endlich die Finger aus der Wirtschaft lassen. Das Land braucht viel mehr und nicht weniger Freiheit. Und nur weil bei uns die Wirtschaft brummt, heißt das nicht, dass es den anderen ebenfalls gut gehen muss.

    Deutschland spart an den falschen Stellen


    Deutschland spielt innerhalb der Euro-Zone seit Jahren eine Sonderrolle. Die Bundesrepublik ist exportstark wie kein anderes Land des Währungsraums. Deutsche Unternehmen verkaufen ihre Waren in alle Teile der Welt.

    Eines aber ist auch wahr: Gemessen an seiner Wirtschaftsleistung investiert Deutschland zu wenig. An vielen Stellen zerfällt die Infrastruktur. Wichtige Brücken sind marode. Straßen verrotten. Schulen verfallen. Und auch die Industrie macht weniger als sie müsste. Für unsere Zukunft ist das schlecht.

    Deutschlands Politik spart oft an den falschen Stellen und steckt stattdessen vorhandenes Geld lieber in die Sozialetats. So austrainiert, wie Schäuble tut, ist das Land nämlich gar nicht. Wir sind gedopt mit einem schwachen Euro. Zwar will Berlin jetzt zusätzlich 15 Milliarden Euro für Investitionen ausgeben. Das ist sehr viel Geld.

    Aber vermutlich eben bei weitem nicht genug, um die Probleme zu lösen. Nur heißt das nicht, dass die deutsche Politik wahllos ihre Ausgaben nach oben fahren sollte. Im Gegenteil: Anstatt bei der Rente und in anderen Sozialbereichen nach immer neuen Lieblingsprojekten zu suchen, muss dieses Land endlich Prioritäten für die Zukunft setzen.

    US-Vorstellungen sind wirtschaftspolitischer Fehler


    Investitionen in Infrastruktur, auch in IT-Infrastruktur und in Bildung müssen Vorrang haben vor weiteren Ausgaben in den Sozialetats. Damit Deutschland auch wettbewerbsfähig bleibt. Die Einkommen im Inland steigen dann fast von allein.

    Nur hat so eine Politik wenig mit den Vorstellungen der USA gemein, die sich wünschen, dass Berlin die Kassen im ganz großen Stil öffnet. Denen am allerliebsten ein europäisches Konjunkturprogramm mit deutschem Geld wäre. Mal ganz abgesehen davon, dass die Euro-Zone derzeit kein Bundesstaat ist, der solche Finanztransfers institutionell möglich macht. Die US-Vorstellung von einer deutschen Wirtschaftspolitik wäre den Deutschen selbst weder zu vermitteln, noch ist sie wirtschaftspolitisch richtig.

    Quelle

    Exportüberschuss - Endlich kann Bernanke gegen Deutschland stänkern
    Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu lassen und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas ändert.
    Albert Einstein (1879-1955)

  6. Bedankos delle59, Struppi bedankte(n) sich für diesen Post

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