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    USA lassen gesamten Briefverkehr abfotografieren

    Geheimdienste
    US-Regierung scannt offenbar gesamten inländischen Briefverkehr

    Jeder in den USA versandte Briefumschlag wird abfotografiert und registriert. Laut einem Medienbericht wurde dazu 2001 ein neues Spähprogramm ins Leben gerufen.


    Die USA lassen einem Zeitungsbericht zufolge den gesamten Briefverkehr innerhalb des Landes registrieren. Absender und Empfänger jeder über den staatlichen Postdienst USPS verschickten Sendung werden von Computern abfotografiert, berichtet die New York Times. Die Zeitung beruft sich dabei unter anderem auf Mitarbeiter des US-Justizministeriums und auf einen ehemaligen Agenten der amerikanischen Bundespolizei FBI.

    Rund 160 Milliarden Postsendungen sollen in dem vermeintlichen Überwachungsprogramm Mail Isolation Control and Tracking (MICT) vergangenes Jahr fotografiert worden sein. Auf diesem Wege soll die US-Regierung die Briefkontakte von Millionen Amerikanern zurückverfolgen können. Wie lange die Daten gespeichert werden, geht aus dem Bericht nicht hervor. Laut der Zeitung wurde MICT im Jahr 2001 ins Leben gerufen, nachdem Briefe mit dem tödlichen Gift Anthrax an US-Politiker verschickt worden waren. Die Giftbriefe kosteten in den USA fünf Menschen das Leben.

    Ähnlich wie die Abhörmaßnahmen des US-Geheimdienstes NSA diene das MICT-Programm vor allem der Arbeit amerikanischer Strafverfolgungsbehörden, schreibt die Zeitung. Dank der gesammelten Daten sei es dem FBI gelungen, die Schauspielerin Shannon Guess Richardson wegen des mutmaßlichen Versands von Giftbriefen an Präsident Barack Obama und New Yorks Bürgermeister Michael Bloomberg aufzuspüren.

    "Es ist eine Informations-Goldgrube", wird ein ehemaliger FBI-Agent in der New York Times zitiert. Schon die Briefumschläge reichten aus, um wertvolle Hinweise für die Ermittler zu sammeln. Einen Brief tatsächlich zu öffnen, erfordert dagegen den Beschluss eines Richters.

    Quelle
    Geändert von salviner01 (27.11.14 um 14:26 Uhr)
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    Deutsche Post kooperiert mit US-Sicherheitsbehörden
    Die Deutsche Post übermittelt die Daten von bestimmten Sendungen in die USA an US-Sicherheitsbehörden. Das Unternehmen scannt auch jeden Brief in seinen Sortieranlagen, soll die Daten aber nicht weitergeben.

    Die Deutsche Post arbeitet enger mit US-Behörden zusammen, als bislang bekannt war. Derzeit finde zu Testzwecken "eine Übermittlung von Daten im Zusammenhang mit Sendungen in die USA" statt. Ziel sei es, Vereinfachungen bei der Zollabfertigung zu erreichen, erklärte das Unternehmen Welt.de. "Darüber hinaus stellen wir den amerikanischen Sicherheitsbehörden in seltenen Fällen und nur nach expliziter Aufforderung weitere Informationen über die Sendungen zur Verfügung." Betroffen seien nur Unternehmenskunden, nicht aber Briefe von Privatleuten.

    Erst vor wenigen Tagen war bekanntgeworden, dass in den USA Briefe und andere 'Snail-Mail'-Sendungen gescannt und die gewonnen Informationen von den Behörden gespeichert werden. Offenbar werden Empfänger und Adressat von jedem Briefumschlag fotografisch erfasst und so weiterverarbeitet, dass die Metadaten von der US-Regierung ausgewertet werden können.

    Das hatte für Empörung bei Kunden und Datenschützern gesorgt. Inzwischen ist allerdings klar, dass auch die Deutsche Post in ihren Sortieranlagen jede Sendung scannt; darauf hat unter anderem Frank Rieger vom Chaos Computer Club per Twitter hingewiesen. Unklar sei allerdings, wie lange die Post die Daten speichert, so Rieger. Zumindest nach aktuellem Kenntnisstand gibt das Unternehmen die Daten nicht weiter, sondern verwendet sie für interne Zwecke wie den korrekten Briefversand.
    Quelle
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