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    Geldsorgen im Wahlkampf


    Obama bettelt um Spenden


    [FONT=verdana][/FONT]

    [FONT=verdana]Geht dem Ex-Polit-Messias das Geld aus? Barack Obama warnt seine Anhänger in panisch wirkenden Mails vor der Finanzkraft seines Gegners Mitt Romney. Mit seiner Bettel-Offensive appelliert der US-Präsident an die Spender aus dem Erfolgswahlkampf 2008.[/FONT]

    [FONT=verdana]Irgendwann haben sie den Hilferuf sogar ganz oben eingefügt, quasi als Motto. "Der erste Präsident, der im Wahlkampf finanziell übertrumpft wird." So war es neulich für ein paar Tage auf der Website von Barack Obama zu lesen. Es klang komisch - für einen Wahlkämpfer.

    Aber Republikaner-Herausforderer Mitt Romney hat nun mal zwei gute Monate hinter sich, zumindest finanziell. Die Gönner geben dem Multi-Millionär (geschätztes Vermögen: 250 Millionen Dollar) reichlich.

    Sowohl im Mai als auch im Juni haben Romney und seine Partei mehr Geld für ihren Wahlkampf eingesammelt als Obama. Im letzten Monat stand es 106 Millionen zu 71 Millionen Dollar für Romney. Hinzu kommen zig Millionen aus konservativen SuperPACs. Das sind private Lobbygruppen, die unbegrenzt Spenden auch von Unternehmen sammeln dürfen.[/FONT]

    [FONT=verdana]In Obamas Wahlkampfzentrale in Chicago schlagen sie Alarm. Sie fürchten, dass Romney in den entscheidenden Wochen die "Airwaves" beherrschen, also die meisten TV-Spots an den Mann bringen könnte. Kaum ein Tag vergeht, an dem Obamas Anhänger derzeit keine entsprechenden Nachrichten in ihren Posteingängen finden.[/FONT]

    [FONT=verdana]"Gib' 25 Dollar an Obama, jetzt sofort!"[/FONT]

    [FONT=verdana]Es sind Bettel-Mails. "Ich werde finanziell übertrumpft", steht in der Betreffzeile. Oder: "Das könnte verheerend werden". Obamas Leute warnen die Anhänger vor einer "möglicherweise verheerenden Welle negativer, in die Irre führender Botschaften", mit denen Romney über das Fernsehen die Wechselwähler-Staaten fluten werden: "Ãœber und über und über." Im Zwei-Stunden-Takt verschickt Team Obama jetzt über den Twitter-Account "Donate! To! Obama!" recht dringliche Aufrufe. "Spende 100 Dollar an Obama", heißt es da. Oder: "250 Dollar oder was auch immer Du Dir leisten kannst für Präsident Obama." Oder: "Gib' 25 Dollar an Obama, jetzt sofort!"[/FONT]

    [FONT=verdana]Panik beim Kandidaten, der einst den Begriff "Hope" für sich reklamierte. Jetzt betreibt er Angst-Wahlkampf. Das US-Magazin "Politico" nennt den einstigen Star des digitalen Raums nur noch den "Online Underdog". Was steckt dahinter? Wird es tatsächlich so eng für Obama?[/FONT]

    [FONT=verdana]Laut US-Bundeswahlkommission FEC haben Obama und die Demokraten bislang rund 261 Millionen Dollar an Spenden verbuchen können, Stand Ende Mai. Romney kommt auf etwa 124 Millionen Dollar. Das Geld aus dem Juni noch hinzugerechnet steht es also 332 zu 230 Millionen für Obama. Zudem hat der Präsident bisher gut doppelt so viel ausgegeben wie Romney.[/FONT]

    [FONT=verdana]Eine Spendengala mit George Clooney[/FONT]

    [FONT=verdana]Heißt: Nicht der Ist-Stand macht Obama Sorgen, sondern die künftige Spendenentwicklung. Besonders gefürchtet sind die konservativen SuperPACs. Einem "Politico"-Bericht zufolge wird ihnen zugetraut, bis zum Herbst insgesamt eine Milliarde Dollar im Kampf gegen Obama und andere demokratische Kandidaten aufzubringen. Der dem Präsidenten nahe stehende SuperPAC wiederum wird da nicht mithalten können.[/FONT]

    [FONT=verdana]2008 war das noch ganz anders, da gab es diese Gruppen noch nicht. Und Obama konnte mehr als doppelt so viel Geld einsammeln wie Kontrahent John McCain. Zum Vergleich: Bei der Bundestagswahl 2009 hatte die SPD mit insgesamt rund 27 Millionen Euro die höchsten Wahlkampfausgaben aller deutschen Parteien.[/FONT]

    [FONT=verdana]Anders als vor vier Jahren finden sich auf Seiten des Präsidenten diesmal weniger Großspender. Die Wall Street hat er mit seinen Anstrengungen zur Regulierung der Finanzwirtschaft verärgert, hier hat Romney die Trümpfe in der Hand. Obama setzt nun wiederum auf Prominente und Künstler, auf Hollywood. Schauspieler Morgan Freeman will Obama mit einer Million Dollar unterstützen. Im Mai etwa lud Kollege George Clooney zum Spenden-Abend in sein Haus, 40.000 Dollar Eintritt musste berappen, wer nur dabei sein wollte.[/FONT]

    [FONT=verdana]Schließlich bleiben noch die kleinen Leute, auf deren Fünf-Dollar-Spenden und Kampfgeist Obama, der anfangs Unterschätzte, 2008 setzen konnte. "Es ist mir egal, wie viel Geld meine Gegner einsetzen", ruft er jetzt auf bald jeder seiner Veranstaltungen und ganz im Gegensatz zu den Betreffzeilen seiner Warn-Mails: "Wenn sich die normalen Leute für etwas einsetzen, dann können sie nicht gestoppt werden, das habt Ihr mich im Jahr 2008 gelehrt."[/FONT]

    [FONT=verdana]Romney steht wegen seiner Vergangenheit unter Druck[/FONT]

    [FONT=verdana]Obama, der Mann des Volkes, gegen Mitt Romney, den Kandidaten der Super-Reichen - dies ist das Bild, das er damit zu zeichnen sucht. Es scheint zu gelingen. Die Polarisierung nimmt zu, der Wahlkampf wird persönlicher. Längst steht Romney wegen seiner Vergangenheit als Geschäftsmann und geheim gehaltener Steuererklärungen unter Druck.

    Umfragen zeigen zudem, dass Obamas Anhänger motivierter sind. Wenn es zu einem Mobilisierungswahlkampf kommt - und darauf deutet wegen der verfestigten Lager alles hin - kann das von großem Vorteil für Obama sein.

    Sein größtes Problem aber bleibt die miese Wirtschaftslage. In einer CBS-Umfrage befinden nur 39 Prozent der Befragten das Handeln des Präsidenten auf diesem Politikfeld für gut, 55 Prozent erklären sich nicht einverstanden. Insgesamt liegt Romney jetzt sogar knapp vorn, mit 47 zu 46 Prozent.[/FONT]

    [FONT=verdana]Das könnte Obama momentan mehr Sorgen bereiten als sein Spendenproblem.[/FONT]

    [FONT=verdana]Quelle: Spiegel.de[/FONT]
    Geändert von salviner01 (05.12.14 um 17:33 Uhr)
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  2. #2



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    [FONT=georgia]US-Republikaner Romney[/FONT]

    [FONT=georgia]Kandidat peinlich[/FONT]



    US Republikaner Romney: Stocksteif, ideenlos, künstlich, distanziert


    [FONT=verdana]Stocksteif, ideenlos, künstlich: Auf seiner Europa-Tour hat der republikanische Präsidentschaftskandidat Mitt Romney sich viele Blößen gegeben. Die Pannenserie war kein Zufall - dieser Bewerber hat den Wählern wenig anzubieten.[/FONT]


    [FONT=verdana]Mitt Romney ist nach Europa gekommen, um den US-Präsidenten in dessen stärkster Disziplin herauszufordern: der Außen- und Sicherheitspolitik. Das ist missglückt. Mehr noch: Zeitweise waren der republikanische Präsidentschaftskandidat und sein Team einfach nur peinlich.

    Ohne Not hat Romney die Briten als Olympia-Gastgeber brüskiert, die Kultur der Palästinenser herabgesetzt und mitreisende US-Medienvertreter düpiert. Mit großem Trara kritisiert er seit Monaten Obamas Iran-Politik, in Nahost ist er jetzt Stück um Stück zurückgerudert, öffentlich - bis er auf der Linie des Präsidenten lag.

    Nichts läuft rund für Mitt Romney. Seine Pannenserie ist mehr als die Anhäufung von zufälligen Fehltritten in England, Israel und Polen. Sie ist ein Symptom für den fehlgeleiteten Wahlkampf, den er betreibt.[/FONT]

    [FONT=verdana]Schwächen im Wahlkampf[/FONT]

    [FONT=verdana]Erstes Problem: Bei Multimillionär Romney ist alles Wirtschaftund sonst nichts. Nur damit glaubt er, die Wahl gewinnen zu können. Andere Bereiche haben dienende Funktion. In Israel koppelt er Wirtschaftskraft mit Kultur. Ãœber seine Herkunft, seine Familie, seinen mormonischen Glauben? Mag er nicht reden. Fragen danach beantwortet er meist mit dem Standardsatz, dass es bei der Wahl ja wohl um Wirtschaft gehe. Das macht Romney zu einem überaus einseitigen Kandidaten. Von einem Präsidenten muss erwartet werden, dass er in unterschiedlichen politischen Themen Ideen, Ansichten und Visionen hat.[/FONT]

    [FONT=verdana]Zweites Problem: Mitt Romney ist ein übervorsichtiger Mensch.Einer, der sich alles offenhalten will: Der sich eine Garantie auf Rückkehr und Gehaltssteigerung geben ließ, als er den Job wechselte; der offiziell noch bei Bain Capital blieb, als er längst schon die Olympischen Spiele managte; der seine Steuererklärungen nicht veröffentlichen will. Und der vor Beginn der Spiele in London zum Ärger der Briten sagt, man wisse ja nie, ob alles gut laufen werde. Immer schön vorsichtig. Das macht Romney zu einem stocksteifen Kandidaten.[/FONT]

    [FONT=verdana]Drittes Problem: Romney ist nicht authentisch.Er will der sein, den sich andere wünschen. Das macht Romney zum Kunstprodukt. Seine Kurswechsel sind legendär (Gesundheitsreform, Waffengesetze, Abtreibung), früher ging's nach links, jetzt geht's nach rechts. Immer dem Zeitgeist hinterher. Weil er den Evangelikalen daheim gefallen will, erklärt er Jerusalem entgegen jahrzehntelanger US-Politik zur Hauptstadt Israels - selbst die US-Botschaft liegt in Tel Aviv, weil Israels Annexion des arabischen Ostteils von Jerusalem international nicht anerkannt ist.[/FONT]

    [FONT=verdana]Viertes Problem: Romney igelt sich ein.Wenn es nicht läuft, herrscht Funkstille. Zwar hat der Kandidat CNN ein Interview in Israel gegeben, mit der mitreisenden US-Presse aber sprach er tagelang nicht, keine Pressekonferenzen. Fragen nach seiner Pannenserie ignorierte er, einer seiner Sprecher wurde ausfällig, sagte zu einem Journalisten: "Leck mich am Arsch." Das macht Romney zum distanzierten Kandidaten.[/FONT]

    [FONT=verdana]Zeig dich, Kandidat![/FONT]

    [FONT=verdana]Stocksteif, ideenlos, künstlich, distanziert. Zeig Dich, Kandidat!, will man dem Mann zurufen. Schon fragt "Newsweek" unter dem Titel "Der Schlappschwanz-Faktor": "Ist er einfach zu unsicher, um Präsident zu sein?" Zu Recht sind die Republikaner-Granden nervös, sie fürchten, Romney könne eine Riesenchance vergeigen.

    Noch liefern sich Obama und Romney ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Für den Herausforderer ist nichts verloren, der irre Vorwahlkampf der Republikaner ist längst vergessen. Doch in den nächsten Wochen wird der Fokus immer stärker auf ihn gerichtet werden, weitere Pannen und Patzer können verheerend sein. Denn es ist die Zeit, in der sich die Amerikaner ein konkretes Bild vom Kandidaten machen.

    Jetzt zählt es für Romney.[/FONT]
    [FONT=verdana]Quelle: Spiegel.de[/FONT]
    Geändert von salviner01 (05.12.14 um 17:35 Uhr)
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  3. #3



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    [FONT=georgia]Mars-Landung von "Curiosity"[/FONT]
    [FONT=georgia]Obamas außerirdischer Wahlkampf[/FONT]


    [FONT=verdana][/FONT]
    Obama bei Wahlkampfrede in Stamford: Der Präsident will den Nasa-Erfolg politisch nutzen

    [FONT=verdana]Völlig losgelöst von der Erde: US-Präsident Barack Obama feiert die Landung von Mars-Rover "Curiosity" auf dem Roten Planeten - und zieht damit in den Wahlkampf. Sein republikanischer Konkurrent Mitt Romney bleibt eigentümlich desinteressiert.[/FONT]

    [FONT=verdana]Ganz Amerika spricht vom Mars und dem Gefährt "Curiosity". Das "New York Magazine" feiert die "Computerfreaks" von der US-Weltraumbehörde Nasa, die den Rover sicher landeten, erklärt sie kurzerhand zu neuen "Stars der Popkultur". Und US-Präsident Barack Obama sagt, sein Land habe "Geschichte geschrieben".

    Nur von einem hört man nichts: Mitt Romney schweigt in Sachen Weltall. Kein Statement seines Wahlkampfteams. Kein Eintrag auf der Facebook-Pinnwand des Obama-Rivalen. Keine Äußerung über Twitter.

    Was ist da los? Hat der Republikaner keine Meinung zur Raumfahrt? Dabei zieht die doch die Nation nach wie vor in ihren Bann: Knapp 60 Prozent der Befragten gaben in einer Umfrage des Pew Research Center an, die USA sollten ihre führende Rolle in der Erkundung des Weltalls aufrechterhalten; unter republikanischen Parteigängern liegen die Zustimmungsraten sogar noch höher. Und das war noch vor dem "Curiosity"-Erfolg.[/FONT]

    [FONT=verdana]Das wissen sie natürlich im Team Romney. Und möglicherweise ist das auch der Grund, warum der Kandidat schweigt: Feierte er "Curiosity", würde er dann nicht automatisch auch die Weltraumpolitik des Präsidenten loben?[/FONT]

    [FONT=verdana]Wahlkampf mit dem Mars-Rover[/FONT]

    [FONT=verdana]Schon mühen sich Obamas Leute, den Mars-Erfolg zum wahlkampfgerechten Thema aufzupumpen. "Sollte irgendjemand Zweifel an der US-Führung im Weltall gehabt haben, nun, da gibt es dieses Stück amerikanischen Erfindergeists in Automobilgröße, das zur Zeit auf der Mars-Oberfläche steht", zitiert die "New York Times" Obamas Wissenschaftsberater John Holdren. Der Präsident selbst wählte noch pathetischere Worte, sprach von einer "beispiellosen Technologieleistung", die für einen Nationalstolz stehe, der weit in die Zukunft hineinrage.[/FONT]

    [FONT=verdana]Es ist nicht die erste Mars-Mission eines ferngesteuerten Roboters - aber es könnte die entscheidende werden: Gab es Wasser auf dem Planeten? Gab es Leben? Auf "Curiosity" ruhen die Hoffnungen, diese zentralen Fragen zu beantworten. Soweit die technische Dimension der Mission.[/FONT]

    [FONT=verdana]Doch die Erkundung des Mars ist auch ein politisches Projekt. Ohne Politik geht nichts im All. Als der damalige Präsident John F. Kennedy im Mai 1961 vor den US-Kongress trat und von seinem Land forderte, "noch vor Ende dieses Jahrzehnts einen Menschen auf den Mond und sicher zur Erde zurück zu bringen", da ging es ihm ganz und gar nicht um Wissenschaft und Forschung. Da ging es um den Kampf der Systeme, um die Selbstvergewisserung des angeschlagenen Amerika gegen die vermeintlich immer stärker werdende Sowjetunion. "Es gibt nichts Wichtigeres", sagte Präsident Kennedy[/FONT]

    [FONT=verdana]Klar, der Kalte Krieg ist vorbei, und es gibt auch keinen Wettlauf zum Mars wie damals zum Mond. Dennoch bedient sich Obama des Weltalls für politische Symbolik - wie einst Kennedy: Bis Mitte der 2030er Jahre sollen Menschen in die Umlaufbahn des Mars vordringen, später auf dem Planeten landen. "Ich beabsichtige, das zu erleben", hatte Obama bereits vor zwei Jahren erklärt. Ob der Wissenschaft ein Mensch auf dem Mars überhaupt mehr dienen könnte als ein Roboter wie "Curiosity", das halten Experten für fragwürdig. Aber politisch ist es eben ein gewaltiger Unterschied, ob eine Maschine made in USA oder ein echter Amerikaner auf dem Mars landet.[/FONT]

    [FONT=verdana]Obama umwirbt Floridas Space Coast[/FONT]

    [FONT=verdana]In den kommenden Wochen könnte Wahlkämpfer Obama den Mars-Rover noch öfter nutzen. Vor allem im so wichtigen Swing State Florida, den Obama gewinnen sollte, um sich eine zweite Amtszeit zu sichern. Hier, an der sogenannten Space Coast, haben sie jahrzehntelang gut gelebt von Amerikas Entdeckergeist. Von hier starteten die Apollo-Missionen zum Mond, später die Space Shuttles.[/FONT]

    [FONT=verdana]Seit letztem Sommer aber ist Schluss, Tausende verlieren ihren Job, Obama hat den Nasa-Etat zusammengestrichen. Das 100-Milliarden-Dollar-Programm namens "Constellation", das die Space Shuttles ersetzen sollte, hat er gestoppt. Von neuerlichen Flügen zum Mond - angekündigt von Vorgänger George W. Bush - will Obama nichts wissen. Möchte ein Amerikaner in den Weltraum, zur internationalen Raumstation ISS, dann muss er bei den Russen mitfliegen.[/FONT]

    [FONT=verdana]Oder aber mit Raumkapseln reisen, die von Privatunternehmen gestellt werden. Darauf setzt Obama. So sollen die Amerikaner in den Weltraum und neue Arbeitsplätze nach Florida kommen.[/FONT]

    [FONT=verdana]Kein Zufall, dass der Präsident bei seiner Würdigung von "Curiosity" die "bedeutenden Schritte hin zu einer neuen Partnerschaft mit amerikanischen Unternehmen" nicht zu erwähnen vergaß: "Damit wir amerikanische Astronauten auf amerikanischen Raumschiffen ins All bringen können." Das werde überdies Steuergeld sparen.[/FONT]

    [FONT=verdana]Erst den Etat zusammenstreichen und dann auch noch damit punkten wollen - kann diese Taktik aufgehen? Das Team Obama jedenfalls geht in Florida in die Offensive: Als die Nasa in der vergangenen Woche bekanntgab, sie habe sich mit drei weiteren Unternehmen - darunter Boeing - auf eine Zusammenarbeit verständigt, erklärte ein Sprecher der Obama-Kampagne im Sunshine State: "Mitt Romney verweigert die Antwort auf eine der grundlegendsten Fragen der Weltraumpolitik. Er sagt nicht, ob er die Anstrengungen von Präsident Obama unterstützt, Amerikas kommerzielle Weltraumindustrie zu stärken." Romney habe keine "klare Vision für die Nasa".[/FONT]

    [FONT=verdana]Romney hat bisher keine Haltung zur Nasa[/FONT]

    [FONT=verdana]Tatsächlich hat Romney in dieser Sache bisher nur durch einen eher unentschlossenen Vortrag in Cape Canaveral auf sich aufmerksam gemacht. Im Januar war das, Romney stand noch mitten im Vorwahlkampf der Republikaner. Er sei nicht gekommen, um präzise zu sagen, welche Mission er sich für die Nasa in Zukunft vorstelle, sagte er damals. Schließlich machte Romney deutlich, dass er zuerst diverse Experten hinzuziehen wolle. Nun ja.[/FONT]

    [FONT=verdana]Und als Republikaner-Rivale Newt Gingrich für den Fall seines Sieges im Kennedy-Duktus versprach, den Mond bis zum Jahr 2020 zu besiedeln, konterte Romney trocken: "Ich will keine Kolonie auf dem Mond, ich will hier in den USA Häuser wiederaufbauen."

    Vielleicht liegt die mangelnde Begeisterungsfähigkeit auch in der Familie. Direkt nach der Mondlandung im Juli 1969 erklärte der Vater des Präsidentschaftskandidaten, der damalige Bauminister George Romney: "Jetzt, wo wir ja auf dem Mond gelandet sind und unsere technischen Fähigkeiten unter Beweis gestellt haben, kommt die Zeit, unsere Prioritäten zu ändern." Man solle nun gegen den Wohnungsmangel angehen.

    Ob er damit nicht Vizepräsident Spiro Agnew widerspreche, der gefordert hatte, bis zum Jahr 2000 einen Amerikaner auf den Mars zu schicken? Ach nein, sagte Romney senior damals, "um das zu erreichen, müssen wir den Weltraum nicht zu unserer obersten Priorität machen".[/FONT]

    [FONT=verdana]So leicht sollte es dann allerdings doch nicht werden.[/FONT]

    [FONT=verdana]Quelle: Stern.de[/FONT]
    Geändert von salviner01 (05.12.14 um 17:38 Uhr)
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  4. #4



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    [FONT=georgia]Republikaner im US-Wahlkampf[/FONT]

    [FONT=georgia]Romney macht Paul Ryan zum Vizekandidaten[/FONT]


    [FONT=verdana][/FONT]

    [FONT=verdana]Lange wurde spekuliert, jetzt ist es offiziell: Der republikanische US-Präsidentschaftskandidat Mitt Romney macht den Kongressabgeordneten Paul Ryan zu seiner Nummer zwei. Der 42-Jährige gilt als Nachwuchsstar und Hoffnungsträger der Partei.[/FONT]

    [FONT=verdana]Washington - Der republikanische Präsidentschaftskandidat Mitt Romney macht den Kongressabgeordneten Paul Ryan aus Wisconsin zu seinem Vize. Die Bestätigung ließ Romney über eine eigens von seinem Team entwickelte App "Mitt's VP" verschicken. Ryan sei Romneys Kandidat, heisst es da: "Streut diese Botschaft!" Ryan meldete sich wenig später via Twitter: "Ich fühle mich geehrt, @MittRomney in Amerikas Comeback-Team zu unterstützen."

    Der 42-Jährige gilt als Nachwuchsstar seiner Partei, im Repräsentantenhaus ist er der Chef des Haushaltsausschusses. Er wurde 1998 zum Abgeordneten des Repräsentantenhauses gewählt, mit gerade einmal 28 Jahren. Dort vertritt er den ersten Kongresswahlbezirk von Wisconsin. Ryan setzt sich für Steuersenkungen und Sozialkürzungen ein - und ist damit einer der Lieblingsgegner von Obamas Leuten. Als wichtigstes politisches Ziel hat Ryan immer wieder ausgegeben, eine schuldenfreie Nation an die nächste Generation übergeben zu wollen.

    Im April 2011 sorgte Ryan für Aufregung, als er den republikanischen Haushaltsentwurf unter dem Titel "Der Weg des Wohlstands" ("The Path of Prosperity") vorstellte. Der Abgeordnete fordert darin dramatische Veränderungen bei der medizinischen Versorgung: Er will die staatlichen Gesundheitsprogramme für arme und ältere Menschen kürzen und teil privatisieren, was die Demokraten empört. Obama kritisierte Ryans Plan als "kaum verschleierten Sozialdarwinismus", wie "USA Today" schrieb.[/FONT]

    [FONT=verdana]Romney versteht sich persönlich außerordentlich gut mit Ryan, im Wahlkampf erschienen sie nahezu wie Vater und Sohn. Nun wollen die beiden das Demokraten-Duo Barack Obama und Joe Biden bei den Wahlen im Novemberschlagen. Ryan ist Katholik, verheiratet und hat eine Tochter und zwei Söhne mit seiner Frau Janna. Nach seiner größten Schwäche gefragt, sagte Ryan dem Blog "Politico", er trinke "zwei Tassen Kaffee jeden Morgen". Dieses Laster unterscheidet ihn von Romney: Der darf aus Glaubensgründen kein Koffein konsumieren, er ist Mormone.

    Der Präsidentschaftskandiat will seine Nummer zwei gegen 15 Uhr deutscher Zeit bei einer Wahlkampfveranstaltung in Norfolk im Bundesstaat Virginia persönlich bekanntgeben. Das soll an Bord des US-Kriegsschiffs "USS Wisconsin", das im Zweiten Weltkrieg eingesetzt worden war, geschehen.

    Die Nominierung zu diesem Zeitpunkt ermöglicht es Romney, seinen Vize mit auf eine wichtige Wahlkampftour in die Bundesstaaten Virginia, North Carolina, Florida und Ohio mitzunehmen. Dort hatte Präsident Obama bei den Wahlen 2008 gewonnen. Die Staaten dürften bei den Wahlen im November besonders umkämpft sein.

    In den vergangenen Wochen hatte es in den USA immer wieder Spekulationen um die Personalie gegeben. In einem Interview mit NBC hatte Romney am Donnerstag gesagt, er suche einen "running mate" mit einem "starken Charakter" und "einer Vision, die etwas zum politischen Diskurs über die Richtung des Landes beiträgt". Ein Wahlkampf mit Ryan als Vizekandidat der Republikaner könnte zu einer Grundsatzdebatte über die Zukunft der US-Haushaltspolitik führen.[/FONT]

    [FONT=verdana]Neben Ryan wurden diverse Namen gehandelt: der frühere Gouverneur von Minnesota, Tim Pawlenty, Senator Rob Portman aus Ohio und der Gouverneur von Virginia, Bob McDonnell. Auch die Namen von Senator Marco Rubio aus Florida und dem Gouverneur von Louisiana, Bobby Jindal, wurden als mögliche Kandidaten ins Spiel gebracht. Romney soll Ende August auf dem Parteitag der Republikaner in Tampa im Bundesstaat Florida offiziell zum Herausforderer von Obama gewählt werden.[/FONT]

    [FONT=verdana]Quelle: Spiegel.de[/FONT]
    Geändert von salviner01 (05.12.14 um 17:41 Uhr)
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  5. #5



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    [FONT=georgia]Romney-Vize Paul Ryan[/FONT]

    [FONT=georgia]Kampfansage vor dem Schlachtschiff[/FONT]

    [FONT=verdana][/FONT]

    [FONT=verdana]Paul Ryan soll es richten: Mitt Romney hat den erst 42 Jahre alten Kongressabgeordneten zu seinem Vizekandidaten gemacht. Das neue Team präsentierte sich vor martialischer Kulisse - und leistete sich gleich den ersten Patzer.[/FONT]

    [FONT=verdana]Ganz großes Kino soll es sein. Mitt Romney hat das Jackett abgelegt, läuft unter dem mächtigen Geschützturm des Schlachtschiffs entlang, dann die Gangway herunter nach Norfolk, Virginia. Seine Leute drehen die Musik auf, sie klingt wie der Abspann eines patriotischen Hollywood-Streifens Ã* la "Top Gun".

    Romney ruft "Ah!", die Leute vor der USS "Wisconsin" rufen "Mitt!". Es sieht aus, als kehre Romney von ausgedehnter Fahrt auf feindlichen Meeren heim. Doch das Schiff ist nur Fassade, nur noch Museum. Die "Wisconsin" kämpfte im Zweiten Weltkrieg, sie war vor Korea im Einsatz und während des zweiten Golf-Kriegs auch. Jetzt dient sie Romney als Kulisse, um die Präsentation seines Kandidaten für die Vizepräsidentschaft zu inszenieren.

    Der Kandidat: Paul Ryan, 42 Jahre, Abgeordneter im Repräsentantenhaus, Katholik, verheiratet, drei Kinder, Fliegenfischer, hört Led Zeppelin, übernachtet öfter im Büro. Und wenn es um Steuern und Finanzen geht, gibt er den konservativen Hardliner.
    [/FONT]


    [FONT=verdana]Uuups - Romney stellt den nächsten Präsidenten vor[/FONT]

    [FONT=verdana]Das sagt Romney natürlich nicht. Er bezeichnet Ryan als "intellektuellen Anführer der republikanischen Partei". Und erwähnt, dass Ryan früh erwachsen werden musste, weil der Vater starb, als der Junge erst 16 Jahre alt war. Ryan verstehe die Schuldenkrise der USA; er verfluche nicht die Dunkelheit, "sondern zündet eine Kerze an". So spricht Romney. Und dann guckt er zur USS "Wisconsin" und ruft: "Der nächste Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, Paul Ryan."[/FONT]

    [FONT=verdana]Präsident? Egal, die Musik geht wieder los, Ryan joggt unterm Geschützturm entlang, die Gangway runter, mit Jackett, ohne Krawatte. "Wow", ruft er und dreht sich zum Schiff um, das ganz zufällig den Namen seines Heimatstaates trägt: "Und das direkt vor der USS 'Wisconsin'."

    Weiter gelangt er nicht, weil Romney sich von hinten nähert und ihn unterbricht: "Wart' mal." Er sei ja "hin und wieder" bekannt dafür, einen Fehler zu machen, sagt Romney. Der Kerl neben ihm werde natürlich "der nächste Vizepräsident der Vereinigten Staaten". Wäre das auch geklärt.
    [/FONT]

    [FONT=verdana]Schließlich hält Ryan eine Rede im Auftrag seines neuen Herren. Er bedient sich vieler Floskeln aus dem Romney-Kosmos: Es ist eine Rede, in der es fast ausschließlich um die Wirtschaft geht, darum, dass Barack Obama gescheitert ist. Niemand bestreite, dass der Präsident eine schwierige Situation vorgefunden habe, sagt Ryan. Aber Obama habe in seinen ersten zwei Jahren alles durchgebracht, was auf seiner Agenda stand. Und es habe nicht gewirkt. Nun hätten die USA den größten Schuldenstand seit dem Zweiten Weltkrieg.[/FONT]


    [FONT=verdana]Das Ziel: Nur nicht wieder in die Palin-Falle tappen[/FONT]

    [FONT=verdana]Ryan bringt in jedem dritten Satz ein Romney-Lob unter, sagt, der Mann habe als Gouverneur das Leben der Menschen in Massachusetts verbessert. Ãœber Romneys damalige Gesundheitsreform, die der verhassten Obamacare so sehr ähnelt, verliert Ryan kein Wort. Noch vor zwei Jahren lautete sein Fazit zu Romneycare: "Ich bin kein Fan dieses Systems." Stattdessen sagt Ryan nun, dass Amerika mehr als ein Ort sei, nämlich eine Idee. Die Leute rufen "USA, USA, USA". Und Ryan klingt wie Romney.[/FONT]

    [FONT=verdana]Der kommt wieder auf die Bühne, sie herzen sich ein bisschen und aus den Lautsprechern dröhnt Romneys favorisierter Barde Kid Rock mit "Born Free" und der Zeile: "Wild wie ein ungezähmter Hengst." Ganz so wild sehen die beiden oben auf der Bühne zwar noch nicht aus. Dennoch ist die Präsentation Ryans eine Kampfansage und die Kriegsschiffkulisse nur passend.[/FONT]

    [FONT=verdana]Romney hätte ja auch Tim Pawlenty wählen können, den Ex-Gouverneur von Minnesota. Oder Rob Portman, den US-Senator aus Ohio. Blasse, graue Männer. Lange hieß es, Romney suche eine "wenig aufregende" Nummer zwei. Und hatte Romneys Frau Ann nicht verkündet, man suche einen Politiker, der ihrem Mann ähnlich sei? Das Ziel: Nur nicht wieder in die Palin-Falle tappen. Das war die Vorgabe aus dem Romney-Lager. Nicht einen Aufreger landen wie Republikaner-Kandidat John McCain mit Palin als Vize - und dies dann im Wahlkampf büßen müssen.[/FONT]

    [FONT=verdana]Ryan ist weniger langweilig als Pawlenty und Portman, aber weniger aufregend als Palin. Ryan vertritt einen aggressiven Kurs in der Wirtschafts- und Finanzpolitik. Um die US-Schuldenkrise in den Griff zu bekommen, hat er - der Vorsitzende des Haushaltsausschusses - vorgeschlagen, Sozialleistungen zu streichen und Steuern weiter zu senken. Die Gesundheitsprogramme für Ärmere und Ältere sollen teils privatisiert werden.[/FONT]


    [FONT=verdana]Republikaner jubeln, Demokraten jubeln[/FONT]

    [FONT=verdana]Ryan ist die personalisierte Kampfansage. Schon jubeln die Republikaner: Sparen, kürzen, Steuern senken - das gilt ihnen als Ausweis von Konservativismus. Ryan verkörpert die neue Zeit. "Intellektuellen Anführer der Republikaner" hat ihn vor Romney schon der konservative "Weekly Standard" im Juli genannt. "Der einflussreichste Politikgestalter in der Republikanischen Partei, ihr wirtschaftspolitischer Kopf", charakterisierte die "New York Times" Ryan im April.[/FONT]

    [FONT=verdana]Aber auch die Demokraten jubeln: Soziale Gerechtigkeit versus kalter Kapitalismus - dieses Motiv des Wahlkampfs glauben sie jetzt mit Paul Ryan auf der Gegenseite besser variieren zu können. Der "Ryan-Haushalt" ist längst zum Schimpfwort mutiert. "Kaum verschleierten Sozialdarwinismus", hat Obama die Pläne genannt. Durch Ryans Wahl hätten die Republikaner das, was schon als sicherer Sieg schien, "in das größte Glücksspiel seit 1964" verwandelt, twittert "Newsweek"-Journalist David Frum. 1964 trat Rechtsaußen-Kandidat Barry Goldwater bei der Präsidentschaftswahl für die Republikaner an - und kassierte eine desaströse Niederlage gegen Demokrat Lyndon B. Johnson, von der sich die Partei lange nicht erholen konnte.[/FONT]

    [FONT=verdana]Doch wegen seiner Vergangenheit bei der Private-Equity-Firma Bain Capital, wegen seiner Weigerung, Steuererklärungen aus vergangenen Jahren zu veröffentlichen und wegen seiner peinlichen Europa-Tour ist Romney mittlerweile in die Defensive geraten. Er braucht jetzt einen Befreiungsschlag. Ryan soll es sein. Kann das gelingen mit einem, der polarisiert? Der möglicherweise die unabhängigen Wähler verschreckt? Mit seinen Haushaltsplänen habe "Mr. Ryan die Vorlage für eine Regierung geschrieben, die abwesend sein wird, wenn die Menschen sie am meisten braucht", kommentiert die "New York Times".[/FONT]


    [FONT=verdana]Eine Art wirtschaftspolitischer Cheney[/FONT]

    [FONT=verdana]Hinzu kommt: Romney führt einen Anti-Washington-Wahlkampf, inszeniert sich als erfolgreichen Geschäftsmann von außen, den es jetzt statt all der Politiker in der Hauptstadt braucht, um das Land zu sanieren. Ryan dagegen ist ein Washington-Insider, außer Politik hat er nicht viel gemacht, seit seinem 27. Lebensjahr sitzt er im Repräsentantenhaus.

    Vor der USS "Wisonsin" sagt Ryan, seine Erfahrungen im Kongress seien hilfreich, würden Romneys unternehmerischen Hintergrund "ergänzen".
    [/FONT]

    [FONT=verdana]Noch im Frühjahr wurde Paul Ryan selbst als republikanischer Präsidentschaftsbewerber gehandelt. Als einer, der kurzfristig noch einsteigen könnte ins Rennen, um den ungeliebten aber damals schon irgendwie zwangsläufigen Romney noch zu stoppen. Ryan lehnte ab, dafür sei es "zu spät". Fortan machte er für Romney Wahlkampf, zog mit ihm über die Dörfer. Immer wieder. Dabei erschienen die beiden mit ihren 23 Jahren Altersunterschied den Besuchern wie Vater und Sohn.

    Genau wie Romney liebt Ryan Powerpoint-Präsentationen, mit allerlei Grafiken und Kurven, um seine fiskalpolitischen Ziele zu verdeutlichen - gern auch vor größerem Publikum. Es ist dieser technokratische Politikansatz, der beide eint. Romney hat sein Vermögen gemacht, in dem er marode Firmen aufkaufte, sie zerlegte, neu zusammensetzte und mit großem Gewinn verkaufte. Gemeinsam mit Ryan will er nun Amerika auseinander nehmen, um es neu zusammenzusetzen und alte Stärke zurückzugewinnen.

    Ryan könnte dabei die Rolle des Vordenkers übernehmen. Denn wer sagt, dass ein Vizepräsident machtlos sein muss? Die Außen- und Sicherheitspolitik von George W. Bush wurde maßgeblich von Dick Cheney, seiner Nummer zwei, geprägt. Vielleicht wird Ryan so eine Art wirtschaftspolitischer Cheney.

    Wenn Romney-Ryan im November siegen.
    [/FONT]

    [FONT=verdana]Quelle:[/FONT]
    [FONT=verdana] Spiegel.de[/FONT]
    Geändert von salviner01 (05.12.14 um 17:44 Uhr)
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    [font=georgia, serif]Die irre Milliardenschlacht ums Weiße Haus[/font]



    NOMINIERUNGSPARTEITAG VOM WINDE VERWEHT? +++ BILD.DE ERKLÄRT DIE WICHTIGSTE WAHL DER WELT




    • Ein harter Wahlkampf, der teuerste aller Zeiten. Präsident Barack Obama und sein Herausforderer Mitt Romney haben längst die Samthandschuhe ausgezogen


    [font=Arial, Helvetica, Tahoma, sans-serif]Die Republikaner haben einen neuen Feind: Er heißt Isaac und könnte ein ungebetener Besucher beim Nominierungsparteitag ab Montag in Tampa im US-Bundesstaat Florida werden: Isaac ist ein Tropensturm mit Kurs auf Florida.[/font]



    [font=Arial, Helvetica, Tahoma, sans-serif]Ausgerechnet die Krönungsmesse von Mitt Romney (65) ist nun bedroht. Wird das Mammutspektakel weggefegt?[/font]



    [font=Arial, Helvetica, Tahoma, sans-serif]Noch ist unklar, welchen Kurs Isaac nehmen wird. Ob sich die volle Wucht eines Hurrikans über Tampa entlädt, oder die Ausläufer. Die Wahlkampfstrategen sind im ständigen Kontakt mit den Wetterexperten...[/font]



    [font=Arial, Helvetica, Tahoma, sans-serif]Romney soll bei dem Parteitag offiziell zum Herausforderer von US-Präsident Obama (51) gekürt werden. Die Stimmen hat er sicher – aber auch die Herzen?[/font]



    [font=Arial, Helvetica, Tahoma, sans-serif]Entschieden ist noch nichts in Amerika – die irre Milliardenschlacht ums Weiße Haus ist in vollem Gange.[/font]



    [font=Arial, Helvetica, Tahoma, sans-serif][/font]

    [font=Arial, Helvetica, Tahoma, sans-serif]Satellitenbild: Tropensturm Isaac (links) vor der Küste Venezuelas über den Kleinen Antillen. Er nimmt Kurs auf Florida[/font]



    [font=Arial, Helvetica, Tahoma, sans-serif]Die Vereinigten Staaten stehen vor einer Schicksalswahl, vor einer Richtungsentscheidung – vor der wichtigsten Wahl der Welt mit Folgen für die nächsten Jahrzehnte.[/font]



    [font=Arial, Helvetica, Tahoma, sans-serif]Das Land ist gespalten, Demokraten und Republikaner haben aufgehört, einander zuzuhören. Man bekämpft sich.[/font]





    [font=Arial, Helvetica, Tahoma, sans-serif][/font]

    [font=Arial, Helvetica, Tahoma, sans-serif]Wolfgang Ischinger[/font]



    [font=Arial, Helvetica, Tahoma, sans-serif]Der Chef der Münchener Sicherheitskonferenz und frühere Botschafter in den USA, Wolfgang Ischinger, zu BILD.de: "Es geht um die Frage der Wiederwahl des ersten nicht-weißen amerikanischen Präsidenten in einer Zeit, in der die amerikanische Politik sich in einer sehr unangenehmen Weise extrem polarisiert hat, in der man sich mit großer Feindseligkeit in den beiden Lagern gegenübersteht."[/font]



    [font=Arial, Helvetica, Tahoma, sans-serif]Und: "Ich wage nur die Prognose, dass es voraussichtlich sehr eng werden und dass die Entscheidung zentral von der Konjunkturentwicklung abhängig sein wird."[/font]



    [font=Arial, Helvetica, Tahoma, sans-serif]Obama und Romney wollten "nicht außenpolitisch punkten, es geht im Kern um die Wirtschaftspolitik", sagt Ischinger weiter.[/font]




    [font=Arial, Helvetica, Tahoma, sans-serif]+++LESEN SIE HIER: WER FÃœHRT IN WELCHEN UMFRAGEN? +++[/font]



    [font=Arial, Helvetica, Tahoma, sans-serif]Präsident Barack Obama (51) und sein republikanischer Herausforderer Mitt Romney (65) haben längst die Samthandschuhe ausgezogen und gehen sich mit harten verbalen Attacken an.[/font]



    [font=Arial, Helvetica, Tahoma, sans-serif]Romney wirft Obama bereits eine auf Hass und Spaltung ausgerichtete Kampagne vor. Der Amtsinhaber seinerseits spart erstmals nicht mit persönlichen Attacken.

    2008 hatte er sich davon noch distanziert.[/font]




    [font=Arial, Helvetica, Tahoma, sans-serif]Und: Es ist der teuerste Wahlkampf aller Zeiten, eine irre Milliardenschlacht ums Weiße Haus.[/font]



    [font=Arial, Helvetica, Tahoma, sans-serif]5,8 Milliarden Dollar werden Demokraten und Republikaner bis zur Abstimmung auf den Kopf hauen, [/font]
    [font=Arial, Helvetica, Tahoma, sans-serif]schätzt die unabhängige Organisation "Center for Responsive Politics (CRP)."[/font]



    [font=Arial, Helvetica, Tahoma, sans-serif]Die Welt schaut gebannt auf die USA: Im Weißen Haus sitzt der mächtigste Mann der Welt. Hier wird weiterhin über Krieg und Frieden entschieden. Und: Wird die Wirtschaftsmacht erschüttert, sind die Auswirkungen auch jenseits des Atlantiks zu spüren - bei uns.[/font]



    [font=Arial, Helvetica, Tahoma, sans-serif]DIE LAGE DER NATION[/font]



    [font=Arial, Helvetica, Tahoma, sans-serif]Barack Obama führt in den meisten Umfragen vor Mitt Romney. Mal mehr, mal weniger komfortabel. Derzeit eher knapp, nach einer Ãœbersicht der Seite"Real Clear Politics" mit 2,8 Prozent.[/font]



    [font=Arial, Helvetica, Tahoma, sans-serif]â–º Aber die Kuh ist für ihn noch lange nicht vom Eis: Im Land herrscht eine Arbeitslosigkeit von über 8,3 Prozent. Seit dem zweiten Weltkrieg ist kein Amtsinhaber mit so einer Quote wiedergewählt worden.

    â–ºTrotz staatlicher Spritzen in Milliardenhöhe springt die Konjunktur bislang nicht richtig an. Und die Staatsverschuldung liegt inzwischen bei mehr als 15 Billionen Dollar, ein furchtbarer Rekord.


    â–ºDazu kommt: Die Zahl der Armen stieg das vierte Jahr in Folge: 15,1 Prozent (46,2 Millionen) der Amerikaner leben nach Angaben der US-Statistikbehörde (United States Census Bureau) in Armut – 46,2 Millionen Menschen.

    â–ºDer Mittelstand bricht weg. Etwa 30 Prozent der Amerikaner, die lange ihren Traum vom eigenen Häuschen, dem großen Auto und der guten Bildung für die Kinder träumen konnten, erlebten in den vergangenen Jahren einen sozialen Abstieg.

    â–ºDie Super-Reichen werden dagegen immer super-reicher: Zwischen 1979 und 2007 stiegen ihre Einkünfte um sagenhafte 390 Prozent, die der weniger betuchten 90 Prozent der Bevölkerung gerade mal um 5 Prozent.
    [/font]










    WOHIN, AMERIKA?



    Sowohl außen- als auch innenpolitisch schlagen Demokraten und Republikaner vollkommen unterschiedliche Töne an.



    AUSSENPOLITIK




    Obamas bisherige außenpolitische Bilanz enttäuscht auch viele seiner Anhänger. "Weder in der Nahost-Frage, noch in der USA-Russland-Frage, noch in anderen großen Krisenfragen haben wir große Fortschritte erlebt", so Spitzendiplomat Wolfgang Ischinger zu BILD.de. "Es gab große Hoffnungen, die wurden nicht erfüllt."



    Das Wahlversprechen, das umstrittene Gefangenenlager Guantanamo auf Kuba zu schließen, hielt Obama bis heute nicht ein. Deshalb meidet er das Thema auch im Wahlkampf wie der Teufel das Weihwasser.



    Dagegen entpuppte sich der demokratische Präsident als gnadenloser Anti-Terror-Kämpfer. Alleine in Pakistan sollen in seiner Amtszeit mehr als 200 Drohnenangriffe gegen mutmaßliche Terrorziele ausgeführt worden sein.



    Doch weder dieses entschlossene Vorgehen noch der Befehl zur Tötung von al-Qaida-Chef Osama bin Laden am 2. Mai 2011 brachten Obama langfristige Erfolge in Umfragen.




    Was Problemfälle wie Iran oder Nordkorea angeht, da setzt die Regierung Obama auf Diplomatie und internationale Zusammenarbeit bei Konflikten. Im Fall Libyen gab es keinen Alleingang. Und im Fall Syrien schlug Obama erst am 21. August 2012, 17 Monate nach Beginn der Kämpfe, harte Töne an: Offen wie nie zuvor drohte der US-Präsident mit einem Militärschlag, falls chemische oder biologische Waffen zur Gefahr für Verbündete wie Israel werden.



    Der Präsident ließ bis Sommer 2010 die US-Kampftruppen aus dem Irak abziehen, bis 2014 soll der Einsatz in Afghanistan beendet werden.





    Ann Romney begleitet wie die anderen Kandidaten-Frauen ihren Mann zu jedem Wahlkampfauftritt



    Das Team Romney findet diese Politik als "zu weich" und kritisiert, Obama hab die Führungsrolle der USA abgegeben. Kandidat Romney machte unlängst bei einem Israel-Besuch klar, dass er einen Militärschlag gegen den Iran nicht ausdrücklich ablehnen würde.



    Er gibt gerne den harten Verteidiger. Ein Slogan ist: "Wenn wir Barack Obama wieder wählen, bekommt der Iran die Atombombe."



    Der frühere deutsche Botschafter in den USA, Wolfgang Ischinger, sagt: "Ich würde davor warnen, das als Ankündigung konkreter Handlungen zu interpretieren. Auch ein Präsident oder Kandidat Romney weiß, dass auch eine große Mehrheit der Amerikaner die Nase vollkommen voll hat von den zehn Jahren Afghanistan. Man möchte, dass die Boys nach Hause kommen und man möchte nicht, dass die Boys, kaum sind sie zu Hause, wieder woanders geschickt werden und da ihr Leben verlieren."



    INNENPOLITIK



    Die Regierung Obama setzt auf Steuererleichterungen für Durchschnittsverdiener, Beschäftigungspakete, Konjunkturprogramme.




    Der US-Präsident will höhere Steuersätze für Amerikaner mit einem Einkommen ab 200 000 Dollar (gut 162 000 Euro) und eine Mindeststeuer von 30 Prozent für Jahreseinkommen von über einer Million Dollar.



    Dass die zwölf größten Konzerne zwischen 2008 und 20010 trotz 175 Milliarden Dollar Gewinn keine Steuern bezahlten, ist für Obama eine "klaffende Ungleichheit."



    In seine Regierungszeit fällt das größte Konjunkturprogramm der US-Geschichte: 800 Milliarden Dollar.

    Dazu kommt das Herzstück seiner bisherigen Regierungszeit und Wahlversprechen: Die Gesundheitsreform – Krankenversicherungspflicht für die meisten Amerikaner (rund 30 Millionen sind nicht versichert.)

    Im Juni hatte das Verfassungsgericht die Reform weitgehend abgesegnet.






    Neun Städte in drei Tagen, in Dubuqe (Iowa) lassen sich die Obamas noch einmal feiern



    Die Republikaner kündigten erbitterten Widerstand an. Ihre Befürchtung: Höhere Kosten, schlechtere Versorgung. Und: "Obamacare" ist als Einmischung eines "sozialistischen Präsidenten" ins Privatleben verschrien.



    Und so schlägt das Republikaner-Herz in vielen Bereichen: Nicht der Staat soll es richten. Sondern: Die Wirtschaft und der freie Markt können es am besten. Der Staat hilft, indem er möglichst wenig eingreift.



    Mit der Wahl seines Vize-Kandidaten Paul Ryan (42) hat sich Multimillionär Romney bereits einen Architekten knallharter Sparpläne und Liebling der Tea-Party-Bewegung an Bord geholt.




    Der ultra-konservative Kongressabgeordnete und Chef des Haushaltsausschusses im Repräsentantenhaus will in den kommenden Jahren mehr als sechs Billionen Dollar (4,8 Billionen Euro) aus dem Haushalt schneiden. Von seinen radikalen Kürzungsplänen wären viele Programme für Arme und Kranke betroffen.



    Die radikale Tea-Party-Bewegung der Republikaner bestimmt den politischen Kurs der Partei inzwischen entscheidend mit und treibt Romney auch vor sich her.



    PRÄSIDENT ROMNEY UND DEUTSCHLAND?






    Juli 2008: Kandidat Barack Obama in Berlin



    Vor vier Jahren reiste der demokratische Kandidat Barack Obama nach Deutschland, wurde vor der Siegessäule in Berlin von 200 000 Menschen bejubelt. Der Kandidat Romney machte sich Ende Juli zu einer Auslandsreise auf – und besuchte kein einziges Land der Euro-Zone.



    Keine Lust, kein Interesse?




    "Die Reise hatte mit Außenpolitik vergleichsweise wenig zu tun", sagt Wolfgang Ischinger, "sie galt sehr präzise dem Ansprechen bestimmter ethnischer und nationaler Wählerschichten Amerikas." Mit dem Trip nach Großbritannien, Israel und Polen wollte Mitt Romney demnach also vor allem Wähler zu Hause begeistern.



    Mit der Wahl des Ex-Weltbankchefs Robert Zoellick zum außenpolitischen Berater habe sich Romney für einen "der erfahrensten und deutschlandfreundlichsten Männer" entschieden.



    "Wir Deutschen haben nicht nur mit demokratischen Präsidenten wie Clinton, sondern auch mit einer Reihe republikanischer Präsidenten sehr gute Erfahrungen gemacht, sagt Ischinger, "wir können dieser Wahl gelassen entgegen schauen."



    Quelle: Bild.de




    MIr ist schon klar das der Artikel von BILD ist, aber finde das da die wichtigsten Punkte gut zusammen gefasst sind.
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  7. #7



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    [font=georgia, serif]Republikaner-Parteitag[/font]

    [font=georgia, serif]Herman Cain kapert die Romney-Show[/font]



    [font=verdana, arial, helvetica, geneva, sans-serif][/font]





    [font=verdana, arial, helvetica, geneva, sans-serif]Ein alter Bekannter wirbelt wieder: Ex-Pizza-Unternehmer Herman Cain kämpfte einst um die Präsidentschaftskandidatur der Republikaner. Jetzt ist er zurück, mischt die Parteibasis auf - und lässt Mitt Romney vor dessen Krönungsmesse blass aussehen.[/font]



    [font=verdana, arial, helvetica, geneva, sans-serif]Ein paar Stunden vorher haben sie noch eine E-Mail rausgeschickt. Damit nur keiner auf die Idee kommt, sie könnten vor dem herannahenden Sturm "Isaac" kapitulieren. "Die Kundgebung findet statt", schreiben die Leute von der Tea Party. Nein, die rechtspopulistische Graswurzelbewegung kapituliert nicht.



    Mag die Regie um Präsidentschaftskandidat
    Mitt Romney den Beginn des Republikaner-Parteitags in Tampa auf Dienstag oder gar Mittwoch verschieben, weil man einen Hurrikan fürchtet. Mögen Romneys Leute planen und umplanen, Redner vom einen auf den anderen Tag schieben, zusagen und absagen - bei der Tea Party bleiben sie dabei: Treffpunkt am Sonntagabend, The River Church, Tampa.



    Cain feiert die Anti-Romney-Party
    [/font]



    [font=verdana, arial, helvetica, geneva, sans-serif]"Einheitskundgebung 2012" nennen sie ihre Veranstaltung, weil es ja jetzt gemeinsam gegen US-Präsident Barack Obama gehen soll. Schluss mit den parteiinternen Kämpfen. Jetzt wollen sie Mitt Romney unterstützen, den sie rechts außen stets für einen Moderaten gehalten haben. Was soll's.

    Doch die Nummer geht schief.
    [/font]



    [font=verdana, arial, helvetica, geneva, sans-serif]Das liegt nicht an jenem Kongressabgeordneten aus Utah, der eingeflogen ist, um Romney zu preisen. Denn der Mann müht sich ja redlich, erinnert auch daran, wie Romney die Olympischen Spiele 2002 in Salt Lake City vor dem Bankrott bewahrt habe; wie er den Angestellten damals aus Kostengründen das freie Mittagessen strich. Okay, Stimmung will da nicht so recht aufkommen. Aber es ist noch nicht der Grund, warum am Ende ein merkwürdiges Gefühl bleibt.[/font]



    [font=verdana, arial, helvetica, geneva, sans-serif]Die Anti-Romney-Party steigt ein paar Minuten später. Da betritt Herman Cain die Bühne der River Church. Die Leute stehen auf, reißen ihre Smartphones in die Höhe, wollen den Moment festhalten. Cain tänzelt über die Bühne. "Dass ihr alle hier seid, das ist eine Botschaft an die Republikaner und an die Regierung Obama", ruft er. In dieser Reihenfolge. Jubel.[/font]



    [font=verdana, arial, helvetica, geneva, sans-serif]Die Botschaft? Die ist klar: Romney mag der Kandidat der Partei sein, aber er sollte besser darauf hören, was die nach rechts gerückte Basis zu sagen hat. Und was Herman Cain dazu meint.[/font]



    [font=verdana, arial, helvetica, geneva, sans-serif]Schon im Dezember stieg der 66-Jährige aus dem Rennen um die republikanische Präsidentschaftskandidatur aus, als ihm gleich vier Frauen sexuelle Belästigung vorwarfen und eine weitere eine außereheliche Affäre mit ihm gehabt haben wollte. Cain sprach von einer "Schmutzkampagne" der Medien und der politischen Klasse gegen ihn, den Washington-Outsider, den ehemaligen Chef einer Pizza-Kette.[/font]



    [font=verdana, arial, helvetica, geneva, sans-serif]Seinem Heldenstatus unter den Tea-Party-Anhängern haben all die Vorwürfe nicht geschadet. Romney ist Cain suspekt, er hat sich einmal mit ihm getroffen und über Steuerkonzepte gesprochen. Das war's dann aber auch schon. Einen Auftritt als Redner auf dem Parteitag hat ihm das Team Romney nicht zugebilligt. Genauso wenig wie Ex-Konkurrentin Michele Bachmann. Genauso wenig wie Ex-Konkurrent Ron Paul. Kein Wunder, dass sie nun alle ihre privaten Auftritte rund um Tampa suchen.

    Keiner aber legt so eine Show hin wie Herman Cain in der Kirche.
    [/font]



    [font=verdana, arial, helvetica, geneva, sans-serif]Er trägt seine goldene Lieblingskrawatte ("Gold ist meine Kraftfarbe"), seine Gestik ist raumgreifend, die Stimme stark. Die Leute würden ihn fragen, ob er enttäuscht sei, nicht auf der Convention reden zu dürfen. "Nein!", ruft Cain: "Es geht ja nicht um mich, es geht um unsere Enkel." Vor allem aber scheint es nicht um Mitt Romney zu gehen, denn dessen Name erwähnt Cain gar nicht erst.[/font]




    [font=verdana, arial, helvetica, geneva, sans-serif]Cain genießt[/font]



    [font=verdana, arial, helvetica, geneva, sans-serif]Seltsam, ja grotesk wirkt das in einer Woche, in der sich doch alles um den Kandidaten drehen soll, zumindest bei den Republikanern. Romney muss am Donnerstag die wichtigste Rede seiner Karriere halten. Und die beste sowieso. Cain seinerseits spricht von der "ultimativen Mission" der Republikaner: der Ablösung des Präsidenten. Aber dass Romney ins Weiße Haus gehöre, das sagt er nicht.[/font]



    [font=verdana, arial, helvetica, geneva, sans-serif]Dafür skandiert die Menge jetzt "Herman, Herman, Herman" und "USA, USA, USA". Immer hübsch im Wechsel. Cain genießt. Er macht noch ein bisschen Werbung für Kongresskandidaten im Publikum, lässt sie aufstehen, lässt sie scheinen. Kandidaten für die Hinterbank des US-Parlaments eben. Aber noch immer kein Wort über Romney. Langsam wird es peinlich.[/font]



    [font=verdana, arial, helvetica, geneva, sans-serif]Doch Cain setzt noch eins drauf, indem er jetzt erstmal Romneys Vizekandidaten Paul Ryan feiert: Der habe dem Spitzenkandidaten "Energie zugeführt". Was heißt denn das im Umkehrschluss? Die Antwort dürfte kaum einem Zuhörer entgangen sein, fast alle hier halten Romney für zu blass, zu steif.



    Doch je näher der Wahltermin im November rückt, desto zurückhaltender geben sich einfache Parteigänger mit ihrer Kritik. Nicht so Cain. Der meint es ernst: Der beste Grund für Mitt Romney ist aus seiner Sicht Paul Ryan. Dessen Nominierung bedeute "einen Sieg für die USA". Der zweitbeste Grund sei Romneys Wissen um Haushalt und Finanzen. Jetzt, endlich, kommt Romney mal selbst vor. Cain sagt das wirklich so: "zweitbester Grund".



    Diese Dreißig-Minuten-Rede dürfte in den nächsten Tagen während des auf Hochglanz getrimmten Parteitags ihresgleichen suchen. Herman Cain wusste jenes Polit-Vakuum zu nutzen, das sich dieser Tage durch den heraufziehenden Sturm gebildet hat, durch die Verschiebung des Parteitags. Und das zeigt, wie schwer es Romney nach wie vor fällt, die Basis seiner eigenen Partei zu begeistern.
    [/font]



    [font=verdana, arial, helvetica, geneva, sans-serif]Da wird letztlich keine noch so glanzvolle Inszenierung auf der Republikaner-Convention helfen.[/font]



    [font=verdana, arial, helvetica, geneva, sans-serif]Quelle: [/font]
    [font=verdana, arial, helvetica, geneva, sans-serif]Spiegel.de[/font]
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  8. #8



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    [font=georgia, serif]US-Republikaner[/font]

    [font=georgia, serif]Partei der Neinsager[/font]

    [font=verdana, arial, helvetica, geneva, sans-serif][/font]





    [font=verdana, arial, helvetica, geneva, sans-serif]Mitt Romney hat es geschafft: Er wird der Kandidat der Republikaner für den Kampf ums Weiße Haus. Doch will er als Staatsmann regieren, kann er auf seine Parteifreunde kaum zählen: Viele US-Konservative sind längst sture Ideologen statt verantwortungsvolle Politiker.[/font]



    [font=verdana, arial, helvetica, geneva, sans-serif]Der Kandidat Romney zeigte jede Menge Herz: Er wollte Minderheiten fördern, er sprach sich gegen neue Kriegseinsätze fern von Amerikas Grenzen aus. Und als die Wähler Interesse an seinen Finanzen anmeldeten, legte der Bewerber seine Steuererklärungen selbstverständlich offen.



    Klingt das nach Mitt Romney, der beim Parteitag der Republikaner in Tampa offiziell zum konservativen Präsidentschaftskandidaten gekürt wird? Natürlich nicht. Der "nette" Mr. Romney war Vater George. Er bewarb sich 1968 für die Präsidentschaftskandidatur der Republikaner, wenn auch ohne Erfolg. Damals galt der Gouverneur von Michigan als ganz gewöhnlicher Republikaner. "Heute würde er auf deren Parteitag ausgebuht", mutmaßt ein Autor der "New York Times". Seine politischen Positionen wären schlicht nicht mehr radikal genug.



    Denn Amerikas Konservative gelten, spätestens seit ihrer Unterwanderung durch die
    Tea Party, als Partei, in der Kompromisse verdächtig geworden sind. "Die Worte moderat und Republikaner passen schlicht nicht mehr zusammen", sagt der US-Historiker Geoffrey Kabaservice.
    [/font]



    [font=verdana, arial, helvetica, geneva, sans-serif]Die Softie-Zeiten von George Romney sind passé, sein Sohn Mitt ahnt das wohl und passt sich an: Er will einen neuen Zaun an der Grenze zu Mexiko errichten, doppelt verstärkt, um illegale Einwanderer ja fernzuhalten. Er möchte noch mehr Geld für Waffen weltweit ausgeben und macht um seinen Steuersatz ein Geheimnis wie Coca-Cola um die Zutaten seiner Erfolgsbrause.[/font]



    [font=verdana, arial, helvetica, geneva, sans-serif]Niemals die Steuern auch nur um einen Cent erhöhen[/font]



    [font=verdana, arial, helvetica, geneva, sans-serif]Die meisten Funktionäre der Republikaner haben eine Art Pakt unterzeichnet, niemals die Steuern auch nur um einen Cent zu erhöhen, egal wie dringend der Staat für neue Brücken oder Schulen Geld braucht. Sie werben in ihrem aktuellen Parteiprogramm dafür, Abtreibungen selbst dann nicht zuzulassen, wenn eine Vergewaltigung vorausging oder das Leben der Mutter gefährdet ist. Sie nennen Russland im Jargon des Kalten Krieges Amerikas größten geopolitischen Feind und verhöhnen Europa als "sozialistisches Krisengebiet".[/font]



    [font=verdana, arial, helvetica, geneva, sans-serif]Und: Sie umjubeln Vizepräsidentschaftskandidat Paul Ryan, der den US-Staatshaushalt unbarmherzig mit der Heckenschere kürzen will, bis dieser in wesentlichen Teilen auf den Stand der dreißiger Jahre getrimmt wäre. Leiden würden darunter vor allem Amerikas Arme, jubeln dürften hingegen die Reichen: Nach Ryans Steuerplan müsste Bewerber Romney, geschätzte 250 Millionen Dollar schwer, noch genau 0,82 Prozent Steuern pro Jahr zahlen - in einer Zeit, da die Eigentümerfamilie des Supermarktgiganten Wal-Mart allein so viel Vermögen aufweist wie die ärmsten rund 40 Prozent der Amerikaner.[/font]



    [font=verdana, arial, helvetica, geneva, sans-serif]Es ist ein Programm, das selbst Republikaner-Ikonen wie Ronald Reagan oder George H. W. Bush verprellen würde. Die beiden hätten in der heutigen konservativen Partei "keinen Platz mehr", klagt Jeb Bush, Sohn des Altpräsidenten. Immerhin hat Reagan einst die Steuern kräftig erhöht und erließ eine Amnestie für drei Millionen illegale Einwanderer. Er war außerdem geschieden und ging selten in die Kirche. Und als George H. W. Bush 1991 Krieg mit dem Irak führte, schreckte er vor dem Regimesturz in Bagdad weise zurück. Das würde ihm heute von vielen Parteifreunden als Feigheit ausgelegt.[/font]



    [font=verdana, arial, helvetica, geneva, sans-serif]Bushs anderer Sohn George W. hat mit Hilfe seines Wahlkampfgurus Karl Rove, der Wahlen über Appelle an die radikale Basis gewann, zwar solchem Schwarzweißdenken den Weg geebnet. Doch erfunden hat selbst der Bush-Cowboy derlei Kompromisslosigkeit nicht.[/font]



    [font=verdana, arial, helvetica, geneva, sans-serif]"Obama darf nur eine Amtszeit lang Präsident bleiben"[/font]



    [font=verdana, arial, helvetica, geneva, sans-serif]Sie setzte bereits in den neunziger Jahren ein, wie die US-Politikwissenschaftler Thomas Mann und Norman Ornstein gerade in einem Buch nachzeichneten. Damals entwarf Top-Republikaner Newt Gingrich eine radikale Strategie, um die Rechten im Kongress endlich wieder an die Macht zu bringen - die republikanischen Abgeordneten sollten, so Gingrich, einfach alle Gesetzesvorhaben blockieren und so die Institution Kongress beim Wähler in Verruf bringen. Dann würden diese die herrschenden Demokraten frustriert abwählen.[/font]



    [font=verdana, arial, helvetica, geneva, sans-serif]Die Rechnung ging für Gingrich auf - und 2010 erneut für jene Republikaner, die sich fest vorgenommen hatten, Obama selbst bei staatstragenden Projekten wie dem Krisen-Konjunkturpaket nicht zu unterstützen. Denn sie wussten: Wenn Amerika sich rasch wieder aufrappelt, würde das Obama nutzen, nicht ihnen. Das wollten sie auf keinen Fall zulassen. "Obama darf nur eine Amtszeit lang Präsident bleiben", gab der republikanische Minderheitsführer im Senat, Mitch McConnell, als Maxime aus.[/font]



    [font=verdana, arial, helvetica, geneva, sans-serif]Sie konnten dabei auf die Mitglieder der Tea Party zählen, denen es nichts ausmachte, den Staatshaushalt in Geiselhaft zu nehmen - sogar als Amerikas Schuldenobergrenze und Kreditwürdigkeit voriges Jahr auf dem Spiel standen. Die Feinde im System legten das System in Washington lahm. Auch wenn Obama viele eigene Fehler beging, hat diese Blockade Amerikas raschen Aufschwung weiter behindert.



    Romney wird nun, anders als sein Vater, Kandidat der Republikaner, weil er derlei Radikale hemmungslos umwarb - zuletzt mit Witzen über Obamas Geburtsurkunde. Doch der Bewerber fürs Weiße Haus sollte wissen, worauf er sich eingelassen hat.



    George W. Bush etwa avancierte am Ende seiner Präsidentschaft zum kompromissbereiten Staatsmann, als das Ãœberleben der US-Wirtschaft auf dem Spiel stand. Bush warb bei seinen Parteifreunden verzweifelt um Rückendeckung für Rettungszahlungen an Banken und Autofirmen. Aber zahlreiche Republikaner-Radikale verweigerten ihm stur den Gehorsam.

    Auch Romney, der als Gouverneur von Massachusetts durchaus als Pragmatiker galt, wird zahlreiche Kompromisse schließen müssen, möchte er im Oval Office reüssieren. Doch er dürfte dabei kaum auf seine eigene Partei zählen können.
    [/font]





    [font=verdana, arial, helvetica, geneva, sans-serif]Quelle: [/font]
    [font=verdana, arial, helvetica, geneva, sans-serif]Spiegel.de[/font]
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  9. #9



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    [font=georgia, serif]Parteitag der Republikaner[/font]

    [font=georgia, serif]Romney ist offiziell Herausforderer Obamas[/font]






    [font=verdana, arial, helvetica, geneva, sans-serif][/font]



    Stundenlang dauerte das Ritual, dann hatte Mitt Romney die große Mehrheit der Delegiertenstimmen hinter sich: Der Parteitag der Republikaner kürte ihn zum Präsidentschatskandidaten. Zuvor hatten Anhänger seines Rivalen Ron Paul für Tumulte gesorgt.



    [font=verdana, arial, helvetica, geneva, sans-serif]Tampa - Mit Mitt Romney an der Spitze wollen die US-Republikaner die Wahlschlacht um das Weiße Haus gewinnen. Am Dienstagabend kürte die große Mehrheit der Delegierten den 65 Jahre alten Ex-Gouverneur offiziell zum Gegenkandidaten von Amtsinhaber Barack Obama für die Präsidentenwahl. In Umfragen liegt Romney mit Obama gleichauf oder leicht zurück.



    Zuvor war es zu turbulenten Szenen und offenen Protesten gekommen. Die Anhänger der Fraktion des radikalliberalen
    Ron Paul reagierten mit wütenden Buh-Rufen auf eine Änderung der Parteitagsstatuten, von denen sie sich schwer benachteiligt fühlen. Sie werfen Romney vor, innerparteiliche Kritiker mundtot machen zu wollen. Paul war bei den Vorwahlen im Frühjahr chancenlos ausgestiegen, versammelte bei der Wahl auf dem Parteitag aber eine Anzahl von Delegiertenstimmen auf sich.



    Das monatelang minutiös geplante Programm des Parteitagsspektakels in Tampa (Florida) war auch vom Hurrikan "Isaac" durcheinandergewirbelt worden. Der Sturm verdrängte
    Romney und die Republikaner streckenweise als Top-Thema aus den TV-Nachrichten.
    [/font]



    [font=verdana, arial, helvetica, geneva, sans-serif]Mit einem Tag Verspätung hatten die Delegierten ihre Arbeit erst am Dienstag begonnen. Romney wird seine große Nominierungsrede erst zum Abschluss des Parteitags am Donnerstag halten. Hinter ihm liegen 15 Monate parteiinterner Wahlkampf. Der Republikaner hatte Anfang Juni 2011 erklärt, dass er sich um das Präsidentenamt bewirbt.[/font]



    [font=verdana, arial, helvetica, geneva, sans-serif]Die Parteiführung schloss weitere Änderungen im Parteitagsfahrplan wegen des Unwetters nicht aus. Der Tropensturm wurde am Dienstag zu einem Hurrikan hochgestuft. Nach Berechnungen der Meteorologen könnte er im Bundesstaat Louisiana mit voller Wucht auf die Küste treffen. Am Mittwoch vor sieben Jahren hatte Hurrikan "Katrina" an gleicher Stelle Tod und Verwüstung nach New Orleans gebracht. Kommentatoren meinten, bei einer neuerlichen Katastrophe könne das Parteitagsspektakel nicht einfach weitergehen.[/font]



    [font=verdana, arial, helvetica, geneva, sans-serif]Nach Umfragen liefern sich Romney und Obama ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Die Demokraten halten ihren Parteitag kommende Woche in Charlotte im Bundesstaat North Carolina ab. Die Wahl zum Präsidenten findet am 6. November statt.



    Die großen Themen des Wahlkampfs sind die hohe Arbeitslosigkeit und die flaue Konjunktur in den USA. Romney, der vor allem auf seine Wirtschaftskompetenz setzt, will Steuern senken und für mehr Jobs sorgen. Dagegen will Obama die Steuern für Reiche erhöhen und wirft Romney vor, seine Politik sei gegen die kleinen Leute und die Mittelschicht gerichtet.



    Für Romney, der vor seiner Zeit als Gouverneur von Massachusetts in der Wirtschaft Millionen verdiente, kommt es in Tampa vor allem darauf an, sein Image zu verbessern. Romney wirkt als kühler Erfolgsmensch und eher hölzern. Er ist kein guter Redner. Seine warme, familiäre Seite soll seine Frau Ann präsentieren und damit sein Image verbessern.
    [/font]




    [font=verdana, arial, helvetica, geneva, sans-serif]Mitt Romney steht jetzt vor der Aufgabe, die verschiedenen Flügel der Partei zu versöhnen und zu vereinen. So steht etwa die populistische Tea-Party-Bewegung ihm noch immer distanziert gegenüber. [/font]Und im Lager des radikalliberalen Ron Paul, der bei den Vorwahlen ausgeschieden war, wurde schon vor den Protesten am Dienstag offene Unzufriedenheit geäußert.[font=verdana, arial, helvetica, geneva, sans-serif] Es fühlt sich von der Parteitagsregie ausgegrenzt.[/font]





    [font=verdana, arial, helvetica, geneva, sans-serif]Quelle:[/font][font=verdana, arial, helvetica, geneva, sans-serif] Spiegel.de[/font]



    [font=georgia, serif]Romney gegen Obama[/font]

    [font=georgia, serif]Kampf der zwei Welten[/font]


    [font=verdana, arial, helvetica, geneva, sans-serif][/font]





    [font=verdana, arial, helvetica, geneva, sans-serif]Es ist das Duell Mister Cool gegen Mister X, Messias a. D. gegen Multimillionär: Mit dem Parteitag der Republikaner hat die heiße Phase des Wahlkampfs zwischen Mitt Romney und Barack Obama begonnen. Die Kandidaten könnten kaum unterschiedlicher sein - der große Vergleich.[/font]



    [font=verdana, arial, helvetica, geneva, sans-serif]Da sind diese beiden Fotos. Zwei Bilder, schwarzweiß, ein Motiv: Der Junge mit dem Baseballschläger, vielleicht fünf Jahre alt. Auf dem einen Foto Barack Obama, lachend, den Schläger bereit für den Ball. Auf dem anderen Mitt Romney, lachend, den Schläger bereit. Doch in Wirklichkeit spielt keiner der beiden den Nationalsport Baseball, der Schläger auf dem Foto ist nur ein Symbol: Sie sind beide Amerikaner.



    Viel mehr scheinen sie auf den ersten Blick nicht gemein zu haben. Der wohlbehütete Mitt fährt Wasserski. Barry, wie sie ihn damals noch nennen, wählt den Schwarzen-Sport Basketball. Zwei Welten. Dass die beiden Jungs mit dem Baseballschläger Jahrzehnte später um die Präsidentschaft der Vereinigten Staaten von Amerika kämpfen würden?



    Durchaus denkbar beim einen. Schier undenkbar beim anderen.
    [/font]




    [font=verdana, arial, helvetica, geneva, sans-serif]Als Barack Hussein Obama im August 1961 in Honolulu auf Hawaii geboren wird, ist John F. Kennedy erst seit ein paar Monaten Präsident und die Rassentrennung harrt noch drei Jahre ihrer Abschaffung. Obamas Vater Barack ist Kenianer, Mutter Ann stammt aus Kansas. 1963 verlässt Barack senior die Familie, kehrt zurück nach Afrika; ein paar Jahre später geht Ann mit neuem Partner und Sohn Barry nach Indonesien.[/font]



    [font=verdana, arial, helvetica, geneva, sans-serif]Die Mutter eine Abenteurerin, der Sohn in jeder Umgebung der Außenseiter. Er lernt: Ecke nicht an, dann kommst du durch. Obama kehrt als Zehnjähriger zurück, wächst bei seinen Großeltern auf Hawaii auf. Nur einmal noch wird er seinen Vater treffen.



    Willard Mitt Romney wird an jenem Tag geboren, an dem Amerika der Sowjetunion den Kalten Krieg erklärt. Man werde "allen Völkern, deren Freiheit bedroht ist", Beistand leisten, sagt US-Präsident Harry S. Truman vorm Kongress. Es ist der 12. März 1947, die Truman-Doktrin. Romney wächst im feinen Detroiter Vorort Bloomfield Hills auf, Vater George arbeitet als Automanager, Mutter Lenore ist eine frühere Schauspielerin.
    [/font]



    [font=verdana, arial, helvetica, geneva, sans-serif]Ein Weißer? Ein Schwarzer? Oder keines von beidem?[/font]



    [font=verdana, arial, helvetica, geneva, sans-serif]Romney wird in eine Mormonen-Familie hineingeboren. Urgroßvater Miles siedelte einst nach Mexiko über, um der Strafverfolgung wegen Polygamie zu entgehen, Vater George kehrte 1912 zurück. Da haben die Mormonen längst die einst von den Kirchenführern geforderte Vielehe verbannt. Mitt Romney sagt später: "Ich kann mir nichts Abstoßenderes vorstellen als Polygamie."[/font]



    [font=verdana, arial, helvetica, geneva, sans-serif]Obama wiederum weiß lange nicht so recht, wo er hingehört. Ist er ein Weißer oder ist er ein Schwarzer. Oder ist er keines von beidem. Er ist auf der Suche, es fehlt der Vater, Obama probiert es mit Drogen. In seiner Autobiografie "Dreams from My Father" schreibt er: "Marihuana hatte geholfen. Und der Suff. Vielleicht auch ein bisschen Koks, wenn man es sich leisten konnte. Heroin nicht."[/font]



    [font=verdana, arial, helvetica, geneva, sans-serif]Er studiert in Los Angeles, dann an der Columbia University in New York. Es sind die Achtziger, seine damalige Freundin Genevieve Cook beschreibt in ihren Tagebüchern einen kühlen, abwägenden Mann: "Obwohl er süße Worte sagt sowie offen und vertrauensvoll sein kann, ist da diese Kühle." Obama-Biograf David Maraniss ("Barack Obama - The Story") bemerkt: "Wenn sie ihm sagte, dass sie ihn liebe, war seine Antwort nicht 'Ich liebe dich auch', sondern: 'Danke'."[/font]



    [font=verdana, arial, helvetica, geneva, sans-serif]Perfekte Karriere, perfekte Familie[/font]



    [font=verdana, arial, helvetica, geneva, sans-serif]Obama sucht, Romney folgt. Alles ist vorgezeichnet. Er macht die perfekte Karriere, gründet die perfekte Familie: Stanford, Harvard, die mormonische Brigham Young University in Utah. Er lernt seine spätere Frau kennen und geht dennoch auf eine 30-monatige Missionsreise nach Frankreich. Dafür muss er nicht in den Vietnam-Krieg. Seine fünf Söhne sehen gut aus, sie sehen aus wie der Vater.[/font]



    [font=verdana, arial, helvetica, geneva, sans-serif]Romney wird Unternehmensberater bei Boston Consulting, später bei Bain. In den Achtzigern gründet er die Investmentfirma Bain Capital, kauft Firmen, zerlegt sie, verkauft die Einzelteile. Romney bringt es zum Multimillionär, geschätztes Vermögen: 250 Millionen Dollar. Er managt die Olympischen Spiele von Salt Lake City 2002, dann geht er in die Politik, wird Gouverneur von Massachusetts (2003 bis 2007), scheitert als Präsidentschaftsbewerber in den republikanischen Vorwahlen 2008. Jetzt hat er es geschafft: Auf ihrem Parteitag in Tampa kürt ihn die Grand Old Party zum Kandidaten für das höchste Amt.[/font]



    [font=verdana, arial, helvetica, geneva, sans-serif]Es ist ein Leben, das ihm der Vater vorgelebt hat. George Romney hat Karriere als Geschäftsmann und Politiker gemacht, er hat Michigan 1963 bis 1969 regiert, noch heute ist der Name Romney dort politischer Goldstandard. 1968 bewarb er sich erfolglos um die republikanische Präsidentschaftskandidatur. "Wenn ich Mitt sah, sah ich immer sofort auch George Romney", sagt Bill Bain, Mitt Romneys früherer Chef.[/font]



    [font=verdana, arial, helvetica, geneva, sans-serif]Allerdings: Vater George kämpft für seine Ãœberzeugungen, erst für kompaktere Autos dann gegen den Rechtsruck der Republikaner. "Prinzipien sind wichtiger als Männer", hat er mal gesagt. Sohn Mitt aber passt sich an, geht stets auf Nummer sicher: Er war mal für und ist jetzt gegen die allgemeine Krankenversicherung; er war für und gegen das Recht der Frau auf Abtreibung, für und gegen schärfere Waffengesetze. Romney ist erfolgreicher als sein Vater, aber selten hat er etwas dafür riskiert. Als er von Bain zu Bain Capital wechselt, lässt er sich im Falle des Scheiterns die Rückkehr garantieren, Gehaltssteigerung inklusive.



    Auch für Obama ist der Vater prägend, auf seine abwesende Weise. Es hieß, er sei als Regierungsberater nach Kenia gegangen; dass der Vater ein Trinker war, seine Familie schlecht behandelte, das erfährt Barack erst später. Doch bis dahin wird der Alte zum "Mythos für ihn, zu einer Quelle der Inspiration, und sein Leben wurde zur Suche - erst nach dem Vater, später dann nach der eigenen Identität", schrieb treffend der SPIEGEL. Im November 1982, als ratlos-rastloser Student in New York, erfährt Obama vom Tod seines Vater. Ein Verkehrsunfall, sagt Tante Jane aus Kenia am Telefon.



    Es wird noch Jahre dauern, bis Obama seinen Weg findet. Er geht nach Chicago, macht Sozialarbeit, geht an die Harvard Law School, findet zu sich selbst - und in die Politik. Obama ist 2008 mit seiner Multikulti-Geschichte in den Wahlkampf gezogen, Brückenbauer wollte er sein, Versöhner, ein Sinnbild des Landes. "Es gibt kein schwarzes und kein weißes Amerika, es gibt nur die Vereinigten Staaten von Amerika", das ist sein zentraler Satz seitdem. Doch das blockierte, gespaltene Land hat auch er als Präsident nicht einen können.



    Romney dagegen will seine persönliche Geschichte unbedingt raushalten. Ãœber den mormonischen Glauben, der vielen im Land nicht als christlich gilt, sondern als Kult, will er nicht reden. Dabei ist er tief verbunden mit seiner Kirche, war in den Achtzigern gar Bischof. Während Obama so offen wie kaum ein Präsidentschaftskandidat vor ihm über seine Sinnsuche gesprochen hat, macht Romney an diesem Punkt dicht. Obama konnte damit die Geschichten über ihn in eine bestimmte Richtung lenken, auch positiv färben. Romney nimmt sich diese Chance.

    Jetzt haben die Amerikaner die Wahl.



    Quelle:
    [/font][font=verdana, arial, helvetica, geneva, sans-serif] Spiegel.de[/font]
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  10. #10



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    [font=tahoma, geneva, sans-serif]Romney-Nominierung[/font]

    [font=tahoma, geneva, sans-serif]Republikaner im Kampf um Amerikas Seele[/font]





    [font=verdana, arial, helvetica, geneva, sans-serif][/font]





    [font=verdana, arial, helvetica, geneva, sans-serif]Jetzt startet die heiße Wahlkampfphase in Amerika. Für die Republikaner ist klar: Es wird eine Schlacht "Wir gegen sie". Gegen die Liberalen, gegen Barack Obama. Der blasse Spitzenkandidat Mitt Romney spielt nicht mehr die Hauptrolle. Nicht er wird die Konservativen zum Sieg führen - sondern sie ihn.[/font]



    [font=verdana, arial, helvetica, geneva, sans-serif]Endlich ist er da: der Gänsehaut-Moment, der die Halle zum Toben bringt. Das Licht erlischt, eine Silhouette flimmert über die Leinwand. Die Delegierten springen auf von ihren Klappstühlen, sie kreischen, brüllen, hüpfen auf und ab. Ein hagerer Mann tritt ans Pult, man muss ihn nicht vorstellen. Jeder kennt ihn. Und jeder ahnt, dass er die beste Rede der Nacht halten wird.



    Nein, es ist nicht
    Mitt Romney, den sie diese Woche zum Präsidentschaftskandidaten gekürt haben. Es ist die greise Hollywood-Ikone Clint Eastwood.



    Am letzten Abend des
    Republikaner-Parteitags ist Eastwood der "Ãœberraschungsgast", über den sie in Tampa schon seit Tagen spekuliert haben. Früher war er ein Fan von US-Präsident Barack Obama. Heute ist er ein Fan von Mitt Romney

    Eastwood liefert eine überlange, improvisierte Darbietung ab. Er nuschelt, der Vortrag ist voller schräger Witze und verschluckter Satzenden. Der Menge ist es egal. Die Menge ist begeistert, unterbricht ihn immer wieder mit tosendem Applaus. Eastwood winkt lakonisch ab: "Hebt ein bisschen für Mitt auf."

    Ach ja, der Mitt. Der redet auch noch.
    [/font]



    [font=verdana, arial, helvetica, geneva, sans-serif]Eastwoods bizarre Vorstellung - er "unterhält" sich mit einem leeren Stuhl, der Obama darstellt - wird YouTube noch lange ergötzen. An Romneys Worte wird sich bald wohl keiner mehr erinnern. Trotz der Träne, die der Kandidat zu verdrücken scheint, als er von seinen toten Eltern erzählt.[/font]



    [font=verdana, arial, helvetica, geneva, sans-serif]Eastwood liefert denn auch den Höhepunkt dieses Wahlparteitags ab, nicht Romney. Zum Abschluss animiert der 82-jähriger Hollywood-Recke die Delegierten dazu, ihm sein legendärstes Filmzitat nachzubrüllen: "Go ahead, make my day!" Los schon, mach mich glücklich. Der Spruch galt einem Schurken, den "Dirty Harry" Eastwood auf der Leinwand sodann kaltstellte.

    Jeder im Saal weiß, wer damit heute gemeint ist, im metaphorischen Sinne: Barack Obama.
    [/font]




    [font=verdana, arial, helvetica, geneva, sans-serif]Es ist ein seltsames, aber passendes Finale für diesen Parteitag, der traditionell den Auftakt zur heißen Phase des US-Wahlkampfes markiert. Mit der feurigsten Rede seines Lebens wollte Romney den Endspurt ums Weiße Haus einläuten, wollte die Amerikaner endlich für sich begeistern und zeigen, dass hinter seiner Maske mehr steckt als ein konzernkillender Millionär und Technokrat.



    Die Worte, die ihm die Ghostwriter in den Teleprompter geschrieben hatten, haben das Potential dazu. Sie sind oft voller Kraft und Schwung, streckenweise sogar erbauend.
    [/font]



    [font=verdana, arial, helvetica, geneva, sans-serif]Doch Romneys Auftritt bleibt leidenschafts- und lustlos.[/font]



    [font=verdana, arial, helvetica, geneva, sans-serif]Wird das reichen? Diese Frage stellen sich wohl auch die Parteistrategen schon länger. Deshalb beginnen sie nicht erst in dieser Nacht damit, das Drehbuch für den Wahlkampf umzuschreiben.[/font]



    [font=verdana, arial, helvetica, geneva, sans-serif]Der Kampf der Konservativen um "ihr" Amerika[/font]



    [font=verdana, arial, helvetica, geneva, sans-serif]Jetzt geht es nicht mehr wirklich um Mitt Romney, dazu bleibt dieser zu blass, zu fahl, zu kalt - selbst nach dieser dreitägigen Politikshow. Nein, Romney ist jetzt nur noch das Vehikel für eine viel größere Sache. In Tampa beginnt der Kampf der Konservativen um "ihr" Amerika.[/font]



    [font=verdana, arial, helvetica, geneva, sans-serif]Es ist ein ideologischer Kampf zwischen "uns" und "denen", Patrioten und Staatsfeinden, Gut und Böse. Als sei der Bestand der Nation bedroht, als stehe ihre Lebensart vor dem Untergang, peitscht ein Redner nach dem anderen die Menge zu patriotischer Ekstase.[/font]



    [font=verdana, arial, helvetica, geneva, sans-serif]Romney kann ihre Herzen nicht rühren. Doch die Angst um "ihr" Amerika rührt ihre Seele. Unentwegt brechen sie in Sprechchöre aus: "USA! USA! USA!" Sie grölen, als elf Ex-Olympioniken auf die Bühne treten, um Romney zu preisen, den Chefmanager der Winterspiele von Salt Lake City. Sie grölen, als Gospelsänger Bebe Winans mit großem Chor trällert: "I'm proud to be called an American." Sie grölen, als Eastwood verkündet: "We own this country."[/font]



    [font=verdana, arial, helvetica, geneva, sans-serif]Uns gehört dieses Land, das ist die Botschaft. Um diese Botschaft geht es jetzt. Nicht mehr nur um den Kandidaten. Romney ist nicht mehr die verbindende Klammer. Jetzt geht es um den Kampf. Wir gegen sie. Auf der einen Seite jene, die "Freiheit lieben", ihre Mütter und Ehefrauen verehren, viele Kinder haben und fleißig arbeiten. Auf der anderen Seite jene, die faul herumlungern, Sozialhilfe kassieren, abtreiben, Homosexuelle trauen wollen und nicht an Gott glauben.[/font]



    [font=verdana, arial, helvetica, geneva, sans-serif]Auf der einen Seite Romney, der Bilderbuch-Amerikaner: "Ich wurde in der Mitte des Jahrhunderts in der Mitte des Landes geboren." Auf der anderen Seite Obama und die Demokraten - unamerikanische Gestalten nach Ansicht der Republikaner, auch wenn sie das natürlich nur durch die Blume andeuten, etwa durch ihre ewigen Anspielungen auf Obamas angebliche Geburt im kenianischen Ausland.[/font]



    [font=verdana, arial, helvetica, geneva, sans-serif]"Die Essenz der amerikanischen Großartigkeit"[/font]



    [font=verdana, arial, helvetica, geneva, sans-serif]Die anderen verstünden eben die "Essenz der amerikanischen Großartigkeit" nicht, lästert der charismatische Tea-Party-Senator Marco Rubio, der die Menge für Romney warmredet.[/font]



    [font=verdana, arial, helvetica, geneva, sans-serif]Rubio kommt aus Florida. Kein Zufall: Der Kampf um Amerika beginnt hier in diesem wichtigsten "Swing State" - wo Romney und sein Vize Paul Ryan an diesem Freitag denn auch ihre erste gemeinsame Kundgebung als offiziell gekürte Kandidaten abhalten werden.[/font]



    [font=verdana, arial, helvetica, geneva, sans-serif]Es ist ein ungleicher Kampf. Die Republikaner fahren Hunderte Millionen Dollar auf, dank ihrer reichen Sponsoren, die sie in Tampa auf Yacht-Kreuzfahrten mit Kaviar bewirteten. Eine dieser Yachten, die 45 Meter lange "Cracker Bay" eines Immobilieninvestors, hisste übrigens die Flagge der Cayman Islands, wo Romney sein Privatvermögen geparkt hat.[/font]



    [font=verdana, arial, helvetica, geneva, sans-serif]Obama, dem solche Anbiedereien persönlich zuwider sind, kann und will kaum dagegen halten. Sicher, beide Seiten verstehen ihr Geschäft: Phrasen, Ãœbertreibungen, manchmal auch Lügen. Doch die Republikaner können das viel besser als die Demokraten. Die Medien quittieren das längst nur noch mit einem Schulterzucken. "Sorgen um Fakten scheinen weitgehend beiseite gelegt", resümiert die "New York Times" den Parteitag.[/font]



    [font=verdana, arial, helvetica, geneva, sans-serif]So behauptet Paul Ryan in Tampa, Obama habe die staatliche Krankenversicherung für Senioren (Medicare) ausgeräubert, sei verantwortlich für die Schließung einer GM-Fabrik in Wisconsin und die Kreditabwertung der USA. Alles falsch - doch Ryans Worte lassen die Delegierten jubeln.[/font]



    [font=verdana, arial, helvetica, geneva, sans-serif]Wir gegen sie[/font]



    [font=verdana, arial, helvetica, geneva, sans-serif]Auch Romney scheut davor nicht zurück. Er wiederholt die Medicare-Legende und wirft Obama vor, keine Jobs geschaffen zu haben, Steuern für die Mittelklasse erhöhen und sich auf eine "Entschuldigungstour" um die Welt begeben zu haben. Und er macht sich dann obendrein auch noch über die Erderwärmung lustig, im heißesten US-Sommer aller Zeiten.



    Religion gegen Wissenschaft, Bibel gegen "liberale Medien". Wir gegen sie. Obama ist das Symbol der Feindseite, die sie mehr denn je ablehnen. Und die sie im November abzuschmettern hoffen - egal, welcher Kandidat sie dabei anführt.



    "Sind diese letzten Jahre wirklich das Amerika, das wir wollen?", fragt Romney. "Nein!!!", brüllt die Menge zurück und singt aus vollem Herzen mit, als die inoffizielle Nationalhymne durch die Halle wallt: "America the Beautiful."

    Romney ist der Posterboy einer Generation, die ein Amerika retten wollen, "ihr" Amerika, das langsam stirbt. Nicht er könnte sie zum Sieg führen, sondern sie ihn. Das fürchtet selbst der linke Filmemacher Michael Moore. Der sagte der "Huffington Post": "Ich glaube, die Leute sollten die Worte üben: Präsident Romney."
    [/font]



    [font=verdana, arial, helvetica, geneva, sans-serif]Quelle:[/font][font=verdana, arial, helvetica, geneva, sans-serif] Spiegel.de[/font]
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