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    EU raubt Staubsaugern die Saugkraft

    Energiepolitik
    EU raubt Staubsaugern die Saugkraft

    Foto: dpa
    Erst die Glühbirne, jetzt der Staubsauger: Neue Regeln der EU verbieten Geräte mit mehr als 1600 Watt. Später soll die Leistung sogar auf 75 Prozent Saugkraft sinken. Die Hersteller sind sauer.

    Im Herbst 2009 verbot die EU die 100-Watt-Glühbirne. Es gab es einen Ansturm auf die letzten hellen Lampen. Nun ist es wieder so weit: Ab September 2014 dürfen keine starken Staubsauger mehr verkauft werden. Geräte mit mehr als 1600 Watt Leistung sind dann verboten.

    Ob es erneut zu einem Käuferansturm kommen wird, darüber sind sich Hersteller und Händler nicht einig. Drei Jahre später verschwinden auch diese Haushaltsgeräte aus den Läden: Ab 2017 gilt die Grenze von nur noch 900 Watt. Marktführer Miele nennt diese Entwicklung eine "Herausforderung".

    "Der zweite Schritt ist für uns schon eine Herausforderung, das wird nicht einfach werden", sagte eine Sprecherin von Miele der "Welt". Gemeint ist die Grenze von 900 Watt. Miele hat drei Viertel des Staubsaugersortiments auf jene maximalen 1600 Watt, die ab diesem September gelten, umgerüstet.

    Beim letzten Viertel steht die Veränderung noch an. Das Gütersloher Familienunternehmen ist Marktführer in Deutschland, zwei Drittel der Staubsauger fertigt der Konzern in seiner Fabrik am Firmensitz.

    Langer Weg zur Einigung
    Zwölf Jahre dauerte es, bis sich die EU-Kommission mit den europäischen Haushaltsgeräteherstellern und ihren Verbänden auf neue Regeln für Staubsauger geeinigt hat. Für die Kunden soll sich immerhin eines verbessern: Sie können beim Staubsaugen in Zukunft rund die Hälfte an Energie sparen. Angeblich soll die Hausarbeit mit den schwächeren Geräten nicht mühsamer werden.

    Der Markt ist bedeutend: 4,6 Millionen Staubsauger kauften die Deutschen vergangenes Jahr, fast alles Bodenstaubsauger, nur 300.000 Handstaubsauger waren darunter. Im Durchschnitt alle sieben bis acht Jahre tauschen die Kunden ihr Gerät aus. Statistiker haben errechnet, dass jeder Deutsche durchschnittlich eine Stunde im Monat Staub saugt.

    Werner Scholz hat in den vergangenen zwölf Jahren Dutzende Sitzungen mit EU-Beamten mitgemacht. Als Geschäftsführer beim Zentralverband Elektrotechnik und Elektronikindustrie war er der Verhandlungspartner der Gerätehersteller. "Besonders schwierig waren die Messverfahren. Es gab nichts, wir mussten sie erst entwickeln", erinnert sich Scholz an die Probleme.

    Die Beteiligten mussten sich auf einen Normteppich verständigen. Sie mussten Normstaub definieren und heranschaffen, damit die Messungen vergleichbar waren. "Als der Hersteller des Normteppichs pleiteging, mussten wir mit der Suche von vorne beginnen", berichtet Scholz.

    Mühsame Messverfahren
    Schließlich wollte die EU nicht nur die Wattleistung, sondern auch Geräusche und Saugleistung bestimmen. Eine Eingrenzung gab es immerhin: Von Anfang an war klar, dass all dies nur Haushaltsgeräte betreffen sollte – Staubsauger für die Industrie bleiben bislang außen vor.

    Herausgekommen ist nun dies: Staubsauger dürfen ab Herbst 2014 nur noch jene "Nennleistungsaufnahme" von 1600 Watt haben. Hochgerechnet auf das Jahr, soll der Energieverbrauch je Gerät nicht mehr als 62 Kilowattstunden betragen.

    Drei Jahre später wird es deutlich schärfer: Ab 2017 sind 900 Watt die Höchstgrenze, hinzu kommt eine Lärmgrenze von maximal 80 Dezibel. Der jährliche Stromverbrauch soll dann auf 43 Kilowattstunden sinken. Auch die Saugkraft ist festgelegt: Geräte der neuen Generation ab 2017 sollen auf Hartböden über 98 Prozent verfügen, auf weichem Untergrund über 75 Prozent.

    Damit ist aber noch nicht Schluss: Der Motor soll mindestens 500 Arbeitsstunden halten. All dies soll auf einem Energielabel leicht zu erkennen sein.

    Neue Geräte angeblich nicht teurer
    Einige große Hersteller reagieren gelassen. "Wir werden das umsetzen, und wir sehen darin auch keine Probleme", sagte Philips-Manager Sebastian Lindemann. Der niederländische Konzern hat jedoch erst zwei Geräte im Angebot, die die Kriterien ab 2017 erfüllen. Nach seiner Aussage werden die neuen Staubsauger nicht teurer sein als die bislang üblichen – zumindest die erste Generation ab diesem September.

    Die Umrüstung der Staubsauger ist nach Darstellung von Technikern kein Hexenwerk, zumindest nicht für die erste Anforderung. Verbesserungen an der Düse der Geräte können die benötigte Kraft angeblich deutlich verringern.

    Zudem ist es entscheidend, wie der Luftweg im Gerät verläuft: Bei den gängigen Haushaltsgeräten wird die Saugluft durch die sogenannte Staubkammer geleitet. Wird ein zusätzlicher Luftkanal eingebaut und genutzt, spart das nach Aussage der Techniker erheblich an Kraftaufwand.

    Doch längst nicht alle Beteiligten sind einverstanden: Der britische Hersteller Dyson klagt gegen die EU-Kommission und will eine Veränderung der Richtlinie erwirken. Dyson fühlt sich mit seinen Geräten, die ohne Staubbeutel auskommen, benachteiligt.

    Vielleicht sollten sich die Briten auf ein neues Feld begeben: Roboterstaubsauger. Diese Geräte fallen nämlich nicht unter die EU-Richtlinie.
    Quelle
    Ich bin fest davon überzeugt, daß es für den Tonfilm einen Markt gibt.
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  2. #2
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    Die Glühbirne war erst der Anfang: Die EU-Bürokraten laufen zur Höchstform auf
    [img=450,right]https://darklight.to/picshare/upload/big/2014/02/26/530da028b3321.jpg [/img] Erst die Glühbirne, dann Staubsauger, als nächstes womöglich Wasserhähne und Weinkühlschränke: Die EU-Bürokraten tüfteln an zahlreichen Vorschriften, die die Umwelt schonen sollen. Die Öko-Design-Richtlinie ist ein Paradebeispiel für die Brüsseler Regelungswut.

    Den Glühbirnen-Schock haben viele noch nicht verdaut. Noch immer trauern viele Deutsche dem warmen Licht nach und greifen nur widerwillig zur Energiesparlampe. Bis 2016 soll die Glühbirne ganz vom Markt verschwunden sein – so will es die EU.

    Basis für das Verbot ist die Öko-Design-Richtlinie. Sie soll helfen, den Energie- und Ressourcenverbrauch in der EU zu senken. Die Hürden, um unter die Richtlinie zu fallen, sind relativ niedrig: Die Produkte müssen mindestens 200.000 Mal im Jahr in der EU verkauft werden und ein hohes Einsparpotenzial haben.

    Doch die Glühbirne war erst der Anfang: Denn die Richtlinie hat inzwischen ein gefährliches Eigenleben entwickelt. Rund 30 Produktgruppen stehen momentan auf dem Prüfstand – von der Dunstabzugshaube bis zum Weinkühlschrank.

    Produkte im Blick der Regulierer (Auswahl):
    + Ofen
    + Kaffeemaschine
    + Teichpumpe
    + Verbrauchszähler
    + Weinkühlschrank
    + Dunstabzugshaube
    + Stromkabel
    + Fenster
    + Dampfkessel
    + Duschköpfe und Wasserhähne
    Bereits beschlossen sind Vorschriften unter anderem für:

    + Staubsauger (ab September 2014)
    + Heizkessel (ab September 2015)
    + Ventilatoren (seit Januar 2013)
    + Wäschetrockner (seit November 2013)
    + Glühbirnen (seit September 2009)

    Als nächstes trifft es den Staubsauger. Von September 2014 an dürfen keine Staubsauger mehr mit mehr als 1600 Watt Leistung verkauft werden. Ab 2017 sinkt die erlaubte Maximalleistung auf 700 Watt.

    Längst geht es nicht mehr nur um Geräte, die selber Energie verbrauchen. Auch was Einfluss auf den Energieverbrauch hat, steht auf dem Prüfstand. Selbst Wasserhähne, Duschköpfe oder Fenster sind damit nicht mehr vor Verordnungen sicher. Die EU-Mitgliedsstaaten haben relativ wenig zu sagen: Sie können über das EU-Parlament oder den Ministerrat nur verhindern, dass eine neue Verordnung in Kraft tritt. Oft ist es aber schwierig, die nötige Sperrminorität zu organisieren.

    Politiker schimpft: "EU-Ökodiktatur"
    Herbert Reul, der für die CDU im Europaparlament sitzt, spricht bereits von einer „EU-Ökodiktatur“: „Weitere EU-Vorgaben und neue Verbote durch übereifrige EU-Beamte widersprechen den Zielen der Kommission, das Wirtschaftswachstum in Europa anzukurbeln“, wettert er. Unterstützung erhält er von Fachleuten: „Den Verbrauch transparent zu machen ist sinnvoll“, sagt Jan S. Voßwinkel vom Centrum für Europäische Politik. „Aber konkrete Produktionsvorschriften zu erlassen, ist häufig unsinnig. Der Käufer sollte selber entscheiden können, was ihm wichtig ist.“

    Die Verordnungen sind ein gefundenes Fressen für alle Kritiker der EU-Bürokratie. Denn die Beamten in Brüssel wollen nicht riskieren, dass zum Beispiel Staubsauger oder Geschirrspülmaschinen schlechter reinigen. Also denken sich die Beamten allerweil Vorgaben aus, die die Geräte trotz geringeren Energieverbrauchs erfüllen sollen.

    Es geht um "Doppelstriche" und "Säuberungszyklus"
    So definiert die Verordnung im Falle der Staubsauger einen „Säuberungszyklus“, um in einer komplizierten Formel den jährlichen Energieverbrauch zu ermitteln: „,Säuberungszyklus‘ bezeichnet eine Folge von fünf Doppelstrichen des Staubsaugers auf einer bodenspezifischen Prüffläche (,Teppich' oder ,harter Boden').“ Doppelstriche wiederum sind „eine Vorwärts- und eine Rückwärtsbewegung der Saugdüse in einem Parallelmuster bei einheitlicher Prüfstrichgeschwindigkeit und mit einer vorgegebenen Prüfstrichlänge“.

    Bei den Geschirrspülern ziert eine Tabelle die Verordnung, wo es um den Schmutz geht, der nach dem Spülen noch tolerierbar ist. Hierbei wird „Zahl kleiner punktförmiger Verschmutzungspartikel“ und die „Gesamte verschmutze Fläche in mm²“ bewertet.

    Erst eingespart dann rausgespült
    Teilweise sind die Verordnungen sogar kontraproduktiv. Das ist bei wassersparenden Duschköpfen der Fall. Schon heute verbrauchten deutsche Haushalte 20 Prozent weniger Wasser als 1990. Das stellt die Kanalisation vor ein großes Problem. Sie ist für einen viel größeren Verbrauch ausgelegt. Ablagerungen drohen. Schon heute müssen die Rohre mancherorts durchgespült werden. Sinkt der Verbrauch weiter, vergrößert sich das Problem. Was im Bad eingespart wird, müssen die Versorger dann selber durch die Kanäle spülen – und auf die Wasserrechnung setzen.

    Allerdings mehrt sich inzwischen auch in Brüssel der Widerstand gegen die Regulierungswut: „Europa muss nicht den Durchlauf von Duschköpfen regulieren“, erklärte kürzlich der Präsident des Europaparlament, Martin Schulz, in einem Interview mit der „Welt“. Die EU habe Wichtigeres zu tun. Und auch Binnenmarkt-Kommissar Michel Barnier kündigt an: „Ich möchte die gesamte EU-Gesetzgebung einer Überprüfung unterziehen: Brauchen wir sie noch oder nicht?“
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  3. #3
    Böse_Meise
    Avatar von Spammer_007



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    Zitat Zitat von delle59','index.php?page=Thread&postID=129518#post 129518
    Die Glühbirne war erst der Anfang: Die EU-Bürokraten laufen zur Höchstform auf
    [img=450,right]https://darklight.to/picshare/upload/big/2014/02/26/530da028b3321.jpg [/img] Erst die Glühbirne, dann Staubsauger, als nächstes womöglich Wasserhähne und Weinkühlschränke: Die EU-Bürokraten tüfteln an zahlreichen Vorschriften, die die Umwelt schonen sollen. Die Öko-Design-Richtlinie ist ein Paradebeispiel für die Brüsseler Regelungswut.

    Den Glühbirnen-Schock haben viele noch nicht verdaut. Noch immer trauern viele Deutsche dem warmen Licht nach und greifen nur widerwillig zur Energiesparlampe. Bis 2016 soll die Glühbirne ganz vom Markt verschwunden sein – so will es die EU.

    Basis für das Verbot ist die Öko-Design-Richtlinie. Sie soll helfen, den Energie- und Ressourcenverbrauch in der EU zu senken. Die Hürden, um unter die Richtlinie zu fallen, sind relativ niedrig: Die Produkte müssen mindestens 200.000 Mal im Jahr in der EU verkauft werden und ein hohes Einsparpotenzial haben.

    Doch die Glühbirne war erst der Anfang: Denn die Richtlinie hat inzwischen ein gefährliches Eigenleben entwickelt. Rund 30 Produktgruppen stehen momentan auf dem Prüfstand – von der Dunstabzugshaube bis zum Weinkühlschrank.

    Produkte im Blick der Regulierer (Auswahl):
    + Ofen
    + Kaffeemaschine
    + Teichpumpe
    + Verbrauchszähler
    + Weinkühlschrank
    + Dunstabzugshaube
    + Stromkabel
    + Fenster
    + Dampfkessel
    + Duschköpfe und Wasserhähne
    Bereits beschlossen sind Vorschriften unter anderem für:

    + Staubsauger (ab September 2014)
    + Heizkessel (ab September 2015)
    + Ventilatoren (seit Januar 2013)
    + Wäschetrockner (seit November 2013)
    + Glühbirnen (seit September 2009)

    Als nächstes trifft es den Staubsauger. Von September 2014 an dürfen keine Staubsauger mehr mit mehr als 1600 Watt Leistung verkauft werden. Ab 2017 sinkt die erlaubte Maximalleistung auf 700 Watt.

    Längst geht es nicht mehr nur um Geräte, die selber Energie verbrauchen. Auch was Einfluss auf den Energieverbrauch hat, steht auf dem Prüfstand. Selbst Wasserhähne, Duschköpfe oder Fenster sind damit nicht mehr vor Verordnungen sicher. Die EU-Mitgliedsstaaten haben relativ wenig zu sagen: Sie können über das EU-Parlament oder den Ministerrat nur verhindern, dass eine neue Verordnung in Kraft tritt. Oft ist es aber schwierig, die nötige Sperrminorität zu organisieren.

    Politiker schimpft: "EU-Ökodiktatur"
    Herbert Reul, der für die CDU im Europaparlament sitzt, spricht bereits von einer „EU-Ökodiktatur“: „Weitere EU-Vorgaben und neue Verbote durch übereifrige EU-Beamte widersprechen den Zielen der Kommission, das Wirtschaftswachstum in Europa anzukurbeln“, wettert er. Unterstützung erhält er von Fachleuten: „Den Verbrauch transparent zu machen ist sinnvoll“, sagt Jan S. Voßwinkel vom Centrum für Europäische Politik. „Aber konkrete Produktionsvorschriften zu erlassen, ist häufig unsinnig. Der Käufer sollte selber entscheiden können, was ihm wichtig ist.“

    Die Verordnungen sind ein gefundenes Fressen für alle Kritiker der EU-Bürokratie. Denn die Beamten in Brüssel wollen nicht riskieren, dass zum Beispiel Staubsauger oder Geschirrspülmaschinen schlechter reinigen. Also denken sich die Beamten allerweil Vorgaben aus, die die Geräte trotz geringeren Energieverbrauchs erfüllen sollen.

    Es geht um "Doppelstriche" und "Säuberungszyklus"
    So definiert die Verordnung im Falle der Staubsauger einen „Säuberungszyklus“, um in einer komplizierten Formel den jährlichen Energieverbrauch zu ermitteln: „,Säuberungszyklus‘ bezeichnet eine Folge von fünf Doppelstrichen des Staubsaugers auf einer bodenspezifischen Prüffläche (,Teppich' oder ,harter Boden').“ Doppelstriche wiederum sind „eine Vorwärts- und eine Rückwärtsbewegung der Saugdüse in einem Parallelmuster bei einheitlicher Prüfstrichgeschwindigkeit und mit einer vorgegebenen Prüfstrichlänge“.

    Bei den Geschirrspülern ziert eine Tabelle die Verordnung, wo es um den Schmutz geht, der nach dem Spülen noch tolerierbar ist. Hierbei wird „Zahl kleiner punktförmiger Verschmutzungspartikel“ und die „Gesamte verschmutze Fläche in mm²“ bewertet.

    Erst eingespart dann rausgespült
    Teilweise sind die Verordnungen sogar kontraproduktiv. Das ist bei wassersparenden Duschköpfen der Fall. Schon heute verbrauchten deutsche Haushalte 20 Prozent weniger Wasser als 1990. Das stellt die Kanalisation vor ein großes Problem. Sie ist für einen viel größeren Verbrauch ausgelegt. Ablagerungen drohen. Schon heute müssen die Rohre mancherorts durchgespült werden. Sinkt der Verbrauch weiter, vergrößert sich das Problem. Was im Bad eingespart wird, müssen die Versorger dann selber durch die Kanäle spülen – und auf die Wasserrechnung setzen.

    Allerdings mehrt sich inzwischen auch in Brüssel der Widerstand gegen die Regulierungswut: „Europa muss nicht den Durchlauf von Duschköpfen regulieren“, erklärte kürzlich der Präsident des Europaparlament, Martin Schulz, in einem Interview mit der „Welt“. Die EU habe Wichtigeres zu tun. Und auch Binnenmarkt-Kommissar Michel Barnier kündigt an: „Ich möchte die gesamte EU-Gesetzgebung einer Überprüfung unterziehen: Brauchen wir sie noch oder nicht?“
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    was die beamten wieder für Probleme haben wird der sauger eben im ausland bestellt

    oder ich lass mir einen saugen :cool:
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  4. #4
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    Zitat Zitat von BioLord2013','index.php?page=Thread&postID=129612# post129612

    Zitat Zitat von delle59','index.php?page=Thread&postID=129518#post 129518
    Die Glühbirne war erst der Anfang: Die EU-Bürokraten laufen zur Höchstform auf
    [img=450,right]https://darklight.to/picshare/upload/big/2014/02/26/530da028b3321.jpg [/img] Erst die Glühbirne, dann Staubsauger, als nächstes womöglich Wasserhähne und Weinkühlschränke: Die EU-Bürokraten tüfteln an zahlreichen Vorschriften, die die Umwelt schonen sollen. Die Öko-Design-Richtlinie ist ein Paradebeispiel für die Brüsseler Regelungswut.

    Den Glühbirnen-Schock haben viele noch nicht verdaut. Noch immer trauern viele Deutsche dem warmen Licht nach und greifen nur widerwillig zur Energiesparlampe. Bis 2016 soll die Glühbirne ganz vom Markt verschwunden sein – so will es die EU.

    Basis für das Verbot ist die Öko-Design-Richtlinie. Sie soll helfen, den Energie- und Ressourcenverbrauch in der EU zu senken. Die Hürden, um unter die Richtlinie zu fallen, sind relativ niedrig: Die Produkte müssen mindestens 200.000 Mal im Jahr in der EU verkauft werden und ein hohes Einsparpotenzial haben.

    Doch die Glühbirne war erst der Anfang: Denn die Richtlinie hat inzwischen ein gefährliches Eigenleben entwickelt. Rund 30 Produktgruppen stehen momentan auf dem Prüfstand – von der Dunstabzugshaube bis zum Weinkühlschrank.

    Produkte im Blick der Regulierer (Auswahl):
    + Ofen
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    + Dunstabzugshaube
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    + Staubsauger (ab September 2014)
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    + Glühbirnen (seit September 2009)

    Als nächstes trifft es den Staubsauger. Von September 2014 an dürfen keine Staubsauger mehr mit mehr als 1600 Watt Leistung verkauft werden. Ab 2017 sinkt die erlaubte Maximalleistung auf 700 Watt.

    Längst geht es nicht mehr nur um Geräte, die selber Energie verbrauchen. Auch was Einfluss auf den Energieverbrauch hat, steht auf dem Prüfstand. Selbst Wasserhähne, Duschköpfe oder Fenster sind damit nicht mehr vor Verordnungen sicher. Die EU-Mitgliedsstaaten haben relativ wenig zu sagen: Sie können über das EU-Parlament oder den Ministerrat nur verhindern, dass eine neue Verordnung in Kraft tritt. Oft ist es aber schwierig, die nötige Sperrminorität zu organisieren.

    Politiker schimpft: "EU-Ökodiktatur"
    Herbert Reul, der für die CDU im Europaparlament sitzt, spricht bereits von einer „EU-Ökodiktatur“: „Weitere EU-Vorgaben und neue Verbote durch übereifrige EU-Beamte widersprechen den Zielen der Kommission, das Wirtschaftswachstum in Europa anzukurbeln“, wettert er. Unterstützung erhält er von Fachleuten: „Den Verbrauch transparent zu machen ist sinnvoll“, sagt Jan S. Voßwinkel vom Centrum für Europäische Politik. „Aber konkrete Produktionsvorschriften zu erlassen, ist häufig unsinnig. Der Käufer sollte selber entscheiden können, was ihm wichtig ist.“

    Die Verordnungen sind ein gefundenes Fressen für alle Kritiker der EU-Bürokratie. Denn die Beamten in Brüssel wollen nicht riskieren, dass zum Beispiel Staubsauger oder Geschirrspülmaschinen schlechter reinigen. Also denken sich die Beamten allerweil Vorgaben aus, die die Geräte trotz geringeren Energieverbrauchs erfüllen sollen.

    Es geht um "Doppelstriche" und "Säuberungszyklus"
    So definiert die Verordnung im Falle der Staubsauger einen „Säuberungszyklus“, um in einer komplizierten Formel den jährlichen Energieverbrauch zu ermitteln: „,Säuberungszyklus‘ bezeichnet eine Folge von fünf Doppelstrichen des Staubsaugers auf einer bodenspezifischen Prüffläche (,Teppich' oder ,harter Boden').“ Doppelstriche wiederum sind „eine Vorwärts- und eine Rückwärtsbewegung der Saugdüse in einem Parallelmuster bei einheitlicher Prüfstrichgeschwindigkeit und mit einer vorgegebenen Prüfstrichlänge“.

    Bei den Geschirrspülern ziert eine Tabelle die Verordnung, wo es um den Schmutz geht, der nach dem Spülen noch tolerierbar ist. Hierbei wird „Zahl kleiner punktförmiger Verschmutzungspartikel“ und die „Gesamte verschmutze Fläche in mm²“ bewertet.

    Erst eingespart dann rausgespült
    Teilweise sind die Verordnungen sogar kontraproduktiv. Das ist bei wassersparenden Duschköpfen der Fall. Schon heute verbrauchten deutsche Haushalte 20 Prozent weniger Wasser als 1990. Das stellt die Kanalisation vor ein großes Problem. Sie ist für einen viel größeren Verbrauch ausgelegt. Ablagerungen drohen. Schon heute müssen die Rohre mancherorts durchgespült werden. Sinkt der Verbrauch weiter, vergrößert sich das Problem. Was im Bad eingespart wird, müssen die Versorger dann selber durch die Kanäle spülen – und auf die Wasserrechnung setzen.

    Allerdings mehrt sich inzwischen auch in Brüssel der Widerstand gegen die Regulierungswut: „Europa muss nicht den Durchlauf von Duschköpfen regulieren“, erklärte kürzlich der Präsident des Europaparlament, Martin Schulz, in einem Interview mit der „Welt“. Die EU habe Wichtigeres zu tun. Und auch Binnenmarkt-Kommissar Michel Barnier kündigt an: „Ich möchte die gesamte EU-Gesetzgebung einer Überprüfung unterziehen: Brauchen wir sie noch oder nicht?“
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    was die beamten wieder für Probleme haben wird der sauger eben im ausland bestellt

    oder ich lass mir einen saugen :cool:
    Wo denn? In Syrien, oder China? In der EU widrd`s die Dinger nicht mehr geben .... und bevor ich mir in China einen bestelle den ich nicht umtauschen kann oder wo keine Garantie drauf ist, weil kein Sinn mit hin und her schicken, nehm ich doch lieber einen von hier. :hug:
    Versteh ich das richtig das du so`n Ding eh nur für Schweinereien haben willst? Da reichen 50 Watt für. :rofl:
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  5. #5



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    Die Drecksdinger sollen einfach effektivier werden, das ist doch hinter allem der Grund. Nicht irgendwas aus langeweile zu verbieten.

    Effektivere Staubsauger heißt auch, weniger Stromverbrauch! Das z.b. alle Geräte die im Stand-By laufen jetzt einen ein/ausschalter haben müssen ist auch nur der EU zu verdanken, da haben vorher alle rumgejammert, das sie soviel strom ziehen, wenn man sie garnicht nutzt!
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  6. #6
    Avatar von salviner01




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    Bin genau deiner Meinung Stew. Alle schimpfen sie über mangelnde Reformen in der EU. Und wenn mal was vernünftiges entschieden wird, dann passt es den Leuten auch wieder nicht. Ist doch toll, wenn man den Herstellern Leitlinien vorgibt die die Umwelt schonen. Außerdem beflügelt das den Wettbewerb, da man ja die Leitlinien besser umsetzen will als die Konkurenz.
    Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu lassen und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas ändert.
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  7. #7
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    Mensch die wollen an Haushaltsgeräte ran,weniger Strom.Gut icke holmir einen staubsauger mit 50Watt "hi Bio"und sauge dann aber 4 stunden ein zimmer weil die saugleistung an der Düse fehlt.*wattaufnahme ist nicht gleich saugleistung*
    Aber an die Grossen die pro tag ohne ende megawatts durchjagen da gehen se nicht ran.
    Und Wassersparen sorgt für verstopfungen im Kanalsystem *da freut sich der Handwerker*
    Icke koof mir doch keine Glühbirne für 5 € die nur ne bestimmte Betriebsdauer hat und dann noch sondermüll is.
    Haben die keine anderen Hoppys
    Fuck the EU richtlinien in diesem Fall.
    :no:

  8. #8
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    Europa ist die Herrscherin über unseren Alltag
    Wie stellt man eine Leiter auf? Wie wird die Pizza gebacken? Die EU regiert tief in unseren Alltag hinein. Selbst kleinste Details regeln die Kommissare penibel. Das sind die absurdesten Gesetze.

    Verpackung oder nicht? Die EU-Gesetze sind da eindeutig: "Blumentöpfe, in denen die Pflanze während ihrer Lebenszeit verbleibt", gelten nicht als Verpackung – "Blumentöpfe, die nur für den Verkauf und Transport von Pflanzen bestimmt sind", hingegen schon.
    Vor der Europawahl tauchen wieder die alten Parolen auf. Die wohlbekannten Versprechen, endlich gegen die ausufernde Brüsseler Bürokratie vorzugehen. In diesem Jahr lautet das Entbürokratisierungs-Motto: Europa soll sich nur um die großen Dinge kümmern, die vielen kleinen Sachen werden dann in den Mitgliedsländern geregelt. Für die Bürger ist das ein wichtiger Punkt: Einer Umfrage zufolge verbindet etwa ein Viertel von ihnen Europa vor allem mit Regeln und Vorschriften.

    Der Europa-Abgeordnete Andreas Schwab (CDU) sagt, die EU müsse endlich aufhören, sich als "Beglückungsmaschine" zu begreifen. "Nur so kann die EU die Akzeptanz bei den Bürgern bekommen, die sie zur Bewältigung der großen Aufgaben braucht." Weit mehr als 50.000 Seiten dick ist das Gesetzbuch der EU, ein Gestrüpp aus Gesetzen, Vorschriften und Detailregelungen. Und jedes Jahr kommt mehr hinzu.

    Motor der Gesetzgebung ist die Europäische Kommission mit rund 35.000 Mitarbeitern. Aber längst nicht jede Idee für ein neues Gesetz kommt von den EU-Beamten. Oft sind es Regierungen aus Mitgliedsländern, die Druck machen, beispielsweise im Umweltbereich. Sehr häufig drängt aber auch die Wirtschaft auf neue Gesetze.

    Dann kommen die Wirtschaftsvertreter in die kleinen, stickigen Büros der Kommissions-Beamten und legen dar, warum neue Vorschriften aus ökonomischen, logistischen oder arbeitsrechtlichen Gründen nötig sind. Manches davon ist berechtigt. "Aber oft geht es auch um Markt, Wettbewerb und viel Geld und zwar mit einer Verbissenheit, die unglaublich ist", sagt ein Insider, der selbst für einen führenden Wirtschaftsverband arbeitet.

    Der Bohrer darf nicht zu stark rütteln, hat die EU festgelegt. Doch was bedeutet: zu stark? Ganz einfach. Man braucht nur den Tagesexpositionswertes A (8) zu berechnen, ausgedrückt als Quadratwurzel aus der Summe der Quadrate (Gesamtwert) der Effektivwerte der frequenzbewerteten Beschleunigung in den drei orthogonalen Richtungen a (tief)hwx, a (tief)why; a(tief)hwz."
    "Stöckelschuhe für Friseurinnen"
    Wenn die Beamten nicht überzeugt sind, versuchen die Wirtschaftsvertreter häufig Druck über die Kabinette – die Berater – der EU-Kommissare, über Europaabgeordnete, nationale Wirtschaftsverbände, Gewerkschaften oder sogar Regierungen zu machen.

    Ein Beispiel aus jüngster Zeit: Monatelang drängte das deutsche Friseurhandwerk im vergangenen Jahr die EU-Kommission, die Lautstärke eines Föns und die Art der Fußböden im Salon vorzuschreiben, aber auch, wie der EU-Beauftragte für Bürokratieabbau Edmund Stoiber es ausdrückte, "Stöckelschuhe für Friseurinnen" zu verbieten.

    "Die Verhinderung der Umsetzung des Abkommens in Brüssel als europäische Richtlinie ist somit unterlassene Hilfeleistung für die eine Million Friseure und Friseurinnen in Europa", schrieb der Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks im vergangenen November an Stoiber. Bisher hatten die Friseure keinen Erfolg.

    Ganz anders aber die europäische Entsorgungsbranche. Die Entsorgungswirtschaft gehört zu den am besten organisierten Interessen in Brüssel. Laut Experten geht die neue Gesetzgebung über die Entsorgung von Verpackungen maßgeblich auf ihren Einfluss zurück. Die einfache Logik: Wenn immer mehr Gegenstände, wie jetzt neuerdings Toilettenrollen, als "Verpackung" gelten und speziell entsorgt werden müssen, dann profitieren auch die Entsorgungs-Unternehmen.

    Sollten die Spitzenkandidaten der Parteien nach den Europawahlen ihre Versprechen zur Entrümpelung von Bürokratie wirklich wahr machen, gibt es viel zu tun. Die "Welt" nennt die verrücktesten EU-Gesetze.

    Kunstvoll wirbeln die Pizzabäcker den Teig durch die Luft – schade nur, dass der EU dafür irgendwie der Sinn fehlt. Pizzabacken ist in ihren Regelungen ein eher nüchterner Vorgang. Er geht so: "Der Pizzabäcker schiebt die belegte Pizza mit Hilfe von etwas Mehl mit einer Drehbewegung auf einen Holz- oder Aluminiumschieber, dann lässt er sie mit einer schnellen Bewegung des Handgelenks auf die Ofensohle gleiten, ohne dass der Belag überschwappt. Der Pizzabäcker prüft das Backen der Pizza, in dem er den Rand seitlich anhebt und die Pizza zum Feuer hindreht. (...) Der Pizzabäcker bestreut den Ofenschieber mit etwas Mehl, damit die Pizza vom Schieber leicht in den Ofen gleiten kann. Das geschieht mit einem schnellen Ruck aus dem Handgelenk, wobei der Schieber in einem Winkel von 20 bis 25 Grad zum Ofenboden gehalten wird."
    Was gilt als Verpackung?
    In der Richtlinie 2013/2/EU vom 7. Februar 2013 wird geregelt, welche Produkte als Verpackung gelten und damit extra entsorgt werden müssen. Eine spezielle Entsorgung führt in der Regel zu geringen Preiserhöhungen. Die Vorschriften sind das Ergebnis harter Verhandlungen, es sind nicht selten politische Kompromisse, deren Sinn und Praktikabilität dem Verbraucher nur schwer einleuchtet.

    So legt die Richtlinie fest, dass eine Toilettenrolle, nachdem das umgewickelte Papier verbraucht wurde, künftig als Verpackungsmüll in einem "Gelben Sack" entsorgt werden muss. Das neue Gesetz schreibt auch vor, dass Kleiderbügel als Verpackung gelten – aber nur dann, wenn sie zusammen mit einem Kleidungsstück verkauft werden. Kleiderbügel, die getrennt von einem Kleidungsstück gekauft werden, sind dagegen keine Verpackung.

    Eine ähnliche Regelung gilt für Blumentöpfe: "Blumentöpfe, in denen die Pflanze während ihrer Lebenszeit verbleibt", gelten laut Gesetz nicht als Verpackung – "Blumentöpfe, die nur für den Verkauf und Transport von Pflanzen bestimmt sind", müssen jedoch besonders entsorgt werden.

    Nicht einfach zu durchschauen sind auch die Regeln zu Kaffeekapseln. Kapseln, die zusammen mit dem verwendeten Kaffee entsorgt werden, gelten nicht als Verpackung – Kapseln, die nach Gebrauch leer sind, hingegen schon. Ein ähnliches Muster bei Backförmchen: Werden sie mit Backwerk verkauft, sind sie Verpackung, ohne Backwerk nicht.

    Wie stark darf der Bohrer rütteln?
    Die Arbeitsschutz-Richtlinie zu Vibrationen (RL 2002/44/EG) soll die Arbeitnehmer vor zu starken Erschütterungen, beispielsweise beim Bohren, schützen. So soll ein Ausbruch der "Weißfinger- oder Leichenfingerkrankheit" verhindert werden, die sich durch geringe Durchblutung der Finger auszeichnet. Das kam bisher aber extrem selten vor und kann auch durch Kälte ausgelöst werden.

    Die Betriebe sind jedenfalls angehalten, Gefährdungsbeurteilungen durchzuführen und "Vibrationskonten" zu führen, auf denen Messdaten festgehalten werden.

    Brüssel schreibt dem Arbeitnehmer genau vor, wie viel Vibration sein darf: "Die Bewertung des Ausmaßes der Exposition für Hand-Arm-Vibration erfolgt nach dem Stand der Technik anhand der Berechnung des auf einen Bezugszeitraum von acht Stunden normierten Tagesexpositionswertes A (8); dieser wird ausgedrückt als Quadratwurzel aus der Summe der Quadrate (Gesamtwert) der Effektivwerte der frequenzbewerteten Beschleunigung in den drei orthogonalen Richtungen a (tief)hwx, a (tief)why; a(tief)hwz."

    Aufklappen, gerade hinstellen, draufsteigen. Eine Leiter aufzubauen, ist nicht schwierig. Eigentlich. Doch wer die Leiter-Richtlinie (2001/45/EG) liest, könnte meinen, es handele sich um einen hochkomplexen Vorgang: "Die Leiterfüße von tragbaren Leitern müssen so auf einem stabilen, festen, angemessen dimensionierten und unbeweglichen Untergrund ruhen, dass die Stufen in horizontaler Stellung bleiben. (...) Das Verrutschen der Leiterfüße von tragbaren Leitern muss während der Benutzung dieser Leitern entweder durch Fixierung des oberen oder unteren Teils der Holme, durch eine Gleitschutzvorrichtung oder durch eine andere gleichwertige Lösung verhindert werden."
    So muss die Pizza gebacken werden
    In der Verordnung (EU) 97/2010 legt die Europäische Kommission fest, wie eine 'Pizza Napoletana' aussehen und hergestellt werden muss.

    Für die Backtechnik erlässt Brüssel präzise Vorschriften: "Der Pizzabäcker schiebt die belegte Pizza mit Hilfe von etwas Mehl mit einer Drehbewegung auf einen Holz- oder Aluminiumschieber, dann lässt er sie mit einer schnellen Bewegung des Handgelenks auf die Ofensohle gleiten, ohne dass der Belag überschwappt. Der Pizzabäcker prüft das Backen der Pizza, in dem er den Rand seitlich anhebt und die Pizza zum Feuer hin dreht. (...) Der Pizzabäcker bestreut den Ofenschieber mit etwas Mehl, damit die Pizza vom Schieber leicht in den Ofen gleiten kann. Das geschieht mit einem schnellen Ruck aus dem Handgelenk, wobei der Schieber in einem Winkel von 20 bis 25 Grad zum Ofenboden gehalten wird."

    Auch für den Belag gibt es klare Vorschriften: "Mit einer spiralförmigen Bewegung wird die Tomatenmasse auf der ganzen Innenfläche verteilt, mit einer spiralförmigen Bewegung wird Salz auf die Oberfläche der Tomaten gegeben."

    So muss die Leiter aufgestellt werden
    Brüssel verordnet in der so genannten Leiter-Richtlinie (2001/45/EG) den Unternehmen, wie eine Leiter aufzustellen ist, um die Arbeitnehmer vor Unfällen zu schützen.

    Es heißt dort: "Die Leiterfüße von tragbaren Leitern müssen so auf einem stabilen, festen, angemessen dimensionierten und unbeweglichen Untergrund ruhen, dass die Stufen in horizontaler Stellung bleiben. (...) Das Verrutschen der Leiterfüße von tragbaren Leitern muss während der Benutzung dieser Leitern entweder durch Fixierung des oberen oder unteren Teils der Holme, durch eine Gleitschutzvorrichtung oder durch eine andere gleichwertige Lösung verhindert werden."
    Quelle
    Ich bin fest davon überzeugt, daß es für den Tonfilm einen Markt gibt.
    Thomas Alva Edison (1847 - 1931)
    [Regeln] News-Bereich


  9. #9



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    Zitat Zitat von reho73','index.php?page=Thread&postID=130114#post1 30114
    Mensch die wollen an Haushaltsgeräte ran,weniger Strom.Gut icke holmir einen staubsauger mit 50Watt "hi Bio"und sauge dann aber 4 stunden ein zimmer weil die saugleistung an der Düse fehlt.*wattaufnahme ist nicht gleich saugleistung*
    Aber an die Grossen die pro tag ohne ende megawatts durchjagen da gehen se nicht ran.
    Und Wassersparen sorgt für verstopfungen im Kanalsystem *da freut sich der Handwerker*
    Icke koof mir doch keine Glühbirne für 5 € die nur ne bestimmte Betriebsdauer hat und dann noch sondermüll is.
    Haben die keine anderen Hoppys
    Fuck the EU richtlinien in diesem Fall.
    :no:
    Die Wattzahl sagt nur was über den Stromverbrauch auch, aber nur bedingt über die Effektivität! Das is genau so wie mit den Autos, gibt welche die verbraten 15 liter auf 100 kilometern und es gibt welche die verbrauchen nur 3 liter... effektiv biste mit beidem aber genau so schnell am ziel (mal abgesehen davon, wenn du mit 200 über die autobahn rast, aber im Stadtverkehr bei 50 KM/h gibbet auch erhebliche verbrauchsunterschiede)... udn warum verbrauchen die Autos heutzutage weniger ? Richtig, weils die Verbraucher interessiert, weil das Benzin so teuer ist... das Gleiche gilt aber doch auch fürn Strom, der wird auch laufend teuer!
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