Bedanken Bedanken:  0
Ergebnis 1 bis 2 von 2
  1. #1
    Awards:
    Posting Award
    Avatar von delle59




    Registriert seit
    Apr 2012
    Ort
    NRW
    Beiträge
    6.108
    Points
    6.782
    Level
    54
    Level completed: 16%, Points required for next Level: 168
    Overall activity: 51,0%
    Achievements:
    SocialRecommendation Second Class7 days registered5000 Experience PointsOverdrive

    Deutschland flirtet mit der Diktatur: Polizei-Staat soll Gesinnung überwachen

    Viel ... aber gut, also lesen :bear:

    Deutschland flirtet mit der Diktatur: Polizei-Staat soll Gesinnung überwachen
    Ein neuer Entwurf der CDU-CSU zeigt: Die Bundesregierung will die Umwandlung des Rechts-Systems vorantreiben. Als Grundlage einer umfassenden Überwachung der Bürger soll eine Verdachts-Gesellschaft stehen. Die Türen werden geöffnet für eine Gesinnungs-Justiz, in der das Recht auf freie Rede begraben wird. Deutschland flirtet mit der Diktatur.

    Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) hat zu den Koalitionsverhandlungen ein Papier vorgelegt, in dem weitreichende Beschneidungen der Bürgerrechte vorgesehen sind. Wegen seiner grundsätzlichen Bedeutung kann davon ausgegangen werden, dass Friedrich dieses Papier nicht im stillen Kämmerlein verfasst hat, sondern dass wesentliche Grundzüge mit Bundeskanzlerin Angela Merkel abgestimmt wurden (das Papier hier im Wortlaut).

    Denn dieses Papier stellt eine ganz deutliche Verschiebung des deutschen Rechts-Systems von einem Tatbestands-bezogenen Strafrecht zu einem auf Prävention abstellenden Gesinnungs-Strafrecht dar.

    Bisher galt in Deutschland wie in allen anderen rechtsstaatlichen Demokratien der Grundsatz: Ein Täter wird für eine Tat bestraft, die er begangen hat.

    Das neue, vom Anti-Terror-Kampf getriebene Rechts-System will etwas anderes: Die Gesellschaft bestraft nicht den Täter, sondern denjenigen, von dem sie befürchtet, dass er eine Tat verüben könnte.

    In der Schweiz hat neulich ein Fall für Aufsehen gesorgt, bei dem ein Jugendlicher drei Wochen lang im Gefängnis sass, weil er auf Facebook eine Frust-Ankündigung losgelassen hatte, die sein Lehrer als mögliche Ankündigung eines Amok-Laufs interpretiert hatte. Der Jugendliche wurde verurteilt, weil der der Gesellschaft einen Schrecken eingejagt hatte. Schweizer Juristen halten diese Entwicklung für sehr problematisch.

    Die Autorin dieser sehr lesenswerten Geschichte im Magazin des Tagesanzeigers fasst das Kernproblem zusammen:

    „Ich bin mit dem Strafrechtsprofessor, den ich in meinem Text zitiere, einig: Wir leben in einem Zeitalter des Präventionismus. Wir versuchen sämtliche Gefahren auszuschalten, bevor etwas passiert. Egal, ob dies die Freiheitsrechte des Einzelnen einschränkt. Das ist auch darum gefährlich, weil uns dadurch eine Sicherheit suggeriert wird, die es in Wahrheit schlicht nicht gibt. Klar, dass dadurch auch die betroffenen Beamten unter immer grösseren Druck geraten: Niemand will für etwas verantwortlich sein, das man vielleicht hätte verhindern können. In diesem Sinne neigt man vielleicht schon zur Hysterie.“
    Das neue Überwachungs-Papier der Union sieht zunächst eine umfassende Überwachung aller Bürger im Internet vor. Die meisten Eingriffe in die Privatsphäre entsprechen jenen, wie sie die US-Geheimdienste seit Jahren praktizieren. In einigen Punkten – etwa der Überwachung der Internet-Knotenpunkte – sind die deutschen Vorschläge sogar noch weiter reichend als die Praxis der Amerikaner.

    Viel wichtiger als die Überwachung ist jedoch die Neu-Ordnung rechtsstaatlicher Grundsätze. Und hier bietet das Papier Anhaltspunkte für genau jene tektonischen Verschiebungen, wie wir sie bei der Verdachts- und Polizei-Gesetzgebung in den USA und in Großbritannien beobachtet haben. So wird es bei den Briten ab 2014 eine neue Art der Internet-Filter geben, bei denen sich die Bürger quasi outen müssen, ob sie pornografische oder esoterische Websites freigeschaltet haben möchten: Dieser Ansatz ist in der Regel die Geburtsstunde einer vollumfänglichen, staatlichen Zensur (mehr zu dieser Geisterhand hier).

    Diese Tendenz ist der Geist, den Merkels Überwachung-Papier atmet. Es macht schwammige Begriffe zu Normen, innerhalb derer dann der Willkür keine Grenzen mehr gesetzt sind.

    So soll die Überwachung gegen Terroristen, Rechtsextremisten und Antisemiten verstärkt werden:

    „Extremismusprävention und die Bekämpfung von Rassismus, Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit werden als dauerhafte innenpolitische Kernaufgabe definiert und umgesetzt.“

    Alle drei Begriffe sind nicht rechtsfest, sondern unterliegen letzten Endes politischen Wertungen.

    Fremdenfeindlichkeit ist eine böse Sache, gegen die die Zivilgesellschaft mit Null Toleranz vorgehen muss. Doch das Strafrecht kann erst greifen, wenn es zu Straftaten kommt, die fremdenfeindlich motiviert sind.

    Alles andere ist nicht messbar: Sonst könnte der Fall eintreten, dass Ostfriesen-Witze und Spott über österreichische Fußballer als Straftaten der Fremdenfeindlichkeit eine massive Welle der Überwachung rechtfertigen – und die Täter am Ende hinter Schloss und Riegel bringen.

    Das Papier beschäftigt sich des weiteren mit der Frage, wie man gegen gewaltbereite Gruppen vorgehen könne.

    Auch der Begriff des Gewaltbereitschaft ist juristisch äußerst problematisch. Denn er stellt nicht auf eine begangene Straftat ab, sondern auf ein mögliches zukünftiges Verhalten. Wo beginnt die Bereitschaft zur Gewalt, wo endet sie? Ist Gewalt-Bereitschaft schon identisch mit Gewalt? Ist Gewalttäter jemand, der auf einem Blog zornig schreibt: „Die ganze Berliner Politik ist zum Aus-der-Haut-Fahren?“

    Wie in den USA wollen Merkel und Friedrich damit das Rechts-System von einem Straf-System zu einem Präventiv-System verändern. Dies bedeutet auch, dass die Rede- und Meinungsfreiheit drastisch eingeschränkt würde.

    Der Friedrich-Entwurf möchte auch die Kompetenzen der Polizei erweitern: In dem Papier wird bedauert, dass Verdächtige heute nur der Ladung von Gerichten und Staatsanwälten Folge leisten müssen. Die CDU/CSU-Regierung will, dass künftig auch das Erscheinen vor polizeilichen Ermittlungsbehörden verpflichtend wird und daher auch erzwungen werden kann.

    Das Papier:

    Mit einer Erscheinenspflicht bei der Polizei könnten Ermittlungsverfahren effizienter geführt und die Aussagebereitschaft gefördert werden. Eine frühzeitige Vernehmung von wichtigen Zeugen kann für den Ermittlungserfolg entscheidend sein.
    Auch die Definition einer kriminellen Gruppe soll erweitert werden. Das Papier dazu:

    "Art. 1 des Rahmenbeschlusses definiert die Begriffe der „kriminellen Vereinigung“ sowie des „organisierten Zusammenschlusses“. Danach ist die Unterordnung der einzelnen Mitglieder unter einen gemeinsamen Gruppenwillen für das Vorliegen einer „kriminellen Vereinigung“ nicht erforderlich.

    Auch der Rahmenbeschluss der Europäischen Union zur Terrorismusbekämpfung sieht für die Bildung einer „terroristischen Vereinigung“ nicht vor, dass ein Gesamt oder Gruppenwille gebildet werden muss. Nach der Rechtsprechung des BGH ist allerdings bislang sowohl für die Bildung einer „kriminellen“ als auch der „terroristischen Vereinigung“ die Bildung eines Gemeinschaftswillens erforderlich und er hat eine europarechtskonforme Auslegung der §§ 129 und 129a StGB abgelehnt."
    Der Entwurf der Union sieht vor, das Strafgesetz dahingehend zu ändern, dass die vom BGH abgelehnte, deutsche Regelung nun dahingehend geändert wird, dass das schwammige EU-Recht in Deutschland geltendes Recht werden kann.

    Für die Regierung Merkel ist das Internet der ideale Anknüpfungspunkt, um den bösen Absichten der Bürger auf die Schliche zu kommen:

    „Auf diese Weise entziehen sich Zielpersonen der klassischen anschlussbezogenen Telekommunikationsüberwachung (TKU?). Weiterhin liegen zahlreiche der häufig genutzten Internet-Dienstleister, wie z. B. E-Mail- oder Speicherplatz-Anbieter, im Ausland und damit jenseits des deutschen Rechtsregimes. Der sicherheitsbehördliche Zugriff auf diese Kommunikation zum Zwecke der Aufklärung bzw. Beweiserhebung ist damit nur auf dem langwierigen Weg der Rechtshilfe möglich (sofern vorhanden) und von der Kooperationsbereitschaft der örtlichen Behörden und Dienstanbieter abhängig.

    Es soll daher die Möglichkeit geschaffen werden, die bestehenden Befugnisse zur TKU? sowie zur Erhebung von aktuell anfallenden Verkehrsdaten nach der StPO, den Polizeigesetzen sowie dem G10 auch durch Ausleitung an den Netzknoten ausüben zu können.“
    Über diese Internet-Knoten wird ein Großteil des deutschen Internet-Verkehrs geleitet. Zwar darf der BND schon heute auf den größten Internetknoten in Frankfurt zugreifen. Doch bisher sind seine Zugriffsmöglichkeiten begrenzt. Nun soll die gesamte Kommunikation über die Internetknoten abgehört werden.

    Friedrich fordert zudem die Einführung einer Mindestspeicherfrist für Verbindungsdaten. Er kritisiert ausdrücklich das Vorgehen vieler Unternehmen: „Aufgrund der aktuellen Abrechnungsmodelle (Flatrates) speichern Telekommunikationsanbieter allerdings Verkehrsdaten kaum noch oder nur mit äußerst kurzen Fristen.“

    Der Zugriff auf die Daten sei unerlässlich für die Strafverfolgung und die Gefahrenabwehr, so das Merkel-Papier. Man müsse daher eine Regelung finden, die entsprechend der EU-Richtlinien Speicherfristen von sechs Monaten bis zwei Jahren ermöglicht. Zuletzt hatte das Bundesverfassungsgericht einen Vorstoß von Schwarz-Gelb zur Vorratsdatenspeicherung gekippt.

    Genau hier wird deutlich, warum dieser Vorstoß der Bundesregierung so gefährlich ist: Angela Merkel und Sigmar Gabriel verfügen im Deutschen Bundestag über die Zweidrittel-Mehrheit. Mit dieser können sie die Verfassung ändern.

    Deutschland hat als Polizei-Staat die bisher finstersten Kapitel der europäischen Geschichte geschrieben. Wir erinnern uns an den Film „Das Leben der Anderen“, mit Ulrich Mühe, der uns vor Augen geführt hat, wie behaglich und wie mörderisch eine Gesellschaft ist, in der die Spitzel die Realität schaffen oder verdrehen.

    Die Amerikaner waren so begeistert von dem Film, dass sie ihn mit einem Oscar prämiert haben.

    Sie dachten, das sei ein historischer Film.

    Doch Hollywood hat sich geirrt.

    Noch sind die alten Gespenster nicht in all ihrer Perfidie zurückgekehrt.

    Doch sie steigen aus den Geschichtsbüchern.

    Wir sehen die Konturen der Gespenster an den Wänden.

    Ihre Schatten schlingen sich um die Netzknoten in Frankfurt, sie legen sich über die WLANs in den Wohnungen, sie werfen ihre Schatten über die Internet-Cafés in Berlin, Hamburg und München.

    Ihre kalte, technokratische Sprache verrät sie, macht uns klar, dass sie kommen.

    Es ist der Ungeist der Diktatur, der uns anweht.

    Deutschland steht vor einer Regierungs-Periode, in der es im Bundestag keine ausreichend große Opposition gibt.

    Merkel und Gabriel haben die Lizenz zur absoluten Macht.

    Wo absolute Macht herrscht, ist absoluter Missbrauch möglich.
    Quelle


    Überwachungsstaat
    Die geheuchelte Empörung der Bundesregierung: Meinungen dazu:

    Hans-Peter Friedrich (CSU), Bundesinnenminister (30. Oktober 2013):

    „Also das Thema Datenschutz, Datensicherheit wird natürlich ein wichtiger Punkt sein. Natürlich, die Konsequenzen aus der NSA-Geschichte, die wir da jetzt erleben, die Frage, wie können wir sicherstellen, dass der Zugriff von fremden Nachrichtendiensten auf die Daten europäischer Bürger verhindert werden kann?“

    Doch wie viel ist dem Minister der Datenschutz wert, wenn es um die eigenen Sicherheitsbehörden geht? MONITOR liegt der vertrauliche Forderungskatalog aus dem Bundesinnenministerium vor, eigens für die Koalitionsverhandlungen verfasst. In dem 30-seitigen Papier ist allerdings an keiner Stelle von mehr Datenschutz die Rede. Im Gegenteil, gefordert wird mehr Videoüberwachung an öffentlichen Plätzen, enthalten ist ein neuer Vorstoß zur Vorratsspeicherung von Daten und - besonders pikant - die Telekommunikationsüberwachung an deutschen Internetknoten soll ausgebaut werden.


    Gerhart Baum (FDP), Bundesinnenminister a. D.:

    „Das Papier ist insgesamt doch erschreckend, weil es auf die heutige Situation überhaupt nicht eingeht. Man kann doch nicht einfach so weitermachen, man muss doch jetzt erst mal sich mit der Situation, die durch das Ausspähen von außen entstanden ist, auseinandersetzen. Das geschieht überhaupt nicht und es ist immer nur von Verschärfungen die Rede.“

    Wenn es nach dem Forderungskatalog des Innenministeriums geht, wäre es künftig möglich, die Internetkommunikation einer Person lückenlos zu überwachen. Egal ob Smartphone, W-LAN oder Internetcafé. Das geht am besten an so genannten Internetknoten, einer der weltgrößten ist in Frankfurt bei der Firma DE-CIX. Schon jetzt darf der BND an solchen Internetknoten für die Auslandsüberwachung bestimmte Daten filtern, E-Mails, Anrufe, Faxe, auf bestimmte Wörter hin durchsuchen. Doch bislang wird die Sammelwut der Dienste eng begrenzt. Die jetzt geforderten Maßnahmen gingen viel weiter, sagen Experten.

    „Ich halte das eigentlich für instinktlos, das jetzt so ohne Weiteres zu machen. Also an Methoden doch irgendwo sich anzuschließen, die gerade heftig, zu recht heftig kritisiert werden.“

    Statt auf Datenschutz setzt die Bundesregierung offenbar lieber auf die Interessen der Sicherheitsbehörden. Die Dienste machen Druck, weil sie Überwachungslücken jetzt technisch schließen können. Ausgerechnet der britische Geheimdienst bescheinigt dem deutschen BND sogar ein ...

    Zitat: „(...) riesiges technologisches Potenzial und einen guten Zugang zum Herzen des Internet.“

    Und die Briten helfen den Deutschen offenbar auch, lästige deutsche Gesetze zu umgehen, heißt es zumindest in dem internen Geheimdienstvermerk.

    Zitat: „Wir haben dem BND geholfen, Argumente für eine Reform oder Neuinterpretation der sehr restriktiven Überwachungsgesetze in Deutschland zu finden.“

    70 Prozent der Deutschen interessiert eine Massenüberwachung ihrer Daten laut Umfragen nicht. Man habe ja nichts zu verbergen. Angesichts von Millionen Daten und zigtausend Suchbegriffen, mit denen Dienste das Netz durchforsten. Ein fataler Irrtum, meint der britische Geheimdienstexperte Richard Aldrich.


    Thilo Weichert, Landesdatenschutzbeauftragter Schleswig-Holstein:

    „Mich hat es sehr gewundert, dass also die neuesten Erkenntnisse von Herrn Snowden, eben dass es auch die Kabel- und Netzknoten im Internetverkehr, dass die überwacht werden, jetzt sofort die Phantasie des Innenministeriums bedient hat. Eben jetzt auch die Netzknoten verstärkt zu überwachen. Was da dahinter steckt ist eben Massenüberwachung. Dass also nicht gezielt einzelne Kommunikationen rausgesucht werden, sondern im Prinzip wirklich die gesamte Kommunikation eines Netzknotens überwacht werden soll. Das ist NSA pur.“

    Massenhafte Überwachung des Internets? Wer kontrolliert dann die Sicherheitsbehörden? Ulrich Maurer ist Mitglied in der G-10-Kommission, einem 4-köpfigen Gremium, das Überwachungsmaßnahmen der Geheimdienste genehmigen muss. Wäre diese parlamentarische Kontrolle dann überhaupt noch möglich?


    Ulrich Maurer (Die Linke), Mitglied G-10 Kommission:

    „Wie man das dann noch kontrollieren und überwachen soll, ist mir völlig unklar, ehrlich gesagt. Ich weiß nicht, ob die die Vorstellung haben, dass dann so eine Kommission, einen sozusagen Ermächtigungsbeschluss für die Abgreifung aller Knoten zu allen Zeiten fasst. So müsste es ja dann laufen - kann man ja dann nicht mehr auf Einzelfälle beziehen - eine völlig absurde Vorstellung.“


    Prof. Richard Aldrich, Geheimdienstexperte, University of Warwick (Übersetzung MONITOR):

    „Es besteht das Risiko, dass Menschen unter Verdacht geraten, obwohl sie völlig unschuldig sind. Die stehen dann plötzlich auf einer No-Fly-Liste und dürfen nicht mehr in die USA einreisen, oder es wird ihnen eine Anstellung verweigert. So was kann Ihnen passieren, weil Geheimdienste wie jede andere Organisation auch mal Fehler machen. Und diese Fehler haben dann gravierende Folgen für die Menschen.“

    Und nicht nur das. Der Datenhunger der Dienste sei auch eine Gefahr für die Demokratie.

    „Die andere Gefahr beim massenhaften Anzapfen, bei der massenhaften Überwachung ist, dass man möglicherweise sein politisches Verhalten ändert. Nehmen wir an, Sie denken darüber nach, sich einer Protestgruppe anzuschließen, an einem Protestmarsch teilzunehmen oder eine Petition zu unterschreiben. Wenn Sie dann aber im Hinterkopf haben, dass das aufgezeichnet werden könnte, dann ändert das möglicherweise Ihr Verhalten.“

    Für Innenminister Friedrich ist das offenbar kein Thema. Auf unsere Nachfragen bekommen wir auch keine Antwort. Ohne Zweifel ist das Internet eine Herausforderung für den Datenschutz. Für den Datenschutzminister aber ist es anscheinend vor allem eine Fundgrube - für mehr Überwachung.


    Quelle

    Da steht uns wahrscheinlich noch einiges bevor in der Zukunft. :facepalm: :swear:
    Ich bin fest davon überzeugt, daß es für den Tonfilm einen Markt gibt.
    Thomas Alva Edison (1847 - 1931)
    [Regeln] News-Bereich


  2. #2
    Verteidiger des Gummibaums
    Avatar von F3

    Registriert seit
    Apr 2012
    Beiträge
    1.358
    Points
    1.600
    Level
    22
    Level completed: 50%, Points required for next Level: 100
    Overall activity: 6,0%
    Achievements:
    SocialRecommendation Second Class7 days registered1000 Experience Points
    Noch sind die alten Gespenster nicht in all ihrer Perfidie zurückgekehrt.

    Doch sie steigen aus den Geschichtsbüchern.

    Wir sehen die Konturen der Gespenster an den Wänden.

    Ihre Schatten schlingen sich um die Netzknoten in Frankfurt, sie legen sich über die WLANs in den Wohnungen, sie werfen ihre Schatten über die Internet-Cafés in Berlin, Hamburg und München.

    Ihre kalte, technokratische Sprache verrät sie, macht uns klar, dass sie kommen.

    Es ist der Ungeist der Diktatur, der uns anweht.

    Deutschland steht vor einer Regierungs-Periode, in der es im Bundestag keine ausreichend große Opposition gibt.

    Merkel und Gabriel haben die Lizenz zur absoluten Macht.

    Wo absolute Macht herrscht, ist absoluter Missbrauch möglich.
    Ist echt erstaunlich, wie wenig der Mensch lernt. Macht korumpiert - über kurz oder lang immer. Deswegen muss man die so aufteilen, dass keiner alleine etwas bestimmen kann. Sollte sowas kommen bin ich einer der ersten der seinen Kram nimmt und auswandert. Als wären DDR und 3. Reich nicht genug Beispiele gewesen um zu zeigen, was passiert, wenn alle überwacht werden. *Kopfschüttel*
    Aber noch ist ja nichts entschieden, das ist zumindest ein Grund für den ich auf jeden Fall auf die Straße gehen werde und jeder andere tun sollte! Die Leute da sollen unsere Interessen vertreten und den Bürger schützen. Sie dienen dem Volk und das Volk ist nicht das Spielzeug der Politiker. Die Politiker müssen uns fürchten, nicht wir sie!

    MFG

    F3rMaTz

Ähnliche Themen

  1. Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 12.02.14, 13:43
  2. Staat verbucht Rekord-Steuereinnahmen
    Von delle59 im Forum Wirtschaft
    Antworten: 1
    Letzter Beitrag: 03.02.14, 02:04
  3. Die Polizei, dein Freund und Cannabis-Gärtner
    Von delle59 im Forum Off Topic
    Antworten: 4
    Letzter Beitrag: 19.01.14, 03:14
  4. Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 05.12.13, 16:43
  5. Londons Müllkübel überwachen Passanten
    Von delle59 im Forum Netzwelt
    Antworten: 1
    Letzter Beitrag: 10.08.13, 15:43

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •