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    Rechtsextremismus / Terrorismus

    Braune mussten draußen bleiben

    NPD-Anhänger wollten am Samstag im Berliner Zentrum demonstrieren - und dabei auch durch Kreuzberg laufen. Tausende Menschen haben das zu verhindern gewusst.

    Tausende Menschen haben sich am Samstag in Berlin gegen eine Demonstration der rechtsextremen NPD gestellt. Die überwiegend jungen Leute wollten die geplante Strecke durch den Stadtteil Kreuzberg blockieren. Vor allem an der Ecke Heinrich-Heine-Straße und Köpenicker Straße, am Eingang des Bezirks, bildeten Hunderte Menschen eine Sitzblockade. Insgesamt sollen 5.000 Menschen am Anti-Nazi-Protest teilgenommen haben

    Das ist übrigens ein Video von Russia TV. Man kann sich wohl denken, was die russische Propaganda dazu berichtet hat

    Ihnen gelang es, Kreuzberg von den Neonazis freizuhalten. Etwa 60 bis 100 NPD-Anhänger hatten sich am S- und U-Bahnhof Jannowitzbrücke am nördlichen Spreeufer im Bezirk Mitte versammelt, von wo aus ihr Aufmarsch losgehen sollte. Allerdings mussten sie fast zweieinhalb Stunden warten, bis sie sich überhaupt in Bewegung setzen durften. Die Polizei ließ sie sie gerade mal 50 Meter die Brückenstraße nach Süden hinunterlaufen, bevor sie an der Kreuzung Brückenstraße und Rungestraße wieder zum Stehen kamen.

    In der Rungestraße und am Köllnischen Park kam es dann zu Rangeleien zwischen GegendemonstrantInnen und der Polizei. Es wurden Bengalische Feuer gezündet, und die Beamte setzten Pfefferspray ein. Einige Antifa-AktivistInnen sollen festgenommen worden sein. Auch auf Seiten der Neonazis war es zu einer Festnahme gekommen. Die Polizei gelangte zu der Einschätzung, dass sie den Weiterzug der NPD-Anhänger weder in die Heinrich-Heine-Straße noch alternativ in die Rungestraße würde durchsetzen können und schickte die Rechtsextremen auf die Jannowitzbrücke zurück.

    Dort rollten sie schließlich ihre Fahnen ein und zogen per S-Bahn ab. Laut Polizei machten sie sich auf den Weg nach Köpenick, dem Standort der NPD-Bundeszentrale, wo sie ihre Demonstration beenden wollten.
    Angriff mit Feuerlöscher

    Schon am Samstamorgen hatte die Polizei die Straßen rund um die Jannowitzbrücke großräumig abgesperrt. Hinter den Gittern versammelten sich die GegendemonstrantInnen. Zur Verhinderung des rechten Marschs aufgerufen hatte ein Bündnis, zu dem auch Grüne, Linke, Jusos, die Gewerkschaft Verdi und Bürgerinitiativen gehören.

    Als der Lautsprecherwagen der NPD an GegendemonstrantInnen vorbei durch die Absperrungen fuhr, kam es zu einem gewaltsamen Zwischenfall. Der Fahrer soll aus dem Wagenfenster heraus Antifa-Aktivisten mit einem Feuerlöscher besprüht haben. Darauf kam es zu einem Reizgas-Einsatz der Polizei, die den Feuerlöscher und andere Gegenstände aus dem Wagen konfiszierte.

    Der Berliner NPD-Landeschef Sebastian Schmidtke, der den Aufmarsch angemeldet hatte, begann kurz nach halb zwei zu den NPD-Anhängern zu sprechen, Er wetterte gegen das multikulturelle Kreuzberg und ließ wissen, dass er sich durch den tödlichen Vorfall an der Gerhart-Hauptmann-Schule vom Freitag in seiner Abneigung gegen Migranten und Asylsuchende bestätigt sehe. „Wandelt den BER-Flughafen in ein Asylauffanglager um, dort passiert eh' sonst nichts", forderte er. Von dort könnten Asylbewerber auch schnell wieder abgeschoben werden.

    Die Berliner Polizei twitterte später, dass der Einsatzleiter aufgrund der unübersichtlichen Lage angeordnet hatte, „Übersichtsaufnahmen“ aus dem Hubschrauber zu machen, der gerade über die Stadtteile Mitte und Kreuzberg kreist.

    Allein rund 3000 Menschen hielten sich auf der Heinrich-Heine-Straße auf, über die die NPD-Demo Richtung Kreuzberg verlaufen sollte. Dort herrschte ab Mittag eine volksfestartige Stimmiung. Allerdings bildeten sich im Laufe des Nachmittags an immer neuen Stellen des Viertels rund um die Jannowitzbrücke Sitzblockaden oder Menschenansammlungen, je nachdem, welche Informationen über einen möglichen Verlauf der Neonazi-Demo sich über die sozialen Netzwerke verbreiteten. So ballten sich die GegendemonstrantInnen zeitweise zu Tausenden auf der Stralauer Straße auf der Nordseite der Spree. Eine weitere Sitzblockade gab es kurz an der Insel- Ecke Wallstraße.

    Politiker der Grünen und Linken nannten die Anti-Nazi-Proteste einen großen Erfolg. Der grüne Bundestagsabgeordnete Hans-Christian Ströbele freute sich, dass die NPD auf der Jannowitzbrücke bleiben musste, „wo sie niemand hören konnte“. Der Linken-Abgeordnete im Berliner Senat, Hakan Tas, sagte, dass der Tag gezeigt habe, dass sich Blockadeaktionen dieser Art im Kampf gegen Rechts lohnen würden.

    Quelle
    Geändert von salviner01 (22.10.14 um 19:47 Uhr)
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    Der harte Kampf der Richter gegen die eiskalte Angeklagte Beate Zschäpe

    Ein Jahr läuft der NSU-Prozess nun. Er ist nervenzehrend, ein kleinteiliges Puzzle für den Richter. Am 80. Verhandlungstag passierte plötzlich etwas Neues, Ungewöhnliches: Beate Zschäpes Stimme war zu hören.

    Es war das erste Mal überhaupt, dass die 39-Jährige auf eine Frage des Vorsitzenden Richters Manfred Götzl direkt antwortete. Der wollte wissen, ob sie noch fit sei. "Sie haben zeitweise die Augen geschlossen." Auf der Pressetribüne war dann zu hören, dass Zschäpe sprach - nur nicht was. Ihr Mikrofon war ausgeschaltet.

    Ansonsten aber schweigt Zschäpe. Auch nach einem Jahr Prozessdauer, auch nach inzwischen 109 Verhandlungstagen. Am 6. Mai 2013 hatte der Prozess vor dem Münchner Oberlandesgericht begonnen. 246 Zeugen und Sachverständige wurden bereits befragt. Ein Ende ist nicht absehbar.

    Was wusste Zschäpe?

    Weil Zschäpe nicht redet, muss das Gericht in mühevoller Kleinarbeit versuchen, ein Puzzle mit tausenden Teilen zusammenzusetzen. Wusste Zschäpe von den Morden und Anschlägen des "Nationalsozialistischen Untergrunds" (NSU)? War sie im juristischen Sinne tatsächlich Mittäterin, wie es ihr die Bundesanwaltschaft vorwirft, etwa weil sie für die jahrelang funktionierende Tarnung sorgte?

    Dann könnte sie als Mörderin bestraft werden - auch wenn es ihre Komplizen Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos gewesen sein sollen, die zwischen 2000 und 2007 neun Geschäftsleute ausländischer Herkunft und eine deutsche Polizistin erschossen haben.

    Zschäpe als einzige Überlebende

    Fest steht: Im Brandschutt der letzten gemeinsamen Wohnung in Zwickau lagen zwölf Waffen und Munition - darunter jene "Ceska", mit der neun der zehn Menschen ermordet wurden. Böhnhardt und Mundlos sind tot - sie brachten sich im November 2011 selbst um, um der Festnahme zu entgehen.

    Nun muss sich Zschäpe als einzige Überlebende für sämtliche NSU-Taten verantworten - mit vier Mitangeklagten: dem Ex-NPD-Funktionär Ralf Wohlleben, André E., Holger G. und Carsten S., denen Beihilfe zum Mord oder die Unterstützung einer terroristischen Vereinigung vorgeworfen werden.

    Welche Rolle spielte Zschäpe?
    An jedem Verhandlungstag, Stunde um Stunde, Zeuge um Zeuge, setzt das Gericht weitere Puzzleteile zusammen. Eines der zentralen Argumente der Anklage lautet: Zschäpe soll nicht nur die Urlaubskasse, sie soll das gesamte Geld des Trios, die Beute aus vielen Banküberfällen, verwaltet haben. Sie sei also gleichberechtigtes Mitglied gewesen.

    All diese Fragen, all diese kleinen Details, all diese Mosaiksteine werden entscheidend sein, wenn das Urteil gesprochen wird, vermutlich irgendwann im kommenden Jahr. Für die Familien der Opfer ist die Frage, wann das Urteil kommt, oder auch wie es ausfällt, am Ende aber vielleicht gar nicht so wichtig. Sie haben schon so lange gewartet. Darauf, dass ihnen jemand zuhört - und dass ihnen jemand glaubt. Dass sie nicht mehr - wie über so viele Jahre hinweg - selbst Verdächtigungen ausgesetzt werden.

    "Ich bin Ismail Yozgat, der Vater des 21-jährigen Halit Yozgat, des Märtyrers, der am 6. April 2006 durch zwei Schüsse erschossen wurde und in meinen Armen gestorben ist", ruft der Vater des Kasseler Mordopfers am 1. Oktober 2013 auf Türkisch in den Gerichtssaal. Es ist einer der Momente des Prozesses, die lange in Erinnerung bleiben.

    Schuld oder Unschuld der Angeklagten
    Das zweite große Anliegen, das der NSU-Prozess versuchen muss zu befriedigen: der Wunsch der Nebenkläger nach weiterer Aufarbeitung von Hintergründen der Verbrechensserie und des Versagens der Behörden. Auch wenn es in einem Strafprozess streng genommen nur um eines geht: Schuld oder Unschuld der Angeklagten. Die zehn Morde, der Brand in Zwickau, und auch das frühere Umfeld der Angeklagten: All dies ist im Prozess bereits einigermaßen gründlich beleuchtet worden. Als nächstes soll es nun erst einmal um die zwei Bombenanschläge in Köln gehen, und um die Banküberfälle.

    Zschäpe schweigt derweil weiter - und wird dies wohl auch künftig tun. Trotz des Appells der Mutter des toten Halit Yozgat: "Ich bitte Sie um Aufklärung", sagte Ayze Yozgat im Oktober, direkt an Zschäpe gewandt. "Denken Sie bitte immer an mich, wenn Sie sich ins Bett legen. Denken Sie daran, dass ich nicht schlafen kann."

    Quelle
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    Denk mal das passt hier ganz gut rein.

    Gauck darf NPD-Anhänger "Spinner" nennen
    Die Klage der rechtsextremen NPD gegen Äußerungen von Bundespräsident Joachim Gauck ist gescheitert. Gauck hatte auf wochenlange, von der NPD unterstützte Proteste gegen ein Asylbewerberheim reagiert und unter anderem von "Spinnern" gesprochen.

    Der Bundespräsident muss sich bei wertenden Äußerungen über politische Parteien nicht zwangsläufig neutral verhalten. Das Bundesverfassungsgericht entschied, dass Bundespräsident Joachim Gauck mit einer auf NPD-Anhänger gemünzten Äußerung, bei der er die Rechtsradikalen als "Spinner" bezeichnete, seine Kompetenzen nicht überschritten habe. Eine Verfassungsklage der rechtsextremen NPD, die sich durch die Äußerung Gaucks diffamiert sah, blieb damit ohne Erfolg. (Az: 2 BvE 4/13)

    Der Bundespräsident habe, so heißt es in der Urteilsbegründung, "einen weiten Spielraum" bei wertenden Äußerungen, solange er "nicht willkürlich Partei ergreift". Spinner könne zwar für sich genommen als diffamierend empfunden werden. "Hier indes dient (...) die Bezeichnung als 'Spinner' (...) als Sammelbegriff für Menschen, die die Geschichte nicht verstanden haben und (...) rechtsradikale - nationalistische und antidemokratische - Überzeugungen vertreten", erklärte das Gericht. Mit seinem Aufruf zu bürgerschaftlichem Engagement habe Gauck für die dem Grundgesetz entsprechende Form der Auseinandersetzung mit solchen Ansichten geworben.

    "Der Bundespräsident ist dankbar für die Klarstellung des Bundesverfassungsgerichts", sagte Staatssekretär David Gill nach einem Telefonat mit Gauck. Das Urteil habe Gaucks Auffassung bestätigt, dass er mit seinen Äußerungen die Rechte der NPD nicht verletzt habe.

    Gauck hatte im August 2013 angesichts von ausländerfeindlichen, von der NPD mitgetragenen Protesten gegen ein Asylbewerberheim in Berlin-Hellersdorf seine Unterstützung für eine Gegendemonstration signalisiert. Man brauche Bürger, die auf die Straße gingen und "den Spinnern ihre Grenzen aufweisen", sagte der Bundespräsident vor mehreren hundert Schülern.

    Weitere Klagen der NPD abgewiesen
    Das Bundesverfassungsgericht hatte zuvor bereits Klagen der NPD gegen die Gültigkeit der Wahlen der ehemaligen Bundespräsidenten Horst Köhler und Christian Wulff zurückgewiesen. Die jeweiligen Bundesversammlungen hätten bei der Wiederwahl Köhlers im Jahr 2009 und der Wahl Wulffs im Jahr 2010 in verfassungsgemäßer Weise agiert, entschieden die Karlsruher Richter. (AZ: 2 BvE 2/09 und 2 BvE 2/10)

    Der NPD-Vorsitzende Udo Pastörs wollte die beiden Wahlen wegen angeblich gravierender Verfahrensfehler für ungültig erklären lassen. Er sah seine Rechte als Mitglied beider Bundesversammlungen verletzt, weil es über von ihm gestellte Anträge zur Geschäftsordnung keine Aussprache gegeben habe. Die Mitglieder der Bundesversammlung seien "rechtlose Statisten, die nur zu wählen haben", hatte sein Anwalt Peter Richter angeführt.

    Pastörs war beide Male Mitglied der Bundesversammlung und hatte erfolglos eine persönliche Vorstellung der Kandidaten gefordert - die NPD hatte den rechtsextremen Liedermacher Frank Rennicke ins Rennen geschickt. Bundestagspräsident Norbert Lammert verweigerte Pastörs seinen Wunsch als Versammlungsleiter und verwies dazu unter anderem auf Artikel 54 des Grundgesetzes, wonach der Bundespräsident "ohne Aussprache" zu wählen ist. Damit solle verhindert werden, dass die Würde des späteren Bundespräsidenten durch politische Debatten und Angriffe beschädigt wird. Zudem könnten Wahlfehler vor den Wahlprüfungsausschuss des Bundestags gebracht werden. Die Bundesversammlung besteht aus sämtlichen Bundestagsabgeordneten und einer ebenso großen Zahl von weiteren Mitgliedern, die von den Volksvertretungen der Länder bestimmt werden.
    Quelle

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    Gauck hat absolut richtig gehandelt. Wenn man als STAATSOBERHAUPT seine Meinung nicht äußern darf, dann ist dieser Posten sinnlos. Der Bundespräsident ist die letzte moralische Instanz und hat die Macht und die Pflicht Missstände anzusprechen und Fehlentwicklungen zu stoppen.

    Hindenburg hatte auch die Pflicht Hitler zu stoppen, doch er scheiterte kläglich.

    :yes: für Gauck.
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    AW: Braune müssen draußen bleiben

    Im Stadtrat: Neonazi fragt nach Zahl der Juden in Dortmund

    Die Partei "Die Rechte" sitzt im Dortmunder Stadrat. Nun hat ein Abgeordneter für Empörung gesorgt. Er reichte eine Anfrage zu Anzahl und Wohnort der Juden in der Stadt ein. "Unerhört menschenverachtend" nennt das der Bürgermeister.



    Die rechtsextreme Partei Die Rechte im Dortmunder Stadtrat hat mit einer Anfrage zu Anzahl und Wohnort von Juden Empörung ausgelöst.
    Vor dem Hintergrund des Holocaust-Verbrechens zeuge die Anfrage von "einem unerhörten menschenverachtenden, antisemitischen und rassistischen Ungeist", teilte Oberbürgermeister Ullrich Sierau nach entsprechenden Medienberichten mit. Er kündigte an, dass die Stadt Dortmund die Anfrage dem polizeilichen Staatsschutz zur Verfügung stellen werde.

    "Abscheulicher und perfider Antisemitismus"

    Dennis Giemsch, einziges Mitglied der rechtsextremen Partei im Stadtrat, hatte schriftlich gefragt, wieviele Juden in Dortmund wohnen und ob sich ihre Zahl nach Stadtbezirken aufschlüsseln lasse. Jedes Ratsmitglied hat das Recht, Anfragen an die Verwaltung stellen. Aber: "Das ist aus unserer Sicht reine Provokation", sagte ein Sprecher der Stadt. Der Oberbürgermeister kündigte an, die gestellten Fragen im Rahmen des geltenden Rechts so zurückhaltend wie möglich zu beantworten. "Wir freuen uns über jedes Kind, jede Frau und jeden Mann jüdischen Glaubens, der hier in Dortmund mit uns zusammen leben will", betonte Sierau.

    Der Zentralrat der Juden verurteilte die Anfrage als "abscheulichen und perfiden Antisemitismus". Der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung" sagte Zentralrats-Präsident Dieter Graumann: "Diese Vorfälle zeigen wieder einmal, dass Rechtsextreme nichts in unseren Parlamenten zu suchen haben. Sie gehören verachtet und verboten". Er hoffe, dass die demokratischen Parteien in Dortmund alles dafür tun werden, solch widerwärtigem Menschenhass in ihren Reihen keinen Platz zu geben.

    Anfrage zu Aidskranken, möglichst mit "sexueller Ausrichtung"

    Insgesamt hatte Giemsch 25 Anfragen an die Verwaltung gerichtet, unter anderem die Forderung aufzulisten, wieviele Aidskranke in Dortmund leben, möglichst mit Angabe ihrer Nationalität und "sexuellen Ausrichtung". Darüber lägen der Stadt keine Angaben vor, teilte diese mit. An einigen der Anfragen, etwa zu Kosten für minderjährige Asylbewerber, beteiligte sich auch ein NPD-Vertreter.

    Die Partei Die Rechte ist 2014 erstmals bei einer Kommunalwahl angetreten und zog in Dortmund und Hamm mit jeweils einem Sitz ins Stadtparlament ein. Zudem sitzt sie in einigen Bezirksvertretungen der Städte. Nach Darstellung der Landesregierung hat die Partei viele ihrer Mitglieder aus zuvor verbotenen rechtsextremen Kameradschaften rekrutiert.

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  9. Bedankos delle59, Rungor, Struppi bedankte(n) sich für diesen Post
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    AW: Braune müssen draußen bleiben

    Da hab ich nur ein gepflegtes oder für über. Hab mal gegooglt, und dafür gibt`s sogar noch Geld. Raus und aus die Maus und gut ist, spart Steuergelder.
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  11. Bedankos salviner01, Rungor, Struppi bedankte(n) sich für diesen Post
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    AW: Braune müssen draußen bleiben

    Frankreich fürchtet Hasswelle gegen Juden

    Jugendliche rauben bei Paris ein jüdisches Paar aus und vergewaltigen die junge Frau. Es war nicht die erste antisemitische Gewalttat der mutmaßlichen Angreifer. Frankreich fürchtet neuen Judenhass.


    Im Pariser Vorort Créteil lebt die größte jüdische Gemeinde Frankreichs. Hier ereignete sich der brutale Überfall

    Der brutale Überfall auf ein junges Paar im Pariser Vorort Créteil schürt bei Politikern und Vertretern der jüdischen Gemeinde die Angst vor wachsendem Antisemitismus in Frankreich. Mehrere vermummte und mit einer abgesägten Schrotflinte und weiteren Schusswaffen bewaffnete Jugendliche waren am Montag in die Wohnung einer jüdischen Familie eingedrungen. Sie fesselten den anwesenden 21-jährigen Sohn und seine 19-jährige Freundin, raubten Schmuck, Handys, Computer sowie Bankkarten und vergewaltigten die junge Frau. Die Tortur dauerte rund eine Stunde. Die Angreifer hätten ihnen gesagt, dass Juden Geld hätten und es statt zur Bank zu bringen zu Hause aufbewahren würden, berichtete der junge Mann dem Radiosender "France Info".

    Präsident François Hollande verurteilte den Überfall am Donnerstag als "unerträgliche Gewalt". "Die Gräueltat von Créteil ist der widerwärtige Beweis, dass der Kampf gegen den Antisemitismus jeden Tag geführt werden muss", erklärte Premierminister Manuel Valls auf Twitter. "Die antisemitischen Vorurteile richten großen Schaden an", beklagte der Vorsitzende des Rates jüdischer Institutionen in Frankreich (CRIF), Roger Cukierman. "Das geht weiter und verschlimmert sich."

    So ist die Zahl antisemitischer Vorfälle und Bedrohungen in Frankreich nach Angaben des Schutzdienstes der jüdischen Gemeinde in den ersten sieben Monaten dieses Jahres im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 91 Prozent gestiegen. Dabei war nach Angaben des CRIF eine neue Form der Gewalt zu beobachten, beispielsweise gezielte, bandenmäßige Angriffe.

    Auch die Angreifer von Créteil gingen gezielt vor. Nach Angaben der Rechtsanwältin der beiden Opfer hatten sie die Wohnung der Familie schon länger ausspioniert. Wenige Tage vor dem Überfall klingelte demnach einer der Täter unter dem Vorwand, ihm sei Zucker ausgegangen, an ihrer Tür. Weil der Vater eine Kippa trug, konnte er verifizieren, dass es sich bei der Familie um Juden handelte.

    Verdächtige fielen schon früher auf

    Inzwischen hat die Polizei drei Verdächtige im Alter von 18 und 20 Jahren festgenommen – zwei der mutmaßlichen Angreifer und einen Helfer. Ein weiterer Verdächtiger befindet sich auf der Flucht. Die drei festgenommenen jungen Männer mit den Vornamen Ladji, Yazine und Omar sind der Polizei bereits wegen Rauschgifthandels und eines anderen antisemitischen Überfalls bekannt. Sie leben entweder ebenfalls im Stadteil Créteil oder in einer angrenzenden Gemeinde.
    Ihnen wird vorgeworfen, am 10. November einen 70-jährigen Juden in Créteil angegriffen und verprügelt zu haben. In dem südöstlich von Paris gelegenen Vorort lebt die größte jüdische Gemeinde im Großraum der Hauptstadt.

    Die Justiz leitete deshalb jetzt nicht nur ein Ermittlungsverfahren wegen bewaffneten Überfalls, gemeinschaftlicher Vergewaltigung, Freiheitsberaubung und Erpressung unter Einsatz von Gewalt "wegen der Zugehörigkeit zu einer Religion" gegen die Festgenommenen ein, sondern auch ein weiteres Verfahren wegen "Gewalt wegen der Zugehörigkeit zu einer Religion" im Zusammenhang mit dem Angriff auf den 70-Jährigen.

    Gewalt gegen Juden nimmt zu, Tausende wandern aus

    Präsident Hollande forderte, bei der Bekämpfung von Rassismus und Antisemitismus dürfe nicht so getan werden, "als hätten wir nichts gesehen". Der Überfall vom Montag zeige, dass "das Schlimmste existiert".

    Julien Dray, Vizepräsident des Regionalrates des Großraums Paris und ein Vertrauter Hollandes, beklagte im Radio einen "Mangel an Wachsamkeit der Gesellschaft" gegenüber dem Antisemitismus in Frankreich. Dieser nehme deutlich zu, bedauerte er. Dabei würden inzwischen Tabus gebrochen: Es würden sich Dinge wie Angriffe auf Männer mit Kippa oder auf Briefkästen aufgeklebte Davidsterne ereignen, die er sich vor zehn, 15 Jahren nicht hätte vorstellen können.
    "Rassismus und Antisemitismus sind Synonyme der geplanten Zerstörung des französischen Traums", erklärte der Großrabbiner Frankreichs, Haïm Korsia. In Frankreich lebt die größte jüdische Gemeinde Europas. Doch angesichts der Zunahme von Angriffen und Bedrohungen wandern immer mehr französische Juden nach Israel aus – in diesem Jahr bereits mehr als 5000. In den ersten acht Monaten waren Franzosen zahlenmäßig erstmals führend bei der Einwanderung nach Israel.

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  13. Bedankos black sheep, Struppi bedankte(n) sich für diesen Post
  14. #8
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    AW: Braune müssen draußen bleiben

    Es gibt eine klare, einfache Antwort auf jegliche religiös motivierten Abartigkeiten:





    Aber im Zuge des ganzen Toleranzgeschwafels darf ja jeder Kasper zu jeder Zeit überall seinen Teppich ausbreiten oder die Hände falten oder was auch immer er meint tun zu müssen um seine Feigheit vor dem Leben und dem Tod sowie seine Engstirnigkeit Gott-gerecht ausleben zu können.

    Diese ganzen Religionen wären nahezu unproblematisch wenn sie tolerant wären. Sind sie aber nicht. Monotheismus in Hülle und Fülle. Und genau deshalb muss sich Staat noch viel stärker von Religion distanzieren und viel mehr Staat sein

    In der Schweiz wird per Volksabstimmung der Bau weiterer Moscheen untersagt. Weil es dort nahezu echte Demokratie gibt, Mehrheitsentscheidungen.
    Nicht ausnahmslos willkürliche Gesetzesverabschiedungen von sorglosen Politbonzen die das Leben nicht einmal aus dem TV richtig kennen. In Villen residieren und den Nachwuchs auf elitäre Internate schicken kann nicht mit objektiver Gesetzgebung einhergehen. Sollen mal ein paar Tage an einer "normalen" Hauptschule verbringen, mal mit echten Menschen über echte Probleme reden. Aber solange die Eierköpfe zu Hunderten unter dem Deckmantel der Demokratie luxuriös "tagen" und sich ihre eigenen "Diäten" anpassen, werden die auch weiterhin jeglichen Religionskaspern sämtliche Freiheiten zuschanzen. Wenn man schon monatelang debattieren und diskutieren muss, ob ein Kopftuchverbot für Lehrerinnen an Schulen sinnvoll ist, oder ob im Gegensatz dazu das Kreuz auch in Bayern zwangsweise aus den Klassenzimmern verschwinden muss, ist die Verwaschung der "Kulturen" doch unaufhaltsam vorprogrammiert. Und je weiter dieser Prozess voranschreitet, umso mehr müssen sich Europäer mit "fremden" Gewohnheiten auseinandersetzen - bis zum unausweichlichen Eklat. Weil so Viele ihre Religion auslegen wie es gerade gebraucht wird, und weil es im modernen Europa Religionsfreiheit gibt. In Nahost sind auch immer die Juden die Armen, die von den bösen Moslems traktiert werden. Genau - bis das Fass wieder mal voll ist und Juden Palästinenserkinder offentlich abmurksen aus Rache oder andern Motiven... Aus diesem Beispiel lernt die Welt auch nicht. Im Gegenteil, da haben die dem Arafat damals den Friedensnobelpreis verliehen - einem der größten Terroristen der damaligen Zeit. Abertausende hat der auf dem Gewissen...
    Den Hutus und Tutsis wurde/ wird auch brav zugeschaut beim gegenseitigen Abschlachten, Millionen Todesopfer und die Probleme sind nicht gelöst - nur vertagt.

    Den letzten Rest hat der ganzen Problematik die EU mit all ihren Facetten verpasst. Das auch nur ansatzweise zu debattieren, sprengte hier jeglichen Rahmen...

    Bin auch nur deshalb "geringfügig" abgeschweift, weil in Frankreich die Islamisten die Rassisten sind, was ist das denn bitte für ein Bummerang? Haben die sich das bei den Europäern in den letzten Jahrezehnten abgeschaut?


    Geändert von Eye Q (06.12.14 um 04:06 Uhr)

  15. Bedankos delle59, black sheep, Struppi bedankte(n) sich für diesen Post
  16. #9
    Avatar von Kobold




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    AW: Braune müssen draußen bleiben

    Den Text der Onkelz kann man wohl eher als Kritik am Christentum verstehen. Soweit mir das geläufig ist, wurden nämlich in keiner anderen Religion Menschen auf dem Scheiterhaufen verbrannt.
    Aber nichtsdestotrotz: Religion ist okay, solange sie Privatsache ist. Schlimm wird sie immer dann, wenn sie in eine staatliche Gewalt ausartet oder Menschen fanatisiert.

  17. Bedankos delle59, Cirurgicus, Eye Q, black sheep, Struppi bedankte(n) sich für diesen Post
  18. #10
    Avatar von Eye Q





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    AW: Braune müssen draußen bleiben

    @Kobold: Fasse den Onkelz-Track eher an Religion als Solche adressiert auf. Die katholische Kirche respektive das Christentum war und ist mir sowie eine der suspektesten Religionen. Wenn man sich verinnerlicht, dass in unserer Zeit die Kinderschänder in Priester- oder Pfarrämtern nach Auffliegen ihrer "Aktivitäten" nicht angezeigt sondern versetzt wurden/ werden, um in schwuchteligen Brokatgewändern ihre Perversionen auf neuen/ frischen Spielwiesen ausleben zu dürfen, müsste jedem vernünftigen Menschen klar sein, dass es keine besseren oder schlechteren Religionen gibt. Wenn ein Päderast aus der Haft entlassen wird, ist an Resozialisierung nicht zu denken, sein Ruf eilt ihm voraus oder verfolgt ihn. Bei den Versetzungen der Katholiken wurden/ werden die neuen Geminden in keinster Weise informiert, wer der nette neue Pfarrer ist...

    @topic: Jegliche Kriege des letzten Jahrtausends haben rassistischen oder religiösen Hintergrund. Auch die ganzen Ölkriegsländer wurden von den USA gezielt religiös motiviert. Das Schlimmste jedoch ist, dass heutige "Experten" teilweise der Meinung sind, Islamisten hätten ihren Extremismus und ihren Rassismus von den Europäern gelernt (Kolonialismus, Weltkriege etc.). Als müssten Zentraleuropäer nicht nur 70 Jahre und einige Generationen später noch die Konsequenzen des 2. Weltkrieges tragen, sondern trügen nun auch den Großteil der Verantwortung an der Entwicklung des islamistischen Terrorismus und seiner Auswirkungen in Europa.

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