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    Gentechnik - EU genehmigt Einfuhr von 19 genveränderten Pflanzen

    Die Bundesregierung hat sich im Koalitionsvertrag über alle Bedenken der Bürger hinweggesetzt und damit den Weg freigemacht: Schon bald wird es in Deutschland Genmais geben. Denn auch in Brüssel haben die Konzerne mächtige Verbündete.


    Die Allianz für die Gentechnik-Konzerne hat sich durchgesetzt: EU-Kommissionspräsident Barroso kann schon bald grünes Licht für Genmais geben, weil Angela Merkel und Sigmar Gabriel die Kritik an den Methoden für irrational halten. (Foto: dpa)

    „Gentechnik-Verbot in den Koalitionsvertrag“. Das forderten Dienstag Abend Aktivisten von Save Our Seeds, dem Biodachverband BÖLW und die Jungbauern von AdL vor dem Willy-Brandt-Haus.

    Der Appell verhallte ungehört: Der in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch beschlossene Koalitionsvertrag enthält lediglich einen nichtssagenden Absatz zum Thema Gentechnik:

    „Wir erkennen die Vorbehalte des Großteils der Bevölkerung gegenüber der grünen Gentechnik an. Wir treten für eine EU-Kennzeichnungspflicht für Produkte von Tieren, die mit gen-veränderten Pflanzen gefüttert wurden, ein. An der Nulltoleranz gegenüber nicht zugelassenen gentechnisch veränderten Bestandteilen in Lebensmitteln halten wir fest – ebenso wie an der Saatgutreinheit.“

    Im Dezember, spätestens Januar, wird im EU-Ministerrat darüber entschieden, ob nach 15 Jahren der Anbau von Gentech-Mais in der EU wieder zugelassen wird (mehr hier). Ein klares Bekenntnis gegen die Gentechnik im Koalitionsvertrag hätte den zukünftigen deutschen Agrarminister bei der Abstimmung im EU-Ministerrat zu einer Nein-Stimme gezwungen.

    „Wissenschaftliche Berater und Unternehmen wie Bayer und BASF raten den Parteien zur Gentechnik. Es heißt, man dürfe dem wissenschaftlichen Fortschritt nicht im Wege stehen. Die Furcht der Bevölkerung vor Gentechnik wird als irrational abgetan“, so Benedikt Haerlin von „Save our Seeds“ zu den Deutschen Wirtschafts Nachrichten.

    Daher rechnen die Aktivisten mit einer Stimm-Enthaltung Deutschlands bei der Abstimmung über „Mais 1507“ von Pioneer. Wenn die EU-Agrarminister den Vorschlag der Kommission nicht mit einer Zwei-Drittel-Mehrheit ablehnen, geht der Vorschlag wieder an die Kommission zurück. Und die hat ihre Zustimmung bereits geäußert. Dabei beruft sie sich auf die Lebensmittelbehörde EFSA, die dem Gen-Mais für unbedenklich hält.


    Mit einem Merkel-Banner protestierten Aktivisten vor dem Willy-Brandt-Haus. Ein klares Bekenntnis gegen Gentechnik steht nicht im Koalitionsvertrag. (Foto: Volker Gehrmann)

    Selbst bei einer Zulassung wird Mais 1507 wohl noch nicht im kommenden Jahr in Deutschland angebaut werden. Drei Monate vor der Aussaat müsste der Gentech-Mais im Gentechnik-Register angemeldet werden. Da Mais im Mai ausgesät wird, müsste der Gen-Mais bereits im Februar auf dem Markt sein, so Haerlin.

    Große Auswirkungen für Konsumenten kann nach Meinung Haerlins das Freihandelsabkommen mit der USA haben (hier). „Selbst bereits existierende Kennzeichnungsgesetze zur Gentechnik könnten in Zukunft ausgehebelt werden. Wenn ein findiger Anwalt wegen der Gleichbehandlung vor Gericht zieht.“

    In Deutschland existiert die Bezeichnung „Ohne Gentechnik“, EU-weit allerdings noch nicht. Nach In-Kraft-Treten des Freihandelsabkommens wird es fast unmöglich sein, Gentechnik-Kennzeichnungen EU-weit einzuführen.

    In den USA hingegen gibt es gar keine Pflicht, Gentechnik-Hinweise auf die Verpackung zu drucken. Damit das so bleibt geben Monsanto, Bayer, Pioneer und zahlreiche weitere Unternehmen ein Vermögen aus: 17 Millionen Dollar flossen alleine in eine Kampagne gegen einen Volksentscheid zur Kennzeichnungspflicht in Washington, berichtete die SZ.

    Quelle: Deutsche Wirtschafts Nachrichten.de

  2. #2
    Avatar von Struppi




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    einfach nur zum kotzen, was die da ausbrüten.....

    Hier zeigt sich wieder, dass die Politiker uns für blöd halten!!!!


    .
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    Genmais-Anbau ist in Europa nicht mehr aufzuhalten
    Heute entscheiden die EU-Staaten über die Zulassung von Genmais 1507. Berlin enthält sich, deshalb wird der Mais wohl zugelassen. Landwirtschaftsminister Friedrich sieht noch einen Ausweg.




    Zum ersten Mal seit 16 Jahren dürfte in Kürze in der Europäischen Union eine neue Sorte gentechnisch veränderter Mais zum Anbau freigegeben werden – bisher wird nur eine einzige Sorte Genmais, MON 810, für kommerzielle Zwecke angebaut. Nach Informationen der "Welt" konnten sich die EU-Mitgliedstaaten in internen Beratungen nicht auf eine qualifizierte Mehrheit gegen die Zulassung der Genmaissorte 1507 von der Firma Pioneer einigen.

    Die offizielle Abstimmung findet am Dienstag statt, Deutschland hätte dabei das Zünglein an der Waage sein und die Zulassung verhindern können – aber Berlin enthält sich bei der Abstimmung, weil die Koalition in dieser Frage gespalten ist.

    Gegen eine Zulassung sind das SPD-geführte Wirtschaftsministerium und das CSU-geführte Landwirtschaftsressort, das dafür auch eine breite Ablehnung unter Verbrauchern und Bauern anführt. Andererseits ist das CDU-geführte Forschungsministerium für eine Zulassung und verweist auf Stellungnahmen der europäischen Lebensmittelbehörde, die 1507 als unbedenklich einstufte.

    Friedrich will Regionalklauseln

    Landwirtschaftsminister Hans-Peter Friedrich (CSU) will dafür kämpfen, dass der neue Mais de facto nicht angebaut werden muss – über Regionalklauseln, die einen Ausstieg aus einer generellen EU-Zulassung ermöglichen. "Mein Ziel ist, dass jedes Bundesland entscheiden kann, ob es den Anbau zulässt oder nicht."


    Nach Ablauf der gesetzlichen Frist, die am 12. Februar endet, muss der zuständige EU-Gesundheitskommissar Tonio Borg die neue Genmaissorte nun zulassen, weil die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (Efsa) zuvor in insgesamt sechs Stellungsnahmen keine wissenschaftlich begründeten Einwände dagegen erhoben hatte. Der Gesundheitskommissar hat in dieser Frage keine Wahl. Wann die Zulassung dann kommt, ist noch unklar. Borg will die Zulassung offenbar noch etwas hinauszögern.

    Entscheidung aus kulturellen Gründen

    Sein Ziel: Die Mitgliedsländer sollen endlich über eine Verordnung vom Juli 2010 abstimmen, in der die EU-Kommission jedem Mitgliedsland die Freiheit einräumen will, sich trotz EU-Zulassung etwa aus sozioökonomischen oder kulturellen Gründen gegen den Anbau von Genmais zu entscheiden.

    Sollte es zu der von Borg geforderten Abstimmung kommen, könnte sich jedes Land auf einer rechtssicheren Grundlage gegen den Anbau des hoch umstrittenen Mais 1507 entscheiden. Auch in diesem Fall wäre Deutschland das Zünglein an der Waage: Berlin enthält sich bisher, ebenso wie Großbritannien und Frankreich. Würde eines der drei Länder seine Blockade gegen mehr Entscheidungsrechte jedes einzelnen Landes aufgeben, so wäre die Verordnung der Kommission angenommen. Aber die Bundesregierung sperrt sich, weil sie in dieser Frage keine einheitliche Meinung hat.

    Anbau des Vorgängers nicht erlaubt

    Die deutsche Blockade ist umso merkwürdiger, weil der Anbau von MON 810 in Deutschland nicht erlaubt ist – ebenso wenig wie in Österreich, Bulgarien, Griechenland, Ungarn, Italien, Luxemburg und Polen. Die Verbote in diesen Ländern stehen rechtlich aber auf wackeligen Füßen. Frankreich musste beispielsweise wegen einer Gerichtsentscheidung sein Anbauverbot zurücknehmen. Um diese rechtlichen Unsicherheiten auszuräumen, hatte die EU-Kommission 2010 ihren Vorschlag präsentiert.

    Die neue Maissorte 1507 ist gegen das Unkrautvernichtungsmittel Glufosinat resistent. Außerdem produziert der Mais ein Insektengift, um sich vor dem Schädling Maiszünsler zu schützen, der auch deutschen Bauern zu schaffen macht.

    Kritiker monieren, dass das selbst produzierte Insektengift der neuen Maissorte nicht nur Maiszünsler, sondern auch Wild- und Honigbienen angreife. Greenpeace erklärte, grundlegende Daten für eine Risikoauswertung von Mais 1507 fehlten. Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) ergänzt, dass der Mais so viel Insektengift produziere, dass zum Beispiel Schmetterlinge gefährdet würden.
    Quelle
    Geändert von delle59 (14.01.15 um 09:50 Uhr)
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    Erinnert mich an die Hühner mit Tofugeschmack. Aufzuhalten ists nicht
    Der Postillon: Gentechniker züchten Hühner mit Tofugeschmack, um Vegetariermarkt zu erobern

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    AW: EU-Staaten können Anbau von Genpflanzen verbieten

    Freie Hand für Gentechnik in Europa

    Das EU-Parlament hat ein Gesetz verabschiedet, das Anbauverbote für gentechnisch veränderte Pflanzen den Mitgliedstaaten überlässt. Die Bundesregierung will dem Anbau in Deutschland aber keine Chance geben.


    Foto: Patrick Pleul/pa/dpa

    Am Ende einer jahrelangen Auseinandersetzung ist der Kompromiss mit riesiger Mehrheit akzeptiert worden: Das Europaparlament verabschiedete gestern in Straßburg mit 480 Ja- gegen 159 Nein-Stimmen neue Regeln zum Anbau genveränderter Organismen in der Europäischen Union, die bis spätestens April in Kraft treten werden. Sie bieten den Mitgliedstaaten künftig mehr Rechtssicherheit, wenn sie etwa Genmais auf ihrem Territorium verbieten wollen. Das dürfte auch auf Deutschland zutreffen.

    Bisher ist die Lage verfahren: Nur eine Genpflanzensorte wurde bisher europaweit zum kommerziellen Anbau zugelassen, die Mais-Sorte "Mon 810" des US-Konzerns Monsanto. In fünf EU-Staaten wird sie angebaut; neun Staaten, darunter auch Deutschland, zogen daraufhin eine Schutzklausel, die allerdings nur zeitlich begrenzt gilt und von Monsanto vor dem Europäischen Gerichtshof angefochten wurde. "Mit der jetzigen Rechtslage haben die Mitgliedstaaten überhaupt keine Möglichkeit, den Anbau von Genpflanzen zu verbieten", sagte der CDU-Europaabgeordnete Peter Liese gestern in der Debatte.

    Aufgelöst wurde die rund vierjährige Blockade nach einer politischen Blamage im vergangenen Februar: Nachdem die EU-Lebensmittelbehörde in Parma keine wissenschaftlichen Bedenken gegen die Genmaissorte "Pioneer 1507" gefunden hatte, war die EU-Kommission gerichtlich dazu gezwungen worden, den Mitgliedstaaten die Zulassung vorzuschlagen, welche diese wiederum nur mit einer Dreiviertelmehrheit hätten verhindern können. Am Ende reichten dafür die Stimmen von 19 von 28 Mitgliedstaaten nicht, es fehlte unter anderem jene der Bundesregierung. Und das, obwohl einer Umfrage des Bundesamtes für Naturschutz zufolge 84 Prozent der Bürger hierzulande den Anbau gentechnisch veränderter Organismen ablehnen.

    Mit der neuen Entscheidung bieten sich nun zwei Möglichkeiten, nationale Anbauverbote auszusprechen. Regierungen können etwa die Hersteller bitten, ein Land schon im Zulassungsantrag auszunehmen, müssen das aber nicht tun. Hier setzte sich das EU-Parlament in den Verhandlungen gegenüber den Plänen des Ministerrats durch, da es krumme Geschäfte im Vorfeld oder starken Lobbyeinfluss befürchtet hatte.

    Die Regierungen dürfen in Zukunft vielmehr direkt Anbauverbote aussprechen - und dies auch nicht nur, wenn sie wie bisher neue Forschungserkenntnisse aus dem Hut zaubern können. Es reichen schon "sozio-ökonomische Gründe" oder ein Verweis auf die "öffentliche Ordnung" - eine etwas umständliche Umschreibung für den Widerstand in der Bevölkerung.


    "Damit steht auch in Deutschland einer gentechnikfreien Landwirtschaft europarechtlich nichts mehr im Weg", sagte die SPD-Abgeordnete Susanne Melior nach der Abstimmung. Denn der Druck auf die Bundesregierung, entsprechend zu handeln, wird bereits aus dem Bundestag und den Bundesländern vorgetragen. Melior räumte jedoch ein, ihr wäre ein europaweites Anbauverbot "viel lieber gewesen". Denn nun drohe bei den Anbauregeln "ein Flickenteppich in Europa".

    Damit sich gerade entlang grüner Grenzen keine naturbelassenen mit gentechnisch veränderten Pflanzen kreuzen, müssen alle Mitgliedstaaten Mindestabstände zu Gensorten definieren, wie es sie in Deutschland bereits gibt: 150 Meter zu einem Feld mit konventioneller Landwirtschaft, 300 Meter zu Ökolandbauflächen. Um eine Vermischung zu verhindern, darf nach einer Bepflanzung etwa mit Genmais im Folgejahr kein "normaler" Mais angepflanzt werden - nur zwischen Kartoffeln, Rüben oder anderen Pflanzen würde man nämlich sehen, wenn noch vorhandene Genmais-Samen aufgehen. Die belgische Abgeordnete der Liberalen, Frédérique Ries, ist die Verhandlungsführerin des Parlaments. Sie wertete diese Einschränkung ebenfalls als Erfolg. Doch selbst Gentechnik-Befürwortern ist klar, dass eine Vermengung in einem gemeinsamen Markt mit länderübergreifenden Transportwegen und Kundschaften nicht vollständig verhindert werden kann. Auch in Deutschland könnte es also dazu kommen, dass in Lebensmitteln Spuren gentechnisch veränderter Pflanzen auftauchen - zumal bei heute globalen Warenströmen kaum die gesamte Produktionskette von der Herstellung des Futtermittels bis zum fertigen Lebensmittel überwacht werden kann. Am Ende war in Straßburg aber ein EU-weites Verbot gentechnischer Pflanzen nicht durchsetzbar.

    Der Grüne Martin Häusling bezeichnete das neue Gesetz daher als "Trojanisches Pferd", weil es seiner Ansicht nach zu mehr Zulassungen von Gentechnik führen wird. "Die Mitgliedstaaten werden zustimmen im Glauben, dass sie es ja daheim verbieten können, und der Druck auf die EU-Kommission wird nachlassen." Er forderte daher für die von der Kommission bereits angekündigte Reform des Zulassungsverfahrens eine Verschärfung "auf Basis unabhängiger Gutachten".

    Das Bundesumweltministerium unter der Führung von Ministerin Barbara Hendricks (SPD) plant nun, Deutschland gentechnikfrei zu halten. Wichtig sei eine politische Vereinbarung, dass die sogenannte Ausschlussklausel generell in Deutschland gelte, betonte Umwelt-Staatssekretär Jochen Flasbarth gestern in Berlin. In Brüssel liegen unterdessen schon mehrere Anträge der Industrie zum kommerziellen Anbau weiterer Genpflanzen vor. Denkbar wäre auch, dass nun Hauptanbauländer gentechnisch veränderter Pflanzen wie die USA oder Kanada ein Verfahren bei der Welthandelsorganisation WTO gegen die EU einreichen. Ein solches Verfahren hatte es bereits 2003 gegeben, 2006 gab das WTO-Schiedsgericht in dem Fall den Klägern Recht.
    rp-online.de

    Hendricks spricht sich für Komplettverbot grüner Gentechnik aus
    China will „Genmais“ aus den USA zulassen
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  6. Bedankos Rungor, salviner01, Struppi bedankte(n) sich für diesen Post
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    AW: EU-Staaten können Anbau von Genpflanzen verbieten

    Und was bringt das, wenn es aus dem Ausland - ganz egal ob von jetzt von der USA, China oder einem EU-"Nachbarland" kommt? Deklariert wird es ja dann eh nicht und wenn doch, wie willst du das bei JEDER Lieferung feststellen? TTIP sorgt dann noch dafür, dass das alles zusätzlich aufgeweicht wird....

    Also alles in allem eine Kombi, die Schottig ist, für uns. Mal sehen wie lange es dauert, bis uns Blätter statt Haare auf dem Kopf wachsen... /Sarkasmus off

    Gruß,

    Struppi
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  8. Bedankos Rungor, delle59, salviner01 bedankte(n) sich für diesen Post
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    AW: Gentechnik - EU genehmigt Einfuhr von 19 genveränderten Pflanzen


    Die EU-Kommission hat die Einfuhr von 19 gentechnisch veränderten Pflanzen und
    Früchten nach Europa erlaubt.(Foto: dpa)


    Grünes Licht für 19 genmanipulierte Pflanzen

    Europas Bürger haben wenig Appetit auf Genpflanzen. Die EU-Kommission hat nichtsdestotrotz die Einfuhr von 19 genveränderten Pflanzensorten erlaubt. Gleichzeitig will Brüssel nationale Importverbote erleichtern.

    Die EU-Kommission hat Einfuhr und Verkauf von weiteren 19 gentechnisch veränderten Pflanzen und Früchten von Herstellern aus den USA und Deutschland genehmigt. Es geht um Mais, Sojabohnen, Raps und Baumwolle zur Verwendung in Lebens- und Futtermitteln sowie um zwei Nelkensorten. Zehn davon wurden neu zugelassen, für den Rest wurden geltende Genehmigungen erneuert.

    Keine Mehrheiten dafür oder dagegen

    Die Zulassungsbeschlüsse insbesondere bei Soja- und Baumwollsorten gelten für zehn Jahre, erlauben aber nicht den Anbau in Europa, wie die EU-Kommission mitteilte. Die Pflanzen stammen von den US-Konzernen Monsanto und Du Pont sowie von den deutschen Firmen Bayer und BASF.



    Gentechnisch veränderte Rapspflanzen dürfen in Lebens- und Futtermitteln verwendet werden

    Die für den europäischen Markt zugelassenen Gen-Pflanzen hätten "ein vollständiges Zulassungsverfahren durchlaufen", erklärte die Kommission. Sie gälten als "sicher". Bei der Abstimmung in den Gremien der Mitgliedstaaten habe es "weder für noch gegen die Zulassung eine qualifizierte Mehrheit" gegeben. Bisher waren laut Kommission in der EU 58 genveränderte Pflanzen- und Futtermittel zugelassen, darunter insbesondere Mais, Baumwolle, Sojabohnen, Ölraps und Zuckerrüben.

    Vorschlag aus Brüssel

    Die Umweltschutzorganisation Greenpeace kritisierte die Zulassung weiterer Sorten. EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker habe "keine Absicht, die EU den Bürgern näher zu bringen, stattdessen bewegt er sich auf die USA und Monsanto zu", erklärte die EU-Nahrungsmittelexpertin der Organisation, Franziska Achterberg, in Brüssel. Der belgische Grünen-Europaabgeordnete Bart Staes nannte die Entscheidung zynisch. "Die europäischen Bürger wollen keine genetisch veränderten Organismen. Die Kommission muss aufhören, diese Tatsache zu ignorieren."

    Die EU-Kommission hatte diese Woche angekündigt, die Regeln für Gen-Pflanzen zu ändern und ähnlich wie beim Anbau die Möglichkeit nationaler Verbote bei EU-weit zugelassenen Sorten zu erlassen. Die Grünen kritisierten aber unter anderem, nach dem bisherigen Entwurf sei ein nationales Verbot nur sehr schwer rechtssicher zu formulieren. Der Vorschlag geht jetzt an den EU-Ministerrat und das Europaparlament, die ihn ändern und verabschieden oder ablehnen können.
    dw.de

    Massive Kritik an Brüsseler Plänen zu Gen-Nahrung

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  10. Bedankos eddy-dien8, Struppi bedankte(n) sich für diesen Post
  11. #8
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    AW: Gentechnik - EU genehmigt Einfuhr von 19 genveränderten Pflanzen

    Ich bin gegen gentechnisch veränderte Pflanzen. Warum?
    1. Warum werden Nutzpflanzen gentechnisch verändert? Weil man sie mittlerweile nicht mehr primär auf höheren Ertrag "züchtet", sondern eher auf höhere Resistenzen gegen Pesti-/Herbiziide. So können die gleichen Unternehmen, die dieses Saatgut verkaufen, auch noch mehr Gift verkaufen. Die Folge sind noch mehr Monokulturen - bis die Natur zurück schlägt und ebenfalls resistente 'Unkräuter' hervorbringt ==> Noch mehr (u.a. noch gefährlicheres) Gift in noch höheren Dosen....
      https://youtu.be/rsLYEcDhN88
      https://youtu.be/8t_d9hwzUMk
    2. Auch bei uns zeigt das schon Wirkung: Getreide wurde immer resistenter gezüchtet. Dies hat zur Folge, dass die sogenannten Gluten mehr und aggressiver werden und jeder weiß, dass die Glutenunverträglichkeit in der Bevölkerung zunimmt....

    LG,

    Struppi
    Geändert von Struppi (28.04.15 um 16:39 Uhr)
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  12. Bedankos delle59, eddy-dien8 bedankte(n) sich für diesen Post
  13. #9
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    AW: Gentechnik - EU genehmigt Einfuhr von 19 genveränderten Pflanzen

    Zukunft ist heute

    In den Biolaboren dieser Welt passieren die seltsamsten Dinge. Schweine werden humanisiert, Fische zum Leuchten gebracht. Es scheint fast so, als ob wir das Leben beliebig formen können. Was ist Science-Fiction, was ist Realität?


    Im Roman sind die Organschweine allgegenwärtig. Menschliches Hirngewebe macht sie schlau, aber auch gefährlich.


    Jimmy war ein ganz normaler Junge. Vielleicht nicht der Begabteste. Was seinem Vater aber egal war. Der interessierte sich nur für seine Organschweine, die er im Auftrag eines Pharmakonzerns gezüchtet hatte. Sie bekamen menschliches Gewebe eingepflanzt, daraus wuchsen Organe, die bei einer Transplantation nicht abgestoßen wurden. Das war billiger, als sich klonen zu lassen.
    Jimmy besuchte die Organschweine gern, auch wenn sie ihm etwas unheimlich waren. „Fall nicht rein“, sagte sein Vater. „Die fressen dich in einer Minute auf.“ „Tun sie nicht“, sagte Jimmy.

    (aus „Oryx und Crake“ von Margaret Atwood)

    Schweine sind Allesfresser. Im Zweifelsfall Kannibalen. Aber zerfleischen sie einen Menschen bei lebendigem Leib? In blutrünstigen Thrillern kommt das vor. Hannibal Lecter beispielsweise, der anerkannt grausamste Psychopath der Filmgeschichte, wird in einer der Episoden Wildschweinen vorgeworfen, die aus einer Kreuzung afrikanischer Riesenwaldschweine mit dem europäischen Sus scrofa und zwei weiteren, besonders aggressiven Schweinerassen hervorgegangen sind; er entkommt, weil sie spüren, dass er noch gefährlicher ist als sie selbst. Jimmys Organschweine wiederum entstammen der Phantasie der kanadischen Autorin Margaret Atwood, die eine Science-Fiction-Trilogie über die genetische Zukunft des Planeten geschrieben hat. Eine Utopie will sie darin allerdings nicht sehen. Sie sagt, sie habe nur über Dinge spekuliert, die bereits real sind. Oder mindestens geplant.

    Es lohnt sich, dieser Behauptung nachzugehen. Denn in den Köpfen vieler Menschen ist die Biomedizin längst im Morgen angelangt. Gentherapie, Nachwuchs nach Maß, Mäuse, die sprechen lernen - alles scheint machbar. Die Fähigkeit, Visionen von Fakten zu trennen, ist im Zeitalter der Blogs und der Verschwörungstheorien nicht besonders ausgeprägt. „Extrem glaubwürdig“ urteilen Kunden bei Amazon über Atwoods Romane. „Solide recherchiert wie eine Doktorarbeit“, hieß es im Deutschlandfunk. Sie eignen sich also bestens als Folie, um zu überprüfen, was ist und was kommen könnte.

    Wie sieht das zum Beispiel mit den Organschweinen aus? Reines Wunschdenken sind sie nicht. An der Übertragung von tierischem Gewebe auf den Menschen wird seit langem gearbeitet. Die erste offiziell dokumentierte Bluttransfusion, und zwar von einem Lamm auf einen 15-Jährigen, führte der französische Leibarzt Jean-Baptiste Denis im Juni 1667 in Paris durch. Der Junge überlebte die Prozedur, zwei andere Patienten nicht. Obwohl immer wieder Todesfälle auftraten, wurde das Verfahren bis ins zwanzigste Jahrhundert hinein da und dort praktiziert, bis sich die Erkenntnis durchsetzte, dass die Abstoßungsreaktionen des menschlichen Körpers nicht beherrschbar waren. Doch in jüngerer Zeit ist wieder die Rede von Schweineblut, das humanes Blut ersetzen könnte; seit der Jahrtausendwende sind dazu an die hundert wissenschaftliche Artikel erschienen.

    Verpflanzungen der Augenhornhaut von Schafen, Hunden und sogar von Fischen auf den Menschen sind seit Mitte des 19. Jahrhunderts vorgenommen worden. Die Resultate waren wenig überzeugend. Forscher am Thomas E. Starzl Transplantation Institute in Pittsburgh glauben allerdings, dass es mittlerweile allen Grund zu Optimismus gibt: „Die korneale Xenotransplantation wird in wenigen Jahren klinische Realität sein“, schrieben sie 2011 in einem Übersichtsartikel.

    Quelle






  14. Bedankos delle59, Spammer_007, :Tas:, Struppi bedankte(n) sich für diesen Post
  15. #10
    Böse_Meise
    Avatar von Spammer_007



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    AW: Gentechnik - EU genehmigt Einfuhr von 19 genveränderten Pflanzen

    In Der Gentechnik Steckt Meiner Meinung Nix Gutes Wenn Das So Kommt Dann Sehen Die Meisten In 25 Jahren So Aus


    Und So Darf Es Einfach Ned Werden GIbt Ja jetzt Schon Genug Ungesundes Essen Wenn Die Dann Auch Noch Herum Doktoren Dürfen Wie Sie Wollen Dann Haben Wir bald ein echtes Problem
    Wenn nach Passwörtern Gefragt Wird Dann 404 Spammer_007 oder darklight.to


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