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    IBAN ist Pflicht ab dem 1. Februar

    Streit ums Lastschriftverfahren beim Online-Shopping

    Die beim Online-Shopping in Deutschland weit verbreitete Zahlungsmethode des Lastschriftverfahrens steht vor dem Aus, wenn der europäische Zahlungsraum (SEPA) wie geplant umgesetzt wird. In einer gemeinsamen Erklärung protestieren nun zehn Wirtschaftsverbänd dagegen.


    Bezahlen mit Lastschrift ist künftig bei Online-Käufen nur noch schwer möglich. Darauf weist der Bitkom hin. Grund ist, dass bei einem Einkauf im Internet künftig eine schriftliche Einwilligung des Kunden für die Abbuchung vom eigenen Konto erforderlich ist. Stichtag für die Umsetzung der entsprechenden SEPA-Verordnung ist der 1. Februar 2014.

    “Beim Einkaufen im Internet eine schriftliche Einwilligung für ein Zahlverfahren zu verlangen, bedeutet praktisch ihr Aus”, sagte Bitkom-Präsident Dieter Kempf. Das Lastschriftverfahren sei eine unkomplizierte Zahlungsmethode, die entscheidend zum Erfolg des E-Commerce in Deutschland beigetragen hat.

    Der Bitkom setzt sich deshalb zusammen mit neun weiteren Wirtschaftsverbänden in einer gemeinsamen Stellungnahme (PDF) dafür ein, die Internet-Lastschrift in ihrer bisherigen Form vorerst zu erhalten. Zunächst soll die Frist für die Einführung eines neuen Verfahrens um zwei Jahre auf Februar 2016 verschoben werden. Zudem fordern die Verbände die Kreditwirtschaft auf, bis dahin technisch sichere Internet-Lastschriften unter SEPA-Bedingungen zu ermöglichen.

    Mit der Schaffung eines einheitlichen europäischen Zahlungsraums (Single Euro Payments Area – SEPA) soll der Zahlungsverkehr innerhalb der Euro-Zone vereinheitlicht werden. In diesem Rahmen soll auch ein neues Lastschriftverfahren eingeführt werden. Neben einer schriftlichen Einwilligung für den Bankeinzug können die Kreditinstitute laut SEPA-Verordnung auf freiwilliger Basis eine elektronische Einverständniserklärung akzeptieren. Das lehnt die Kreditwirtschaft aber bislang ab.

    “Mit den dem E-Postbrief, De-Mail oder dem neuen Personalausweis existieren innovative Verfahren, die den Auftraggeber eindeutig identifizieren und authentifizieren”, sagt Kempf weiter. Den Einsatz dieser Technologien sollten die Kreditinstitute bei der Umsetzung der Internet-Lastschrift auf den Weg bringen.

    Nach einer aktuellen repräsentativen Bitkom-Umfrage nutzen 46 Prozent aller Online-Einkäufer das Lastschriftverfahren bei Bestellungen im Internet. Damit liegt das Lastschriftverfahren an dritter Stelle der am häufigsten genutzten Zahlungsmethoden hinter der Rechnung mit 58 Prozent und Online-Bezahldienstleistern wie Paypal mit 52 Prozent.
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    Bundesbank beklagt schleppende Umstellung auf Sepa-Lastschriften

    Reform des Zahlungsverkehrs
    Der Countdown läuft: In wenigen Monaten werden die nationalen Überweisungen und Lastschriften in der Europäischen Union durch ein neues Verfahren ersetzt. Womit Bankkunden und Unternehmer rechnen müssen.


    Die neue Kontonummer IBAN ist nur eine Folge der Sepa-Umstellung.
    Quelle: dpa
    Sepa? Das ist doch die Sache mit der langen Kontonummer! Ja, aber dahinter steckt noch mehr. In gut neun Monaten werden nationale Überweisungen und Lastschriften in der EU und einigen weiteren Staaten endgültig auf das einheitliche Sepa-Verfahren umgestellt.

    Das funktioniert jedoch nicht automatisch, neben den Banken müssen sich insbesondere Unternehmen darauf vorbereiten. Doch immer neue Studien warnen, dass viele Firmen Sepa nicht ernst genug nehmen und die Zeit knapp wird. Handelsblatt Online zeigt, was Unternehmen und Verbraucher tun müssen und erklärt, ob es wirklich Grund zur Panik gibt.

    Sepa, den einheitlichen Euro-Zahlungsverkehrsraum, gibt es eigentlich schon seit fünf Jahren. Doch praktische Auswirkungen sind bislang kaum zu spüren. In die Schlagzeilen schaffte es hauptsächlich die neue europaweit einheitliche Kontonummer IBAN. Diese wurde wegen ihrer 22 Ziffern zwischenzeitlich gerne als „IBAN, die Schreckliche“ verschrien. Sie setzt sich aus der bisherigen Kontonummer, der Bankleitzahl und zwei Prüfziffern zusammen. Neu ist auch die internationale Bankleitzahl BIC, die jedoch nur in einer Übergangsphase genutzt wird.

    Für Verbraucher ändert sich mit der Umstellung zum 1. Februar 2014 nicht viel. Die Banken sind gut vorbereitet, beim Zahlungsverkehr dürfte es nach Meinung von Expertem also keine Probleme geben. Verbraucher müssen ab dann lediglich die neuen Kontonummern verwenden. Diese kamen bisher meist nur bei Transfers auf ausländische Konten zum Einsatz. Für Unternehmen, Behörden und Vereine wird es komplizierter: Zwar dürfte die Sepa-Überweisung auch ihnen kaum Probleme bereiten. Doch die Sepa-Lastschrift erfordert einige Vorbereitungen.

    Hintergründe zu Sepa

    Welches Ziel hat Sepa?
    Die nationalen Zahlungsverfahren werden nach und nach abgeschafft. Überweisungen, Lastschriften und Kartenzahlungen zwischen den Ländern sollen schneller und günstiger werden.
    Seit wann gibt es Sepa?
    Das Verfahren wurde bereits Anfang 2008 für Überweisungen eingeführt. Seit 2009 können Bankkunden auch das grenzüberschreitende Lastschriftverfahren nutzen. Ursprünglich hatte die EU-Kommission keinen Umstellungstermin vorgegeben, sondern auf eine Lösung im Markt gehofft. Dies misslang jedoch, die Beteiligung an dem System war zu gering – besonders in Deutschland. Denn die Deutschen hängen an ihrem eigenen System, schließlich funktioniert es gut.
    In welchen Ländern gilt Sepa?
    EU-Mitgliedstaaten: Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechien, Ungarn, Vereinigtes Königreich von Großbritannien und Zypern; außerdem: EWR-Staaten: Island, Liechtenstein, Norwegen; sowie: Schweiz, Monaco, Mayotte, Saint-Pierre und Miquelon.
    In welcher Währung sind Sepa-Zahlungen möglich?
    Zahlungen per Sepa sind nur in Euro möglich. Für Transaktionen in anderen Währungen müssen Bankkunden eine Auslandsüberweisung tätigen.
    Was verbirgt sich hinter der IBAN?
    An die Stelle der herkömmlichen Kontonummer und Bankleitzahl tritt die IBAN - International Bank Account Number. Sie hat insgesamt 22 Stellen und beginnt mit einem Länderkürzel - DE für Deutschland. Daran schließt sich eine zweistellige Prüfziffer an, die bisherige Bankleitzahl und die Kontonummer. Dank der Prüfziffer bekommt der Bankkunde sofort eine Fehlermeldung, wenn er sich bei der Zahlenabfolge vertippt hat. Das ist ein großer Vorteil, insbesondere seitdem Banken den Namen des Kontoinhabers und die Kontonummer nicht mehr abgleichen.
    Wozu dient der BIC?
    Der BIC - Bank Identifier Code - hat elf Stellen und soll die Bankleitzahl ersetzen. Kritiker monieren jedoch, dass die Kennung der Bank in Form der alten Bankleitzahl bereits in der IBAN enthalten ist. Ein weiterer Code mache die Überweisung nur unnötig kompliziert. Ab Februar 2014 soll der BIC bei Überweisungen im eigenen Land deshalb wegfallen. Für Geldtransfers innerhalb Europas von 2016 an.
    Wann muss ich auf Sepa umsteigen?
    Eine Verpflichtung zur Umstellung auf die Sepa-Überweisung und -Lastschrift besteht ab dem 1. Februar 2014. Bis dahin gelten Sepa und die nationalen Zahlsysteme parallel.
    Welche Sonderrechte haben Verbraucher?
    Bis zum Februar 2016 können Verbraucher die alte kurze Kontonummer im nationalen Zahlungsverkehr noch nutzen, sofern ihr Zahlungsdienstleister die Konvertierung in die IBAN anbietet.
    Wo müssen Kunden ein Konto führen?
    Wer beispielsweise in Deutschland wohnt, aber im Ausland arbeitet oder studiert, braucht nur noch in seinem Heimatland ein Bankkonto. Bisher waren mehrere Bankkonten nötig.
    Was ändert sich bei der Bankkarte?
    Künftig gilt die Bankkarte (debit card) für Euro-Zahlungen in allen Ländern des Sepa-Gebiets. Dadurch müssen Reisende weniger Bargeld bei sich tragen.
    Quelle: https://www.sepadeutschland.de/ , http://www.bundesbank.de/Navigation/...SEPA/sepa.html

    „Die Sepa-Basis-Lastschrift folgt einer anderen Logik als die bisher in Deutschland verwendete Lastschrift im Einzugsermächtigungsverfahren“, sagt Christian Bruck, Partner bei der Unternehmensberatung BearingPoint. Aktuell funktioniert die Lastschrift so: Der Gläubiger reicht sie bei seiner Bank ein. Der Gegenwert wird seinem Konto gutgeschrieben, die Lastschrift wird an die Bank des Zahlungspflichtigen weitergeleitet und das Konto des Zahlungspflichtigen am gleichen Tag belastet.

    Die Sepa-Basis-Lastschrift hingegen muss bei einer ersten oder einmaligen Lastschrift mindestens fünf Bankarbeitstage vor Fälligkeit bei der Zahlstelle vorliegen. Bei einer Folgelastschrift sind es zwei Tage. Außerdem muss dem Zahlenden mindestens 14 Kalendertage vor Fälligkeit eine Information (Pre-Notification) über den Einzugsbetrag und das Einzugsdatum zugesendet werden. „Das ist insbesondere für Unternehmen, die monatlich wechselnde Beträge einziehen, eine Herausforderung. Über Anpassungen in ihren Geschäftsbedingungen können Unternehmen die Vorlagefrist allerdings verkürzen“, sagt Bruck.

    Seite 2: Ohne Unterschrift geht nichts mehr.
    Seite 3: „Das alte System funktioniert wunderbar“

    SEPA vereinfacht Zahlungsverkehr
    SEPA - was geht's mich an?
    IBAN ersetzt Kontonummer und Bankleitzahl

    Die augenfälligste Änderung ist die Ablösung von Kontonummer und Bankleitzahl durch die IBAN (International Bank Account Number). Deutschland arbeitet mit einer 22-stelligen IBAN. Diese enthält neben der Länderkennung DE und einer zweistelligen Prüfziffer die achtstellige Bankleitzahl und die zehnstellige Kontonummer. Beispiel für eine IBAN: DE42100100500001357991
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    Banken schmieden Notfallplan für SEPA-Umstellung
    Rund ein Viertel aller Unternehmen sind auf die Umstellung des Zahlungsverkehrs vorbereitet. Die große Mehrheit wird die Umstellung jedoch verschlafen. Die Banken richten sich auf einen Plan B ein. Unverständnis und die Angst vor Betrug sorgen für Verunsicherung.



    Kontonummer und Bankleitzahl heißen nach der SEPA-Umstellung IBAN und BIC.
    Unternehmen müssen aber noch andere Einzelheiten beachten, zum Beispiel
    beim Lastschriftverfahren. (Foto: dpa)

    Nicht einmal jedes vierte Unternehmen ist auf die Umstellung auf das neue, EU-weite Zahlungssystem SEPA vorbereitet. Das berichtete die Commerzbank in einer Mitteilung. Einer Umfrage der Fachhochschule des Mittelstands (FHM) zufolge verfügt keiner der 5.000 befragten Mittelständler über einen Notfallplan zur Vermeidung einer technischen Zahlungsunfähigkeit.


    Wer nicht rechtzeitig umstellt, der kann im Ernstfall zum 1. Februar 2014 keine Zahlungen mehr abwickeln. Die daraus resultierenden Liquiditätsengpässe können zu einem großen Problem heranwachsen. Der FMH-Umfrage zufolge können Mittelständler Engpässe für 37 Tage überbrücken, 14 Prozent von ihnen sind aber schon nach fünf Tagen nicht mehr flüssig. Weitere 19 Prozent können nach 15 Tagen nicht mehr zahlen.

    Spätestens im März nächsten Jahres wird sich dann zeigen, wie hoch das Ausmaß der Zahlungsausfälle sein wird. Wer daran nicht teilhaben möchte, der sollte schnell mit seiner Bank in Kontakt treten.

    Banken schmieden Notfallpläne
    Etwa 50 Prozent der Banken in Deutschland haben einen Notfallplan für die Umstellung auf SEPA. Das geht aus der vierten Umfrage des IT- und Beratungsunternehmens PPI AG zum SEPA-Readiness-Index hervor.

    „Es ist höchste Zeit für einen echten Schlussspurt. Vor allem die Geschäftskunden werden noch stärkere Unterstützung von ihren Banken brauchen”, sagt Dr. Hubertus von Poser, Studienleiter und Experte für Zahlungsverkehr bei der PPI AG.

    Eine stressige Umstellungsphase steht vor allem den Versicherungen bevor. Mehr als 40 Prozent der Versicherer haben es bislang versäumt, ihre Geschäfts- und Privatkunden auf die Umstellung vorzubereiten. Bei 20 Prozent wissen nicht einmal die eigenen Mitarbeiter umfassend bescheid.

    Unternehmen müssen an Vieles denken: Die Buchhaltung, der Vertrieb und das Rechnungswesen eines Unternehmens müssen Kontakt zu den Kunden und Geschäftspartnern herstellen und die neuen Informationen zum Zahlungsverkehr aufwendig in Erfahrung bringen oder übermitteln. Geschäftsprozesse und IT-Systeme müssen an die neuen Rahmenbedingungen angepasst werden. Die Änderung der Bankdaten auf dem Firmenpapier, auf Webseiten und Visitenkarten, die Anpassung der Kundenstammdaten sowie ein Update des Zahlungsverkehrsprogramms kann erforderlich werden (mehr zu den geänderten Rahmenbedingungen – hier).

    Vorsicht vor Betrügern
    Wer in diesen Tagen Emails erhält, in denen es um die SEPA Umstellung geht, der sollte genau aufpassen, wer der Absender dieser Mails ist. Denn viele Kriminelle machen sich die Unsicherheit der Verbraucher zunutze.

    „Unternehmen, denen man schriftlich eine Erlaubnis zum Lastschrifteinzug erteilt hat, sind dazu verpflichtet, ihre Kunden über die Umstellung auf Sepa zu informieren“, sagte Markus Feck, Finanzexperte der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen, dem Handelsblatt. In gefälschten Emails von unbekannten Absendern können sich aber auch Trojaner in den Anhängen verstecken, die den Computer der Nutzer infizieren können.

    Der Bankenverband warnt zudem vor Fishing-Mails: Online-Kriminelle konzipieren Emails, die so aussehen, als kämen sie von der eigenen Hausbank. Die Empfänger werden aufgefordert, im Rahmen der SEPA-Umstellung ihre Bankdaten einzugeben.

    Dieser Spuk hat mit der Umstellung zum 1. Februar 2014 ein Ende. Die Auswirkungen auf die mittelständischen Unternehmen werden dann allerdings erst zum Vorschein kommen.
    Quelle
    Geändert von delle59 (18.01.16 um 09:42 Uhr)
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    Phishing-Betrugswelle
    Wie Kriminelle die Sepa-Umstellung ausnutzen
    Die Umstellung der Kontonummern auf Sepa ruft Betrüger auf den Plan: Sie erschleichen sich mit perfiden Mails Kontodaten, Passwörter und Tan-Nummern. Auf diese Maschen sollten Sie nicht hereinfallen.

    Als ob die Einführung des Sepa-Zahlensalates für Kunden nicht schon ärgerlich genug wäre. Nun versuchen auch noch Kriminelle aus der Umstellung auf das europäische Zahlungssystem Kapital zu schlagen. Seit Wochen häufen sich Verbraucherbeschwerden über betrügerische Mails mit Sepa-Betreff. Zweck dieser falschen Nachrichten: An die Bankdaten, Passwörter und Tan-Nummern der verunsicherten Verbraucher kommen. "Der Kunde weiß, dass es diese Umstellung gibt, das nutzen Betrüger aus", sagt Christian Urban von der Verbraucherzentrale NRW.

    Aktuell kursieren zum Beispiel Mails, die vorgeben von Paypal oder der Postbank zu kommen. In einer Paypal-Fake-Mail mit dem Betreff "SEPA-Umstellung wichtig" heißt es: "Wir bitten einige unserer Kunden um einen Datenabgleich. Ihre eingegeben Bankverbindung wird automatisch in das neue SEPA-Format umgewandelt. Bitte verifizieren Sie über diesen Button." Wer auf den Button klickt, landet allerdings nicht bei Paypal, sondern auf einer Fakeseite, auf der Betrüger die persönlichen Daten abgreifen.

    Der Trick mit dem Button, der auf eine gefälschte Seite führt, ist eine unter Phishing-Betrügern besonders beliebte Methode. Teilweise versuchen die Gangster auch, in einem ersten Schritt an die Telefonnummer ihrer Opfer zu kommen, um ihnen die Tan dann am Telefon abzuschwatzen. Eine Frau aus Süddeutschland erleichterten Betrüger so um 3500 Euro. In einem ähnlichen Fall lag der Schaden bei 7000 Euro.

    Eine andere gängige Phishing-Variante ist ein Dateianhang, der einen Trojaner auf dem Rechner installiert, sobald man ihn anklickt. Mittels dieses Spähprogramms greifen Kriminelle daraufhin die sensiblen Kontodaten ab. Gleiches kann einem widerfahren, wenn man in einer Mail Links anklickt, die auf verseuchte Seiten führen.

    Wie man sich schützt

    Verbraucherschützer raten daher, bei solchen Mails nicht auf Links zu klicken, keine Datei-Anhänge zu öffnen und die Nachricht nicht zu beantworten. Auch von angeblich drohenden Kontosperrungen oder ähnlichem Druck sollte man sich nicht ins Bockshorn jagen lassen. "Banken versenden niemals E-Mails, in denen sie ihre Kunden zur Eingabe von Kontodaten oder sensiblen Zugangscodes oder Geheimnummern (Pin und Tans) auffordern. Über Sepa und IBAN informieren Banken ihre Kunden schriftlich", schreibt der Bankenverband auf seiner Webseite. Wer unsicher ist, ob eine Mail wirklich von seinem Finanzinstitut kommt, sollte das durch einen Anruf klären.


    Wer Betrügern in die Falle gegangen ist, sollte umgehend seine Bank informieren, das Konto sperren lassen und die Pin ändern, rät die Verbraucherzentrale NRW. Aktuelle Phishing-Maschen, nicht nur im Zusammenhang mit Sepa, listen die Verbraucherschützer auf ihrem regelmäßig aktualisierten Phishing-Radar.

    Die Masche mit den gefälschten Sepa-Mails dürfte noch einige Zeit weitergehen. Soeben verlängerte die EU die Übergangsfrist zur Einführung des Systems um sechs Monate auf 1. August 2014. Verbraucher müssen die neue 22-stellige Kontonummer IBAN sowieso erst ab Februar 2016 benutzen.
    Quelle


    Täuschend echt, aber laut Verbraucherzentrale ein Fake: E-Mail zur "Umstellung im
    Online-Banking auf SEPA" vom 22. Januar.© Quelle: Verbraucherzentrale NRW
    Geändert von delle59 (18.01.16 um 09:29 Uhr)
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    AW: IBAN ist Pflicht ab dem 1. Februar

    Iban-Verweigerern drohen ab Februar Mahngebühren

    Noch gut drei Wochen können Bankkunden mit Bankleitzahl und Kontonummer arbeiten. Dann greifen auch für Privatkunden die Sepa-Regeln. Banken und Sparkassen sehen keine Probleme bei der Umstellung. Wir beantworten die wichtigsten Fragen.



    Sepa, Iban und Bic waren bis vor einigen Jahren noch unbekannte Wesen für den Verbraucher. Damit ist am 1. Februar auch für den hartnäckigsten Verweigerer Schluss. Dann gelten auch für alle Privatkunden bei Banken und Sparkassen die Regeln des einheitlichen europäischen Zahlungsraumes (Sepa). Die wichtigsten Fragen und Antworten:

    Was genau gilt ab 1. Februar?

    Von diesem Tag an dürfen Überweisungen, Daueraufträge und Lastschriften nur noch im Format mit der internationalen Kontonummer Iban erfolgen. Alle Zahlungen im alten Verfahren mit Bankleitzahl und Kontonummer dürfen Banken und Sparkassen dann nicht mehr akzeptieren. Bisher haben sie solche Zahlungen von Privatkunden immer in das neue System umgewandelt. Auch alte Überweisungsformulare werden ungültig. Aber: Die meisten Verbindungsdaten der Kunden haben die Institute längst in der neuen Form gespeichert, das Gleiche gilt für Daueraufträge.

    Dahinter verbirgt sich eine 22-stellige Kontonummer, die im gesamten gemeinsamen europäischen Zahlungsraum gültig ist. Sie setzt sich zusammen aus dem Länderkennzeichen (in Deutschland DE), einer zweistelligen Prüfziffer sowie der bereits bekannten Bankleitzahl und Kontonummer. Falls damit die 22 Stellen noch nicht voll sind, wird mit Nullen aufgefüllt.

    Warum gilt Iban erst jetzt für alle?

    Die Sepa-Regeln (Sepa steht für single european payment area = gemeinsamer europäischer Zahlungsraum) sollten schon vor zwei Jahren für alle verbindlich werden. Doch damals waren viele Firmen und Vereine noch nicht weit genug bei der Umstellung; die EU-Kommission verlängerte die Umstellungsfrist um sechs Monate. Am 1. August 2014 wurde die Iban Pflicht für Unternehmen, Vereine und öffentliche Einrichtungen. Privatkunden bekamen noch eine weitere Schonfrist.

    Läuft diesmal alles reibungslos?

    Die Banken gehen davon aus. Zwar hat Bundesbank-Vorstandsmitglied Ludwig Thiele noch im November darauf hingewiesen, dass "eine kleine Minderheit immer noch an der alten Kontonummer festhält", aber schon da hieß es, die meisten Bürger hätten sich an die Iban gewöhnt. 90 Prozent aller Zahlungen liefen mittlerweile über die neue Nummer, sagt ein Sprecher des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes. "Bei uns gibt es keine Auffälligkeiten. Das Ganze ist ja auch intensiv vorbereitet worden", sagte auch ein Sprecher der Deutschen Bundesbank in Düsseldorf.

    Was droht dem Kunden, wenn er doch die alte Nummer benutzt?

    Werden wegen der Nutzung von Bankleitzahl und Kontonummer beispielsweise Rechnungen nicht fristgerecht bezahlt, droht Ärger. "Führt die Bank den Auftrag nicht mehr aus, droht Zahlungsverzug, und das bedeutet Zusatzkosten (durch Zinsen und Mahngebühren) und Ärger", sagt Frank-Christian Pauli vom Verbraucherzentrale Bundesverband in Berlin. Das Gleiche gilt, wenn dem Verbraucher beim Eintippen der Iban ein Zahlendreher passiert. Landet das Geld dann auf dem falschen Empfängerkonto, muss der Kunde selbst dafür sorgen, dass er das Geld zurückerhält. Umgekehrt empfehlen die Bundesbank und die Geschäftsbank den Gläubigern, ihre Iban in Vierer-Blöcke zu unterteilen, damit dem Schuldner möglichst wenig Fehler unterlaufen können.

    Welche Vorteile hat Sepa?

    Eine Überweisung ins europäische Ausland dauert nur noch einen Bankgeschäftstag. Vorher konnte es bei Auslandstransfers bis zu einer Woche sein. Auslandsüberweisungen sind nicht mehr teurer als Geldtransfers im Inland. Sepa-Überweisungen sind aber nur in Euro möglich. Bei Währungen außerhalb des Sepa-Raumes muss der Bankkunde eine Auslandsüberweisung vornehmen. Ab 1. Februar muss man bei Überweisungen ins Ausland auch nicht mehr den "Bank Identifier Code" (Bic, international gültiger Bankcode) eingeben. Das erfolgt bei Inlandstransfers schon jetzt automatisch.

    Wo ist die Iban gültig?

    Am Sepa-Verfahren beteiligen sich insgesamt 33 Länder in Europa. Neben den 28 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union sind das Island, Liechtenstein, Monaco, Norwegen und die Schweiz.
    rp-online.de
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